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Motion Günter 1330 N 21 juin 1991 Im Zusammenhang mit einer allfälligen EWR-Botschaft wird der Bundesrat zudem die Stellung der Ergänzungsleistungen generell beurteilen müssen. Dabei wird auch der Kreis der Be- züger wie auch die Art der Leistungen zu überprüfen sein. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln. Präsident: Die Motion wird von Herrn Allenspach bekämpft. Die Diskussion wird verschoben. Verschoben -Renvoyé #ST# 90.935 Motion Bär Richterinnen bei Sexualdelikten Délits sexuels. Tribunaux mixtes Wortlaut der Motion vom 12. Dezember 1990 Die gesetzlichen Grundlagen sind in dem Sinne zu ändern, dass bei der Beurteilung von Sexualdelikten Frauen im Rich- ter(innen)-Gremium vertreten sein müssen. Texte de la motion du 12 décembre 1990 La législation doit être modifiée de manière à ce que lors du ju- gement de délits sexuels, il y ait un certain nombre de femmes parmi les juges. Mitunterzeichner - Cosignataires: Antille, Bäumlin, Daepp, Da- nuser, Diener, Dormann, Fankhauser, Gardiol, Grendelmeier, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Jeanprêtre, Leuteneg- ger Oberholzer, Mauch Ursula, Nabholz, Pitteloud, Stamm, Stocker, Uchtenhagen, Ulrich, Zölch (22) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. März 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 mars 1991 Für die Beurteilung von Sexualdelikten, insbesondere wenn Frauen als Opfer betroffen sind, ist die Anwesenheit von Frauen im Richter-Kollegium aus sachlichen und psychologi- schen Gründen in hohem Masse erwünscht. Da das Bundes- gericht bei strafrechtlichen Nichtigkeitsbeschwerden jedoch an die Sachverhaltsfeststellungen der kantonalen Behörden gebunden ist und diese lediglich im Rahmen einer staatsrecht- lichen Beschwerde auf Willkür prüfen kann, betrifft das Anlie- gen der Motionärin hauptsächlich die Zusammensetzung der kantonalen Gerichte; denn diesen obliegt vorab die Würdi- gung des - häufig heiklen - Sachverhaltes. Bei der Beratung des Opferhilfegesetzes hat sich der National- rat kürzlich mit diesem Fragenkomplex befasst. Auf Antrag sei- ner vorberatenden Petitions- und Gewährleistungskommis- sion hat er am 21. Januar 1991 entschieden, dass in Gerich- ten, welche Sexualdelikte zu beurteilen haben, auf Antrag des Opfers mindestens eine Person des gleichen Geschlechts Einsitz haben muss. Dieser Beschluss ist noch vom Ständerat zu bestätigen. Obwohl in der nationalrätlichen Debatte darauf hingewiesen wurde, dass eine solche Regelung auf Bundes- ebene einen Eingriff in die kantonale Gerichtsbarkeit darstel- len würde, ist der Erlass bundesrechtlicher Verfahrensvor- schriften zulässig, wenn diese für die Durchsetzung von mate- riellem Bundesrecht erforderlich sind. Alles in allem erscheint es vorerst zweckmässig, die Beratun- gen des Opferhilfegesetzes und die begrüssenswerten Be- strebungen auf kantonaler Ebene zur Verwirklichung der An- liegen der Motionärin aufmerksam zu verfolgen. Im übrigen wird eine entsprechende Ergänzung des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) im Rahmen der Revision des Allge- meinen Teils des StGB, des Jugendstrafrechts und des Dritten Buches eingehend geprüft. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in eine Postulat umzu- wandeln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 90.986 Motion Günter Elektrofahrzeuge. Förderung Electromobiles Wortlaut der Motion vom 14. Dezember 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, Elektrofahrzeuge der Leich- testbauweise zu fördern und zu begünstigen, insbesondere: 1'. durch Aenderung der einschlägigen gesetzlichen Bestim- mungen und Verordnungen zur Zulassung von Motorfahrzeu- gen in dem Sinne, dass die Elektrofahrzeuge genannter Art insbesondere mit Rekuperation leichter die Prüfung bestehen können;
2. durch Schaffung einer Versuchskategorie mit erleichterten Bedingungen, um die Erprobung neuartiger Fahrzeuge auf der Strasse zu ermöglichen;
3. durch Zulassung der Fahrausweise sämtlicher Kategorien zum Führen eines Elektrofahrzeuges der Leichtestbauweise. Texte de la motion du 14 décembre 1990 Le Conseil fédéral est chargé de favoriser les électromobiles ultralégers au moyen notamment des mesures suivantes:
1. modification des dispositions régissant l'homologation dans le but de faciliter en particulier l'admission à la circulation des véhicules de ce type qui recourent à des matériaux de ré- cupération;
2. institution d'une catégorie de véhicules d'essai soumise à des conditions plus souples afin de permettre l'essai sur route de nouveaux types de véhicules;
3. autorisation de la conduite d'électromobiles ultralégers par les détenteurs de permis de conduire de toutes les catégories. Mitunterzeichner - Cosignataires: Biel, Dünki, Jaeger, Kühn, Maeder, Meier Samuel, Weder-Basel, Wiederkehr, Zwygart (9) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. April 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 avril 1991 Der Bundesrat hat am 13. Februar 1989 und am 23. August 1989 beschlossen, Förderungsmassnahmen für Elektrofahr- zeuge im Rahmen des zusätzlichen Massnahmenpaketes zur Erreichung der Ziele des Luftreinhalte-Konzeptes zu prüfen (Massnahme Z 13 des EWI-Berichtes zum Luftreinhalte-Kon- zept). Es geht dabei um:
21. Juni 1991 1331 Motion der sozialdemokratischen Fraktion
- direkte Finanzhilfen;
- Erstellen einer Infrastruktur (z. B. Solartankstellen);
- administrative Erleichterungen;
- Förderung von Forschung, Entwicklung und Pilotprojekten. Das EVED wurde beauftragt, die Massnahmen konkret auszu- arbeiten. Nach der Teilrevision der Verkehrszulassungsverordnung (VZV) vom 13. Februar 1991 dürfen u. a. Inhaber des Führer- ausweises für Personenwagen (Kat. B) auch Dreiräderfahren, für die bisher der Führerausweis für Motorräder (Kat. A oder A1) erforderlich war. Damit wird dem Anliegen der Motion weitgehend Rechnung getragen. Weil die verlangten Massnahmen jedoch in die Zu- ständigkeit des Bundesrates fallen (delegierter Rechtset- zungsbereich), kann der Vorstoss nur als Postulat entgegen- genommen werden. Dabei ist festzuhalten, dass allfällige «Er- leichterungen» die Betriebs- und Verkehrssicherheit nicht ver- schlechtern dürfen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln. Präsident: Die Motion wird von Herrn Scherrer bekämpft. Die Diskussion wird verschoben. Verschoben - Renvoyé #ST# 90.754 Motion Spielmann Exportverbot für Kriegsmaterial an im Golfkonflikt beteiligte Länder Interdiction d'exportation de matériel de guerre vers les pays participant à la logique de guerre Wortlaut der Motion vom 1. Oktober 1990 Seit Beginn der Krise, die durch den Einmarsch des Irak in Ku- wait ausgelöst wurde, nehmen die Spannungen im Mittleren Osten und insbesondere in der Golfregion ständig zu und las- sen das Schlimmste befürchten. Aufgrund der Initiative der USA und im Rahmen der Operation «Wüstenschild» kam es in der gesamten Region, insbesondere in Saudiarabien, zum eindrucksvollsten Militäraufmarsch aller Zeiten. Tausende von Soldaten und gewaltige militärische Mittel sind in diesem Teil der Welt an einer Entwicklung beteiligt, die von verschiedenen Seiten bereits als Logik des Krieges bezeichnet wurde. Gemäss Artikel 11 des Bundesgesetzes über das Kriegsmate- rial werden keine Ausfuhrbewilligungen nach Gebieten erteilt, in denen ein bewaffneter Konflikt herrscht, ein solcher auszu- brechen droht oder sonstwie gefährliche Spannungen beste- hen. Ich fordere den Bundesrat auf, sämtliche Waffenexporte an die Vereinigten Staaten und an alle Länder zu verbieten, die ihnen in ihrer Logik des Krieges folgen. Texte de la motion du 1er octobre 1990 Depuis le début de la crise ponctuée par l'invasion du Koweït par l'Irak, la tension ne cesse de monter au Moyen-Orient et plus précisément dans la région du Golfe et fait craindre le pire. Sous l'impulsion des Etats-Unis et de l'opération «bou- clier du désert», toute la région, et notamment l'Arabie Saou- dite, est envahie par le plus impressionnant déploiement mili- taire de l'histoire. Des milliers de soldats et de gigantesques moyens militaires participent dans cette région du monde à un processus que d'aucuns n'ont pas hésité à appeler la logique de guerre. L'article 11 de la loi fédérale sur le matériel de guerre précise qu'aucune autorisation d'exportation ne sera délivrée à desti- nation de territoires où des conflits armés ont éclaté ou mena- cent d'éclater ou dans lesquels régnent des tensions dange- reuses. Je demande au Conseil fédéral d'interdire toute exportation d'armes vers les Etats-Unis et les pays engagés à sa suite dans la logique de guerre. Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine-Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 4. März 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 4 mars 1991 Depuis l'invasion du Koweït par les troupes irakiennes, le 2 août 1990, il n'a plus été accordé d'autorisation d'exporter du matériel de guerre vers les pays de la péninsule arabique. Seuls l'Arabie Saoudite, Bahrein et les Emirats arabes unis fai- saient d'ailleurs l'objet de telles demandes. S'agissant de l'Irak, de la Syrie, du Liban, de la Jordanie et d'Israël, il n'y a pas eu d'exportations de matériel de guerre depuis 1955, ex- ception faite des faibles quantités d'explosifs et de substances chimiques destinés à des fins civiles. Lorsqu'à éclaté la guerre du Golfe, le Conseil fédéral a en outre étendu l'interdiction à la Turquie ainsi qu'àtous les pays enga- gés dans le conflit. Compte tenu de la nature particulière de ce conflit, une exception a toutefois été prévue en faveur du maté- riel qui n'est pas destiné à être utilisé dans la guerre du Golfe, en raison de ses caractéristiques ou en vertu d'un engage- ment formel des autorités du pays destinataire. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de classer la motion comme étant réalisée. Abgeschrieben - Classé #ST# 91.3012 Motion der sozialdemokratischen Fraktion Uno-Blauhelm-Friedenstruppe der Schweiz Motion du groupe socialiste Casques bleus suisses Wortlaut der Motion vom 23. Januar 1991 Der Bundesrat wird eingeladen, die gesetzlichen Bestimmun- gen für die Realisierung eines schweizerischen Kontingents von Uno-Blauhelm-Friedenstruppen rasch zu schaffen und die Vorlage dem Parlament im Dringlichkeitsverfahren zu un- terbreiten. Texte de la motion du 23 janvier 1991 Le Conseil fédéral est invité à élaborer rapidement les disposi- tions légales permettant de mettre sur pied un contingent suisse de Casques bleus de l'ONU; le projet sera ensuite pré- senté au Parlement selon la procédure d'urgence. Sprecher-Porte-parole: Bundi
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Günter Elektrofahrzeuge. Förderung Motion Günter Electromobiles In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.986 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 21.06.1991 - 08:00 Date Data Seite 1330-1331 Page Pagina Ref. No 20 020 043 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.