Erwägungen (3 Absätze)
E. 24 mars 1995 Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. Februar 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 février 1995 Das Bundesamt für Ausländerfragen als kontrollführende Bun- desbehörde verfügt für die interessierenden Zeiträume bzw. Stichdaten über die Zahlen jeweils per Ende August Diese präsentieren sich wie folgt:
1. Aus den EU-Mitgliedstaaten, einschliesslich Österreich, Finnland und Schweden, befanden sich in der Schweiz (Ge- samtzahl a) und waren erwerbstätig (b): August 1984 August 1990 August 1994
a) Niedergelassenen (C) Italien Spanien Deutschland Frankreich Portugal Österreich Grossbritannien Niederlande Griechenland Belgien Schweden Dänemark Finnland Luxemburg Irland a 372631 84291 64071 38150 6865 26185 10049 7459 6874 3104 2300 1098 857 448 290 b 212207 51374 37282 21621 4233 17286 4669 3536 3683 1553 907 497 507 270 148 a 364052 98358 57051 38555 23897 23548 11035 8018 6832 3681 2695 1242 923 422 384 b 222824 62549 36880 23894 14455 16880 5908 4352 4004 1943 1212 619 586 274 237 a 350113 97637 64388 39637 95805 22478 11739 8978 6585 4285 3110 1384 1051 473 537 b 216090 62674 41205 24670 56173 15807 6361 5112 4004 2300 1483 728 656 310 332
b) Jahresaufenthalter (B) Italien Spanien Deutschland Frankreich Portugal Österreich Grossbritannien Niederlande Griechenland Belgien Schweden Dänemark Finnland Luxemburg Irland
c) Saisonniers (A) Italien Spanien Deutschland Frankreich Portugal Österreich Grossbritannien Niederlande Griechenland Belgien Schweden Dänemark Finnland Luxemburg Irland 27102 20577 18508 8635 15226 3609 5194 3254 2083 1482 1241 611 519 228 316 18901 22314 1753 1813 23732 1661 419 376 8 146 54 76 20 14 62 17646 14578 9214 4877 10413 2428 2726 1839 1055 779 596 322 311 76 236 18901 22314 1753 1813 23732 1661 419 376 8 146 54 76 20 14 62 14127 17166 25152 10770 54554 5200 5285 3586 1453 1791 1740 878 569 273 511 13470 14640 2404 2457 40460 2514 241 454 15 107 54 69 19 11
E. 27 15375 6598 23562 12448 29536 5809 6060 3825 914 1797 1869 1108 781 332 550 5827 4064 2256 1978 24358 1714 299 472 26 138 120 294
E. 29 5 44 9746 4218 14180 7811 20267 4244 3363 2617 405 999 943 757 439 89 388 5827 4064 2256 1978 24358 1741 299 472 26 138 120 294 39 5 44
2. An den jeweiligen Stichdaten Ende August hielten sich im übrigen Ausländer folgender Provenienz in der Schweiz auf: August 1984 August 1990 August 1994
a) Niedergelassenen (C) aus der Türkei aus Albanien aus Ex-Jugoslawien a 33203 12 23139 b 16004 5 19604 a 46725 13 64383 b 22638 7 36510 a 57372 42 116396 b 27214 18 58738
b) Jahresaufenthalter (B) aus der Türkei aus Albanien aus Ex-Jugoslawien
c) Saisonniers (A) aus der Türkei aus Albanien aus Ex-Jugoslawien 16056 5 28780 179 0 28908 9059 4 21492 179 0 28908 15568 3 65681 22 0 44461 9627 2 41895 22 0 44461 19442 325 145556 25 2 19085 10157 103 68176 25 2 19085 Für weitere Details wird auf die Bestandestabellen des Bun- desamtes fü r Ausländerfragen verwiesen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat mit dieser Antwort als erfüllt abzuschreiben. Abgeschrieben - Classé #ST# 94.3511 Postulat Baumberger Transparenz und Überwachung der derivaten Finanzgeschäfte Opérations financières dérivées. Transparence et surveillance Wortlaut des Postulates vom 6. Dezember 1994 Der Bundesrat wird ersucht, Bericht zu erstatten über die zu- nehmenden Risiken der derivaten Finanzgeschäfte und deren vorhandene oder mögliche Auswirkungen auf den Finanz- und Wirtschaftsplatz Schweiz sowie auf die Geldpolitik der Na- tionalbank. Texte du postulat du 6 décembre 1994 Je charge le Conseil fédéral de dresser un rapport sur les ris- ques accrus que les marchés de produis dérivés font courir à la place financière et économique helvétique et sur les consé- quences qu'ils ont aujourd'hui ou auront peut-être demain sur la politique monétaire de la Banque nationale suisse. Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die derivaten Finanzgeschäfte (Terminkontrakte, Optionen und dergleichen) haben im Laufe der letzten Jahre ein unge- heures Wachstum quantitativ und bezüglich ihrer Vielfalt er- lebt Zwar können finanzielle Risiken gerade mit Hilfe derarti- ger Instrumente gesamthaft besser bewirtschaftet werden. In- dessen beinhalten solche Geschäfte, sofern sie nicht absolut seriös und professionell gehandhabt werden, auch selbst Risi- ken mit gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen. 4*
24. März 1995 957 Postulat Bircher Peter Während zusätzliche gesetzliche Regulierungen (schon ange- sichts der internationalen Verflechtung) kaum zweckmässig sein dürften, lassen sich (ähnlich wie in den angelsächsischen Ländern) möglicherweise die Transparenz und die Überwa- chung solcher Geschäfte verbessern. Dementsprechend wird der Bundesrat darum ersucht, einen Bericht zu erstatten über die qualitativen und quantitativen Merkmale der zu Lasten des Finanz- und Wirtschaftsplatzes Schweiz bestehenden Risiken derivater Finanzgeschäfte und über deren allfällige Auswir- kung auf die Geldpolitik der Nationalbank und insbesondere über Art, Umfang und Effizienz der bestehenden Aufsichts- und Transparenzvorschriften sowie über die Möglichkeiten ei- ner diesbezüglichen Verbesserung. Schrittliche Stellungnahme des Bundesrates vom 22. Februar 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 22 février 1995 Am 14. März 1994 erstellte die Eidgenössische Bankenkom- mission einen «Bericht über derivate Finanzinstrumente» zu- handen der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Na- tionalrates (WAK-NR). Am 23. November 1994 präsentierte die Schweizerische Nationalbank (SNB) der WAK-NR ihre Studie über «Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Finanzderivate». Die SNB-Studie wurde aufgrund eines Fragenkataloges der WAK-NR erstellt Eine überarbeitete Fassung der SNB-Studie wurde inzwischen von der Nationalbank in ihrem Quartalsheft «Geld, Währung und Konjunktur», Nr. 4, Dezember 1994, ver- öffentlicht Die SNB-Studie nimmt ausführlich Stellung zu den folgenden drei Bereichen:
1. der Erfolg der Finanzderivate: Gründe für die Entwicklung der Derivate, deren gesamtwirtschaftlicher Nutzen sowie die Entwicklung der Derivatmärkte;
2. Risiken und mögliche negative externe Effekte der Derivate: Risiken und Gefahren für die involvierten Parteien und den Zahlungsverkehr; Verstärkung von Preisbewegungen;
3. der Handlungsbedarffür Behörden und Gesetzgeber: Fol- gen für das Rechnungswesen, die Bankenaufsicht und die Geldpolitik. Im Bericht der EBK und in der SNB-Studie werden die im Po- stulat aufgeführten Fragenbereiche - qualitative und quantita- tive Merkmale der Derivate und ihre Märkte, Risiken sowie all- fällige Auswirkungen auf die Geldpolitik - ausführlich be- schrieben. Im Anschluss an die Präsentation wurde der in der SNB-Studie aufgezeigte Handlungsbedarf im Bereich der Rechnungsle- gungsvorschriften eingehend diskutiert. In der Folge lud die WAK-NR den Bundesrat mit einer Kommissionsmotion ein, die Rechnungslegungsvorschriften des OR und des Banken- und Börsenrechts so anzupassen, dass die Risiken der Finanzderi- vate in der Bilanzierung angemessen zum Ausdruck kommen (Motion WAK-NR 94.3485). Die Stellungnahme des Bundesra- tes auf die Motion wurde dem Parlament bereits überwiesen. Wir erachten somit die im Postulat aufgeworfenen Fragen als beantwortet Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben. Abgeschrieben - Classé #ST# 94.3538 Postulat Meier Hans Lebendviehuntersuchung in Schlachthöfen Abattoirs. Examen du bétail vivant Wortlaut des Postulates vom 14. Dezember 1994 Der Bundesrat wird ersucht, zu prüfen, ob nicht in den Ausfüh- rungsbestimmungen zum Lebensmittelgesetz, Bereich Fleischhygiene, das Prinzip der obligatorischen Lebendvieh- schau inklusive Tierschutzkontrolle verankert werden kann. Texte du postulat du 14 décembre 1994 Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il est possible d'ins- crire le principe d'un contrôle obligatoire du bétail vivant, y compris sous l'angle de la protection des animaux, dans les dispositions d'exécution de la loi sur les denrées alimentaires, relatives à l'hygiène de la viande. Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumann Ruedi, Bischof, Bundi, Diener, Gonseth, Hämmerle, Hollenstein, Leemann, Maeder, Schmid Peter, Seiler Rolf, Stalder, Steffen, Thür, Wan- ner, Weder Hansjürg (16) Schrittliche Begründung-Développement par écrit Die Schlachttieruntersuchung kurz vor der Schlachtung ist ein Grundsatz einer seriösen Tierkörper- und Fleischuntersu- chung. Gerade am lebenden Tier sind viele Veränderungen noch erkennbar, die während dem Schlachtvorgang durch Entfernen verdeckt werden können. Die Tierschutzkontrolle ist ein Garant dafür, dass im Schlachthof anständig mit Tieren umgegangen wird. Zudem lässt die Lebendviehkontrolle Rückschlüsse auf die Behandlung der Tiere beim Bauern und auf dem Transport zu. Ausnahmeregelungen für kleine ländli- che Metzgereibetriebe können in Form von Weisungen durch den Bund erlassen werden. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Februar 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 février 1995 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3498 Postulat Bircher Peter Rollmaterialbeschaffung bei den Bahnen und Lärmschutz- bzw. Sicherheitsmassnahmen Matériel roulant. Mesures de sécurité et protection contre le bruit Wortlaut des Postulates vom 29. November 1994 Der Bundesrat wird eingeladen,
- die Beschaffung von neuem Rollmaterial für die Bahnen in der Schweiz für sämtliche Zugskompositionen, im besonde- ren aber auch für den Güterverkehr, zu beschleunigen, die Be- schaffungskredite entsprechend zu erhöhen und gleichzeitig
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Baumberger Transparenz und Überwachung der derivaten Finanzgeschäfte Postulat Baumberger Opérations financières dérivées. Transparence et surveillance In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3511 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 24.03.1995 - 08:00 Date Data Seite 956-957 Page Pagina Ref. No 20 025 513 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
Postulat Baumberger 956 N 24 mars 1995 Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. Februar 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 février 1995 Das Bundesamt für Ausländerfragen als kontrollführende Bun- desbehörde verfügt für die interessierenden Zeiträume bzw. Stichdaten über die Zahlen jeweils per Ende August Diese präsentieren sich wie folgt:
1. Aus den EU-Mitgliedstaaten, einschliesslich Österreich, Finnland und Schweden, befanden sich in der Schweiz (Ge- samtzahl a) und waren erwerbstätig (b): August 1984 August 1990 August 1994
a) Niedergelassenen (C) Italien Spanien Deutschland Frankreich Portugal Österreich Grossbritannien Niederlande Griechenland Belgien Schweden Dänemark Finnland Luxemburg Irland a 372631 84291 64071 38150 6865 26185 10049 7459 6874 3104 2300 1098 857 448 290 b 212207 51374 37282 21621 4233 17286 4669 3536 3683 1553 907 497 507 270 148 a 364052 98358 57051 38555 23897 23548 11035 8018 6832 3681 2695 1242 923 422 384 b 222824 62549 36880 23894 14455 16880 5908 4352 4004 1943 1212 619 586 274 237 a 350113 97637 64388 39637 95805 22478 11739 8978 6585 4285 3110 1384 1051 473 537 b 216090 62674 41205 24670 56173 15807 6361 5112 4004 2300 1483 728 656 310 332
b) Jahresaufenthalter (B) Italien Spanien Deutschland Frankreich Portugal Österreich Grossbritannien Niederlande Griechenland Belgien Schweden Dänemark Finnland Luxemburg Irland
c) Saisonniers (A) Italien Spanien Deutschland Frankreich Portugal Österreich Grossbritannien Niederlande Griechenland Belgien Schweden Dänemark Finnland Luxemburg Irland 27102 20577 18508 8635 15226 3609 5194 3254 2083 1482 1241 611 519 228 316 18901 22314 1753 1813 23732 1661 419 376 8 146 54 76 20 14 62 17646 14578 9214 4877 10413 2428 2726 1839 1055 779 596 322 311 76 236 18901 22314 1753 1813 23732 1661 419 376 8 146 54 76 20 14 62 14127 17166 25152 10770 54554 5200 5285 3586 1453 1791 1740 878 569 273 511 13470 14640 2404 2457 40460 2514 241 454 15 107 54 69 19 11 27 10092 12194 15843 7212 36599 3871 2986 2470 749 1086 931 618 328 111 366 13470 14640 2404 2457 40460 2514 241 454 15 107 54 69 19 11 27 15375 6598 23562 12448 29536 5809 6060 3825 914 1797 1869 1108 781 332 550 5827 4064 2256 1978 24358 1714 299 472 26 138 120 294 29 5 44 9746 4218 14180 7811 20267 4244 3363 2617 405 999 943 757 439 89 388 5827 4064 2256 1978 24358 1741 299 472 26 138 120 294 39 5 44
2. An den jeweiligen Stichdaten Ende August hielten sich im übrigen Ausländer folgender Provenienz in der Schweiz auf: August 1984 August 1990 August 1994
a) Niedergelassenen (C) aus der Türkei aus Albanien aus Ex-Jugoslawien a 33203 12 23139 b 16004 5 19604 a 46725 13 64383 b 22638 7 36510 a 57372 42 116396 b 27214 18 58738
b) Jahresaufenthalter (B) aus der Türkei aus Albanien aus Ex-Jugoslawien
c) Saisonniers (A) aus der Türkei aus Albanien aus Ex-Jugoslawien 16056 5 28780 179 0 28908 9059 4 21492 179 0 28908 15568 3 65681 22 0 44461 9627 2 41895 22 0 44461 19442 325 145556 25 2 19085 10157 103 68176 25 2 19085 Für weitere Details wird auf die Bestandestabellen des Bun- desamtes fü r Ausländerfragen verwiesen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat mit dieser Antwort als erfüllt abzuschreiben. Abgeschrieben - Classé #ST# 94.3511 Postulat Baumberger Transparenz und Überwachung der derivaten Finanzgeschäfte Opérations financières dérivées. Transparence et surveillance Wortlaut des Postulates vom 6. Dezember 1994 Der Bundesrat wird ersucht, Bericht zu erstatten über die zu- nehmenden Risiken der derivaten Finanzgeschäfte und deren vorhandene oder mögliche Auswirkungen auf den Finanz- und Wirtschaftsplatz Schweiz sowie auf die Geldpolitik der Na- tionalbank. Texte du postulat du 6 décembre 1994 Je charge le Conseil fédéral de dresser un rapport sur les ris- ques accrus que les marchés de produis dérivés font courir à la place financière et économique helvétique et sur les consé- quences qu'ils ont aujourd'hui ou auront peut-être demain sur la politique monétaire de la Banque nationale suisse. Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die derivaten Finanzgeschäfte (Terminkontrakte, Optionen und dergleichen) haben im Laufe der letzten Jahre ein unge- heures Wachstum quantitativ und bezüglich ihrer Vielfalt er- lebt Zwar können finanzielle Risiken gerade mit Hilfe derarti- ger Instrumente gesamthaft besser bewirtschaftet werden. In- dessen beinhalten solche Geschäfte, sofern sie nicht absolut seriös und professionell gehandhabt werden, auch selbst Risi- ken mit gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen. 4*
24. März 1995 957 Postulat Bircher Peter Während zusätzliche gesetzliche Regulierungen (schon ange- sichts der internationalen Verflechtung) kaum zweckmässig sein dürften, lassen sich (ähnlich wie in den angelsächsischen Ländern) möglicherweise die Transparenz und die Überwa- chung solcher Geschäfte verbessern. Dementsprechend wird der Bundesrat darum ersucht, einen Bericht zu erstatten über die qualitativen und quantitativen Merkmale der zu Lasten des Finanz- und Wirtschaftsplatzes Schweiz bestehenden Risiken derivater Finanzgeschäfte und über deren allfällige Auswir- kung auf die Geldpolitik der Nationalbank und insbesondere über Art, Umfang und Effizienz der bestehenden Aufsichts- und Transparenzvorschriften sowie über die Möglichkeiten ei- ner diesbezüglichen Verbesserung. Schrittliche Stellungnahme des Bundesrates vom 22. Februar 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 22 février 1995 Am 14. März 1994 erstellte die Eidgenössische Bankenkom- mission einen «Bericht über derivate Finanzinstrumente» zu- handen der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Na- tionalrates (WAK-NR). Am 23. November 1994 präsentierte die Schweizerische Nationalbank (SNB) der WAK-NR ihre Studie über «Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Finanzderivate». Die SNB-Studie wurde aufgrund eines Fragenkataloges der WAK-NR erstellt Eine überarbeitete Fassung der SNB-Studie wurde inzwischen von der Nationalbank in ihrem Quartalsheft «Geld, Währung und Konjunktur», Nr. 4, Dezember 1994, ver- öffentlicht Die SNB-Studie nimmt ausführlich Stellung zu den folgenden drei Bereichen:
1. der Erfolg der Finanzderivate: Gründe für die Entwicklung der Derivate, deren gesamtwirtschaftlicher Nutzen sowie die Entwicklung der Derivatmärkte;
2. Risiken und mögliche negative externe Effekte der Derivate: Risiken und Gefahren für die involvierten Parteien und den Zahlungsverkehr; Verstärkung von Preisbewegungen;
3. der Handlungsbedarffür Behörden und Gesetzgeber: Fol- gen für das Rechnungswesen, die Bankenaufsicht und die Geldpolitik. Im Bericht der EBK und in der SNB-Studie werden die im Po- stulat aufgeführten Fragenbereiche - qualitative und quantita- tive Merkmale der Derivate und ihre Märkte, Risiken sowie all- fällige Auswirkungen auf die Geldpolitik - ausführlich be- schrieben. Im Anschluss an die Präsentation wurde der in der SNB-Studie aufgezeigte Handlungsbedarf im Bereich der Rechnungsle- gungsvorschriften eingehend diskutiert. In der Folge lud die WAK-NR den Bundesrat mit einer Kommissionsmotion ein, die Rechnungslegungsvorschriften des OR und des Banken- und Börsenrechts so anzupassen, dass die Risiken der Finanzderi- vate in der Bilanzierung angemessen zum Ausdruck kommen (Motion WAK-NR 94.3485). Die Stellungnahme des Bundesra- tes auf die Motion wurde dem Parlament bereits überwiesen. Wir erachten somit die im Postulat aufgeworfenen Fragen als beantwortet Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben. Abgeschrieben - Classé #ST# 94.3538 Postulat Meier Hans Lebendviehuntersuchung in Schlachthöfen Abattoirs. Examen du bétail vivant Wortlaut des Postulates vom 14. Dezember 1994 Der Bundesrat wird ersucht, zu prüfen, ob nicht in den Ausfüh- rungsbestimmungen zum Lebensmittelgesetz, Bereich Fleischhygiene, das Prinzip der obligatorischen Lebendvieh- schau inklusive Tierschutzkontrolle verankert werden kann. Texte du postulat du 14 décembre 1994 Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il est possible d'ins- crire le principe d'un contrôle obligatoire du bétail vivant, y compris sous l'angle de la protection des animaux, dans les dispositions d'exécution de la loi sur les denrées alimentaires, relatives à l'hygiène de la viande. Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumann Ruedi, Bischof, Bundi, Diener, Gonseth, Hämmerle, Hollenstein, Leemann, Maeder, Schmid Peter, Seiler Rolf, Stalder, Steffen, Thür, Wan- ner, Weder Hansjürg (16) Schrittliche Begründung-Développement par écrit Die Schlachttieruntersuchung kurz vor der Schlachtung ist ein Grundsatz einer seriösen Tierkörper- und Fleischuntersu- chung. Gerade am lebenden Tier sind viele Veränderungen noch erkennbar, die während dem Schlachtvorgang durch Entfernen verdeckt werden können. Die Tierschutzkontrolle ist ein Garant dafür, dass im Schlachthof anständig mit Tieren umgegangen wird. Zudem lässt die Lebendviehkontrolle Rückschlüsse auf die Behandlung der Tiere beim Bauern und auf dem Transport zu. Ausnahmeregelungen für kleine ländli- che Metzgereibetriebe können in Form von Weisungen durch den Bund erlassen werden. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Februar 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 février 1995 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3498 Postulat Bircher Peter Rollmaterialbeschaffung bei den Bahnen und Lärmschutz- bzw. Sicherheitsmassnahmen Matériel roulant. Mesures de sécurité et protection contre le bruit Wortlaut des Postulates vom 29. November 1994 Der Bundesrat wird eingeladen,
- die Beschaffung von neuem Rollmaterial für die Bahnen in der Schweiz für sämtliche Zugskompositionen, im besonde- ren aber auch für den Güterverkehr, zu beschleunigen, die Be- schaffungskredite entsprechend zu erhöhen und gleichzeitig
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Baumberger Transparenz und Überwachung der derivaten Finanzgeschäfte Postulat Baumberger Opérations financières dérivées. Transparence et surveillance In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3511 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 24.03.1995 - 08:00 Date Data Seite 956-957 Page Pagina Ref. No 20 025 513 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.