Erwägungen (2 Absätze)
E. 7 octobre 1988
des Instituts der Gewährleistung wird im Rahmen der Total-
revision der Bundesverfassung erfolgen. In diesem Sinne ist
der Bundesrat bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Präsident: Die grüne Fraktion bekämpft das Postulat
Allenspach «Gewährleistung kantonaler Verfassungen». Ich
beantrage Ihnen, die Diskussion über dieses Postulat zu
verschieben. Sie sind damit einverstanden.
Verschoben - Renvoyé
#ST# 88.494
Postulat Hari
Schlachtgeflügel.
Förderung der Inlandproduktion
Volaille de boucherie.
Développement de la production indigène
Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1988
Der Bundesrat wird ersucht:
a) zu prüfen, welche geeigneten Massnahmen getroffen
werden können, um den Inlandanteil an der Schlachtgeflü-
gelproduktion schrittweise auf 60 Prozent des Verbrauchs
zu erhöhen,
b) sicherzustellen, dass diese Bestrebungen nicht durch
den Import von frischen Geflügelteilen unterlaufen und neu-
tralisiert werden.
Texte du postulat du 21 juin 1988
Le Conseil fédéral est prié:
a) d'examiner quelles sont les mesures qui pourraient être
prises pour augmenter progressivement la production de
volaille de boucherie indigène à 60 pour cent de la consom-
mation,
b) d'assurer que les efforts entrepris ne soient anéantis par
l'importation de morceaux de volaille fraîche.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Berger, Bühler, Bürgi,
Daepp, Engler, Frey Walter, Hess Otto, Jung, Luder, Müller-
Wiliberg, Nebiker, Neuenschwander, Rohrbasser, Ruck-
stuhl, Rutishauser, Rüttimann, Rychen, Sager, Savary-Fri-
bourg, Schmidhalter, Schnider, Schwab, Seiler Hanspeter,
Wanner, Widrig, Wyss William, Zölch
(27)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die schweizerische Landwirtschaft verschMesst sich den ver-
änderten Konsumgewohnheiten nicht und ist bestrebt, sich
diesen durch eine gezielte Verlagerung der Fleischproduk-
tion anzupassen.
Der Anteil der Inlandproduktion am stark steigenden Ver-
brauch von Geflügelfleisch hat sich kontinuierlich ver-
schlechtert und liegt zurzeit bei etwa 42 Prozent. Eine Fort-
setzung dieser Entwicklung führt zwangsläufig zu einem
Abbau der bestehenden Produktionskapazitäten in der ein-
heimischen Fleischproduktion, speziell beim vorwiegend
mit Rauhfutter produzierten Kalb- und Rindfleisch, und
damit zu Einkommensausfällen in der Landwirtschaft. Damit
der Schweizer Bauer auf die steigende Nachfrage nach
Geflügelfleisch reagieren kann, muss ihm aber die entspre-
chende Produktion erst ermöglicht werden. Die gegenwär-
tige Rechtssituation bietet ihm diese Möglichkeit nicht, und
die geltenden privatrechtlichen Vereinbarungen erweisen
sich hierfür in der heutigen Form als zu wenig wirksam.
Die Realisierung eines höheren Inlandanteils am Geflügel-
konsum sollte im Rahmen der bestehenden Aussenhandels-
beziehungen erfolgen können. Eine Verminderung des
Schutzes der inländischen Geflügelproduktion muss unter
allen Umständen vermieden werden.
Eine allfällige Freigabe der bis anhin nicht zugelassenen
Importe von frischen Geflügelteilen würde die einheimische
Produktion ohne besondere diesbezügliche Schutzmass-
nahmen vor zusätzliche Probleme stellen. Eine Ausdehnung
der Inlandproduktion im gewünschten Ausma.ss könnte
dadurch zum vornherein in Frage gestellt werden, Gleichzei-
tig würden auch die schweizerischen Zerlegefirmen vor
ernsthafte Existenzprobleme gestellt.
Die Antwort auf das Postulat wird in schriftlicher Form
erbeten.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 14. September 1988
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 septembre 1988
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen,
nicht ohne den aussenhandelspolitischen Gegebenheiten
Rechnung zu tragen.
Ueberwiesen - Transmis
#ST# 88.498
Postulat Scheidegger
Schuldenerlass für Peru
Remise de dettes au Pérou
Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1988
Ich bitte den Bundesrat zu prüfen, ob der Finan;:hilfekredit
zur Förderung der Milchwirtschaft in Peru in ein Geschenk
umgewandelt und der Gegenwert in einheimischer Währung
zur Unterstützung von Selbsthilfeprojekten verwendet wer-
den könnte.
Texte du postulat du 21 juin 1988
Je prie le Conseil fédéral de bien vouloir examiner si le crédit
d'aide financière pour l'encouragement de l'économie lai-
tière au Pérou pourrait être transformé en un don et si la
contre-valeur en monnaie locale pourrait être utilisée pour
soutenir des projets d'entraide.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Mit einer Botschaft vom 15. Oktober 1975 hat der Bundesrat
einen Finanzhilfekredit im Umfang von 10 Millionen Schwei-
zer Franken beantragt, um die Entwicklung der Milchwirt-
schaft in Peru zu fördern. Im Zeitraum 1978-1982 iäind davon
E. 8 Millionen Franken in mehreren Tranchen ausbezahlt wor- den. Nachdem Peru bis Mitte 1983 das zu 2,5 Prozent ver- zinsliche Darlehen ordnungsgemäss bedient hatte, trafen im Gefolge der Schuldenkrise die Zinszahlungen zuerst verspä- tet, dann unvollständig und seit August 1984 überhaupt nicht mehr ein. Per Ende 1987 betragen die Zinsrückstände bereits rund 700 000 Franken, und ab Juni 1988 werden nun auch Amortisationszahlungen fällig. Obschon der Finanzhilfekredit weich verzinslich ist, hat er sich für Peru als ein teures Geschäft entpuppt, denn der Kurs des Schweizer Frankens hat sich zuungunsten von Peru entwickelt. Vor allem aber ist auch das mit dem Darle- hen finanzierte Milchwirtschaftsprojekt aus verschiedenen Gründen alles andere als ein Erfolg; in einer kürzlichen Publikation der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe war unumwunden die Rede von «gros- sen Schwierigkeiten». Unter anderem wird der Aufbau einer einheimischen lebensfähigen Milchwirtschaft erschwert durch die Strukturanpassungsprogramme zur Schuldensa- nierung, welche auf eine Liberalisierung der Milchpulverim- porte abzielen und so der eigenen Milchwirtschaft den wirt- schaftlichen Boden nehmen. In Würdigung all dieser Umstände ist es angebracht, Peru entgegenzukommen und auf die Verzinsung und Rückzah-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Allenspach Gewährleistung kantonaler Verfassungen Postulat Allenspach Garantie des constitutions cantonales In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1988 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.490 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.10.1988 - 08:00 Date Data Seite 1487-1488 Page Pagina Ref. No 20 016 749 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
7. Oktober 1988 N 1487 Postulat Allenspach vale per le varie località sulla base di punteggi che tengono conto della grandezza del luogo (numero degli abitanti), degli affitti, delle imposte, nonché di altri correttivi. In genere si tratta di criteri di carattere generale che non tengono sufficientemente conto delle specificità regionali. Così ad esempio dati recenti hanno dimostrato che Bellin- zona, località di residenza di numerosi funzionar! federali, è una delle città più care della Svizzera. Questa è una delle conseguenze in particolare dell'esplosione dei costi degli affitti, dovuto a fenomeni specultativi come le disdette- vendita, le disdette ristrutturazioni. Fenomeno, quello del caro-affitto che investe del resto tutto il Ticino. Ora in base alle ultime classificazioni in materia di indennità di residenza Lugano è classificata in zona 9, Locamo in zona 7 e Bellinzona in zona 5. Simili classificazioni non rispondono più alla reale situa- zione in cui vengono a trovarsi i dipendenti federali residenti in quelle località in seguito al vertiginoso aumento, in parti- colare degli affitti. Ciò è in parte dovuto al fatto che i criteri di determinazione delle zone non sembrano tener conto in modo sufficiente delle situazioni regionali particolari. Ciò potrebbe essere possibile se fra i criteri di calcolo venisse in futuro anche considerato l'indice dei prezzi al consumo calcolato dall'Ufficio Federale di statistica su base locale. Un indice che senza essere una indicazione di valore assoluto illustra pur sempre la reale evoluzione del costo della vita a livello locale e regionale. Visto che il periodo di classificazione delle zone di residenza sta per giungere a scadenza si chiede di includere nei criteri di determinazione delle zone anche il suddetto indice calco- lato su base locale. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 31. August 1988 Dichiarazione scritta del Consiglio federale del 31 agosto 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 31 août 1988 II Consiglio federale è disposto ad accettare il postulato. Ueberwiesen - Transmis #ST# 88.483 Postulat Aubry Aufhebung gefährlicher Bahnübergänge im Berner Jura Suppression de passages à niveau dangereux dans le Jura bernois Wortlaut des Postulates vom 16. Juni 1988 Der Bundesrat wird gebeten, das Verfahren zur Aufhebung der vier Bahnübergänge im Amtsbezirk Courtelary zu be- schleunigen. Texte du postulat du 16 juin 1988 Le Conseil fédéral est prié d'accélérer la procédure de suppression des quatre passages à niveau du district de Courtelary. Mitunterzeichner - Cosignataires: Berger, Bundi, Cevey, Coutau, Daepp, Déglise, Diener, Etique, Frey Claude, Frey Walter, Friderici, Graf, Grassi, Gros, Guinand, Hari, Jeanne- ret, Kohler, Leuba, Loeb, Martin Jacques, Martin Paul-René, Massy, Mühlemann, Neuenschwander, Oft, Paccolat, Petit- pierre, Philipona, Portmann, Rohrbasser, Sager, Savary- Vaud, Schmidhalter, Schwab, Theubet, Wyss Paul, Zölch (38) Schriftliche Begründung - Développement par écrit II existe quatre passages à niveau sur la ligne CFF Sonce- boz-Renan qui sont extrêmement dangereux et qui ralentis- sent considérablement la circulation routière. Le projet de suppression est à l'étude auprès d'un bureau technique de St-lmier, mais il semble qu'un remaniement parcellaire des communes de Renan et de Sonvilier freine cette suppres- sion. Les voies de communication dans le district de Courtelary, entre Sonceboz et La Ferrière, mériteraient d'être rapide- ment améliorées si cette région, dont l'économie est grave-, ment menacée, veut attirer des investisseurs et de nouvelles entreprises. La suppression rapide des passages à niveau susmention- nés pourrait grandement contribuer à revaloriser la région grâce à un trafic rendu plus fluide et moins dangereux. Trois passages à niveau sont en effet équipés de croix de Saint- André. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 24. August 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 24 août 1988 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. Ueberwiesen - Transmis #ST# 88.490 Postulat Allenspach Gewährleistung kantonaler Verfassungen Garantie des constitutions cantonales Wortlaut des Postulates vom 20. Juni 1988 Der Bundesrat wird ersucht, dem Nationalrat einen Bericht über die Praxis und die Probleme der Gewährleistung der kantonalen Verfassungen durch den Bund zu erstatten und allfällige Vorschläge zu unterbreiten, damit keine Kantons- regierung durch ihre kantonale Verfassung verpflichtet wer- den kann, Werke von überkantonaler und nationaler Bedeu- tung in ihrem Kantonsgebiet zu verhindern. \ Texte du postulat du 20 juin 1988 Le Conseil fédéral est prié de soumettre au Conseil national un rapport sur la pratique suivie et les problèmes posés en matière de garantie des constitutions cantonales par la Confédération, et de présenter des propositions visant à empêcher qu'un gouvernement cantonal puisse être contraint par la constitution de son canton d'interdire sur le territoire de celui-ci la réalisation d'ouvrages d'importance supracantonale ou nationale. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Bonny, Bremi, Cincera, Eppenberger Susi, Fischer-Seengen, Frey Walter, Giger, Graf, Humbel, Loeb, Loretan, Mauch Rolf, Müller- Meilen, Neuenschwander, Sager, Schule, Schwab, Spalti, Spoerry, Stucky, Wanner, Wellauer, Wyss Paul, Zwingli (25) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Postulant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 7. September 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 7 septembre 1988 Mit den entsprechenden Botschaften des Bundesrats (ins- besondere BB11988 l 249 und 1985 I11157) ist das Postulat faktisch teilweise erfüllt. Die grundsätzliche Ueberprüfung
Postulat Scheidegger 1488 N 7 octobre 1988 des Instituts der Gewährleistung wird im Rahmen der Total- revision der Bundesverfassung erfolgen. In diesem Sinne ist der Bundesrat bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Präsident: Die grüne Fraktion bekämpft das Postulat Allenspach «Gewährleistung kantonaler Verfassungen». Ich beantrage Ihnen, die Diskussion über dieses Postulat zu verschieben. Sie sind damit einverstanden. Verschoben - Renvoyé #ST# 88.494 Postulat Hari Schlachtgeflügel. Förderung der Inlandproduktion Volaille de boucherie. Développement de la production indigène Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1988 Der Bundesrat wird ersucht:
a) zu prüfen, welche geeigneten Massnahmen getroffen werden können, um den Inlandanteil an der Schlachtgeflü- gelproduktion schrittweise auf 60 Prozent des Verbrauchs zu erhöhen,
b) sicherzustellen, dass diese Bestrebungen nicht durch den Import von frischen Geflügelteilen unterlaufen und neu- tralisiert werden. Texte du postulat du 21 juin 1988 Le Conseil fédéral est prié:
a) d'examiner quelles sont les mesures qui pourraient être prises pour augmenter progressivement la production de volaille de boucherie indigène à 60 pour cent de la consom- mation,
b) d'assurer que les efforts entrepris ne soient anéantis par l'importation de morceaux de volaille fraîche. Mitunterzeichner - Cosignataires: Berger, Bühler, Bürgi, Daepp, Engler, Frey Walter, Hess Otto, Jung, Luder, Müller- Wiliberg, Nebiker, Neuenschwander, Rohrbasser, Ruck- stuhl, Rutishauser, Rüttimann, Rychen, Sager, Savary-Fri- bourg, Schmidhalter, Schnider, Schwab, Seiler Hanspeter, Wanner, Widrig, Wyss William, Zölch (27) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die schweizerische Landwirtschaft verschMesst sich den ver- änderten Konsumgewohnheiten nicht und ist bestrebt, sich diesen durch eine gezielte Verlagerung der Fleischproduk- tion anzupassen. Der Anteil der Inlandproduktion am stark steigenden Ver- brauch von Geflügelfleisch hat sich kontinuierlich ver- schlechtert und liegt zurzeit bei etwa 42 Prozent. Eine Fort- setzung dieser Entwicklung führt zwangsläufig zu einem Abbau der bestehenden Produktionskapazitäten in der ein- heimischen Fleischproduktion, speziell beim vorwiegend mit Rauhfutter produzierten Kalb- und Rindfleisch, und damit zu Einkommensausfällen in der Landwirtschaft. Damit der Schweizer Bauer auf die steigende Nachfrage nach Geflügelfleisch reagieren kann, muss ihm aber die entspre- chende Produktion erst ermöglicht werden. Die gegenwär- tige Rechtssituation bietet ihm diese Möglichkeit nicht, und die geltenden privatrechtlichen Vereinbarungen erweisen sich hierfür in der heutigen Form als zu wenig wirksam. Die Realisierung eines höheren Inlandanteils am Geflügel- konsum sollte im Rahmen der bestehenden Aussenhandels- beziehungen erfolgen können. Eine Verminderung des Schutzes der inländischen Geflügelproduktion muss unter allen Umständen vermieden werden. Eine allfällige Freigabe der bis anhin nicht zugelassenen Importe von frischen Geflügelteilen würde die einheimische Produktion ohne besondere diesbezügliche Schutzmass- nahmen vor zusätzliche Probleme stellen. Eine Ausdehnung der Inlandproduktion im gewünschten Ausma.ss könnte dadurch zum vornherein in Frage gestellt werden, Gleichzei- tig würden auch die schweizerischen Zerlegefirmen vor ernsthafte Existenzprobleme gestellt. Die Antwort auf das Postulat wird in schriftlicher Form erbeten. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 14. September 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 septembre 1988 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen, nicht ohne den aussenhandelspolitischen Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 88.498 Postulat Scheidegger Schuldenerlass für Peru Remise de dettes au Pérou Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1988 Ich bitte den Bundesrat zu prüfen, ob der Finan;:hilfekredit zur Förderung der Milchwirtschaft in Peru in ein Geschenk umgewandelt und der Gegenwert in einheimischer Währung zur Unterstützung von Selbsthilfeprojekten verwendet wer- den könnte. Texte du postulat du 21 juin 1988 Je prie le Conseil fédéral de bien vouloir examiner si le crédit d'aide financière pour l'encouragement de l'économie lai- tière au Pérou pourrait être transformé en un don et si la contre-valeur en monnaie locale pourrait être utilisée pour soutenir des projets d'entraide. Schriftliche Begründung - Développement par écrit Mit einer Botschaft vom 15. Oktober 1975 hat der Bundesrat einen Finanzhilfekredit im Umfang von 10 Millionen Schwei- zer Franken beantragt, um die Entwicklung der Milchwirt- schaft in Peru zu fördern. Im Zeitraum 1978-1982 iäind davon 8 Millionen Franken in mehreren Tranchen ausbezahlt wor- den. Nachdem Peru bis Mitte 1983 das zu 2,5 Prozent ver- zinsliche Darlehen ordnungsgemäss bedient hatte, trafen im Gefolge der Schuldenkrise die Zinszahlungen zuerst verspä- tet, dann unvollständig und seit August 1984 überhaupt nicht mehr ein. Per Ende 1987 betragen die Zinsrückstände bereits rund 700 000 Franken, und ab Juni 1988 werden nun auch Amortisationszahlungen fällig. Obschon der Finanzhilfekredit weich verzinslich ist, hat er sich für Peru als ein teures Geschäft entpuppt, denn der Kurs des Schweizer Frankens hat sich zuungunsten von Peru entwickelt. Vor allem aber ist auch das mit dem Darle- hen finanzierte Milchwirtschaftsprojekt aus verschiedenen Gründen alles andere als ein Erfolg; in einer kürzlichen Publikation der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe war unumwunden die Rede von «gros- sen Schwierigkeiten». Unter anderem wird der Aufbau einer einheimischen lebensfähigen Milchwirtschaft erschwert durch die Strukturanpassungsprogramme zur Schuldensa- nierung, welche auf eine Liberalisierung der Milchpulverim- porte abzielen und so der eigenen Milchwirtschaft den wirt- schaftlichen Boden nehmen. In Würdigung all dieser Umstände ist es angebracht, Peru entgegenzukommen und auf die Verzinsung und Rückzah-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Allenspach Gewährleistung kantonaler Verfassungen Postulat Allenspach Garantie des constitutions cantonales In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1988 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.490 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.10.1988 - 08:00 Date Data Seite 1487-1488 Page Pagina Ref. No 20 016 749 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.