Erwägungen (2 Absätze)
E. 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.469 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 15.12.1989 - 08:00 Date Data Seite 2258-2259 Page Pagina Ref. No
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Interpellation Salvioni 2258 N 15 décembre 1989
3. Malgré la tenue d'élections, le nombre des exécutions se maintient: 42 pour cette seule année 1989 et selon les informa- tions officielles. Que pense entreprendre le Conseil fédéral au sujet de ces pratiques violant les droits de l'homme, et le cas échéant, qu'a-t-il entrepris à ce propos depuis les élections? Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammahn, Bäumlin Richard, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bircher, Braunschweig, Brügger, Bundi, Carobbio, Danuser, Eggenberg-Thun, Euler, Fankhauser, Hafner Ursula, Hubacher, Jeanprêtre, Lederger- ber, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Mauch Ur- sula, Morf, Neukomm, Ott, Pitteloud, Reimann Fritz, Stappung, Ulrich (28) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. November 1989 Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 novembre 1989 Der Bundesrat hat von den Verhandlungen Kenntnis genom- men, die vor kurzem bezüglich eines Teils der nach dem 30. Juni 1990 zum Verfall gelangenden südafrikanischen Bank- schuld stattgefunden haben. Nachdem mehrere Zusammen- künfte an verschiedenen Orten, u. a. in Zürich, stattgefunden haben, ist diesbezüglich im vergangenen Monat zwischen der Republik Südafrika und den 330 Gläubigerbanken eine Ueber- einkunft in Kraft getreten. Die letztgenannten waren durch ein technisches Komitee vertreten, das 14 Banken umfasste, wo- von drei schweizerische Institute. Der Bundesrat erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Regierungen der Gläubigerländer an den Verhandlungen, die allein in die Zu- ständigkeit der privaten Geldgeber fallen, nicht teilgenommen haben. Immerhin darf der Bundesrat annehmen, dass die Schweizer Banken, wenngleich sie sich für ihre rechtmässigen Interessen einsetzten, das allgemeine politische Umfeld bei diesen Verhandlungen berücksichtigt haben. Jedenfalls sind sie namentlich auf die Bedenken aufmerksam gemacht wor- den, die gewisse ausländische Regierungen gegenüber dem eidgenössichen Departement für auswärtige Angelegenhei- ten geäussert haben. Der Bundesrat ist über den Bericht des Uno-Zentrums für mul- tinationale Gesellschaften über die Rolle der international täti- gen Banken in Südafrika informiert worden. Dieser Bericht ent- hält zahlreiche Aussagen, zu denen der Bundesrat nicht Stel- lung zu nehmen vermag, einerseits wegen des offiziösen Cha- rakters einiger darin zitierter Informationsquellen, und ande- rerseits weil keine anerkannte statistische Grundlage vorliegt. Im Anschluss an seine Erklärung vom 22. September 1986 hat der Bundesrat ein Organ zur Ueberwachung unserer Wirt- schaftsbeziehungen zur Republik Südafrika eingesetzt, um zu verhindern, dass das Gebiet der Schweiz dazu missbraucht wird, die Sanktionen von Drittstaaten zu umgehen. Das Ueber- wachungsorgan hat bisher keine Verletzung der Nicht- Umgehungsregel durch unsere Banken feststellen können. Zudem ist das Engagement der Schweizer Banken in Süd- afrika seit 1985 deutlich rückläufig, und zwar sowohl bezüglich der Gewährung neuer Kredite wie des absoluten Betrages der ausstehenden Guthaben. Der seit dem Jahre 1974 für den be- willigungspflichtigen Kapitalexport nach Südafrika geltende Plafond, der zurzeit 300 Millionen Franken pro Jahr beträgt, ist seit 1985 bei weitem nicht mehr ausgeschöpft worden. Die schweizerischen Behörden haben in der Vergangenheit oftmals bei der Regierung Südafrikas für die Beachtung der Menschenrechte und zugunsten von zum Tode Verurteilten in- terveniert; so beispielsweise, als es darum ging, die Begnadi- gung der «Sharpeville Six» zu erwirken, deren Urteil schliess- lich in lebenslängliche Haft umgewandelt wurde. Die letzte derartige Intervention erfolgte am 4. Oktober 1989, als die schweizerischen Behörden die Regierung Südafrikas dazu aufriefen, alle vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Todesstrafe nicht anwenden zu müs- sen; dies insbesondere für Personengruppen, welche man- gels präziser Beweise angeklagt werden, gemeinsam eine strafbare Handlung ausgeführt zu haben. Die schweizeri- schen Behörden haben ebenfalls ihrer Ueberzeugung Aus- druck verliehen, dass die Hinrichtung politischer Gefangener die sozialen Spannungen - verursacht durch die Apartheid- politik-nur verschärfen und zusätzliche Hindernisse für einen Dialog schaffen würde. Ausserdem bezweckt das in der Folge der «Erklärung des Bundesrates vom 22. September 1986 über die Beziehungen der Schweiz mit Südafrika» in die Wege geleitete «Programm der positiven Massnahmen», unter anderem Aktionen zugun- sten der Menschenrechte in Südafrika zu fördern. Auf diese Art wurden von Juni 1988 bis Juli 1989 sieben private Menschen- rechtsorganisationen mit einem Betrag von insgesamt 542 000 Franken unterstützt. Gerade eine der angebotenen Hilfsformen hat zum Ziel, in erster Instanz zum Tode Verurteil- ten zu gestatten, alle Rekursmöglichkeiten auszuschöpfen. Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satisfait de la réponse du Conseil fédéral. #ST# 88.469 Interpellation Salvioni Nationales Rechenzentrum im Tessin Interpellanza Salvioni Centro nazionale di calcolo in Ticino Interpellation Salvioni Centre national de calcul au Tessin Wortlaut der Interpellation vom 13. Juni 1988 Die Eidgenössischen Technischen Hochschulen von Lau- sanne und Zürich verfügen zur Zeit über sehr leistungsfähige Elektronenrechner des Typs Cray. Der Bundesrat hat die Ab- sicht, ein nationales Zentrum für superschnelle Hochleistung zu schaffen. Sowohl in Zürich als auch in Lausanne ist es schwierig, angesichts der sehr grossen Konkurrenz der Privat- industrie entsprechend ausgebildetes Personal zu finden. Ich frage den Bundesrat, ob er das erwähnte nationale Re- chenzentrum nicht im Tessin einrichten will. Die Hochlei- stungscomputer müssen sich nicht unbedingt in der unmittel- baren Umgebung der Universitätszentren befinden: Eine An- siedlung des Zentrums im Tessin hätte übrigens den Vorteil, dass man - falls sich auf dem schweizerischen Markt nicht ge- nügend Spezialisten finden Hessen - auch zum italienischen Markt Zuflucht nehmen könnte. Ein solches Zentrum könnte eine erste konkrete Verbindung des Kantons Tessin mit der schweizerischen Universitätswelt, insbesondere den Eidge- nössischen Technischen Hochschulen, darstellen. Testo dell'interpellanza del 13 giugno 1988 I politecnici di Losanna e di Zurigo sono dotati attualmente di elaboratori elettronici di alta prestazione del modello Cray. E' intenzione del Consiglio federale di creare un centro nazio- nale di elaboratori e calcolatori di altissime prestazioni super- veloci. Tanto a Zurigo come a Losanna è difficile reclutare per- sonale con la dovuta formazione, vista la.concorrenza enorme dell'industria privata. \^ Chiedo se il Consiglio federale non intenda situare.M centro na- zionale per calcolatori ed elaboratori ad alte prestazTòìrNjel Cantone Ticino. I vantaggi sono evidenti. Questi apparecchi non debbono essere situati necessariamente nelle immediate vicinanze dei centri universitari: d'altro canto ubicando il cen- tro in Ticino, qualora non si trovassero sufficienti specialisti sul mercato svizzero, si potrebbe far capo anche al mercato ita- liano. Un centro di tale genere potrebbe rappresentare un primo concreto aggancio del Cantone Ticino con il mondo uni- versitario svizzero e specie con i politecnici federali.
15. Dezember 1989 N 2259 Interpellation Carobbio Texte de l'interpellation du 13 juin 1988 Les écoles polytechniques de Lausanne et de Zurich sont ac- tuellement dotées d'ordinateurs électroniques de haute per- formance, tel le modèle Cray par exemple. Le Conseil fédéral a l'intention de créer un centre national de calcul particulière- ment performant et ultrarapide. Etant donné l'énorme concur- rence qu'exercé en la matière le secteur de l'industrie privée, il est difficile, aussi bien à Zurich qu'à Lausanne, de recruter pour ce centre du personnel ayant la formation voulue. Je demande au Conseil fédéral s'il n'entend pas implanter le centre national de calcul susmentionné au Tessin. Les avanta- ges d'une telle solution sont évidents. Les ordinateurs ne doi- vent pas nécessairement être situés à proximité immédiate des centres universitaires. D'autre part, un centre situé au Tes- sin permettrait, dans l'hypothèse où le marché suisse n'offrirait pas suffisamment de spécialistes, de faire appel au marché ita- lien. Un tel centre pourrait constituer un premier lien concret du canton du Tessin avec le monde universitaire suisse et, en particulier, avec les écoles polytechniques fédérales. Mitunterzeichner-Cofirmatario - Cosignataire: Keine - Nessuno -Aucun Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit L'autore rinunzia alla motivazione e desidera une risposta scritta. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. November 1989 Risposta scritta del Consiglio federale del 27 novembre 1989 Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 novembre 1989 Con il decreto federale del 5 giugno 1986 (FF 19861509), l'As- semblea federale stanziò un credito d'impegno di 40 milioni di franchi per l'acquisto d'un supercalcolatore dell'ultima gene- razione per i Politecnici federali e le Università svizzere. L'ese- cuzione fu affidata al Consiglio dei Politecnici federali. Quest'ultimo incaricò il Politecnico federale di Zurigo di valu- tare, procurare e far funzionare l'ordinatore. Poiché il Politecnico federale di Zurigo aveva urgentemente bi- sogno dello spazio riservato al nuovo supercalcolatore per co- prire il proprio fabbisogno (fortemente aumentato) nel campo dell'informatica, esso ritornò, nella primavera del 1988, a con- siderare la questione dell'ubicazione. I moderni mezzi di co- municazione e le nuove fibre di vetro consentono in effetti una più libera scelta anche geografica. Sino ad allora i Politecnici non esercitavano alcuna attività nella Svizzera italiana. Poiché questa regione offre indubbi vantaggi (confine con l'Italia set- tentrionale, dove esistono attività industriali e di ricerca avan- zatissime nel campo delle tecnologie di punta), si sviluppò l'i- dea d'installare il calcolatore nel Ticino. Nel settembre del 1988, la direzione del Politecnico federale di Zurigo incaricò un gruppo di lavoro di chiarire se e a quale prezzo fosse possibile trovare nel Ticino l'infrastruttura edile, tecnica e personale ne- cessaria. Faceva parte di tale gruppo, accanto a membri del Politecnico federale di Zurigo, anche il consigliere nazionale Doti. Fulvio Caccia, quale rappresentante del Consiglio di Stato del Cantone Ticino. Il Politecnico federale di Zurigo al- lestì uno studio particolareggiato sulla fattibilità, con un con- fronto delle varianti d'ubicazione Politecnico federale di Zurigo e Ticino. Per l'eventuale sistemazione nel Ticino si valutarono nove edifici possibili. Su questa base, il Politecnico di Zurigo propose al Consiglio dei Politecnici federali di collocare il Centro di calcolo in Ticino, e la proposta fu approvata dal CPF il 29 marzo 1989. Il Consi- glio federale ha preso atto della decisione del Politecnico fede- rale di Zurigo ed approvato il principio della collocazione del Centro nel Cantone Ticino il 17 maggio 1989. In seguito a diffi- coltà a proposito del progetto in primo tempo preferito dal Poli- tecnico federale di Zurigo, resesi in seguito evidenti, il Consi- glio federale, decidendo in data 2 ottobre 1989 che si cercas- sero progetti alternativi, ha ribadito il suo sostegno all'idea d'insediare il Centro nazionale di calcolo in Ticino, cioè in un Cantone privo di università, ma la cui posizione offre potenzia- lità favorevoli allo sviluppo di attività di ricerca nel campo delle tecnologie più avanzate. Il Politecnico federale di Zurigo sta at- tualmente valutando le offerte pervenutegli, in collaborazione con l'Amministrazione federale delle Finanze e con le autorità cantonali. Si deve auspicare che le ricerche in corso diano esito positivo e consentano di reperire un oggetto che possa essere tecnicamente idoneo, e non faccia sorgere, come il ci- tato precedente, insormontabili riserve di carattere giuridico o politico. Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du Conseil fédéral. #ST# 89.497 Interpellation Carobbio Supercomputer im Tessin Interpellanza Carobbio Superordinatore in Ticino Interpellation Carobbio Ordinateur de pointe au Tessin Wortlaut der Interpellation vom 14. Juni 1989 Der Entscheid, den neuen Supercomputer für die ETH im Tes- sin zu installieren, ist grundsätzlich wie auch im Rahmen der Dezentralisierungs- und Regionalpolitik sehr zu begrüssen. Anlass zu Kopfschütteln und Fragen geben jedoch der Stand- ort und das Gebäude, die für den 40 Millionen Franken teuren Computer vorgesehen sind. Beanstandet wird auch das Ver- fahren, das bei der Standort- und Gebäudewahl angewandt wurde. Die Unterzeichner bitten den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:
1. Welches war das Vorgehen des Bundes bei der Auswahl des nun vorgesehenen Standortes und Gebäudes?
2. Sind der Bund und die betroffenen Stellen über die Einspra- chen Privater gegen das gesamte Projekt unterrichtet?
3. Sind dem Bund der Standort und die Art des Gebäudes be- kannt? Weiss er, dass es sich dabei um ein ausländisches Pro- jekt mit ausländischen Fertigbauten handelt?
4. Wurde erwogen, in Zusammenarbeit mit dem Kanton Tes- sin, ein Grundstück zu kaufen oder von ihm ein Grundstück zu erhalten, damit ein Gebäude zur definitiven Unterbringung des Computers errichtet werden kann?
5. Wie hoch ist der vereinbarte Mietzins?
6. Wie hoch wäre der Kaufpreis für das beanspruchte Grund- stück? Testo dell'interpellanza del 14 giugno 1989 La decisione di installare in Ticino il nuovo superordinatore che farà capo al Politecnico federale costituisce una decisione positiva in generale e nel quadro della politica di decentraliz- zazione e regionale. Perplessità e interrogativi suscita per con- tro l'ubicazione e lo stabile in cui si intende sistemare l'ordina- tore, dal costo di 40 milioni, e le modalità seguite per definire la scelta del luogo e della costruzione. I sottoscritti chiedono al Consiglio federale di rispondere alle seguenti questioni:
1. quale è la procedura che ha portato la Confederazione a prendere in considerazione l'ubicazione e lo stabile previsto?
2. è al corrente e sono al corrente gli enti interessati dei ricorsi di privati contro l'operazione nella sua globalité?
3. è nota alla Confederazione l'ubicazione e il tipo di stabile previsto; in particolare sa che si tratta di prefabbricati provenienti dall'e- stero, progetto comp'reso?
4. è stata valutata, in collaborazione con il Cantone Ticino, la possibilità di acquistare un terreno o di ottenere dallo stesso Cantone un terreno per costruirvi uno stabile in modo da dare una sistemazione definitiva all'ordinatore?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Salvioni Nationales Rechenzentrum im Tessin Interpellation Salvioni Centre national de calcul au Tessin Interpellanza Salvioni Centro nazionale di calcolo in Ticino In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.469 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 15.12.1989 - 08:00 Date Data Seite 2258-2259 Page Pagina Ref. No 20 018 129 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.