Volltext (verifizierbarer Originaltext)
Eidgenössische Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten ESchK Commission arbitrale fédérale pour la gestion de droits d'auteur et de droits voisins CAF Commissione arbitrale federale per la gestione dei diritti d'autore e dei diritti affini CAF Cumissiun federala da cumpromiss per la gestiun da dretgs d'autur e da dretgs cunfinants CFDC
Beschluss vom 25. November 2013 betreffend den Gemeinsamen Tarif H (GT H) Musikaufführungen zu Tanz und Unterhaltung im Gastgewerbe
Vom Bundesverwaltungsgericht im Urteil B-1736/2014 bestätigt
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I. In tatsächlicher Hinsicht hat sich ergeben: 1. Der Gemeinsame Tarif H (Musikaufführungen zu Tanz und Unterhaltung im Gastge- werbe) wurde mit Beschluss vom 24. September 2012 für die Gültigkeitsdauer von einem Jahr genehmigt und läuft am 31. Dezember 2013 ab. Mit Eingabe vom 6. Mai 2013 be- antragen die beiden an diesem Tarif beteiligten Verwertungsgesellschaften SUISA und Swissperform unter Federführung der SUISA die Genehmigung eines neuen GT H in der Fassung vom 25. März 2013 und einer vorgesehenen Gültigkeitsdauer vom 1. Ja- nuar 2014 bis zum 31. Dezember 2018. Gleichzeitig beantragen sie, es sei mittels vor- sorglicher Massnahme zu entscheiden, dass der geltende Tarif anwendbar bleibt bis zum Ablauf einer Frist von 30 Tagen nach Bekanntgabe des schriftlich begründeten Ent- scheids der ESchK über den Hauptantrag. Dies unter Vorbehalt einer definitiven Abrech- nung gemäss dem aus diesem Entscheid resultierenden Tarif.
2. Beim vorgeschlagenen Tarif handelt es sich um einen gemeinsamen Tarif der Verwer- tungsgesellschaften SUISA und Swissperform, der die Musikaufführungen im Gastge- werbe regelt. Gemäss den Verwertungsgesellschaften entspricht er im Wesentlichen dem bisherigen GT H 2013. Sie bezeichnen den Tarif aber auch als Fortführung des GT H 2012, der von der ESchK am 14. November 2011 genehmigt wurde, bzw. des von 2006 bis 2011 gültigen GT H. Der GT H 2013 wie auch der GT H 2012 seien somit als Übergangslösung im Rahmen der Verhandlungen des nun zur Genehmigung einge- reichten Tarifs zu sehen und es wird der Beizug der entsprechenden Verfahrensakten beantragt.
3. Die Verwertungsgesellschaften geben an, dass die SUISA im Jahr 2012 aus dem GT H Fr. 4'413'114 und die Swissperform Fr. 1'059'434 eingenommen haben. Die Gesamtein- nahmen aus dem GT H betrugen somit in diesem Jahr Fr. 5'472'548.
Hinsichtlich der Verhandlungspartner wird ausdrücklich auf die früheren Verfahren ver- wiesen (vgl. hierzu insbesondere Ziff. I/3 des Beschlusses vom 14. November 2011). Zu den massgebenden Nutzerverbänden gehören somit Gastrosuisse, hotelleriesuisse so- wie der Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Diskotheken (ASCO). Bereits in einem früheren Verfahren hatten die Verbände Petzi (Verband
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Schweizer Musikclubs), Safer Clubbing und Swiss Association (SCA) verlangt, als mas- sgebende Nutzerverbände an den Verhandlungen teilzunehmen. Die Verwertungsge- sellschaften gingen damals zwar davon aus, dass keiner dieser drei Verbände die Krite- rien erfüllt, um an den Tarifverhandlungen teilnehmen zu können, sie waren aber mit der Teilnahme einer dieser drei Verbände an den Verhandlungen einverstanden. In der Folge liessen sich die Verbände Safer Clubbing und SCA durch Petzi vertreten, was auch von den Verwertungsgesellschaften akzeptiert wurde.
Diese vier Nutzerverbände (vgl. S. 1 vorne) sind schliesslich zu den Tarifverhandlungen eingeladen worden. Ziel dieser Verhandlungen sei eine weitere Verbesserung der nut- zungsgerechten Lizenzierung von Veranstaltungen im Gastgewerbe gewesen. Laut Ver- wertungsgesellschaften soll die Verwendung von Musik im Gastgewerbe teurer werden, falls sie die Hauptsache ist (z.B. in Discotheken und Musikclubs). Damit soll sie im Preis vergleichbar werden mit den Tarifen für gleichartige Nutzungen ausserhalb des Gastge- werbes (wie etwa den Tarifen Hb und K).
Zu den Tarifverhandlungen selbst geben die Verwertungsgesellschaften an, dass es trotz der Durchführung von insgesamt elf Verhandlungssitzungen seit 2011 letztlich zu keiner Einigung gekommen sei. Im Wesentlichen bestehe Uneinigkeit in folgenden Punk- ten: Einbezug des Preises für das billigste (gebräuchlichste) alkoholische Getränk in die Berechnungsbasis; Höhe des Prozentsatzes für die Urheberrechte bei Tanzveranstaltungen und Partys; Höhe des Prozentsatzes für die verwandten Schutzrechte bei Veranstaltungen mit Disc-Jockey; Streichung des zusätzlichen Rabatts von 1,5 Prozent zur Vermeidung von Ein- nahmesteigerungen bei den Verwertungsgesellschaften aufgrund einer allfälli- gen teuerungsbedingten Steigerung der Tarifberechnungsbasis; Die Rechtsfolgen, wenn ein Nutzer seine Mitwirkung bei der Abrechnung ver- weigert.
4. Gemeinsam mit den Nutzerverbänden wurde eine 'Studie zur Bedeutung der Musik in Clubs' beim Institut für Marketing der Universität St. Gallen (Studie Universität St. Gallen) in Auftrag gegeben. Diese Studie ergab aus Sicht der Verwertungsgesellschaften weder Gründe, die eine Änderung der Berechnungsbasis erforderlich machten noch solche,
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welche sie veranlassten, von ihrer Forderung nach einer höheren Vergütung für Tanz- anlässe oder Anlässe, bei denen Musik von einem Disc-Jockey aufgeführt wird, abzurü- cken. Zwar zeige die Studie, dass es noch andere Faktoren gebe, die zu einem Clubbe- such motivieren, allerdings seien dies keine Faktoren, welche die Bedeutung der Musik nach den Kriterien von Art. 60 URG in Frage stellen würden. Im Übrigen sei von allen Verhandlungspartnern festgestellt worden, dass sich die Ergebnisse der Studie nicht in eine mathematische Formel zur Tarifberechnung übernehmen liessen.
5. Mit Präsidialverfügung vom 16. Mai 2013 wurden die Verhandlungspartner der Verwer- tungsgesellschaften gestützt auf Art. 10 Abs. 2 URV eingeladen, bis zum 21. Juni 2013 zum beantragten Tarif Stellung zu nehmen; dies unter Hinweis darauf, dass im Säum- nisfall Zustimmung zum Genehmigungsantrag angenommen werde. Diese Frist wurde auf Antrag der Nutzerverbände mit Verfügungen vom 10. Juni und 22. Juli 2013 bis längstens zum 5. August 2013 erstreckt. Mit letzterer Verfügung wurde auch die Spruch- kammer zur Behandlung des GT H eingesetzt.
Mit Eingabe vom 19. Juli 2013 verlangt Gastrosuisse im Hauptantrag, der eingegebene GT H sei nicht zu genehmigen und es sei per 1. Januar 2014 der GT H entsprechend der Jahre 2006/2007 für eine Gültigkeitsdauer von vier Jahren in Kraft zu setzen. Even- tualiter wird die Nichtgenehmigung des GT H verlangt, wobei die Parteien zu verpflichten seien, neue Tarifverhandlungen zu führen. Dies basierend auf den Erkenntnissen der Studie der Universität St. Gallen, wonach eine wesentliche Senkung der Tarifansätze angezeigt sei. Auch in diesem Fall sei der GT H entsprechend der Jahre 2006/2007 in Kraft zu setzen.
Die Nichtgenehmigung des vorgelegten GT H bzw. dessen Rückweisung zu Neuver- handlungen wird damit begründet, dass die Verhandlungen nicht mit der gebotenen Ein- lässlichkeit und Ernsthaftigkeit geführt worden seien. Im Weiteren wird ein äusserst stark sprunghafter Tarifanstieg beanstandet sowie eine Benachteiligung des Gastgewerbes durch den Einbezug des Getränkepreises geltend gemacht. Die Unangemessenheit des Tarifs wird einerseits mit den Erkenntnissen aus der Studie der Universität St. Gallen sowie andererseits mit dem Vergleich mit anderen Aufführungstarifen begründet. Zudem führe der neue Tarif bei den verwandten Schutzrechten zu einer völlig inakzeptablen
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Überschreitung des zulässigen Höchstsatzes. Beanstandet wird ausserdem die Strei- chung der Klarstellung, dass bei Live-Musik für die verwandten Schutzrechte keine Ent- schädigung geschuldet ist. Ebenso wird die neue Regelung betreffend die Verbindlich- keit von geschätzten Rechnungen abgelehnt.
Der Verband hotelleriesuisse verlangt mit seiner Stellungnahme vom 19. Juli 2013 eben- falls, dass der von den Verwertungsgesellschaften eingereichte GT H nicht zu genehmi- gen sei bzw. der GT H entsprechend der Jahre 2006/2007 eventualiter für eine Gültig- keitsdauer von vier Jahren bis zum 31. Dezember 2017 in Kraft zu setzen sei. In der entsprechenden Begründung verweist hotelleriesuisse auf die Pflicht der ESchK einen Tarif auf seine Angemessenheit zu prüfen sowie auf die Studie der Universität St. Gallen. Dieser Studie sei zu entnehmen, dass ungefähr 20 bis 25 Prozent des Eintrittspreises vom Publikum effektiv für Musik bezahlt werde, was bedeute, dass die aktuellen Ansätze im GT H deutlich zu hoch seien. Zudem führe der neu eingereichte Tarif zu einer unzu- lässigen sprunghaften Erhöhung.
Auch Petzi stellt mit Eingabe vom 18. Juli 2013 den Antrag, den neu eingereichten GT H nicht zu genehmigen und den Tarif zur erneuten Verhandlung auf Basis der einge- brachten Argumente an die Verwertungsgesellschaften zurückzuweisen. Bis zur Geneh- migung eines neuen Tarifs sei der GT H in der aktuellen Fassung aber mit den Vergü- tungssätzen Stand 1. Januar 2006 anzuwenden bzw. es sei per 1. Januar 2014 der GT H entsprechend der Jahre 2006/2007 für eine Gültigkeitsdauer von vier Jahren bis zum
31. Dezember 2017 in Kraft zu setzen.
Beanstandet werden ebenfalls der Verhandlungsablauf und insbesondere der Umstand, dass Petzi nicht von Anfang an als Verhandlungspartner zugelassen worden sei. Aber auch das Verhalten der Verwertungsgesellschaften anlässlich der Studie der Universität St. Gallen wird kritisiert, da diese die Studie dem Mitkonkurrenten GfS vorgelegt hätten. Petzi macht weiter geltend, dass bei diesem Tarif nie ernsthaft geprüft worden sei, wie sich die Nutzung der Musik bei Partybesuchern verhält. Zwar werde die Bedeutung von Musik für Partys nicht bestritten, es gebe aber andere Faktoren, die ebenso wichtig seien. Aufgrund der Studie hätten die Nutzerverbände einen Paradigmawechsel vorge- schlagen, der eher Art. 60 URG entspreche; nämlich zunächst festzustellen, wie hoch der Anteil für Musiknutzung am Eintrittspreis sei und dann von diesem Anteil die im URG
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vorgesehenen Höchstsätze von 10 bzw. 3 Prozent als Abgabe zu entrichten. Eine Har- monisierung mit den Tarifen Ka, Kb, Hb und 3a wird abgelehnt. Vielmehr gelte es für jeden Tarif einzeln den Nutzungsanteil der Musik zu ermitteln. Für den GT H gebe es mit der Studie der Universität St. Gallen eine Grundlage, auf die abzustellen sei. Es gebe deshalb keinen Grund, unangemessene Vergütungen in anderen Tarifen in den GT H zu übernehmen. Ebenso lehnt Petzi den Einbezug des Getränkepreises in die Berech- nungsgrundlage ausdrücklich ab. Auch bei allen anderen möglichen Arten von Events (wie Zirkus, Kino, Konzerte usw.) würden Getränke verkauft und zur Deckung der Kosten genutzt. Mit diesem Einbezug würde der GT H bedeutend teurer als z.B. der GT K. Wei- ter bestätigt Petzi die Auffassung von Gastrosuisse, dass die Erhöhung sprunghaft sei und bei den verwandten Schutzrechten der Höchstsatz von drei Prozent überschritten wird.
6. Gestützt auf Art. 15 Abs. 2bis des Preisüberwachungsgesetzes vom 20. Dezember 1985 (PüG) wurde die Tarifeingabe anschliessend dem Preisüberwacher zur Abgabe einer Empfehlung unterbreitet.
In seiner Antwort vom 2. September 2013 weist der Preisüberwacher darauf hin, dass im neuen Tarif zwischen 'Tanzveranstaltungen und Partys' einerseits sowie 'anderen An- lässen' andererseits unterschieden wird. Während bei den 'anderen Anlässen' die aktu- elle Vergütung nicht erhöht werde, erfolge bei 'Tanzveranstaltungen und Partys' bzw. bei den Musikaufführungen mit einem Disc-Jockey eine stufenweise Anhebung in der End- stufe auf 5,5 Prozent bei den Urheberrechten und auf 4,5 Prozent bei den verwandten Schutzrechten. Im Weiteren macht der Preisüberwacher einen Vergleich zwischen den Tarifen GT Kb, GT Hb, GT L sowie dem GT H (2006-2011), dem GT H (2012/2013) und dem GT H (2014-2018). Dazu vertritt er die Auffassung, dass bei identischem Sachver- halt (bzw. gleicher Vergütungsbasis) auch die Vergütung identisch sein soll.
Hinsichtlich der Studie der Universität St. Gallen ist es aus der Sicht des Preisüberwa- chers nicht zielführend, aus den in dieser Studie ausgewiesenen und gewichteten Top- sieben oder Top-25-Beweggründen für einen Clubbesuch den Stellenwert der urheber- rechtsrelevanten Nutzung rechnerisch zu bestimmen. Dies weil bei der Auswahl der Fak- toren ein grosser Ermessensspielraum bestehe und die urheberrechtliche Bedeutung einiger Faktoren umstritten sei. Bei etlichen Faktoren müsste demnach zunächst der
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Musikbezug geklärt werden. Der Preisüberwacher erachtet es daher als fraglich, ob an- gesichts dieses Interpretationsspielraumes die Studienergebnisse den bisherigen Pau- schalierungen und Annäherungen vorzuziehen sind. Als wesentlicher Punkt könne der Studie entnommen werden, dass Musik einer der Hauptmotivatoren der Clubbesucher sei, allerdings auch andere Faktoren eine bedeutende Rolle bei einem Clubbesuch spie- len würden. Daraus liessen sich jedoch in Bezug auf die Vergütungshöhe keine Schlüsse ziehen. Im Übrigen äussert der Preisüberwacher auch Bedenken gegenüber der gefor- derten Überschreitung des Regelhöchstsatzes von drei Prozent bei den verwandten Schutzrechten, überlässt die Überprüfung dieser Rechtsfrage jedoch der ESchK. Letzt- lich kommt er zu folgenden Empfehlungen bzw. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse der Studie der Universität St. Gallen seien nicht geeignet, die bisherigen Ansätze in Frage zu stellen; Eine Berücksichtigung der Verhandlungsergebnisse des GT Hb sei nicht zwin- gend; Es sei unter Angleichung der Berechnungsbasis eine Harmonisierung bei den- jenigen Gemeinsamen Tarifen anzustreben, welche eine ähnliche Nutzung in- nerhalb und ausserhalb des Gastgewerbes betreffen; Allenfalls sei der aktuelle GT H 2013 (ohne Ziff. 20) zu verlängern.
7. Die Verwertungsgesellschaften haben am 26. September 2013 noch zusätzliche Be- weismittel vorgelegt. So die E-Mail-Korrespondenz mit der Universität St. Gallen, der sie entnehmen, dass nicht auf die Summe der Mittelwerte abgestellt werden kann. Zudem werden die von Petzi eingereichten Berechnungen als fehlerhaft bezeichnet und in ent- sprechend geänderter Version vorgelegt.
8. Im Rahmen der gemäss Art. 12 URV einberufenen Sitzung vom 25. November 2013 hatten die Tarifparteien nochmals Gelegenheit, sich zu äussern.
In materieller Hinsicht verlangen die Verwertungsgesellschaften der GT H in der Fas- sung vom 25. März 2013 sowie die beantragte vorsorgliche Massnahme seien zu ge- nehmigen. Auf die gestellten Anträge auf Rückweisung zu Neuverhandlungen sei nicht einzutreten und die weiteren Anträge der Nutzerverbände seien zurückzuweisen.
Die Nutzerverbände bestätigen ihre bereits früher gestellten Rechtsbegehren (vgl. vorne Ziff. 5) und begründen diese nochmals.
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Auf die unterschiedlichen Standpunkte der Tarifparteien wird - soweit erforderlich - im Rahmen der Erwägungen einzutreten sein.
9. Der zur Genehmigung vorgelegte Gemeinsame Tarif H (Musikaufführungen zu Tanz und Unterhaltung im Gastgewerbe) hat in der Fassung vom 25. März 2013 in deutscher, fran- zösischer und italienischer Sprache den folgenden Wortlaut:
Geschäftsführende Verwertungsgesellschaft
SUISA
Bellariastrasse 82, 8038 Zürich, Telefon +41 44 485 66 66, Fax +41 44 482 43 33 Av. du Grammont 11bis, 1007 Lausanne, Téléphone +41 21 614 32 32, Fax +41 21 614 32 42 Via Soldino 9, 6900 Lugano, Telefono +41 91 950 08 28, Fax +41 91 950 08 29
http://www.suisa.ch E-Mail: suisa@suisa.ch
SUISA Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik SWISSPERFORM Schweizerische Gesellschaft für die verwandten Schutzrechte
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Gemeinsamer Tarif H 2014 – 2018
Musikaufführungen zu Tanz und Unterhaltung im Gastgewerbe
Genehmigt von der Eidgenössischen Schiedskommission für die Verwertung von Urheber- rechten und verwandten Schutzrechten am 25. November 2013 und veröffentlicht im Schweizerischen Handelsamtsblatt Nr. 235 vom 4. Dezember 2013.
Gemeinsamer Tarif H 2014 – 2018
2 A. Kundenkreis 1 Dieser Tarif richtet sich an die Inhaber und Pächter von Gastgewerbebetrieben. Sie werden nachstehend «Kunden» genannt. 2 Gastgewerbebetriebe sind auf die Dauer angelegte und öffentlich zugängliche Betrie- be, deren Inhaber persönlich oder mit eigens dafür eingesetztem Personal Speisen und/oder Getränke zum Konsum an Ort und Stelle gegen Entgelt anbieten und die dafür Einrichtungen wie Tische, Stühle, Bartheke etc. zur Verfügung stellen.
B. Gegenstand des Tarifs 3 Dieser Tarif bezieht sich auf Musikaufführungen zu Tanz und Unterhaltung im Gast- gewerbe. 4 Es handelt sich dabei um Anlässe, an denen
- Musik durch Musiker und Sänger (live oder playback) aufgeführt wird. Als Musiker gelten auch Dirigenten sowie selber musizierende Wirte
- Musik ab Ton- bzw. Tonbildträger (z. B. durch Disc-Jockeys) aufgeführt wird
- Musik zur Begleitung von Shows und Attraktionen (Artisten, Tänzerinnen etc.) auf- geführt wird.
C. Ausnahmen 5 Der Tarif bezieht sich nicht auf
- Konzerte und konzertähnliche Darbietungen (Gemeinsame Tarife Ka und Kb)
- Musikaufführungen zu Tanz und Unterhaltung ausserhalb des Gastgewerbes (Gemeinsamer Tarif Hb)
- das Aufführen von Musik durch Musikautomaten (Gemeinsamer Tarif Ma)
- Musikaufführungen zur Hintergrund-Unterhaltung mittels Ton- und Tonbildträgern oder Empfang von Sendungen (Gemeinsamer Tarif 3a)
- das Aufnehmen der Musik auf Tonbildträger (Tarife VI / VN). 6 Hinsichtlich des Aufführens von Tonbildträgern bleiben die Urheberrechte anderer Urheber (Regisseure, Drehbuchautoren) vorbehalten. 7 Hinsichtlich des Überspielens von Tonträgern und Tonbildträgern bleiben die Rechte der ausübenden Künstler und Hersteller vorbehalten.
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3 D. Repertoires und Verwendung von Musik bzw. Ton-/ Tonbild- trägern
a) Urheberrechte an Musik 8 Der Tarif bezieht sich auf die Aufführung von urheberrechtlich geschützten nichttheat- ralischen Musikwerken des Repertoires der SUISA (nachstehend «Musik», wo nichts anderes vermerkt ist). 9 Für Aufführungen gemäss diesem Tarif kann der Kunde Musik auf eigene Tonträger aufnehmen. Diese Tonträger dürfen nur an den Veranstaltungen des Kunden ver- wendet und Dritten nicht überlassen werden.
b) Verwandte Schutzrechte 10 Der Tarif bezieht sich auf Vergütungsansprüche der ausübenden Künstler und der Hersteller von im Handel erhältlichen Ton- und Tonbildträgern des Repertoires von SWISSPERFORM.
c) Vorbehalte 11 SUISA verfügt nur über Urheberrechte an Musik. Die Rechte anderer Urheber bleiben vorbehalten. 12 SWISSPERFORM verfügt nicht über
- die ausschliesslichen Vervielfältigungsrechte der ausübenden Künstler sowie der Hersteller von Ton- und Tonbildträgern
- die Aufführungsrechte der Künstler und Hersteller von nicht im Handel erhältlichen Ton- und Tonbildträgern.
E. Gemeinsamer Tarif 13 SUISA ist für diesen Tarif Vertreterin auch von SWISSPERFORM. Wird bei einer Veranstaltung ausschliesslich das Repertoire von SWISSPERFORM genutzt, nicht jedoch dasjenige der SUISA, so kann SWISSPERFORM die ihr zu- stehende Vergütung selber geltend machen.
Gemeinsamer Tarif H 2014 – 2018
4 F. Vergütung
a) Berechnungsbasis 14 Bei der Berechnung der Vergütung wird auf folgende Parameter abgestellt:
- Eintrittspreis oder sonstige Entgelte (z. B. aus dem Verkauf von Tanzbändeln), durch deren Zahlung die Besucher Zutritt zur Veranstaltung erhalten (nachfolgend: Eintrittspreis),
- Preis für das billigste (gebräuchliche) alkoholische Getränk (nachfolgend: Geträn- kepreis); werden keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt, so gilt der Preis für das billigste nichtalkoholische Getränk,
- Anzahl an einem Tag anwesende Personen (nachfolgend: Personen).
b) Berechnung 15 Pro Tag und pro Anlass wird die Vergütung als Prozentsatz aus (Eintrittspreis + Getränkepreis) x Personen berechnet. Dabei wird die Summe aus Eintrittspreis und Getränk auf den nächsten vollen Fran- kenbetrag aufgerundet; es gilt ein Mindestbetrag von CHF 6.00. Die Anzahl anwe- sende Personen wird auf die nächste glatt durch 10 teilbare Zahl aufgerundet. 16 Der Prozentsatz beträgt für Urheberrechte an Musik 3.8 %. 17 Bei Musikaufführungen mittels Ton- oder Tonbildträgen beträgt der Prozentsatz für verwandte Schutzrechte 1.14 %. 18 Unter www.suisa.ch stehen Tabellen zum Abruf bereit, aus denen die entsprechen- den Vergütungsbeträge für Anlässe mit einer Summe aus Eintrittspreis oder sonsti- gem Entgelt und Preis für das billigste (gebräuchliche) alkoholische Getränk bis CHF 35.00 oder mit einer Besucherzahl bis 400 Personen hervorgehen. Diese Tabel- len können auch beim Kundendienst der SUISA bezogen werden. Ebenfalls beim Kundendienst der SUISA können die Vergütungsbeträge für Anlässe mit einer Sum- me aus Eintrittspreis oder sonstigem Entgelt und Preis für das billigste (gebräuchli- che) alkoholische Getränk über CHF 35.00 oder mit einer Besucherzahl über 400 Personen bezogen werden.
c) Mindestvergütung 19 Die Vergütung beträgt pro Erlaubnis mindestens CHF 30.00 für Urheberrechte und CHF 10.00 für verwandte Schutzrechte.
d) Steuern 20 Die in diesem Tarif vorgesehenen Entschädigungsbeträge verstehen sich ohne Mehrwertsteuer. Soweit aufgrund einer zwingenden objektiven Steuerpflicht oder der Ausübung eines Wahlrechtes eine Mehrwertsteuer abzurechnen ist, ist diese vom
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5 Kunden zum jeweils anwendbaren Steuersatz (2014: Normalsatz 8 % / reduzierter Satz 2.5 %) zusätzlich geschuldet.
e) Ermässigungen 21 Kunden, die für alle ihre Veranstaltungen gemäss diesem Tarif mit der SUISA einen Vertrag schliessen und die vertraglichen Bestimmungen einhalten, erhalten eine Er- mässigung von 5 %. Sie erhalten eine zusätzliche Ermässigung je nach Anzahl der jährlich an den durch- geführten Anlässen anwesenden Personen. Diese Ermässigung beträgt 0.0008 % pro Person, maximal jedoch 20 %. 22 Kunden, die nachweislich Mitglied eines schweizerischen Verbandes von Nutzern im Sinne dieses Tarifs sind und die mit der SUISA für alle ihre Veranstaltungen einen Vertrag schliessen und dessen Bestimmungen einhalten, haben Anspruch auf eine zusätzliche Ermässigung von 10 %, wenn dieser Verband die SUISA in ihren Aufga- ben unterstützt. Die Unterstützung des Verbandes muss umfassen:
- die regelmässige, mindestens jährliche Aufforderung der Mitglieder, ihre Veranstal- tungen mit Musik fristgerecht der SUISA zu melden
- die regelmässige, mindestens jährliche Kommunikation der Anliegen der SUISA gegenüber den Verbandsmitgliedern
- auf Verlangen den Versuch der Vermittlung im Falle von Streitigkeiten zwischen einem Mitglied und der SUISA. Die Verbandsmitgliedschaft muss vom Kunden unaufgefordert jährlich mittels geeig- neter Belege nachgewiesen werden. Alternativ kann auch der Verband den Nachweis erbringen durch die regelmässige, mindestens jährliche Zustellung einer Mitgliederlis- te mit Namen und Anschrift der einzelnen Betriebe an die SUISA. Ohne Nachweis wird dem Kunden der Rabatt nicht eingeräumt. f) Zuschlag im Falle von Rechtsverletzungen 23 Die Vergütung wird verdoppelt
- wenn Musik ohne Erlaubnis der SUISA verwendet wird
- wenn der Kunde keine, unrichtige oder lückenhafte Angaben liefert, um sich einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen. 24 Vorbehalten bleibt eine darüber hinausgehende Schadenersatzforderung.
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6 G. Abrechnung 25 Der Kunde gibt der SUISA alle zur Berechnung der Vergütung erforderlichen Anga- ben innert 10 Tagen nach der Veranstaltung oder zu den in der Bewilligung genann- ten Terminen bekannt. 26 Die SUISA kann zur Prüfung Belege (insbesondere unterschriftliche Bestätigungen) oder nach Voranmeldung und während der Arbeitszeit Einsicht in die Bücher des Kunden verlangen. 27 Wenn die Angaben oder Belege auch nach einer schriftlichen Mahnung nicht innert Nachfrist eingereicht werden oder die Einsichtnahme in die Bücher verweigert wird, kann die SUISA die Angaben schätzen und gestützt darauf Rechnung stellen. Auf- grund geschätzter Angaben erstellte Rechnungen gelten als vom Kunden anerkannt, wenn er nicht innert 30 Tagen ab Rechnungsdatum vollständige und korrekte Anga- ben nachliefert.
H. Zahlungen 28 Die Vergütungen sind zu den in der Bewilligung genannten Terminen sowie entspre- chend der dort genannten Bedingungen zu bezahlen. Soweit keine entsprechenden Vereinbarungen getroffen wurden, sind die Vergütungen 30 Tage nach Rechnungs- stellung zu bezahlen. 29 Die SUISA kann Vorauszahlungen oder andere Sicherheiten in der voraussichtlichen Höhe der Entschädigung verlangen.
I. Verzeichnisse der verwendeten Musik und der verwendeten Ton- und Tonbildträger 30 Die Kunden lassen durch die Musiker oder Disc-Jockeys Verzeichnisse der verwen- deten Musik führen, wenn sie Musiker oder Disc-Jockeys für mehr als 3 Veranstal- tungen engagieren. 31 Die Kunden übergeben der SUISA diese Verzeichnisse innert 30 Tagen nach der Veranstaltung (oder zu den in der Bewilligung genannten Terminen). Die Verzeich- nisse der verwendeten Musik enthalten Angaben über
- Titel
- Komponisten
- bei der Verwendung von Tonträgern zusätzlich: - Name des Interpreten - Label und Katalog-Nummer
- bei der Verwendung von Tonbildträgern: - Originaltitel - Name und Adresse des Produzenten oder Eigentümers - Label und Katalog-Nummer
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7 Die SUISA stellt entsprechende Verzeichnis-Formulare unentgeltlich zur Verfügung. 32 Die SUISA verzichtet auf diese Verzeichnisse
- für Orchester, die einen entsprechenden Ausweis der SUISA besitzen
- für Blasmusiken, Chöre, Instrumentalvereinigungen und Jodlerklubs
- gemäss allfälligen weiteren Bestimmungen der Erlaubnis. 33 Sie verzichtet ferner auf diese Verzeichnisse, wenn Orchester oder Disc-Jockeys auftreten, welche der SUISA ihr Repertoire in glaubwürdiger Weise direkt melden. 34 Werden die Verzeichnisse auch nach einer schriftlichen Mahnung nicht innert Nach- frist eingereicht, kann die SUISA eine zusätzliche Vergütung von CHF 40.00 pro An- lass verlangen. Sie wird im Wiederholungsfall verdoppelt. 35 Kunden, die die Installation eines elektronischen Systems zur Erkennung der aufge- führten Musik in ihrem Betrieb zulassen, sind von der Pflicht zur Einreichung der Ver- zeichnisse gemäss Ziffern 30 und 31 für Veranstaltungen, bei denen Musik ab Tonträgern aufgeführt wird, befreit. Die Installation des Systems dient der Verteilung der Einnahmen, sämtliche damit in Zusammenhang stehende Kosten werden von SUISA getragen. Für Kunden, die der Installation eines solchen Systems in ihrem Be- trieb widersprechen, gelten die Bestimmungen gemäss Ziffern 30 und 31 unverändert für alle im Betrieb durchgeführten Veranstaltungen.
J. Gültigkeitsdauer 36 Dieser Tarif ist vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2018 gültig. 37 Bei wesentlicher Änderung der Verhältnisse kann er vorzeitig revidiert werden. 38 Ist nach Ablauf dieses Tarifs und trotz eingereichtem Genehmigungsgesuch noch kein Folgetarif in Kraft, verlängert sich die Gültigkeitsdauer des vorliegenden Tarifs bis zum Inkrafttreten des Folgetarifs. Vorbehalten bleibt dessen rückwirkende Inkraft- setzung.
Société de gestion représentante
SUISA
Av. du Grammont 11bis, 1007 Lausanne, Téléphone +41 21 614 32 32, Fax +41 21 614 32 42 Bellariastrasse 82, 8038 Zürich, Telefon +41 44 485 66 66, Fax +41 44 482 43 33 Via Soldino 9, 6900 Lugano, Telefono +41 91 950 08 28, Fax +41 91 950 08 29
http://www.suisa.ch E-Mail: suisa@suisa.ch
SUISA Coopérative des auteurs et éditeurs de musique SWISSPERFORM Société suisse pour les droits voisins
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Tarif commun H 2014 – 2018
Musique pour manifestations dansantes et récréatives dans l’industrie hôtelière
Approuvé par la Commission arbitrale fédérale pour la gestion de droits d’auteur et de droits voisins le 25 novembre 2013 et publié dans la Feuille officielle suisse du commerce n° 235 du 4 décembre 2013.
Tarif commun H 2014 – 2018
2 A. Clients concernés 1 Ce tarif s’adresse aux propriétaires et gérants d’établissements de l’industrie hôte- lière. Ils sont dénommés ci-après «clients». 2 Les établissements de l’industrie hôtelière sont des établissements permanents et ouverts au public, dont les gérants offrent contre paiement, personnellement ou à l’aide de personnes engagées à cette fin, de la nourriture et / ou des boissons et met- tent à disposition du mobilier tel que chaises, tables, comptoirs, etc.
B. Objet de ce tarif 3 Ce tarif concerne l’exécution de musique lors de manifestations dansantes et récréa- tives dans l’industrie hôtelière. 4 Ces manifestations comprennent:
- les exécutions par des musiciens et des chanteurs (live ou play-back). Les chefs d’orchestre et les clients jouant eux-mêmes de la musique sont également consi- dérés comme musiciens
- les exécutions de musique au moyen de phonogrammes ou vidéogrammes (par exemple par des disc-jockeys)
- les exécutions de musique accompagnant des shows ou des attractions (artistes, danseuses, etc).
C. Exceptions 5 Sont exclus de ce tarif
- les concerts et productions analogues (tarifs communs Ka et Kb)
- l’exécution de musique pour manifestations dansantes et récréatives en dehors de l’industrie hôtelière (tarif commun Hb)
- l’exécution de musique au moyen de juke-boxes (tarif commun Ma)
- l’exécution de musique de fond ou d’ambiance au moyen de phonogrammes et vi- déogrammes ou grâce à la réception d’émission (tarif commun 3a)
- l’enregistrement de musique sur vidéogrammes (tarifs VI et VN). 6 En ce qui concerne l’exécution de vidéogrammes, les droits des autres auteurs (réali- sateurs, scénaristes) sont réservés. 7 En ce qui concerne la reproduction de phonogrammes et vidéogrammes, les droits des interprètes et des producteurs sont réservés.
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3 D. Répertoires et utilisation de musique ou de phonogrammes / vidéogrammes
a) Droits d’auteur sur la musique 8 Le tarif se rapporte à l'exécution d'œuvres musicales non théâtrales protégées par le droit d’auteur du répertoire de SUISA (ci-après «musique» si rien d'autre n'est préci- sé). 9 Pour les exécutions couvertes par ce tarif, le client peut enregistrer de la musique sur ses propres phonogrammes. Ces phonogrammes ne peuvent être utilisés que pour les manifestations du client et ne peuvent être cédés à des tiers.
b) Droits voisins 10 Le tarif se rapporte aux droits à rémunération des artistes interprètes et des produc- teurs de phonogrammes et vidéogrammes disponibles sur le marché du répertoire de SWISSPERFORM.
c) Réserves 11 SUISA ne dispose que des droits d’auteur sur la musique. Les droits des autres au- teurs sont réservés. 12 SWISSPERFORM ne dispose pas
- des droits de reproduction exclusifs des artistes interprètes et des producteurs de phonogrammes et vidéogrammes
- des droits d'exécution des artistes et des producteurs de phonogrammes et vidéo- grammes non disponibles sur le marché.
E. Tarif commun 13 Pour ce tarif, SUISA est représentante de SWISSPERFORM. Si, lors d’une manifestation, seul le répertoire de SWISSPERFORM est utilisé – et pas de celui de SUISA –, SWISSPERFORM peut faire valoir elle-même les rede- vances qui lui reviennent.
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4 F. Redevances
a) Base de calcul 14 Les redevances sont calculées en fonction des paramètres suivants:
- Prix d’entrée ou autre contrepartie (p.ex. vente de bracelets ou rubans) par la- quelle les clients acquièrent le droit d’accéder à la manifestation (ci-après: prix d’entrée)
- Prix de la boisson alcoolisée (courante) la moins chère (ci-après: prix de la bois- son); si aucune boisson alcoolisée n’est servie, le calcul se base sur le prix de la boisson non alcoolisée la moins chère
- Nombre de personnes présentes chaque jour (ci-après: personnes).
b) Calcul 15 Par jour et par manifestation, la redevance est calculée sous la forme d’un pourcen- tage du montant résultant du calcul suivant : (prix d’entrée + prix de la boisson) x personnes
Lors de ce calcul, la somme du prix d’entrée et du prix de la boisson est arrondie au franc supérieur; un montant minimal de CHF 6.00 est retenu. Le nombre de per- sonnes est arrondi à la dizaine supérieure. 16 Le pourcentage est de 3.8 % pour les droits d’auteur sur la musique. 17 En cas d’exécution de musique au moyen de phonogrammes ou de vidéogrammes, le pourcentage est de 1.14 % pour les droits voisins. 18 On trouve sur www.suisa.ch des tableaux qui indiquent quels sont les montants des redevances pour les manifestations avec une somme « prix d’entrée (ou autre con- trepartie) + prix de la boisson alcoolisée (courante) la moins chère » jusqu’à CHF 35.00, ou avec un nombre de visiteurs jusqu’à 400 personnes. Ces tableaux peuvent également être obtenus auprès du service clients de SUISA. Ce service clients fournit également les montants des redevances pour les manifestations avec une somme « prix d’entrée (ou autre contrepartie) + prix de la boisson alcoolisée (courante) la moins chère » supérieure à CHF 35.00, ou avec un nombre de visiteurs de plus de 400 personnes.
c) Redevance minimale 19 La redevance s’élève, par autorisation, au moins à CHF 30.00 pour les droits d’auteur et au moins à CHF 10.00 pour les droits voisins.
d) Impôts 20 Les redevances prévues par le présent tarif s'entendent sans la taxe sur la valeur ajoutée. Si celle-ci est à acquitter, en raison d'un assujettissement objectif impératif ou du fait de l'exercice d'un droit d'option, elle est due en plus par le client au taux d'imposition en vigueur (2014 : taux normal 8 %, taux réduit 2.5 %).
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e) Rabais 21 Les clients qui concluent avec SUISA un contrat pour toutes leurs manifestations couvertes par le présent tarif et qui en respectent les conditions bénéficient d’une ré- duction de 5 %. Ils bénéficient d'une réduction supplémentaire calculée en fonction du nombre de personnes présentes lors des manifestations organisées. Cette réduction s’élève à 0.0008 % par personne, et est de 20 % au maximum. 22 Les clients membres de manière prouvée d’une association suisse d’utilisateurs au sens du présent tarif, qui concluent avec SUISA un contrat pour toutes leurs manifes- tations couvertes par le présent tarif et qui en respectent les conditions, bénéficient d’une réduction supplémentaire de 10 %, à la condition que l’association en question soutienne SUISA dans l’accomplissement de ses tâches. Pour soutenir SUISA au sens de l’alinéa précédent, l’association doit
- exiger régulièrement de ses membres, mais au moins une fois par an, qu’ils décla- rent à SUISA dans les délais leurs manifestations avec musique
- communiquer régulièrement, mais au moins une fois par an, les demandes de SUISA aux membres de l’association
- sur demande, servir d’intermédiaire en cas de différend entre un membre et SUISA. L’affiliation à une association doit être prouvée annuellement de manière spontanée par le client, au moyen de documents appropriés. Il est également possible que l’association fournisse elle-même cette preuve en remettant régulièrement à SUISA, au moins une fois par année, une liste de ses membres avec les noms et les adresses des différentes entreprises. Si une preuve n’est pas fournie, le rabais ne se- ra pas accordé au client. f) Supplément en cas d’infractions au droit 23 Les redevances sont doublées
- lorsque de la musique est utilisée sans autorisation de SUISA
- lorsque le client ne communique pas les renseignements nécessaires ou donne des informations inexactes ou lacunaires, cela afin de s’assurer un avantage indû. 24 Une prétention à dommages et intérêts supérieurs est réservée.
G. Décompte 25 Les clients communiquent à SUISA toutes les données nécessaires au calcul de la redevance dans les dix jours après la manifestation ou aux dates fixées dans l’autorisation. 26 Afin de vérifier les données du client, SUISA peut exiger des justificatifs (en particulier des attestations signées), ou consulter la comptabilité du client pendant les heures ouvrables sur préavis.
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6 27 Lorsque, même après un rappel écrit, les données ou les justificatifs requis ne sont pas remis dans le délai supplémentaire imparti ou lorsque le client refuse l’accès à sa comptabilité, SUISA peut procéder elle-même à une estimation des données néces- saires et s’en servir pour établir sa facture. Les factures établies sur la base d’estimations sont considérées comme acceptées par le client si celui-ci ne fournit pas, dans les 30 jours après la date de la facture, des indications complètes et correctes.
H. Paiements 28 Les redevances sont payables aux dates et selon les modalités fixées dans l’autorisation. Si rien de contraire n’a été convenu, les redevances sont payables dans les 30 jours après facturation. 29 SUISA peut exiger des versements anticipés ou d’autres garanties, à hauteur du montant des redevances prévisibles.
I. Relevés de la musique et des phonogrammes et vidéo- grammes utilisés 30 Les clients chargent les musiciens et les disc-jockeys d’établir des relevés de la mu- sique diffusée lorsqu’ils les engagent pour plus de trois manifestations. 31 Dans les 30 jours après la manifestation (ou dans les délais mentionnés dans l'autori- sation), les clients remettent à SUISA ces listes de la musique utilisée, avec les indi- cations suivantes:
- Titre
- Compositeur
- de plus, lors d'utilisation de phonogrammes: - Nom de l'interprète - Label et numéro de catalogue
- et lors d'utilisation de vidéogrammes: - Titre original - Nom et adresse du producteur ou du propriétaire - Label et numéro de catalogue
SUISA remet gratuitement des formulaires pour ces relevés. 32 SUISA renonce à la remise de ces relevés
- pour les orchestres qui possèdent une carte de légitimation appropriée délivrée par SUISA
- pour les fanfares, chœurs, ensemble instrumentaux, club des yodleurs
- conformément aux autres éventuelles dispositions de l’autorisation. 33 Elle renonce également aux relevés susmentionnés lorsque se produisent des or- chestres ou des disc-jockeys qui annoncent directement leur répertoire à SUISA de manière crédible.
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7 34 Si, même après un rappel écrit, les relevés requis ne sont pas remis dans le délai supplémentaire imparti, SUISA est en droit d’exiger une redevance supplémentaire de CHF 40.00 par manifestation. Elle est doublée en cas de récidive. 35 Les clients qui autorisent l’installation d’un système électronique de reconnaissance de la musique exécutée dans leur établissement sont libérés de l’obligation de fournir des relevés au sens des chiffres 30ss, pour les manifestations lors desquelles la mu- sique est exécutée à partir de phonogrammes. L’installation du système sert à la ré- partition des recettes; tous les coûts relatifs à un tel système sont pris en charge par SUISA. Pour les clients qui refusent l’installation d’un tel système dans leur établis- sement, les dispositions des chiffres 30ss continuent à s’appliquer de manière in- changée, pour toutes les manifestations ayant lieu dans l’établissement.
J. Durée de validité 36 Ce tarif est valable du 1er janvier 2014 au 31 décembre 2018. 37 En cas de modification profonde des circonstances, il peut être révisé avant son échéance. 38 Si aucun nouveau tarif n'est en vigueur après l'échéance de ce tarif, alors même qu'une requête d'approbation a été déposée, la durée de validité du présent tarif est prolongée jusqu'à l'entrée en vigueur du nouveau tarif. Une entrée en vigueur rétroac- tive de ce nouveau tarif demeure toutefois réservée.
Società di gestione
SUISA
Via Soldino 9, 6900 Lugano, Telefono +41 91 950 08 28, Fax +41 91 950 08 29 Bellariastrasse 82, 8038 Zürich, Telefon +41 44 485 66 66, Fax +41 44 482 43 33 Av. du Grammont 11bis, 1007 Lausanne, Téléphone +41 21 614 32 32, Fax +41 21 614 32 42
http://www.suisa.ch E-Mail: suisa@suisa.ch
SUISA Cooperativa degli autori ed editori di musica SWISSPERFORM Società svizzera per i diritti di protezione affini
_________________________________________________________________________
Tariffa comune H 2014 – 2018
Esecuzioni di musica per manifestazioni danzanti e ricreative nell’industria alberghiera
Approvata dalla Commissione arbitrale federale per la gestione dei diritti d’autore e dei diritti affini il 25 novembre 2013. Pubblicata nel Foglio ufficiale svizzero di commercio n. 235 del 4 dicembre 2013.
Tariffa comune H 2014 – 2018 2 A. Cerchia dei clienti 1 Questa tariffa concerne i titolari ed i gerenti di esercizi pubblici, di seguito denominati «clienti». 2 Gli esercizi dell’industria alberghiera sono esercizi permanenti e accessibili al pubbli- co, i cui titolari offrono a pagamento, personalmente o con personale appositamente impiegato, vivande e/o bibite per il consumo sul posto, mettendo a disposizione il re- lativo arredamento comprendente tavoli, sedie, teche, ecc.
B. Oggetto della tariffa 3 Questa tariffa concerne le esecuzioni con musica per manifestazioni danzanti e ri- creative nell’industria alberghiera. 4 Si tratta di spettacoli in occasione dei quali
- viene eseguita musica tramite musicisti e cantanti (live o playback). Vengono con- siderati musicisti anche i direttori di orchestra e gli albergatori che fanno essi stessi musica
- viene proposta musica tramite supporti sonori, risp. audiovisivi (per esempio da Disc-Jockey)
- viene eseguita musica come accompagnamento di show e attrazioni (artisti del cir- co o del varietà, ballerine, ecc.).
C. Eccezioni 5 La tariffa non concerne
- concerti e produzioni analoghe (tariffe comuni Ka e Kb)
- le esecuzioni musicali per manifestazioni danzanti e ricreative al di fuori dell’industria alberghiera (tariffa comune Hb)
- l’esecuzione di musica tramite Juke-Box (tariffa comune Ma)
- esecuzioni musicali per l’intrattenimento di sottofondo tramite supporti sonori o ri- cezione di emissioni (tariffa comune 3a)
- la registrazione di musica su supporti audiovisivi (tariffe VI/VN).
6 Per quanto riguarda la proiezione di supporti audiovisivi, rimangono riservati i diritti d’autore di altri autori (registi, sceneggiatori). 7 Per quanto riguarda la registrazione di supporti sonori e supporti audiovisivi, riman- gono riservati i diritti degli artisti esecutori e dei produttori.
Tariffa comune H 2014 – 2018 3 D. Repertori e utilizzazione di musica, risp. supporti sonori/ audiovisivi
a) Diritti d’autore relativi alla musica 8 La tariffa concerne l’esecuzione di opere musicali non teatrali del repertorio della SUISA (di seguito dette «musica» quando non indicato altrimenti) protette in base al diritto d’autore. 9 Per esecuzioni in base a questa tariffa, il cliente può registrare della musica su propri supporti sonori. Supporti sonori utilizzabili soltanto in occasione di manifestazioni del cliente e non rilasciabili a terzi.
b) Diritti affini 10 La tariffa concerne i diritti d’indennità degli artisti esecutori e dei produttori di supporti sonori e audiovisivi in commercio del repertorio della SWISSPERFORM.
c) Riserve 11 La SUISA detiene soltanto i diritti d’autore relativi alla musica. I diritti degli altri autori rimangono riservati. 12 La SWISSPERFORM non detiene
- i diritti esclusivi di riproduzione degli artisti esecutori e dei produttori di supporti so- nori e audiovisivi;
- i diritti di esecuzione degli artisti e dei produttori di supporti sonori e audiovisivi non in commercio.
E. Tariffa comune 13 Per quanto riguarda questa tariffa, la SUISA è rappresentante anche di SWISSPERFORM. Qualora in occasione di una manifestazione venisse utilizzato esclusivamente il re- pertorio della SWISSPERFORM e non quello della SUISA, la SWISSPERFORM può rivendicare direttamente l’indennità che le spetta.
Tariffa comune H 2014 – 2018 4 F. Indennità
a) Base di calcolo 14 Il calcolo dell’indennità si basa sui seguenti parametri:
- Prezzo d’ingresso o altre indennità (per es. dalla vendita di braccialetti-pass), il cui pagamento consente ai visitatori l’accesso all’evento (di seguito prezzo d’ingresso),
- Prezzo per la bibita alcolica meno cara (più richiesta) (di seguito: prezzo della bibi- ta); se non vengono vendute bibite alcoliche, vale il prezzo della bibita analcolica meno cara,
- Numero dei presenti nel corso di una giornata (di seguito: persone).
b) Calcolo 15 L’indennità viene calcolata per giornata e per manifestazione come percentuale del (prezzo d’ingresso + prezzo della bibita) x persone
La somma dell’importo del prezzo d’ingresso e della bibita viene arrotondata al franco intero superiore, per un importo minimo di CHF 6.00. Il numero di presenti viene arro- tondato alla decina superiore. 16 La percentuale per i diritti d’autori sulla musica ammonta al 3.8 %. 17 Per manifestazioni musicali tramite supporti sonori o audiovisivi, la percentuale per i diritti affini ammonta all’1.14 %. 18 Al sito www.suisa.ch è possibile consultare le tabelle dalle quali risultano gli importi d’indennità per manifestazioni con una somma composta da prezzo d’ingresso o altra indennità e prezzo per la bevanda alcolica meno cara (più richiesta) fino ad un impor- to pari a CHF 35.00 oppure con un numero di visitatori fino a 400 persone. Queste tabelle possono essere richieste anche al Servizio clienti della SUISA. Al Servizio clienti della SUISA possono altresì essere richiesti gli importi d’indennità per manife- stazioni con una somma composta da prezzo d’ingresso o altra indennità e prezzo per la bevanda alcolica meno cara (più richiesta) per un importo superiore ai CHF 35.00 oppure con un numero di visitatori superiore alle 400 persone.
c) Indennità minima 19 L’indennità ammonta per autorizzazione ad almeno CHF 30.00 per i diritti d’autore e a CHF 10.00 per i diritti affini.
d) Imposte 20 Le indennità previste dalla presente tariffa si intendono senza l’imposta sul valore aggiunto. Se quest’ultima va versata in virtù di un oggettivo obbligo fiscale cogente o dall’esercizio di un diritto d’opzione, essa è dovuta in aggiunta dal cliente al tasso d’imposta in vigore (2014: tasso normale 8 %, tasso ridotto 2.5 %).
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e) Ribassi 21 I clienti che stipulano un contratto con la SUISA per tutte le loro manifestazioni in ba- se a questa tariffa attenendosi alle disposizioni contrattuali beneficiano di un ribasso del 5 %. Beneficiano di un ulteriore ribasso a seconda delle persone presenti annualmente du- rante le manifestazioni organizzate. Tale ribasso ammonta allo 0.0008 % per perso- na, al massimo tuttavia al 20 %. 22 I clienti soci di un’associazione svizzera di utenti ai sensi di questa tariffa, che stipu- lano un contratto con la SUISA per tutte le loro manifestazioni attenendosi alle relati- ve disposizioni, hanno diritto ad un ribasso supplementare pari al 10 %, nel caso in cui tale associazione sostenga la SUISA nell’espletamento dei suoi compiti. Il sostegno dell’associazione deve comprendere
- l’invito ripetuto regolarmente, vale a dire almeno una volta all’anno, ai soci affinché notifichino tempestivamente alla SUISA le loro manifestazioni con musica
- la comunicazione inoltrata regolarmente, vale a dire almeno una volta all’anno, cir- ca le richieste della SUISA nei confronti dei soci dell’associazione
- a richiesta il tentativo di mediazione in caso di controversie fra un socio e la SUISA.
Il cliente deve comprovare ogni anno, spontaneamente, mediante relativi giustificativi, la sua adesione all’associazione. In alternativa anche l’associazione può fornire la prova dell’adesione inviando alla SUISA, almeno una volta all’anno, un elenco dei so- ci con nome e indirizzo delle singole ditte. In mancanza di un giustificativo al cliente non sarà concesso alcun ribasso. f) Supplemento in caso di violazioni della legge 23 L’indennità raddoppia
- se viene utilizzata musica senza il consenso della SUISA
- se il cliente non fornisce indicazioni o se le fornisce inesatte o incomplete per pro- curarsi un illecito vantaggio.
24 Rimane riservata una richiesta d’indennizzo eccedente.
G. Conteggio 25 Il cliente fornisce alla SUISA tutte le indicazioni necessarie per il calcolo dell’indennità entro 10 giorni dopo la manifestazione o entro il termine citato nell’autorizzazione. 26 La SUISA può richiedere per motivi di controllo dei giustificativi (in particolare confer- me firmate), oppure esigere l’accesso ai libri contabili del cliente previo avviso e du- rante l’orario di lavoro.
Tariffa comune H 2014 – 2018 6 27 Qualora le indicazioni o i giustificativi non le pervenissero entro il termine stabilito neanche dopo sollecito per iscritto o se le viene rifiutato l’accesso ai libri contabili, la SUISA può procedere alla stima delle indicazioni e, basandosi su di essa, approntare una fattura. Le fatture allestite sulla base di stime vengono considerate accettate dal cliente, se quest'ultimo non fornisce indicazioni complete e corrette entro 30 giorni dalla data della fatturazione.
H. Pagamenti 28 Le indennità vanno pagate entro i termini previsti nell’autorizzazione nonché confor- memente alle condizioni ivi indicate, per quanto non siano stati stipulati accordi diver- si. Le altre indennità sono pagabili entro i 30 giorni dalla fatturazione. 29 La SUISA può richiedere degli acconti o altre garanzie nell’ordine dell’ammontare previsto dell’indennità.
I. Elenchi della musica utilizzata e dei supporti sonori e audiovi- sivi utilizzati 30 I clienti fanno compilare dai musicisti o dai Disc-Jockey gli elenchi della musica utiliz- zata, quando sono ingaggiati per più di 3 manifestazioni. 31 I clienti trasmettono alla SUISA entro 30 giorni dopo la manifestazione (o entro i ter- mini citati nell’autorizzazione) gli elenchi della musica utilizzata con le indicazioni se- guenti:
- il titolo
- i compositori
- inoltre in caso di utilizzazione di supporti sonori:
- il nome dell'interprete
- l’etichetta e il n. di catalogo
- in caso di utilizzazione di supporti audiovisivi:
- il titolo originale
- il nome e l’indirizzo del produttore o del proprietario
- l’etichetta e il n. di catalogo
La SUISA mette a disposizione gratuitamente i relativi formulari per gli elenchi. 32 La SUISA rinuncia a questi elenchi
- per orchestre in possesso di una speciale carta di legittimazione della SUISA
- per gruppi di strumenti a fiato, cori, associazioni di strumentisti e club di Jodler
- in base ad eventuali altre disposizioni disciplinate dall’autorizzazione.
33 Essa rinuncia inoltre a questi elenchi in caso di orchestre o Disc-Jockey che notifica- no il loro repertorio in maniera attendibile direttamente alla SUISA.
Tariffa comune H 2014 – 2018 7 34 Qualora gli elenchi non pervenissero alla SUISA neanche dopo sollecito scritto entro il termine stabilito, la SUISA ha il diritto di richiedere un’indennità supplementare di CHF 40.00 per manifestazione; indennità raddoppiata in caso di recidiva. 35 I clienti che consentono l’installazione di un sistema elettronico per il riconoscimento della musica eseguita nel proprio esercizio, sono esentati dall’obbligo di inoltrare gli elenchi in base alle cifre 30 e 31 per le manifestazioni che prevedono l’esecuzione di musica da supporti sonori. L’installazione del sistema serve alla ripartizione delle en- trate; tutti i costi ad esso legati sono a carico della SUISA. Per i clienti che si oppon- gono all’installazione di un sistema di questo tipo, si applicano le disposizioni in base alla cifre 30 e 31 in maniera invariata per tutte le manifestazioni svolte nell’esercizio.
J. Periodo di validità 36 Questa tariffa è valevole dal 1º gennaio 2014 al 31 dicembre 2018. 37 In caso di cambiamento rilevante delle circostanze, essa può essere riveduta prima della scadenza. 38 Se, scaduta la presente tariffa e nonostante sia stata inoltrata una richiesta d’approvazione, non fosse ancora in vigore una nuova tariffa, la validità di questa ta- riffa è prorogata fino all’entrata in vigore della tariffa successiva. Rimane riservata la sua entrata in vigore retroattiva.
30/44 ESchK CAF Beschluss vom 25. November 2013 betreffend den GT H CFDC __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
II. Die Schiedskommission zieht in Erwägung: 1. Die am Gemeinsamen Tarif H (Musikaufführungen zu Tanz und Unterhaltung im Gast- gewerbe) beteiligten Verwertungsgesellschaften SUISA und Swissperform haben ihren Antrag auf Genehmigung eines revidierten GT H, der auf den 1. Januar 2014 in Kraft treten soll, am 6. Mai 2013 und damit innerhalb der Eingabefrist gemäss Art. 9 Abs. 2 URV eingereicht.
Mit der gemeinsamen Eingabe wird auch die Voraussetzung von Art. 47 Abs. 1 URG erfüllt, wonach mehrere Verwertungsgesellschaften, welche im gleichen Nutzungsbe- reich tätig sind, für die gleiche Verwendung von Werken oder Darbietungen einen ge- meinsamen Tarif nach einheitlichen Grundsätzen aufstellen und eine gemeinsame Zahl- stelle bezeichnen müssen. Im vorliegenden Tarif übernimmt die SUISA die Funktion der gemeinsamen Zahlstelle (vgl. Ziff. 25 ff. des Tarifs).
2. Da die Nutzerverbände Petzi und Gastrosuisse geltend machen, dass die Verhandlungs- führung ungenügend war, ist vorab als Eintretensfrage zu klären, ob die Verwertungsge- sellschaften ihre Verhandlungspflicht erfüllt haben, bzw. ob diese durch das Beharren auf der umstrittenen Tarifvorlage missachtet wurde. Im letzteren Fall müsste der Tarif gemäss Art. 9 Abs. 3 URV unter Ansetzung einer Frist zu Neuverhandlungen zurückge- wiesen werden.
Art. 46 Abs. 2 URG setzt ernsthafte Tarifverhandlungen voraus, die auf eine Annäherung der Standpunkte abzielen (vgl. Barrelet/Egloff, Das neue Urheberrecht, 3. Aufl. 2008, N. 6 zu Art. 46 Abs. 2 URG). Es genügt also nicht, lediglich die eigenen Vorschläge zu unterbreiten. Allerdings ist die Verhandlungspflicht nicht so zu verstehen, dass die Ver- wertungsgesellschaften verpflichtet wären, so lange mit den Nutzerorganisationen zu verhandeln, bis eine Einigung erzielt wird. Ein Scheitern der Verhandlungen für sich al- lein ist kein Grund für eine Rückweisung der Tarifeingabe (vgl. Govoni/Stebler, Die Bun- desaufsicht über die kollektive Verwertung von Urheberrechten, in: von Büren/David [Hrsg.], Schweizerisches Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht, 2. Aufl., Bern/Genf/ München 2006, S. 460 ff. und 489 f.; bzw. den Entscheid der ESchK vom 16.12.2009 betr. GT 12, Ziff. II/2a). So hat auch das Bundesgericht (vgl. das Urteil vom 19. Juni 2007 betr. GT 4d; BGE 133 II 263, E. 6.3; in sic! 10/2007 S. 727 ff.) präzisiert, dass Art. 46
31/44 ESchK CAF Beschluss vom 25. November 2013 betreffend den GT H CFDC __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
Abs. 2 URG nicht eine Einigung zwischen den Tarifparteien voraussetzt. Erforderlich sei einzig, dass sich die Parteien ernsthaft auf Verhandlungen einlassen, und dabei wenigs- tens versuchen, zu einem gemeinsamen Ergebnis zu gelangen. Gelingt das nicht, so belegt dies allein die mangelnde Einlässlichkeit gemäss Art. 9 Abs. 3 URV noch nicht, sondern es braucht klare Hinweise dafür, dass eine Partei von vornherein gar keinen Konsens angestrebt hat. So könne etwa das Beharren einer Partei auf ihrer Ausgangs- position, ohne Berücksichtigung der Einwände der Gegenseite, gegen die Pflicht zu ein- lässlichen Verhandlungen verstossen (Urteil des Bundesgerichts 2A.142/1994 vom 24. März 1995, E. 3a). Das trifft etwa zu, wenn eine Partei völlig unrealistische oder sach- fremde Positionen vertritt und davon nicht oder nur geringfügig abrücken will, nicht aber wenn ihre Standpunkte allenfalls ambitiös, aber noch vertretbar erscheinen. Lässt sich keine Einigung erzielen, so müssen die Parteien nicht endlos weiterverhandeln. Sind insbesondere die Positionen so festgefahren, dass ein Konsens unmöglich oder sehr unwahrscheinlich erscheint, rechtfertigt sich in diesem Sinne ein Abbruch ernsthaft auf- genommener Verhandlungen.
Die Verhandlungen für einen neuen GT H wurden bereits anfangs 2011 aufgenommen. In dieser Zeit wurden insgesamt elf Verhandlungssitzungen durchgeführt. Wesentlicher Streitpunkt war dabei die Anhebung der Prozentsätze sowohl für bestimmte Nutzungen bei den Urheberrechten wie auch bei den verwandten Schutzrechten. Die geforderte Anhebung dieser Prozentsätze ist wohl ein ambitiöses Ziel. Es kann aber nicht von vor- neherein gesagt werden, dass dies nicht vertretbar ist. Jedenfalls ist die Einnahme einer solchen Position weder unrealistisch noch sachfremd. Es muss den Verwertungsgesell- schaften möglich sein, solche Positionen einzunehmen und daran festzuhalten, um sie von der Schiedskommission auf ihre Angemessenheit überprüfen zu lassen. Dies gilt selbst für die Überschreitung der 3-Prozent-Grenze bei den verwandten Schutzrechten, da es sich hierbei um eine Rechtsfrage handelt, die von der Schiedskommission zu be- urteilen ist. Auf Grund dieser Vorgehensweise kann daher nicht von einer Missachtung der Verhandlungspflicht ausgegangen werden. Wenn dem Anliegen der Nutzer nicht stattgegeben wurde, heisst dies noch nicht, dass die Verhandlungspflicht missachtet worden ist. Es ist davon auszugehen, dass die Verhandlungspflicht sowohl in quantitati- ver wie auch in qualitativer Hinsicht erfüllt worden ist.
32/44 ESchK CAF Beschluss vom 25. November 2013 betreffend den GT H CFDC __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
Ob die vorgeschlagene Revision des GT H zulässig ist, muss im Rahmen der Angemes- senheitsprüfung beurteilt werden. Damit kommt die Schiedskommission zum Ergebnis, dass die Tarifverhandlungen nicht ungenügend geführt worden sind. Die Nutzerver- bände hatten Gelegenheit, ihre Standpunkte einzubringen. Dies gilt auch für den Verein Petzi, der von den Verwertungsgesellschaften schon seit einiger Zeit als Verhandlungs- partner akzeptiert worden ist und der auch bei den vorliegenden Verhandlungen von Anfang an dabei war. Wenn dem Anliegen der Nutzer nicht stattgegeben wurde, heisst dies noch nicht, dass die Verhandlungspflicht missachtet worden ist. Auf die Tarifeingabe ist daher einzutreten.
3. Weiter ist festzuhalten, dass sich die Nutzerverbände mit den Verwertungsgesellschaf- ten auf die Durchführung einer Studie zur Abklärung der Motivation von Party- und Club- besuchern geeinigt haben. Gastrosuisse entnimmt dieser Studie, dass der Stellenwert der Musik und damit der urheberrechtlich relevante Anteil rechnerisch zwischen 20 und 25 Prozent beträgt. Allerdings wird von den Autoren der Studie bestätigt, dass die Summe aller Mittelwerte und die Verwendung der so entstehenden Gesamtzahl als Ba- sis für einen prozentualen Vergleich der einzelnen Mittelwerte nicht sinnvoll erscheint. Unabhängig davon hat auch der Preisüberwacher befunden, dass es nicht zielführend sein kann, aus den in der Studie ausgewiesenen und gewichteten Top-sieben bzw. Top 25-Beweggründen für einen Clubbesuch den Stellenwert der urheberrechtsrelevanten Nutzung rechnerisch zu bestimmen. Dabei verweist er einerseits auf den grossen Er- messensspielraum bei der Auswahl der Beweggründe und andererseits auf den Um- stand, dass die urheberrechtliche Bedeutung einiger dieser Faktoren umstritten ist. Nach seiner Auffassung wäre allenfalls abzuklären, welche Musikaffinität einem einzelnen Faktor zukommt. So könne der Faktor 'ansprechende Atmosphäre' durchaus auch einen Zusammenhang mit der gespielten Musik haben. Die Schiedskommission kann sich die- ser Ansicht anschliessen. Letztlich lässt sich der Studie nicht mehr entnehmen, als dass die Musik ein wesentlicher, aber nicht der einzige Motivationsgrund für einen Clubbesuch darstellt. Von Interesse ist aber auch die Aussage der Studie, dass beim Fehlen der Musik die Clubbesucher unzufrieden sind. Musik ist demnach nicht nur von rein akzesso- rischer Bedeutung, sondern offensichtlich eine der Hauptmotivationen für einen Clubbe- such, und ihr kommt ein sehr hoher Stellenwert zu. Ein rechnerischer Zusammenhang mit Art. 60 URG und damit der Angemessenheitsprüfung lässt sich indessen nicht fest- stellen.
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4. Die Schiedskommission genehmigt einen ihr vorgelegten Tarif, wenn er in seinem Auf- bau und in den einzelnen Bestimmungen angemessen ist (Art. 59 Abs. 1 URG), wobei sich die Angemessenheit der Entschädigung nach Art. 60 URG richtet. Demnach ist bei der Festlegung der Entschädigung der aus der Nutzung des Werks, der Darbietung, des Ton- oder Tonbildträgers oder der Sendung erzielte Ertrag oder hilfsweise der mit der Nutzung verbundene Aufwand (Abs. 1 Bst. a), die Art und Anzahl der benutzten Werke, Darbietungen, Ton- oder Tonbildträger oder Sendungen (Abs. 1 Bst. b) sowie das Ver- hältnis geschützter zu ungeschützten Werken, Darbietungen, Ton- oder Tonbildträger oder Sendungen (Abs. 1 Bst. c) zu berücksichtigen. Die Entschädigung ist ferner so fest- zulegen, dass sie in der Regel höchstens zehn Prozent des Nutzungsertrags oder des Nutzungsaufwands für die Urheberrechte und höchstens drei Prozent für die verwandten Schutzrechte beträgt, wobei die Berechtigten bei einer wirtschaftlichen Verwaltung An- spruch auf ein angemessenes Entgelt haben (Abs. 2).
Seitens Gastrosuisse wird geltend gemacht, dass schon der bisherige GT H (2006 bis
2011) nicht genehmigungsfähig gewesen wäre. Dies sei bei der Prüfung des neuen Ta- rifs zwingend zu berücksichtigen. Für die Jahre 2013 bis 2018 geht Gastrosuisse von einer Erhöhung bei den Urheberrechten von 44,7 Prozent und bei den verwandten Schutzrechten von 294,7 Prozent aus. Völlig krass sei die mit dem neuen Tarif vorgese- hene Erhöhung unter Berücksichtigung der seit 2005 vorgenommenen Tarifsteigerun- gen. Ausserdem belaste der GT H wegen des Einbezugs des Getränkepreises den Grossteil der Nutzer massiv höher als dies etwa bei den Gemeinsamen Tarifen Hb oder K der Fall sei, was besonders bei kleineren Veranstaltungen ins Gewicht falle. Es sei daher verfehlt, bei der Festlegung der Urheberrechts-Entschädigung auf ein solches nicht urheberrechtlich relevantes Kriterium abzustellen. Auch berücksichtige der vorge- legte Tarif nicht, dass sich die Studie der Universität St. Gallen nur auf Club-Anlässe beziehe und in diesem Bereich der Anteil der Musik an der Motivation der Besucher am grössten sei. Dagegen sei der Anteil tarifrelevanter Musiknutzung bei anderen Anlässen und an anderen Orten wesentlich geringer. Dies bedeute, dass z.B. bei einem Silvester- anlass eines Gastrobetriebes eine weit tiefere Vergütung als 22,5 Prozent geschuldet sei. Insbesondere wird die Überschreitung des Höchstsatzes um 50 Prozent bei den verwandten Schutzrechten als absolut inakzeptabel bezeichnet.
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Dagegen begründet Swissperform die Überschreitung des Prozentsatzes von 3 Prozent bei den verwandten Schutzrechten damit, dass die Schweiz ohne Vorbehalt gemäss Art. 15 Abs. 3 dem WPPT beigetreten ist. Art. 15 Abs. 1 WPPT sehe zudem vor, dass die ausübenden Künstler und Tonträgerhersteller für die Wiedergabe veröffentlichter Ton- träger Anspruch auf eine einzige angemessene Vergütung haben sollen. Zur Unterstüt- zung dieser Auffassung legen sie ein Rechtsgutachten (Gutachten Gervais: Comptabilité de l'article 60 de la loi suisse sur le droit d'auteur avec les conventions internationales) vor. Ein weiteres Gutachten (Gutachten Lindner: Europarechtliche Zulässigkeit der 3%- Regel im liechtensteinischen Urheberrecht) gelangt zum Ergebnis, dass auch unter dem Gesichtspunkt des europäischen Rechts die gesetzlich vorgesehene Limite von drei Pro- zent zweifelhaft ist.
a) Zum Einbezug der Getränkepreise Mit der Revision des GT H streben die Verwertungsgesellschaften offenbar eine Annä- herung an die beiden Aufführungstarife GT Hb und GT K an. Dazu geben sie an, dass sich die Berechnungsbasis des GT H zusammensetzt aus dem Eintrittspreis (oder sons- tigen Entgelt) sowie aus dem Preis für das billigste (gebräuchliche) alkoholische Getränk und die Anzahl Personen (vgl. Ziff. 14 GT H).
Es lässt sich feststellen, dass es bis ins Jahr 1987 im Nutzungsbereich des vorgelegten GT H zwei Urheberrechtstarife gab, nämlich den GT H für Aufführungen mit Musikern im Gastgewerbe und den GT Hm für Musik zu Tanz und Unterhaltung mit Ton- und Ton- bildträgern in Gastgewerbebetrieben. Dabei hat der Einbezug des günstigsten alkoholi- schen Getränks in die Berechnungsbasis des GT Hm eine lange Tradition und diese Praxis wurde im späteren GT H namentlich auch nach der Totalrevision des Urheber- rechtsgesetzes fortgesetzt.
Grundsätzlich ist somit zu prüfen, ob der Einbezug des Getränkepreises in die Bemes- sungsgrundlage Art. 60 URG standhält. Dabei ist bei der Festlegung der Entschädigung in erster Linie von dem aus der Nutzung des Werks bzw. der Darbietung erzielten Ertrags auszugehen. Falls bei besonderen musikalischen Anlässen die Getränkepreise höher sind als üblich, ist anzunehmen, dass mit der Aufführung von Musik über die Getränke ein Zusatzertrag erwirtschaftet wird. Hier ist somit der urheberrechtliche Bezug gegeben
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und das Abstützen auf den Getränkepreise unter Art. 60 Abs. 1 Bst. a URG folgerichtig und nicht zu beanstanden.
Etwas schwieriger ist die Situation zu beurteilen, wenn die Getränkepreise bei einem Anlass mit Musikaufführung nicht erhöht werden. Der Studie der Universität St. Gallen ist zu entnehmen, dass Musik ein wichtiger Motivationsgrund für einen Clubbesuch ist. Dies dürfte selbst für die von Gastrosuisse erwähnte Sylvester-Party in einem Gastge- werbebetrieb gelten. Auch in diesem Fall dürfte ein wesentlicher Teil des gesamten Um- satzes dank der Aufführung von Musik erzielt werden, da ohne Musik bestimmt weniger Personen an einem derartigen Anlass teilnehmen würden. Ohne Musik dürften die Be- sucher aber auch weniger Zeit in einem Club oder in einem Gastrobetrieb verbringen und damit auch weniger konsumieren. Wie hoch dieser zusätzliche Anteil genau ist, liesse sich wohl nur beim Vergleich je eines Club-Abends mit und ohne Musik feststellen lassen. Auf jeden Fall kann nicht von vorneherein gesagt werden, dass Musik nicht er- tragsfördernd ist. An diesem dank Musik erzielten Mehrertrag sollte auch der Urheber bzw. der Rechtsinhaber teilhaben. Zudem ist der von Petzi vorgelegten Tabelle zu ent- nehmen, dass es auch Clubs ohne Eintrittspreise gibt, bei denen nur auf den Getränke- preis abgestellt wird. Dies dürfte vor allem auch auf die von Gastrosuisse vertretenen Betriebe zutreffen. Somit müsste beim Verzicht auf den Einbezug des Getränkepreises eine andere Berechnungsgrundlage gefunden bzw. allenfalls gar auf den Aufwand ab- gestellt werden.
Im Vergleich zu anderen Tarifen (wie GT Hb und GT Kb) ist festzuhalten, dass der Nutzer von Urheber- und Leistungsschutzrechten in diesen Tarifen nicht selbst Getränke ver- kauft. Diese werden in der Regel durch Dritte angeboten und können somit in diesen Tarifen nicht zu den urheberrechtsrelevanten Einnahmen gezählt werden. Etwas wider- sprüchlich ist allerdings, dass im GT Hb allfällige im Eintrittspreis inbegriffene Leistungen an die Besucher, die mit den Musikaufführungen in keinem Zusammenhang stehen (z.B. der Gegenwert eines im Eintrittspreis inbegriffenen Getränks) abgezogen werden kön- nen. Dies lässt sich indessen damit erklären, dass in den fraglichen Tarifen unterschied- liche Berechnungsmodelle und damit auch unterschiedliche Prozentsätze zur Anwen- dung gelangen. So gibt es beispielsweise gemäss Ziff. 15 des GT Hb eine Definition der zu berücksichtigenden Einnahmen. Demnach ist die Berechnungsbasis hier viel breiter
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als beim GT H. Würden im GT Hb nämlich sowohl die Einnahmen Dritter (bzw. die ent- sprechenden Lizenzabgaben) wie auch die Getränkepreise berücksichtigt, so könnte eine Doppelbelastung nicht ausgeschlossen werden. Ein unmittelbarer Vergleich mit dem GT Hb ist somit nur begrenzt möglich. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass im vorliegenden GT H der Getränkepreis in der Bemessungsgrundlage mitberücksichtigt wird.
b) Prozentsätze Gemäss Beschluss vom 14. November 2005 betreffend den GT H (vgl. Ziff. II/3) haben sich die Verwertungsgesellschaften mit den Nutzerorganisationen auf eine Anhebung der tariflichen Entschädigungen geeinigt. Dabei wurden die Vergütungen zeitlich gestaf- felt bis auf ein Maximum von 3,8 Prozent der Einnahmen für Urheberrechte angehoben. Die verwandten Schutzrechte folgten der tariflichen Entwicklung der Urheberrechte und betrugen bei allen Stufen 30 Prozent der Entschädigung der Musikurheberrechte. Dabei schlossen die Verwertungsgesellschaften nicht aus, dass der GT H mindestens für einen Teil der Nutzer zu markant höheren Vergütungen führen wird. Dies wurde im Wesentli- chen damit begründet, dass in denjenigen Fällen, in denen die Verwendung von Musik die Hauptsache ist, die Höhe der Vergütung derjenigen im GT Hb anzugleichen ist.
Bezüglich der Urheberrechte sieht der neu vorgelegte Tarif zwei Kategorien von Anläs- sen vor. So wird unterschieden zwischen 'Tanzanlässe und Partys' (Anlässe bei denen Musik zum Tanzen oder Musik von einem Disc Jockey aufgeführt wird) einerseits und 'Andere Anlässe' (z.B. Barpianist, Stubeten, Jazz-Brunch, Cabarets) andererseits. Der Prozentsatz für die Anlässe der ersten Kategorie soll stufenweise während der Gültig- keitsdauer des Tarifs von heute 3,8 auf 5,5 Prozent angehoben werden; der Prozentsatz für die anderen Anlässe bleibt dagegen unverändert bei 3,8 Prozent. Die Erhöhung des Prozentsatzes für 'Partys und Tanzanlässe' auf 5,5 Prozent in drei Schritten (der maxi- male Satz wird 2018 erreicht) hält die SUISA angesichts der Bedeutung der Musik ge- mäss der Studie der Universität St. Gallen und im Vergleich zu anderen Tarifen (wie GT Ka oder GT Y) für gerechtfertigt. Ausserdem habe das Bundesverwaltungsgericht mit Entscheid vom 13. Februar 2013 zum GT Z (E. 7.2.3; Ref. B-8558/2010) bestätigt, dass eine erhebliche Erhöhung angemessen sein kann, wenn die bisherigen Entschädigun- gen zu niedrig waren. Ein Abzug pro rata temporis gemäss Art. 60 Abs. 1 Bst. c URG für
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ungeschützte Musik wird abgelehnt, weil es in der Natur der Sache liege, dass in Clubs oder an Partys nur geschützte Musik verwendet werde. Während es somit bei den 'an- deren Anlässen' unverändert beim geltenden Prozentsatz bleibt, soll bei Anlässen, bei denen Musik zum Tanzen oder Musik von einem Disc Jockey aufgeführt wird, die Ver- gütung für Urheberrechte stufenweise erhöht werden.
Bei den verwandten Schutzrechten findet sich eine ähnliche Unterteilung, wobei der Pro- zentsatz für die erste Kategorie (Clubs und Partys) von heute 1,14 auf 4,5 Prozent an- gehoben werden soll. Auch hier ist die Erhöhung in drei Schritten bis 2018 vorgesehen. Zur Begründung der Erhöhung über den Regelprozentsatz von 3 Prozent hinaus wird geltend gemacht, dass besondere Voraussetzungen gemäss Art. 60 Abs. 2 URG vorlie- gen, die ein Abweichen vom Regelhöchstsatz zulassen. Dabei wird auch auf den Ent- scheid der Schiedskommission vom 14. November 2011 betr. den GT Hb (Erhöhung des Prozentsatzes auf 4,5 % bei einem Einigungstarif) sowie im internationalen Kontext auf zwei Gutachten (vgl. vorne Ziff. II/4) hingewiesen. Damit möchte die Swissperform die Vergütungen für die Leistungsschutzrechte allgemein auf ein 'vertretbares europäisches Niveau' anheben, bzw. dem Urheberrecht angleichen; wobei diese Anhebung zunächst in jenen Bereichen erfolgen soll, in denen diese Leistungen in besonderem Masse kom- merziell genutzt werden.
Die Schiedskommission stellt dazu fest, dass die Vergütungssätze sowohl für die Urhe- berrechte wie auch für die Leistungsschutzrechte im Rahmen der vergangenen Tarifre- visionen des GT H erheblich angestiegen sind und die Verwertungsgesellschaften für Tanzveranstaltungen und Partys nun eine weitere Erhöhung beantragen, die namentlich bei den verwandten Schutzrechten massiv ausfällt.
Zwar ist die Schiedskommission der Auffassung, dass bei 'Tanzanlässen und Partys' einerseits und bei 'anderen Anlässen' andererseits von verschiedenen Intensitäten der Musiknutzung ausgegangen werden darf. Eine Differenzierung zwischen diesen beiden Nutzungsformen schliesst sie daher grundsätzlich nicht aus. Hinterfragen kann man al- lenfalls, ob die vorgenommene Abgrenzung logisch und angemessen ist. Zwar ist es ohne weiteres verständlich, dass Tanzanlässe regelmässig höher gewichtet werden. Fraglich ist allerdings, dass eine Veranstaltung mit Disc Jockey höher gewichtet wird als beispielsweise das Live-Konzert eines Barpianisten oder ein Jazz-Brunch mit Musikern.
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Die erneute Erhöhung der Vergütungssätze wird von den Verwertungsgesellschaften mit der Studie der Universität St. Gallen sowie der Harmonisierung mit anderen Tarifen be- gründet. Zudem macht Swissperform - wie oben erwähnt - hinsichtlich der verwandten Schutzrechte eine Angleichung an die Urheberrechte geltend. Nach Ansicht der Schiedskommission sind das ungenügende Gründe den Tarif in der vorgesehenen Weise anzuheben. So lässt sich aus der Studie der Universität St. Gallen nicht konkret herauslesen, wieso eine Erhöhung in diesem Ausmass begründet wäre. Bezüglich der Harmonisierung mit anderen Tarifen ist es nicht opportun, einfach die reinen Prozent- zahlen zu vergleichen. Es muss ebenso sehr auf die Ausgestaltung der Berechnungs- grundlage abgestellt werden. Nur so kann geprüft werden, ob eine Erhöhung allenfalls angemessen und damit gerechtfertigt wäre. Mit der vorliegenden Vorlage wurde dies nur ungenügend dargetan. Dies bedeutet, dass die Ansätze bis auf Weiteres auf dem heuti- gen Stand zu belassen sind. Zudem kann bei den verwandten Schutzrechten nicht aus- geschlossen werden, dass hier die massive Erhöhung auf 4,5 Prozent selbst unter Be- rücksichtigung der stufenweisen Anpassung gemäss Praxis der Schiedskommission zu einer sprunghaften und damit unzulässigen Erhöhung der Entschädigung führt. Dem steht auch der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts betr. GT Z vom 13. Februar 2013 (vgl. E. 7.2.3) nicht entgegen, da es vorliegend nicht um eine geänderte Bemes- sungsgrundlage geht. Auch kann nicht davon ausgegangen werden, dass die bisherigen Entschädigungen nach den bereits früher erfolgten Erhöhungen unangemessen tief sind. Für sämtliche Anlässe gilt somit für die Urheberrechte der Satz von 3,8 Prozent und bei den verwandten Schutzrechten der Satz von 1,14 Prozent. Damit bleibt auch das in Art. 60 Abs. 2 URG vorgeschriebene Verhältnis zwischen Urheberrechten und verwandten Schutzrechten von zehn zu drei gewahrt. Es muss daher nicht weiter geprüft werden, unter welchen Voraussetzungen bei den verwandten Schutzrechten allenfalls eine Überschreitung des Regelhöchstsatzes von drei Prozent zulässig wäre. Mit diesen Feststellungen ist aber nicht gesagt, dass entsprechend moderate Erhöhungen in Zu- kunft ausgeschlossen sind. Die Schiedskommission ist aber der Auffassung, dass die verlangten Erhöhungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht begründet sind und lehnt sie daher ab.
Die Schiedskommission hat aber auch keinen Anlass unter die im Jahre 2013 geltenden Vergütungen zurückzugehen. Die Nutzerverbände Gastrosuisse, ASCO und hotellerie- suisse haben diesen Tarifansätzen seinerzeit zugestimmt (vgl. die Beschlüsse betr. den
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GT H vom 14.11.2005, vom 14.11.2011 und vom 24.09.2012) und sie haben in diesem Verfahren keine verlässlichen Angaben vorgelegt, weshalb diese Vergütungen nicht mehr angemessen sein sollen. Dies gilt auch für den Verband Petzi, der zumindest seit 2011 (vgl. Beschluss vom 14.11.2011, Ziff. I/3) an den entsprechenden Tarifverhandlun- gen teilgenommen hat.
Gilt für sämtliche Anlässe der gleiche Prozentsatz, braucht es die in Ziff. 16 und Ziff. 17 (Titel) vorgenommene Differenzierung zwischen 'Tanzveranstaltungen und Partys' einer- seits und 'Anderen Anlässen' andererseits nicht mehr. Diese Ziffern können gestrichen werden, wobei die bisherige Ziff. 17.1 zur Ziff. 16 und die bisherige Ziff. 17.2 zur Ziff. 17 wird.
c) Streichung der zusätzlichen Ermässigung (Ziff. 20 GT H 2012-2013) Die Verwertungsgesellschaften gehen in ihrer Eingabe davon aus, dass die neue Rege- lung bezüglich der Verbandsrabatte (Ziff. 22 GT H) von den Nutzerverbänden akzeptiert worden ist. Die bisher gewährte zusätzliche Ermässigung von 1,5 Prozent gemäss der Ziff. 20 des bisherigen Tarifs sei im Sinne einer Übergangslösung für die Jahre 2012 und 2013 ohne Präzedenzwirkung gewährt und nun gestrichen worden, da diese Regelung grundsätzlich dem Bruttoprinzip widerspreche. Die Nutzerverbände verlangen indessen, dass dieser Rabatt auch weiterhin gewährt wird.
Beim fraglichen Zusatzrabatt handelt es sich um ein auf zwei Jahre beschränktes Ange- bot der Verwertungsgesellschaften. Dieser Rabatt wurde ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Präzedenzwirkung zugestanden (vgl. Ziff. I/4 des Beschlusses vom 14.11.2011). Damit sollten während der Verhandlungsphase Einnahmesteigerun- gen bei den Verwertungsgesellschaften aufgrund einer allfälligen teuerungsbedingten Zunahme der Tarifberechnungsbasis vermieden werden. Derartige Rabatte sind grund- sätzlich freiwillige Zugeständnisse der Verwertungsgesellschaften, da ein Tarif auch ohne solche Ermässigungen den Angemessenheitskriterien von Art. 60 URG entspre- chen muss. Bemessungsansatz ist zudem regelmässig der Bruttoertrag aus der vorge- nommenen Nutzung (vgl. M. Rehbinder/A. Viganò, Urheberrecht, 3. Aufl. N. 2 zu Art. 60 URG). Gegen die Streichung der bisherigen Ziff. 20 GT H bzw. des entsprechenden Rabattes ist somit nichts einzuwenden.
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d) Keine Vergütung für verwandte Schutzrechte bei Live-Musikern (Streichung der Ziff. 15 GT H 2012-2013) Gastrosuisse beanstandet, dass die bisherige Ziff. 15 aus dem GT H gestrichen worden ist und verlangt, dass die Klarstellung, wonach bei Live-Auftritten von Musikern die An- sätze für verwandte Schutzrechte bei der Berechnung unberücksichtigt bleiben, wieder aufzunehmen sei.
Der neue Tarif unterscheidet - im Gegensatz zum bisherigen - nicht mehr zwischen der Aufführung von Tonträgern einerseits und den Live-Auftritten von Musikern andererseits. Deshalb wurde die bisherige Ziff. 15 (Aufführungen mit Musikern) gestrichen. Es gibt deshalb auch keinen Anlass mehr zu präzisieren, dass bei Live-Auftritten von Musikern bezüglich der verwandten Schutzrechte keine Entschädigung geschuldet ist. Dafür legt die Ziff. 10 fest, dass sich der Tarif auf Vergütungsansprüche der ausübenden Künstler bezieht. Live-Darbietungen fallen indessen nicht unter den Vergütungsanspruch von Art. 35 URG. Die Streichung der bisherigen Präzisierung in Ziff. 15 ist daher nicht irreführend, da auf eine solche tarifliche Bestimmung verzichtet werden kann. Die Schiedskommis- sion regt indessen an, im Interesse der Nutzer und Nutzerinnen eine entsprechende Er- läuterung im Merkblatt zum GT H aufzunehmen.
e) Rechnung aufgrund von Schätzungen (Ziff. 27 GT H) Gastrosuisse lehnt die Regelung gemäss Ziff. 27 des Tarifs ab. Diese sieht vor, dass diejenigen Nutzer, welche ihre Belege gemäss Ziff. 26 nicht einreichen, schriftlich ge- mahnt werden und ihnen eine Nachfrist angesetzt wird. Lassen sie auch diese Nachfrist ungenutzt verstreichen, kann die SUISA eine Schätzung vornehmen und gestützt darauf Rechnung stellen. Innert 30 Tagen nach Rechnungsstellung hat der säumige Nutzer Ge- legenheit, eine Korrektur dieser Rechnung zu verlangen, wenn er vollständige und kor- rekte Angaben nachliefert. Andernfalls gelten die von der SUISA geschätzten Daten als anerkannt. Gastrosuisse geht davon aus, dass es aufgrund des Bundesgerichtsent- scheides vom 13. Dezember 2007 (4A_418/2007) keinen zwingenden Grund gibt, eine absolute Anerkennungspflicht von geschätzten Rechnungen in einem Gemeinsamen
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Tarif zu statuieren. Als Alternative wird vorgeschlagen, dass nach einer erfolgten Mah- nung eine angemessene Gebühr für den zusätzlichen Verwaltungsaufwand zu bezahlen ist.
Dagegen stützen die Verwertungsgesellschaften die Regelung gemäss Ziff. 27 GT H auf den erwähnten Bundesgerichtsentscheid und haben sie seither standardmässig in etli- che Tarife aufgenommen. Gestützt auf die gesetzliche Mitwirkungspflicht der Nutzer sei nicht einzusehen, was an dieser Regelung unangemessen sein soll.
Gemäss Art. 51 Abs. 1 URG müssen die Werknutzer und -nutzerinnen den Verwertungs- gesellschaften alle Auskünfte erteilen, welche diese für die Gestaltung und die Anwen- dung der Tarife sowie die Verteilung des Erlöses benötigen. Es gilt somit eine Bevorzu- gung derjenigen Nutzer zu vermeiden, die ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachkommen, zumal die Verwertungsgesellschaften verpflichtet sind, die Verwertung nach dem Gebot der Gleichbehandlung zu besorgen (Art. 45 Abs. 2 URG). Gestützt darauf kann die auch in anderen Tarifen aufgenommene Rechnungsstellung auf der Basis einer Schätzung der Nutzungsdaten nicht unangemessen sein. Eine derartige Regelung könnte ohne wei- teres auch Gegenstand einer freien vertraglichen Lizenzvereinbarung sein. Es erscheint der Schiedskommission richtig, dass die Nutzung letztlich eingeschätzt und auch durch- gesetzt werden kann, wenn der Nutzer nach mehreren Aufforderungen nicht reagiert. Die Schiedskommission erwägt indessen eine tarifliche Ergänzung zu verlangen, wo- nach die entsprechende Mahnung mit eingeschriebener Post zu erfolgen hat, verzichtet aber letztlich darauf, da sie davon ausgeht, dass dies im Interesse der (beweispflichti- gen) Verwertungsgesellschaften ohnehin der Fall sein dürfte. Die Ziff. 27 des Tarifs wird in der vorgelegten Fassung genehmigt.
f) Entscheid betr. vorsorgliche Massnahmen (Anwendbarkeit des bisherigen Tarifs) Zur Vermeidung einer Tariflücke beantragen die Verwertungsgesellschaften als vorsorg- liche Massnahme die Verlängerung des bisherigen GT H bis zum Ablauf der Beschwer- defrist von 30 Tagen nach Eingang des begründeten Entscheids über den neuen GT H.
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Das Begehren stützt sich auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Januar 2013 betr. den Zusatztarif GT 3a und soll für den Fall einer Anfechtung des vorliegenden Entscheids eine tariflose Zeit zwischen dem 1. Januar 2014 und dem Ablauf der Rechts- mittelfrist verhindern, die erst mit der Zustellung des schriftlich begründeten Beschlusses zu laufen beginnt.
Die beantragte vorsorgliche Massnahme, den geltenden Tarif, den die Schiedskommis- sion mit Beschluss vom 24. September 2012 genehmigt hat, für den Fall der Anfechtung bis zum Ablauf der Rechtsmittelfrist weiter anwendbar zu lassen, ist sowohl im Interesse der Verwertungsgesellschaften wie auch der Nutzer und Nutzerinnen. Ohne Tarif wäre es den Verwertungsgesellschaften nämlich nicht möglich die entsprechenden Rechte einzuräumen und die Nutzer könnten ohne deren Erlaubnis auch keine Nutzungshand- lungen vornehmen. Die Schiedskommission hat somit keine Einwände, zur Vermeidung einer Tariflücke den bisherigen Tarif für anwendbar zu erklären, bis die Rechtsmittelfrist abgelaufen ist. Dies unter dem Vorbehalt einer definitiven Abrechnung gemäss dem aus diesem Entscheid resultierenden Tarif. Da nicht auszuschliessen ist, dass die Rechts- mittelfrist wegen Stillstands der Fristen (Art. 22a VwVG) die Dauer von 30 Tagen über- schreiten kann, verzichtet die Schiedskommission auf die Festlegung einer 30-Tage- Frist.
5. Aufgrund der vorgenommenen Änderungen hat die Schiedskommission abschliessend eine kürzere Geltungsdauer des neuen GT H geprüft. Dabei ist sie aber zum Schluss gekommen, dass die Gültigkeitsdauer von fünf Jahren angemessen ist. Dies auch unter Berücksichtigung der Dauer eines allfälligen Rechtsmittelverfahrens. Der GT H wird so- mit für die vorgesehene Gültigkeitsdauer vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2018 genehmigt.
6. Bezüglich der restlichen Bestimmungen des vorgelegten Tarifs kann die Schiedskom- mission auf eine weitergehende Prüfung gemäss Art. 59 f. URG verzichten, da diese nicht bestritten sind und auch keine gewichtigen Anzeichen vorliegen, die gegen die An- nahme von deren Angemessenheit sprechen (vgl. Entscheide und Gutachten der ESchK, Bd. III, 1981-1990, S. 190 sowie den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Februar 2011 betr. den GT 3c, E. 6.2., S. 17 f.). Unter den obigen Vorausset-
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zungen kann auch auf eine Behandlung weitergehender Anträge sowohl der Verwer- tungsgesellschaften wie auch der Nutzerverbände verzichtet werden. Dies gilt insbeson- dere für die gestellten Eventualanträge.
7. Gestützt auf Art. 59 Abs. 2 URG in Verbindung mit Art. 15 Abs. 1 URV erhalten die Parteien anlässlich der heutigen Sitzung nochmals Gelegenheit zu den vorgesehenen Änderungen Stellung zu nehmen. In der Folge wird der vorgelegte GT H mit den von der Schiedskommission vorgenommenen Änderungen genehmigt.
8. Die Gebühren und Auslagen dieses Verfahrens richten sich nach Art. 16a Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a und d URV (in der Fassung vom 1. Juli 2008) und sind gemäss Art. 16b URV unter solidarischer Haftung von den am Verfahren beteiligten Verwertungsgesell- schaften zu tragen.
III. Demnach beschliesst die Eidg. Schiedskommission: 1. Der Gemeinsame Tarif H (Musikaufführungen zu Tanz und Unterhaltung im Gastge- werbe) wird in der Fassung vom 25. März 2013 mit der vorgesehenen Gültigkeitsdauer vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2018 mit den folgenden Änderungen geneh- migt: 1.1. Die Ziffern 16 und 17 werden gestrichen; 1.2. Ziff. 17.1 wird zu Ziff. 16; 1.3. Ziff. 17.2 wird zu Ziff. 17.
2. Der mit Beschluss vom 24. September 2012 genehmigte GT H bleibt bis zum Ablauf der Rechtsmittelfrist in diesem Verfahren anwendbar. Eine definitive Abrechnung gestützt auf den nach Ziff. 1 genehmigten Tarif bleibt vorbehalten.
3. Den am GT H beteiligten Verwertungsgesellschaften SUISA und Swissperform werden die Verfahrenskosten bestehend aus:
a) einer Spruch- und Schreibgebühr von Fr. 2'500.00
b) sowie dem Ersatz der Auslagen von Fr. 6'744.90 total Fr. 9'244.90 auferlegt. Sie haften dafür solidarisch.
4. Schriftliche Mitteilung an:
- die Mitglieder der Spruchkammer
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- SUISA, Zürich (Einschreiben)
- Swissperform, Zürich (Einschreiben)
- Gastrosuisse, Zürich (Einschreiben)
- hotelleriesuisse, Bern (Einschreiben)
- Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Diskotheken (ASCO), Zürich (Einschreiben)
- Verein PETZI, Verband Schweizer Musikclubs, Zürich (Einschreiben)
- den Preisüberwacher (zur Kenntnis)
5. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesverwal- tungsgericht (Postfach, 9023 St. Gallen) Beschwerde geführt werdeni. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be- schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegenii.
Eidg. Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten Die Präsidentin:
Der Kommissionssekretär:
L. Hunziker Schnider A. Stebler
i Art. 74 Abs. 1 URG i.V.m. Art. 33 Bst. f und Art. 37 VGG sowie Art. 50 Abs. 1 VwVG. ii Art. 52 Abs. 1 VwVG.