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Eidgenössische Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten ESchK Commission arbitrale fédérale pour la gestion de droits d'auteur et de droits voisins CAF Commissione arbitrale federale per la gestione dei diritti d'autore e dei diritti affini CAF Cumissiun federala da cumpromiss per la gestiun da dretgs d'autur e da dretgs cunfinants CFDC
Beschluss vom 1. Dezember 2008 betreffend den Tarif VM Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die zur Hauptsache Musikfilme enthalten und dem Publi- kum abgegeben werden (Musik-DVD's)
2/30 ESchK CAF Beschluss vom 1. Dezember 2008 betreffend den Tarif VM CFDC ____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ I. In tatsächlicher Hinsicht hat sich ergeben: 1. Die Gültigkeitsdauer des bisherigen Tarifs VM [Aufnehmen von Musik auf Tonbild- Träger, die zur Hauptsache Musikfilme enthalten und dem Publikum abgegeben wer- den (Musik-DVD's)], den die Schiedskommission mit Beschluss vom 26. Oktober 2006 genehmigt hat, läuft auf Ende 2008 aus. Die SUISA beantragt mit Eingabe vom 23. Ju- ni 2008 die Genehmigung eines neuen Tarifs VM in der Fassung vom 16. Juni 2008 und einer Gültigkeitsdauer bis zum 31. Dezember 2010.
2. Die Antragstellerin gibt die bezifferbaren Einnahmen aus dem Tarif VM im Jahre 2007 mit Fr. 17'879.00 an. Dazu wird erläutert, dass diese Einnahmen die Erträge aus der Lizenzierung von Musik-DVD's durch Auftraggeber oder Produzenten in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein betreffen. Daneben gebe es noch weitere Einnah- men, denen eine nach dem Tarif VM berechnete Entschädigung zugrunde liege. Aller- dings liessen sich diese Einnahmen nicht zuverlässig beziffern, da sie von europäi- schen Schwestergesellschaften der SUISA (wie GEMA, SRDM oder SABAM) in Cent- ral-Licensing-Geschäften realisiert würden, weil alle Major-Musikproduzenten sämtliche CD- und DVD-Produktionen für den Verkauf in Europa bei diesen Gesellschaften lizen- zieren. Zwar würde dabei für den Schweizer Markt nach den Tarifbestimmungen der SUISA lizenziert, indessen kein Unterschied gemacht zwischen Lizenzen für Werke auf CD's oder auf DVD's, so dass die auf DVD's und damit auf den Tarif VM entfallenden Umsätze nur mit aufwendigen Nachforschungen ermittelt werden könnten. Aus diesem Grund würden die Einnahmen aus dieser zentralen Lizenzierung in der Betriebsrech- nung in den Erträgen 'PI Ausland Lizenzierung' aufgeführt.
3. Verhandlungspartner im Tarif VM sind laut der SUISA IFPI Schweiz (Schweizer Lan- desgruppe der IFPI) sowie die Association of Swiss Music Producers (ASMP). Die SU- ISA weist darauf hin, dass gleichzeitig mit dem Tarif VM auch der Tarif PI verhandelt worden sei und dass sie sich mit ihren Tarifpartnern nach einer Verhandlungssitzung auf schriftlichem Weg auf einen neuen Tarif VM einigen konnte. Es liegen denn auch die Zustimmungserklärungen beider Verhandlungspartner vor (vgl. Gesuchsbeilage 8).
Die SUISA verweist auf die im neuen Tarif vorgenommenen Änderungen. Diese betref- fen nebst der Geltungsdauer (Tarifziffer 61) die Berechnungsgrundlage (Ziff. 15), die
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4. Die SUISA ist der Auffassung, dass der neu vorgelegte Tarif VM in seinen wesentli- chen Punkten und insbesondere hinsichtlich der Tarifansätze und der Berechnungs- grundlage demjenigen entspricht, den die Schiedskommission mit Beschluss vom 26. Oktober 2006 genehmigt hat. Hinsichtlich der Angemessenheit verweist sie daher ei- nerseits auf diesen Beschluss und andererseits auf die Einigung mit den Nutzerver- bänden sowohl betreffend Wortlaut wie auch Vergütungshöhe des revidierten Tarifs. Diese Zustimmung erachtet sie ebenfalls als ein wichtiges Indiz für die Angemessen- heit des vorgelegten Tarifs VM.
5. Mit Präsidialverfügung vom 3. Juli 2008 wurde die Spruchkammer zur Behandlung des Tarifs VM eingesetzt und der Genehmigungsantrag der SUISA gestützt auf Art. 10 Abs. 2 URV sowohl IFPI Schweiz wie auch der ASMP zur Stellungnahme zugestellt. Den Vernehmlassungsadressaten wurde mit Frist bis 15. August 2008 Gelegenheit gebo- ten, sich zur Tarifeingabe zu äussern; dies unter Hinweis darauf, dass im Säumnisfall Zustimmung dazu angenommen werde.
Mit Vernehmlassung vom 30. Juli 2008 bestätigte IFPI Schweiz ihre Zustimmung zum Tarifantrag der SUISA. Insbesondere begrüsst IFPI Schweiz das Ergebnis der Tarif- verhandlungen und geht davon aus, dass der Tarif VM hinreichend die Interessen der Mitglieder von IFPI-Schweiz berücksichtigt. Zur Berechnungsgrundlage (Ziff. 15 des Tarifs) merkt sie an, dass sich der Actual Invoiced Price nun schon einige Jahre als Be- rechnungsgrundlage bewährt habe. Damit belege der Tarif VM, dass ein Festhalten an künstlich errechneten Berechnungsgrundlagen (wie der PPD im Tarif PI) nicht notwen- dig sei, um eine angemessene Lizenzierung zu gewährleisten.
6. Gestützt auf Art. 15 Abs. 2bis des Preisüberwachungsgesetzes vom 20. Dezember 1985 (PüG) wurde im Anschluss an die Vernehmlassung die Tarifvorlage dem Preis- überwacher zur Abgabe einer Empfehlung unterbreitet.
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In seiner Antwort vom 26. August 2008 verzichtete der Preisüberwacher auf eine Un- tersuchung und auf die Abgabe einer Empfehlung. Dies begründet er mit dem Um- stand, dass sich die SUISA mit den massgebenden Nutzerverbänden auf einen neuen bis Ende 2010 gültigen Tarif einigen konnte und dass die Zustimmung der Betroffenen ein wichtiges Indiz dafür bilde, dass der Tarif nicht auf einer missbräuchlichen Ausnut- zung der Monopolstellung der SUISA beruht.
7. Da die Verhandlungspartner IFPI Schweiz und ASMP der Genehmigung des vorgeleg- ten Tarifs VM ausdrücklich zugestimmt haben, und gestützt auf die Präsidialverfügung vom 29. September 2008 auch seitens der Mitglieder der Spruchkammer keine Sitzung verlangt wurde, erfolgt die Behandlung der Tarifeingabe gemäss Art. 11 URV auf dem Zirkulationsweg.
8. Der zur Genehmigung vorgelegte Tarif VM [Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die zur Hauptsache Musikfilme enthalten und dem Publikum abgegeben werden (Mu- sik-DVD's)] hat in der Fassung vom 16. Juni 2008 in den drei Amtssprachen den fol- genden Wortlaut:
Fassung vom 16.6.2008
Tarif VM Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die zur Hauptsache Musikfilme enthalten und dem Publikum abgegeben werden (Musik-DVD's)
A. Kundenkreis 1 Dieser Tarif richtet sich an diejenigen, welche Musik auf Tonbild-Träger aufneh- men, bzw. Tonbild-Träger mit Musik herstellen oder herstellen lassen, die ans Publikum für den eigenen und privaten Gebrauch des Empfängers abgegeben werden. 2 Die Tonbild-Träger enthalten zur Hauptsache Musikfilme. Musikfilme sind gefilm- te Konzerte oder andere Präsentationen wie z. B. Videoclips. 3 Der Tarif richtet sich ferner an diejenigen, die solche Tonbild-Träger in die Schweiz oder in Liechtenstein importieren, wenn für das Inverkehrbringen in der Schweiz oder in Liechtenstein noch keine Zustimmung der Rechtsinhaber an der Musik vorliegt. 4 Der Tarif richtet sich an Auftraggeber (Produzenten) und Auftragnehmer. Auf- traggeber ist, wer das Recht hat, über die Verwendung der Tonbild-Träger zu verfügen. Die SUISA wendet sich in erster Linie an den Auftraggeber. 5 Auftraggeber, Produzenten, Auftragnehmer wie Hersteller, Duplizierer und Impor- teure werden nachstehend gemeinsam ”Kunden” genannt. Mehrere Kunden, die mit dem Herstellen und Inverkehrbringen eines Tonbild-Trägers befasst sind, haf- ten der SUISA solidarisch für die Einhaltung der Verpflichtungen gemäss diesem Tarif.
B. Verwendung der Musik 6 Musik im Sinne dieses Tarifs ist urheberrechtlich geschützte nichttheatralische Musik, mit oder ohne Text, des von der SUISA verwalteten Weltrepertoires. 7 Dieser Tarif bezieht sich auf das Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die zur Abgabe ans Publikum bestimmt sind, und deren Inverkehrbringen. 8 Tonbild-Träger sind alle zum Aufnehmen und Abspielen von audiovisuellen Wer- ken geeignete und gebräuchliche Träger, die bis Mitte 2006 bekannt sind. Es sind dies insbesondere Träger der Formate DVD-Video und VHS-Kassetten. Formate wie CD, SACD und DVD-Audio zählen nicht zu den Tonbild-Trägern. 9 Die Tonbild-Träger enthalten zur Hauptsache Musik in audiovisueller Form, das heisst Thema und Inhalt des Tonbild-Trägers sind der Musik gewidmet (Musikfil- me, Videoclips), und der Tonbild-Träger wird wegen der darauf in audiovisueller Form enthaltenen Musik dem Publikum angeboten. 10 Für andere Tonbild-Träger, insbesondere Spiel- und Dokumentarfilme, ist der Tarif VI anwendbar. 11 Enthält ein Träger sowohl audio- wie audiovisuelle Aufnahmen, wird die Entschä- digung nach diesem Tarif berechnet, wenn die Spieldauer der audiovisuellen 5/30
Tarif VM 2009, Fassung vom 16.6.2008 Aufnahmen (Musikfilme, Videoclips) mehr als 50% der Gesamtspieldauer des Trägers ausmachen. Im anderen Fall wird der Träger nach Tarif PI lizenziert. 12 Das Vermieten von Tonbild-Trägern wird nicht durch diesen Tarif geregelt. 13 Die SUISA verfügt nicht über die Rechte anderer Urheber als derjenigen an der Musik und nicht über die verwandten Schutzrechte der Interpreten, Produzenten oder Sendeunternehmen. Jede Bewilligung der SUISA steht unter dem ausdrück- lichen Vorbehalt, dass alle betroffenen Rechtsinhaber der Herstellung zustimm- ten. 14 Die SUISA erteilt die Bewilligung zudem unter dem Vorbehalt, dass für die Syn- chronisationsrechte (die Verbindung von Musik mit Werken anderer Gattungen) eine allenfalls erforderliche Zustimmung der Inhaber der Musikurheberrechte er- teilt wurde. Sie kann dafür Belege verlangen.
C. Vergütung I. Allgemeine Bestimmungen a) Berechnungsgrundlage 15 Die Vergütung wird in der Form eines Prozentsatzes der folgenden Beträge be- rechnet:
- des fakturierten Preises (Actual invoiced prize = AIP), wenn der Kunde bei der Abrechnung mit der SUISA seine Verkäufe pro Tonbildträger und pro Abrech- nungsperiode mit Stückzahlen und fakturierten Preisen bekanntgeben kann, und er mit der SUISA einen mehrjährigen Vertrag über die Abrechnung der Vergütung abschliesst. Als AIP gilt der vom Kunden oder, falls der Kunde die Tonbildträger nicht selbst vertreibt, vom offiziellen Vertrieb des Kunden an den Detaillisten effektiv fakturierte Engrospreis. In diesem Preis sind dem Detaillis- ten gewährte allfällige Rabatte berücksichtigt. Skonti, Boni, Umsatzprämien und ähnliche Vergütungen sowie Freiexemplare (vgl. Ziff. 34) bleiben bei der Ermitt- lung dieses Preises jedoch unberücksichtigt.
- der Kosten für die Herstellung der Tonbild-Träger, wenn alle Exemplare ohne Entgelt ans Publikum abgegeben werden.
- des Detailverkaufspreises, wenn der Kunde die Tonbild-Träger direkt dem pri- vaten Käufer abgibt, wenn dieser in aller Regel einen vom Kunden festgelegten und empfohlenen Preis bezahlt, oder wenn weder eine Abrechnung nach dem AIP noch nach den Kosten gemäss den beiden vorstehenden Absätzen in Fra- ge kommt. Detailverkaufspreis ist der Preis, zu welchem der private Käufer den Tonbildträger erwirbt. 16 AIP und DVP verstehen sich ohne die dem Detailhändler verrechnete Warenum- satz-, Mehrwert- oder gleichartige Steuern.
b) Prozentsätze
17 Der Prozentsatz beträgt
- 7.238% des AIP
- 5.8% des DVP
- 5.8% der Kosten.
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Tarif VM 2009, Fassung vom 16.6.2008 18 Für Tonbild-Träger, die nur zum Teil geschützte Musik enthalten, werden die Prozentsätze im folgenden Verhältnis reduziert:
Abspieldauer der geschützten Musik : gesamte Musikdauer
Diese Reduktion wird nur angewendet, wenn der Kunde der SUISA bei der An- meldung genauen Aufschluss über die im Musikfilm enthaltene Musik gibt. 19 In den Tarifansätzen von Ziff. 17 sind allfällige auf dem Tonbild-Träger enthaltene Spiel- oder Dokumentarfilme, Standbilder, Menutafeln etc. bereits berücksichtigt. Enthält der Tonbild-Träger nur Standbilder mit Musik, ist der Tarif für Tonträger (Tarif PI) anwendbar. 20 Gibt der Kunde bei der Anmeldung des Tonbild-Trägers keinen oder nur unvoll- ständigen Aufschluss über den genauen Inhalt des Tonbild-Trägers wird ohne ei- ne allfällige Reduktion gemäss Ziff. 18 abgerechnet.
c) Mindest-Entschädigung 21 Die Entschädigung beträgt pro Tonbild-Träger mindestens:
Trägerart
Spieldauer der Musikfilme
Entschädigung DVD-Video
(bis 90')
Fr. 0.60 DVD-Video
(bis 60')
Fr. 0.40 Videokassette
(bis 90')
Fr. 0.60
d) Anzahl Werke oder Fragmente 22 Die in Ziff. 21 genannten Mindest-Entschädigungen gelten für Tonbild-Träger auf denen höchstens die folgende Anzahl Werke oder Werkteile aufgenommen wird:
DVD-Video
(bis 90') 20 Werke / 40 Werkteile DVD-Video
(bis 60') 10 Werke / 20 Werkteile DVD-Video Compilation (bis 90’) 24 Werke / 48 Werkteile Videokassette
(bis 90') 20 Werke / 40 Werkteile
Enthält ein Tonbild-Träger mehrere Aufnahmen eines Werks oder desselben Werkteils, zählen diese Aufnahmen als ein Werk oder Werkteil. 23 Werden auf einem Tonbild-Träger geschützte vollständige Werke und Werkteile aufgenommen, so wird jedes Werk mit zwei Punkten und jeder Werkteil mit ei- nem Punkt gewertet. Die Anzahl zulässiger Punkte entspricht der Anzahl Werk- teile in Ziffer 22.
24 Werkteile sind Aufnahmen eines Werks mit einer Spieldauer von bis zu 1 Min. 45 Sek., soweit damit nicht schon das vollständige Werk wiedergegeben wird.
25 Enthält ein Tonbild-Träger mehr Werke oder Werkteile als gemäss Ziffer 22, oder wird die Spieldauer gemäss Ziffer 21 um mehr als 60 Sekunden überschritten, so erhöht sich die Entschädigung im gleichen Verhältnis.
26 Teilweise Wiedergaben eines Werks bedürfen der Einwilligung der Rechtsinha- ber, welche der Kunde selber einholt, und von welchen er der SUISA eine Kopie zustellt. Die SUISA gibt dem Kunden die Adressen der Rechtsinhaber bekannt, soweit ihr dies möglich ist.
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Tarif VM 2009, Fassung vom 16.6.2008 e) Mindest-Entschädigung pro Erlaubnis 27 Die Mindest- Entschädigung beträgt in allen Fällen mindestens Fr. 50.-- pro Be- willigung. Für Kunden, die mit der SUISA Verträge schliessen, gilt die Mindest- Entschädi- gung von Fr. 50.-- pro Abrechnung (nicht pro Titel).
f) Steuern 28 Die in diesem Tarif genannten Vergütungen verstehen sich ohne eine allfällige Mehrwertsteuer, welche zum jeweils gültigen Steuersatz hinzukommt und vom Kunden zu bezahlen ist.
g) Zuschlag im Falle von Rechtsverletzungen 29 Alle in diesem Tarif genannten Vergütungen verdoppeln sich, wenn
- Musik ohne die erforderliche Bewilligung der SUISA verwendet wird
- ein Kunde unrichtige oder lückenhafte Angaben oder Abrechnungen einreicht, die ihm einen unrechtmässigen Vorteil verschaffen oder hätten verschaffen können. 30 Die Geltendmachung eines darüber hinausgehenden Schadenersatzes bleibt vorbehalten.
h) Entstehen des Vergütungsanspruchs 31 Der Vergütungsanspruch entsteht mit der Herstellung der Tonbild-Träger.
i) Exporte 32 Für exportierte Tonbild-Träger ist der Verkaufspreis im Bestimmungsland Be- rechnungsgrundlage. Ist dessen Währung nicht konvertibel, oder kann der Kunde diesen Verkaufspreis nicht nachweisen, gilt der Verkaufspreis im Inland, mangels eines solchen der für Tonbild-Träger gleicher Art am häufigsten verwendete in- ländische Verkaufspreis. Für Exporte nach Ländern, in denen die Entschädigung durch das Gesetz festgelegt wird, gilt diese gesetzliche Entschädigung.
Auf Exporte wird der vorliegende Schweizer Tarif angewendet.
II. Besondere Bestimmungen für Vertragskunden 33 Kunden können mehrjährige Verträge mit der SUISA abschliessen, wenn sie
- regelmässig und gewerbsmässig Tonbild-Träger herstellen, importieren oder vertreiben,
- ihren Sitz in der Schweiz oder in Liechtenstein haben und hier auch tatsäch- lich die Verwaltung und Geschäftstätigkeit führen,
- geordnete Bücher und eine geordnete Lagerbuchhaltung führen,
- die Gewähr für die Einhaltung der Urheberrechte bieten und bereit sind, Si- cherheit zu leisten.
34 Diesen Vertragspartnern werden nachstehende Vergünstigungen eingeräumt.
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Tarif VM 2009, Fassung vom 16.6.2008 Die Vergünstigungen fallen jedoch dahin, wenn der Kunde sich nicht an die Be- stimmungen des Vertrags oder des Tarifs hält.
a) Freiexemplare 35 Für effektiv zu Werbe- und Rezensionszwecken (Bemusterung) unentgeltlich an die Medien abgegebene neu veröffentlichte Tonbild-Träger sind auf 500 Freiex- emplare in der Schweiz und zusätzlich 300 Freiexemplare im gesamten Ausland keine Vergütung zu entrichten.
Freiexemplare für die Bemusterung im Ausland werden durch den Kunden selber gewährt (nicht durch einen dritten Abnehmer). Der Kunde übergibt der SUISA da- für auf Verlangen geeignete Belege (z.B. dafür, dass er selber übliche Promoti- onskanäle beanspruchte). Eine Bemusterung im Ausland muss der SUISA un- verzüglich - nicht erst nach Ablauf der Abrechnungsperiode - mitgeteilt werden.
b) Grossmengen
36 Vertragskunden, die innerhalb von zwei Abrechnungsperioden eine bestimmte Anzahl des gleichen Tonbild-Trägers direkt bei der SUISA abrechnen, erhalten für diese Träger folgende Ermässigung auf die Entschädigung:
- bei mehr als 3‘000 Exemplaren des gleichen Tonbild-Trägers 5%,
- bei mehr als 5‘000 Exemplaren des gleichen Tonbild-Trägers 10%.
c) Entstehung des Vergütungsanspruchs, Retouren 37 Die Entschädigung wird fällig mit der Auslieferung der Tonbild-Träger aus dem Lager des Kunden. Bei Importen durch Detailverkäufer wird sie mit dem Import fällig. 38 Für Retouren ist keine Entschädigung zu entrichten. Retouren sind ins Lager des Kunden zurückgeführte Tonbild-Träger, für welche der Kunde keine Zahlung er- hält. Sie sind ins Lager der unlizenzierten Tonbild-Träger zurückzuführen oder zu vernichten. 39 Der Kunde meldet der SUISA im voraus eine allfällige Vernichtung von unlizen- zierten Tonbild-Träger. 40 Pro Abrechnungsperiode darf die Anzahl Retouren die Anzahl der Lagerausgän- ge für einen bestimmten Tonbild-Träger nicht überschreiten. Ein Retourenüber- schuss kann auf die folgende Abrechnungsperiode übertragen werden. 41 Bei neu veröffentlichten oder in der Schweiz am Fernsehen beworbenen Tonbild- Trägern kann der Kunde in der ersten Abrechnungsperiode 80% der ausgeliefer- ten Tonbild-Träger mit der SUISA abrechnen. Am Ende der übernächsten halb- jährlichen Abrechnungsperiode rechnet der Kunde über die restlichen 20% der ausgelieferten Tonbild-Träger abzüglich die Retouren ab.
Diese Bestimmung über die Retourenreserve kommt nur zur Anwendung, wenn der Kunde im voraus die Anzahl der zurückgestellten Exemplare meldet und das Vertriebssystem des Kunden die Retouren für seine Auslieferungen zulässt und der Kunde mindestens halbjährlich mit der SUISA abrechnet. Die Fristen von Ziff. 45 sind einzuhalten.
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Tarif VM 2009, Fassung vom 16.6.2008 d) Exporte 42 Für exportierte Tonbild-Träger ist der Verkaufspreis im Bestimmungsland Be- rechnungsgrundlage. Ist dessen Währung nicht konvertibel, oder kann der Kunde diesen Verkaufspreis nicht nachweisen, gilt der Verkaufspreis im Inland, mangels eines solchen der für Tonbild-Träger gleicher Art am häufigsten verwendete in- ländische Verkaufspreis. Für Exporte nach Ländern, in denen die Entschädigung durch das Gesetz festgelegt wird, gilt diese gesetzliche Entschädigung. 43 Auf exportierte Tonbild-Träger wird der im Bestimmungsland geltende Tarif an- gewendet. Ist ein solcher nicht bekannt oder sonst nicht anwendbar, gilt der vor- liegende Tarif. Ziffer 34 bleibt vorbehalten.
D. Abrechnung a) Anmeldung der Aufnahmen, Verzeichnisse der Musik 44 Die Kunden melden der SUISA laufend, mindestens jedoch 10 Tage vor der Her- stellung die Tonbild-Träger mit Musik, die sie herstellen, ausliefern oder importie- ren wollen, mit den folgenden Angaben
- Originaltitel und allfällige Untertitel in der Schweiz
- Original-Produzent, falls nicht der Kunde selbst Produzent ist
- Ursprungsland des Tonbild-Trägers
- Format des Tonbildträgers (Videocassette, DVD etc.)
- genaue Beschreibung des Inhalts mit Angaben über die Abspieldauer des Musikfilmteils und, falls vorhanden, des Dokumentarfilmteils
- Titel, Dauer und Urheber/Verleger sämtlicher Musiksequenzen.
Wird für den Tonbild-Träger ein vorbestehender Film verwendet für den ein so- genanntes Cue-Sheet erstellt wurde, ist es beizulegen.
Kunden, die mit der SUISA mehrjährige Verträge für alle Tonbild-Träger ab- schliessen, melden der SUISA laufend – wenn möglich vor der Auslieferung ei- nes Tonbild-Trägers, spätestens innert 30 Tagen nach Veröffentlichung – die be- nötigten Angaben.
b) Produktions- und Verkaufsmeldungen
45 Die Kunden stellen der SUISA innert 10 Tagen nach der Herstellung eine Ab- rechnung über alle Tonbild-Träger mit Musik zu.
46 Mit Kunden, die mit der SUISA mehrjährige Verträge für alle Tonbild-Träger ab- schliessen, können Abrechnungsperioden von drei, sechs oder zwölf Monaten vereinbart werden.
Die erforderlichen Angaben sind der SUISA innert 30 Tagen nach dem Ende der vereinbarten Abrechnungsperiode in elektronischer Form zuzustellen.
47 Für exportierte Tonbild-Träger geben die Kunden für jedes Exportland die erfor- derlichen Angaben bekannt.
Ermächtigen sie einen Vertrieb zum Export, so trägt der Kunde diesen Exporten in seinen Angaben Rechnung.
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Tarif VM 2009, Fassung vom 16.6.2008 48 Die Kunden melden der SUISA alle importierten Tonbild-Träger, welche nicht von einer Urheberrechtsgesellschaft ausdrücklich für den Export in die Schweiz oder nach Liechtenstein lizenziert wurden. Die SUISA kann alle weiteren erforderli- chen Angaben verlangen.
49 Der Kunde überlässt der SUISA von allen Tonbild-Trägern mit Musik auf Verlan- gen unentgeltlich ein Exemplar.
c) Prüfung der Meldungen und Verletzung der Meldepflicht
50 Die SUISA kann Belege zur Prüfung der Angaben oder während der Arbeitszeit und nach Voranmeldung Einsicht in die Bücher und Lager des Kunden nehmen.
51 Die Prüfung kann durch einen unabhängigen Fachmann vorgenommen werden; die Kosten dieses Fachmanns trägt der Kunde, wenn die Prüfung ergibt, dass seine Meldungen unvollständig waren, sonst derjenige, der ihn beizuziehen such- te.
52 Werden die erforderlichen Angaben oder die verlangten Belege auch nach schriftlicher Mahnung nicht innert einer Nachfrist eingereicht oder verweigert der Kunde die Einsicht in seine Bücher oder Lager, so kann die SUISA die erforderli- chen Angaben schätzen und gestützt darauf die Vergütung berechnen.
53 Werden Angaben über die verwendete Musik der SUISA auch nach einer schrift- lichen Mahnung nicht innert Nachfrist eingereicht, so kann eine zusätzliche Ver- gütung von Fr. 100.-- verlangt werden. Die SUISA kann zudem die nötigen An- gaben auf Kosten des Kunden beschaffen.
54 Aufgrund geschätzer Angaben erstellte Rechnungen gelten als vom Kunden an- erkannt, wenn er nicht innert 30 Tagen seit Rechnungsstellung vollständige und korrekte Angaben nachliefert.
E. Zahlungen 55 Sofern in der Bewilligung oder in den Verträgen nichts anderes bestimmt wird, sind die Rechnungen der SUISA innert 30 Tagen zahlbar. Die Tonbildträger sind erst nach vollständiger Bezahlung der Rechnung lizenziert. Eine von der SUISA bereits erteilte Erlaubnis für die Herstellung und den Vertrieb wird widerrufen, wenn die Rechnung nicht innert der Fälligkeitsperiode bezahlt wird.
56 Die SUISA kann Akontozahlungen in der Höhe der voraussichtlichen Vergütung und/oder andere Sicherheiten verlangen.
F. Kennzeichnung des Tonbild-Trägers 57 Alle Tonbild-Träger sind in handelsüblicher Form zu kennzeichnen.
58 Die Etiketten der serienmässig hergestellten Tonbild-Träger enthalten
- das Zeichen +SUISA+; die SUISA stellt hierfür unentgeltlich die Grafik-Datei zur Verfügung
- den Vermerk ”Urheber- und verwandte Schutzrechte vorbehalten, vor allem für öffentliches Vorführen, Senden und Überspielen”.
- mit den Titeln aller Musikwerke, die auf dem Tonbild-Träger enthalten sind, sowie mit den Namen ihrer Komponisten, Textautoren und Bearbeiter. 11/30
Tarif VM 2009, Fassung vom 16.6.2008
59 Wenn auf den Etiketten zu wenig Platz für diese Angaben vorhanden ist, so dür- fen sie in abgekürzter Form aufgenommen werden; die vollständigen Angaben müssen aber in diesem Falle aus der Hülle oder aus einem Beiblatt ersichtlich sein.
60 Die Namen des Verlegers und der Interpreten sollen angegeben werden, wenn sie dem Hersteller bekannt sind und wenn es die Platzverhältnisse auf der Etiket- te oder auf der Hülle erlauben.
G. Gültigkeitsdauer 61 Dieser Tarif ist vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010 gültig. 62 Bei wesentlicher Änderung der Verhältnisse kann er vorzeitig revidiert werden. 12/30
Projet 16.6.2008
Tarif VM Enregistrement de musique sur supports audiovisuels destinés au public contenant principalement des films musicaux (DVD musicaux)
A. Clients concernés 1 Le présent tarif s'adresse à tous ceux qui enregistrent de la musique sur des supports audiovisuels destinés au public, ou qui produisent ou font produire des supports audiovisuels contenant de la musique destinés au public pour l'usage privé du destinataire. 2 Les supports audiovisuels contiennent principalement des films musicaux. Ces derniers sont des concerts filmés ou autres présentations telles que p. ex. les vidéoclips. 3 Le présent tarif s'adresse en outre à tous ceux qui importent en Suisse ou au Liechtenstein de tels supports audiovisuels, dans la mesure où aucune autorisation n'a encore été octroyée par les ayants droit sur la musique pour la mise en circulation de ces supports audiovisuels dans ces deux pays. 4 Le présent tarif s'adresse aux mandants (producteurs) et aux mandataires. Est considérée comme mandante toute personne ayant le droit de disposer des supports audiovisuels. SUISA s'adresse en premier lieu au mandant. 5 Les mandants, les producteurs, les mandataires tels que les fabricants, duplicateurs et importateurs sont désignés ci-dessous par le terme générique de «clients». Plusieurs clients qui contribuent à la fabrication et à la commercialisation d'un support audiovisuel sont responsables solidairement vis- à-vis de SUISA du respect des obligations prévues par le présent tarif.
B. Utilisation de la musique 6 Est considérée comme musique au sens de ce tarif, la musique non théâtrale protégée par le droit d'auteur, avec ou sans texte, appartenant au répertoire mondial géré par SUISA. 7 Le présent tarif se rapporte à l'enregistrement de musique sur des supports audiovisuels destinés au public ainsi qu'à leur mise en circulation. 8 On appelle support audiovisuel tout support propre à l'enregistrement et à la lecture d'œuvres audiovisuelles, employé à cette fin, et connu à mi-2006. Il s'agit notamment des supports de formats DVD-vidéo et des cassettes VHS. Les formats CD, SACD et DVD-audio ne sont pas considérés comme supports audiovisuels. 9 Le contenu principal des supports audiovisuels est la musique sous une forme audiovisuelle, c'est-à-dire que le support audiovisuel, son thème et son contenu sont consacrés à la musique (films musicaux, vidéoclips), et que le support audiovisuel est distribué au public en raison de la musique sous forme audiovisuelle qu'il contient. 13/30
Tarif VM 2009, projet du 16.06.2006
10 Pour les autres supports audiovisuels, notamment les longs-métrages et les documentaires, on applique le tarif VI. 11 Si un support audiovisuel contient à la fois des enregistrements audio et audiovisuels, la redevance est calculée selon le présent tarif si la durée de lecture de l'enregistrement audiovisuel (films musicaux, vidéoclips) représente plus de 50% de la durée totale du support. Dans l'autre cas, le support est décompté selon le tarif PI. 12 La location de supports audiovisuels n'est pas réglée par ce tarif. 13 SUISA ne dispose pas des droits d'autres auteurs que ceux de la musique, ni des droits voisins des interprètes, des producteurs et des organismes de radiodiffusion. Toute autorisation de SUISA est octroyée sous réserve expresse de l'assentiment de tous les ayants droit intéressés. 14 SUISA octroie en outre son autorisation sous réserve de l'assentiment, pour les droits de synchronisation (l'association de musique avec des œuvres d'autres genres), si nécessaire, des ayants droit sur la musique. Elle peut pour cela demander des justificatifs.
C. Redevance I. Dispositions générales a) Base de calcul 15 La redevance est calculée sous forme d'un pourcentage des montants ci-après:
- du prix facturé (actual invoiced prize = AIP) lorsque le client, lors du décompte avec SUISA, peut déclarer ses ventes par support audiovisuel et par période de décompte, avec le nombre d’exemplaires et les prix facturés, et qu’il passe un contrat de plusieurs années avec SUISA pour le décompte de la redevance. L’AIP est le prix de gros effectivement facturé par le client au détaillant ou, si le client ne distribue pas lui-même les supports audiovisuels, par le distributeur officiel du client. Ce prix tient compte des éventuels rabais accordés aux détaillants. Cependant, les escomptes, bonifications, primes sur le chiffre d'affaires, remboursements analogues et exemplaires libres (voir ch. 34) ne sont pas pris en compte dans le calcul de ce prix.
- des frais de production des supports audiovisuels, lorsque tous les exemplaires sont destinés gratuitement au public
- du prix de vente au détail (PVD), lorsque le client remet directement les supports audiovisuels à l'acheteur privé, lorsque celui-ci paie en général un prix fixé et recommandé par le client, ou si ni l’AIP, ni les frais ne peuvent former la base de calcul de la redevance selon les alinéas précédents. Le prix de vente au détail est le prix auquel l'acheteur privé achète le support audiovisuel. 16 AIP et PVD s’entendent sans l'impôt sur le chiffre d'affaires, la taxe sur la valeur ajoutée ou d’autres taxes analogues.
b) Pourcentages 17 Les pourcentages de redevances sont
- 7.238% du prix facturé (AIP)
- 5.8% du PVD
- 5.8% des frais.
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Tarif VM 2009, projet du 16.06.2006
18 Pour les supports audiovisuels qui ne contiennent que partiellement de la musique protégée, le pourcentage diminue dans la proportion suivante:
durée d'exécution de la musique protégée : durée totale de la musique
à la condition que le client donne à SUISA des informations précises sur la musique contenue dans le film musical. 19 Les taux du chiffre 17 tiennent déjà compte des éventuels films de fiction, documentaires, images fixes, tableaux de menus etc., contenus dans le support audiovisuel. Si le support audiovisuel ne contient que des images fixes avec de la musique, on applique le tarif valable pour les supports sonores (Tarif PI). 20 Si le client ne fournit pas, ou de manière incomplète, les informations sur le contenu exact du support audiovisuel lors de sa déclaration, la redevance est calculée sans l'éventuelle réduction mentionnée au ch. 18.
c) Redevance minimale 21 La redevance minimale par support audiovisuel s'élève:
Type de support Durée de lecture des films musicaux Redevance DVD-vidéo
(jusqu'à 90')
CHF 0.60 DVD-vidéo
(jusqu'à 60')
CHF 0.40 Cassette vidéo
(jusqu'à 90')
CHF 0.60
d) Nombre d'œuvres ou de fragments 22 Les redevances minimales mentionnées au ch. 21 s'appliquent aux supports audiovisuels qui contiennent le nombre ci-dessous d'œuvres ou de fragments d'œuvres:
DVD-vidéo
(jusqu'à 90') 20 œuvres / 40 fragments d'œuvres DVD- vidéo
(jusqu'à 60') 10 œuvres / 20 fragments d'œuvres DVD- vidéo compilation (jusqu'à 90’) 24 œuvres / 48 fragments d'œuvres Cassette vidéo
(jusqu'à 90') 20 œuvres / 40 fragments d'œuvres
Si un support audiovisuel contient plusieurs enregistrements d'une même œuvre ou d’un même fragment d’œuvre, ces enregistrements comptent comme une œuvre ou comme un fragment d'œuvre.
23 Si un support audiovisuel contient des œuvres protégées entières et des fragments d'œuvres, on attribue alors deux points aux œuvres entières et un point aux fragments. Le nombre de points autorisés correspond au nombre de fragments d'œuvres prévu au chiffre 22.
24 Les fragments d'œuvres sont des enregistrements d'une durée de lecture de 1 min. 45 s. au maximum, dans la mesure où il ne s’agit pas de l'œuvre entière.
25 Si un support audiovisuel contient davantage d'œuvres ou de fragments d'œuvres que le maximum indiqué au chiffre 22, ou si la durée de lecture indiquée au chiffre 21 est dépassée de plus de 60 secondes, la redevance est augmentée en proportion.
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26 L'enregistrement d'un fragment d'œuvre nécessite l'autorisation des ayants droit, que le client doit obtenir lui-même, et dont il adresse une copie à SUISA. SUISA donne au client les adresses des ayants droit si cela lui est possible.
e) Redevance minimale par autorisation 27 La redevance minimale s'élève au moins à CHF 50.- par autorisation. Pour les clients qui concluent des contrats avec SUISA, la redevance minimale de CHF 50.- est calculée par décompte (et non par titre).
f) Impôts 28 Les redevances mentionnées dans le présent tarif s’entendent sans une éventuelle taxe sur la valeur ajoutée, laquelle est facturée au client au taux en vigueur.
g) Supplément en cas de violations du droit 29 Toutes les redevances mentionnées dans ce tarif sont doublées si
- de la musique est utilisée sans l'autorisation préalable de SUISA
- un client communique des données ou des relevés faux ou incomplets qui lui permettent ou auraient pu lui permettre d'en tirer un avantage indu. 30 Est réservée la possibilité de faire valoir des dommages-intérêts supérieurs.
h) Naissance du droit à la redevance 31 Le droit à la redevance naît avec la production des supports audiovisuels.
i) Exportations 32 Pour les supports audiovisuels exportés, le prix de vente dans le pays de desti- nation sert d'assiette de calcul. Si la monnaie dudit pays n'est pas convertible, ou si le client ne peut pas démontrer ce prix de vente, le prix de vente en Suisse fait alors foi ou, en l'absence d'un tel prix, le prix de vente le plus fréquemment prati- qué en Suisse pour des supports audiovisuels du même type. Pour les exporta- tions dans les pays où la redevance est fixée par la loi, on applique cette rede- vance légale.
Le présent tarif suisse est appliqué aux exportations.
II. Dispositions spéciales pour les clients contractuels 33 Les clients peuvent conclure des contrats de plusieurs années avec SUISA
- s'ils fabriquent, importent ou distribuent des supports audiovisuels régulièrement et professionnellement,
- s'ils ont leur siège en Suisse ou au Liechtenstein et y exercent effectivement leur activité commerciale et la gestion de celle-ci,
- s'ils tiennent une comptabilité régulière et un inventaire complet de leur stock,
- s'ils garantissent le respect des droits d’auteur et sont disposés à fournir des sûretés à cette fin.
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34 Ces partenaires contractuels bénéficient des avantages prévus ci-après.
Ces avantages tombent toutefois si le client ne respecte pas les dispositions du contrat ou du tarif.
a) Exemplaires libres 35 Le nombre d'exemplaires libres de supports audiovisuels nouvellement publiés, qui peuvent être distribués gratuitement aux médias à des fins effectives de publicité et de recension (promotion), est limité à 500 pour la Suisse et à 300 exemplaires libres supplémentaires pour le reste du monde. Il n'y a pas de redevance à verser sur ces exemplaires.
Les exemplaires libres destinés à la promotion à l'étranger doivent être distribués par le client lui-même (et non par un tiers preneur). Le client fournit sur demande à SUISA les justificatifs nécessaires (p. ex. la preuve qu'il a fait appel lui-même aux canaux de promotion usuels). La promotion à l’étranger doit être communiquée à SUISA immédiatement – et non pas après la fin de la période de décompte.
b) Grandes quantités 36 De plus, les clients sous contrat bénéficient d’une réduction sur la redevance lorsqu’ils décomptent directement avec SUISA un certain nombre d’exemplaires du même support audiovisuel pendant deux périodes de décompte. La réduction s’élève à:
- 5% pour plus de 3‘000 exemplaires du même support audiovisuel
- 10% pour plus de 5‘000 exemplaires du même support audiovisuel
c) Naissance du droit à la redevance, retours 37 La redevance est payable lorsque les supports audiovisuels sont livrés et quittent le stock du client. En cas d’importation par des détaillants, c'est la date de l'importation qui fait foi. 38 Il n'y a pas de redevances à payer pour les retours. On appelle retours les supports audiovisuels qui reviennent au stock du client sans que celui-ci ait reçu de paiement. Ils doivent être replacés dans le stock de supports audiovisuels non licenciés ou détruits. 39 Le client annonce à SUISA à l'avance toute destruction de supports audiovisuels non licenciés. 40 Le nombre de retours par période de décompte ne doit pas dépasser le nombre de sorties du stock pour un support audiovisuel donné. Un excédent de retours peut être reporté sur la période de décompte suivante. 41 Pour les nouveaux supports audiovisuels publiés ou pour les supports audiovisuels faisant l’objet de publicité télévisée en Suisse, le client peut décompter avec SUISA 80% des supports audiovisuels livrés durant la première période de décompte. Après deux autres périodes de décompte semestrielles, le client décompte les 20% restants moins les retours.
Cette disposition relative aux réserves sur les retours ne s'applique que si le client annonce à l'avance le nombre d'exemplaires réservés, si le système de distribution du client autorise les retours sur ses livraisons, et si le client décompte au moins une fois par semestre avec SUISA. Les délais du chiffre 45 doivent être respectés. 17/30
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d) Exportations 42 Pour les supports audiovisuels exportés, le prix de vente dans le pays de vente sert de base de calcul. Si la monnaie de ce pays n'est pas convertible, ou si le client ne peut pas prouver ce prix de vente, on calcule la redevance à partir du prix de vente en Suisse, ou à défaut, du prix de vente en Suisse le plus souvent pratiqué pour un support audiovisuel du même type. Pour les exportations à destination de pays où la redevance est fixée par la loi, on applique cette redevance légale. 43 Le tarif du pays de vente est appliqué aux supports audiovisuels exportés. Si ce tarif n'est pas connu ou ne peut être appliqué, le présent tarif fait foi. Le chiffre 34 est réservé.
D. Décompte a) Déclaration des enregistrements, liste des œuvres musicales 44 Les clients annoncent à SUISA régulièrement, toutefois au moins 10 jours avant la fabrication, les supports audiovisuels avec musique qu'ils veulent produire en mentionnant
- le titre original et les éventuels sous-titres utilisés en Suisse
- le producteur original si le client n'est pas lui-même le producteur
- le pays d'origine du support audiovisuel
- le format du support audiovisuel (vidéocassette, DVD etc.)
- la description exacte du contenu avec la durée d'exécution du film musical et, si elle est disponible, de la partie documentaire
- le titre, la durée et les auteur(s)/éditeur(s) de toutes les séquences de musique.
Si un film préexistant, pour lequel un cue-sheet a été établi, est utilisé, celui-ci doit être joint.
Les clients ayant conclu avec SUISA des contrats de plusieurs années pour tous leurs supports audiovisuels lui déclarent régulièrement les indications nécessaires – si possible avant la livraison d'un support audiovisuel, au plus tard dans les 30 jours après la publication.
b) Déclarations de production et de vente
45 Les clients adressent à SUISA, dans les 10 jours après la fabrication, un décompte de tous les supports audiovisuels avec musique.
46 Les clients ayant conclu avec SUISA des contrats de plusieurs années pour tous leurs supports audiovisuels peuvent convenir de périodes de décompte trimestrielles, semestrielles ou annuelles.
Les indications requises doivent parvenir à SUISA sous forme électronique dans les 30 jours après la fin de la période de décompte convenue.
47 Pour les supports audiovisuels exportés, les clients fournissent les indications requises pour chaque pays d'exportation.
S'il confie l'exportation à un distributeur, le client tient compte de ces exportations dans ses indications.
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48 Les clients annoncent à SUISA tous les supports audiovisuels importés qui n'ont pas été expressément licenciés par une société de droits d’auteur pour l'exportation en Suisse ou au Liechtenstein. SUISA peut demander toutes autres indications nécessaires.
49 Le client remet gratuitement à SUISA, sur demande de celle-ci, un exemplaire de tous les supports audiovisuels contenant de la musique.
c) Examen des déclarations et violation de l’obligation de déclaration
50 Afin de vérifier les données, SUISA peut exiger des justificatifs ou l’accès à la comptabilité et au stock, pendant les heures de bureau et après s'être annoncée.
51 L'examen peut être effectué par un tiers indépendant; aux frais du client s’il s’avère que ses déclarations étaient incomplètes, sinon aux frais de celui qui a souhaité l’engagement de l’expert.
52 Si les données nécessaires ou les justificatifs exigés n’ont toujours pas été communiqués dans un délai supplémentaire imparti par un rappel écrit, ou si le client refuse l'accès à sa comptabilité ou à son stock, SUISA peut alors effectuer une estimation des données nécessaires et se baser sur celle-ci pour calculer la redevance.
53 Si les données concernant la musique utilisée n’ont toujours pas été communiquées à SUISA dans un délai supplémentaire imparti par un rappel écrit, une redevance supplémentaire de CHF 100.– peut être exigée. SUISA peut de plus se procurer les données nécessaires aux frais du client.
54 Les factures établies sur la base d'estimations sont considérées comme acceptées par le client si celui-ci ne fournit pas, dans les 30 jours après la date de la facture, des indications complètes et correctes.
E. Paiements 55 En l’absence d’autres dispositions contenues dans l’autorisation ou dans les contrats, les factures sont payables dans les 30 jours. Les supports audiovisuels ne sont licenciés qu'après le paiement intégral de la facture. Une autorisation déjà octroyée par SUISA pour la fabrication et la distribution est révoquée si la facture n'est pas réglée à l’échéance.
56 SUISA peut exiger des acomptes sur le montant prévisible de la redevance et/ou d’autres garanties.
F. Indications sur l’étiquette du support audiovisuel 57 Tous les supports audiovisuels doivent être étiquetés selon l’usage établi dans le commerce.
58 Les étiquettes des supports audiovisuels fabriqués en série doivent comporter les données suivantes:
- le sigle +SUISA+. A cette fin, SUISA met gratuitement les données graphiques à disposition.
- la mention «Tous droits d’auteurs et droits voisins réservés, notamment pour la projection publique, l'émission et la duplication». 19/30
Tarif VM 2009, projet du 16.06.2006
- les titres de toutes les œuvres musicales figurant sur le support audiovisuel, ainsi que les noms des compositeurs, des paroliers et des arrangeurs.
59 Si les étiquettes ne sont pas assez grandes pour ces indications, elles peuvent y figurer sous une forme abrégée; les indications complètes doivent alors figurer sur la pochette ou sur une feuille jointe.
60 Les noms de l'éditeur et des interprètes doivent être indiqués s'ils sont connus du producteur et si l'espace sur l'étiquette ou sur la pochette est suffisant.
G. Durée de validité 61 Le présent tarif est valable du 1er janvier 2009 au 31 décembre 2010. 62 Il peut être révisé avant son échéance en cas de modification profonde des circonstances. 20/30
versione del 16.06.08
Tariffa VM
Registrazione di musica su supporti audiovisivi contenenti principalmente film musicali e destinati al pubblico (DVD musicali)
A. Sfera di clienti 1 La presente tariffa concerne tutti coloro che registrano musica su supporti audio- visivi, risp. producono o fanno produrre audiovisivi con musica destinati al pubbli- co per uso proprio e privato del destinatario. 2 I supporti audiovisivi contengono essenzialmente film musicali. Per film musicali s'intende concerti filmati o altre presentazioni quali ad esempio videoclip. 3 La tariffa concerne inoltre tutti gli importatori di questi supporti audiovisivi in Svizzera o nel Liechtenstein, qualora per la messa in circolazione in questi paesi non esista ancora il consenso degli aventi diritto relativamente alla musica. 4 La tariffa concerne mandanti (produttori) e mandatari. Per mandante s’intende la persona avente il diritto di disporre circa l’utilizzazione dei supporti audiovisivi. La SUISA si rivolge soprattutto ai mandanti. 5 Mandanti, produttori, mandatari quali fabbricanti, duplicatori e importatori vengo- no qui di seguito denominati "clienti". Più clienti coinvolti nella produzione e nella messa in circolazione di un supporto audiovisivo, rispondono solidalmente nei confronti della SUISA per l'osservanza degli obblighi conformemente a questa tariffa.
B. Utilizzazione della musica 6 Per musica ai sensi di questa tariffa s’intende la musica non teatrale protetta in base al diritto d’autore, con o senza testo, del repertorio mondiale gestito dalla SUISA. 7 La presente tariffa concerne la registrazione di musica su supporti audiovisivi destinati al pubblico e la loro messa in circolazione. 8 Per supporti audiovisivi s'intendono tutti i supporti adatti per la registrazione e l'ascolto di opere audiovisive, noti fino alla metà del 2006. Si tratta nella fattispe- cie di supporti dei formati DVD Video e cassette VHS. Formati quali CD, SACD e DVD Audio non vengono considerati supporti audiovisivi. 9 I supporti audiovisivi contengono principalmente musica in forma audiovisiva, vale a dire che l'argomento e il contenuto del supporto audiovisivo sono dedicati alla musica (film musicali, videoclip), e il supporto audiovisivo viene offerto al pubblico per la musica ivi contenuta in forma audiovisiva. 10 Per altri supporti audiovisivi, in particolare lungometraggi e film documentari, è applicabile la tariffa VI. 21/30
11 Se un supporto contiene sia registrazioni audio che audiovisive, l'indennità viene calcolata in base a questa tariffa nel caso in cui la durata delle registrazioni audiovisive (film musicali, videoclip) superi il 50% della durata complessiva del supporto. In caso contrario, al supporto viene rilasciata la licenza in base alla tariffa PI. 12 Il noleggio di supporti audiovisivi non viene disciplinato da questa tariffa. 13 La SUISA non detiene i diritti di altri autori che non siano quelli della musica, e neppure i diritti di protezione affini degli interpreti, dei produttori o delle emittenti. Per ogni autorizzazione della SUISA rimane esplicitamente riservato il consenso da parte di tutti gli aventi diritto. 14 La SUISA rilascia inoltre la sua autorizzazione con riserva del consenso per i diritti di sincronizzazione (l'abbinamento di musica con opere di altri generi), qua- lora necessari, da parte dei titolari dei diritti d'autore musicali. Può a tal fine richiedere dei giustificativi.
C. Indennità I. Disposizioni comuni a) Base per il calcolo 15 L’indennità viene calcolata in valori percentuali dei seguenti importi:
- del prezzo fatturato (Actual invoiced prize = AIP), quando il cliente al momento del conteggio con la SUISA può comunicare le sue vendite per ogni supporto audiovisivo e per ogni periodo di conteggio sulla base di cifre concernenti i pezzi e i prezzi fatturati, e se stipula con la SUISA un contratto pluriennale concernente il conteggio dell’indennità. Per AIP s’intende il prezzo all’ingrosso effettivamente fatturato al dettagliante dal cliente oppure, nel caso non sia il cliente stesso a distribuire i supporti audiovisivi, dal distributore ufficiale del cliente. In questo prezzo sono inclusi gli eventuali ribassi concessi al dettaglian- te. Di sconti, buoni, premi sulla cifra d’affari e indennità analoghe nonché e- semplari gratuiti (cfr. cifra 34), al momento di fissare questo prezzo non si tiene tuttavia conto
- dei costi della fabbricazione dei supporti audiovisivi, qualora tutti gli esemplari vengano offerti gratuitamente al pubblico.
- del prezzo di vendita al dettaglio, qualora il cliente rilasci i supporti audiovisivi direttamente all’acquirente privato, allorquando questo paga regolarmente un prezzo stabilito e raccomandato dal cliente, oppure quando né l'AIP né i costi possono costituire la base di calcolo dell'indennità secondo i precedenti importi. Il prezzo di vendita al dettaglio è il prezzo al quale l’acquirente privato compera il supporto audiovisivo. 16 AIP e prezzo di vendita al dettaglio s’intendono senza l’imposta sulla merce, l’imposta sul valore aggiunto o imposte analoghe calcolate al dettagliante.
b) Percentuali
17 La percentuale è pari al 22/30
- 7.238% dell'AIP
- 5.8% del DVP
- 5.8% dei costi.
18 Per quanto concerne i supporti audiovisivi che contengono solo in parte musica protetta, la percentuale si riduce nel seguente rapporto:
durata della musica protetta : durata musicale complessiva
Questa riduzione si applica solo se il cliente fornisce alla SUISA informazioni esatte circa la musica contenuta nel film musicale. 19 Nei tassi tariffari fissati alla cifra 17 si tiene già conto di eventuali lungometraggi o film documentari contenuti sul supporto sonoro, immagini di monoscopio, menu di selezione, ecc. Se il supporto audiovisivo contiene immagini di monoscopio con musica, è applicabile la tariffa per supporti sonori (tariffa PI). 20 Se il cliente al momento di notificare il supporto audiovisivo non fornisce o forni- sce solo in maniera lacunosa le informazioni sul contenuto del supporto audiovi- sivo, il conteggio sarà calcolato senza l'eventuale riduzione menzionata alla cifra 18.
c) Indennità minima 21 L’indennità per ogni supporto audiovisivo ammonta ad almeno:
Genere di supporto
Durata dei film musicali
Indennità DVD Video
(fino a 90')
Fr. 0.60 DVD Video
(fino a 60')
Fr. 0.40 Videocassetta
(fino a 90')
Fr. 0.60
d) Numero di opere o di frammenti 22 Le indennità minime indicate alla cifra 21 valgono per supporti audiovisivi che contengono al massimo il seguente numero di opere o di frammenti di opere registrate:
DVD Video
(fino a 90') 20 opere / 40 frammenti DVD Video
(fino a 60') 10 opere / 20 frammenti DVD Video Compilation (fino a 90’) 24 opere / 48 frammenti Videocassetta
(fino a 90') 20 opere / 40 frammenti
Se un supporto sonoro contiene più registrazioni della stessa opera o dello stes- so frammento di opera, queste registrazioni si intendono come un'opera o un frammento di opera. 23 Qualora vengano registrate su un supporto audiovisivo opere complete e fram- menti di opere protette, ad ogni opera vengono attribuiti due punti e ad ogni frammento di opera un punto. Il numero di punti ammessi corrisponde al numero dei frammenti di opera alla cifra 22. 24 Per frammenti si intendono registrazioni di un'opera per una durata sino ad 1 min. e 45 s., purché così facendo non si ottenga già l'opera completa. 25 Se un supporto audiovisivo contiene più opere o frammenti di opera di quanti ne indichi la cifra 22, o se la durata di cui alla cifra 21 è maggiore di più di 60 secon- di, l'indennità aumenta nella stessa proporzione. 23/30
26 Per le riproduzioni parziali di un'opera occorre il consenso degli aventi diritto, richiesto dal cliente stesso e di cui egli fornisce una copia alla SUISA. La SUISA fornisce al cliente gli indirizzi degli aventi diritto, per quanto possibile.
e) Indennità minima per autorizzazione 27 L'indennità minima per autorizzazione è pari in ogni caso ad almeno Fr. 50.-- per autorizzazione. Per clienti stipulanti con la SUISA contratti, l'indennità minima è pari a Fr. 50.-- per rendiconto (non per brano).
f) Imposte 28 Le summenzionate indennità non comprendono l'eventuale imposta sul valore aggiunto che viene sommata all’importo al tasso in vigore e che deve essere corrisposta dal cliente.
g) Supplemento in caso di violazione della legge 29 Tutte le indennità citate nella presente tariffa raddoppiano allorquando
- viene utilizzata musica senza la necessaria autorizzazione della SUISA
- un cliente fornisce informazioni o conteggi falsi o incompleti che gli procurano o avrebbero potuto procurargli un vantaggio illegale.
30 Rimane riservata la richiesta di un risarcimento danni eccedente quanto esposto.
h) Obbligo di pagamento dell'indennità 31 L’indennità diventa un obbligo a partire dal momento della fabbricazione dei supporti audiovisivi.
i) Esportazioni 32
La base di calcolo per ciò che concerne i supporti audiovisivi esportati, è rappre- sentata dal prezzo di vendita nel paese di destinazione. Se la valuta del luogo non è convertibile, o se il cliente non può comprovare questo prezzo di vendita, vale il prezzo di vendita in Svizzera, in mancanza di questo, quello di supporti sonori simili più spesso applicato in Svizzera. Per le esportazioni in paesi in cui l'indennità viene fissata dalla legge, vale questa indennità legale.
Per le esportazioni viene applicata la presente tariffa svizzera.
II. Disposizioni speciali per clienti contrattuali 33 Possono stipulare contratti pluriennali con la SUISA i clienti
- che producono, importano e distribuiscono regolarmente e per scopi di commercio supporti audiovisivi,
- che hanno il loro domicilio in Svizzera o nel Liechtenstein, dove ha luogo effettivamente l'amministrazione e la loro attività commerciale,
- che tengono una contabilità regolare e un controllo di magazzino regolare,
- che offrono garanzie circa il rispetto dei diritti d'autore e sono disposti a fornire delle garanzie. 24/30
34 A questi partner contrattuali vengono concesse le riduzioni qui sottoesposte.
Queste riduzioni vengono tuttavia meno qualora il cliente non si attenga alle disposizioni contrattuali o tariffarie. a) Esemplari liberi 35 Il numero di esemplari di supporti audiovisivi esenti da indennità appena pubbli- cati che possono essere rilasciati gratuitamente ai media effettivamente per scopi pubblicitari e di recensione (promozione), è limitato a 500 per la Svizzera e a 300 esemplari supplementari per l'estero.
Esemplari liberi per la promozione all'estero vengono rilasciati soltanto dallo stesso cliente (e non da una terza persona). Il cliente, su richiesta, inoltra alla SUISA i relativi giustificativi (p. es. che ha egli stesso ricorso ai canali di promo- zione abituali). La promozione all'estero deve essere comunicata alla SUISA im- mediatamente e non dopo la fine del periodo del conteggio.
b) Grandi quantità 36 I clienti stipulanti un contratto beneficiano inoltre di un ribasso, quando entro due periodi conteggiano direttamente con la SUISA un determinato numero del medesimo supporto audiovisivo. Il ribasso ammonta al:
- 5% per oltre 3'000 esemplari del medesimo supporto audiovisivo
- 10% per oltre 5'000 esemplari del medesimo supporto audiovisivo
c) Obbligo di pagamento dell'indennità, restituzioni 37 L'indennità è dovuta a partire dalla fornitura dei supporti audiovisivi dal deposito del cliente. Nel caso di importazioni da parte del dettagliante, essa è dovuta al momento dell'importazione. 38 Per le restituzioni non vi è alcuna indennità da pagare. Le restituzioni sono quei supporti audiovisivi riportati al deposito del cliente e per i quali egli non riceve nessun pagamento. Essi vanno riportati nel deposito dei supporti non forniti di licenza, oppure distrutti. 39 Il cliente notifica alla SUISA in anticipo un’eventuale eliminazione dei supporti audiovisivi per i quali non è stata rilasciata una licenza. 40 Per ogni periodo di conteggio, il numero delle restituzioni non deve eccedere il numero delle uscite dal deposito per un determinato supporto sonoro. Un'ecce- denza di restituzioni può essere riportata sul periodo di conteggio successivo. 41 Nel caso di nuove pubblicazioni di supporti audiovisivi o di supporti pubblicizzati in Svizzera in TV, il cliente può, nel primo periodo di conteggio, approntare un rendiconto con la SUISA concernente l’80% dei supporti sonori forniti. Allo scade- re di due ulteriori periodi di conteggio semestrali, il cliente conteggia il restante 20% meno le restituzioni.
Questa disposizione relativa alla riserva delle restituzioni viene applicata sola- mente nel caso in cui il cliente comunichi previamente il numero degli esemplari tenuti da parte e il sistema di distribuzione del cliente permetta le restituzioni per le sue consegne e nel caso in cui il cliente appronti un conteggio con la SUISA almeno semestralmente. Ci si deve attenere alle scadenze di cui alla cifra 45.
d) Esportazioni 25/30
42 La base di calcolo per ciò che concerne i supporti audiovisivi esportati, è rappre- sentata dal prezzo di vendita nel paese di destinazione. Se la valuta del luogo non è convertibile, o se il cliente non può comprovare questo prezzo di vendita, vale il prezzo di vendita in Svizzera, in mancanza di questo, quello di supporti sonori simili più spesso applicato in Svizzera. Per le esportazioni in paesi in cui l'indennità viene fissata dalla legge, vale questa indennità legale. 43 Per i supporti audiovisivi esportati viene applicata la tariffa valevole nel paese di destinazione. Qualora non fossero note o non fossero applicabili tariffe, vale la presente tariffa. Rimane riservata la cifra 34.
D. Conteggio a) Notifica delle registrazioni, elenchi della musica 44 I clienti notificano regolarmente, tuttavia almeno 10 giorni prima della produzione le opere che pensano di registrare sul supporto audiovisivo con musica. La notifi- ca deve essere fornita delle seguenti indicazioni:
- il titolo originale e gli eventuali sottotitoli utilizzati in Svizzera
- il produttore originale, nel caso in cui non sia il cliente stesso il produttore
- il paese di origine del supporto audiovisivo
- il formato del supporto audiovisivo (videocassetta, DVD, ecc.)
- l'esatta descrizione del contenuto con indicazioni sulla durata d'esecuzione della parte del film musicale e, se disponibile, della parte del film documentario
- il titolo, la durata e l'autore/l'editore di tutte le sequenze musicali.
Quando viene utilizzato un film preesistente, per il quale è stato rilasciato un cosiddetto cue-sheet, questo va allegato.
Quei clienti che hanno stipulato con la SUISA contratti pluriennali per tutti i supporti audiovisivi, trasmettono regolarmente – se possibile prima della fornitura di un supporto audiovisivo, al più tardi entro 30 giorni dalla pubblicazione – le indicazioni necessarie.
b) Notifiche di produzione e di vendita
45 I clienti inoltrano alla SUISA entro 10 giorni a partire dalla fabbricazione un con- teggio relativo a tutti i supporti sonori con musica.
46 Con quei clienti che hanno stipulato con la SUISA contratti pluriennali per tutti i supporti audiovisivi, possono essere pattuiti periodi di conteggio di tre, sei o dodi- ci mesi.
Le indicazioni necessarie vanno inoltrate alla SUISA in forma elettronica entro 30 giorni dalla fine del periodo di conteggio.
47 Per quanto riguarda i supporti audiovisivi esportati, i clienti comunicano per ogni paese di esportazione le indicazioni necessarie.
Se incaricano un distributore dell'esportazione, i clienti comunicano anche queste esportazioni.
48 I clienti notificano alla SUISA tutti i supporti audiovisivi importati per i quali una società di tutela dei diritti d'autore non ha concesso espressamente la licenza per 26/30
l'esportazione in Svizzera e nel Liechtenstein. La SUISA può esigere tutte le altre indicazioni necessarie.
49 Il cliente rilascia alla SUISA gratuitamente in visione – se questa lo richiede – un esemplare di ogni supporto audiovisivo con musica.
c) Verifica delle notifiche e violazione dell'obbligo di notifica
50
La SUISA può richiedere dei giustificativi per scopi di verifica delle indicazioni, o prendere visione durante l’orario di lavoro, e previo preavviso, dei libri contabili e del magazzino del cliente.
51
La verifica può essere effettuata da uno specialista indipendente, i cui costi sono a carico del cliente se in base alla verifica risultano inesattezze nelle sue notifi- che, in caso contrario di colui che ne ha richiesto la collaborazione.
52
Qualora le indicazioni necessarie o i giustificativi richiesti non venissero inoltrati alla SUISA entro il termine fissato neanche dopo sollecito per iscritto, o qualora il cliente rifiuti di far prendere visione dei suoi libri contabili o del suo magazzino alla SUISA, questa può procedere ad una stima e calcolare l’indennità in base al risul- tato.
53
Qualora le indicazioni circa la musica utilizzata non vengano inoltrate alla SUISA entro il termine stabilito neanche dopo sollecito per iscritto, può essere richiesta un’indennità supplementare pari a Fr. 100.-- . La SUISA può inoltre procurarsi le indicazioni necessarie addebitando i costi al cliente.
54 Le fatture allestite sulla base di stime vengono considerate accettate dal cliente, se quest'ultimo non fornisce indicazioni complete e corrette entro 30 giorni dalla data della fatturazione.
E. Pagamento 55
Purché non pattuito altrimenti nell’autorizzazione o nel contratto, le fatture della SUISA vanno pagate entro 30 giorni. I supporti sonori ottengono la licenza solo previo pagamento completo della fattura. Se la fattura non viene saldata entro la scadenza prevista, l'autorizzazione già concessa dalla SUISA per la fabbricazione e la distribuzione viene revocata.
56
La SUISA può richiedere acconti per un importo pari all’indennità presumibile e/o altre garanzie.
F. Contrassegnazione del supporto audiovisivo
57 Tutti i supporti audiovisivi vanno muniti dei contrassegni commercialmente in uso.
58
Sulle etichette dei supporti audiovisivi prodotti in serie figurano
- la sigla +SUISA+; la SUISA mette a disposizione gratuitamente il file grafico,
- il contrassegno "Diritti d’autore e diritti di protezione affini riservati, soprattutto per proiezione, emissione e registrazione pubblica",
- i titoli di tutte le opere musicali contenute sul supporto audiovisivo, nonché i nomi dei compositori, dei parolieri e degli arrangiatori.
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59 Se le etichette non dispongono di spazio a sufficienza per le suddette indicazioni, possono figurarvi in forma abbreviata; le indicazioni complete devono tuttavia in questo caso figurare sulla custodia o sull’allegato.
60 I nomi dell'editore e degli interpreti devono essere indicati se sono noti al produt- tore e se lo spazio disponibile sull'etichetta o sulla custodia lo permette.
G. Periodo di validità 61 La presente tariffa è valevole dal 1° gennaio 2009 al 31 dicembre 2010. 62 In caso di cambiamento sostanziale delle circostanze, essa può essere rimaneg- giata prima della scadenza. 28/30
29/30 ESchK CAF Beschluss vom 1. Dezember 2008 betreffend den Tarif VM CFDC ____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ II. Die Schiedskommission zieht in Erwägung: 1. Die Verwertungsgesellschaft SUISA hat ihren Antrag auf Genehmigung eines neuen Tarifs VM [Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die zur Hauptsache Musikfilme enthalten und dem Publikum abgegeben werden (Musik-DVD's)], der ab dem 1. Januar 2009 gelten soll, der Schiedskommission am 23. Juni 2008 und damit innert der ge- mäss Art. 9 Abs. 2 URV verlängerten Eingabefrist eingereicht. Ebenso hat IFPI Schweiz ihre Vernehmlassung fristgerecht zugestellt. Aus den Gesuchsunterlagen geht zudem hervor, dass die Verhandlungen mit den massgebenden Nutzerverbänden im Sinne von Art. 46 Abs. 2 URG ordnungsgemäss durchgeführt worden sind.
2. Nach ständiger Rechtsprechung der Schiedskommission kann die Angemessenheits- prüfung gemäss Art. 59 f. URG entfallen, wenn die Tarifverhandlungen hinsichtlich der Tarifstruktur und der Entschädigungsansätze zu einer Einigung zwischen den Parteien geführt haben. Diese Praxis findet im Entscheid des Bundesgerichts vom 7. März 1986 betreffend den Genehmigungsbeschluss der Schiedskommission vom 8. Juni 1984 zum Gemeinsamen Tarif I (Entscheide und Gutachten der ESchK, Bd. III, 1981-1990, S. 190) ihre Bestätigung. Danach kann im Falle der Zustimmung der Nutzerseite davon ausgegangen werden, dass der Tarif annähernd einem unter Konkurrenzverhältnissen zustande gekommenen Vertrag entspricht. Dass der Zustimmung der Nutzerorganisa- tionen in Tarifgenehmigungsverfahren ein hoher Stellenwert zukommt, ergibt sich auch aus Art. 11 URV, wonach in diesem Fall keine Sitzung zur Behandlung der Vorlage einberufen werden muss, sondern die Genehmigung auf dem Zirkulationsweg erfolgen kann.
Unter Berücksichtigung der ausdrücklichen Zustimmung der Tarifpartner zum geänder- ten Tarif VM sowie des Verzichts des Preisüberwachers auf die Abgabe einer Empfeh- lung gibt der Antrag der SUISA zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Der Tarif VM ist somit in der Fassung vom 16. Juni 2008 und mit einer Gültigkeitsdauer bis zum 31. Dezember 2010 zu genehmigen.
30/30 ESchK CAF Beschluss vom 1. Dezember 2008 betreffend den Tarif VM CFDC ____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 3. Die Gebühren und Auslagen dieses Verfahrens richten sich nach Art. 16a Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a und d URV (in der Fassung vom 1. Juli 2008) und sind gemäss Art. 16b URV von der SUISA zu tragen.
III. Demnach beschliesst die Eidg. Schiedskommission: 1. Der Tarif VM [Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die zur Hauptsache Musikfil- me enthalten und dem Publikum abgegeben werden (Musik-DVD's)] wird in der Fas- sung vom 16. Juni 2008 und mit einer vorgesehenen Gültigkeitsdauer vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2010 genehmigt. […]