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21. Juni 1991 N 1351 Postulat Eggenberger Georges Schriftliche Begründung - Développement par écrit Im neuen Schweizer Pass steht auf Seite 1 : «Der Inhaber die- ses Passes ist Schweizerbürger und kann jederzeit in die Schweiz zurückkehren»; ebenso ist auf Seite 3 vom «Inhaber» die Rede. Diese Sprachregelung verletzt Artikel 4 Absatz 2 BV. Viele Frauen stossen sich daran. Sie steht im Widerspruch zur korrekten Sprachregelung -«Bürger(in)» bzw. «Schweizerbür- ger(innen)» - auf den Seiten 2 und 32 des Passes. Zur Antwort des Bundesrates in der Fragestunde vom 18. März 1991 ist festzuhalten, dass die Bezeichnung «Schweizerbürger» nicht, wie der Bundesrat meint, «geschlechtsneutral» ist, sondern dass damit nur das männliche Geschlecht angesprochen wird. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Mai 1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 mai 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Präsident: Das Postulat wird von Herrn Dreher bekämpft. Die Diskussion wird verschoben. Verschoben - Renvoyé #ST# 90.981 Postulat Hari Halteprämien für Trainpferde Chevaux du train. Primes de garde Wortlaut des Postulates vom 14. Dezember 1990 Der Bundesrat wird ersucht, auf seinen Beschluss vom 1. Ok- tober 1990 betreffend Aenderungen der Verordnung über Hal- teprämien für armeetaugliche Trainpferde und Maultiere zu- rückzukommen und Ziffer 2.1 im Anhang nochmals zu über- prüfen. Im Interesse der Sicherstellung einer reibungslosen Rekrutierung von guten Trainpferden müsste diese Ziffer doch ähnlich wie bisher lauten, nämlich: «Trainpferde und Maultiere müssen das 3., dürfen jedoch das 15. Altersjahr noch nicht zu- rückgelegt haben.» Texte du postulat du 14 décembre 1990 Le Conseil fédéral est prié de revenir sur sa décision du 1er octobre 1990 portant sur des modifications de l'ordon- nance concernant les primes de garde pour les chevaux du train et les mulets, et il est invité à revoir le chiffre 2.1 de l'an- nexe. Afin d'assurer le recrutement aisé de bons chevaux du train, le chiffre précité devrait pourtant se lire pratiquement comme jusqu'ici, à savoir: «Les chevaux du train et les mulets doivent être âgés de 3 à 15 ans.» Mitunterzeichner - Cosignataires: Blatter, Bühler, Bürgi, Daepp, Eppenberger Susi, Fischer-Hägglingen, Fischer- Seengen, Hess Otto, Hildbrand, Kühne, Luder, Müller-Wili- berg, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Schmidhalter, Schni- der, Schwab, Seiler Hanspeter, Wanner, Wyss William, Zölch, Zwingli (23) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Mit Enttäuschung haben die Pferdezüchter von der beschlos- senen Aenderung der vorgenannten Verordnung Kenntnis ge- nommen. Wenn diesen 3- bis 4jährigen Pferden keine Halte- prämien mehr ausgerichtet werden, führt dies dazu, dass ver- mehrt Jungfohlen geschlachtet werden müssen. Die unaus- weichliche Folge ist, dass diese Pferde für die Armee fehlen. Der vorgesehenen Kürzung des Höchstalters von 16 auf 15 Jahre stimme ich, allerdings freudlos, zu. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 10. April 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 10 avril 1991 Der Bedarf der Armee an Pferden und Maultieren beträgt heute - einschliesslich Mobilmachungsreserve - rund 7000 Tiere. Im Jahr 1990 wurden für 10 020 Pferde und Maul- tiere (inkl. Zuchtstuten) Halteprämien ausgerichtet. Dies führte zu Ueberschreitungen der Kreditlimite. Der Bestand an prämi- enberechtigten Tieren hätte zweifellos in Zukunft weiter zuge- nommen. Der Bundesrat sah sich deshalb vor allem aus finanziellen Gründen gezwungen, die Halteprämienverordnung zu än- dern. Er hat insbesondere das Alter der prämienberechtigten Tiere auf 4 bis 14 Jahre beschränkt, das Stockmass für Haflin- gerpferde erhöht und die Impfpflicht eingeführt. Die Altersbeschränkung ist aus militärischen Gründen sinn- voll: Dreijährige Pferde sind von ihrer Leistungsfähigkeit her im Gebirgsdienst schlecht einsetzbar. Es wäre wenig sinnvoll, die älteren, arbeitsgewohnten Rerde zugunsten von unerfahre- nen Jungtieren von der Prämienberechtigung auszuschlies- sen. Rekrutierungsschwierigkeiten für Wallache sind aller- dings nicht auszuschliessen, da diese in der Pferdezucht we- niger gefördert werden als Stuten. Der Bundesrat wird auf die im Herbst 1990 beschlossene Aenderung der Verordnung nicht zurückkommen. Im Interesse der Sicherstellung einer reibungslosen Rekrutierung von guten Trainpferden wird je- doch das EMD ermächtigt, eine sinnvolle Uebergangsrege- lung für dreijährige Wallache zu treffen. Beizufügen ist, dass mit der Neustrukturierung der Armee in den neunziger Jahren («Armee 95») der Armeebedarf an Pfer- den um rund einen Drittel zurückgehen wird, was erneute An- passungen der Bestimmungen über die Halteprämien erfor- dern wird. Das EMD und das EVD werden die entsprechenden Verordnungen gemeinsam überarbeiten. Es soll erreicht wer- den, dass die zwischen den landwirtschaftlichen und den mili- tärischen Aufzucht- und Halteprämien bestehenden Lücken verschwinden. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen. Abgelehnt - Rejeté #ST# 90.907 Postulat Eggenberger Georges Renten der Pensionskassen des Bundes. Verbesserung Caisses de retraite de la Confédération. Amélioration des rentes Wortlaut des Postulates vom 29. November 1990 Der Bundesrat wird eingeladen, die Renten der Pensionskas- sen des Bundes (Eidgenössische Versicherungskasse und Pensions- und Hilfskasse der SBB) real zu verbessern. Texte oft; postulat du 29 novembre 1990 Le Conseil fédéral est invité à augmenter le montant réel des rentes des caisses de retraite de la Confédération (Caisse fé- dérale d'assurance et Caisse de pensions et de secours des CFF). Mitunterzeichner- Cosignataires: Ammann, Bäumlin, Bègue- lin, Bodenmann, Borei, Braunschweig, Bundi, Carobbio, Da- nuser, Eggenberg-Thun, Euler, Fankhauser, Hafner Ursula,
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Hari Halteprämien für Trainpferde Postulat Hari Chevaux du train. Primes de garde In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.981 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 21.06.1991 - 08:00 Date Data Seite 1351-1351 Page Pagina Ref. No 20 020 071 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.