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94.3216

Ch Vb · 1994-10-07 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

7. Oktober 1994 N 1909 Postulat Keller Rudolf #ST# 94.3204 Postulat Fankhauser Auskunftsdienst Nummer 111 der PTT. Weiterführung der Verbilligung PTT. Tarifs des renseignements au numéro 111 Wortlaut des Postulates vom 8. Juni 1994 Der Bundesrat wird eingeladen, gestützt auf Artikel 8 Absatz 2 Fernmeldegesetz (FMG), die zeitliche Befristung für den Tele- fonauskunftsdienst Nummer 111 zu streichen oder allenfalls angemessen (5 Jahre) zu verlängern, damit eine Verbilligung aus allgemeinen Erträgen des Telefondienstes weitergeführt werden kann. Texfe du postulat du 8 juin 1994 Le Conseil fédéral est invité, en vertu de l'article 8 alinéa 2 de la loi sur les télécommunications (LTC), à supprimer la date à la- quelle échoira le service de renseignements (numéro 111) ou tout du moins à la repousser de 5 ans, afin que les PTT conti- nuent à utiliser le produit du service téléphonique pour réduire le prix de cette prestation. Mitunterzeichner- Cosignataires: Bäumlin, Béguelin, Boden- mann, Brunner Christiane, Bundi, Carobbio, Danuser, de Dar- del, von Feiten, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Leemann, Leuenberger Ernst, Rechstei- ner, Ruffy, Steiger Hans, Strahm Rudolf (20) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Das neue Fernmeldegesetz (FMG) unterscheidet bei den Fernmeldediensten zwischen den Dienstleistungen im Be- reich des Grunddienstes und den sogenannten erweiterten Diensten, die von den PTT-Betrieben und von Dritten angebo- ten werden können. Mit der Verordnung vom 25. März 1992 über Fernmeldedien- ste (FDV) hat der Bundesrat in Artikel 12 Buchstabe d die Aus- kunftsdienste den erweiterten Betrieben zugewiesen. Gemäss Artikel 19 FDV müssen die PTT-Betriebe diese beliebte und von der Bevölkerung auch viel genutzte Dienstleistung nur noch bis zum 31. Dezember 1994 in allen Landesteilen nach den gleichen Grundsätzen erbringen. Aufgrund dieser Be- stimmung dürfen die PTT-Betriebe diese für die Allgemeinheit sehr wichtige Dienstleistung auch nur bis am 31. Dezember 1994 aus den Erträgen des Telefondienstes verbilligen. Nach- her hat dieser Dienst selbsttragend zu sein. Der Auskunftsdienst Nummer 111 ist und bleibt eine Dienstlei- stung im öffentlichen Interesse, die noch längerfristig in allen Landesteilen nach gleichen Grundsätzen zu erbringen ist. Ein gleichwertiger privater Konkurrenzbetrieb ist noch nicht in Sicht. Ohne Konkurrenz besteht auch kein Wettbewerb! Mit ei- ner Weiterführung der landesweiten Leistungspflicht, verbun- den mit der im Gesetz vorgesehenen Verbilligung der Dienst- leistung durch allgemeine Erträge des Telefondienstes, könnte folgendes erreicht werden :

- Unterbindung der heftigen öffentlichen Kritik an der Preis- und Dienstleistungspolitik der PTT (siehe Intervention des Konsumentinnenforums Schweiz);

- Milderung des unmenschlichen Druckes, der momentan durch die zeitabhängige Tarifierung auf den Teleoperatricen lastet;

- Erhaltung von Arbeitsplätzen für junge Frauen (und Männer) mittlerer Schulbildung. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 31. August 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 31 août 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3216 Postulat Keller Rudolf Feld-, Wald- und Wiesenbriefmarken Timbres-poste. Diversification Wortlaut des Postulates vom 13. Juni 1994 Der Bundesrat wird gebeten, darauf hinzuwirken, dass ver- mehrt thematisch geschlossene Briefmarkenserien geschaf- fen werden. Texfe du postulat du 13 juin 1994 Le Conseil fédéral est invité à faire en sorte que l'on crée da- vantage de séries de timbres-poste consacrées à un thème particulier. Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Vor etwas mehr als zwei Jahren hat Bundesrat Adolf Ogi ver- sprochen, grundsätzlich keine der bei den Sammlern nicht sonderlich beliebten Feld-, Wald- und Wiesen-Jubiläumsbrief- marken mehr herauszugeben und sie durch thematisch ge- schlossene Reihen zu ersetzen. Da Departementschef Bun- desrat Adolf Ogi - Recherchen zufolge - persönlich sehr stark auf das Markenausgabeprogramm Einfluss nimmt, trägt er letztlich für diese Marken auch die Verantwortung. Er kann sich also nicht auf die Autonomie der PTT berufen! Statt in sich geschlossene Markenserien werden immer wieder zu einzel- nen Ereignissen Marken herausgegeben. Eine thematische Geschlossenheit ist nicht erkennbar, was den Sammlerwert mindert. Dies ist in nationalen und internationalen Philateli- stenkreisen ein grosser Wermutstropfen. Unser Land könnte für die Briefmarkensammler mehr tun, insbesondere wenn man bedenkt, dass dies auch ein gutes Geschäft ist. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 24. August 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 24 août 1994 Grundlage der Sondermarkenausgaben bildet die nach wie vor gültige bundesrätliche «Verordnung über die Ausgabe von Sonderpostmarken durch die PTT-Betriebe» (vom 19. Februar 1975, ergänzt 1985). Ungeachtet restriktiver Kriterien schwoll aber die Zahl der Gesuche von Jahr zu Jahr an, nicht zuletzt für Jubiläen aller Art, trotzdem diese auf 50-, 100-, 150-Jahr-Fei- ern usw. beschränkt worden waren. Dies führte je länger, je mehr zu Briefmarken-«Serien» mit Ein- zelwerten ohne jeglichen inneren Zusammenhang. Die Kritik liess denn auch nicht lange auf sich warten; besonders die Philatelisten empfanden wenig Freude an diesem themati- schen Sammelsurium. Der Vorsteher des Eidgenössischen Verkehrs- und Energie- wirtschaftsdepartements hat in der Folge eine Überprüfung der bisherigen Praxis angeordnet Durch eine restriktivere Auslegung der Verordnung sind seither - ohne Änderung der Bestimmungen - viele der beanstandeten Sondermarkenge- suche abgelehnt worden. Damit liess sich Platz für die anvi- sierten thematisch geschlossenen Serien schaffen: z. B: 1991 «Brücken», 1992 «Comics» und «Zirkus», 1993 «150 Jahre

Postulat Borradori 1910 N 7 octobre 1994 Schweizer Briefmarken» und «Frauenwerke», 1994 «Buch und Presse»; geplant sind für 1995 zudem weitere Serien: «Be- drohte Tiere» sowie «Cinéma». Andererseits gab es in den letz- ten Jahren immer wieder gewisse Grossereignisse (auch Jubi- läen), welche die Herausgabe von Sonderbriefmarken recht- fertigten. Ein gänzlicher Verzicht auf Sondermarkenausgaben ist weder angebracht noch erwünscht Es wird sich auch in Zukunft nicht immer vermeiden lassen, für sogenannte «Mega-Ereig- nisse» (Uno-Jubiläum) oder die Allgemeinheit besonders be- treffende Anliegen (Stop-Aids-Kampagne) einzelne wenige Sondermarken herauszugeben. Dies dürfte bei den Samm- lern im In- und Ausland kaum negative Reaktionen auslösen, sind doch auch sie in bestimmten Grenzen erfahrungsgemäss an einer vielfältigen Thematik interessiert Wie dargelegt, wird - nicht zuletzt aus Rücksicht auf die Philatelisten - den Zielen des Vorstosses bereits Nachachtung verschafft Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erfüllt abzu- schreiben. Abgeschrieben - Classé #ST# 94.3289 Postulat Borradori Millionendiebstähle bei den PTT Postulato Borradori PTT. Trasferimenti di fondi. Miglioramento della sicurezza Postulat Borradori PTT. Transferts de fonds. Amélioration de la sécurité Wortlaut des Postulates vom 17. Juni 1994 Der Bundesrat wird ersucht,

- dafür zu sorgen, dass die Sicherheitsmassnahmen der PTT bei Geldtransporten und Geldlagerungen umgehend verbes- sert werden, damit weitere Millionendiebstähle verhindert wer- den können; die Sicherheitsmassnahmen sind mindestens dem bei den Banken üblichen Standard anzupassen;

- dafür zu sorgen, dass die PTT nur vertrauensvolle Personen mit einwandfreiem Leumund in den sensiblen Bereichen ein- setzen, die zudem die Landessprache des jeweiligen Landes- gebietes beherrschen. Testo del postulato del 17 giugno 1994 II Consiglio federale è invitato a fare in modo che

- le misure di sicurezza adottate dalle PTT durante i trasferi- menti e la custodia di fondi siano migliorate immediatamente, allo scopo di evitare che milioni e milioni di franchi scom- paiano a cagione di furti; le misure di sicurezza delle PTT dovrebbero essere almeno adeguate a quelle abituali delle banche;

- le PTT affidino, nei loro settori sensibili, le mansioni di servi- zio solo a persone di fiducia che godono di un'eccellente repu- tazione e padroneggiano inoltre la lingua della regione in cui lavorano. Texte du postulat du 17 juin 1994 Le Conseil fédéral est invité

- à faire en sorte que les mesures de sécurité prises par les PTT lors des transferts et des dépôts de fonds soient renfor- cées sans tarder dans le but d'éviter que des millions de francs ne disparaissent à nouveau suite à des vols; les mesures de sécurité des PTT devraient correspondre à celles des banques;

- à faire en sorte que, dans les secteurs sensibles, les PTT ne fassent appel qu'à des personnes de confiance ayant une ex- cellente réputation, qui maîtrisent en outre la langue de la ré- gion concernée. Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Bischof, Borer Roland, Jenni Peter, Keller Rudolf, Kern, Ruf, Stalder, Steffen, Steinemann (9) Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit La nuova rapina perpetrata alla Sihlpost nel febbraio del 1994 e il furto di diversi milioni di franchi compiuto nel mese di aprile 1994 alla posta principale di San Gallo solevano la domanda se le PTT non trattino gli importi che superano sovente il mi- lione di franchi in modo irresponsabile e ingenuo. A Zurigo un invio con un valore di parecchi milioni di franchi è stato trasportato da tre soli impiegati postali; le misure di sicu- rezza erano per di più nettamente insufficienti. Durante l'inter- rogatorio dei testimoni (impiegati postali) la polizia ha dovuto ricorrere a interpreti per otto lingue differenti. Evidentemente le PTT impiegano persone che non conoscono nessuna lingua nazionale e ciò perfino nel settore delicato dei trasporti di de- naro. A San Gallo i rapinatori hanno aperto due casseforti «con le chiavi trovate sul posto», che un impegato aveva lasciato (per negligenza o magari perfino intenzionalmente) su un tavolo. I due casi di furto, finora non chiariti, fanno sorgere il dubbio che i rapinatori abbiano approfittato di suggerimenti o del- l'aiuto di impiegati postali. L'ingenuità delle PTT nel trattare somme di denaro assai rile- vanti costituisce addirittura un invito a compiere altre rapine si- mili. Per questo motivo il presente intervento incita ad inasprire efficacemente le misure di sicurezza e ad adeguarle al livello corrente delle banche. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 24. August 1994 Risposta scritta del Consiglio federale del 24 agosto 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 24 août 1994 Corne qualsiasi altra importante azienda di trasporti, anche le PTT sono toccate dal problema dei furti e delle rapine. In seguito agli ultimi awenimenti esse hanno adottato nell'am- bito della sicurezza misure immediate e predisposto la pianifi- cazione di ulteriori misure di sicurezza, sulle quali per ragioni evidenti non possiamo soffermarci. Le PTT seguono con molta attenzione l'evolversi della situa- zione e sono ben conscie del loro compito per la protezione dei clienti e del personale, nonché del denaro, dei valori e dei beni a loro affidati. Da molti anni continuano ad investire somme considerevoli nelle misure di sicurezza quali sportelli di sicurezza, impianti d'allarme, controlli di accesso, veicoli di sicurezza, contenitori di sicurezza ecc. Le spese sostenute dalle PTT nel settore tecnico-edile reggono senz'altro il con- fronto con quelle delle banche e si devono giudicare in partico- lare tenendo conto di criteri economici (rapporto costi/van- taggi) inevitabili anche presso le PTT. Un'efficiente organizzazione di sicurezza, comprendente gli incaricati della sicurezza presso la Direzione generale o presso le direzioni di circondario postale e i corrispondenti or- gani nell'esercizio, sostiene gli organi di linea responsabili della sicurezza Essa prowede in primo luogo a far applicare le prescrizioni relative alla sicurezza, che vengono costante- mente adatte alle nuove conoscenze. Un'attenzione partico- lare viene rivolta alla formazione e all'istruzione del personale, compiti dei quali si occupano in ugual misura anche i respon- sabili della sicurezza nel settore bancario. E' evidente che i suddetti compiti diventano sempre più impe- gnativi, considerate le molteplici nazionalità e lingue che si ri- scontrano soprattutto nei grandi centri postali. Le collabora- trici e i collaboratori vengono impiegati conformemente alla loro formazione e alle loro attitudini. E' logico che per un'atti- vità nei settori sensibili sono necessari requisiti particolari. Pro-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Keller Rudolf Feld-, Wald- und Wiesenbriefmarken Postulat Keller Rudolf Timbres-poste. Diversification In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3216 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.10.1994 - 08:00 Date Data Seite 1909-1910 Page Pagina Ref. No 20 024 579 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.