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92.057-38

Ch Vb · 1992-08-25 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

25. August 1992 657 Eurolex. Personenbeförderung #ST# 92.057-38 EWR. Anpassung des Bundesrechts (Eurolex) Personenbeförderung und Zugang zu den Berufen desStrassentransportunternehmers. Bundesbeschluss EEE. Adaptation du droit fédéral (Eurolex) Transport de voyageurs et accès aux professions de transporteur par route. Arrêté fédéral Botschaft II und Beschlussentwurf vom 15. Juni 1992 (BBIV520) Message II et projet d'arrêté du 15 juin 1992 (FF V 506) Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière Piller, Berichterstatter: Beim Bundesbeschluss über die Per- sonenbeförderung und den Zugang zu den Berufen des Stras- sentransportunternehmers geht es um eine minimale Anpas- sung, die zwei Themenbereiche betrifft

1. Personenbeförderung. Für die Zulassung zum innerstaatli- chen Personenverkehr besteht im heutigen Zeitpunkt kein EG-Erlass. Demzufolge enthält das EWR-Abkommen keine entsprechenden Bestimmungen. Im Gegensatz dazu bestehen für den grenzüberschreitenden Verkehr mit Autobussen drei EG-Verordnungen, die auch Teil des EWR-Abkommens bilden. Es sind dies:

a) die Verordnung, die den Gelegenheitsverkehr von jeder Ge- nehmigung durch einen anderen Staat als den, in dem das Fahrzeug zugelassen ist, befreit

b) die Verordnung, die für den Pendelverkehr zwar eine Ge- nehmigung verlangt, die aber für die gesamte Beförderungs- strecke Gültigkeit besitzt.

c) die Verordnung, die für den Linienverkehr in seinen ver- schiedenen Erscheinungsformen ebenfalls eine Genehmi- gung voraussetzt, die das Recht zum Befahren der ganzen Strecke mit sich bringt.

2. Zugang zu den Berufen des Strassentransportunterneh- mers. Bei der Berufszulassung für Strassentransportunterneh- men gibt es zwei Richtlinien. Die eine Richtlinie betrifft den Gü- ter-, die andere den Personenverkehr. Ziel beider Erlasse ist eine bessere Qualifizierung der Unternehmungen, um eine Verbesserung der angebotenen Dienste und eine Gesundung des Verkehrsmarktes zu erreichen. Ihre Kommission empfiehlt Ihnen einstimmig, auf die Vorlage einzutreten und ihr zuzustimmen. Wir haben in der Kommis- sion zwei Abänderungen vorgenommen, in Artikel 10 und Arti- kel 25. Ich werde in der Detailberatung darauf zu sprechen kommen. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Titre et préambule Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen -Adopté 4-S Art. 1-9 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen -Adopté Art. 10 Antrag der Kommission Abs.1 Eine Person gilt als zuverlässig, wenn sie in den letzten zehn Jahren: a nicht wegen eines Verbrechens verurteilt worden ist;

b. keine schweren und wiederholten .... Abs. 2 Es dürfen zudem keine anderen Gründe vorliegen, die ernst- hafte Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit wecken. Art. 10 Proposition de la commission Al. 1 Une personne est réputée honorable lorsqu'au cours des dix dernières années: a n'a pas été condamnée pour crime;

b. n'a pas commis d'infractions.... Al. 2 En plus, aucune raison suscitant de sérieux doutes quant à son honorabilité ne doit exister. Piller, Berichterstatter: Hier stellt die Kommission einen Abän- derungsantrag. In Artikel 9 sind die Bewilligungsvorausset- zungen festgelegt: Wer eine Bewilligung erlangen will, muss «zuverlässig» sein. In Artikel 10 wird die Zuverlässigkeit definiert, und nach Ent- wurf des Bundesrates gilt eine Person als zuverlässig, wenn sie nicht wegen eines Verbrechens verurteilt worden ist Unsere Kommission ist der Meinung, dass es nicht angeht, dass einer Person, die verurteilt worden ist, lebenslänglich die Bewilligung entzogen wird. Wir sind der Meinung, dass man den Ausschluss auf eine Dauer von zehn Jahren limitieren sollte. Die Kommission empfiehlt Ihnen einstimmig, ihrer Formulie- rung zuzustimmen, weil wir - wie gesagt - nicht wollen, dass eine Person, die vielleicht in jungen Jahren verurteilt worden ist, ihr ganzes Leben für ein Verbrechen bestraft wird, also auch dann, wenn die Strafe verbüsst worden ist Ich bitte Sie, hier der einstimmigen Kommission zuzustimmen. Bundesrat Ogi: Die Kommission beantragt Ihnen, wie das Herr Piller gesagt hat, den Artikel 10 abzuändern. Es sollen nur Verbrechen und andere Widerhandlungen, die in den letzten zehn Jahren begangen worden sind, die Zuverlässigkeit aus- schliessen. Im Entwurf des Bundesrates war keine Befristung vorgesehen. Den folgenden Gründen für die Variante der Kommission ver- schliesst sich auch der Bundesrat nicht:

- Jugendsünden sollten nicht in alle Ewigkeit Nachwirkungen zeitigen; -wirtschaftliches Fortkommen durch Unternehmensgrün- dung soll später nicht verhindert werden, denn es dient der Resozialisierung, und das Strafgesetzbuch sieht in der Regel längere Fristen bis zur Löschung des Eintrages im Strafregi- ster vor. Der Variante der Kommission kann deshalb von seilen des Bundesrates zugestimmt werden. Angenommen -Adopté Art. 11-24 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen -Adopté

Eurolex Radio et télévision 658 25 août 1992 Art. 25 Antrag der Kommission Abs. 1-3 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Abs. 4 (neu) Die Bestimmungen dieses Beschlusses finden auf den Zu- gang zum Beruf des Strassentransportunternehmers im Gü- terverkehr erst ab dem 1. Januar 1995 Anwendung. Art. 25 Proposition de la commission Al. 1-3 Adhérer au projet du Conseil fédéral Al. 4 (nouveau) Les dispositions de cet arrêté ne sont applicables à l'accès à la profession de transporteur de marchandises par route qu'à partir du premier janvier 1995. Piller, Berichterstatter: Hier schlägt die Kommission einen Ab- satz 4 (neu) vor. Warum dieser Antrag? Im EWR-Vertrag ist in diesem Bereiche ausdrücklich eine Uebergangsfrist vorgesehen. Das gibt uns die Möglichkeit, diese Anpassung erst auf den 1. Januar 1995 vorzunehmen. Ihre Kommission ist der Meinung, dass wir diese Frist, wie sie im EWR-Vertrag vorgesehen ist, auch ausschöpfen sollten. Aus diesem Grunde schlagen wir Ihnen diese Abänderung vor, und zwar ebenfalls einstimmig. Ich bitte Sie, hierzuzustimmen. Bundesrat Ogi: Zuhanden der Materialien möchte ich doch festhalten, dass bei der Richtlinie Nr. 74/561, die den Berufszu- gang zum Güterverkehr regelt, die Schweiz einen Verhand- lungserfolg verbuchen konnte. Es konnte eine Uebergangs- frist von zwei Jahren ausbedungen werden. Das bedeutet, dass die Richtlinie in der Schweiz erst auf den 1. Januar 1995 zur Anwendung kommen muss. Demgegenüber ist die Richtlinie Nr. 74/562, welche die Be- rufszulassung im Personenverkehr zum Gegenstand hat, auf Beginn des EWR in Kraft zu setzen. Angenommen -Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 31 Stimmen Dagegen 1 Stimme An den Nationalrat-Au Conseil national #ST# 92.057-39 EWR. Anpassung des Bundesrechts (Eurolex) Bundesgesetz über Radio und Fernsehen. Aenderung EEE. Adaptation du droit fédéral (Eurolex) Loi fédérale sur la radio et la télévision. Modification Botschaft II und Beschlussentwurf vom 15. Juni 1992 (BBIV520) Message II et projet d'arrêté du 15 juinl 992 (FF V 506) Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière M. Fliickiger, rapporteur: Votre commission a examiné, le 18 août, le projet d'arrêté fédéral portant sur la modification de la loi sur la radio et la télévision. L'arrêté fédéral proposé ne modifie la loi que sur quelques points. En fait, il s'agit plutôt d'adaptations formelles sans incidences majeures sur le fond. Dès lors, on peut dire que les changements à la LRTV propo- sée par le Conseil fédéral ont été limités au strict nécessaire exigé par l'adéquation de notre législation aux droits de l'Es- pace économique européen. En effet, la loi fédérale du 21 juin 1991 sur la radio et la télévision est d'ores et déjà eurocompati- ble. Cela tient au fait qu'elle est récente et qu'à partir de son élaboration déjà on a tenu compte des normes européennes en la matière. Lors de la mise en discussion du projet, les com- missions des deux Chambres ont eu le souci constant de la conformité de la loi avec la Convention du Conseil de l'Europe sur la télévision transfrontières, ratifiée par la Suisse précisé- ment en 1991 et donc directement applicable dans notre pays. Dès lors, je le répète, les modifications proposées n'affectent pas le fond des dispositions de la loi. Les articles 11, 26, 31 et 35 modifiés règlent la question des partenaires étrangers, ressortissants d'un Etat de l'Espace économique européen, d'une radio ou d'une télévision concessionnée en Suisse. Par ailleurs, il s'agit de mettre sur un pied d'égalité les productions suisses et celles de nos par- tenaires de l'EEE. Ainsi, aux articles 26 et 31 de la loi, on a ajouté la référence aux productions européennes. Il faut rele- ver que l'on parle de productions européennes et non de pro- ductions réalisées dans l'Espace économique européen. Le motif est évident: on tient compte de l'espace culturel euro- péen à la dimension du continent Le libellé adopté est d'ail- leurs identique à celui de la directive de la Communauté euro- péenne qui se réfère aux productions européennes et non à celles de la seule Communauté. A l'article 26, alinéa 3, votre commission vous propose une modification d'ordre rédactionnel pour mieux mettre en exer- gue les productions audiovisuelles suisses sans toutefois pré- tériter celles d'origine européenne, donc sans s'inscrire en faux par rapport à l'égalité qui doit régner entre les produc- tions des pays de l'EEE. Dans la définition de l'offre de base de programmes, il y a lieu de réaliser une équivalence d'offre entre les programmes suisses et ceux de l'EEE émis par voie terrestre. Là où fonctionnent des réseaux câblés, ces program- mes doivent être retransmis par câble. Concernant la retrans- mission, étant donné que le principe vise à une libre circula- tion des programmes, les restrictions doivent être limitées au minimum. L'adaptation de l'article 48 de la LRTV va dans ce sens. Telles sont les modifications nécessaires pour que la loi sur la radio et la télévision soit entièrement compatible avec l'accord EEE. Votre commission a adhéré au projet d'arrêté par 6 voix contre zéro, quelques collègues s'étant abstenus. Par consé- quent, la commission vous invite à approuver l'arrêté portant modification de la LRTV. Bundesrat Ogi: Im Bereich von Radio und Fernsehen sind, wie Herr Flückiger zum Ausdruck gebracht hat, keine wesentli- chen Aenderungen für das schweizerische Recht nötig. Dies aus dem einfachen Grunde: Das Radio- und Fernsehgesetz ist neu und wurde von vornherein dem EWR-Rechtangepasst. Es ist mit dem EWR-Recht kompatibel. Anpassungen sind dort nötig, wo eine Diskriminierung von EWR-Angehörigen vermie- den werden muss, das heisst: wo bisher nur Schweizer Zutritt zum Markt hatten, haben in Zukunft alle Personen aus EWR- Mitgliedstaaten Zutritt Das heisst auch: Die bisherige Beschränkung auf «schweize- risch» wird auf «Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschafts- raumes» ausgedehnt Die internationalen Spielregeln im EWR-Bereich bestimmt die Fernsehkonvention des Europara- tes. Ich rufe Ihnen nochmals in Erinnerung, dass die Schweiz diese Konvention am 9. Oktober 1991 ratifiziert hat. Sie muss nicht abgeändert werden, da sie mit dem EG-Recht überein- stimmt Ich empfehle deshalb, auf die Vorlage einzutreten und der vor- geschlagenen Aenderung des Radio- und Fernsehgesetzes zuzustimmen, wie dies Ihre Kommission bereits getan hat Der

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali EWR. Anpassung des Bundesrechts (Eurolex) Personenbeförderung und Zugang zu den Berufen des Strassentransportunternehmers. Bundesbeschluss EEE. Adaptation du droit fédéral (Eurolex) Transport de voyageurs et accès aux professions de transporteur par route. Arrêté fédéral In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band IV Volume Volume Session Augustsession Session Session d'août Sessione Sessione di agosto Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 02 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.057-38 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 25.08.1992 - 08:00 Date Data Seite 657-658 Page Pagina Ref. No 20 021 535 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.