Erwägungen (2 Absätze)
E. 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.841 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.03.1989 - 08:00 Date Data Seite 641-641 Page Pagina Ref. No
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Volltext (verifizierbarer Originaltext)
17. März 1989 641 Interpellation Büttiker #ST# 88.841 Interpellation Scherrer Luftbelastung Pollution atmosphérique Wortlaut der Interpellation vom 12. Dezember 1988 Basis der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) ist die Luftbela- stung von 1950 bzw. 1960. Alle Anstrengungen zur Einhal- tung der LRV laufen darauf hinaus, bis zum Jahr 1994 bzw. 1995 die Werte von 1960 bzw. 1950 zu erreichen. In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat um Beantwortung der folgenden Fragen:
1. Aufgrund welcher Erkenntnisse oder Tatsachen wurde die Luftbelastung der 50-er und 60-er Jahre errechnet?
2. Wie wurde die Luftbelastung der 50-er Jahre bei den einzelnen Schadstoffen, gesondert nach deren Emittenten, errechnet?
3. Aufgrund welcher Tatsachen wurde die voraussichtliche Reduktion der einzelnen Schadstoffe, gesondert nach deren Emittenten, bis zum Jahr 1994 bzw. 1995 errechnet?
4. Aufgrund welcher Tatsachen kommen verschiedene Experten zum Schluss, dass die Grenzwerte von 1950 bzw. 1960 ohne zusätzliche Massnahmen nicht erreicht werden können? Texte de l'interpellation du 12 décembre 1988 Le degré de pollution atmosphérique en 1950 ou en 1960 a servi de base à l'élaboration de l'ordonnance sur la protec- tion de l'air (OPair). Tous les efforts en vue de faire respecter ce texte tendent à ce qu'on rétablisse d'ici 1994 ou 1995 les valeurs de 1960 ou de 1950. Dans ce contexte, je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
1. Sur quelles données ou quels faits s'est-on fondé pour calculer la pollution atmosphérique dans les années 1950 et 1960?
2. Comment, en ce qui concerne la pollution atmosphérique des années 1950, a-t-on réparti les substances nocives en fonction des sources d'émission?
3. Sur quels faits s'est-on fondé pour calculer la réduction probable, d'ici 1994 ou 1995, des diverses substances nocives, réparties par sources d'émission?
4. Quels faits on incité les experts à conciure que les valeurs limites de 1950 ou de 1960 ne sauraient être rétablies sans mesures complémentaires? Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. Februar 1989 Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 février 1989 Die am 1. März 1986 in Kraft gesetzte Luftreinhalte-Verord- nung enthält die für die Beurteilung der Luftverschmutzung erforderlichen Immissionsgrenzwerte für Luftschadstoffe. Diese wurden nach den Kriterien des Umweltschutzgesetzes so festgelegt, dass Menschen, Tiere und Pflanzen nicht gefährdet sind, wobei auch Personen mit erhöhter Empfind- lichkeit wie Kinder, Kranke, Betagte und Schwangere berücksichtigt wurden. Sind die Immissionsgrenzwerte überschritten, so haben die kantonalen Behörden die erfor- derlichen Massnahmen zu ergreifen. Bereits bestehende Ueberbelastungen müssen bis 1994 abgebaut sein. Der vom Bundesrat am 10. September 1986 veröffentlichte Bericht Luftreinhalte-Konzept enthält demgegenüber gesamtschweizerische Emissionsziele. Als Minimalziel sol- len die gesamtschweizerischen Emissionen der Primär- schadstoffe Schwefeldioxid, Stickoxide und Kohlenwasser- stoffe bis 1995 wieder auf den Stand von 1960 reduziert werden. Die Ueberlegungen, welche den Bundesrat zur Festlegung dieser Emissionsziele geführt haben, sind im Luftreinhalte- Konzept ausführlich dargelegt. Für die Ermittlung der Emis- sionsentwicklung wurden auf Bundesebene mehrjährige, umfangreiche Erhebungen und Computerberechnungen durchgeführt. Detaillierte Angaben zu diesen Abklärungen sind in gesondert zum Luftreinhalte-Konzept veröffentlich- ten Berichten enthalten. Der Bundesrat kann sich deshalb bei den einzelnen Fragen auf folgende Hinweise be- schränken: 1./2. Die Berechnung der Emissionen der 50er und 60er Jahre bis heute stützt sich auf mehrjährige Erhebungen und Analysen. Zur Ermittlung der Emissionen der Quellengrup- pen Verkehr, Haushalte sowie Industrie und Gewerbe dien- ten im wesentlichen die Fahrleistungen, Produktions- und Verbrauchsmengen sowie die Emissionsfaktoren der entsprechenden Anlagen und Prozesse. Mit Hilfe dieser Grossen wurden dann die jeweiligen Jahresemissionen der verschiedenen Schadstoffe berechnet. Detaillierte Angaben sowie umfangreiches Grundlagenmaterial wurden in zwei speziellen Berichten veröffentlicht:
- Schadstoffemissionen des privaten Strassenverkehrs 1950-2000, Schriftenreihe Umweltschutz Nr. 55, Bundesamt für Umweltschutz, November 1986 und September 1988 (Nachtrag);
- Vom Menschen verursachte Schadstoff-Emissionen in der Schweiz 1950-2010, Schriftenreihe Umweltschutz Nr. 76, Bundesamt für Umweltschutz, Dezember 1987 und Septem- ber 1988 (Nachtrag).
3. Die Berechnung der zukünftigen Emissionen erfolgte in analoger Weise. Dabei wurden die zu erwartende Verkehrs- und Wirtschaftsentwicklung sowie die Auswirkungen emis- sionsvermindernder Massnahmen berücksichtigt. Detail- lierte Angaben sowie umfangreiches Grundlagenmaterial wurden ebenfalls in den unter 1./2. erwähnten Berichten veröffentlicht.
4. Zu dieser Frage sind von der Elektrowatt Ingenieurunter- nehmung AG umfangreiche Abklärungen durchgeführt wor- den. Die vorläufigen Ergebnisse sind im 2. Teilbericht «Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Luftrein- halte-Konzept des Bundesrates und zusätzlichen Massnah- men zur Reduktion der Luftverschmutzung», der am
24. November 1988 der Oeffentlichkeit vorgestellt wurde, ausführlich dokumentiert. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt. Er beantragt Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen offensichtliche Mehrheit Minderheit #ST# 88.886 Interpellation Büttiker Lebensmittelbestrahlung in der Schweiz Irradiation des denrées alimentaires Wortlaut der Interpellation vom 16. Dezember 1988 An der internationalen Konferenz über radioaktiv bestrahlte Lebensmittel in Genf nahm auch eine Delegation aus der Schweiz teil. Dabei hat die Schweiz unter den 80 Teilneh- merstaaten im Hinblick auf die Liberalisierungsbestrebun-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Scherrer Luftbelastung Interpellation Scherrer Pollution atmosphérique In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.841 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.03.1989 - 08:00 Date Data Seite 641-641 Page Pagina Ref. No 20 017 320 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.