Erwägungen (3 Absätze)
E. 14 décembre 1990 Texte de la motion du 5 juin 1990 Le Conseil fédéral est chargé de présenter au Parlement, dans les meilleurs délais, une modification de l'article 74,4e alinéa, de la Constitution fédérale, afin que femmes et hommes puis- sent exercer les mêmes droits politiques au niveau cantonal également. Il prévoira en outre l'abrogation du droit cantonal non conforme à ce principe dès que les nouvelles dispositions constitutionnelles auront été acceptées. Sprecherin - Porte-parole: Leutenegger Oberholzer Schriftliche Begründung-Développement par écrit Das Stimm- und Wahlrecht gehört zu den elementarsten Men- schenrechten. Seit Jahren aber verweigert die männliche stimmberechtigte Bevölkerung des Kantons Appenzell Inner- rhoden den Frauen die politische Mündigkeit. Im April 1990 hat es der Kanton zum dritten Mal verpasst, das Frauenstimm- recht aus eigenem Antrieb einzuführen. Der Bund hatte sich mit Rücksicht auf föderalistische Gründe bislang geweigert, das Frauenstimmrecht integral auch in den Kantonen zwangs- weise einzuführen - mit der Absicht, den Kantonen die Chance zu geben, diese undemokratische Situation selbst zu beseitigen. Im Gegensatz zum Kanton Appenzell Ausserrho- den hat dies der Kanton Appenzell Innerrhoden erneut nicht geschafft. Diese krasse Missachtung elementarer Rechte ist weder für die Frauen noch für die Eidgenossenschaft länger tragbar. Die Gewährleistung der Gleichberechtigung von Frau und Mann und damit von Artikel 4 Absatz 2 BV muss auch beim kantona- len Stimm- und Wahlrecht endlich in allen Schweizer Kanto- nen gewährleistet sein. In diesem Sinne ist der Vorbehalt des kantonalen Rechts bei Wahlen und Abstimmungen in Arti- kel 74 Absatz 4 BV in dem Sinne zu ergänzen, dass das Frau- enstimmrecht unverzüglich in allen Schweizer Kantonen ge- währleistet werden muss. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. Oktober 1990 (Siehe Motion der christlichdemokratischen Fraktion 90.506 hiervor) Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er octobre 1990 (Voir motion du groupe démocrate-chrétien 90.506 ci-devant) Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 90.544 Motion Nabholz Gleichberechtigung der Geschlechter bei Abstimmungen und Wahlen Egalité politique des sexes Wortlaut der Motion vom 8. Juni 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, Artikel 4 der Bundesverfas- sung zu revidieren und durch einen neuen Absatz 3 wie folgt zu ergänzen: «Schweizerinnen und Schweizer haben die gleichen politi- schen Rechte und Pflichten.» Texte de la motion du 8 juin 1990 Le Conseil fédéral est changé de reviser l'article 4 de la Consti- tution fédérale et de le compléter par un nouvel alinéa 3 libellé comme suit: «Les citoyens et citoyennes suisses ont les mêmes droits et obligations politiques.» Mitunterzeichnerin - Cosignataire: Antille (1) Schriftliche Begründung-Développement par écrit Die Urheberin verzichtet a jf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. Oktober 1990 (Siehe Motion der christlichdemokratischen Fraktion 90.506 hiervor) Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er octobre 1990 (Voir motion du groupe démocrate-chrétien 90.506 ci-devant) Schriftliche Erklärung des ßundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln. Ueberwiesen als Postulat-- Transmis comme postulat #ST# 90.732 Motion David Total revision des Versicherungsvertragsgesetzes Contrat d'assurance. Révision totale de la loi Wortlaut der Motion vom 2(>. September 1990 Der Bundesrat wird beauflagt, dem Parlament einen Entwurf einer Totalrevision des Bundesgesetzes über den Versiche- rungsvertrag (WG) vom 2. April 1908 vorzulegen. Das revi- dierte Gesetz soll:
- berechtigte Anliegen des Konsumentenschutzes (Art. 31se- xies BV) zugunsten der Versicherten verwirklichen, -einen gerechteren une ausgewogeneren Interessenaus- gleich zwischen Versicherten und Versicherern herbeiführen sowie
- den Entwicklungen im europäischen Raum Rechnung tra- gen. Insbesondere sollen mit der Totalrevision ein Widerrufsrecht des Versicherungsnehme's (Art. 1 WG) analog zu den Haus- türgeschäften und längen; Verjährungsfristen (Art. 46) einge- führt werden. Auch sollen die vorvertragliche Anzeigepflicht Dritter (Art. 5 Abs. 2) die Rechtsfolgen der Anzeigepflichtver- letzung (Art. 6), die Suspension der Versicherung bei Verzug des Versicherungsnehmers (Art. 20 Abs. 3), das Rücktritts- recht bei Eintritt einer wesentlichen Gefahrserhöhung (Art. 28 Abs. 1;Art. 30Abs. 1),dasausserordentlicheAuflösungsrecht bei Teilschaden (Art. 42) und das «Alles oder Nichts»-Prinzip (vgl. z. B. Art. 6ff., 28ff.) im Sinne eines besseren Schutzes des Versicherungsnehmers neu geregelt werden. Notwendig ist zudem eine Ueberprüfung der Einteilung in Schadens - und Personenversicherungsresht sowie der Bedeutung der Allge- meinen Versicherungsbecingungen. Texfe de la motion du 26 septembre 1990 Le Conseil fédéral est chargé de présenter au Parlement un projet de révision totale de la loi du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance. Révisée, cette loi devra:
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Nabholz Gleichberechtigung der Geschlechter bei Abstimmungen und Wahlen Motion Nabholz Egalité politique des sexes In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung
E. 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.544 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.12.1990 - 08:00 Date Data Seite 2426-2426 Page Pagina Ref. No
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Motion David 2426 N 14 décembre 1990 Texte de la motion du 5 juin 1990 Le Conseil fédéral est chargé de présenter au Parlement, dans les meilleurs délais, une modification de l'article 74,4e alinéa, de la Constitution fédérale, afin que femmes et hommes puis- sent exercer les mêmes droits politiques au niveau cantonal également. Il prévoira en outre l'abrogation du droit cantonal non conforme à ce principe dès que les nouvelles dispositions constitutionnelles auront été acceptées. Sprecherin - Porte-parole: Leutenegger Oberholzer Schriftliche Begründung-Développement par écrit Das Stimm- und Wahlrecht gehört zu den elementarsten Men- schenrechten. Seit Jahren aber verweigert die männliche stimmberechtigte Bevölkerung des Kantons Appenzell Inner- rhoden den Frauen die politische Mündigkeit. Im April 1990 hat es der Kanton zum dritten Mal verpasst, das Frauenstimm- recht aus eigenem Antrieb einzuführen. Der Bund hatte sich mit Rücksicht auf föderalistische Gründe bislang geweigert, das Frauenstimmrecht integral auch in den Kantonen zwangs- weise einzuführen - mit der Absicht, den Kantonen die Chance zu geben, diese undemokratische Situation selbst zu beseitigen. Im Gegensatz zum Kanton Appenzell Ausserrho- den hat dies der Kanton Appenzell Innerrhoden erneut nicht geschafft. Diese krasse Missachtung elementarer Rechte ist weder für die Frauen noch für die Eidgenossenschaft länger tragbar. Die Gewährleistung der Gleichberechtigung von Frau und Mann und damit von Artikel 4 Absatz 2 BV muss auch beim kantona- len Stimm- und Wahlrecht endlich in allen Schweizer Kanto- nen gewährleistet sein. In diesem Sinne ist der Vorbehalt des kantonalen Rechts bei Wahlen und Abstimmungen in Arti- kel 74 Absatz 4 BV in dem Sinne zu ergänzen, dass das Frau- enstimmrecht unverzüglich in allen Schweizer Kantonen ge- währleistet werden muss. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. Oktober 1990 (Siehe Motion der christlichdemokratischen Fraktion 90.506 hiervor) Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er octobre 1990 (Voir motion du groupe démocrate-chrétien 90.506 ci-devant) Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 90.544 Motion Nabholz Gleichberechtigung der Geschlechter bei Abstimmungen und Wahlen Egalité politique des sexes Wortlaut der Motion vom 8. Juni 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, Artikel 4 der Bundesverfas- sung zu revidieren und durch einen neuen Absatz 3 wie folgt zu ergänzen: «Schweizerinnen und Schweizer haben die gleichen politi- schen Rechte und Pflichten.» Texte de la motion du 8 juin 1990 Le Conseil fédéral est changé de reviser l'article 4 de la Consti- tution fédérale et de le compléter par un nouvel alinéa 3 libellé comme suit: «Les citoyens et citoyennes suisses ont les mêmes droits et obligations politiques.» Mitunterzeichnerin - Cosignataire: Antille (1) Schriftliche Begründung-Développement par écrit Die Urheberin verzichtet a jf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. Oktober 1990 (Siehe Motion der christlichdemokratischen Fraktion 90.506 hiervor) Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er octobre 1990 (Voir motion du groupe démocrate-chrétien 90.506 ci-devant) Schriftliche Erklärung des ßundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln. Ueberwiesen als Postulat-- Transmis comme postulat #ST# 90.732 Motion David Total revision des Versicherungsvertragsgesetzes Contrat d'assurance. Révision totale de la loi Wortlaut der Motion vom 2(>. September 1990 Der Bundesrat wird beauflagt, dem Parlament einen Entwurf einer Totalrevision des Bundesgesetzes über den Versiche- rungsvertrag (WG) vom 2. April 1908 vorzulegen. Das revi- dierte Gesetz soll:
- berechtigte Anliegen des Konsumentenschutzes (Art. 31se- xies BV) zugunsten der Versicherten verwirklichen, -einen gerechteren une ausgewogeneren Interessenaus- gleich zwischen Versicherten und Versicherern herbeiführen sowie
- den Entwicklungen im europäischen Raum Rechnung tra- gen. Insbesondere sollen mit der Totalrevision ein Widerrufsrecht des Versicherungsnehme's (Art. 1 WG) analog zu den Haus- türgeschäften und längen; Verjährungsfristen (Art. 46) einge- führt werden. Auch sollen die vorvertragliche Anzeigepflicht Dritter (Art. 5 Abs. 2) die Rechtsfolgen der Anzeigepflichtver- letzung (Art. 6), die Suspension der Versicherung bei Verzug des Versicherungsnehmers (Art. 20 Abs. 3), das Rücktritts- recht bei Eintritt einer wesentlichen Gefahrserhöhung (Art. 28 Abs. 1;Art. 30Abs. 1),dasausserordentlicheAuflösungsrecht bei Teilschaden (Art. 42) und das «Alles oder Nichts»-Prinzip (vgl. z. B. Art. 6ff., 28ff.) im Sinne eines besseren Schutzes des Versicherungsnehmers neu geregelt werden. Notwendig ist zudem eine Ueberprüfung der Einteilung in Schadens - und Personenversicherungsresht sowie der Bedeutung der Allge- meinen Versicherungsbecingungen. Texfe de la motion du 26 septembre 1990 Le Conseil fédéral est chargé de présenter au Parlement un projet de révision totale de la loi du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance. Révisée, cette loi devra:
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Nabholz Gleichberechtigung der Geschlechter bei Abstimmungen und Wahlen Motion Nabholz Egalité politique des sexes In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.544 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.12.1990 - 08:00 Date Data Seite 2426-2426 Page Pagina Ref. No 20 019 332 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.