Erwägungen (1 Absätze)
E. 18 décembre 1987
#ST# 87.913
Motion Maeder
Solar-Wasserstoff-Technologie
Hydrogène produit par l'énergie solaire
Wortlaut der Motion vom 9. Oktober 1987
Der Bundesrat wird gebeten, die Forschung auf dem
Gebiete der Wasserstoffgewinnung durch Sonnenenergie
vermehrt zu fördern.
Texte de la motion du 9 octobre 1987
Le Conseil fédéral est chargé d'encourager dans une plus
large mesure la recherche dans le domaine de la production
d'hydrogène par l'énergie solaire.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Biel, Dünki, Grendel-
meier, Günter, Jaeger, Müller-Aargau, Oester, Weber
Monika, Weder-Basel, Widmer, Zwygart
(11)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Angesehene Ingenieure und Wissenschafter sind überzeugt,
dass die Solar-Wasserstoff-Technologie wesentliches zur
Lösung des Energie-Problems beitragen kann. Sonnenener-
gie- in den Sonnengürteln der Erde unbegrenzt vorhanden
- wird in der Form von z. B. elektrolytisch erzeugtem Was-
serstoff lager- und transportierbar. Wasserstoff verbrennt in
Motoren zu Wasser und belastet die Umwelt kaum.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 7. Dezember 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 7 décembre 1987
Die Erforschung der Wasserstoffgewinnung unter Nutzung
der Sonnenenergie wurde Ende der siebziger Jahre durch
Arbeiten im Rahmen des Nationalen
Forschungspro-
gramms 4 (Energie) intensiviert und seither sowohl auf
nationaler Ebene als auch in internationalen Zusammenar-
beitsprojekten konstant weitergeführt. In diesem For-
schungsbereich sind heute vor allem die ETH Zürich, die
EPF Lausanne sowie die Universitäten Genf und Bern aktiv.
Im Rahmen von Forschungsprojekten der internationalen
Energieagentur IEA wird ein weiterer Ausbau der Tätigkeiten
im Bereich solar erzeugter, chemischer Energieträger, so
auch Wasserstoff, unter Teilnahme der Schweiz geplant. Die
Eidgenössische Energieforschungskommission GORE hat
in ihrer Ueberprüfung des Energieforschungskonzepts des
Bundes 1987 auch den Bereich Wasserstoff untersucht und
schlägt eine weitere Verstärkung dieser Aktivitäten vor. Die
Vorbereitung eines konkreten Programmvorschlags durch
einen Programmleiter soll nächstens an die Hand genom-
men werden. Die Durchführung ist, in Ergänzung zu Projek-
ten, welche der Schweizerische Nationalfonds, der Schwei-
zerische Schulrat und der private Nationale Energie-For-
schungs-Fonds
NEFF unterstützen,
im Rahmen des
Energieforschungsbudgets des Bundes vorgesehen.
In dem durch die Fusion des Eidgenössischen Instituts für
Reaktorforschung EIR und dem Schweizerischen Institut für
Nuklearforschung SIN am I.Januar 1988 hervorgehenden
Paul Scherrer Institut (PSI) will der Bundesrat den Bereich
nichtnuklearer Energieforschung, wie der Wasserstoff-
Technologie, verstärken und Ausgewogenheit zum nuklea-
ren Bereich herstellen. Er geht davon aus, dass mittelfristig
je etwa 180 Mannjahre des wissenschaftlich-technischen
Personals in den beiden Forschungsrichtungen eingesetzt
werden. Die entsprechende detailliertere Planung des
Schweizerischen Schulrates soll Ende 1988 vorliegen.
Die Planungsarbeiten für eine verstärkte Förderung auch
der solaren Wasserstoff-Gewinnung sind damit aufgenom-
men. Die Schwerpunktsetzung im nichtnuklearen Bereich
soll nach Abschluss dieser Planung erfolgen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
wandeln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
#ST# 86.812
Motion Morf
Kulturartikel
Article constitutionnel sur la culture
Wortlaut der Motion vom 19. Dezember 1986
Der Bundesrat wird beauftragt, den Entwurf zu einem Ver-
fassungsartikel vorzulegen, der eine klare und sichere
Grundlage für die Kulturförderungskompetenzen des Bun-
des darstellt. Darin sollten vor allem folgende Kompetenzen
enthalten sein:
Dispositiv
- Kulturförderung subsidiär zu den Leistungen von Kanto- nen, Gemeinden und Privaten;
- Kulturpräsenz im Ausland und Kulturaustausch mit dem Ausland;
- Förderung der Arbeit von Kulturschaffenden;
- Erleichterung des Zugangs zur Kultur. Texte de la motion du 19 décembre 1986 Le Conseil fédéral est chargé de présenter le projet d'un article constitutionnel qui - dans la perspective des attribu- tions fédérales permettant d'encourager la culture-fournira une base claire et sûre pour étayer ces attributions. Il faut surtout que les devoirs et les droits ci-dessous y figurent:
- Encouragement et promotion subsidiaires de la culture, conjointement aux prestations des cantons, des communes et des particuliers;
- Présence de notre patrimoine culturel à l'étranger, ainsi qu'échanges sur le plan international;
- Promotion et encouragement du travail des créateurs dans le domaine culturel;
- Accès à la culture facilité. Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Auer, Bäumlin, Bircher, Blocher, Blunschy, Borei, Bratschi, Braunschweig, Bühler-Tschappina, Bundi, Butty, Cantieni, Carobbio, Cevey, Chopard, Columberg, Cotti Gianfranco, Darbellay, Deneys, Dünki, Eggenberg-Thun, Eggli-Winter- thur, Eisenring, Fankhauser, Fetz, Fierz, Fischer-Sursee, Flu- bacher, Friedli, Gehler, Geissbühler, Gloor, Graf, Grendel- meier, Günter, Gurtner, Hess, Hubacher, Humbel, Jaeger, Jaggi, Keller, Künzi, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Leuen- berger Moritz, Longet, Maeder-Appenzell, Martin, Mauch, Meizoz, Meyer-Bern, Müller-Aargau, Müller-Bachs, Nauer, Nebiker, Nef, Neuenschwander, Neukomm, Oester, Ott, Petitpierre, Pini, Pitteloud, Rechsteiner, Reichling, Reimann, Renschier, Revaclier, Robbiani, Röthlin, Rubi, Ruch-Zuch- wil, Ruffy, Rutishauser, Sager, Schmidhalter, Schnider- Luzern, Schnyder-Bern, Segmüller, Seiler, Stamm Judith, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Uhlmann, Vannay, Wagner, Weber Monika, Weber-Arbon, Weder-Basel, Wid- mer, Zehnder, Zwygart (95) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 18. November 1987 Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 novembre 1987 Bereits in der Beantwortung der Interpellationen Hess vom
- Dezember 1987 N 1857 Motion (Weber Leo)-Hess Peter
- September 1986 und Morf vom 1. Oktober 1986 hat der Bundesrat das Ergebnis der Volksabstimmung vom 28. Sep- tember 1986 über Kulturinitiative und Gegenvorschlag nicht als Nein zur Kulturförderung des Bundes gewertet und seine Absicht bekräftigt, das bisherige kulturpolitische Engage- ment weiterzuführen. In diesem Zusammenhang sprach er die Hoffnung aus, dass das Parlament diese Politik voll mittragen werde. In seiner Botschaft vom 25. Februar 1987 über die Finanzhilfen an die Stiftung Pro Helvetia in den Jahren 1988 bis 1991 hielt der Bundesrat jedoch fest, es bleibe im Sinne einer klaren Kompetenzregelung und einer Stärkung des Subsidiaritätsprinzips nach wie vor wün- schenswert, längerfristig eine explizite verfassungsmässige Abstützung aller kulturpolitischen Aktivitäten des Bundes anzustreben. Nach der guten Aufnahme dieser Vorlage in den eidgenössischen Räten und der in den Debatten zum Ausdruck gekommenen grundsätzlich positiven Haltung in der Frage einer aktiven Kulturförderung erachtet der Bun- desrat die Wiederaufnahme der Bemühungen um einen Kulturartikel als sinnvoll. Der Vorsteher des eidgenössi- schen Departements des Innern hat deshalb im Nationalrat am 28. September 1987 angekündigt, dass der Bundesrat in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode 1988-91 den Räten einen eigenen Entwurf zu einem Kulturartikel vorlegen werde. Bei der Ausarbeitung des neuen Verfassungsartikels sollen die Kommentare und Analysen der Abstimmung über die Kulturinitiative und den Gegenvorschlag nochmals ein- gehend geprüft werden. Mit Blick auf dieses Vorgehen erscheint dem Bundesrat eine Umwandlung der Motion in ein Postulat als angebracht. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 87.387 Motion Zwygart Heterologe Kinder. Verhinderung von Verwandtenehen Enfants hétérologues. Interdiction des mariages consanguins Wortlaut der Motion vom 20. März 1987 Der Bundesrat wird aufgefordert, die notwendigen gesetzli- chen Regelungen zur Verhinderung von Verwandtenehen für die durch heterologe Insémination oder In-vitro-Fertilisa- tion gezeugten Kinder, wie sie für Adoptivkinder Gültigkeit haben, unverzüglich in die Wege zu leiten, ohne dabei auf die Gesamtregelung der künstlichen Befruchtung zu warten. Texte de la motion du 20 mars 1987 Le Conseil fédéral est prié de prendre sans retard les mesures nécessaires du point de vue légal pour empêcher les mariages consanguins entre enfants conçus par insémi- nation hétérologueou par fécondation in vitro, comme c'est le cas pour les enfants adoptifs, sans attendre que la législa- tion concernant la fécondation artificielle entre en vigueur. Mitunterzeichner - Cosignataires: Dünki, Fierz, Grendel- meier, Günter, Müller-Bachs, Müller-Wiliberg, Oester, Stef- fen, Wick, Zwingli (10) 40-N Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die gegenwärtige Regelung für Adoptivkinder sieht vor, dass diese nach erfolgter Adoption mit ihrem alten und neuen Namen an das Eidgenössische Amt für Zivilstandswe- sen gemeldet werden. Vor jeder Eheschliessung werden die Namen der Partner dem genannten Amt gemeldet, um so allfälligen Verwandtenehen vorzubeugen. Dies geschieht aber bis heute nicht bei durch heterologe Insémination oder In-vitro-Fertilisation gezeugten Kindern. Da nun aber bekannt ist, dass rund jedes hundertste Kind, das geboren wird, aus einer heterologen Insémination stammt, ist ver- mutlich die Gefahr einer Verwandtenehe grösser als bei Adoptivkindern. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 30. November 1987 Rapport écrit du Conseil fédéral du 30 novembre 1987 Das Konsanguinitätsrisiko ist selbst im Falle der Zunahme heterologer Inseminationen oder In-vitro-Fertilisationen und selbst bezogen auf eine relativ beschränkte Bevölkerungs- gruppe verschwindend klein. Berechnungsmethoden, die an der Universität Lausanne entwickelt wurden, zeigen, dass für die Bevölkerung der Romandie bei der derzeitigen prak- tischen Verbreitung der künstlichen Insémination mit Samen eines Spenders (etwa 350 Kinder pro Jahr in der ganzen Schweiz) die Wahrscheinlichkeit einer konsangui- nen Ehe in der nächsten Generation nur 1/400 000 beträgt, selbst wenn je 6 Kinder vom gleichen Spender abstammen. Eine besondere Regelung ist somit nicht dringlich. Im Rah- men der Gesamtregelung der künstlichen Fortpflanzung wird zu prüfen sein, ob eine Beschränkung der Anzahl Schwangerschaften mit den Samen desselben Spenders vorgesehen werden muss und welche Kontrollmechanismen nötig sind. Die Frage muss aber im Zusammenhang mit der Regelung der Fortpflanzungsmedizin im allgemeinen und mit der Frage der Anonymität des Samenspenders im beson- deren behandelt werden. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 87.910 Motion (Weber Leo)-Hess Peter Errichtung von Bistümern Création de nouveaux évêchés Wortlaut der Motion vom 9. Oktober 1987 Der Bundesrat wird eingeladen, der Bundesversammlung spätestens mit der Totalrevisionsvorlage der Bundesverfas- sung den Vorschlag zu unterbreiten, wonach den Kirchen auf Bundesebene die volle Organisationsfreiheit eingeräumt und demzufolge Artikel 50 Absatz 4 der Bundesverfassung aufgehoben wird. Texte de la motion du 9 octobre 1987 Le Conseil fédéral est chargé de soumettre à l'Assemblée fédérale - au plus tard en même temps que le projet de révision totale de la constitution - la proposition d'abroger l'article 50, 4e alinéa, de ladite constitution, de manière à ménager aux Eglises, sur le plan fédéral, une liberté totale de s'organiser. Mitunterzeichner-Cosignataires: Darbellay, Fehr, Fischer- Sursee, Hess, Mühlemann, Nebiker, Nussbaumer, Seiler, Weber-Schwyz, Widmer (10) Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Morf Kulturartikel Motion Morf Article constitutionnel sur la culture In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1987 Année Anno Band IV Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 13 Séance Seduta Geschäftsnummer 86.812 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 18.12.1987 - 08:00 Date Data Seite 1856-1857 Page Pagina Ref. No 20 015 995 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
Motion Morf 1856 N 18 décembre 1987 #ST# 87.913 Motion Maeder Solar-Wasserstoff-Technologie Hydrogène produit par l'énergie solaire Wortlaut der Motion vom 9. Oktober 1987 Der Bundesrat wird gebeten, die Forschung auf dem Gebiete der Wasserstoffgewinnung durch Sonnenenergie vermehrt zu fördern. Texte de la motion du 9 octobre 1987 Le Conseil fédéral est chargé d'encourager dans une plus large mesure la recherche dans le domaine de la production d'hydrogène par l'énergie solaire. Mitunterzeichner - Cosignataires: Biel, Dünki, Grendel- meier, Günter, Jaeger, Müller-Aargau, Oester, Weber Monika, Weder-Basel, Widmer, Zwygart (11) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Angesehene Ingenieure und Wissenschafter sind überzeugt, dass die Solar-Wasserstoff-Technologie wesentliches zur Lösung des Energie-Problems beitragen kann. Sonnenener- gie- in den Sonnengürteln der Erde unbegrenzt vorhanden
- wird in der Form von z. B. elektrolytisch erzeugtem Was- serstoff lager- und transportierbar. Wasserstoff verbrennt in Motoren zu Wasser und belastet die Umwelt kaum. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 7. Dezember 1987 Rapport écrit du Conseil fédéral du 7 décembre 1987 Die Erforschung der Wasserstoffgewinnung unter Nutzung der Sonnenenergie wurde Ende der siebziger Jahre durch Arbeiten im Rahmen des Nationalen Forschungspro- gramms 4 (Energie) intensiviert und seither sowohl auf nationaler Ebene als auch in internationalen Zusammenar- beitsprojekten konstant weitergeführt. In diesem For- schungsbereich sind heute vor allem die ETH Zürich, die EPF Lausanne sowie die Universitäten Genf und Bern aktiv. Im Rahmen von Forschungsprojekten der internationalen Energieagentur IEA wird ein weiterer Ausbau der Tätigkeiten im Bereich solar erzeugter, chemischer Energieträger, so auch Wasserstoff, unter Teilnahme der Schweiz geplant. Die Eidgenössische Energieforschungskommission GORE hat in ihrer Ueberprüfung des Energieforschungskonzepts des Bundes 1987 auch den Bereich Wasserstoff untersucht und schlägt eine weitere Verstärkung dieser Aktivitäten vor. Die Vorbereitung eines konkreten Programmvorschlags durch einen Programmleiter soll nächstens an die Hand genom- men werden. Die Durchführung ist, in Ergänzung zu Projek- ten, welche der Schweizerische Nationalfonds, der Schwei- zerische Schulrat und der private Nationale Energie-For- schungs-Fonds NEFF unterstützen, im Rahmen des Energieforschungsbudgets des Bundes vorgesehen. In dem durch die Fusion des Eidgenössischen Instituts für Reaktorforschung EIR und dem Schweizerischen Institut für Nuklearforschung SIN am I.Januar 1988 hervorgehenden Paul Scherrer Institut (PSI) will der Bundesrat den Bereich nichtnuklearer Energieforschung, wie der Wasserstoff- Technologie, verstärken und Ausgewogenheit zum nuklea- ren Bereich herstellen. Er geht davon aus, dass mittelfristig je etwa 180 Mannjahre des wissenschaftlich-technischen Personals in den beiden Forschungsrichtungen eingesetzt werden. Die entsprechende detailliertere Planung des Schweizerischen Schulrates soll Ende 1988 vorliegen. Die Planungsarbeiten für eine verstärkte Förderung auch der solaren Wasserstoff-Gewinnung sind damit aufgenom- men. Die Schwerpunktsetzung im nichtnuklearen Bereich soll nach Abschluss dieser Planung erfolgen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 86.812 Motion Morf Kulturartikel Article constitutionnel sur la culture Wortlaut der Motion vom 19. Dezember 1986 Der Bundesrat wird beauftragt, den Entwurf zu einem Ver- fassungsartikel vorzulegen, der eine klare und sichere Grundlage für die Kulturförderungskompetenzen des Bun- des darstellt. Darin sollten vor allem folgende Kompetenzen enthalten sein:
1. Kulturförderung subsidiär zu den Leistungen von Kanto- nen, Gemeinden und Privaten;
2. Kulturpräsenz im Ausland und Kulturaustausch mit dem Ausland;
3. Förderung der Arbeit von Kulturschaffenden;
4. Erleichterung des Zugangs zur Kultur. Texte de la motion du 19 décembre 1986 Le Conseil fédéral est chargé de présenter le projet d'un article constitutionnel qui - dans la perspective des attribu- tions fédérales permettant d'encourager la culture-fournira une base claire et sûre pour étayer ces attributions. Il faut surtout que les devoirs et les droits ci-dessous y figurent:
1. Encouragement et promotion subsidiaires de la culture, conjointement aux prestations des cantons, des communes et des particuliers;
2. Présence de notre patrimoine culturel à l'étranger, ainsi qu'échanges sur le plan international;
3. Promotion et encouragement du travail des créateurs dans le domaine culturel;
4. Accès à la culture facilité. Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Auer, Bäumlin, Bircher, Blocher, Blunschy, Borei, Bratschi, Braunschweig, Bühler-Tschappina, Bundi, Butty, Cantieni, Carobbio, Cevey, Chopard, Columberg, Cotti Gianfranco, Darbellay, Deneys, Dünki, Eggenberg-Thun, Eggli-Winter- thur, Eisenring, Fankhauser, Fetz, Fierz, Fischer-Sursee, Flu- bacher, Friedli, Gehler, Geissbühler, Gloor, Graf, Grendel- meier, Günter, Gurtner, Hess, Hubacher, Humbel, Jaeger, Jaggi, Keller, Künzi, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Leuen- berger Moritz, Longet, Maeder-Appenzell, Martin, Mauch, Meizoz, Meyer-Bern, Müller-Aargau, Müller-Bachs, Nauer, Nebiker, Nef, Neuenschwander, Neukomm, Oester, Ott, Petitpierre, Pini, Pitteloud, Rechsteiner, Reichling, Reimann, Renschier, Revaclier, Robbiani, Röthlin, Rubi, Ruch-Zuch- wil, Ruffy, Rutishauser, Sager, Schmidhalter, Schnider- Luzern, Schnyder-Bern, Segmüller, Seiler, Stamm Judith, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Uhlmann, Vannay, Wagner, Weber Monika, Weber-Arbon, Weder-Basel, Wid- mer, Zehnder, Zwygart (95) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 18. November 1987 Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 novembre 1987 Bereits in der Beantwortung der Interpellationen Hess vom
18. Dezember 1987 N 1857 Motion (Weber Leo)-Hess Peter
29. September 1986 und Morf vom 1. Oktober 1986 hat der Bundesrat das Ergebnis der Volksabstimmung vom 28. Sep- tember 1986 über Kulturinitiative und Gegenvorschlag nicht als Nein zur Kulturförderung des Bundes gewertet und seine Absicht bekräftigt, das bisherige kulturpolitische Engage- ment weiterzuführen. In diesem Zusammenhang sprach er die Hoffnung aus, dass das Parlament diese Politik voll mittragen werde. In seiner Botschaft vom 25. Februar 1987 über die Finanzhilfen an die Stiftung Pro Helvetia in den Jahren 1988 bis 1991 hielt der Bundesrat jedoch fest, es bleibe im Sinne einer klaren Kompetenzregelung und einer Stärkung des Subsidiaritätsprinzips nach wie vor wün- schenswert, längerfristig eine explizite verfassungsmässige Abstützung aller kulturpolitischen Aktivitäten des Bundes anzustreben. Nach der guten Aufnahme dieser Vorlage in den eidgenössischen Räten und der in den Debatten zum Ausdruck gekommenen grundsätzlich positiven Haltung in der Frage einer aktiven Kulturförderung erachtet der Bun- desrat die Wiederaufnahme der Bemühungen um einen Kulturartikel als sinnvoll. Der Vorsteher des eidgenössi- schen Departements des Innern hat deshalb im Nationalrat am 28. September 1987 angekündigt, dass der Bundesrat in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode 1988-91 den Räten einen eigenen Entwurf zu einem Kulturartikel vorlegen werde. Bei der Ausarbeitung des neuen Verfassungsartikels sollen die Kommentare und Analysen der Abstimmung über die Kulturinitiative und den Gegenvorschlag nochmals ein- gehend geprüft werden. Mit Blick auf dieses Vorgehen erscheint dem Bundesrat eine Umwandlung der Motion in ein Postulat als angebracht. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 87.387 Motion Zwygart Heterologe Kinder. Verhinderung von Verwandtenehen Enfants hétérologues. Interdiction des mariages consanguins Wortlaut der Motion vom 20. März 1987 Der Bundesrat wird aufgefordert, die notwendigen gesetzli- chen Regelungen zur Verhinderung von Verwandtenehen für die durch heterologe Insémination oder In-vitro-Fertilisa- tion gezeugten Kinder, wie sie für Adoptivkinder Gültigkeit haben, unverzüglich in die Wege zu leiten, ohne dabei auf die Gesamtregelung der künstlichen Befruchtung zu warten. Texte de la motion du 20 mars 1987 Le Conseil fédéral est prié de prendre sans retard les mesures nécessaires du point de vue légal pour empêcher les mariages consanguins entre enfants conçus par insémi- nation hétérologueou par fécondation in vitro, comme c'est le cas pour les enfants adoptifs, sans attendre que la législa- tion concernant la fécondation artificielle entre en vigueur. Mitunterzeichner - Cosignataires: Dünki, Fierz, Grendel- meier, Günter, Müller-Bachs, Müller-Wiliberg, Oester, Stef- fen, Wick, Zwingli (10) 40-N Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die gegenwärtige Regelung für Adoptivkinder sieht vor, dass diese nach erfolgter Adoption mit ihrem alten und neuen Namen an das Eidgenössische Amt für Zivilstandswe- sen gemeldet werden. Vor jeder Eheschliessung werden die Namen der Partner dem genannten Amt gemeldet, um so allfälligen Verwandtenehen vorzubeugen. Dies geschieht aber bis heute nicht bei durch heterologe Insémination oder In-vitro-Fertilisation gezeugten Kindern. Da nun aber bekannt ist, dass rund jedes hundertste Kind, das geboren wird, aus einer heterologen Insémination stammt, ist ver- mutlich die Gefahr einer Verwandtenehe grösser als bei Adoptivkindern. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 30. November 1987 Rapport écrit du Conseil fédéral du 30 novembre 1987 Das Konsanguinitätsrisiko ist selbst im Falle der Zunahme heterologer Inseminationen oder In-vitro-Fertilisationen und selbst bezogen auf eine relativ beschränkte Bevölkerungs- gruppe verschwindend klein. Berechnungsmethoden, die an der Universität Lausanne entwickelt wurden, zeigen, dass für die Bevölkerung der Romandie bei der derzeitigen prak- tischen Verbreitung der künstlichen Insémination mit Samen eines Spenders (etwa 350 Kinder pro Jahr in der ganzen Schweiz) die Wahrscheinlichkeit einer konsangui- nen Ehe in der nächsten Generation nur 1/400 000 beträgt, selbst wenn je 6 Kinder vom gleichen Spender abstammen. Eine besondere Regelung ist somit nicht dringlich. Im Rah- men der Gesamtregelung der künstlichen Fortpflanzung wird zu prüfen sein, ob eine Beschränkung der Anzahl Schwangerschaften mit den Samen desselben Spenders vorgesehen werden muss und welche Kontrollmechanismen nötig sind. Die Frage muss aber im Zusammenhang mit der Regelung der Fortpflanzungsmedizin im allgemeinen und mit der Frage der Anonymität des Samenspenders im beson- deren behandelt werden. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 87.910 Motion (Weber Leo)-Hess Peter Errichtung von Bistümern Création de nouveaux évêchés Wortlaut der Motion vom 9. Oktober 1987 Der Bundesrat wird eingeladen, der Bundesversammlung spätestens mit der Totalrevisionsvorlage der Bundesverfas- sung den Vorschlag zu unterbreiten, wonach den Kirchen auf Bundesebene die volle Organisationsfreiheit eingeräumt und demzufolge Artikel 50 Absatz 4 der Bundesverfassung aufgehoben wird. Texte de la motion du 9 octobre 1987 Le Conseil fédéral est chargé de soumettre à l'Assemblée fédérale - au plus tard en même temps que le projet de révision totale de la constitution - la proposition d'abroger l'article 50, 4e alinéa, de ladite constitution, de manière à ménager aux Eglises, sur le plan fédéral, une liberté totale de s'organiser. Mitunterzeichner-Cosignataires: Darbellay, Fehr, Fischer- Sursee, Hess, Mühlemann, Nebiker, Nussbaumer, Seiler, Weber-Schwyz, Widmer (10)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Morf Kulturartikel Motion Morf Article constitutionnel sur la culture In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1987 Année Anno Band IV Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 13 Séance Seduta Geschäftsnummer 86.812 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 18.12.1987 - 08:00 Date Data Seite 1856-1857 Page Pagina Ref. No 20 015 995 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.