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94.3001

Ch Vb · 1994-10-07 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Postulat CAJ-CN (93.448) 1872 N 7 octobre 1994 3 Jahre, maximal 4 Jahre dauernde Arbeitserziehungsmass- nahme hat, sofern er als massnahmebedürftig und -fähig zu betrachten ist, und dann ist er entlassen. Oder: Begehen zum Beispiel ein sozial integrierter Straftäter mit guten Leistungen am Arbeitsplatz und ein asozialer, arbeitsscheuer Täter zu- sammen einen Mord, so wird ersterer zu 15 bis 20 Jahren Zuchthaus, allenfalls zu lebenslänglich, verurteilt, während letzterer nur 1 bis 3 Jahre, bei schlechter Bewährung allenfalls 4 Jahre, in eine Arbeitserziehungsanstalt kommt. Nun ist die Revision des StGB im Gange. Die Mehrheit der Kommission für Rechtsfragen ist leider der Auffassung, dass es wenig Sinn mache, parallel zur anstehenden Gesamtrevi- sion des StGB diese Änderung noch vorzunehmen. Dazu ist folgendes zu sagen: Der Entwurf der StGB-Revision ist derart umstritten, dass es Jahre dauern wird, bis die Revision abgeschlossen sein wird, abgesehen davon, dass auch ein Referendum die Revision nochmals erheblich verzögern könnte. Die Korrektur ist heute nötig und nicht am Sankt-Nimmerleins-Tag. Ich bin froh, dass der Bundesrat bereit ist, wenigstens das Postulat der Minderheit der Kommission entgegenzunehmen. Aber es wäre mir schon lieber, die Taube statt den Spatz zu ha- ben, das heisst, es wäre mir lieber, wenn Sie meiner Initiative Folge geben würden. Damit würde jetzt eine Teilrevision vorgenommen, und das Problem würde nicht aufgeschoben auf die Revision, die, wie gesagt, vielleicht irgendwann in vielen Jahren wirksam wird. Darum bitte ich Sie: Geben Sie meiner parlamentarischen In- itiative Folge! Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission (keine Folge geben) Für den Antrag Fehr (Folge geben) 101 Stimmen 36 Stimmen #ST# 94.3001 Postulat RK-NR (93.448) Überprüfung von Artikel 100bisStGB Postulat CAJ-CN (93.448) Examination de l'article 100bis CP Wortlaut des Postulates vom 11. Januar 1994 Der Bundesrat wird ersucht, im Rahmen der anstehenden StGB-Revision die Frage zu prüfen, ob bei Vorliegen der ge- setzlichen Voraussetzungen von Artikel 10Obis zuerst auf eine bestimmte Freiheitsstrafe zu erkennen ist und diese dann zu- gunsten der Massnahme nach Artikel 100bis aufgeschoben werden kann. Texte du postulat du 11 janvier 1994 Le Conseil fédéral est prié, dans le contexte de la révision du CP en suspens, d'examiner la question de savoir si, en pré- sence des conditions légales de l'article 100bis, il y a lieu d'abord de prononcer une peine privative de liberté détermi- née qui puisse par la suite être commutée au profit d'une me- sure dans le sens de l'article 10Obis. Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort. Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. Februar 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 février 1994 Le Conseil fédéral est disposé à accepter le postulat. Überwiesen - Transmis #ST# 94.3002 Postulat RK-NR (93.448) (Minderheit Fehr) Einschränkung von Artikel 100bis StGB Postulat CAJ-CN (93.448) (minorité Fehr) Restriction de l'article 100bis CP Wortlaut des Postulates vom 11. Januar 1994 Der Bundesrat wird ersucht, im Rahmen der anstehenden StGB-Revision die Frage zu prüfen, ob bei schweren Straftaten eine Beschränkung des Ersatzes einer Freiheitsstrafe durch Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt (Art. 100bis) an- gezeigt ist. Texte du postulat du 11 Janvier 1994 Le Conseil fédéral est prié, dans le contexte de la révision du CP en suspens, d'examiner la question de savoir si, en cas d'infraction grave, une restriction du remplacement de la peine privative de liberté par le placement dans une maison d'éducation au travail est opportune (art. 10Obis). Mitunterzeichner-Cosignataires: Frey Claude, Reimann Maxi- milian, Sandoz (3) Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort. Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. Februar 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 février 1994 Le Conseil fédéral est disposé à accepter le postulat. Überwiesen - Transmis

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat RK-NR (93.448) Überprüfung von Artikel 100bis StGB Postulat CAJ-CN (93.448) Examination de l'article 100bis CP In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3001 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.10.1994 - 08:00 Date Data Seite 1872-1872 Page Pagina Ref. No 20 024 542 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.