opencaselaw.ch

94.3335

Ch Vb · 1994-12-16 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

16. Dezember 1994 2463 Motion Bischof Les informations demandées par le motionnaire revêtent une importance particulière étant donné que les ressources finan- cières sont généralement maigres aujourd'hui. Il faut souligner que les ressources prévues dans le budget de 1995 pour la recherche dans les domaines de l'alcool, du ta- bac et des drogues ne permettent pas à la Confédération de mandater de telles études scientifiques. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en pos- tulat. Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 94.3335 Motion Bischof Zunahme von Asylbewerbern im Drogenbereich Milieu de la drogue et requérants d'asile Wortlaut der Motion vom 19. September 1994 Der Bundesrat wird beauftragt, die erforderlichen Massnah- men zu treffen, damit bei Asylbewerbern, die Drogendelikte begehen, das Asylverfahren beschleunigt behandelt und ab- geschlossen wird. Texte de la motion du 19 septembre 1994 Le Conseil fédéral est chargé de prendre les mesures qui s'im- posent pour accélérer le traitement des demandes d'asile et les décisions concernant les requérants qui commettent des délits en matière de stupéfiants. Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Das Drogengeschäft in den grossen Schweizer Städten ist in der Hand von Ausländern. Polizeiorgane sprechen nicht gerne darüber, um nicht in den Ruf der Fremdenfeindlichkeit zu geraten. Tatsache aber ist, dass kriminell gewordene Asyl- bewerber nicht abgeschoben werden können, bevor ihr Auf- nahmeverfahren abgeschlossen ist. Sie sind damit privilegiert gegenüber «gewöhnlichen» Auslän- dern, die nach einem Urteil fremdenpolizeilich oder gerichtlich ausgewiesen werden können. Viele dieser Asylbewerber da- gegen tauchen nach einer Verurteilung innert kürzester Zeit wieder ins illegale Suchtgeschäft ab. Die Bewerbung um Asyl ist zu einem Geschäft geworden. Die Gesuchsteller sind genau über ihre Rechte informiert; alles ist gut organisiert. Wer sich nicht an unsere Spielregeln hält, hat auch kein Recht auf Asyl. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 16. November 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 16 novembre 1994 Motionstext und Begründung sind identisch mit der Motion Bi- schof vom 3. Juni 1992 (92.3189). Der Bundesrat hat am 2. No- vember 1992 dazu Stellung genommen und den Antrag ge- stellt, die Motion abzuschreiben. Es kann auf die damalige Stellungnahme verwiesen werden. Nach wie vor gilt, dass:

- die Bekämpfung des Drogenhandels primär Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden ist;

- das Asylverfahren den Gang der Strafjustiz und den Vollzug einer strafrichterlichen Landesverweisung nicht grundsätzlich hemmt; und -dass Gesuche von straffällig gewordenen Asylbewerbern vom Bundesamt für Flüchtlinge prioritär behandelt werden. Soweit dem Bundesrat Möglichkeiten zur Verfügung stehen, auf die Behandlungsdauer von Asylgesuchen Einfluss zu nehmen, wird bereits alles unternommen, um bei fehlender Flüchtlingseigenschaft eine rasche Wegweisung gestützt auf die asylrechtlichen Bestimmungen anzuordnen. Offensicht- lich ist die Weisung zur prioritären Behandlung ein wirksa- mes Mittel zur Bekämpfung der missbräuchlichen Inan- spruchnahme des Asylverfahrens. Gemäss Statistik für den Kanton Zürich zeigt sich nämlich ein massiver Rückgang der Fälle, in denen die kantonalen Behörden um prioritäre Be- handlung ersuchen. Während im Jahr 1993 pro Monat durch- schnittlich 19 Fälle zur prioritären Behandlung gemeldet wur- den, sind im Jahr 1994 nur noch zwei solche Gesuche pro Monat eingegangen. Im übrigen hat der Bundesrat mit dem vom Parlament inzwi- schen verabschiedeten Bundesgesetz über Zwangsmass- nahmen im Ausländerrecht eine Vorlage unterbreitet, die es den Kantonen erlaubt, den Vollzug von Wegweisungen bei Ausländern, die sich illegal im Drogenmilieu aufhalten, effizi- enter zu gestalten. Sofern die Vorlage in der Volksabstimmung vom 4. Dezember 1994 angenommen wird, können neben Massnahmen zur Ein- und Ausgrenzung auch vermehrt Haft- anordnungen zur Sicherstellung der Wegweisung getroffen werden. Diese Neuerungen sind nicht nur auf Asylbewerber beschränkt, sondern gelten auch für alle anderen Ausländer, die nicht zur Anwesenheit in der Schweiz berechtigt sind. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion abzuschreiben. Abgeschrieben - Classé #ST# 94.3333 Motion Bischof Heckfahrradträger. Verbot Porte-bicyclette à l'arrière des véhicules. Interdiction Wortlaut der Motion vom 19. September 1994 Der Bundesrat wird beauftragt, Heckfahrradträger gemäss Vorschriften der Strassenverkehrsgesetzgebung in der Schweiz generell zu verbieten. Texte de la motion du 19 septembre 1994 Le Conseil fédéral est chargé d'interdire dans toute la Suisse les porte-bicyclette en vertu de la législation sur la circulation routière. Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Durch das Befestigen von Fahrrädern bei meist an Personen- wagen montierten Heckträgern werden praktisch immer Vor- schriften der Strassenverkehrsgesetzgebung missachtet. Mit- tels Prospekten und Medienpublikationen werden seit ge- raumer Zeit Heckfahrradträger zum Verkauf angeboten. Auf unseren Strassen sind solche an Personenwagen mon- tierte Fahrradträger bereits vermehrt feststellbar. Die Verkaufs- stellen machen offensichtlich zu wenig oder gar nicht darauf aufmerksam, dass mit dem Befestigen von Fahrrädern an sol-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Bischof Zunahme von Asylbewerbern im Drogenbereich Motion Bischof Milieu de la drogue et requérants d'asile In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band IV Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3335 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 16.12.1994 - 08:00 Date Data Seite 2463-2463 Page Pagina Ref. No 20 024 949 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.