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92.3444

Ch Vb · 1993-03-08 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Motion Goll 168 N 8 mars 1993 réalisé - M. le conseiller fédéral pourra le préciser - à l'article 35 alinéa 2 de la loi qu'on vient de discuter. J'ajoute que ce conseil a voté contre la proposition de la minorité Allenspach de réduire de douze à six les périodes proposées par le Conseil fédéral. Je me rallie donc entièrement, soit au Conseil fédéral, soit à votre décision. Je vous invite donc à ne pas suivre les argu- ments de M. Allenspach. M. Delamuraz, conseiller fédéral: Je ne veux pas disputer du sexe des anges, nous n'aurions pas les compétences théolo- giques. Je veux simplement dire que si le Conseil fédéral a ac- cepté ce postulat et qu'il continue de l'accepter, ce n'est pas nécessairement et a priori pour dire qu'il en appliquera toutes les indications et qu'il en réalisera toutes les consignes. Il ac- cepte simplement d'examiner les propositions qui sont conte- nues dans ce postulat parce qu'il y a là certainement matière à discussion, matière à réflexion. Comme M. Carobbio l'a dit lui- même tout à l'heure, une partie peut-être même de ce postulat pourrait être considérée dans quelques jours, si le Conseil des Etats en est d'accord, comme accomplie et réalisée pour l'es- sentiel. Que nous ayons à inclure les réflexions de ce postulat dans la réflexion générale de l'été prochain qui aboutira à la proposition de révision de la LACI, cela me paraît intellectuelle- ment utile et même nécessaire. Dans ce sens, je ne me prononce pas sur des priorités qui n'existent point encore dans notre esprit et dans notre prévi- sion. Je dis que ce postulat ne doit pas être tout simplement «shooté» parce que la matière qu'il concerne doit assurément être comprise dans la réflexion générale de la révision, dans cet esprit on ne peut plus libéral. Je suis convaincu que M. Al- lenspach retirera son opposition et qu'il nous permettra de ré- fléchir sur ce thème, et sur beaucoup d'autres d'ailleurs, qui doivent trouver leur place dans la réflexion générale du prin- temps et de l'été prochains au niveau du Conseil fédéral et des partenaires sociaux, à l'automne et surtout à l'hiver au niveau du Parlement. C'est dans ce sens que je vous propose de transmettre ce pos- tulat accepté par le Conseil fédéral. Allenspach: Nach den Erklärungen von Herrn Bundesrat De- lamuraz, dass es lediglich um eine Prüfung, nicht aber um eine prioritäre Behandlung dieser in den Vorstössen aufgeworfe- nen Fragen geht, kann ich meinen Ablehnungsantrag zu allen drei Vorstössen zurückziehen. Wir können sie diskussionslos überweisen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 92.3342 Motion Leuenberger Ernst Aufhebung des Beitragsplafonds in der Arbeitslosenversicherung Assurance-chômage. Suppression du plafonnement des cotisations Diskussion - Discussion Siehe Jahrgang 1992, Seite 2740-Voir année 1992, page 2740 Präsident: Herr Allenspach bekämpft den Vorstoss nicht mehr. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 92.3388 Motion Hafner Ursula Verbesserung der Arbeitslosenversicherung Amélioration de ('assurance-chômage Diskussion - Discussion Siehe Jahrgang 1992, Seite 2740-Voir année 1992, page 2740 Präsident: Herr Allenspach bekämpft den Vorstoss nicht mehr. Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat #ST# 92.3444 Motion Goll Gleiche Rechte für arbeitslose Mütter Egalité des droits pour les mères de famille au chômage Wortlaut der Motion vom 9. Oktober 1992 Der Bundesrat ist aufgefordert, die Vermittlungsfähigkeit ge- mäss Arbeitslosenversicherungsgesetz (Art. 15 Avig) so zu präzisieren, dass die Anspruchsberechtigung von Müttern kleiner Kinder nicht vom Nachweis eines Kinderbetreuungs- platzes abhängig gemacht werden kann. Texte de la motion du 9 octobre 1992 Le Conseil fédéral est chargé de préciser la notion d'aptitude au placement dans la loi sur l'assurance-chômage (art 15 LACI) de telle sorte que les mères d'enfants en bas âge ne puissent pas être contraintes de prouver qu'elles ont trouvé à qui confier la garde de leurs enfants pour avoir droit aux pres- tations. Mitunterzeichner-Cosignataires: Baumann, Bäumlin, Boden- mann, Bühlmann, Caspar-Hutter, Dormann, Eggenberger, Fankhauser, von Feiten, Gardiol, Gonseth, Grass Andreas, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Haller, Hämmerle, Herczog, Hollenstein, Jaeger, Jori, Ledergerber, Leemann, Leuenber- ger Ernst, Leuenberger Moritz, Maeder, Marti Werner, Mauch Ursula, Meier Hans, Misteli, Rebeaud, Rechsteiner, Sieber, Steiger, Tschäppät Alexander, Vollmer, Weder Hansjürg, Zü- ger, Zwygart (38) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Nach bisheriger Praxis gelten stellensuchende Mütter mit Kin- dern nicht als vermittlungsfähig, wenn sie keinen Pflegeplatz für ihr Kind nachweisen können. Sie können somit ihnen zu- stehende Rechte nicht einfordern und haben keinen Anspruch auf die Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Diese Praxis ist unhaltbar und kommt einer doppelten Diskri- minierung gleich: Nicht nur steht kein ausreichendes Kinder- betreuungsangebot zur Verfügung, Frauen werden zusätzlich noch mit Leistungsentzug bestraft

8. März 1993 N 169 Interpellation Aguet Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. Februar 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 février 1993 Die Gewährung von Arbeitslosenentschädigung hängt unter anderem von der Vermittlungsfähigkeit des Arbeitslosen ab. Gemäss Artikel 15 Absatz 1 Avig ist der Arbeitslose vermitt- lungsfähig, wenn er bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen. Diese allgemeine Bestimmung schreibt den Behörden, die mit der Durchführung des Gesetzes beauftragt sind, nicht vor, wel- che Abklärungen sie bei der Prüfung der Vermittlungsfähigkeit vornehmen müssen, sondern belassi ihnen einen gewissen Spielraum. Die gegenwärtige Praxis hat jedoch gewisse Prinzipien festge- legt, indem sie die Anerkennung der Vermittlungsfähigkeit ins- besondere an die Bedingung knüpft, dass der Versicherte sein privates Leben so zu organisieren habe, dass er eine zumut- bare Arbeit in kurzer Zeit annehmen kann. Aus diesem Grunde wird von diesen Versicherten ein Nachweis über die Regelung der Kinderbetreuung verlangt. Mit diesem Nachweis bestätigt der Versicherte, dass er tatsächlich in der Lage ist, in kurzer Zeit eine Stelle annehmen zu können (vgl. BGE vom 14. Au- gust 1986 i.S. M.S. gegen die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich; BGE vom 12. Oktober 1989 i. S. B. M. gegen das Kanto- nale Arbeitsamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit des Kantons Zürich; BGE vom 20. August 1990 i.S. B. K gegen das Kanto- nale Arbeitsamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit des Kantons Zürich). Der Bundesrat räumt ein, dass eine solche Praxis nicht genü- gend flexibel ist und in gewissen Fällen die Versicherten, die ihre Kinder zu betreuen haben und nicht sofort eine Lösung für die Betreuung finden, bestrafen kann. Die allgemeine Regel von Artikel 15 Absatz 1 Avig erlaubt indessen eine Lockerung dieser Praxis, wie das von der Motionärin gewünscht wird. Das Biga wird als Aufsichtsbehörde der Arbeitslosenversicherung entsprechende Weisungen erlassen. Eine Aenderung des Artikels 15 Avig oder eine Verordnungs- änderung erweisen sich jedoch nicht als notwendig. Aus die- sem Grunde scheint es uns zweckmässig, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln. Ueberwiesen als Postulat-Transmis comme postulat #ST# 92.3486 Interpellation Aguet Beschäftigungsprogramme für Arbeitslose Accélération des programmes d'occupation pour chômeurs Wortlaut der Interpellation vom 7. Dezember 1992 Das Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversi- cherung und die Insolvenzentschädigung (Avig) sieht aus- drücklich Beschäftigungsprogramme für Arbeitslose vor. Die Gemeinden des Kantons Waadt werden aufgefordert, die ih- nen von den kantonalen Stellen angebotenen Möglichkeiten zu nutzen. Solche Programme erweisen sich für ausgesteu- erte Arbeitslose als besonders nützlich. Die folgende konkrete Erfahrung, die nicht allein steht, bestä- tigt aber, dass es schwierig ist, die in Artikel 72 Avig vorgese- hene Förderung zu erhalten. Am 27. Juli 1992 hat die Ge- meinde Vevey der kantonalen Behörde ein entsprechendes Programm unterbreitet. Diese leitete es am 20. August 1992 an das Biga weiter. Das Projekt sieht Ausgaben in der Höhe von 300000 Franken vor. Ende November 1992 liegt uns noch kein Entscheid vor. Die Stadt Vevey zählt derzeit 50 ausgesteu- erte Arbeitslose. Wäre es nicht an der Zeit, Mittel und Wege für eine raschere Behandlung solcher Gesuche zu finden, nachdem es in der Schweiz mittlerweile mehr als 110000 Arbeitslose gibt? Ich lege dem Bundesrat deshalb folgende Fragen vor:

1. Wie viele Beschäftigungsprogramme sind von Gemeinde- behörden unseres Landes bisher vorgelegt worden?

2. Wie viele davon wurden vom Biga formell unterstützt?

3. Wie hoch sind die finanziellen Mittel, die zur Ausschöpfung der von Artikel 72 Avig gebotenen Möglichkeiten eingesetzt werden können?

4. Ueben die Bundesbehörden eher eine Bremsfunktion aus, oder fördern sie solche Programme für ausgesteuerte Arbeits- lose?

5. Ist der Bundesrat bereit, dem Biga die in der derzeitigen Krise benötigten personellen Mittel zur Verfügung zu stellen? Texfe de l'interpellation du 7 décembre 1992 Les programmes d'occupation pour chômeurs sont expressé- ment prévus par la LACI. Les communes vaudoises sont en- couragées à utiliser les possibilités offertes par les services cantonaux Ces programmes s'avèrent particulièrement utiles pour les chômeurs en fin de droits. Une expérience, qui n'est pas unique, nous confirme les diffi- cultés qu'il y a à obtenir les appuis prévus par l'article 72 de la loi fédérale sur l'assurance chômage et l'indemnité en cas d'insolvabilité (LACI). Le 27 juillet 1992, la Ville de Vevey a pro- posé un programme à l'autorité cantonale. Cette dernière l'a transmis le 20 août 1992 à l'Ofiamt Ce projet prévoit une dé- pense de 300 000 francs. A fin novembre 1992, aucune déci- sion ne nous est encore parvenue. Cette ville enregistre actuel- lement 50 chômeurs en fin de droits. Avec plus de 110000 chômeurs en Suisse, ne serait-il pas temps de se donner les moyens de répondre plus vite à de tel- les demandes? Dès lors, je pose au Conseil fédéral les ques- tions suivantes:

1. Combien de programmes d'occupation ont-ils déjà été pro- posés par les municipalités de ce pays?

2. Combien sont-ils à avoir été formellement financés par l'Ofiamt?

3. Quels montants sont engagés pour l'exploitation des possi- bilités offertes par l'article 72 de la LACI?

4. Les autorités fédérales agissent-elles comme un frein ou, au contraire, encouragent-elles ces programmes pour les chô- meurs en fin de droit?

5. Le Conseil fédéral est-il prêt à donner à l'Ofiamt les moyens en personnel qui lui sont nécessaires pendant cette période de crise? Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguelin, Borei François, Bundi, Carobbio, Darbellay, de Dardel, Eggenberger, von Fel- ten, Gobet, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Jori, Ledergerber, Leuenberger Ernst, Matthey, Meyer Theo, Philipona, Ruffy, Schmied Walter, Spiel- mann, Strahm Rudolf, Theubet, Tschäppät Alexander, Zisya- dis, Züger, Zwahlen (30) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. Februar 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 février 1993 Les programmes d'occupation pour chômeurs prévus à l'arti- cle 72 LACI font partie de la palette des «mesures préventives» pour lutter contre le chômage. En plus des programmes d'oc- cupation, ces mesures comptent également les cours de re- conversion, les allocations d'initiation au travail ainsi que la

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Goll Gleiche Rechte für arbeitslose Mütter Motion Goll Egalité des droits pour les mères de famille au chômage In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 06 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3444 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 08.03.1993 - 14:30 Date Data Seite 168-169 Page Pagina Ref. No 20 022 354 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.