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87.362

Ch Vb · 1987-06-19 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Postulat Fankhauser 996 N 19 juin 1987 tenstein arbeiten, empfindliche Rentenkürzungen zu verfü- gen (von einer Minimalrente von 720 Franken monatlich beispielsweise auf 262 Franken) und die Beitragsleistungen für die fünf vergangenen Jahre, die mehrere tausend Fran- ken erreichen können, unverzüglich nachzufordern. Sowohl Rentenkürzungen wie Nachzahlungen treffen die betroffe- nen Familien oft hart, was um so stossender erscheint, als sie offensichtlich durch mangelhafte Informationen durch die Ausgleichskassen verursacht worden sind (zur Informa- tionspflicht der Ausgleichskassen vgl. Artikel 67 Absatz 2 AHVV). Die nötigen Massnahmen zur Beseitigung der Här- ten für heutige und künftige Rentenbezügerinnen sollten möglichst rasch geprüft und getroffen werden (Weisungen an die Ausgleichskassen, evtl. Revision des einschlägigen Abkommens mit dem FL usw.). Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 1. Juni 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 1er juin 1987 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 86.379 Postulat Wick Umweltschutz-Informationskampagne Défense de l'environnement. Campagne d'information Wortlaut des Postulates vom 19. März 1986 Der Bundesrat wird eingeladen, die Voraussetzungen für eine regelmässige Umweltschutz-Informationskampagne zu schaffen. Texte du postulat du 19 mars 1986 Le Conseil fédéral est invité à créer les conditions permet- tant d'organiser à intervalles réguliers des campagnes d'in- formation sur la défense de l'environnement. Mitunterzeichner - Cosignataires: Blunschy, Cantieni, Columberg, Cotti Flavio, Darbellay, Dirren, Eppenberger- Nesslau, Euler, Feigenwinter, Flubacher, Frei-Romanshorn, Hari, Hess, Humbel, Keller, Nef, Nussbaumer, Ott, Ruckstuhl, Schmidhalter, Schnider-Luzern, Schnyder-Bern, Segmüller, Wagner, Wyss (25) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Bundesrat, Parlament und weite Kreise der Bevölkerung haben die Bedeutung und den Stellenwert des Umwelt- schutzes erkannt und sind auch bereit, gewisse Einschrän- kungen zugunsten unserer Umwelt auf sich zu nehmen. Damit die schon beschlossenen Umweltschutzmassnahmen zu optimalen Ergebnissen führen, müssen sie aber von der ganzen Bevölkerung getragen werden. Die Umweltschutz-Informationskampagne hätte sich, mit dem Ziel einer umfassenden Vertiefung des Umweltschutz- gedankens (Luft, Wasser und Boden), an die ganze Bevölke- rung zu richten und wäre über die Medien zu verbreiten (TV- Spots, Radio-Spots, Zeitungs- und Zeitschrifteninserate usw.). Insbesondere gilt es in einer derartigen Kampagne über die schon beschlossenen Massnahmen und Erlasse zu informieren, für sie Verständnis zu wecken und aufzuzeigen, was jeder Einzelne konkret für die Umwelt tun kann. Als aktuelles Beispiel bieten sich die in letzter Zeit stark gesun- kenen Erdölpreise an. Könnte doch eine Umweltschutz- Informationskampagne dazu dienen, in der Bevölkerung, trotz der tiefen Preise, das Bewusstsein zum Energiesparen wachzuhalten. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 9. Juni 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 9 juin 1987 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 87.362 Postulat Fankhauser Unkrautvertilgungsmittel. Einschränkung des Verbrauchs Utilisation de désherbants. Restrictions Wortlaut des Postulates vom 18. März 1987 Der Bundesrat wird eingeladen, Massnahmen zu treffen, um die Umweltbelastung durch Unkrautvertilgungsmittel dra- stisch zu reduzieren.

a. Die Verordnung über umweltgefährdende Stoffe vom

9. Juni 1986 sollte in dem Sinne ergänzt und verschärft werden, dass

- in öffentlichen Anlagen, -auf Kinderspielplätzen,

- in privaten Kleingärten, -auf und an National- und Kantonsstrassen die Verwendung von Unkrautvertilgungsmitteln verboten wird.

b. Auf Geleisen ist eine rigorose Einschränkung von minde- stens 90 Prozent vorzunehmen.

c. Im Bereich der Landwirtschaft soll ein Konzept entwickelt werden, wie mittel- bis langfristig der Einsatz von Herbiziden massiv reduziert werden kann. Texte du postulat du 18 mars 1987 Afin de diminuer radicalement la pollution due aux désher- bants, le Conseil fédéral est prié de compléter

a. l'ordonnance du 9 juin 1986 sur les substances dange- reuses pour l'environnement de manière à interdire l'usage des herbicides

- sur les terrains publics -sur les places de jeu pour enfants

- dans les petits jardins privés

- pour les routes nationales et cantonales;

b. obtenir une diminution d'au moins 90 pour cent dans l'utilisation des herbicides pour les voies ferrées;

c. établir un plan à moyen et long terme tendant à la diminu- tion radicale de l'usage des herbicides dans l'agriculture. Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bäumlin, Braunschweig, Brélaz, Dünki, Fehr, Grendelmeier, Günter, Hubacher, Lanz, Longet, Mauch, Meyer-Bern, Morf, Neukomm, Ott, Pitteloud, Rebeaud, Rechsteiner, Reimann, Rubi, Ruffy, Stappung, Weber Monika, Weder-Basel, Zwy- gart (26) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Anlässlich der Fragestunde vom 15. Dezember 1986 hat Bundesrat Egli die Prüfung eines Verbots von Atrazin in Aussicht gestellt. Obwohl die Ciba-Geigy in ihrer Hauszei- tung vom 24. Februar 1987 «Atrazin: kein Umweltgift» die Schädlichkeit von chemischen Herbiziden zu relativieren versucht, kann niemand übersehen, dass das Grund- und Trinkwasser laufend erhöhte Spuren von Unkrautvertil- gungsmitteln aufweist. Atrazin ist nur die Spitze des Eis- bergs im Bereich der Unkrautvertilgung durch Triazine. Wasser, Luft und Boden gehören zu unseren Existenzgrund- lagen und dürfen nicht unbesehen weiter belastet werden. Unsere Verantwortung ist auch im Bereich des Boden- und Grundwasserschutzes gross.

19.Juni 1987 997 Postulat Longet Alternativen zum Gebrauch von umweltbelastenden Unkrautvertilgungsmitteln gibt es bereits: Im Kanton Basel- Landschaft z. B. werden seit 15 Jahren mit Erfolg auf Natio- nalstrassenabschnitten keine Herbizide mehr eingesetzt. Ferner sollte die Landwirtschaft ermuntert werden, vielleicht durch intelligente, naturkonforme Fruchtfolgen, mit einem absoluten Minimum an Unkrautvertilgungsmitteln auszu- kommen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 27. Mai 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral de 27 mai 1987 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 87.386 Postulat Ruf-Bern Flugverkehr. Luftverschmutzung Trafic aérien. Pollution atmosphérique Wortlaut des Postulates vom 20. März 1987 Der Bundesrat wird gebeten, das Ausmass der durch den Flugverkehr (insbesondere durch Linienflugzeuge) verur- sachten Luftverschmutzung untersuchen zu lassen und dem Parlament über die Ergebnisse sowie über allfällige Mass- nahmen, die er zwecks Bekämpfung dieser Art der Luftver- unreinigung als erforderlich betrachtet, Bericht zu erstatten. Texte du postulat du 20 mars 1987 Le Conseil fédéral est invité à faire faire des analyses per- mettant de déterminer l'ampleur de la pollution atmosphéri- que due au trafic aérien (en particulier aux vols de ligne) et à présenter au Parlement un rapport sur les résultats de ces recherches, assorti le cas échéant, de mesures propres à lutter contre la pollution de l'air due à ce trafic. Mitunterzeichner- Cosignataires: Meter Fritz, Steffen (2) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Postulant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 27. Mai 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 27 mat 1987 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 86.198 Postulat Longet Förderung der Präventivmedizin Médecine préventive. Développement Wortlaut des Postulates vom 18. Dezember 1986 Der Bundesrat wird ersucht, einen Bericht vorzulegen, der folgendes beinhaltet:

1. Eine Bilanz über den Gesundheitszustand der schweizeri- schen Bevölkerung unter Berücksichtigung der wichtigsten Krankheitsfaktoren und ihrer geographischen, sozialen und beruflichen Verteilung.

2. Ein Programm für Präventivmedizin, das auf dem «Leit- bild 86 für Gesundheitsförderung und Prävention in der Schweiz» aufbaut, welches kürzlich von der Schweizeri- schen Gesellschaft für Sozial- und Präventivmedizin erarbei- tet wurde. Dieser Bericht soll unter Nennung der entspre- chenden Fristen angeben, welche Prioritäten der Bundesrat setzen und/oder besonders fördern will. Er sollte auch dar- stellen, welche Teile des Bundesrechts einer effizienten Entwicklung der Präventivmedizin entgegenstehen oder nicht voll ausgeschöpft werden. Texte du postulat du 18 décembre 1986 Le Conseil fédéral est prié de présenter un rapport compor- tant

1. un bilan de l'état de santé de la population suisse, tenant compte des principaux facteurs de morbidité, et de leur répartition géographique et socio-professionnelle,

2. un programme en matière de médecine préventive, se fondant sur le «Concept 86 de la promotion de la santé et de la prévention en Suisse» établi récemment par la Société suisse de médecine sociale et préventive. Ce rapport indi- quera quelles priorités le Conseil fédéral compte retenir et/ ou soutenir, et dans quels délais. Il présentera aussi les éléments de droit fédéral qui feraient obstacle au développe- ment effectif de la médecine préventive, ainsi que ceux qui seraient insuffisamment utilisés. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bircher, Borei, Brélaz, Bühler-Tschappina, Christinat, Darbellay, Deneys, Eng, Fankhauser, Fierz, Gloor, Grendelmeier, Günter, Gurtner, Jaggi, Keller, Leuenberger-Soleure, Leuenberger Moritz, Loretan, Martin, Morf, Nef, Neukomm, Nussbaumer, Oester, Petitpierre, Pidoux, Pini, Rebeaud, Robbiani, Ruffy, Schny- der-Berne, Schule, Schwarz, Segmüller, Seiler, Stamm Judith, Stappung, Vannay, Wick, Zwingli, Zwygart (42) Schriftliche Begründung - Développement par écrit On a souvent l'impression que, malgré une médecine tou- jours plus sophistiquée, l'état de santé de notre population, depuis un certain temps, reste stationnaire; en d'autres termes, qu'on assisterait à une sorte de course de vitesse entre les progrès de la technologie médicale et ceux des affections de civilisation. Un bilan de l'état de santé de notre population viendrait opportunément confirmer, infirmer ou nuancer cette appréciation, et fournirait la base à un pro- gramme de développement de la médecine préventive. La disproportion éclatante des moyens très faibles disponi- bles pour la prévention, sous toutes ses formes, par rapport aux montants toujours plus considérables affectés aux soins, est fréquemment soulignée. Dans l'étude de synthèse du PNR 8 qui vient de paraître, cette situation est également décrite, et une des conclusions demande précisément un développement substantiel des mesures de prévention. Cette demande est justifiée comme suit par les chercheurs (p. 237): «Une meilleure santé de la population suisse passe par une modification des circonstances qui favorisent la maladie plutôt que par des interventions après coup (souvent oné- reuses et limitées aux symptômes) dans les mécanismes pathologiques. Malgré ce constat irréfutable, la quasi tota- lité des moyens de la santé publique sont investis dans la médecine curative. Pour optimiser la santé de la population à l'aide des moyens disponibles, il faut réexaminer les priori- tés (implicites) fixées dans le domaine de la santé. La politi- que en la matière doit s'assigner pour principal objectif le maintien de la santé et pas tellement le rétablissement du malade. La priorité absolue doit être accordée par consé- quent à la promotion de la prévention, qui englobe l'éduca- tion sanitaire, la prévention des maladies et des accidents, ainsi que le dépistage précoce de la maladie. A quoi il faut ajouter l'amélioration de la médecine du travail en Suisse.». En un mot comme en cent: prévenir vaut mieux que guérir, à tous points de vue. Les propositions récemment présentées par la Société suisse de médecine sociale et préventive fournissent une bonne base pour une action systématique

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Fankhauser Unkrautvertilgungsmittel. Einschränkung des Verbrauchs Postulat Fankhauser Utilisation de désherbants. Restrictions In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1987 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 87.362 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.06.1987 - 08:00 Date Data Seite 996-997 Page Pagina Ref. No 20 015 511 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.