opencaselaw.ch

91.3316

Ch Vb · 1991-12-13 · Deutsch CH
Erwägungen (3 Absätze)

E. 13 Dezember 1991

2509

Interpellation Engler

Konkubinatspaare; Quelle: Statistik der direkten Bundes-

steuer) eine kleine Minderheit darstellen. Namentlich die Al-

leinstehenden in unserem Land dürfen in diesem Zusammen-

hang nicht übersehen werden. Eine vermehrte Annäherung

der Steuerbelastung von Doppelverdiener-Ehepaaren gegen-

über derjenigen von Doppelverdiener-Konkubinatspaaren

wäre bei der direkten Bundessteuer nur zu erreichen, wenn

den Alleinstehenden eine ganz erhebliche Mehrbelastung

oder aber der Bundeskasse Mindereinnahmen in Milliarden-

höhe zugemutet würden. Sowohl der Bundesrat als auch das

Parlament sind im Rahmen der Harmonisierungsgesetzge-

bung bei der langjährigen, erst am 14. Dezember 1990 abge-

schlossenen Beratung des Bundesgesetzes über die direkte

Bundessteuer zum Schluss gekommen, dass eine solche Lö-

sung nicht zu verantworten sei. Sie haben sich deshalb auch

in voller Kenntnis des Bundesgerichtsurteils vom 13. April

1984 - das übrigens formell an den kantonalen Gesetzgeber

gerichtet ist, weil das Bundesgericht Bundesgesetze und die

ihnen gleichgestellten Erlasse nicht auf deren Verfassungs-

mässigkeit überprüfen kann - mit einer teilweisen Entlastung

der Ehepaare gegenüber den Konkubinatspaaren begnügen

müssen. Das gilt bei der direkten Bundessteuer sowohl für das

vom Parlament für die Steuerjahre 1989 bis 1992 beschlos-

sene und am 21. Juni 1991 für die Steuerjahre 1993/1994 ver-

längerte sogenannte «Sofortprogramm» wie für das ab 1995

geltende neue Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer.

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra-

tes teilweise befriedigt.

#ST# 91.3228

Interpellation (Houmard-)Bonny

Höhere Technische Lehranstalten.

Anpassung der Subventionen

Ecoles techniques supérieures.

Rajustement des subventions

Siehe Seite 2026 hiervor - Voir page 2026 ci-devant

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra-

tes befriedigt.

#ST# 91.3316

Interpellation Engler

Weinstatut.

Verzug des Bundesrates

Nouveau statut du vin.

Retard dans la procédure

Wortlaut der Interpellation vom 26. September 1991

Am 1. April 1990 hat das Volk den Rebbaubeschluss abge-

lehnt, weil es namentlich mit der Weiterführung der Weinkon-

tingentierung nicht einverstanden war. Im Vernehmlassungs-

verfahren für einen neuen Rebbaubeschluss hat das EVD am

E. 16 April 1991 geschrieben, dass die bestehende Kontingen- tierung abgeschafft und durch ein System mit Zollzuschlägen (Tarifizierung) ersetzt werden solle. Diese Lösung solle ab

1. Januar 1992 gelten. Ein entsprechender Entwurf der Aende- rung des Weinstatutes werde noch im Juli dieses Jahres zur Vernehmlassung unterbreitet. Anlässlich der Behandlung des Geschäftsberichts im Natio- nalrat am 14. Juni 1991 hat der Vorsteher des EVD diese Ab- sicht weitgehend bestätigt Ein Vernehmlassungsentwurf für eine Aenderung des Wein- statutes liegt heute aber noch immer nicht vor - anderthalb Jahre nach dem Volksentscheid und immerhin zwei Monate nach dem eigenen Terminplan des EVD. Wir fragen den Bundesrat an:

1. Ist es zutreffend, dass die vorgesehene Tarifizierung auf Wi- derstand seitens der Weinproduktion und eines Teiles des Handels gestossen ist?

2. Wann wird die für den Juli angekündigte Revision des Wein- statutes nun in die Vernehmlassung gegeben?

3. Welche Verzögerungen ergeben sich schon heute mit Blick auf den 1. Januar 1992, dem Ziel des EVD für die Aufhebung der Rotweinkontingentierung?

4. Auf wann ist die Aufhebung der Weissweinkontingentierung vorgesehen? Texte de l'interpellation du 26 septembre 1991 Le peuple a rejeté le 1er avril 1990 l'arrêté fédéral sur la viti- culture parce qu'il était opposé au maintien du contingente- ment de vin. Dans le cadre de la procédure de consultation re- lative au nouveau projet d'arrêté sur la viticulture, de DFEP a écrit le 16 avril 1991, que le contingentement devait être sup- primé et remplacé par un système prévoyant des droits de douane supplémentaires (tarification). Cette solution doit prendre effet au 1 er janvier 1992. Un projet de modification du statut du vin serait soumis à la consultation au courant du mois de juillet 1991, était-il écrit. Le chef du DFEP a pour l'essentiel confirmé cette déclaration lors du débat sur le rapport de gestion au Conseil national, le 14 juin 1991. Pourtant aucun projet portant sur une modification du statut du vin n'a encore été soumis à la consultation, un an et demi après le scrutin populaire; par-dessus le marché, le retard sur le calendrier fixé par le DFEP lui-même est de plus de deux mois. Nous demandons au Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes:

1. Est-il exact que l'institution d'un système prévoyant des droits de douane supplémentaires se heurte à l'opposition des producteurs de vin et d'une partie des commerçants?

2. Quand la procédure de consultation relative à la révision du statut du vin et annoncée pour le mois de juillet sera-t-elle ou- verte?

3. Avec quel retard supprimera-t-on le contingentement du vin rouge, dont la levée était prévue par le DFEP pour le 1 er janvier 1992?

4. A quelle date prévoit-on de lever le contingentement du vin blanc? Mitunterzeichner -Cosignataires: Auer, Bircher Silvio, Dietrich, Dünki, Eisenring, Gardiol, Loeb François, Meier Hans, Sal- vioni, Wiederkehr (10) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 6. November 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 6 novembre 1991 Der Bundesrat behandelt diese Angelegenheit mit der gebote- nen Sorgfalt und unter Beachtung des Volkswillens. Er wird den Zeitplan einhalten und -wie in Aussicht gestellt-zugleich einen neuen Entwurf des Rebbaubeschlusses vorlegen und über die Aenderung des Weinstatuts beschliessen.

1. Es trifft zu, dass die auf den 1. Januar 1992 vorgesehene Ta- rifizierung (Schaffung eines Zollkontingentes) für Rotwein im Fass vor allem bei den Weinproduzenten, aber auch bei den Weinhändlern nicht auf Begeisterung stösst. Das Tarifizie- rungsvorhaben ist somit-wie der Interpellant vermutet-nicht unbestritten. Dies ist jedoch für den Bundesrat kein Grund, die

Interpellation Aubry 2510 N 13 décembre 1991 vorgesehene Revision des Weinstatutes zu verzögern. Wenn Verzögerungen bei der Ausarbeitung entstanden sind, ist dies darauf zurückzuführen, dass die dafür notwendigen techni- schen Abklärungen mehr Zeit als erwartet beansprucht ha- ben.

2. Die Revision des Weinstatutes ist im Oktober bei den direkt interessierten Kreisen in die Vernehmlassung gegangen.

3. Es ist nach wie vor vorgesehen, dass die Tarifizierung für Rotwein im Fass am 1. Januar 1992 in Kraft tritt

4. Die Anpassung des Importsystems für Flaschenrotwein und fürWeisswein ist für später vorgesehen. Die Erfahrung milder Liberalisierung der Einfuhr von Rotwein im Fass und die dies- bezüglichen definitiven Ergebnisse der Uruguay-Runde sol- len dabei berücksichtigt werden. Der genaue Zeitpunkt für die Tarifizierung der Weissweinkontingentierung kann deshalb noch nicht festgelegt werden. Der Bundesrat weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Schweiz mit jedem autonomen Abbau des Grenz- schutzes denkbare Konzessionen im Rahmen der Gatt-Ver- handlungen aus der Hand gibt. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes teilweise befriedigt. #ST# 90.634 Interpellation Aubry Bundesgesetz über die Luftfahrt. Revision Circulation aérienne. Modification de la loi Wortlaut der Interpellation vom 22. Juni 1990 1984 hat der Bundesrat das Bundesgesetz über die Luftfahrt geändert und die Zulassung von Ultraleicht-Flugzeugen (UL) verboten. Damals gab es in der Schweiz sieben UL-Konstruk- teure, die heute ins Ausland abgewandert sind, weil sie nicht mehr genügend Probeflüge machen konnten und gezwungen waren, sich dafür ins Ausland zu begeben. Will der Bundesrat nicht auf seinen Entscheid zurückkom- men? Texte de l'interpellation du 22 juin 1990 Le Conseil fédéral avait modifié la loi sur la circulation aérienne eri 1984 afin d'interdire l'immatriculation des engins ultra- légers motorisés, les ULM. A l'époque, on comptait en Suisse sept constructeurs d'ULM, qui, aujourdh'hui ont émigré à l'étranger. La raison en est l'impossibilité de faire des essais suffisants et d'avoir l'obligation de se rendre à l'étranger pour les essais. Le Conseil fédéral ne veut-il pas revoir sa décision? Mitunterzeichner - Cosignataires: Antille, Berger, Cevey, Du- bois, Friderici Charles, Gros Jean-Michel, Perey, Philipona, Roh rbasser, Savary-Vaud (10) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Eri quelques années, le développement industriel des ULM a permis de trouver des technologies tenant compte de la pro- tection de l'environnement. Les moteurs sont silencieux et leur consommation représente moins que celle d'un tracteur. Jusqu'à ce jour, l'interdiction de participer à un meeting aérien n'a pas permis de faire une démonstration des nouveaux ty- pes d'ULM correspondant aux normes de la protection de l'en- vironnement. D'autre part, on ne peut craindre une multiplication des ULM, l'utilisation de la 3e dimension ne le rendant pas accessible à chacun. Il permettrait cependant un entraînement de pilotes d'avion à moindres frais, l'épandage agricole sans déborde- ment sur les terrains voisins, une reconnaissance aérienne, etc. La Suisse est encore le seul pays d'Europe qui n'autorise pas les vols ULM, la RDA les ayant récemment autorisés. L'interdiction du Conseil fédéral afait s'exiler les constructeurs et fait perdre l'acquisition de nouvelles technologies corres- pondant aux normes sur la protection de l'environnement dans le domaine de l'aéronautique. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. September 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 septembre 1990 C'est après avoir pris connaissance du résultat des essais réa- lisés au moyen d'ultralégers (ULM), et assisté à une démon- stration pratique de ceux-ci sur l'aérodrome de Berne-Belp, que nous avons décidé, le 4 juillet 1984, de ne pas admettre ce genre d'appareils volants dans l'espace aérien suisse. Après examen des arguments favorables ou défavorables, nous avons estimé que les points négatifs l'emportaient. La volonté d'éviter de faire supporter à l'environnement une atteinte sup- plémentaire, même faible, a été déterminante dans notre déci- sion. Peu après celle-ci, un constructeur suisse d'ultralégers a re- quis l'autorisation d'exécuter des vols d'essais. Soucieux de maintenir, voire de créer des emplois, nous avons décidé, le 2 octobre 1984, que les entreprises suisses de construction d'ULM pourraient être autorisées à effectuer des vols d'essais dans des limites bien précises. Par la suite, un certain nombre de constructeurs - générale- ment de petites et moyennes entreprises - ont déposé des re- quêtes à cet effet. A ce jour, l'Office fédéral de l'aviation civile, compétent en la matière, a délivré une autorisation exception- nelle à tous ceux qui l'ont requise. Selon les dispositions de cette autorisation, le constructeur est habilité à effectuer, au moyen de ses propres ultralégers et dans un rayon de cinq ki- lomètres autour des places désignées, des vols techniques d'essais ainsi que des vols de démonstration à l'intention de ses clients. Actuellement, huit entreprises ou particuliers sont titulaires d'une autorisation. Dès lors, la possibilité d'exécuter les vols d'essais nécessaires existe bel et bien depuis long- temps en Suisse. Il n'y a donc pas lieu de craindre que l'acqui- sition de nouvelles technologies échappe à notre pays. Notre décision du 4 juillet 1984 est fondée sur les dispositions de l'article 109, lettre c, de la loi fédérale sur la navigation aé- rienne, qui «autorise le Conseil fédéral à prendre, jusqu'au rè- glement par la loi, les mesures que commandent:.... c. l'ad- mission de nouveautés techniques dans le domaine de la na- vigation aérienne». Cette décision était liée à celle que nous avions prise à la même époque de modifier l'article 3 de l'or- donnance sur la navigation aérienne; cette nouvelle disposi- tion permet de refuser l'immatriculation des avions avec occu- pants, dont la charge alaire est inférieure à 20 kg/m2. Ainsi, la question du maintien ou de l'abrogation de la régle- mentation que nous avons adoptée en 1984 devra nécessaire- ment être traitée dans le cadre de la révision partielle, actuelle- ment en cours, de la loi sur la navigation aérienne. S'agissant des motifs qui ont été déterminants pour interdire les ULM, nous sommes d'avis qu'aucun élément fondamenta- lement nouveau n'est intervenu depuis lors, aussi bien en ce qui concerne les possibilités d'utilisation des ultralégers men- tionnés par l'auteur que le développement technique de ce genre d'appareil. Par conséquent, nous n'avons aucune rai- son de revenir sur notre décision avant que la révision partielle de la loi sur la navigation aérienne soit terminée. En revanche, il y aura lieu de réexaminer la question après l'achèvement des travaux de révision. Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Engler Weinstatut. Verzug des Bundesrates Interpellation Engler Nouveau statut du vin. Retard dans la procédure In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.3316 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 13.12.1991 - 08:00 Date Data Seite 2509-2510 Page Pagina Ref. No

E. 20 020 757 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

Volltext (verifizierbarer Originaltext)

13. Dezember 1991 2509 Interpellation Engler Konkubinatspaare; Quelle: Statistik der direkten Bundes- steuer) eine kleine Minderheit darstellen. Namentlich die Al- leinstehenden in unserem Land dürfen in diesem Zusammen- hang nicht übersehen werden. Eine vermehrte Annäherung der Steuerbelastung von Doppelverdiener-Ehepaaren gegen- über derjenigen von Doppelverdiener-Konkubinatspaaren wäre bei der direkten Bundessteuer nur zu erreichen, wenn den Alleinstehenden eine ganz erhebliche Mehrbelastung oder aber der Bundeskasse Mindereinnahmen in Milliarden- höhe zugemutet würden. Sowohl der Bundesrat als auch das Parlament sind im Rahmen der Harmonisierungsgesetzge- bung bei der langjährigen, erst am 14. Dezember 1990 abge- schlossenen Beratung des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer zum Schluss gekommen, dass eine solche Lö- sung nicht zu verantworten sei. Sie haben sich deshalb auch in voller Kenntnis des Bundesgerichtsurteils vom 13. April 1984 - das übrigens formell an den kantonalen Gesetzgeber gerichtet ist, weil das Bundesgericht Bundesgesetze und die ihnen gleichgestellten Erlasse nicht auf deren Verfassungs- mässigkeit überprüfen kann - mit einer teilweisen Entlastung der Ehepaare gegenüber den Konkubinatspaaren begnügen müssen. Das gilt bei der direkten Bundessteuer sowohl für das vom Parlament für die Steuerjahre 1989 bis 1992 beschlos- sene und am 21. Juni 1991 für die Steuerjahre 1993/1994 ver- längerte sogenannte «Sofortprogramm» wie für das ab 1995 geltende neue Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes teilweise befriedigt. #ST# 91.3228 Interpellation (Houmard-)Bonny Höhere Technische Lehranstalten. Anpassung der Subventionen Ecoles techniques supérieures. Rajustement des subventions Siehe Seite 2026 hiervor - Voir page 2026 ci-devant Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt. #ST# 91.3316 Interpellation Engler Weinstatut. Verzug des Bundesrates Nouveau statut du vin. Retard dans la procédure Wortlaut der Interpellation vom 26. September 1991 Am 1. April 1990 hat das Volk den Rebbaubeschluss abge- lehnt, weil es namentlich mit der Weiterführung der Weinkon- tingentierung nicht einverstanden war. Im Vernehmlassungs- verfahren für einen neuen Rebbaubeschluss hat das EVD am

16. April 1991 geschrieben, dass die bestehende Kontingen- tierung abgeschafft und durch ein System mit Zollzuschlägen (Tarifizierung) ersetzt werden solle. Diese Lösung solle ab

1. Januar 1992 gelten. Ein entsprechender Entwurf der Aende- rung des Weinstatutes werde noch im Juli dieses Jahres zur Vernehmlassung unterbreitet. Anlässlich der Behandlung des Geschäftsberichts im Natio- nalrat am 14. Juni 1991 hat der Vorsteher des EVD diese Ab- sicht weitgehend bestätigt Ein Vernehmlassungsentwurf für eine Aenderung des Wein- statutes liegt heute aber noch immer nicht vor - anderthalb Jahre nach dem Volksentscheid und immerhin zwei Monate nach dem eigenen Terminplan des EVD. Wir fragen den Bundesrat an:

1. Ist es zutreffend, dass die vorgesehene Tarifizierung auf Wi- derstand seitens der Weinproduktion und eines Teiles des Handels gestossen ist?

2. Wann wird die für den Juli angekündigte Revision des Wein- statutes nun in die Vernehmlassung gegeben?

3. Welche Verzögerungen ergeben sich schon heute mit Blick auf den 1. Januar 1992, dem Ziel des EVD für die Aufhebung der Rotweinkontingentierung?

4. Auf wann ist die Aufhebung der Weissweinkontingentierung vorgesehen? Texte de l'interpellation du 26 septembre 1991 Le peuple a rejeté le 1er avril 1990 l'arrêté fédéral sur la viti- culture parce qu'il était opposé au maintien du contingente- ment de vin. Dans le cadre de la procédure de consultation re- lative au nouveau projet d'arrêté sur la viticulture, de DFEP a écrit le 16 avril 1991, que le contingentement devait être sup- primé et remplacé par un système prévoyant des droits de douane supplémentaires (tarification). Cette solution doit prendre effet au 1 er janvier 1992. Un projet de modification du statut du vin serait soumis à la consultation au courant du mois de juillet 1991, était-il écrit. Le chef du DFEP a pour l'essentiel confirmé cette déclaration lors du débat sur le rapport de gestion au Conseil national, le 14 juin 1991. Pourtant aucun projet portant sur une modification du statut du vin n'a encore été soumis à la consultation, un an et demi après le scrutin populaire; par-dessus le marché, le retard sur le calendrier fixé par le DFEP lui-même est de plus de deux mois. Nous demandons au Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes:

1. Est-il exact que l'institution d'un système prévoyant des droits de douane supplémentaires se heurte à l'opposition des producteurs de vin et d'une partie des commerçants?

2. Quand la procédure de consultation relative à la révision du statut du vin et annoncée pour le mois de juillet sera-t-elle ou- verte?

3. Avec quel retard supprimera-t-on le contingentement du vin rouge, dont la levée était prévue par le DFEP pour le 1 er janvier 1992?

4. A quelle date prévoit-on de lever le contingentement du vin blanc? Mitunterzeichner -Cosignataires: Auer, Bircher Silvio, Dietrich, Dünki, Eisenring, Gardiol, Loeb François, Meier Hans, Sal- vioni, Wiederkehr (10) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 6. November 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 6 novembre 1991 Der Bundesrat behandelt diese Angelegenheit mit der gebote- nen Sorgfalt und unter Beachtung des Volkswillens. Er wird den Zeitplan einhalten und -wie in Aussicht gestellt-zugleich einen neuen Entwurf des Rebbaubeschlusses vorlegen und über die Aenderung des Weinstatuts beschliessen.

1. Es trifft zu, dass die auf den 1. Januar 1992 vorgesehene Ta- rifizierung (Schaffung eines Zollkontingentes) für Rotwein im Fass vor allem bei den Weinproduzenten, aber auch bei den Weinhändlern nicht auf Begeisterung stösst. Das Tarifizie- rungsvorhaben ist somit-wie der Interpellant vermutet-nicht unbestritten. Dies ist jedoch für den Bundesrat kein Grund, die

Interpellation Aubry 2510 N 13 décembre 1991 vorgesehene Revision des Weinstatutes zu verzögern. Wenn Verzögerungen bei der Ausarbeitung entstanden sind, ist dies darauf zurückzuführen, dass die dafür notwendigen techni- schen Abklärungen mehr Zeit als erwartet beansprucht ha- ben.

2. Die Revision des Weinstatutes ist im Oktober bei den direkt interessierten Kreisen in die Vernehmlassung gegangen.

3. Es ist nach wie vor vorgesehen, dass die Tarifizierung für Rotwein im Fass am 1. Januar 1992 in Kraft tritt

4. Die Anpassung des Importsystems für Flaschenrotwein und fürWeisswein ist für später vorgesehen. Die Erfahrung milder Liberalisierung der Einfuhr von Rotwein im Fass und die dies- bezüglichen definitiven Ergebnisse der Uruguay-Runde sol- len dabei berücksichtigt werden. Der genaue Zeitpunkt für die Tarifizierung der Weissweinkontingentierung kann deshalb noch nicht festgelegt werden. Der Bundesrat weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Schweiz mit jedem autonomen Abbau des Grenz- schutzes denkbare Konzessionen im Rahmen der Gatt-Ver- handlungen aus der Hand gibt. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes teilweise befriedigt. #ST# 90.634 Interpellation Aubry Bundesgesetz über die Luftfahrt. Revision Circulation aérienne. Modification de la loi Wortlaut der Interpellation vom 22. Juni 1990 1984 hat der Bundesrat das Bundesgesetz über die Luftfahrt geändert und die Zulassung von Ultraleicht-Flugzeugen (UL) verboten. Damals gab es in der Schweiz sieben UL-Konstruk- teure, die heute ins Ausland abgewandert sind, weil sie nicht mehr genügend Probeflüge machen konnten und gezwungen waren, sich dafür ins Ausland zu begeben. Will der Bundesrat nicht auf seinen Entscheid zurückkom- men? Texte de l'interpellation du 22 juin 1990 Le Conseil fédéral avait modifié la loi sur la circulation aérienne eri 1984 afin d'interdire l'immatriculation des engins ultra- légers motorisés, les ULM. A l'époque, on comptait en Suisse sept constructeurs d'ULM, qui, aujourdh'hui ont émigré à l'étranger. La raison en est l'impossibilité de faire des essais suffisants et d'avoir l'obligation de se rendre à l'étranger pour les essais. Le Conseil fédéral ne veut-il pas revoir sa décision? Mitunterzeichner - Cosignataires: Antille, Berger, Cevey, Du- bois, Friderici Charles, Gros Jean-Michel, Perey, Philipona, Roh rbasser, Savary-Vaud (10) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Eri quelques années, le développement industriel des ULM a permis de trouver des technologies tenant compte de la pro- tection de l'environnement. Les moteurs sont silencieux et leur consommation représente moins que celle d'un tracteur. Jusqu'à ce jour, l'interdiction de participer à un meeting aérien n'a pas permis de faire une démonstration des nouveaux ty- pes d'ULM correspondant aux normes de la protection de l'en- vironnement. D'autre part, on ne peut craindre une multiplication des ULM, l'utilisation de la 3e dimension ne le rendant pas accessible à chacun. Il permettrait cependant un entraînement de pilotes d'avion à moindres frais, l'épandage agricole sans déborde- ment sur les terrains voisins, une reconnaissance aérienne, etc. La Suisse est encore le seul pays d'Europe qui n'autorise pas les vols ULM, la RDA les ayant récemment autorisés. L'interdiction du Conseil fédéral afait s'exiler les constructeurs et fait perdre l'acquisition de nouvelles technologies corres- pondant aux normes sur la protection de l'environnement dans le domaine de l'aéronautique. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. September 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 septembre 1990 C'est après avoir pris connaissance du résultat des essais réa- lisés au moyen d'ultralégers (ULM), et assisté à une démon- stration pratique de ceux-ci sur l'aérodrome de Berne-Belp, que nous avons décidé, le 4 juillet 1984, de ne pas admettre ce genre d'appareils volants dans l'espace aérien suisse. Après examen des arguments favorables ou défavorables, nous avons estimé que les points négatifs l'emportaient. La volonté d'éviter de faire supporter à l'environnement une atteinte sup- plémentaire, même faible, a été déterminante dans notre déci- sion. Peu après celle-ci, un constructeur suisse d'ultralégers a re- quis l'autorisation d'exécuter des vols d'essais. Soucieux de maintenir, voire de créer des emplois, nous avons décidé, le 2 octobre 1984, que les entreprises suisses de construction d'ULM pourraient être autorisées à effectuer des vols d'essais dans des limites bien précises. Par la suite, un certain nombre de constructeurs - générale- ment de petites et moyennes entreprises - ont déposé des re- quêtes à cet effet. A ce jour, l'Office fédéral de l'aviation civile, compétent en la matière, a délivré une autorisation exception- nelle à tous ceux qui l'ont requise. Selon les dispositions de cette autorisation, le constructeur est habilité à effectuer, au moyen de ses propres ultralégers et dans un rayon de cinq ki- lomètres autour des places désignées, des vols techniques d'essais ainsi que des vols de démonstration à l'intention de ses clients. Actuellement, huit entreprises ou particuliers sont titulaires d'une autorisation. Dès lors, la possibilité d'exécuter les vols d'essais nécessaires existe bel et bien depuis long- temps en Suisse. Il n'y a donc pas lieu de craindre que l'acqui- sition de nouvelles technologies échappe à notre pays. Notre décision du 4 juillet 1984 est fondée sur les dispositions de l'article 109, lettre c, de la loi fédérale sur la navigation aé- rienne, qui «autorise le Conseil fédéral à prendre, jusqu'au rè- glement par la loi, les mesures que commandent:.... c. l'ad- mission de nouveautés techniques dans le domaine de la na- vigation aérienne». Cette décision était liée à celle que nous avions prise à la même époque de modifier l'article 3 de l'or- donnance sur la navigation aérienne; cette nouvelle disposi- tion permet de refuser l'immatriculation des avions avec occu- pants, dont la charge alaire est inférieure à 20 kg/m2. Ainsi, la question du maintien ou de l'abrogation de la régle- mentation que nous avons adoptée en 1984 devra nécessaire- ment être traitée dans le cadre de la révision partielle, actuelle- ment en cours, de la loi sur la navigation aérienne. S'agissant des motifs qui ont été déterminants pour interdire les ULM, nous sommes d'avis qu'aucun élément fondamenta- lement nouveau n'est intervenu depuis lors, aussi bien en ce qui concerne les possibilités d'utilisation des ultralégers men- tionnés par l'auteur que le développement technique de ce genre d'appareil. Par conséquent, nous n'avons aucune rai- son de revenir sur notre décision avant que la révision partielle de la loi sur la navigation aérienne soit terminée. En revanche, il y aura lieu de réexaminer la question après l'achèvement des travaux de révision. Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Engler Weinstatut. Verzug des Bundesrates Interpellation Engler Nouveau statut du vin. Retard dans la procédure In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.3316 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 13.12.1991 - 08:00 Date Data Seite 2509-2510 Page Pagina Ref. No 20 020 757 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.