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94.3539

Ch Vb · 1995-03-24 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Interpellation Keller Rudolf 960 N 24 mars 1995 ches dont le nombre va croissant Le Conseil fédéral a estimé qu'il était possible de maintenir le même niveau de prestations à l'Unesco que par le passé, tout en confiant la fonction de chef de la délégation permanente à l'ambassadeur de Suisse en France. Il convient de rappeler que ladite ambassade assu- rait déjà la présence de la Suisse à l'Unesco jusqu'au début des années septante. Nous avons donc veillé à maintenir adéquatement la position de la Suisse à l'Unesco. L'engagement de notre pays à l'Unesco, apprécié de toutes parts, n'est d'aucune manière re- mis en question. Nous en voulons pour preuve le fait que la déléguée permanente adjointe auprès de l'Unesco portera le titre d'ambassadeur. Il s'agit donc d'une simple mesure de ra- tionalisation du réseau diplomatique, dictée par la nécessité de réduire l'effectif du personnel: il n'y a donc pas lieu de reve- nir sur cette décision. Erklärung des Interpellanten: nicht befriedigt Déclaration de l'interpellateur: non satisfait #ST# 94.3539 Interpellation Wick Atomwaffenfreies Europa Dénucléarisation de l'Europe Wortlaut der Interpellation vom 14. Dezember 1994 Im nächsten Frühjahr soll der Atomsperrvertrag revidiert re- spektive verlängert werden. In diesem Zusammenhang stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen: Welches ist die Haltung des Bundesrates

- zur Revision des Atomsperrvertrags; befristeter oder unbefri- steter Vertrag?

- zur Forderung eines definitiven Atomwaffentest-Stopps?

- zur Schaffung einer atomwaffenfreien Zone in Europa? Und wie wäre Europa in einem solchen Falle zu definieren?

- zur Frage, inwiefern der Einsatz von Atomwaffen einen quali- tativ anderen Verstoss gegen die Menschenrechte bildet als der Einsatz anderer Massenvernichtungswaffen? Welche Aufgabe sieht der Bundesrat für die KSZE hinsichtlich des Ziels eines atomwaffenfreien Europas? Texte de l'interpellation du 14 décembre 1994 Nous devrons au printemps prochain proroger donc réviser le Traité sur la non-prolifération des armes nucléaires. Dans cette perspective, je pose au Conseil fédéral les questions sui- vantes: Que pense-t-il:

- de la révision dudit Traité? Devrait-il être de durée limitée ou illimitée?

- de la nécessité d'un arrêt définitif des expériences nu- cléaires?

- de la création d'une Europe dénucléarisée? Dans ce cas, que faudrait-il entendre par «Europe»?

- de la question qui consiste à se demander dans quelle me- sure l'utilisation de l'arme nucléaire constitue une violation des droits de l'homme autrement plus grave que le recours aux autres armes de destruction massive? Quelle tâche envisage-t-il pour la CSCE dans la perspective d'une Europe dénucléarisée? Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. Februar 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 février 1995

1. Die endgültige Haltung zu den verschiedenen Optionen der Verlängerung des Vertrages über die Nichtverbreitung der Kernwaffen hat der Bundesrat noch nicht festgelegt Die Ver- hinderung der Weiterverbreitung aller Massenvernichtungs- waffen und die Reduzierung der vorhandenen Arsenale auf das kleinstmöglich vertretbare Niveau geniessen für den Bun- desrat sehr hohe Priorität Entscheidend ist also, dass die Ver- längerung des Vertrages zu der Stärkung dieses Zieles bei- trägt Das Ziel eines starken und dauerhaften Regimes könnte durch eine Verlängerung um lange erneuerbare Perioden von beispielsweise 25 Jahren erreicht werden. Weil sich der KSZE-Ministerrat schon im Dezember 1992 in Stockholm für die unbeschränkte Verlängerung ausgesprochen hatte, hat die Schweiz indessen am kürzlichen Budapester Gipfel der KSZE-Staaten im Dokument über Prinzipien zur Regelung der Nichtverbreitung einem ähnlich lautenden Passus zuge- stimmt, wonach der Vertrag auf unbegrenzte Zeit und bedin- gungslos verlängert werden sollte.

2. Der Bundesrat setzt sich für ein umfassendes weltweites Verbot der Kernwaffenversuche ein. Er beteiligt sich insbeson- dere mit einer sogenannten Beta-Station am geplanten seis- mischen Überwachungssystem, das zur Einhaltung des zu- künftigen Abkommens beitragen soll.

3. Eine kernwaffenfreie Zone in Europa dürfte so lange schwer zu realisieren sein, als die Militärdoktrinen sowohl Russlands als auch der Nato den Einsatz und damit auch die Stationie- rung von Kernwaffen nicht ausschliessen.

4. An einer Klärung rechtlicher Fragen zur Legalität der Kern- waffen ist der Bundesrat grundsätzlich interessiert Es ist und bleibt jedoch eines der vorrangigen Ziele unserer Aussenpoli- tik, das Übel an der Wurzel zu bekämpfen, nämlich der Beibe- haltung von Kernwaffenarsenalen ihre politische und strategi- sche Berechtigung zu entziehen.

5. Aspekte der nuklearen Nonproliferation werden sicher auch in Zukunft ein Thema der KSZE (künftig OSZE) sein. Am jüng- sten KSZE-Gipfel in Budapest haben die teilnehmenden Staa- ten in einem besonderen Dokument «Prinzipien zur Regelung der Nichtverbreitung» u. a erklärt, sie würden alle ihre beste- henden Verpflichtungen im Bereich nuklearer Abrüstung und Rüstungskontrolle zur Gänze erfüllen. Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait #ST# 94.3199 Interpellation Keller Rudolf Zweite Säule. Bundesrätlicher Angriff Deuxième pilier. Attaque du Conseil fédéral Wortlaut der Interpellation vom 6. Juni 1994 Unlängst hat sich Bundespräsident Otto Stich für die Über- prüfung des Dreisäulenkonzeptes ausgesprochen und ange- regt, dass die berufliche Vorsorge zugunsten der AHV zu- rückgestuft werden solle. Er erklärte: «Das Kapitaldeckungs- verfahren bewirkt eine volkswirtschaftlich wenig sinnvolle und zwangsweise Anhäufung von Kapital - und dies unter dem Titel der Sozialpolitik.» Zum Einfluss der zweiten Säule auf den Bodenmarkt meinte er: «Wir kommen angesichts der mehrheitlich negativen Auswirkungen der zweiten Säule nicht darum herum, das Dreisäulenkonzept grundsätzlich zu überdenken.»

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Wick Atomwaffenfreies Europa Interpellation Wick Dénucléarisation de l'Europe In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3539 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 24.03.1995 - 08:00 Date Data Seite 960-960 Page Pagina Ref. No 20 025 519 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.