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gt-s-2025-dfi

GT S (Beschluss vom 24. September 2025)

Eschk · 2025-09-24 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Eidgenössische Schiedskommissi on für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten ESchK

B e s c h l u s s v o m 2 4 . S e p t e m b e r 2 0 2 5 Besetzung Cyrill P. Rigamonti (Präsident)

Claudia Marti (Beisitzerin) Meinrad Vetter (Beisitzer)

Gregor Wild (auf Vorschlag der Verwertungsgesellschaften ge­ wähltes Mitglied)

Philippe Zahno (auf Vorschlag der Nutzerorganisationen gewähl­ tes Mitglied)

Marie Baumann (juristische Kommissionssekretärin) Tarifparteien

1. SUISA, Genossenschaft der Urheber und Verleger von Mu­ sik, Bellariastrasse 82, Postfach 782, 8038 Zürich

2. SWISSPERFORM, Kasernenstrasse 23, 8004 Zürich

– Verwertungsgesellschaften – handelnd durch die SUISA und

1. Union des Radios Régionales Romandes (RRR), (…), 2842 Rossemaison,

2. Verband Schweizer Privatradios (VSP), (…), 3074 Muri bei Bern,

3. TELESUISSE, (…), 4051 Basel,

4. Verband unabhängiger Radios und Audiomedien (UNI­ KOM), (…), 8002 Zürich,

5. CORALL – Allianz der Komplementärradios, (…), 3013 Bern,

6. IG Schweizer Internetradio (ISI), (…), 8126 Zumikon,

7. Verband Schweizer Privatfernsehen (VSPF), (…), 8050 Zürich

– Nutzerorganisationen – Objekt Gemeinsamer Tarif S (GT S 2025)

Sender

GT S (2025) Seit e 2 I. In tatsächlicher Hinsicht hat sich ergeben: A. Die Gültigkeitsdauer des mit Beschluss vom 30. September 2019 genehmigten und am 10. Oktober 2019 im Schweizerischen Handelsamtsblatt veröffentlichten Gemein­ samen Tarifs (GT S), in der Fassung vom 28. März 2019 (GT S [2019]), läuft am

31. Dezember 2025 ab. Mit elektronischer Eingabe vom 26. Mai 2025 beantragte die SUISA, auch im Namen der SWISSPERFORM, die Genehmigung eines neuen Tarifs GT S in der Fassung vom 12. Mai 2025 (GT S [2025]) mit einer Gültigkeitsdauer vom

1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2028 einschliesslich einer automatischen Ver­ längerungsmöglichkeit um jeweils ein Jahr bis längstens 31. Dezember 2031. Die SUISA hat erklärt, die Verwertungsgesellschaften seien mit der Zustellung der Verfah­ rensdokumente auf elektronischem Weg einverstanden (vgl. Tarifeingabe, S. 1). B. Mit Präsidialverfügung vom 10. Juni 2025 hat der Präsident festgestellt, dass die Ta­ rifeingabe die gesetzlichen formellen Anforderungen erfüllt und dass die Verhandlun­ gen zu einer Einigung geführt haben. Entsprechend wurde die Spruchkammer einge­ setzt und den Verhandlungspartnern eine Frist bis zum 23. Juni 2025 gesetzt, um sich zur elektronischen Zustellung der Verfahrensakten zu äussern und ggf. die dafür er­ forderlichen Massnahmen zu ergreifen, wobei im Säumnisfall die Zustellungen auf postalischem Weg erfolgen würden. Überdies wurde der Preisüberwachung (PUE) eine Kopie der Tarifeingabe samt Beilagen zugestellt und sie wurde eingeladen, ihre Empfehlung zur Tarifeingabe bis zum 11. Juli 2025 einzureichen. Mit E-Mail vom 16. Juni und 17. Juni 2025 haben die Nutzerverbände Union des Ra­ dios Régionales Romandes (RRR) und Verband unabhängiger Radios und Audiome­ dien (UNIKOM) der elektronischen Zustellung zugestimmt und eine elektronische Zu­ stelladresse angegeben. Die übrigen beteiligten Nutzerorganisationen haben inner­ halb der angesetzten Frist – und auch danach – nicht reagiert bzw. haben ausdrück­ lich die Zustellung auf postalischem Weg beantragt. Die PUE verzichtete mit elektronischer Eingabe vom 4. Juli 2025 auf die Abgabe einer Empfehlung mit der Begründung, dass sich die Verwertungsgesellschaften mit den beteiligten Verhandlungspartnern auf einen neuen Tarif einigen konnten und dass die Zustimmung der Betroffenen ein wichtiges Indiz dafür bilde, dass ein Tarif nicht auf einer missbräuchlichen Ausnutzung einer Monopolstellung der Verwertungsgesell­ schaften beruhe.

GT S (2025) Seit e 3 C. Mit Präsidialverfügung vom 11. Juli 2025 wurden den beteiligten Nutzerorganisationen eine Kopie der Tarifeingabe samt Beilagen und allen Verfahrensparteien eine Kopie des Schreibens der PUE vom 4. Juli 2025 zugestellt. Sodann wurde mitgeteilt, dass ohne Antrag eines Mitglieds der Spruchkammer auf Einberufung einer Sitzung bis zum

12. August 2025 die Tarifeingabe auf dem Zirkulationsweg behandelt werde. Innert der angesetzten Frist ist kein solcher Antrag eingegangen. Der vorliegende Entscheid ergeht somit im Zirkularverfahren. D. Der zur Genehmigung unterbreitete GT S (2025) (Sender), in der Fassung vom

12. Mai 2025, ist diesem Beschluss in deutscher, französischer und italienischer Spra­ che beigelegt.

GT S (2025) Seit e 4 II. Die Schiedskommission zieht in Erwägung: 1. Die Eidgenössische Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten ist zuständig für die Genehmigung der Tarife der Verwer­ tungsgesellschaften (Art. 55 Abs. 1 des Urheberrechtsgesetzes vom 9. Oktober 1992 [URG, SR 231.11]). Gemäss Art. 55 Abs. 2 Satz 2 URG regelt der Bundesrat Organisation und Verfahren der Schiedskommission im Rahmen des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De­ zember 1968 (VwVG, SR 172.01). Er hat dies mit dem Erlass der Urheberrechtsver­ ordnung vom 26. April 1993 (URV, SR 231.11) getan. 2. 2.1 Wie der bisherige GT S (2019) bezieht sich der zur Genehmigung eingereichte GT S (2025) in der Fassung vom 12. Mai 2025 gemäss Tarifziffern 1-3 auf folgende Verwendungen von urheberrechtlich geschützten Werken der nichttheatralischen Mu­ sik – mit oder ohne Text – des Weltrepertoires der SUISA und von durch verwandte Schutzrechte geschützten, im Handel erhältlichen Ton- oder Tonbildträgern durch Sender (Unternehmen, welche Radio- und/oder Fernsehprogramme senden oder di­ rekt in Kabelnetze einspeisen): - Senden, und zwar terrestrisch, durch direktes Einspeisen und Verbreiten in Kabelnetzen oder über Satelliten (Art. 10 Abs. 2 Bst. d URG), - Simulcasting und Webcasting (Art. 10 Abs. 2 Bst. c bzw. d URG; vgl. dazu den Beschluss vom 10. November 2004, GT S, E. 4, aber auch den Beschluss vom 23. Januar 2024, GT K, E. 5.2), - Zugänglichmachen von Werken und Leistungen im Internet und anderen IP­ basierten Netzen zum on-demand Abruf (Art. 22c URG), - Aufnahmen oder Überspielung auf Ton- oder Tonbildträger durch Sender zum Senden, Verbreiten und Zugänglichmachen gemäss Tarif und zu den entspre­ chenden Nutzungen anderer vertraglich berechtigter Sender (Art. 35 Abs. 1 URG; vgl. BGer 2A.236/1998 vom 2. Februar 1999, GT S, E. 3), - Vervielfältigung von auf im Handel erhältlichen Ton- und Tonbildträgern fest­ gehaltenen Aufnahmen zur Sendung (Art. 24b Abs. 1 und 2 URG) sowie zum Zugänglichmachen (Art. 22c Abs. 2 URG), soweit die gesetzlichen Vorausset­ zungen dieser Bestimmungen vorliegen.

GT S (2025) Seit e 5 Die Verwertung der obigen ausschliesslichen Sendungsrechte durch die Verwertungs­ gesellschaften (vgl. Art. 40 Abs. 1 Bst. a URG), unter Vorbehalt der persönlichen Ver­ wertung durch den Urheber oder dessen Erben (Art. 40 Abs. 3 URG), bzw. die Gel­ tendmachung der übrigen genannten Rechte (vgl. Art. 40 Abs. 1 Bst. abis i.V.m. Art. 22c Abs. 1 und Art. 24b Abs. 1 URG sowie Art. 40 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Art. 35 Abs. 3 URG) sind der Bundesaufsicht unterstellt (Art. 40 Abs. 1 lit. abis und lit. b URG). Die Zuständigkeit der Schiedskommission ist somit gegeben. 2.2 Tarifziffer 5 sieht vor, dass in anderen Tarifen geregelte Sendungen und Verbrei­ tungen ausgenommen sind, insbesondere Sendungen der SRG (vgl. Beschluss vom

3. November 2023, Tarif A SUISA; Beschlüsse der 28. Oktober und 1. November 2019, Tarife A SWISSPERFORM Radio bzw. Fernsehen), Sendung und Verbreitung von sogenannten Pay-Radio- und Pay-TV-Programmen (vgl. Beschluss vom 14. Ok­ tober 2015, GT Y) sowie Weiterverbreitung von Sendungen in Kabelnetzen (vgl. Be­ schluss vom 28. Dezember 2016, GT 1) oder durch Umsetzer (vgl. Beschluss vom

20. August 2013, GT 2a [ersatzlos abgelaufen per 31. Dezember 2018]). Dazu gehört auch das Weitersenden von Radio- und Fernsehprogrammen und der darin enthalte­ nen Werke und Leistungen über IP-basierte Netze auf mobile Endgeräte oder auf PC- Bildschirme (vgl. Beschluss vom 10. Oktober 2013, GT 2b) und das lineare «Live- Streaming» von Konzerten und konzertähnlichen Darbietungen (vgl. Beschluss vom

23. Januar 2024, GT K). 3. Tarifziffer 6, welche die SUISA als Vertreterin und gemeinsame Zahlstelle auch für SWISSPERFORM definiert, entspricht den Voraussetzungen von Art. 47 Abs. 1 URG, wonach mehrere Verwertungsgesellschaften, die im gleichen Nutzungsbereich tätig sind, für die gleiche Verwendung von Werken einen gemeinsamen Tarif nach einheit­ lichen Grundsätzen aufstellen und eine gemeinsame Zahlstelle bezeichnen müssen. 4. Gemäss Art. 59 Abs. 1 URG genehmigt die Schiedskommission einen ihr vorgelegten Tarif, wenn er in seinem Aufbau und in seinen einzelnen Bestimmungen angemessen ist. Die Angemessenheit der Entschädigung richtet sich nach Art. 60 URG. Demnach sind bei der Festlegung der Entschädigung der aus der Nutzung des Werks, der Dar­ bietung, des Ton- oder Tonbildträgers oder der Sendung erzielte Ertrag bzw. hilfsweise der mit der Nutzung verbundene Aufwand (Abs. 1 Bst. a), die Art und Anzahl der be­ nutzten Werke, Darbietungen, Ton- oder Tonbildträger oder Sendungen (Abs. 1 Bst. b) sowie das Verhältnis von geschützten zu ungeschützten Werken, Darbietungen, Ton- oder Tonbildträgern oder Sendungen sowie zu anderen Leistungen (Abs. 1 Bst. c), zu berücksichtigen. Die Entschädigung ist ferner so festzulegen, dass sie in der Regel

GT S (2025) Seit e 6 höchstens zehn Prozent des Nutzungsertrags oder -aufwands für die Urheberrechte und höchstens drei Prozent für die verwandten Schutzrechte beträgt, wobei die Be­ rechtigten bei einer wirtschaftlichen Verwaltung Anspruch auf ein angemessenes Ent­ gelt haben (Abs. 2). Nach ständiger Spruchpraxis der Schiedskommission wird die Zustimmung der unmit­ telbar Betroffenen als Indiz für die Angemessenheit und damit für die Genehmigungs­ fähigkeit eines Tarifs aufgefasst. Im Falle der Zustimmung der hauptsächlichen Nut­ zerverbände verzichtet sie demnach auf eine eingehende Prüfung gemäss Art. 59 f. URG. Die Schiedskommission stützt ihre diesbezügliche Praxis auf die Rechtspre­ chung des Bundesgerichts, wonach im Falle der Zustimmung der Nutzerseite zu ei­ nem Tarif davon ausgegangen werden kann, dass dieser annähernd einem unter Kon­ kurrenzverhältnissen zustande gekommenen Vertrag entspreche (Urteil des Bundes­ gerichts vom 7. März 1986, GT I, E. 5b, veröffentlicht in: Eidgenössische Schiedskom­ mission für die Verwertung von Urheberrechten [Hrsg.], Entscheide und Gutachten, 1981-1990, S. 183 ff., 190). Das Bundesverwaltungsgericht hat in BVGE 2011/2, GT 3c, E. 6.2, indes befunden, eine solche Vermutung könne nicht bedeuten, dass gewichtige Anzeichen, die gegen eine solche Annahme sprechen, ausser Acht gelas­ sen werden dürfen. Die Zustimmung der Nutzerverbände sei gemäss dem Entscheid des Bundesgerichts nicht als Anlass für eine formelle Kognitionsbeschränkung, son­ dern als blosses Indiz für die wahrscheinliche Zustimmung aller massgeblichen Grup­ pen von Berechtigten unter Konkurrenzverhältnissen anzusehen. Gewichtige Indizien, die gegen diese Annahme sprechen, dürfen deshalb nicht ignoriert werden. 5. Der vorgelegte GT S (2025) entspricht hinsichtlich seines Aufbaus und seiner Bestim­ mungen überwiegend dem mit Beschluss vom 30. September 2019 genehmigten GT S (2019). Auf Neuerungen und Abweichungen wird nachfolgend eingegangen.

5.1 Formale Tarifanpassungen Die Änderungen bzw. Präzisierungen in den Tarifziffern 8.1 (einschliesslich der neuen Ziffer 8.1.b), 9, 10, 22 und 42 sind redaktioneller Natur und insofern nicht zu bean­ standen. In Tarifziffer 8.1.a, Lemma 1, werden die relevanten Einnahmen aus den genannten Verwendungen präzisiert. Die Werbeeinnahmen schliessen ausdrücklich Einnahmen aus Online-Werbung in der Form von «Pre-Roll», «Mid-Roll» und «Post-Roll» sowie Werbung ein, die in einem Fenster auf dem Bildschirm («Pop-up») erscheint, in wel­ chem das Programm oder durch Art. 22c URG erfasste Inhalte wiedergegeben wer­

GT S (2025) Seit e 7 den. Mit dieser Konkretisierung wird den aktuellen Entwicklungen in der Werbeland­ schaft Rechnung getragen, aber der Gegenstand des Tarifs wird dadurch materiell nicht erweitert. Die Anpassung bzw. Ergänzung der französischen bzw. italienischen Sprachfassung an den deutschen Text in Tarifziffer 24 bringt ebenfalls keine materiellen Änderungen, sondern dient der möglichst präzisen Entsprechung der Übersetzungen. Weiterhin wurden Anpassungen in den Tarifziffern 34, 37 und 43 vorgenommen, wel­ che die aktuelle Praxis abbilden, ohne den materiellen Gehalt des Tarifs zu tangieren. Sodann wurden die Tarifziffern 18-22 an die aktuelle Spruchpraxis der ESchK zur Un­ terscheidung zwischen Korrekturabzügen und Rabatten angepasst (siehe dazu Be­ schluss vom 23. Januar 2024, GT K, E. 13.4.2), was inhaltlich unbedenklich ist. Das­ selbe gilt für die Anpassungen der Tarifziffern 48-49 an die Spruchpraxis der ESchK zur Gültigkeitsdauer von Tarifen (siehe z.B. Beschluss vom 13. September 2018, GT 3c, E. 7; Beschluss vom 8. Dezember 2016, GT 4, E. II.4.2, E. II.4.8, publiziert in: sic! 2017, 371 ff., «Automatische Tarifverlängerung»; Beschluss vom 23. Januar 2024, GT K, E. II.18.2). Mit Blick auf die Spruchpraxis der ESchK lassen die vorstehenden Änderungen keine Anhaltspunkte für eine Unangemessenheit des Tarifs erkennen. Diese Tarifbestim­ mungen sind daher nicht zu beanstanden. 5.2 Materielle Tarifänderungen Sodann unterscheidet sich der zur Genehmigung unterbreitete vom bisherigen Tarif in den folgenden materiellen Punkten: 5.2.1 Zunächst sieht der GT S (2025) zwei Erhöhungen vor: In Tarifziffer 7.2 wird der Zuschlag auf die tariflichen Vergütungen um 0,1% erhöht. Diese Änderung erfolgt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Nutzungen i.S.v. Art. 22c URG für die Sender an Bedeutung gewonnen haben, weil der Abruf «on de­ mand» von den Nutzern stärker nachgefragt wird. Die Erhöhung stellt einen Kompro­ miss dar, der von allen Seiten mitgetragen wird. Unter Berücksichtigung der aufge­ zeigten Entwicklungen des Nutzerverhaltens sowie der intensiven Verhandlungen, die zu dieser Kompromisslösung geführt haben, liegen keine Anzeichen vor, die diese Erhöhung als unangemessen erscheinen lassen. Sie ist daher nicht zu beanstanden. Tarifziffer 15.3 sieht einen neuen Höchstsatz von 0,150% für TV-Sender vor, die ihr Tagesprogramm mit eingekauften Spiel- und Dokumentarfilmen sowie Serien füllen. Diese Erhöhung trägt ebenfalls den aktuellen Entwicklungen Rechnung und wurde als

GT S (2025) Seit e 8 Kompromiss intensiver Verhandlungen zwischen SWISSPERFORM und VSPF ein­ vernehmlich erzielt. Auch hier sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die gegen die An­ gemessenheit dieser Tarifziffer sprechen. 5.2.2 Der GT S (2025) enthält überdies verschiedene Pflichten, die primär auf Wunsch der Nutzerseite angepasst wurden:

a) Tarifziffer 9 sieht eine hilfsweise Abrechnung auf Basis der Kosten vor, wenn die Voraussetzungen von Lemma 1 oder 2 gegeben sind. Lemma 2 definiert zwei Gegen­ ausnahmen, die es Startups sowie etablierten Sendern in schwierigen Phasen ermög­ lichen, eine Abrechnung auf Basis ihrer tatsächlichen Einnahmen durchzuführen. Die ESchK hat im Verfahren GT K (2023) bestätigt, dass Vergütungen in bestimmten Ein­ zelfällen ausnahmsweise auch dann auf Basis der Kosten berechnet werden können, wenn Einnahmen vorliegen (Beschluss vom 23. Januar 2024, GT K, E. 12.5). Mit Blick auf den Ausnahmecharakter dieser Regelung besteht kein Anhaltspunkt für eine Un­ angemessenheit. Sie ist daher nicht zu beanstanden. Die in Tarifziffer 27 eingefügte Pflicht zur Einreichung eines Budgets mit den tariflich relevanten Einnahmen und Kos­ ten ist im Hinblick auf die Änderungen in Tarifziffer 9 notwendig und daher ebenfalls nicht zu beanstanden.

b) Die Änderungen in Tarifziffer 17 stellen eine Präzisierung zum Vorteil der Nutzer­ seite dar, wonach die Zahlung der Pauschale einmalig zu erfolgen hat, wenn es sich um ein und dasselbe Zusatzprogramm handelt. Die Tarifziffern 18 und 21 wurden leicht angepasst, sodass nun sämtliche Sender mit Einnahmen unter Fr. 700 000 ei­ nen Korrekturabzug erhalten sowie der Rabatt bei Unterstützung der Verwertungsge­ sellschaften in ihren Aufgaben auch bei einer Verletzung der Meldepflichten gemäss Buchstabe G gewährt wird. Tarifziffer 28 wurde dahingehend geändert, dass eine Ko­ pie der Berichterstattung an das BAKOM von der SUISA nur von konzessionierten Sendern verlangt werden kann. Diese Änderungen lassen keine Anhaltspunkte für eine Unangemessenheit erkennen, sodass sie nicht zu beanstanden sind.

c) Tarifziffer 31 befreit die SUISA von der jährlichen Informationspflicht der zur Einrei­ chung von Verzeichnissen befreiten Sender und dient somit der administrativen Ver­ einfachung. Da der Widerruf der Befreiung mindestens drei Monate vor seinem In­ krafttreten mitgeteilt werden muss, wird den Sendern dennoch ausreichend Zeit ein­ geräumt, um angemessen reagieren und gegebenenfalls die notwendigen Massnah­ men ergreifen zu können. Diese Tarifziffer ist folglich nicht unangemessen.

GT S (2025) Seit e 9

d) Es ist auch nicht zu beanstanden, dass die in Anhang I definierte Meldevorlage laut Tarifziffer 33 nunmehr fakultativ verwendet werden kann, sie jedoch eine Vorausset­ zung für den Erhalt des in Tarifziffer 20 vorgesehenen Rabatts von 5% ist. Da es sich hierbei um einen echten Rabatt im Sinne der Spruchpraxis der ESchK handelt, der in der vorliegenden Form gewährt werden kann, besteht auch hier kein Anhaltspunkt für eine Unangemessenheit.

e) Die neue Unterteilung zur Verwendung von Handelstonträgern in Tarifziffer 34 und die bei diesen geforderten zusätzlichen Angaben entsprechen dem berechtigten Inte­ resse der Parteien, insbesondere dem der Nutzerverbände, und sind ebenfalls nicht unangemessen.

f) Die Anhänge I und II sind integraler Bestandteil des neuen Tarifs und nicht zu beanstanden. 5.3 Im Ergebnis sind keine Indizien ersichtlich, die für eine Unangemessenheit des GT S (2025) sprechen. Der vorliegende Tarif ist daher zu genehmigen, soweit er der Kognition der Schiedskommission unterliegt. 6. 6.1 Die Gebühr für die Prüfung und Genehmigung des Tarifs richtet sich nach dem Vermögensinteresse des Verfahrens (Art. 2 Abs. 2 der Verordnung über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren vom 10. September 1969 [VKEV, SR 172.041.0] i.V.m. Art. 16a Abs. 1 URV), das den erwarteten Einnahmen des Tarifs ent­ spricht (BGE 150 II 153, GT 4i, E. 5.1 ff.). Die Verwertungsgesellschaften gehen davon aus, dass der neue GT S trotz Änderun­ gen etwa die gleichen Einnahmen wie der Vorgängertarif bringen wird, da die Erhö­ hungen in den Tarifziffern 7.2 und 15.3 laut Tarifeingabe (S. 15, Rz. 62) durch die Zugeständnisse der Verwertungsgesellschaften (vgl. insbesondere Tarifziffern 9, 17, 18 oder 21) kompensiert werden. Angesichts der Angaben der SUISA, wonach unter dem GT S (2019) in den Jahren 2021-2024 insgesamt Fr. 56 284 000, also durch­ schnittlich Fr. 14 071 000 pro Jahr erzielt wurden, ist somit, trotz leicht rückläufigen Einnahmen in den letzten beiden Jahren, von jährlichen Einnahmen in Höhe von rund Fr. 14 000 000 auszugehen. Auf die dreijährige Gültigkeitsdauer des GT S (2025) um­ gerechnet beträgt daher das Vermögensinteresse des vorliegenden Verfahrens Fr. 42 000 000. Die Spruchgebühr ist somit gemäss Art. 2 Abs. 2 VKEV zwischen Fr. 15 000 und Fr. 50 000 festzulegen. Dabei sind gemäss Art. 63 Abs. 4bis VwVG Um­ fang und Schwierigkeit der Streitsache, die Art der Prozessführung und die finanzielle Lage der Parteien zu berücksichtigen. Da bei Einigungstarifen auf eine eingehende

GT S (2025) Seit e 10 Prüfung verzichtet wird, ist die Gebühr grundsätzlich in der unteren Hälfte der gesetz­ lich vorgesehenen Skala anzusiedeln. Die Festlegung auf den Mindestbetrag ist je­ doch prinzipiell Fällen vorbehalten, in denen ein Tarif unverändert verlängert wird bzw. in einer Fassung verlängert wird, die an die seit der letzten Prüfung eingetretenen Gesetzes- oder Praxisänderungen angepasst ist. Dies ist beim vorliegenden Tarif nicht der Fall, da es mehrere Änderungen und Anpassungen zum Vorgängertarif gibt, die über rein formelle bzw. redaktionelle Änderungen hinausgehen und die materiell auf Anhaltspunkte für Unangemessenheit geprüft werden müssen. Vor diesem Hintergrund ist die Gebühr auf Fr. 18 000 festzulegen. 6.2 Die Auslagen, die aus den Taggeldern der Mitglieder der Spruchkammer sowie aus den Übermittlungs- und Kommunikationskosten bestehen (vgl. Art. 16a Abs. 2 lit. a und d URV), betragen Fr. 2398.90. 6.3 Die Gebühren und Auslagen werden den am GT S (2025) beteiligten Verwertungs­ gesellschaften auferlegt, die für diese Kosten solidarisch haften (vgl. Art. 16b Abs. 1 und 2 URV).

GT S (2025) Seit e 11 III. Demnach beschliesst die Schiedskommission: 1. Der Gemeinsame Tarif GT S (Sender), in der Fassung vom 12. Mai 2025, wird geneh­ migt. 2. Den am GT S (2025) beteiligten Verwertungsgesellschaften SUISA und SWISSPER­ FORM werden die Verfahrenskosten auferlegt, für die sie solidarisch haften:

Spruch- und Schreibgebühr Fr. 18 000.00

Ersatz der Auslagen Fr. 2 398.90

Total Fr. 20 398.90

3. Schriftliche Mitteilung an: ▪ Mitglieder der Spruchkammer ▪ SUISA, Zürich (Einschreiben mit Rückschein) ▪ SWISSPERFORM, Zürich (Einschreiben mit Rückschein) ▪ Union des Radios Régionales Romandes (RRR), Rossemaison (Einschreiben mit Rückschein) ▪ Verband Schweizer Privatradios (VSP), Muri bei Bern (Einschreiben mit Rückschein) ▪ TELESUISSE, Basel (Einschreiben mit Rückschein) ▪ Verband unabhängiger Radios und Audiomedien (UNIKOM), Zürich (Einschreiben mit Rückschein) ▪ CORALL– Allianz der Komplementärradios, Bern (Einschreiben mit Rückschein) ▪ IG Schweizer Internetradio (ISI), Zumikon (Einschreiben mit Rückschein) ▪ Verband Schweizer Privatfernsehen (VSPF), Zürich(Einschreiben mit Rückschein) ▪ Preisüberwachung (PUE), Bern (zur Kenntnis)

Eidgenössische Schiedskommission

Cyrill P. Rigamonti Marie Baumann Präsident Kommissionssekretärin

GT S (2025) Seit e 12 Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Beschluss kann innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung schriftlich Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (Kreuzackerstrasse 12, Postfach, 9023 St. Gallen) eingereicht werden (Art. 74 Abs. 1 URG i. V. m. Art. 33 lit. f und Art. 37 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 50 VwVG). Mit Beschwerde geltend gemacht werden kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Miss- brauch des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts­ erheblichen Sachverhalts oder die Unangemessenheit (Art. 49 lit. a-c VwVG). Die Beschwerdeschrift ist im Doppel einzureichen. Sie muss die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerde­ führers oder seines Vertreters enthalten. Der angefochtene Beschluss und die als Beweismittel herangezogenen Urkunden sind der Beschwerde beizulegen (Art. 52 Abs. 1 VwVG). Versand: 25. September 2025

S U I S A SUISA Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik SWISSPERFORM Schweizerische Gesellschaft für die verwandten Schutzrechte Gemeinsamer Tarif S • Version vom 12.05.2025 Sender 2026 - 2028 Genehmigt von der Eidgenössischen Schiedskommission für die Verwertung von Urheber- rechten und verwandten Schutzrechten am und veröffentlicht im Schweizerischen Han- delsamtsblatt vom ...... Geschäftsführende Verwertungsgesellschaft SUISA Bellariastrasse 82, 8038 Zürich, Telefon +41 44 485 66 66 Av. du Grammont 11bis, 1007 Lausanne, Téléphone +41 21 614 32 32 Via Cattedrale 4, 6900 Lugano, Telefono +41 91 950 08 28 http://www.suisa.ch E-Mail: suisa@suisa.ch

Gemeinsamer Tarif S A. Kundenkreis 2026-2028 Version vom 12.05.2025 2 1 Dieser Tarif richtet sich an Unternehmen, welche Radio- und/oder Fernsehprogramme senden oder direkt in Kabelnetze einspeisen. Sie werden nachstehend als "Sender" bezeichnet. B. Gegenstand des Tarifs 2 Der Tarif bezieht sich auf die Nutzung von - durch Urheberrechte geschützten Werken der nichttheatralischen Musik - mit oder ohne Text - des von der SUISA verwalteten Weltrepertoires (nachstehend "Musik") - durch verwandte Schutzrechte geschützten im Handel erhältlichen Ton- oder Tonbildträgern. 3 Der Tarif gilt für folgende Verwendungen: - Senden (terrestrisch, durch direktes Einspeisen und Verbreiten in Kabelnetzen oder über Satelliten) - Zeitgleiches und unverändertes Einspeisen und Senden von Werken und Leistungen im Internet und in anderen IP-basierten Netzen durch den Sender parallel zum Senden (Simulcasting); leichte zeitliche Verschiebungen aufgrund rein technischer Gegebenheiten stehen dieser Qualifikation nicht entgegen - Direktes Einspeisen und Senden von Werken und Leistungen im Internet und anderen IP-basierten Netzen ohne parallele Sendung im Rahmen von linearen nicht-interaktiven Programmen (Webcasting) - Zugänglichmachen von Werken und Leistungen im Internet und anderen IP­ basierten Netzen zum on-demand Abruf im Sinne von Art. 22c URG. - Hinsichtlich der Urheberrechte: Aufnahme oder Überspielung auf Ton- oder Tonbildträger durch den Sender; diese Träger dürfen nur zum Senden, Verbreiten und Zugänglichmachen gemäss diesem Tarif und zu den entsprechenden Nutzungen anderer Sender verwendet werden, mit denen die SUISA oder eine ihrer ausländischen Schwestergesellschaften Verträge schloss; für alle anderen Verwendungen bedarf es einer besonderen Bewilligung der SUISA. - Hinsichtlich der verwandten Schutzrechte: Vervielfältigung von auf im Handel erhältlichen Ton- und Tonbildträgern festgehaltenen Aufnahmen der nicht theatralischen Musik zur Sendung im Sinne von Art. 24b Abs. 1 und 2 URG sowie zum Zugänglich machen im Sinne von Art. 22c Abs. 2 URG, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen dieser Bestimmungen vorliegen. - Hinsichtlich der Sendung und der Vervielfältigung zum Zweck der Sendung ebenso wie für das Zugänglichmachen im Sinne von Art. 22c URG sind nur Nutzungen von Leistungen in diesem Tarif geregelt, soweit sie dem schweizerischen Recht unterstehen. SUISA und SWISSPERFORM gewähren keinerlei Rechte für die Sen­ dung, Verbreitung und das Zugänglichmachen von Werken, Darbietungen und Aufnahmen ausserhalb des Staatsgebietes der Schweiz.

Gemeinsamer Tarif S 2026-2028 Version vom 12.05.2025 3 4 SUISA und SWISSPERFORM verfügen nicht über die Persönlichkeitsrechte der Be­ rechtigten: Der Sender beachtet diese Persönlichkeitsrechte, insbesondere bei der Vertonung audiovisueller Produkte. SWISSPERFORM verfügt nicht über die ausschliesslichen Rechte der Interpreten und der Tonträgerhersteller. Die Vertonung von Spielfilmen, Fernsehserien, Werbesendungen und ähnlichen Produktionen mit Reklamecharakter bedarf stets einer besonderen Bewilligung der Verwertungsgesellschaften oder der Rechteinhaber. 5 Vom Tarif ausgenommen sind die in anderen Tarifen geregelten Sendungen und Ver­ breitungen, insbesondere - Sendungen der SRG - Sendung und Verbreitung von sogenannten Pay-Radio- und Pay-TV-Programmen - Weiterverbreitung von Sendungen in Kabelnetzen oder durch Umsetzer c. Verwertungsgesellschaften, gemeinsame Zahlstelle 6 Die SUISA ist für diesen Tarif Vertreterin und gemeinsame Zahlstelle auch für SWISSPERFORM. D. Vergütung a) Berechnungsbasis 7 Die Vergütung wird in der Regel in Prozenten der Einnahmen des Senders berechnet (unter Vorbehalt von Ziffer 9). Zuschläge für die 7.1 Vervielfältigungen von Darbietungen und Aufnahmen von Werken nicht theatralischer Musik zu Sendezwecken nach Art. 24b URG: Für Sender im Sinne von Art. 2 lit. d RTVG erhöhen sich die gemäss Ziffer 12.2 sowie Ziffer 15.1 und 15.2 berechneten Vergütungen für die. Nutzung der verwandten Schutzrechte um 20 %, 7.2 Nutzung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten. im Sinne von Art. 22c URG Für Sender, die Nutzungen im Sinne von Art. 22c URG vornehmen, erhöhen sich die gemäss Ziffer 12.1 sowie Ziffer 14 berechneten Vergütungen für die Nutzung der Urheberrechte sowie die gemäss Ziffer 12.2 sowie Ziffer 15 in Verbindung mit Ziffer 7.1 berechneten Vergütungen für die Nutzung der verwandten Schutzrechte um jeweils 0.6 %.

Gemeinsamer Tarif S 2026-2028 Version vom 12.05.2025 4 8 Einnahmen 8.1.a Einnahmen im Sinne des Tarifs sind alle Erträge, welche aus den Nutzungen gemäss Ziffer 3 erzielt werden. Unter dieser Voraussetzung zählen dazu insbesondere: - Werbeeinnahmen, einschliesslich Einnahmen aus Online-Werbung in der Form von «Pre-Roll», «Mid-Roll» und «Post-Roll» sowie Werbung, die in einem Fenster auf dem Bildschirm («Pop-up») erscheint, in welchem das Programm oder durch Art. 22c URG erfasste Inhalte wiedergegeben werden - Einnahmen aus der Sendung von Mitteilungen - Einnahmen aus dem Verkauf von Sendeplätzen - Sponsorbeiträge - durch Bartering erhaltene Leistungen (als solche gilt der Nettowert der vom Sender zur Verfügung gestellten Leistung) - Einnahmen aus Ausseneinsätzen, (z. B. Sendungen von Messen, Ausstellungen, Dorffesten etc.) - Einnahmen aus der Zuhörer-/Zuschauerbeteiligung (Telekiosk-/Gebühren­ nummern; z. B. Ted- oder SMS-Umfrage). Als Einnahmen gelten die dem Sender zufliessenden Beträge. - Einnahmen aus den Abgaben gemäss RTVG (Abgabenanteil, Art. 40 RTVG) - Subventionen, beanspruchte Defizitgarantien und weitere externe Zuwendungen 8.1.b Nicht als Einnahmen im Sinne dieses Tarifs gelten hingegen zeitlich befristete und zweckgebundene Sonderbeiträge gemäss Art. 58 und 109a RTVG zur Förderung neuer Verbreitungstechnologien (z. B. Beiträge im Zusammenhang mit der Migration von UKW auf DAB+). 8.2 Einnahmen im Sinne von Ziffer 8.1.a können vom Sender direkt oder über eine Dritt­ firma (z. B. Werbeakquisitionsfirma) eingenommen werden. Massgeblich sind in bei­ den Fällen die Bruttobeträge, insbesondere jene Beträge, die den Werbeauftraggebern, Sponsoren oder anderen Endkunden vom Sender bzw. der Dritt­ firma effektiv in Rechnung gestellt werden (abzüglich allfälliger Mehrwertsteuer). Von diesen Bruttobeträgen dürfen insbesondere keine Akquisitionskosten in Abzug ge­ bracht werden. Dies selbst dann nicht, wenn die Drittfirma solche Akquisitionskosten gegenüber dem Sender in Abzug bringt. 8.3 Abzüge für tariffremde Leistungen, die an den jeweiligen Werbeauftraggeber, Sponsor oder anderen Endkunden weitergegeben werden, werden ausschliesslich durch einen pauschalen Abzug berücksichtigt. Der Abzug beträgt - für Sender von Radioprogrammen 5 % der nach Ziffer 8.1.a und 8.2 berechneten Werbe- und Sponsoringeinnahmen (einschliesslich Bartering) - für Sender von Fernsehprogrammen 3 % der nach Ziffer 8.1.a und 8.2 berechneten Werbe- und Sponsoringeinnahmen (einschliesslich Bartering) 9 Die Vergütung wird in Prozenten des Betriebsaufwands des Senders berechnet (Auf­ wand, der mit den Nutzungen gemäss Ziffer 3 verbunden ist, einschliesslich aller Kos­ ten zur Erzielung der Einnahmen gemäss Ziffern 8.1.a und 8.2),

Gemeinsamer Tarif S 2026 -2028 Version vom 12.05.2025 5 - wenn sich die Einnahmen nicht ermitteln lassen oder keine Einnahmen erzielt werden - wenn der Sender im Voraus entscheidet, die Kosten ganz oder teilweise aus eigenen Mitteln zu decken; dieses zweite Lemma ist nicht anwendbar auf die ersten drei Kalenderjahre des Sendebetriebs eines Startups sowie auf die ersten zwei defizitären Geschäftsjahre eines Senders, der zuvor mindestens vier gewinnbringende oder ausgeglichene Geschäftsjahre hatte. 10 Veranstaltet der Sender mehrere selbständige Programme, werden die Einnahmen oder die Kosten nach Möglichkeit den Programmen zugewiesen für welche sie ange­ fallen sind.Die nachstehenden Bestimmungenüber dieProzentsätzebzw. die Min­ destentschädigung sind aufjedes Programm einzeln anzuwenden. 11 Sofern Einnahmen dem Sender gesamthaft für mehrere Programme zukommen, wer­ den diese im Verhältnis der von der Kontrollstelle des Senders bestätigten Kosten auf die einzelnen Programme verteilt. b) Radio-Programme 12 Der Prozentsatz beträgt für 12.1. Urheberrechte an Musik 12.1.a Sender mit Bruttowerbeeinnahmen von mehr als CHF 4 Mio. jährlich Für Programme mit einem Anteil geschützter Musik an der Sendezeit von weniger als 20 % 20 % bis weniger als 30 % 30 % bis weniger als 40 % 40 % bis weniger als 50 % 50 % bis weniger als 60 % 60 % bis weniger als 70 % 70 % bis weniger als 80% 80 % bis weniger als 90 % 90 % und mehr 12.1.b Sender mit Bruttowerbeeinnahmen von unter CHF 4 Mio. jährlich Für Programme mit einem Anteil geschützter Musik an der Sendezeit von weniger als 10 % 10 % bis weniger als 30 % 30 % bis weniger als 50 % 50 % bis weniger als 70 % 70 % bis weniger als 90 % 90 % und mehr 1% 2% 3% 4% 5% 6% 7% 8% 9% 1% 2% 3% 5% 7% 9%

Gemeinsamer Tarif S 2026 - 2028 Version vom 12.05.2025 6 12.1.c Als Bruttowerbeeinnahmen gelten Werbeeinnahmen, Sponsorbeiträge sowie Einnah­ men aus der Sendung von Mitteilungen im Sinne von Ziffer 8.1.a und 8.2 12.1.d Als Anteil geschützter Musik gilt der Anteil der über den Sender ausgestrahlten Musik des Repertoires der SUISA an der Gesamtsendezeit unter Einschluss der in internen und externen Sendungs- und Programmübernahmen enthaltenen Musik. Das Reper­ toire der SUISA umfasst alle Werke, für die SUISA berechtigt ist, mindestens eines der mit diesem Tarif eingeräumten Rechte wahrzunehmen (Recht zur Aufnahme oder zum überspielen, Recht zur Sendung oder Recht zum Zugänglichmachen im Sinne von Art. 22c URG). Sofern das Senderecht an einem Werk durch die Autoren dieses Werks selbst wahrgenommen wird, zählt dieses Werk nur zu einem Drittel seiner effektiv ge­ sendeten Dauer zur Ermittlung des Anteils der geschützten Musik. 12.2 verwandte Schutzrechte Der Prozentsatz beträgt für die verwandten Schutzrechte 30 % der nach Ziffer 12.1.a und Ziffer 12.1.b geltenden Prozentsätze für die Urheberrechte. Der Anteil geschützter Musik entspricht dem Anteil der über den Sender ausgestrahlten Musik des Repertoires der SWISSPERFORM an der Gesamtsendezeit unter Einschluss der in internen und externen Sendungs- und Programmübernahmen enthaltenen Musik. Das Repertoire von SWISSPERFORM umfasst alle Ton- und Tonbild-Aufnahmen, für die SWISSPERFORM berechtigt ist, mindestens eines der mit diesem Tarif eingeräumten Rechte wahrzunehmen (Recht zur Vervielfältigung von auf im Handel erhältlichen Ton­ und Tonbildträgern festgehaltenen Aufnahmen der nicht-theatralischen Musik im Sinne von Art. 24b URG, Recht zur Sendung im Sinne von Art. 35 URG oder Recht zum Zugänglichmachen im Sinne von Art. 22c URG). 13 Webradios Radiosender, die ausschliesslich Webcasting (gemäss Ziffer 3, Lemma 3) vornehmen, gelten als Webradios. Für Webradios - die von Personen nicht berufsmässig in ihrer Freizeit betrieben werden, und - auf die maximal 6000 gleichzeitige Zugriffe möglich sind, wird die Vergütung pauschal in Prozenten der Einnahmen gemäss Ziffer 8 berechnet. Der Prozentsatz für die Nutzung von Urheberrechten beträgt 6 %, für die Nutzung von verwandten Schutzrechten 2 %, mindestens jedoch pro Programm und pro Monat: - für Urheberrechte: CHF 60.00 - für verwandte Schutzrechte: CHF 60.00 Für diese Webradios sind die Mindestentschädigungen nach Ziffer 23 nicht anwendbar.

Gemeinsamer Tarif S 2026 -2028 Version vom 12.05.2025 7 Für Webradios, welche die beiden vorstehenden Kriterien nicht erfüllen, gelten die normalen Entschädigungen nach Ziffer 7 ff (zusätzlich die anwendbaren Erhöhungen nach Ziffern 7.1 und 7.2) und Ziffer 23. c) Fernseh-Programme 14 Der Prozentsatz beträgt für Urheberrechte an Musik - Programme, in denen zu mehr als 2/3 der Sendezeit Musikfilme,Konzertfilme oderVideoclips gezeigt werden - Programme, in denen zu mehr als 1/3 der Sendezeit Musikfilme, Konzertfilme oder Videoclips gezeigt werden - Programme, in denen fast ausschliesslich Spiel- und Fernsehfilme gezeigt werden - Programme, in denen die Dauer der Musik nicht mehr als 10 % der gesamten Sendedauer beträgt, unabhängig davon, ob es sich um Vorder- oder Hintergrundmusik handelt - Programme mit einer Musikdauer von über 10 % und nicht mehr als 20 %, unabhängig davon, ob es sich um Vorder­ oder Hintergrundmusik handelt - andere Programme 15 Der Prozentsatz beträgt für verwandte Schutzrechte 15.1 für die Nutzung von im Handel erhältlichen Tonträgern: - Programme, in denen fast ausschliesslich Spiel- und Fernsehfilme gezeigt werden - Programme, in denen die Dauer der Musik nicht mehr als 10 % der gesamten Sendedauer beträgt, unabhängig davon, ob es sich um Vorder- oder Hintergrundmusik handelt - Programme mit einer Musikdauer von über 10 % und nicht mehr als 20 %, unabhängig davon, ob es sich um Vorder­ oder Hintergrundmusik handelt - andere Programme 15.2 für die Nutzung von Musikfilmen, Konzertfilmen und Videoclips - Programme, in denen zu mehr als 2/3 der Sendezeit Musikfilme, Konzertfilme oder Videoclips gezeigt werden 3% - Programme, in denen zu mehr als 1/3 der Sendezeit Musikfilme, Konzertfilme oder Videoclips gezeigt werden 1.5 % 15.3 Für nicht unter Ziffer 15.2 fallende Sender beträgt der Prozentsatz für verwandte Schutzrechte für die Nutzung von im Handel erhältlichen Tonbildträgern: 6.6% 3.3% 1.32 % 0.4 % 1 % 2% 0.06 % 0.12 % 0.18 % 0.36 %

Gemeinsamer Tarif S 2026 -2028 Version vom 12.05.2025 8 - Sender, die an mehr als 350 Tagen pro Jahr Spielfilme und andere im Handel erhältliche Tonbildträger senden - Sender, die an mehr als 300 aber weniger als 350 Tagen pro Jahr Spielfilme und andere im Handel erhältliche Tonbildträger senden - Sender, die an mehr als 150 aber weniger als 300 Tagen pro Jahr Spielfilme und andere im Handel erhältliche Tonbildträger senden - Sender, die an mehr als 75 aber weniger als 150 Tagen Spielfilme und andere im Handel erhältliche Tonbildträger senden - Sender, die an mehr als 30 aber weniger als 75 Tagen Spielfilme und andere im Handel erhältliche Tonbildträger senden. - Sender, die an höchstens 30 Tagen Spielfilme und andere im Handel erhältliche Tonbildträger senden. 0.150 % 0.100 % 0.050 % 0.025 % 0.010 % 0.005 % 16 Fernseh-"Programm" ist die übliche, in der Regel publizierte Programmzeit ohne Test­ ' Text- oder Standbilder. Erhält der Sender jedoch aus der Sendung von Text- oder Standbildern Einnahmen (z. B. aus Werbung, Sponsoring etc.) und werden diese Sendungen mit Musik und/oder im Handel erhältlichen Tonträgern unterlegt, so werden sie als Bestandteil des Programms betrachtet und bei der Berechnung der Prozentsätze gemäss Ziffer 14 und 15 berücksichtigt. d) Zusatzprogramme im Webcasting 17 Für Zusatzprogramme, die ein Sender zusätzlich zu seinem Hauptprogramm mittels Webcasting (im Sinne von Ziffer 3 Lemma 3) über die dem Hauptprogramm zugeord­ nete Website anbietet und für die es dem Sender nicht möglich ist, Einnahmen oder Kosten gemäss Ziffer 10 und 11 auszuweisen, gelten folgende Pauschalen pro Monat und pro Zusatzprogramm unabhängig von dessen Musikanteil: - für Urheberrechte: CHF 30.00 - für verwandte Schutzrechte: CHF 30.00 Bei Zahlung dieser Pauschalen kann dasselbe Zusatzprogramm als Ergänzung zu mehreren Hauptprogrammen verbreitet werden. Für Zusatzprogramme, die anders als im Internet gesendet werden, gelten die Bestimmungen in Ziffer 10 und 11.

Gemeinsamer Tarif S 2026 - 2028 Version vom 12.05.2025 9 e) Korrekturabzüge 18 Sender, deren Einnahmen im Sinne von Ziffer 8.1.a und 8.2 imjeweiligen Jahr nicht mehr als CHF 700'000 betragen, erhalten auf die nach den Ziffern 12, 14 und 15 berechneten Vergütungen eine Ermässigung von 10 %. 19 Sender mit einer Konzession, die ihnen einen Anspruch einräumt auf einen Anteil der Abgaben gemäss Art. 38 Abs. 1 RTVG, erhalten auf die nach den Ziffern 12, 14 und 15 berechneten Vergütungen eine Ermässigung von 5 %. f) Rabatte 20 Sender, welche für ihre Meldungen gemäss Buchstabe G tarifkonform vorgehen und die in Anhang I (Radio) und II (Fernsehen) definierten Vorlagen verwenden, erhalten auf der Abrechnung einen Rabatt von 5 %. 21 Sender, die Mitglied eines massgebenden Verbandes von Sendeunternehmen sind, der SUISA und SWISSPERFORM in ihren Aufgaben unterstützt, erhalten eine zusätz­ liche Ermässigung von 10 %, sofern sie sich schriftlich verpflichten, den vorliegenden Tarif zu respektieren, und die Tarifbestimmungen tatsächlich einhalten. Eine Verlet­ zung der Meldepflichten gemäss Buchstabe G ist für sich allein kein Grund, der die Gewährung dieses Rabatts ausschliesst. g) Kumulation von Abzügen und Rabatten 22 Ein Sender hat Anspruch auf alle Abzüge und Rabatte gemäss Ziffer 18 bis 21, sofern er die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt. Dabei können die Abzüge gemäss Zif­ fer 18 und 19 kumuliert werden. Ebenfalls können die Rabatte gemäss Ziffer 20 und 21 kumuliert werden. Diese kommen jedoch erst dann zur Anwendung, nachdem even­ tuelle Abzüge gemäss Ziffer 18 und 19 getätigt wurden. h) Mindestentschädigung 23 Die Entschädigung beträgt monatlich - für Radio-Sender mindestens CHF 100.00 für Urheberrechte - für Fernseh-Sender mindestens CHF 100.00 für Urheberrechte CHF 100.00 für verwandte Schutzrechte CHF 30.00 für verwandte Schutzrechte Beschränkt sich die Sendetätigkeit (einschliesslich Simulcasting und Webcasting) und das Zugänglichmachen im Sinne von Art. 22c URG nur auf einzelne Tage oder Stunden, gilt 1/30 der Mindestentschädigungen pro 24 Stunden. Jeder angefangene Block von 24 Stunden zählt als ganzer Block. Zuschlag im Falle von Rechtsverletzungen 24 AIie in diesem Tarif genannten Vergütungen werden verdoppelt, wenn - Musik ohne Bewilligung der SUISA verwendet wird

Gemeinsamer Tarif S 2026 -2028 Version vom 12.05.2025 10 - wenn ein Sender absichtlich oder grobfahrlässig keine, unrichtige oder lückenhafte Angaben oder Abrechnungen liefert; die Verdoppelung wird auf die falschen, lückenhaften oder fehlenden Angaben angewendet. 25 Die Geltendmachung eines darüber hinausgehenden Schadenersatzes bleibt vorbe­ halten. j) Steuern 26 Die in diesem Tarif vorgesehenen Entschädigungsbeträge verstehen sich ohne Mehr­ wertsteuer. Soweit aufgrund einer zwingenden objektiven Steuerpflicht oder der Aus­ übung eines Wahlrechtes eine Mehrwertsteuer abzurechnen ist, ist diese vom Sender zum jeweils anwendbaren Steuersatz zusätzlich geschuldet. E. Abrechnung 27 Die Sender teilen der SUISA normalerweise jährlich mit - SO früh wie möglich, jedoch spätestens bis Ende Mai: alle Angaben, die zur Berechnung der Vergütung für das Vorjahr erforderlich sind; die Angaben zu den Einnahmen sind nach den verschiedenen Einnahmequellen getrennt aufzuführen. Die einschlägigen Wegleitungen und Leitfäden des BAKOM für konzessionierte Sender gelten sinngemäss - bis Ende Januar: die budgetierten Einnahmen im Sinne von Ziffer 8.1.a und 8.2 und die budgetieren Kosten im Sinne von Ziffer 9 für das laufende Jahr - in den ersten zwei Betriebsjahren, danach auf Verlangen, bis Ende Januar: den voraussichtlichen Musikanteil für das laufende Jahr sowie den voraussichtlichen Anteil von geschützten im Handel erhältlichen Ton- und Tonbild-Trägern oder die voraussichtliche Zahl von Tagen im Kalenderjahr, an welchen Spielfilme und an­ dere im Handel erhältliche Tonbild-Träger gesendet werden. 28 Die SUISA kann zur Prüfung der Angaben Belege verlangen, insbesondere Bilanz und Betriebsrechnung und eine Bestätigung der Kontrollstelle des Senders sowie der Dritt­ firmen, soweit es sich bei diesen Firmen um die Angaben betreffend die Bruttoeinnah­ men gemäss Ziffer 8.2 des Tarifs handelt. Bei konzessionierten Sendern kann die SUISA auch eine Kopie der Berichterstattung an das BAKOM verlangen. Die SUISA kann auch während der Arbeitszeit und nach Voranmeldung Einsicht in die Bücher des Senders nehmen. Die Prüfung der für die Abrechnung relevanten Angaben von Produktions- und Akquisitionsgesellschaften kann durch einen neutralen Fachmann vorgenommen werden. F. Zahlung 29 Die Vergütungen sind innert 30 Tagen seit Rechnungsstellung oder zu den in der Be­ willigung genannten Terminen zahlbar. 30 Die SUISA kann Akontozahlungen und/oder andere Sicherheiten verlangen.

Gemeinsamer Tarif S 2026 -2028 Version vom 12.05.2025 11 Die Akontozahlungen werden in der Regel in den ersten zwei Betriebsjahren aufgrund der voraussichtlichen Höhe der Entschädigungen festgelegt, danach aufgrund der Abrechnung für das Vorjahr. G. Verzeichnisse 31 Die Sender stellen der SUISA die in diesem Abschnitt G aufgeführten Angaben zu. Die Angaben sind jedoch nur erforderlich, wenn SUISA und/oder SWISSPERFORM sie zur Verteilung der nach diesem Tarif eingenommenen Entschädigungen an die Rechtsinha- ber gemäss ihren jeweiligen Verteilungsplänen benötigen. SUISA informiert die von der Meldepflicht befreiten Sender. Ein Widerruf der Befreiung muss mindestens drei Monate vor Inkrafttreten mitgeteilt werden. 32 Die Sender melden die unter Buchstabe G genannten Programmangaben in elektroni­ scher Form in einem standardisierten importierbaren Format. a) Radio 33 Die Sender melden der SUISA die in ihren Programmen gesendeten Musik bzw. Ton­ und Tonbildträger, einschliesslich der Musikteppiche und Jingles. 34 Die Angaben enthalten - Titel des Musikwerks - Name des Komponisten - Name des/der Hauptinterpreten bzw. Gruppenname oder Name des Orchesters (falls zutreffend) - Sendedatum - Sendedauer - Sendezeit - vom Sender der Aufnahme selbst zugewiesene Identifikationsnummer - Kennzeichnung der Eigenaufnahmen Bei der Verwendung von Handelstonträgern enthalten die Angaben zusätzlich: - ISRC der benützten Aufnahme (Eine Pflicht zur Meldung und Dokumentation des ISRC besteht dann, wenn der ISRC zusammen mit der Aufnahme vom Lieferanten der Aufnahme in irgendeiner Form mitgeteilt bzw. mitgeliefert wird oder nachträglich unter Hinweis auf eine bestimmte Aufnahme nachgemeldet wird. Nachmeldungen und Korrekturen von ISRC hat der Sender sofort zu verarbeiten und der SUISA mitzuteilen.) - Label Falls der ISRC nicht gemeldet wird, sind subsidiär folgende Angaben zu machen, so­ fern diese beim Sender verfügbar oder für ihn leicht zugänglich sind: - EAN/ GTIN (European Article Number/ Global Trade Item Number)

Gemeinsamer Tarif S 2026 - 2028 Version vom 12.05.2025 12 - Albumtitel / Titel des Tonträgers - Aufnahmedatum - Aufnahmeland - (Erst-)Veröffentlichungsdatum bzw. -jahr - Katalognummer des Tonträgers/ CD ID - Werkverzeichnisangaben wie Opuszahl etc. - Bestellnummer 35 Die Radiosender melden der SUISA vierteljährlich, wie oft und in welchen Programmen welche Werbespots mit Musik ausgestrahlt wurden. Wenn für einen Werbespot eine SUISA-Nummer existiert, wird diese für die Meldung verwendet. 36 Sofern ein Sender nicht in der Lage ist, eventuelle Überblendungen zwischen zwei gleichzeitig gesendeten Musikwerken oder zwischen Musik und gesprochenem Text (während denen Musik gespielt wird, diese jedoch für die Hörer nicht wahrnehmbar ist) in seinen Meldungen anzugeben, tolerieren SUISA und SWISSPERFORM eine Ab­ weichung von 5 % zwischen der vom Sender angegebenen Gesamtdauer der ge­ schützten Musik bzw. der geschützten Handelstonträger gemäss der Meldungen nach Ziffer 34 und dem vom Sender deklarierten Musikanteil bzw. Anteil gesendeter Han­ delstonträger an der Sendezeit seiner Programme. Diese Toleranz von 5 % gilt nur, soweit die vom Sender gelieferten Daten vollständige Angaben über die gesendete Musik und die gesendeten Tonträger sowie den jeweili­ gen Sendedauern enthalten und soweit keine geeignetere Methode zur Verfügung steht, mit der die Überblendungen ermittelt werden können. b) Fernsehen 37 Fernsehsender melden der SUISA alle ausgestrahlten Produktionen, insbesondere von Dritten und nicht im Auftrag des Senders hergestellten Spiel-, Fernseh-, Dokumen­ tarfilme und Serien mit den Angaben: - Originaltitel der Produktion - Episodentitel (bei Serien) - Name des Produzenten und des Hauptregisseurs Ursprungsland der Produktion - Verwendete Sprachversion(en) - ISAN (Eine Pflicht zur Meldung und Dokumentation der ISAN besteht mindestens dann, wenn der ISAN zusammen mit der Aufnahme vom Lieferanten der Aufnahme in irgend einer Form mitgeteilt bzw. mitgeliefert wird oder nachträglich unter Hinweis auf eine bestimmte Aufnahme nachgemeldet wird. Nachmeldungen und Korrekturen von ISAN hat der Sender sofort zu verarbeiten und der SUISA mitzuteilen.) - vom Sender der Aufnahme selbst zugewiesene Identifikationsnummer - Sendedatum - Sendedauer - Sendezeit - zur Ausstrahlung verwendete Träger

Gemeinsamer Tarif S 2026 - 2028 Version vom 12.05.2025 13 38 Die Fernsehsender sorgen dafür, dass der SUISA alle Werbefilme, die zur Ausstrah­ lung vorgesehen sind und für welche noch keine Bescheinigung vorliegt (sog. SUISA­ Nummer), vorgängig gemeldet werden. 39 Die SUISA erteilt den Fernsehsendern das "Gut zur Sendung" (sog. SUISA-Nummer) und stellt damit die Sender von Ansprüchen Dritter hinsichtlich der Musiksenderechte frei. 40 Das Einverständnis der SUISA gilt ohne Gegenbericht innert 10 Tagen seit Erhalt der Meldung alserteilt.Die~Fernsehsender strahlen keine Werbefilmeaus,~für welche keine SUISA-Bescheinigung vorliegt. 41 Die Fernsehsender melden der SUISA monatlich, wie oft und in welchen Fernsehpro­ grammen welche Werbefilme ausgestrahlt wurden. 42 Die Fernsehsender melden der SUISA ferner die Musik, die sie selber oder ihre Auf­ tragnehmer zur Vertonung ihrer Sendungen auswählen, inkl. Jingles, Signete und Hin­ tergrundmusik, sowie die Musik in Konzertübertragungen unter Angabe des ISRC, sofern ihnen dieser bekannt ist. Andernfalls geben die Sender ausreichend Daten an, um eine Identifikation der Musik zu ermöglichen. e) Gemeinsame Bestimmungen 43 Die von anderen Sendern regelmässig übernommenen Programme sind mit den fol­ genden Angaben der SUISA mitzuteilen - Name des Senders - Zahl der Sendestunden der übernommenen Programme. d) Termine 44 Alle Angaben sind der SUISA - sofern vorstehend nicht anders bestimmt - monatlich jeweils bis zum Ende des folgenden Monats zuzustellen. Die Angaben zu den gesen­ deten Jingles können quartalsweise zugestellt werden. 45 Erkennen oder vermuten die SUISA und/oder die SWISSPERFORM Fehler oder Lü­ cken in den Angaben des Senders, beanstanden sie diese innerhalb von drei Monaten gegenüber dem Sender und gewähren diesem eine Nachfrist von 45 Tagen zur Behe­ bung der Mängel. Bei der Beanstandung können die SUISA und/oder die SWISSPERFORM vom Sender zusätzlich verlangen, dass dieser für die betreffende Meldungsperiode eine Aufnahme des Senderprogramms sowie zusätzliche Informati­ onen zu dessen Inhalt zu Kontrollzwecken zur Verfügung stellt. 46 Werden die zur Rechnungstellung erforderlichen Angaben auch nach einer schriftli­ chen Mahnung nicht innert Nachfrist von 45 Tagen eingereicht oder werden beanstan­ dete Mängel nicht innert der Nachfrist von 45 Tagen behoben, so kann die SUISA und/oder die SWISSPERFORM fehlende Angaben schätzen und auf dieser Basis die

Gemeinsamer Tarif S 2026 -2028 Version vom 12.05.2025 14 Vergütung in Rechnung stellen. Aufgrund geschätzter Angaben erstellte Rechnungen gelten als vom Sender anerkannt, wenn er nicht innert 30 Tagen seit Zustellung der Rechnung vollständige und korrekte Angaben nachliefert. Die SUISA und/oder die SWISSPERFORM kann überdies eine zusätzliche Vergütung verlangen von CHF 100.00 pro Monat. Diese wird im Wiederholungsfall verdoppelt. Vorbehalten bleiben die in Ziffer 24 genannten Massnahmen. 47 Werden die gemäss Buchstabe G zu meldenden Programmdaten trotz schriftlicher Mahnung für zwei hintereinander folgende Quartale nicht oder nicht vollständig gemei­ det, ist SUISA und/oder SWISSPERFORM berechtigt, einen neutralen Fachmann mit der Erhebung der meldepflichtigen Daten (z. B. durch Monitoring) zu beauftragen. Dessen Kosten trägt der Sender, wenn er die benötigten Daten schuldhaft nicht gelie­ fert hat. H. Gültigkeitsdauer 48 Dieser Tarif tritt mit Datum der Genehmigung durch den begründeten Beschluss der Eidgenössischen Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und ver­ wandten Schutzrechten (ESchK) in Kraft, frühestens jedoch am 1. Januar 2026. Er ist gültig bis zum 31. Dezember 2028. Bei wesentlichen Änderungen der Verhältnisse kann er vorzeitig revidiert werden. 49 Die Gültigkeitsdauer des Tarifs verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr bis längstens 31. Dezember 2031, wenn er nicht von einem der Verhandlungspartner durch schriftliche Anzeige an den anderen ein Jahr vor Ablauf gekündigt wird. Eine solche Kündigung schliesst einen weiteren Verlängerungsantrag an die ESchK nicht aus. 50 Ist nach Ablauf dieses Tarifs und trotz eingereichtem Genehmigungsgesuch noch kein Folgetarif in Kraft, verlängert sich die Gültigkeitsdauer des vorliegenden Tarifs über­ gangsweise bis zum Erlass des begründeten Beschlusses der ESchK betreffend den Folgetarif. Wird der Folgetarif rückwirkend in Kraft gesetzt, ersetzt dieser den vorlie­ genden Tarif für die Dauer der Rückwirkung.

Vorlage Sendelisten Radio 1/3 zwingend zwingend, falls kein ISRC, sofern verfügbar oder einfach zugänglich hilfreich, aber nicht zwingend Name des Files: SENDER_JAHR_MONAT Sender Titel des Musikwerks Name des Komponisten lnterpret(en) Sendedatum Sendedauer Sendezeit ISRC Name des Titel sind in Originalsprache gemäss Tonträger, inklusive ggf. Versionsabgaben ("live in London" "dirty remix" etc.) anzugeben Name des/der Name des (Haupt-) Interpreten bzw. Gruppenname oder Name des Orchesters (falls zutreffend) Datum der Nutzung im Dauer der Nutzung im Einheitsformat, z.B. hh:mm:ss - 00:03:54 Startzeitpunkt der Nutzung im Einheitsformat, z.B. hh:mm:ss - 06:09:13 ISRC Code des Quelltonträgers Senders Komponisten Einheitsformat, z.B. DD.MM.YYYY Zahlen-, Zeit- und Datumsformate, Spaltenabfolgen, Trennzeichen sowie Formatierung sollen pro Kalenderjahr für alle Monate einheitlich sein. GT S 2026-2028 Anhang I

Vorlage Sendelisten Radio Label Identifikationsnummer Eigenaufnahmen EAN /GTIN Albumtitel / Titel des Tonträgers Aufnahmedatum Aufnahmeland Name des Labels Vom Sender der Aufnahme selbst zugewiesene Identifikationsnummer Kennzeichnung der Eigenaufnahmen (EA) EAN Code oder weitere Identifikatoren Titel der CD/ des Albums Datum oder Jahr der Aufnahme Name oder ISO- Code des Aufnahmelands, z.B. CHE 2/3 GT S 2026-2028 Anhang I

Vorlage Sendelisten Radio Erstveröffentlichungsdatum Katalog-Nummer/ CD ID Werkverzeichnisangaben Bestellnummer Veröffentichungsland Liveaufnahme Datum oder Jahr der ersten Veröffentlichung Katalognummer des Tonträgers beim Label Sofern zutreffend: Opus, KV oder sonstige Werkangeben ja/nein GT S 2026-2028 Anhang I 3/3

Vorlage Sendelisten TV zwingend zwingend für Serien hilfreich, aber nicht zwingend 1 / 4 Audiovisuelle Produktionen gem. Ziff. 37 Name des Files: SENDER_JAHR_MONAT Sender Originaltitel Episodentitel Produzent Hauptregisseur Land Name des Senders Haupt-/Serientitel / Haupttitel der Produktion bei Serien Name des Produzenten Name des Hauptregisseurs Ursprungsland der Produktion Zahlen-, Zeit- und Datumsformate, Spaltenabfolgen, Trennzeichen sowie Formatierung sollen pro Kalenderjahr für alle Monate einheitlich sein. GT S 2026-2028 Anhang II

Vorlage Sendelisten TV Sprachversiori ISAN Identifikationsnummer Sendedatum Sendedauer Sendezeit Verwendete Vom Sender der Aufnahme selbst zugewiesene Identifikationsnummer Datum der Nutzung im Einheitsformat, z.B. DD.MM.YYYY Dauer der Nutzung im Einheitsformat, z.B. hh:mm:ss - 00:03:54 Startzeitpunkt der Nutzung im Einheitsformat, z.B. hh:mm:ss - 06:09:13 Sprachversion(en) GT S 2026-2028 Anhang II 2/4

Vorlage Sendelisten TV Verwendete Träger Originaluntertitel Folge-/Episoden-Nr. Staffel-Nr. Genre Produktionsjahr zur Ausstrahlung verwendete Träger bei Serien bei Serien 3/4 GT S 2026-2028 Anhang II

Vorlage Sendelisten TV zwingend sofern bekannt Integrierte Musikwerke gem. Ziff. 42 Werktitel Komponist Interpret Werksendedauer ISRC Zahlen-, Zeit- und Datumsformate, Spaltenabfolgen, Trennzeichen sowie Formatierung sollen pro Kalenderjahr für alle Monate einheitlich sein. GT S 2026-2028 Anhang II

SU IS A SUISA Coopérative des auteurs et éditeurs de musique SWISSPERFORM Société suisse pour les droits voisins Tarif commun S 2026- 2028 Version du 12.05.2025 Diffuseurs privés Approuvé par la Commission arbitrale fédérale pour la gestion de droits d'auteur et de droits voisins le et publié dans la Feuille officielle suisse du commerce du Société de gestion compétente SUISA Av. du Grammont 11bis, 1007 Lausanne, Téléphone +41 2161432 32 Bellariastrasse 82, 8038 Zürich, Telefon +4144485 66 66 Via Cattedrale 4, 6900 Lugano, Telefono +41 91 950 08 28 http://www.suisa.ch E-Mail: suisa@suisa.ch

Tarif commun S 2026 -2028 version du 12.05.2025 2 A. Clients concernés Le présent tarif s'adresse aux organismes qui diffusent des programmes de radio et/ou de télévision ou qui font transmettre directement ces programmes par des réseaux câblés. Ils sont dénommés ci-après « diffuseurs ». B. Objet du présent tarif Ce tarif se rapporte à l'utilisation - des œuvres de musique non théâtrale protégées par le droit d'auteur, avec ou sans texte, appartenant au répertoire mondial géré par SUISA (appelées ci-après « mu­ sique ») - de phonogrammes ou vidéogrammes protégés par les droits voisins, disponibles sur le marché. Le tarif concerne les utilisations suivantes - diffusion (par voie terrestre, injection directe et distribution dans les réseaux câblés ou par satellites) - injection et diffusion simultanées et identiques d'œuvres et de prestations sur In­ ternet ou d'autres réseaux sur base IP par le diffuseur, parallèlement à l'émission (Simulcasting); de légers décalages dans le temps dus à des raisons purement techniques n'empêchent pas cette qualification - injection directe et diffusion d'œuvres et de prestations sur Internet ou d'autres ré­ seaux sur base IP, sans émission parallèle, dans le cadre de programmes linéaires non interactifs (Webcasting) - mise à disposition d'œuvres et de prestations sur Internet ou autres réseaux sur base IP pour une consultation à la demande, au sens de l'art. 22c LOA. - En ce qui concerne les droits d'auteur: enregistrement ou réenregistrement par le diffuseur sur phonogrammes ou vidéogrammes; ces supports ne peuvent être uti­ lisés que pour des diffusions, distributions et mises à disposition conformément à ce tarif et pour celles d'autres diffuseurs avec lesquels SUISA ou une de ses so­ ciétés-sœurs étrangères a conclu des contrats; toutes les autres utilisations néces­ sitent une autorisation spéciale de SUISA. - En ce qui concerne les droits voisins : reproduction d'enregistrements de musique non théâtrale à partir de phonogrammes ou de vidéogrammes disponibles sur le marché, à des fins de diffusion au sens de l'art. 24b al. 1 et 2 LOA, de même qu'à des fins de mise à disposition au sens de l'art. 22c al. 2 LOA, dans la mesure où les conditions d'application de ces dispositions sont réunies. - Du point de vue de la diffusion et de la reproduction à des fins de diffusion ainsi que pour la mise à disposition au sens de l'art. 22c LOA, le présent tarif ne s'ap­ plique que si les utilisations de prestations sont soumises au droit suisse. SUISA et Swissperform ne garantissent aucun droit pour la diffusion, la distribution et la mise à disposition, en dehors du territoire suisse, des œuvres, interprétations et enregistrements diffusés. 1 2 3

Tarif commun S 2026-2028 version du 12.05.2025 3 SUISA et SWISSPERFORM ne disposent pas des droits de la personnalité des ayants droit: le diffuseur s'oblige à respecter ces droits, notamment pour la sonorisation de produits audiovisuels. SWISSPERFORM ne dispose pas des droits exclusifs des interprètes et des produc­ teurs de phonogrammes. La sonorisation musicale de films, de séries télévisées, d'émissions publicitaires et d'autres productions similaires à caractère publicitaire nécessite toujours une autorisa­ tion spéciale des sociétés de gestion ou des ayants droit. Sont exceptées de ce tarif les émissions et transmissions faisant l'objet d'autres tarifs, notamment - les émissions de la SSR, - l'émission et la transmission des programmes de radio et de télévision dits « à péage» (Pay-Radio, Pay-TV), - la retransmission d'émissions sur des réseaux câblés ou au moyen de réémetteurs. c. Sociétés de gestion, organe commun d'encaissement SUISA fait office, pour ce tarif, de représentante de SWISSPERFORM et d'organe commun d'encaissement. D. Redevance a) Base de calcul La redevance est calculée, en règle générale, sous la forme d'un pourcentage des revenus du diffuseur (sous réserve du chiffre 9). Suppléments pour 7.1 les reproductions à des fins de diffusion, au sens de l'art. 24b LOA, d'interprétations et d'enregistrements d'œuvres musicales non théâtrales : pour les organismes de diffusion au sens de l'art. 2 lit. d LRTV, les redevances calcu­ lées selon les chiffres 12.2 de même que 15.1 et 15.2 pour les droits voisins sont aug­ mentées de 20 %, 7.2 l'utilisation de droits d'auteur et de droits voisins au sens de l'art. 22c LOA: pour les diffuseurs qui accomplissent des utilisations au sens de l'art. 22c LOA, les rede­ vances pour les droits d'auteur calculées selon les chiffres 12.1 et 14 sont augmentées de 0.6 %, de même que les redevances pour les droits voisins calculées selon les chiffres 12.2, 15 et 7.1. 4 5 6

Tarif commun S 2026 -2028 version du 12.05.2025 4 Revenus Sont considérés comme des revenus au sens de ce tarif, tous les revenus obtenus grâce aux utilisations mentionnées au chiffre 3. A cette condition en font notamment partie: - les revenus publicitaires, y compris ceux provenant de la publicité en ligne dite « pre-roll », « mid-roll » ou « post-roll » et ceux provenant de publicités apparais­ sant dans une fenêtre à l'écran (« pop-up ») où le programme ou un contenu cou­ vert par l'art. 22c LOA est restitué - les revenus provenant des communications - les revenus provenant de la vente d'espaces de diffusion - les montants versés par des sponsors - les prestations obtenues par échange (est déterminante la valeur nette des presta- tions mises à disposition par le diffuseur) - les recettes d'activités à l'extérieur (p. ex. émissions depuis des salons, des expo­ sitions, des kermesses, etc.) - les recettes de participations d'auditeurs/téléspectateurs (Télékiosque/numéros surtaxés; p.ex. vote par TED ou SMS). Seuls comptent les montants versés aux diffuseurs - les recettes provenant de la redevance selon la LRTV (quote-part du produit de la redevance, art. 40 LRTV) - les subventions, les garanties de déficit utilisées et les autres contributions ex­ ternes. 8.1.b En revanche, ne sont pas considérés comme des revenus au sens de ce tarif les con­ tributions particulières au sens des art. 58 et 109a LRTV, limitées dans le temps et affectées à l'encouragement des nouvelles technologies de diffusion (par exemple les contributions pour le passage des OUC au DAB+). 8.2 Les revenus au sens du chiffre 8.1.a peuvent être acquis par le diffuseur directement ou par l'intermédiaire de tiers (par exemple une société d'acquisition de la publicité). Sont déterminants dans les deux cas les revenus bruts, en particulier les revenus ef­ fectivement facturés aux annonceurs, sponsors ou autres clients finaux par le diffuseur ou le tiers (déduction faite de la TVA éventuelle). Aucune déduction n'est possible sur ces revenus bruts, notamment pour les frais de leur acquisition, cela pas non plus lors­ que le tiers déduit de tels frais vis-à-vis du diffuseur. 8.3 Les déductions pour des prestations non couvertes par le tarif, qui sont rétrocédées aux annonceurs, sponsors ou autres clients finaux concernés, sont prises en compte exclusivement par une déduction forfaitaire, cela de la manière suivante : - les diffuseurs de radio ont le droit d'effectuer une déduction de 5 % sur leurs revenus publicitaires et de sponsoring au sens des chiffres 8.1.a et 8.2 ci-dessus (y compris bartering). - Les diffuseurs de télévision ont le droit d'effectuer une déduction de 3 % sur leurs revenus publicitaires et de sponsoring au sens des chiffres 8.1.a et 8.2 ci-dessus (y compris bartering). 9 La redevance est calculée sous forme d'un pourcentage des frais d'exploitation du dif­ fuseur (frais occasionnés par les utilisations mentionnées au chiffre 3, y compris les 8 8.1.a

Tarif commun S 2026 - 2028 version du 12.05.2025 5 dépenses nécessaires à l'acquisition des revenus au sens des chiffres 8.ta et 8.2 ci­ dessus) - s'il est impossible d'établir les revenus ou en l'absence de revenus - si le diffuseur décide à l'avance de couvrir partiellement ou totalement les frais par ses propres moyens; ce deuxième tiret n'est pas applicable durant les trois pre­ mières années civiles d'exercice d'une start-up, de même que pour les deux pre­ mières années civiles d'exercice déficitaires d'un diffuseur qui a réalisé précédemment au moins quatre exercices annuels bénéficiaires ou équilibrés. Si le diffuseur diffuse plusieurs programmes autonomes, les revenus ou les frais sont attribués dans la mesure du possible aux programmes qui les génèrent. Les dispositions ci-après sur les pourcentages, respectivement sur la redevance minimale, doivent être appliquées séparément pour chaque programme. Si le diffuseur perçoit des recettes en bloc pour plusieurs programmes, celles-ci sont réparties sur les différents programmes en proportion des coûts confirmés par l'organe de contrôle du diffuseur. b) Programmes de radio 12 Le pourcentage s'élève pour 12.1 Droits d'auteur sur la musique 12.1.a Diffuseurs dont les recettes publicitaires brutes sont supérieures à CHF 4 millions par an Programmes comportant de la musique protégée dans une proportion du temps d'an­ tenne de moins de 20 % 20 % à moins de 30 % 30 % à moins de 40 % 40 % à moins de 50 % 50 % à moins de 60 % 60 % à moins de 70 % 70 % à moins de 80 % 80 % à moins de 90 % 90 % et plus 12.1.b Diffuseurs dont les recettes publicitaires brutes sont inférieures à CHF 4 millions par an Programmes comportant de la musique protégée dans une proportion du temps d'an­ tenne de 10 11 1% 2 % 3% 4% 5% 6% 7% 8% 9%

Tarif commun S 2026 -2028 version du 12.05.2025 6 moins de 10 % 10 % à moins de 30 % 30 % à moins de 50 % 50 % à moins de 70 % 70 % à moins de 90 % 90 % et plus 12.1.c Sont considérés comme recettes publicitaires brutes les revenus publicitaires, les mon­ tants versés par des sponsors et les revenus provenant des communications, tels que mentionnés aux chiffres 8.1.a et 8.2 ci-dessus. 12.1.d On entend par proportion de musique protégée la proportion de musique du répertoire de SUISA diffusée par le diffuseur sur le temps d'antenne total, y compris la musique contenue dans les reprises d'émissions et de programmes internes et externes. Le répertoire de SUISA est constitué de toutes les œuvres pour lesquelles SUISA est ha­ bilitée à gérer au moins l'un des droits faisant l'objet du présent tarif (droit d'enregistre­ ment ou de réenregistrement, droit de diffusion ou droit de mise à disposition selon l'art. 22c LDA). Si le droit de diffusion est géré individuellement par les auteurs d'une œuvre musicale, celle-ci n'est comptée qu'à raison d'un tiers de sa durée de diffusion effective pour établir la proportion de musique protégée. 12.2 Droits voisins Les pourcentages pour les droits voisins s'élève à 30 % des pourcentages pour les droits d'auteur prévus au chiffre 12.1.a et chiffre 12.1.b. La proportion de musique pro­ tégée correspond à la proportion de musique du répertoire de SWISSPERFORM diffu­ sée par le diffuseur sur le temps d'antenne total, y compris la musique contenue dans les reprises d'émissions et de programmes internes et externes. Le répertoire de SWISSPERFORM est constitué de tous les phonogrammes et vidéogrammes pour les­ quels SWISSPERFORM est habilitée à gérer au moins l'un des droits faisant l'objet du présent tarif (droit de reproduction d'enregistrements de musique non théâtrale à partir de phonogrammes ou de vidéogrammes disponibles sur le marché selon l'art. 24b LOA, droit de diffusion selon l'art. 35 LOA ou droit de mise à disposition selon l'art. 22c LDA). 13 Webradios Les diffuseurs radios qui recourent exclusivement à un procédé de webcasting (au sens du chiffre 3, troisième tiret, ci-dessus) sont qualifiées de webradios. Pour les webradios - exploitées par des personnes non professionnelles agissant durant leur temps libre, et - pour lesquelles au maximum 6000 connexions simultanées sont possibles, les redevances sont calculées forfaitairement en pourcentage des revenus au sens du chiffre 8. 1 % 2% 3% 5% 7% 9%

Tarif commun S 2026 - 2028 version du 12.05.2025 7 Le pourcentage s'élève à 6 % pour les droits d'auteur et à 2 % pour les droits voisins. Toutefois, les redevances minimales suivantes sont dues par programme et par mois: - pour les droits d'auteurs : CHF 60.00 - pour les droits voisins : CHF 60.00 Pour ces webradios, la redevance minimale prévue au chiffre 23 n'est pas applicable. Les redevances ordinaires prévues aux chiffres 7 ss (y compris les suppléments des chiffres 7.1 et 7.2) et 23 sont applicables aux webradios qui ne satisfont pas aux deux critères mentionnés ci-dessus. e) Programmes de télévision Le pourcentage s'élève pour les droits d'auteur sur la musique - programmes dont plus de deux tiers du temps d'émission est consacré à des films musicaux, des films de concert ou des vidéo-clips - programmes dont plus d'un tiers du temps d'émission est consacré à des films musicaux, des films de concert ou des vidéo-clips - programmes· contenant presque exclusivement des longs-métrages et des téléfilms - programmes dans lesquels la durée de la musique ne dé­ passe pas 10 % de la durée totale d'émission, indépen­ damment du fait qu'il s'agisse de musique de premier plan ou de fond - programmes avec une durée de musique de plus de 10 %, mais ne dépassant pas 20 %, indépendamment du fait qu'il s'agisse de musique de premier plan ou de fond - autres programmes Pour les droits voisins, le pourcentage s'élève pour l'utilisation de phonogrammes disponibles sur le marché - programmes contenant presque exclusivement des longs-métrages et des téléfilms - programmes dans lesquels la durée de la musique ne dé­ passe pas 10 % de la durée totale d'émission, indépen­ damment du fait qu'il s'agisse de musique de premier plan ou de fond - programmes avec une durée de musique de plus de 10 %, mais ne dépassant pas 20 %, indépendamment du fait qu'il s'agisse de musique de premier plan ou de fond - autres programmes 14 15 15.1 6.6 % 3.3 % 1.32 % 0.4 % 1 % 2% 0.06% 0.12 % 0.18 % 0.36%

Tarif commun S 2026 -2028 version du 12.05.2025 8 15.2 pour l'utilisation de films musicaux, de films de concerts et de vidéo-clips - programmes dont plus de deux tiers du temps d'émission est consacré à des films musicaux, des films de concert ou des vidéo-clips - programmes dont plus d'un tiers du temps d'émission est consacré à des films musicaux, des films de concert ou des vidéo-clips 15.3 pour l'utilisation de vidéogrammes disponibles sur le marché, hormis les cas mention­ nés au chiffre 15.2 - diffuseurs qui diffusent des longs-métrages et d'autres vi- déogrammes disponibles sur le marché pendant plus de 350 jours par an - diffuseurs qui diffusent des longs-métrages et d'autres vi- déogrammes disponibles sur le marché pendant plus de 300 jours par an, mais pendant moins de 350 jours par an 3% 1.5 % 0.100 % 0.150 % - diffuseurs qui diffusent des longs-métrages et d'autres vi­ déogrammes disponibles sur le marché pendant plus de 150 jours par an, mais pendant moins de 300 jours par an 0.050 % - diffuseurs qui diffusent des longs-métrages et d'autres vi­ déogrammes disponibles sur le marché pendant plus de 75 jours par an, mais pendant moins des 150 jours par an - diffuseurs qui diffusent des longs-métrages et d'autres vi­ déogrammes disponibles sur le marché pendant plus de 30 jours par an, mais pendant moins de 75 jours par an - diffuseurs qui diffusent des longs-métrages et d'autres vi­ déogrammes disponibles sur le marché pendant au maxi­ mum 30 jours par an On considère comme « programme » de télévision le temps habituel de diffusion sans les images-test, images fixes ou de textes. Si un diffuseur perçoit cependant des recettes de la diffusion d'images fixes ou de textes (p. ex. des recettes de publicité, sponsoring etc.) et si les émissions sont accom­ pagnées de musique et/ou de phonogrammes disponibles sur le marché, elles sont considérées comme partie intégrante du programme et prises en compte dans le calcul des pourcentages conformément aux chiffres 14 et 15. d) Programmes complémentaires en webcasting Pour les programmes complémentaires qu'un diffuseur offre par webcasting (au sens du chiffre 3, troisième tiret, ci-dessus) sur le site Internet dédié à son programme 16 17 0.005 % 0.010 % 0.025 %

Tarif commun S 2026-2028 version du 12.05.2025 9 principal, et pour lesquels le diffuseur ne peut pas attribuer des recettes ou des frais selon les chiffres 10 et 11 ci-dessus, les forfaits ci-dessous sont réclamés par mois et par programme complémentaire quelle que soit la proportion de musique protégée: - pour les droits d'auteurs : CHF 30.00 - pour les droits voisins : CHF 30.00 Moyennant paiement de ces forfaits, un même programme complémentaire peut être diffusé en complément de plusieurs programmes principaux. Pour les programmes complémentaires diffusés autrement que sur Internet les dispo­ sitions des chiffres 1 O et 11 ci-dessus sont applicables. e) Déductions de correction 18 Une réduction de 1 O % sur les redevances calculées selon les chiffres 12, 14 et 15 est accordée aux diffuseurs qui ont des revenus au sens des chiffres 8.1.a et 8.2 ne dé­ passant pas CHF 700'000 pour l'année en question. 19 Les diffuseurs qui disposent d'une concession donnant droit à une quote-part de la redevance selon l'art. 38 al. 1 LRTV ont droit à une réduction de 5 % sur les redevances calculées selon les chiffres 12, 14 et 15. f) Rabais 20 Les diffuseurs obtiennent un rabais de 5 % s'ils effectuent leurs déclarations prévues à la lettre G ci-dessous conformément au tarif et en utilisant les modèles définis en annexe I (radio) et II (télévision) ci-dessous. 21 Les membres d'associations représentatives de diffuseurs qui soutiennent SUISA et SWISSPERFORM dans l'accomplissement de leurs tâches obtiennent un rabais sup­ plémentaire de 10 % s'ils s'engagent par écrit à respecter le présent tarif et s'ils res­ pectent effectivement les dispositions tarifaires. Une violation des obligations de déclaration prévues à la lettre G ci-dessous n'est pas, à elle seule, une raison empê­ chant l'octroi de ce rabais. g) Cumul des déductions et rabais Un diffuseur a droit à toutes les déductions et tous les rabais des chiffres 18 à 21 s'il remplit toutes les conditions prévues par ces dispositions. Les déductions des chiffres 18 et 19 peuvent être cumulées. Les rabais des chiffres 20 et 21 peuvent aussi être cumulés, mais ils ne sont appliqués qu'après mise en œuvre des éventuelles déductions selon chiffres 18 et 19. 22 h) Redevance minimale La redevance s'élève, par mois - pour les diffuseurs de radio, au moins à CHF 100.00 pour les droits d'auteur CHF 100.00 pour les droits voisins 23

Tarif commun S 2026 -2028 version du 12.05.2025 10 - pour les diffuseurs de télévision, au moins à CHF 100.00 pour les droits d'auteur CHF 30.00 pour les droits voisins Si l'activité de diffusion (y compris simulcasting et webcasting) et de mise à disposition au sens de l'art. 22c LOA se limite à quelques jours ou quelques heures, 1/30 de la redevance minimale s'applique par tranche de 24 heures. Chaque bloc de 24 heures entamé compte comme un bloc entier. Supplément en cas de violation du droit Toutes les redevances mentionnées dans ce tarif sont doublées si - de la musique est utilisée sans l'autorisation de SUISA - un diffuseur fournit des données ou décomptes inexacts ou lacunaires, ou ne four- nit pas de données ou décomptes, cela en connaissance de cause ou par négli­ gen ce grossière; le doublement de la redevance est appliqué aux données fausses, lacunaires ou manquantes. Une prétention à des dommages-intérêts supérieurs demeure réservée. j) Impôts Les redevances prévues par le présent tarif s'entendent sans la taxe sur la valeur ajou­ tée. Si celle-ci est à acquitter, en raison d'un assujettissement objectif impératif ou du fait de l'exercice d'un droit d'option, elle est due en plus par le diffuseur au taux d'im­ position en vigueur. E. Décompte Les diffuseurs communiquent normalement chaque année à SUISA - aussi rapidement que possible, toutefois au plus tard à la fin mai: toutes les don­ nées nécessaires au calcul de la redevance pour l'année précédente; les postes de recettes sont présentés de manière séparée. Les marches à suivre et guides complémentaires de l'OFCOM pour les diffuseurs concessionnés sont applicables par analogie - jusqu'à fin janvier: les revenus budgétisés au sens des chiffres 8.1.a et 8.2 et les frais budgétisés au sens du chiffre 9 pour l'année en cours - dans les deux premières années d'exploitation, puis sur demande, jusqu'à fin jan­ vier : la part de musique probable pour l'année en cours ainsi que la part probable de phonogrammes et vidéogrammes protégés disponibles sur le marché ou le nombre probable de jours de l'année où des longs-métrages et d'autres vidéo­ grammes disponibles sur le marché seront diffusés. Afin de contrôler les données, SUISA peut exiger des justificatifs, en particulier le bilan et le compte d'exploitation du diffuseur et de tiers ainsi que des confirmations de leurs organes de contrôle. S'agissant des tiers, les données doivent concerner les recettes 24 25 26 27 28

Tarif commun S 2026 - 2028 version du 12.05.2025 11 brutes au sens du chiffre 8.2 du tarif. S'agissant des diffuseurs au bénéfice d'une con­ cession, SUISA peut aussi exiger une copie du rapport d'activités à l'OFCOM. SUISA peut également avoir accès à la comptabilité du diffuseur, sur avertissement préalable et pendant les heures de bureau. S'agissant des sociétés de production et d'acquisition de publicité, l'examen des données nécessaires au décompte peut avoir lieu par l'intermédiaire d'un spécialiste indépendant. F. Paiement Les redevances sont payables dans les 30 jours ou aux dates fixées dans l'autorisa­ tion. SUISA peut exiger des acomptes sur le montant probable de la redevance et/ou d'autres garanties En règle générale, les acomptes sont fixés pendant les deux premières années d'ex­ ploitation sur la base du montant probable des redevances, ensuite sur la base du décompte de l'année précédente. G. Relevés Les diffuseurs font parvenir à SUISA les données. prévues à la présente lettre G. Tou­ tefois, ces données ne seront exigées que si SUISA et/ou SWISSPERFORM ont en besoin pour répartir aux ayants droit, conformément à leurs règlements, les rede­ vances perçues selon le présent tarif. SUISA informe individuellement les diffuseurs dispensés. Une révocation de la dispense doit être communiquée avec un préavis d'au moins trois mois avant l'entrée en vigueur. Les diffuseurs déclarent les indications relatives aux programmes mentionnées à la présente lettre G sous forme électronique dans un format standardisé permettant l'im­ portation. a) Radio 33 Les diffuseurs déclarent à SUISA la musique, respectivement les phonogrammes et vidéogrammes, diffusés dans leurs programmes, y compris pour les tapis sonores et les indicatifs. 34 Les données comportent - Titre de l'œuvre musicale - Nom du compositeur - Nom de l'interprète principal ou des interprètes principaux ou nom du groupe ou de l'orchestre (le cas échéant) - Date d'émission - Durée d'émission - Heure d'émission 29 30 31 32

Tarif commun S 2026 - 2028 version du 12.05.2025 12 - Numéro d'identification attribué à l'enregistrement par le diffuseur lui-même - Identification des enregistrements réalisés par le diffuseur En cas d'utilisation de phonogrammes disponibles sur le marché, les données com­ prennent en plus les indications suivantes : - Code ISRC de l'enregistrement utilisé (une obligation de déclaration et de documen­ tation du code ISRC existe s'il est communiqué de quelque manière ou livré par le fournisseur de l'enregistrement au moment de la remise de cet enregistrement, ou s'il est communiqué ultérieurement en relation avec un enregistrement déterminé. Le diffuseur doit immédiatement donner suite à des communications ultérieures ou des corrections du code ISRC et les indiquer à SUISA) - Label Si le code ISRC n'est pas fourni, les données suivantes doivent être remises à titre subsidiaire, si elles sont disponibles auprès du diffuseur ou sont facilement accessibles pour lui: - EAN / GTIN (European Article Number/ Global Trade Item Number) - Titre de l'album / Titre du phonogramme - Date d'enregistrement - Pays d'enregistrement - Date ou année de (première) publication - Numéro de catalogue du phonogramme/ CD ID - Indications répertoriant l'œuvre, comme N° d'opus - Numéro de commande Les diffuseurs de radio déclarent trimestriellement à SUISA, combien de fois et sur quels programmes quels spots publicitaires avec musique ont été diffusés. Si le spot est muni d'un numéro SUISA, ce numéro est utilisé pour la déclaration. Si un diffuseur n'est pas en mesure d'annoncer les chevauchements d'œuvres dans ses déclarations, c'est-à-dire les moments où deux œuvres musicales sont diffusées simultanément ou où de la musique est rendue inaudible par du texte, SUISA et SWISSPERFORM tolèreront un écart de 5 % entre le total des durées d'émission de biens protégés (musique, respectivement phonogrammes), annoncées par ce diffuseur selon le chiffre 34, et ses déclarations concernant la proportion de tels biens protégés dans ses programmes. Cette tolérance de 5 % sera pratiquée pour autant que les relevés fournis par le diffu­ seur contiennent des indications complètes sur la musique et les phonogrammes dif­ fusés et sur les durées d'émission, et pour autant qu'il n'existe aucun moyen approprié d'identifier les chevauchements d'œuvres. b) Télévision Les diffuseurs de télévision communiquent à SUISA toutes les productions, en particu­ lier les longs-métrages, téléfilms, films documentaires et séries, qui sont diffusées et 35 36 37

Tarif commun S 2026 -2028 version du 12.05.2025 13 qui ont été fabriquées par des tiers sans avoir été commandées par le diffuseur, avec les données suivantes: - Titre original de la production - Titre de l'épisode (pour les séries) - Nom du producteur et du réalisateur principal - Pays d'origine de la production - Version linguistique utilisée - ISAN (une obligation de déclaration et de documentation de l'ISAN existe au moins s'il est communiqué de quelque manière ou livré par le fournisseur de l'enregistre- ment au moment dela remisedecet enregistrement,ous'il est communiqué ulté­ rieurement en relation avec un enregistrement déterminé. Le diffuseur doit immédiatement donner suite à des communications ultérieures ou des corrections de l'ISAN et les indiquer à SUISA) - Numéro d'identification attribué à l'enregistrement par le diffuseur lui-même - Date d'émission - Durée d'émission - Heure d'émission - Support utilisé pour la diffusion Les diffuseurs de télévision veillent à ce que tous les films publicitaires prévus pour la diffusion et pour lesquels il n'existe pas encore d'attestation (numéro SUISA), soient déclarés à l'avance à SUISA. SUISA accorde aux diffuseurs de télévision un « bon à diffuser» (numéro SUISA), les libérant ainsi de toutes revendications de tiers en ce qui concerne les droits de diffusion de la musique. L'accord de SUISA, à moins de communication contraire, est considéré comme octroyé au bout de 10 jours après réception de la déclaration. Les diffuseurs de télévision ne diffusent pas de films publicitaires pour lesquels ils ne disposent pas de l'attestation de SUISA. Les diffuseurs de télévision déclarent mensuellement à SUISA, combien de fois et sur quels programmes de télévision quels films publicitaires ont été diffusés. Les diffuseurs de télévision déclarent en outre à SUISA la musique qu'eux-mêmes ou leurs mandataires choisissent pour la sonorisation de leurs émissions, y compris indi­ catifs, jingles et musique de fond, ainsi que les oeuvres musicales diffusées lors des retransmissions de concerts, avec le code ISRC s'il est disponible ou sinon avec des données suffisantes pour permettre l'identification de la musique. e) Disposition commune Les programmes repris régulièrement d'autres diffuseurs doivent être communiqués à SUISA avec les données suivantes - Nom du diffuseur - Nombre d'heures d'émission des programmes repris. 38 39 40 41 42 43

Tarif commun S 2026 -2028 version du 12.05.2025 14 d) Echéances Dans la mesure où rien d'autre n'est prévu ci-dessus, toutes les données doivent parve­ nir à SUISA une fois par mois, au plus tard toutefois jusqu'à la fin du mois suivant. Les déclarations concernant les indicatifs peuvent être effectuées trimestriellement. Si SUISA et/ou SWISSPERFORM constatent ou suspectent des erreurs ou des la­ cunes dans les données du diffuseur, elles le signalent à celui-ci dans les trois mois et lui accordent un délai supplémentaire de 45 jours pour remédier au manquement. Lors de l'avis, à des fins de contrôle, elles peuvent aussi exiger du diffuseur un enregistre­ ment du programme pour la période de déclaration concernée, de même que des in­ formations complémentaires sur son contenu. Si les données nécessaires à la facturation ne sont toujours pas communiquées après un délai supplémentaire de 45 jours imparti par un rappel écrit, ou si un manquement n'est toujours pas corrigé après le délai supplémentaire de 45 jours, SUISA et/ou SWISSPERFORM peuvent estimer les données manquantes et facturer les redevances sur cette base. Les factures établies sur la base d'estimations sont considérées comme acceptées par le diffuseur si celui-ci ne fournit pas, dans les 30 jours après la date de la facture, des indications complètes et correctes. SUISA et/ou SWISSPERFORM peuvent au surplus exiger une redevance supplémentaire de CHF 100.00 par mois. Cette der­ nière est doublée en cas de récidive. Sont réservées les mesures prévues au chiffre 24. Si les données relatives aux programmes prévues sous lettre G ne sont pas déclarées ou déclarées de manière incomplète pour deux trimestres consécutifs, malgré un rappel écrit, SUISA et/ou SWISSPERFORM ont le droit de mandater un expert neutre pour récolter (p.ex. au moyen d'un monitoring) les données qui auraient dû être annoncées. Les coûts de cet expert sont à charge du diffuseur si ce dernier est en faute. Durée de validité Le présent tarif entre en vigueur à la date de son approbation par décision motivée de la Commission arbitrale pour la gestion de droits d'auteur et de droits voisins (CAF), mais au plus tôt le 1 ~~ janvier 2026. Il est valable jusqu'au 31 décembre 2028. II peut être révisé avant son échéance en cas de modification profonde des circons­ tances. La durée de validité de ce tarif se prolonge automatiquement d'année en année, cela jusqu'au 31 décembre 2031 au plus tard, sauf si un des partenaires de négociation le dénonce par écrit au moins une année avant son échéance. Une telle dénonciation n'ex­ clut pas une demande de prolongation adressée à la CAF. Si aucun nouveau tarif n'est en vigueur après l'échéance de ce tarif, alors même qu'une requête d'approbation a été déposée, la durée de validité du présent tarif est prolongée provisoirement jusqu'à l'adoption de la décision motivée de la CAF concernant le nou­ veau tarif. Si le nouveau tarif entre en vigueur avec effet rétroactif, il remplace alors le présent tarif pour la durée de l'effet rétroactif. 44 45 46 47 H. 48 49 50

Radio 1/3 obligatoire obligatoire si pas de code ISRC, si disponible ou facilement accessible utile, mais pas obligatoire Nom du fichier : DIFFUSEUR_ANNÉE_MOIS Diffuseur Titre de l'œuvre musicale Nom du compositeur Interprète(s) Date d'émission Durée d'émission Heure d'émission Code ISRC Label Nom du diffuseur Les titres doivent être indiqués dans la langue originale d'après le phonogramme, y compris, le cas échéant, les versions (« live in London » « dirty remix », etc.). Nom du/des compositeur(s) Nom de l'interprète principal ou des interprètes principaux ou nom du groupe ou de l'orchestre (le cas échéant) Date d'utilisation en format unitaire, par exemple DD.MM.YYYY Durée d'utilisation en format unitaire, par exemple hh:mm:ss ~ 00:03:54 Heure de début Code ISRCde l'enregistrement utilisé Nom du Label d'utilisation en format unitaire, par exemple hh:mm:ss - 06:09:13 1 Les formats des chiffres, de l'heure et de la date, l'ordre des colonnes, les séparateurs ainsi que le formatage doivent être uniformes par année civile pour tous les mois. TC S 2026-2028 Annexe I

Radio 2 / 3 Numéro d'identification Enregistrements réalisés par le diffuseur EAN / GTIN Titre de l'album/ Titre du phonogramme Date d'enregistrement Pays d'enregistrement Numéro d'identification attribué à l'enregistrement par le diffuseur lui-même Identification des enregistrements réalisés par le diffuseur Code EAN ou Titre du CD/ de l'album Date ou année d'enregistrement Nom ou code ISO du pays d'enregistrement, par exemple CHE autres identificateurs TC S 2026-2028 Annexe I

Radio 3/3 Date ou année de (première) publication Numéro de catalogue du phogramme / CD ID Indications répertoriant l'oeuvre Numéro de commande Pays de publication Enregistrement live Date ou année de la première publication Numéro de catalogue du support sonore auprès du label En cas de pertinence: indications du catalogue des œuvres, comme le numéro d'opus, KV, etc. oui/non TC S 2026-2028 Annexe I

TV obligatoire obligatoire pour les séries utile, mais pas obligatoire 1 / 4 Productions audiovisuelles selon chiffre 37 Nom du fichier : DIFFUSEUR_ANNÉE_MOIS Diffuseur Titre original Titre de l'épisode Producteur Réalisateur principal Nom du diffuseur Titre original de la production pour les séries Nom du producteur Nom du réalisateur principal Les formats des chiffres, de l'heure et de la date, l'ordre des colonnes, les séparateurs ainsi que le formatage doivent être uniformes par année civile pour tous les mois. TC S 2026-2028 Annexe II

TV 2/4 Pays Version linguistique ISAN Numéro d'identification Date d'émission Durée d'émission Pays d'origine de la production Version linguistique utilisée Numéro d'identification attribué à l'enregistrement par le diffuseur lui-même Date d'utilisation en format unitaire, par exemple DD.MM.YYYY Durée d'utilisation en format unitaire, par exemple hh:mm:ss ~ 00:03:54 TC S 2026-2028 Annexe Il

TV 3 / 4 Heure d'émission Support utilisé Sous-titre original Numéro de l'épisode Numéro de la saison Genre Année de production Heure de début d'utilisation en format unitaire, par exemple hh:mm:ss - 06:09:13 Support utilisé pour la diffusion pour les séries pour les séries TC S 2026-2028 Annexe II

TV Iobligatoire s'il est disponible Œuvres musicales intégrées selon chiffre 42 Titre de l'œuvre Compositeur Interprète Durée de diffusion de l'œuvre CodelSRC L Les formats des chiffres, de l'heure et de la date, l'ordredes colonnes, les séparateurs ainsi que le formatage doivent être uniformes par année civile pour tous les mois. TC S 2026-2028 Annexe Il

SU IS A SUISA Cooperativa degli autori ed editori di musica SWISS PERFORM Società svizzera per i diritti di protezione affini Tariffa comune S Versione del 12.05.2025 Emittenti 2026- 2028 Società di gestione SUISA Approvata dalla Commissione arbitrale federale per la gestione dei diritti d'autore e dei diritti affini il . . . . Pubblicata nel Foglio ufficiale svizzero di commercio del Via Cattedrale 4, 6900 Lugano, Telefono +41 91 950 08 28 Bellariastrasse 82, 8038 Zürich, Telefon +4144485 66 66 Av. du Grammont 11bis, 1007 Lausanne, Téléphone +412161432 32 http://www.suisa.ch E-Mail: suisa@suisa.ch

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 2 A. Sfera di clienti La presente tariffa concerne quelle imprese che trasmettono programmi radiofonici e/o televisivi o che fanno trasmettere direttamente questi programmi da reti via cavo. Esse vengono qui di seguito denominate «emittenti». B. Oggetto della tariffa Questa tariffa si riferisce all'utilizzazione - di opere musicali non teatrali protette dal diritto d'autore, con o senza testo, che appartengono al repertorio mondiale gestito dalla SUISA (denominate di seguito «musica») - dei supporti sonori o audiovisivi disponibili in commercio, protetti in base ai diritti di protezione affini. Questa tariffa si applica alle seguenti utilizzazioni: - emissione (via terrestre, immissione diretta e diffusione nelle reti via cavo o via satellite) - immissione e diffusione simultanea ed inalterata di opere e prestazioni in Internet e in altre reti su base IP dall'emittente parallelamente all'emissione (simulcasting); lievi spostamenti temporali dovuti a circostanze puramente tecniche non impedi­ scono questa qualifica - immissione diretta e diffusione di opere e prestazioni in Internet e in altre reti IP senza emissione parallela nell'ambito di programmi lineari non interattivi (webca­ sting) - messa a disposizione su Internet o altre reti su base IP, per una consultazione on demand, di opere o prestazioni contenute in emissioni diffuse, ai sensi dell'art. 22c LDA - per quanto riguarda i diritti d'autore: registrazione o re-registrazione da parte dell'emittente su supporti sonori o audiovisivi; questi supporti possono essere uti­ lizzati soltanto per la diffusione, la ritrasmissione e la messa a disposizione se­ condo la presente tariffa e per le utilizzazioni corrispondenti da parte di altre emittenti con cui la SUISA, o una delle sue società consorelle estere, ha stipulato un contratto; per tutte le altre utilizzazioni occorre un'autorizzazione speciale della SUISA - per quanto riguarda i diritti di protezione affini: riproduzione di registrazioni di mu­ sica non teatrale a partire da supporti sonori e audiovisivi disponibili in commercio, ai fini di diffusione ai sensi dell'art. 24b par. 1 e 2 LDA, come anche ai fini della messa a disposizione ai sensi dell'art. 22c par. 2 LOA, nella misura in cui sono presenti le condizioni d'applicazione giuridiche di tali disposizioni - per quanto riguarda la diffusione e la riproduzione ai fini di diffusione e per la messa a disposizione ai sensi dell'art. 22c LOA, la presente tariffa disciplina solo le utiliz­ zazioni di prestazioni soggette al diritto svizzero. La SUISA e SWISSPERFORM non garantiscono nessun diritto per la diffusione, la distribuzione e la messa a di­ sposizione di opere, interpretazioni e registrazioni al di fuori del territorio svizzero. 1 2 3

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 3 la SUISA e SWISSPERFORM non detengono i diritti della personalità degli aventi di­ ritto: l'emittente si impegna a rispettare questi diritti, in particolare in caso di sonorizza­ zione di prodotti audiovisivi. SWISSPERFORM non detiene i diritti esclusivi degli interpreti e dei produttori di sup­ porti sonori. Per la sonorizzazione di lungometraggi, serie televisive, trasmissioni pubblicitarie e produzioni analoghe a carattere pubblicitario, occorre· sempre un'autorizzazione spe­ ciale delle società di gestione o degli aventi diritto. Sono escluse da questa tariffa le altre emissioni e diffusioni previste in altre tariffe, in particolare - le emissioni della SSR - le emissioni e diffusioni di cosiddetti programmi Pay-Radio e Pay-TV - la ridiffusione di emissioni in reti via cavo o tramite riemittenti c. Società di gestione, punto di pagamento collettivo Per questa tariffa, la SUISA è rappresentante di SWISSPERFORM e organo comune d'incasso. D. Indennità a) Base di calcolo L'indennità viene di regola calcolata in valori percentuali degli introiti dell'emittente (fermo restando la cifra 9). Supplementi per 7.1 le riproduzioni ai fini di diffusione, ai sensi dell'art. 24b LDA, di rappresentazioni e regi­ strazioni di opere musicali non teatrali: per le emittenti ai sensi dell'art. 2, lett. d LRTV, le indennità calcolate in base alla cifra 12.2 come anche in base alle cifre 15.1 e 15.2 per i diritti affini sono maggiorate del 20 %, 7.2 l'utilizzazione dei diritti d'autore e dei diritti affini ai sensi dell'art. 22c LDA: per le emittenti che effettuano utilizzi ai sensi dell'art. 22c LDA, le indennità per i diritti d'autore calcolate in base alle cifre 12.1 e 14 sono maggiorate dello 0,6 %, come anche le indennità per i diritti affini calcolate in base alla cifra 12.2 e 15 in combinato disposto con la cifra 7.1. 4 5 6 7

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 4 Introiti Sono considerati introiti ai sensi di questa tariffa tutti i proventi derivanti dagli utilizzi conformemente alla cifra 3. In base a questa condizione vi rientrano in particolare: - gli introiti pubblicitari, inclusi i proventi derivanti dalla pubblicità online sotto forma di «pre-roll», «mid-roll» e «post-roll», nonché dalla pubblicità che appare in una finestra sullo schermo («pop-up») in cui viene riprodotto il programma o contenuti disciplinati dall'art. 22c LDA - gli introiti provenienti dall'emissione di comunicazioni - gli introiti provenienti dalla vendita di spazi di emissione - i contributi di sponsor - prestazioni ottenute via bartering (scambio di prestazioni) (è determinante il valore netto della prestazione messa a disposizione dal cliente) - gli introiti provenienti da attività svolte all'esterno (per es. emissioni da fiere, espo­ sizioni, kermesse, ecc.) - gli introiti provenienti dalle partecipazioni di radioascoltatori/telespettatori (telechio­ sco/numeri con sovratasse; per es. voto per TED o SMS). Vengono conteggiati solo gli importi versati alle emittenti. - gli introiti provenienti dai canoni della LRTV (partecipazione al canone, art. 40 LRTV); - le sovvenzioni, le garanzie di deficit utilizzate e altri contributi esterni. 8.1.b Non sono invece considerati introiti ai sensi di questa tariffa i contributi speciali limitati nel tempo e vincolati a uno scopo specifico, conformemente agli articoli 58 e 109a LRTV, destinati alla promozione di nuove tecnologie di diffusione (ad es. contributi con­ nessi alla migrazione dalla FM al DAB+). 8.2 Gli introiti ai sensi della cifra 8.1.a possono essere percepiti dall'emittente direttamente o tramite una società terza (ad es. società di acquisizione pubblicitaria). In entrambi i casi sono determinanti gli importi lordi, in particolare gli importi che l'emittente o la so­ cietà terza fatturano effettivamente agli inserzionisti, agli sponsor o ad altri clienti finali (al netto dell'eventuale imposta sul valore aggiunto). In particolare, da questi importi lordi non possono essere detratte spese di acquisizione. Ciò non può avvenire nem­ meno se la società terza detrae tali costi di acquisizione all'emittente. 8.3 Le detrazioni per prestazioni che non rientrano nella tariffa che vengono, trasferite al rispettivo inserzionista, sponsor o altro cliente finale vengono prese in considerazione esclusivamente mediante una detrazione forfettaria. La deduzione è pari a - 5 % degli introiti pubblicitari e di sponsorizzazione (compreso il bartering) calcolati in conformità alle cifre 8.1.a e 8.2 per le emittenti di programmi radiofonici - 3 % degli introiti pubblicitari e di sponsorizzazione (compreso il bartering) calcolati in conformità alle cifre 8.1.a e 8.2 per le emittenti di programmi televisivi L'indennità è calcolata in valori percentuali dei costi d'esercizio dell'emittente (spese associate agli utilizzi conformemente alla cifra 3, comprese tutte le spese per realizzare gli introiti ai sensi delle cifre 8.1.a e 8.2) - quando gli introiti non sono accertabili o non ve ne sono 9 8 8.1.a

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 5 - quando l'emittente decide in anticipo di dover coprire parzialmente o totalmente i costi con i mezzi propri; questa seconda clausola non si applica ai primi tre anni civili di attività di un'emittente startup, né ai primi due esercizi in perdita di un'emit­ tente che in precedenza abbia registrato almeno quattro esercizi in utile o in pareg­ gio. Se l'emittente diffonde più programmi autonomi, gli introiti o le spese vengono attribuiti, nei limiti del possibile, ai programmi che Ii generano. Le disposizioni qui di seguito sulle percentuali rispettivamente sull'indennità minima, devono essere applicate distinta­ mente ad ogni programma. Se l'emittente percepisce i suoi introiti in blocco per più programmi, questi vengono ripartiti sui diversi programmi in proporzione ai costi confermati dall'organo di controllo dell'emittente. 11 b) Programmi radiofonici La percentuale ammonta per Diritti d'autore sulla musica 12 12.1 12.1.a Emittenti con introiti pubblicitari lordi superiori a CHF 4 milioni all'anno. Programmi la cui parte di musica protetta rispetto alla durata d'emissione è di meno del 20 % dal 20 % fino a meno del 30 % dal 30 % fino a meno del 40 % dal 40 % fino a meno del 50 % dal 50 % fino a meno del 60 % dal 60 % fino a meno del 70 % dal 70 % fino a meno del 80 % dal 80 % fino a meno del 90 % dal 90 % e oltre 12.1.b Emittenti con introiti pubblicitari lordi inferiori a CHF 4 milioni all'anno. Programmi la cui parte di musica protetta rispetto alla durata d'emissione è di meno del 10 % dal 10 % fino a meno del 30 % dal 30 % fino a meno del 50 % dal 50 % fino a meno del 70 % dal 70 % fino a meno del 90 % dal 90 % e oltre 1 % 2% 3% 4% 5 % 6% 7% 8% 9% 1 % 2% 3% 5% 7% 9%

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 6 12.1.c Per introiti pubblicitari lordi si intendono gli introiti pubblicitari, i contributi di sponsor nonché gli introiti provenienti dall'emissione di comunicazioni ai sensi delle cifre 0.1 e 0.2. 12.1.d Come parte di musica protetta si intende la parte di musica del repertorio della SUISA trasmessa dall'emittente rispetto alla durata totale d'emissione, ivi compresa la musica contenuta nelle riprese d'emissione e di programma interne ed esterne. II repertorio della SUISA comprende tutte le opere per le quali la SUISA ha il diritto di esercitare almeno uno dei diritti concessi da questa tariffa (diritto di registrazione o di ri-registra­ zione, diritto di diffusione o diritto di messa a disposizione ai sensi dell'art. 22c LDA). Se il diritto di diffondere un'opera è esercitato dagli stessi autori dell'opera, solo un terzo della durata d'emissione effettiva dell'opera viene utilizzato per determinare la parte di musica protetta. 12.2 Diritti di protezione affini Per i diritti di protezione affini la percentuale ammonta al 30 % delle percentuali per i diritti d'autore applicate ai sensi delle cifre 12.1 a e 12.1b. La parte di musica protetta equivale alla parte di musica del repertorio di SWISSPERFORM trasmessa dall'emit­ tente rispetto alla durata totale d'emissione, ivi compresa la musica contenuta nelle riprese d'emissione e di programma interne ed esterne. II repertorio di SWISSPERFORM comprende tutte le registrazioni sonore e audiovisive per le quali SWISSPERFORM ha il diritto di esercitare almeno uno dei diritti concessi dalla pre­ sente tariffa (diritto di riprodurre registrazioni di musica non teatrale a partire da supporti sonori e audiovisivi disponibili in commercio ai sensi dell'art. 24b LOA, diritto di diffu­ sione ai sensi dell'art. 35 LOA o diritto di messa a disposizione ai sensi dell'art. 22c LDA). 13 Webradio Le emittenti radio che effettuano esclusivamente webcasting (ai sensi della cifra 3, paragrafo 3) sono considerate webradio. Per le webradio - gestite da persone non professioniste durante il loro tempo libero, e - con al massimo 6000 accessi possibili in contemporanea, l'indennità viene calcolata forfettariamente in percentuale degli introiti conformemente alla cifra O. La percentuale ammonta al 6 % per l'utilizzazione dei diritti d'autore e al 2 % per l'uti­ lizzazione dei diritti di protezione affini. Tuttavia, per programma e per mese, le inden­ nità minime dovute ammontano a: - per i diritti d'autore: CHF 60.00 - per i diritti di protezione affini: CHF 60.00 Per queste webradio non sono applicabili le indennità minime indicate alla cifra 23.

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 7 Per le webradio che non soddisfano i due criteri di cui sopra, si applicano le normali indennità in base alle cifre 7 ss. (compresi i supplementi delle cifre 7.1 e 7.2) e 23. e) Programmi televisivi 14 Per i diritti d'autore la percentuale sulla musica ammonta a - programmi nei quali vengono trasmessi per oltre 2/3 della durata d'emissione film musicali, film di concerti o videoclip - programmi nei quali vengono trasmessi per oltre1/3 della durata d'emissione film musicali, film di concerti o videoclip - programmi nei quali vengono trasmessi quasi esclusiva­ mente lungometraggi e film televisivi - programmi nei quali la durata della musica non supera il 10 % della durata d'emissione complessiva, indipendente­ mente dal fatto che si tratti di musica di sottofondo o di primo piano - programmi nei quali la durata della musica supera il 10 % ma non oltrepassa il 20 %, indipendentemente dal fatto che si tratti di musica di sottofondo o di primo piano - altri programmi 15 Per i diritti di protezione affini la percentuale ammonta a 15.1 per l'utilizzazione di supporti sonori disponibili in commercio - programmi, nei quali vengono trasmessi quasi esclusiva­ mente lungometraggi e film televisivi - programmi nei quali la durata della musica non supera il 10 % dell'intera durata d'emissione, indipendentemente dal fatto che si tratti di musica di sottofondo o di primo piano - programmi nei quali la durata della musica supera il 10 % ma non oltrepassa il 20 %, indipendentemente dal fatto che si tratti di musica di sottofondo o di primo piano - altri programmi 15.2 per l'utilizzazione di film musicali, film di concerti e videoclip - programmi nei quali vengono trasmessi per oltre 2/3 della durata d'emissione film musicali, film di concerti o videoclip - programmi nei quali per oltre 1/3 della durata d'emissione vengono trasmessi film musicali, film di concerti o videoclip 6.6 % 3.3% 1.32 % 0.4 % 1 % 2% 0.06 % 0.12 % 0.18 % 0.36 % 3% 1.5 %

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 8 15.3 per l'utilizzazione di supporti audiovisivi disponibili in commercio, omessi i casi menzio­ nati alla cifra 15.2: - emittenti che trasmettono dei lungometraggi e altri supporti audiovisivi disponibili in commercio per più di 350 giorni all'anno - emittenti che trasmettono dei lungometraggi e altri supporti audiovisivi disponibili in commercio per più di 300 ma meno di 350 giorni all'anno - emittenti che trasmettono dei lungometraggi e altri supporti audiovisivi disponibili in commercio per più di 150 giorni ma meno di 300 giorni all'anno - emittenti che trasmettono dei lungometraggi e altri supporti audiovisivi disponibili in commercio per più di 75 giorni ma meno di 150 giorni all'anno - emittenti che trasmettono dei lungometraggi e altri supporti audiovisivi disponibili in commercio per più di 30 giorni ma meno di 75 giorni all'anno. - emittenti che trasmettono dei lungometraggi e altri supporti audiovisivi disponibili in commercio per un massimo di 30 giorni all'anno. Si considera come «programma» televisivo il tempo abituale d'emissione, senza im­ magini test, immagini fisse o di testo. Se un emittente percepisce tuttavia degli introiti dall'emissione di immagini fisse o di testo (per es. introiti pubblicitari, sponsoring, ecc.) e se queste emissioni sono accom­ pagnate da musica e/o supporti sonori disponibili in commercio, vengono considerate come parte integrante del programma e prese in considerazione nel calcolo della per­ centuale conformemente alle cifre 14 e 15. d) Programmi supplementari in webcasting Per i programmi supplementari che un'emittente offre tramite webcasting (ai sensi della cifra 3 paragrafo 3) sul sito Internet dedicato al suo programma principale, e per i quali l'emittente non è in grado di attribuire degli introiti o dei costi in base alle cifre 10 e 11, si applicano i seguenti importi forfettari per mese e per programma supplementare, indipendentemente dalla proporzione di musica protetta: - per i diritti d'autore: CHF 30.00 - per i diritti di protezione affini: CHF 30.00 Con il pagamento di tali importi forfettari, lo stesso programma supplementare può essere diffuso come complemento a più programmi principali. Per i programmi supplementari diffusi in maniera diversa che su Internet, si applicano de disposizioni previste alle cifre 10 e 11. 0.025 % 0.005 % 0.010 % 0.050 % 0.150 % 0.100 % 16 17

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 9 e) Detrazioni per correzione 18 Le emittenti i cui introiti ai sensi delle cifre 8.1.a e 8.2 non superano in un dato anno i CHF 700'000, beneficiano di una riduzione del 10% sulle indennità calcolate secondo le cifre 12, 14 e 15: 19 Le emittenti titolari di una concessione che conferisce loro il diritto a una quota parte del canone ai sensi dell'art. 38 cpv. 1 LRTV, beneficiano di una riduzione del 5% sulle indennità calcolate secondo le cifre 12, 14 e 15.

f) Riduzioni Le emittenti che effettuano le loro dichiarazioni secondo quanto previsto alla lettera G di seguito conformemente alla tariffa e utilizzando i modelli definiti nell'allegato I (Radio) e II (Televisione), beneficiano di una riduzione del 5% sul conteggio. Le emittenti che fanno parte di un'associazione rappresentativa di organismi di diffu­ sione che sostiene la SUISA e SWISSPERFORM nei loro compiti ricevono un'ulteriore riduzione del 10%, a condizione che si impegnino per iscritto a rispettare la presente tariffa e che si attengano effettivamente alle disposizioni tariffarie. Una violazione degli obblighi di dichiarazione ai sensi della lettera G non è di per sé un motivo che esclude la concessione di questa-riduzione.

g) Accumulazione di detrazioni e riduzioni Un'emittente ha diritto a tutte le detrazioni e le riduzioni di cui alle cifre da 18 a 21, purché soddisfi le relative condizioni. Le detrazioni di cui alle cifre 18 e 19 sono cumu­ labili. Le riduzioni di cui alle cifre 20 e 21 sono altresì cumulabili. Tuttavia, queste ultime si applicano solo dopo che sono state effettuate eventuali detrazioni di cui alle cifre 18 e 19 h) Indennità minima L'indennità ammonta mensilmente, ad almeno - per emittenti radio: CHF 100.00 per i diritti d'autore CHF 100.00 per i diritti affini - per emittenti televisive: CHF 100.00 per i diritti d'autore CHF 30.00 per i diritti affini Se l'attività di diffusione (compresi simulcasting e webcasting) e messa a disposizione ai sensi dell'art. 22c LDA è limitata a singoli giorni o ore, si applica 1/30 dell'indennità minima per 24 ore. Ogni blocco di 24 ore iniziato conta come un blocco intero. Supplemento in caso di violazioni della legge 24 Tutte le indennità citate in questa tariffa raddoppiano, allorquando 20 21 22 23

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 10 - della musica viene utilizzata senza l'autorizzazione della SUISA - un'emittente fornisce dati o conteggi inesatti o lacunosi, oppure non Ii fornisce af- fatto, intenzionalmente o per grossolana negligenza; il raddoppio dell'indennità è applicata ai dati inesatti, lacunosi o mancanti. Una pretesa per danni e lesione di interessi superiori rimane riservata. j) • Imposte Le indennità previste dalla presente tariffa si intendono senza l'imposta sul valore ag­ giunto. Se quest'ultima va versata in virtù di un oggettivo obbligo fiscale cogente o dell'esercizio di un diritto d'opzione, essa è dovuta in aggiunta dal cliente al tasso d'im­ posta in vigore. E. Conteggio Di regola le emittenti comunicano alla SUISA ogni anno - il più presto possibile, tuttavia al più tardi entro la fine di maggio: tutte le indicazioni necessarie per il calcolo dell'indennità per l'anno precedente; le voci degli introiti devono essere indicate separatamente. Le direttive e guide dell'UFCOM pertinenti per le emittenti titolari di una concessione si applicano per analogia. - entro la fine di gennaio: gli introiti preventivati ai sensi delle cifre 8.1.a e 8.2 e i costi preventivati ai sensi della cifra 9 per l'anno in corso - nei primi due anni d'esercizio, successivamente su richiesta, entro la fine di gen­ naio: la pr.esumibile parte di musica per l'anno in corso, come pure la presumibile parte di supporti sonori e audiovisivi protetti disponibili in commercio oppure il pre­ sumibile numero di giorni nell'anno civile nei quali saranno diffusi lungometraggi e altri supporti audiovisivi disponibili in commercio. La SUISA può richiedere dei giustificativi per scopi di verifica delle indicazioni, in parti­ colare il bilancio e il conto d'esercizio dell'emittente e delle società terze e una conferma dell'organo di controllo. Nel caso di società terze, i dati devono riguardare gli introiti lordi ai sensi della cifra 8.2 della tariffa. Per le emittenti con concessione, la SUISA può anche richiedere una copia del rapporto d'attività all'UFCOM. La SUISA può inoltre prendere visione dei libri contabili dell'emittente, purché nelle ore di lavoro o previo preavviso. La verifica dei dati rilevanti per il conteggio di società di produzione e di acquisizione pubblicitaria può essere effettuata da uno specialista im­ parziale. F. Pagamento Le indennità vanno pagate entro 30 giorni dalla fatturazione o entro i termini fissati nell'autorizzazione. La SUISA può richiedere acconti e/o altre garanzie. 25 26 27 28 29 30

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 11 Per i primi due anni d'esercizio gli acconti sono di regola calcolati in base all'indennità approssimativa dovuta; in seguito in base al conteggio dell'anno precedente. G. Elenchi Le emittenti inoltrano alla SUISA le indicazioni previste nel presente capoverso G. Que­ ste indicazioni vengono tuttavia richieste solo se la SUISA e/o SWISSPERFORM ne hanno bisogno per ripartire agli aventi diritto, conformemente ai loro regolamenti, le indennità percepite in base alla presente tariffa. La SUISA informa le emittenti esone- rate dall'obbligo di dichiarazione. Un annullamento dell'esenzione deve essere comu­ nicato almeno tre mesi prima dell'entrata in vigore. Le emittenti inoltrano le indicazioni relative ai programmi di cui alla lettera G in forma elettronica in un formato standard che ne permetta l'importazione. a) Radio 33 Le emittenti dichiarano alla SUISA la musica, rispettivamente i supporti sonori e audio­ visivi trasmessi nei loro programmi, compresi i tappeti sonori e i jingle. 34 Le indicazioni contengono - titolo dell'opera musicale - nome del compositore - nome dell'interprete principale o del gruppo, o nome dell'orchestra (se pertinente) - data d'emissione - durata d'emissione - ora d'emissione - numero di identificazione assegnato dall'emittente stessa alla registrazione - marcatura delle registrazioni proprie Nel caso di utilizzo di supporti sonori disponibili in commercio, le indicazioni devono comprendere anche: - codice ISRC della registrazione utilizzata (l'obbligo di notificare e documentare 1'1- SRC sussiste se l'ISRC viene notificato o fornito insieme alla registrazione in qual­ siasi forma dal fornitore della registrazione o se viene successivamente notificato in riferimento a una registrazione specifica. Le notifiche tardive e le correzioni dell'I­ SRC devono essere elaborate immediatamente dall'emittente e comunicate alla SUISA.) - etichetta (Label) Se l'ISRC non viene notificato, occorre fornire a titolo sussidiario le seguenti indica­ zioni, purché siano disponibili presso l'emittente o facilmente accessibili per quest'ul­ tima: - EAN / GTIN (European Article Number/ Global Trade Item Number) - titolo dell'album / titolo del supporto sonoro 31 32

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 12 - data di registrazione - paese di registrazione - data o anno di (prima) pubblicazione - numero di catalogo del supporto sonoro/ CD ID - dati relativi al catalogo delle opere, come numero d'opera, ecc. - numero d'ordine 35 Le emittenti radio dichiarano trimestralmente alla SUISA, quante volte e su quali pro­ grammi, quali spot pubblicitari con musica sono stati trasmessi. Se lo spot è dotato di un numero SUISA, quest'ultimo deve essere indicato nella dichiarazione. 36 Se un'emittente non è in grado di indicare le sovrapposizioni di opere nelle sue dichia­ razioni, vale a dire i momenti in cui delle opere musicali sono diffuse simultaneamente o la musica è resa impercepibile dal parlato, la SUISA e SWISSPERFORM tollerano uno scarto del 5 % tra la durata totale delle opere protette (musica, rispettivamente supporti sonori), dichiarate da questa emittente in base alla cifra 34, e le sue dichiara­ zioni relative alla proporzione di tali opere protetti nei suoi programmi. Questa tolleranza del 5 % sarà applicata solo nella misura in cui i dati forniti dall'emit­ tente contengano delle indicazioni complete sulla musica e i supporti sonori diffusi e sulle durate d'emissione, e purché non esista alcun metodo più adatto per l'identifica­ zione delle sovrapposizioni delle opere. b) Televisione 37 Le emittenti televisive dichiarano alla SUISA tutte le produzioni trasmesse, in partico­ lare lungometraggi, film televisivi, serie e documentari prodotti da terzi e non commis­ sionati dall'emittente, fornite delle seguenti indicazioni: - titolo originale della produzione - titolo dell'episodio (per le serie) - nome del produttore e del regista principale - paese d'origine della produzione - versione linguistica utilizzata - ISAN (l'obbligo di notificare e documentare l'ISAN esiste se l'ISAN viene notificato o fornito insieme alla registrazione in qualsiasi forma dal fornitore della registra­ zione o se l'ISAN viene successivamente notificato con riferimento a una registra­ zione specifica. Le notifiche tardive e le correzioni dell'ISAN devono essere elaborate immediatamente dall'emittente e comunicate alla SUISA.) - numero di identificazione assegnato dall'emittente stessa alla registrazione - data d'emissione - durata d'emissione - ora d'emissione - supporti utilizzati per la diffusione 38 Le emittenti televisive vegliano a che tutti i film pubblicitari previsti per la diffusione e per i quali non esiste ancora un'attestazione (numero SUISA), vengano preventiva­ mente notificati alla SUISA.

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 13 La SUISA accorda alle emittenti televisive un «buono per l'emissione» (numero SUISA) liberandole così da ogni rivendicazione di terzi per quanto concerne i diritti di emissione musicali. L'accordo della SUISA si considera concessa, a meno di una comunicazione contraria, 10 giorni dalla ricezione della dichiarazione. Le emittenti televisive non trasmettono film pubblicitari per i quali non dispongono di un'attestazione della SUISA. Le emittenti televisive dichiarano alla SUISA, con scadenza mensile, con quale fre­ quenza e su quali programmi televisivi quali film pubblicitari sono stati trasmessi. Le emittenti televisive dichiarano inoltre alla SUISA la musica scelta, da loro o dai loro mandatari, per la sonorizzazione delle proprie emissioni, inclusi jingle, sigle e musica di sottofondo, come pure le opere musicali diffuse nelle trasmissioni di concerti, indi­ cando il codice ISRC, se ne sono a conoscenza. In caso contrario, le emittenti devono fornire indicazioni sufficienti a consentire l'identificazione della musica. c) Disposizioni comuni 43 I programmi ripresi regolarmente da altre emittenti vanno comunicati alla SUISA forniti delle seguenti indicazioni - nome dell'emittente - numero delle ore di emissione dei programmi ripresi. d) Scadenze 44 Nella misura in cui le disposizioni precedenti non dispongano altrimenti, tutte le indica­ zioni vanno inoltrate mensilmente alla SUISA entro la fine del mese successivo. I det­ tagli dei jingle trasmessi possono essere forniti trimestralmente. 45 Se la SUISA e/o SWISSPERFORM rilevano o sospettano errori o omissioni nelle indi­ cazioni dell'emittente, devono presentare un reclamo entro tre mesi e concedere all'e­ mittente un termine supplementare di 45 giorni per rimediare a tali carenze. In caso di reclamo, la SUISA e/o SWISSPERFORM possono inoltre richiedere all'emittente di for­ nire una registrazione del programma dell'emittente per il periodo di riferimento e infor­ mazioni supplementari sul suo contenuto a fini di controllo. 46 Se le informazioni necessarie per la fatturazione non vengono inoltrate entro un termine supplementare di 45 giorni nemmeno dopo l'invio di un richiamo scritto o se le carenze oggetto di reclamo non vengono sanate entro il termine supplementare di 45 giorni, la SUISA e/o SWISSPERFORM possono stimare le indicazioni mancanti e fatturare l'in­ dennità su questa base. Le fatture allestite sulla base di stime vengono considerate accettate dall'emittente, se quest'ultima non fornisce indicazioni complete e corrette entro 30 giorni dalla data della fatturazione. La SUISA e/o SWISSPERFORM può inol­ tre richiedere un'indennità supplementare pari a CHF 100.00 per mese, raddoppiata in caso di recidiva. Rimangono riservate le misure previste alla cifra 24. 39 40 41 42

Tariffa comune S 2026 - 2028, versione del 12.05.2025 14 Se i dati relativi ai programmi previsti alla lettera G non vengono dichiarati o dichiarati in maniera incompleta per due trimestri consecutivi, malgrado un richiamo scritto, SUISA e/o SWISSPERFORM hanno il diritto di demandare un esperto neutro per rac­ cogliere (per es. per mezzo di un monitoring) i dati che avrebbero dovuto essere an­ nunciati. I costi di questo esperto sono a carico dell'emittente se quest'ultima è in fallo. H. 48 La presente tariffa entra in vigore alla data della sua approvazione mediante decisione motivata della Commissione arbitrale federale per la gestione dei diritti d'autore e dei diritti affini (CAF), ma non prima del 1° gennaio 2026. Essa è valida fino al 31 dicembre 2028. In caso di cambiamento sostanziale delle circostanze, essa può essere rimaneggiata prima della scadenza. 49 II periodo di validità si prolunga automaticamente di anno in anno, al più tardi fino al 31 dicembre 2031, a meno che uno dei partner delle trattative non lo disdica per iscritto almeno un anno prima della sua scadenza. La disdetta non esclude una nuova richiesta di proroga alla CAF. 50 Se, alla scadenza di questa tariffa, non è ancora in vigore una nuova tariffa, pur es­ sendo stata presentata una richiesta di approvazione, la durata di validità della pre­ sente tariffa è prorogata temporaneamente fino all'adozione della decisione motivata della CAF relativa alla nuova tariffa. Se la nuova tariffa entra in vigore con effetto re­ troattivo, essa sostituisce la presente tariffa per l'intero periodo di retroattività. 47 Periodo di validità

Radio 1/3 campo obbligatorio obbligatorio se non c'è l'ISRC, se faciomente disponibile o reperibile informazione utile, ma non obbligatoria Nome dei files: EMITTENTE_ANNO MESE Emittente Titolo dell'opera Nome dei compositori Interpreti Data d'emissione Durata d'emissione Ora d'emissione ISRC Nome dell'emitten te I titoli devono essere indicati in lingua originale secondo il supporto sonoro, comprese le eventuali versioni ("live in London" "dirty remix" ecc.). Nome dei compositori Nome Data di utilizzo in formato unitario, ad es. GG.MM.AAAA Durata dell'utilizzo in formato unitario, ad esempio hh:mm:ss ~ 00:03:54 Ora di inizio dell'utilizzo in formato unitario, ad esempio hh:mm:ss ~ 06:09:13 Codice ISRC della sorgente sonora dell'interprete {principale) o nome del gruppo o nome dell'orchestra (se pertinente) I formati dei dati numerici, dell'ora e della data, le sequenze di colonne, i marcatori e la formattazione devono essere standardizzati per anno Isolare e per tutti i mesi. TC S 2026-2028 Allegato I

Radio 2/3 Etichetta N° identificazioe Reg. proprie EAN/ GTIN Titolo dell'album/ del supporto Data registrazione Paese di reg. Nome della Label Numero di identificazione assegnato dall'emittente della registrazione stessa Etichettatura delle proprie registrazioni (EA) Codice EAN o ulteriori identificatori Titolo dell'album/ del supporto sonoro Data o anno della registrazione Nome o codice ISO del paese di registrazione, ad es. CHE TC S 2026-2028 Allegato I

Radio 3/3 Data la pubblicazione N° catalogo del supporto CD/ID Dettagli del catalogo dell'opera N° d'ordine Paese di pubblicazione Registrazione Live Data o anno della prima pubblicazione N° di catalogo del supporto sonoro dell'etichetta Se applicabile: Opus, KV o altri dettagli dell'opera Sì/no TC S 2026-2028 Allegato I

TV campo obbligatorio campo obbligatorio per le serie informazione utile, ma non obbligatoria 1 / 4 Prod. Audiovisuali secondo la cifra 37 Nome dei files: EMITTENTE_ANNO_MESE Emittente Titolo originale Titolo episodio Produttore Regista principale Paese Nome dell'emittente Titolo principale/serie/ titolo principale della produzione per le serie Nome dei produttori Nome del regista principale Paese d'origine della produzione I formati dei dati numerici, dell'ora e della data, le sequenze di colonne, i marcatori e la formattazione devono essere standardizzati per anno solare e per tutti i mesi. TC S 2026-2028 Allegato II

TV 2 / 4 Versione della lingua ISAN N°di identificazione Data d'emissione Durata d'emissione Ora d'emissione Versione della lingua/e utilizzate Numero di identificazione assegnato dall'emittente della registrazione stessa Data di utilizzo in formato unitario, ad es. GG.MM.AAAA Durata dell'utilizzo in formato: unitario, ad esempio hh:mm:ss 00:03:54 Ora di inizio dell'utilizzo in formato unitario, ad esempio hh:mm:ss - 06:09:13 TC S 2026-2028 Allegato II

TV 3/4 Supporto utilizzato Sottotitolo originale N° episodio N° della stagione Genere Anno di produzione Supporto utilizzato per l'emissione per le serie per le serie TC S 2026-2028 Allegato II

TV campo obbligatorio se disponibile Opere musicali integrate secondo la cifra 42 Titolo dell'opera Compositore/i Interprete/i Durata dell'opera ISRC I formati dei dati numerici, dell'ora e della data, le sequenze di colonne, i marcatori e la formattazione devono essere standardizzati per anno solare e per tutti i mesi. TC S 2026-2028 Allegato II