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93.337 8

CH Vb · 1994-09-28 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Lex Friedrich. Révision 1530 N 28 septembre 1994 #ST# 93.3081 Motion des Ständerates (Reymond) Aufhebung der Lex Friedrich Motion du Conseil des Etats (Reymond) Abrogation de la lex Friedrich Fortsetzung -Suite Siehe Seite 1493 hiervor - Voir page 1493 ci-devant Abgelehnt - Rejeté #ST# 93.3378 Motion des Ständerates (RK-SR 93.304) Teilrevision der Lex Friedrich Motion du Conseil des Etats (CAJ-CE 93.304) Révision partielle de la lex Friedrich Fortsetzung - Suite Siehe Seite 1494 hiervor - Voir page 1494 ci-devant Überwiesen - Transmis Präsidentin: Wir kommen zur Behandlung von weiteren Vor- stössen, die im Zusammenhang mit der Lex Friedrich einge- reicht wurden und die Ihnen gemäss separater Liste vorliegen. Alle Motionen werden durch Herrn Keller Rudolf bekämpft Nach Vorliegen und Behandlung des Geschäftes 94.032 be- antragt Ihnen der Bundesrat, alle Motionen abzuschreiben. Herr Fischer Sursee und Herr Maspoli sind damit nicht einver- standen und halten an ihren Motionen fest; Herr Comby zieht seine Motion zurück. #ST# 93.3082 Motion der freisinnig-demokratischen Fraktion Modifizierung der Lex Friedrich Motion du groupe radical-démocratique Modification de la lex Friedrich Wortlaut der Motion vom 9. März 1993 Der Bundesrat wird beauftragt, so rasch wie möglich den eid- genössischen Räten eine Vorlage zu unterbreiten, in welcher die Lex Friedrich im Sinne der Lösung Eurolex (mit kürzeren Übergangsfristen) modifiziert wird. Texte de la motion du 9 mars 1993 Le Conseil fédéral est chargé de soumettre au plus vite aux Chambres fédérales un projet de modification de la lex Friedrich qui soit conforme à la solution proposée dans le ca- dre d'Eurolex (périodes transitoires plus courtes). Sprecher - Porte-parole: Scheidegger Schriftliche Begründung Seit dem Inkrafttreten der Lex Friedrich im Jahre 1983 haben sich die Verhältnisse erheblich verändert, so dass die Frage gestellt werden muss, wie weit das Gesetz noch ein situations- gerechtes Instrument ist:

- diskriminierende Massnahmen gegenüber Ausländern stos- sen zunehmend auf Kritik;

- die Lex Friedrich steht im Widerspruch zu Staatsverträgen mit Italien und Österreich;

- Schweizer treten im Ausland oft als kauffreudige Nation im Bereich Boden auf, was die Frage nach dem Gegenrecht stellt; -schweizerische Unternehmungen investieren in grossem Stil in EG-Ländern. Die ausländische Nachfrage nach schweizerischen Grund- stücken ist stark zurückgegangen. Als mögliche Gründe, nebst der Wirkung der Lex Friedrich, kommen in Frage:

- Wegfall der deutschen Steuervergünstigungen für Immobi- lienanlagen;

- hohes Preisniveau in der Schweiz (Boden, Baukosten, Le- benskosten);

- sinkende Attraktivität der Schweiz infolge Übernutzungser- scheinungen in Tourismusgebieten;

- politischer Umschwung in Europa (Wegfall der Bedeutung der Schweiz als Zufluchtsinsel). Ferner ist ein zunehmender Rückkauf von ausländischem Grundbesitz in Schweizer Hände festzustellen. Der Verzicht auf die bisherigen Beschränkungen gegenüber EWR-Ländern dürfte deshalb keine unmittelbaren Probleme mit sich bringen. Die Problematik von Zweitwohnungen in Touristikgebieten ist heute in erster Linie nicht mehr eine Frage der Überfremdung, sondern der Raumplanung bzw. des Natur- und Landschaftsschutzes, und ist rechtzeitig mit Massnahmen raumplanerischerArtzu lösen. Als mögliche Massnahmen könnten in Frage kommen:

- Festsetzung von Erstwohnungsanteilquoten; -zusätzliche steuerliche Belastung von Zweitwohnungen, eventuell auch ökologisch motiviert;

- raumplanerische Vorschriften (Zonenplanung). Nicht wünschenswert wäre es aber, wenn aus diesen Mass- nahmen ein praktisch absolutes Bauverbot für Zweitwohnun- gen resultieren würde. Mit Recht haben die eidgenössischen Räte dem Entwurf des Bundesrates zur Regelung der Bodenfragen im Eurolex zuge- stimmt Eine ersatzlose Streichung der heute geltenden Rege- lung ist abzulehnen. Sie kann auch in Zukunft zur Abwehr von unerwünschten Grundstückerwerbungen durch Personen aus Nicht-EWR-Staaten dienen. Auch ohne Teilnahme am EWR ist es nach Einschätzung der FDP-Fraktion nötig, die Lex Friedrich im Sinne der Motion zu modifizieren. Développement par écrit Depuis l'entrée en vigueur de la lex Friedrich, en 1983, les conditions ont sensiblement changé de sorte qu'il faut se de- mander dans quelle mesure cette loi est encore un instrument adéquat:

- les mesures discriminatoires à l'égard des étrangers susci- tent de plus en plus de critiques;

- la lex Friedrich est contradictoire à certains traités signés avec l'Italie et l'Autriche;

- les Suisses sont de grands acheteurs de terrains à l'étran- ger, ce qui pose la question de la réciprocité;

- les entreprises suisses investissent à tour de bras dans les pays de la CE.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion des Ständerates (RK-SR 93.304) Teilrevision der Lex Friedrich Motion du Conseil des Etats (CAJ-CE 93.304) Révision partielle de la lex Friedrich In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 08 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3378 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 28.09.1994 - 08:00 Date Data Seite 1530-1530 Page Pagina Ref. No 20 024 467 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.