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94.3274

Ch Vb · 1994-10-07 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

7. Oktober 1994 N 1905 Postulat Fritschi Oscar Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben. Abgeschrieben - Classé #ST# 94.3266 Postulat Bircher Peter Gemeinschaftsdienst für alle. Erarbeitung eines Grundlagenberichtes Service à la communauté obligatoire. Rapport de base Wortlaut des Postulates vom 16. Juni 1994 Der Bundesrat wird eingeladen, einen umfassenden Grundla- genbericht über einen obligatorischen Gemeinschaftsdienst von allen für alle erstellen zu lassen. Als Gemeinschaftsdienst könnten all jene Dienstleistungen in lebenswichtigen Berei- chen bezeichnet werden, die zugunsten der staatlichen Ge- meinschaft im Prinzip unentgeltlich erbracht werden. Texte du postulat du 16 juin 1994 Le Conseil fédéral est invité à faire réaliser un rapport circon- stancié sur l'instauration d'un service à la communauté obliga- toire exécuté par tous et pour tous. Toutes les prestations qui sont effectuées pour la collectivité, en principe gratuitement, dans des domaines d'importance vitale, pourraient être consi- dérées comme service à la communauté. Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun Schrittliche Begründung - Développement par écrit

1. Im März 1993 wurde eine Diskussionsgrundlage für ein Pro- jekt «Gemeinschaftsdienst aus der Sicht der Frauen» von der Arbeitsgruppe «Konzeptionelle Fragen» veröffentlicht. Die Ar- beitsgruppe kam zum Schluss, dass das Projekt «Gemein- schaftsdienst für alle» weiterzuverfolgen sei. Sie sieht darin ei- nen grossen Nutzen für die ganze Bevölkerung. Das Diskussionspapier lehnt sich stark an die Fragen im Zu- sammenhang mit der Wehrpflicht und dem Zivilschutz an. Der Gemeinschaftsdienst für alle sollte aber weit über die bisheri- gen Dienstformen hinausgehen. Viele Aufgaben können heute nicht in Angriff genommen oder nicht gelöst werden, weil die Arbeit und die Dienstleistungen nicht mit regulärem Lohne abgegolten werden können.

2. Die bekannten Dienstformen für Armee, Zivilschutz, Feuer- wehr und Katastrophenhilfe sind grundsätzlich beizubehalten, allenfalls ist eine Erweiterung zu prüfen: Wehrdienst (Armee): Die Wehr- und Verteidigungsaufgabe nach den Grundprinzipen der Wehrpflicht ist im Sinne der lau- fenden Armeereform beizubehalten. Zivilschutz: Keine Änderungen ausserhalb der laufenden Re- formen. Katastrophenhilfe: Eine Erweiterung über die bestehende Or- ganisation (Zivilschutz und Katastrophenhilfe) ist zu prüfen.

3. Neben den bekannten Dienstformen für Armee, Zivilschutz, Feuerwehr und Katastrophenhilfe wäre ein Gemeinschafts- dienst für alle umfassend zu verstehen. Das Diskussionspa- pier 93 erwähnt:

- akute kollektive Notsituationen;

- besondere Langzeitaufgaben, wie die Überforderung im Ge- sundheitswesen, schädliche Umweltveränderungen und ge- sellschaftliche Umstellungen. Weitere einzubeziehende mögliche Bereiche wären: -Sozialdienst (Gesundheitswesen und Betreuungsaufgaben im stationären wie ambulanten Bereich);

- Friedensdienst (Entwicklungshilfe);

- Ökodienst (Naturschutz und Landwirtschaft);

- Bildungswesen und Freizeitbereich, z. B. Jugendlager, in Jugendhäusern, in der Aufgabenhilfe, Mittagstisch für Schul- kinder, Familienentlastungsdienst usw.

4. Die Dienstpflicht könnte vom 18. bis 40. Altersjahrbestehen und eine bestimmte Dauer umfassen (z. B. gesamthaft min- destens ein Jahr). In der ganzen Organisation könnte sie sich stark an die Militär- bzw. Zivilschutzorganisation anlehnen, mit dem Erwerbsersatz in bestimmten Bereichen und der Einsatz- leistung. Für den Einsatz in den Gemeinden (Wald, Naturschutz) oder

z. B. in der Landwirtschaft könnten angemessene Entschädi- gungen verlangt werden, so dass der Gemeinschaftsdienst für alle, mindestens teilweise, selbsttragend wäre. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 24. August 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 24 août 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Präsidentin: Der Vorstoss wird von Frau von Feiten und von Herrn Narbel bekämpft. Die Diskussion wird verschoben. Verschoben - Renvoyé #ST# 94.3274 Postulat Fritschi Oscar Ausbau der Guten Dienste Bons offices. Extension Wortlaut des Postulates vom 17. Juni 1994 Der Bundesrat wird eingeladen, einen Bericht zur Frage vorzu- legen, wie die vorgesehenen Beiträge der Armee zu friedens- fördernden Massnahmen in dem Rahmen, der durch die Ab- lehnung der Blauhelmvorlage vorgegeben worden ist, intensi- viert werden können. Ebenfalls in der Absicht, die Guten Dienste unseres Landes zu verstärken, wird der Bundesrat fer- ner gebeten, einen Ausbau des Schweizerischen Katastro- phenhilfekorps - beispielsweise um eine Task Force für den Wiederaufbau -zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten. Texte du postulat du 17 juin 1994 Le Conseil fédéral est invité à présenter aux Chambres un rap- port exposant comment, au lendemain du non aux casques bleus, l'armée pourrait, dans le cadre des activités prévues, participer plus activement à la promotion de la paix Toujours dans le souci de développer les offres de bons offices de la Suisse, je le prie également d'envisager la possibilité de déve- lopper le Corps suisse d'aide en cas de catastrophe (p. ex. en lui adjoignant un groupe d'intervention chargé de tâches de reconstruction) et de nous présenter un rapport à ce sujet Mitunterzeichner-Cosignataires: Allenspach, Aregger, Baum- berger, Bezzola, Bonny, Bührer Gerald, Camponovo, Cava- dini Adriano, Couchepin, Dettling, Eymann Christoph, Fi- scher-Seengen, Frey Walter, Früh, Giger, Gysin, Heberlein, Hegetschweiler, Loeb François, Maurer, Nabholz, Spoerry, Stamm Luzi, Steinegger, Steiner Rudolf, Suter, Tschopp, Tschuppert Karl, Verterli, Wanner, Wittenwiler, Wyss Paul (32) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Das Schweizervolk hat den Einsatz von Schweizer Blauhelm- truppen im Ausland abgelehnt. Im Abstimmungskampf ist aber nicht nur von den Befürwortern, sondern auch von Geg- nern der Blauhelmvorlage die Wünschbarkeit betont worden,

Postulat Loeb François 1906 N 7 octobre 1994 die bereits bestehenden Instrumente, die unserem Land für Gute Dienste und insbesondere humanitäre Hilfe zu Gebote stehen, auszubauen. Was den vorgesehenen Beitrag der Armee zu friedensfördern- den Massnahmen anbetrifft, ist deshalb abzuklären, welche Möglichkeiten - über Blaumützen und Militärbeobachter hin- aus - zusätzlich in Frage kommen. Zu denken wäre unseres Erachtens insbesondere an den Ausbildungsbereich. So hört man, dass ausländische Staaten an Schweizer Offizieren inter- essiert wären, welche ihrem Armeekader die Kenntnisse des Kriegsvölkerrechtes vermitteln würden - eine Aufgabe, die zu erfüllen das Internationale Komitee vom Roten Kreuz sich mangels Geld und Fachleuten offenbar ausserstande sieht Desgleichen könnte man sich die Durchführung von Ausbil- dungskursen im Schutz- und Rettungswesen vorstellen. Für das Schweizerische Katastrophenhilfekorps stellt sich die Frage, ob über direkte Rettungs- und Hilfsaktionen hinaus der Aufbau einer Task Force möglich wäre, welche beim Wieder- aufbau zerstörter Gebiete nach Katastrophenereignissen oder nach Beendigung kriegerischer Konflikte einen Beitrag leisten könnte. Allenfalls kämen für diese Aufgabe auch Truppen im Status von unbewaffneten Blaumützen in Frage. Im Sinne der Prävention wäre ferner die Bildung von Detachementen des Katastrophenhilfekorps zu prüfen, welche sich der Aufgabe annähmen, in bestimmten Gegenden im Osten Europas die Entsorgung von Schadstoffen und die Entgiftung ganzer Ge- bietefachkundig zu besorgen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 24. August 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 24 août 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3239 Postulat Steinemann Beiträge an das Ausland und internationale Organisationen Contributions versées à l'étranger et aux organisations internationales Wortlaut des Postulates vom 15. Juni 1994 Der Bundesrat wird gebeten, einen Gesamtbericht aus allen Departementen mit einer Liste im Anhang, über sämtliche Überweisungen des Bundes an internationale Organisatio- nen, an das Ausland (auch über schweizerische Organisatio- nen), Entwicklungshilfe, Subventionen, Beiträge aller Art (z. B. Regelung der Zahlungsrückstände der Republik Mazedonien gegenüber der Weltbank von 1,4 Millionen Dollar, Strassenun- terhalt in Nepal usw.), an die Uno und ihrer Organisationen so- wie an private und halbprivate Organisationen jeglicher Art ans Ausland oder zugunsten des Auslandes zu veröffentli- chen. Darin soll die Rechtsgrundlage ersichtlich sein, ebenso an wen, wieviel und wofür bezahlt wird. Interessant zu wissen wäre auch, ob die Schweiz in einzelnen Positionen mehr be- zahlt, als sie es gemäss Lastenaufteilung müsste. Texte du postulat du 15 juin 1994 Le Conseil fédéral est prié de publier un rapport couvrant tous les départements et comprenant, en annexe, une liste indi- quant l'ensemble des montants versés par la Confédération à des organisations internationales et à des pays étrangers (aussi par le biais d'organisations suisses); cette liste indi- quera notamment les montants qui ont été versés au titre de la coopération au développement, les subventions et les contri- butions en tout genre (règlement des arriérés de la Républi- que de Macédoine à l'égard de la Banque mondiale pour une somme de 1,4 million de dollars, entretien des routes au Né- pal, etc.) qui ont été versées au système des Nations Unies ainsi qu'aux organisation privées ou semi-privées les plus di- verses ou à des pays étrangers. Ce rapport mentionnera en outre les bases légales applicables de même que les bénéfi- ciaires, les montants alloués et les motifs invoqués. Il serait par ailleurs intéressant de savoir si, pour ce qui est de certaines ru- briques, la Suisse paie plus qu'elle ne le devrait en vertu de la répartition des charges. Mitunterzeichner - Cosignataires: Borer Roland, Dreher, Gie- zendanner, Jenni Peter, Kern, Moser, Scherrer Jürg (7) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Anlässlich der Blauhelmabstimmungs-Diskussionen sind ver- schiedenste diesbezügliche Zahlen herumgeboten worden, welche nicht konkret ermittelt werden konnten. Parlamentarier und viele Bürger und Steuerzahler sind über diese Engage- ments nicht informiert, wollen darüber aber genauere Anga- ben. Die Unübersichtlichkeit der Engagements und die Fort- schreibungsmentalität müssen beleuchtet und überprüft wer- den, damit Nötiges und Sinnvolles von jenem, welches ange- sichts der prekären Finanzlage des Bundes gestrichen oder reduziert werden kann, getrennt wird. Die beantragte Liste wird Transparenz schaffen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 17. August 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 17 août 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 93.3447 Postulat Loeb François Beteiligung des Bundes anderAlparAG Participation de la Confédération àl'AlparSA Wortlaut des Postulates vom 4. Oktober 1993 Der Bundesrat wird gebeten, anlässlich der nächsten Kapital- erhöhung der Berner Flughafengesellschaft Alpar AG eine Be- teiligung des Bundes am Aktienkapital im Umfange von 3 Mil- lionen Franken zu prüfen. Texfe du postulat du 4 octobre 1993 Une augmentation de capital de la société exploitant l'aéro- port de Berne, Alpar SA, étant prévue prochainement, le Conseil fédéral est prié d'étudier la possibilité d'une participa- tion de la Confédération au capital-actions de cette société à hauteur de 3 millions de francs. Mitunterzeichner - Cosignataires : Ke i ne • - Au eu n Schriftliche Begründung-Développement par écrit Die Alpar AG ist Konzessionsnehmerin auf dem Flughafen Bern-Belp. Im Jahre 1986 wurde sie durch eine Kapitalerhö- hung aus den Kreisen der Berner Wirtschaft privatisiert Als einziger konzessionierter Flughafen kommt sie ohne Subven- tionen durch die öffentliche Hand aus, da im Kanton und in der Stadt Bern entsprechende Rechtsgrundlagen fehlen. Die Alpar AG hat in den vergangenen Jahren über 3 Millionen Franken in die Erneuerung der technischen Anlagen des Flug-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Fritschi Oscar Ausbau der Guten Dienste Postulat Fritschi Oscar Bons offices. Extension In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3274 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.10.1994 - 08:00 Date Data Seite 1905-1906 Page Pagina Ref. No 20 024 573 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.