Dispositiv
- si des mesures spéciales, semblables à celles qui ont été prises pour les écoles d'ingénieurs, pourraient également être décidées en faveur d'autres écoles spécialisées, notam- ment les hautes écoles de sciences économiques et admi- nistratives;
- comment l'Ecole suisse d'informatique économique, qui existe pour le moment à Lausanne et à Zurich, pourra subsister lorsque le second programme d'impulsion aura pris fin;
- comment il sera possible d'intégrer dans la formation professionnelle de base l'enseignement aux apprentis de tous les degrés de notions d'informatique, en plus du cours de base considéré comme mesure urgente;
- par quels moyens on peut permettre aux professionnels qualifiés d'avoir accès aux technologies modernes. Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Ammann-
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Postulat Künzi 960 N 20 juin 1986 #ST# 86.376 Postulat Künzi Berufsbildung und Informatik Formation professionnelle et informatique Wortlaut des Postulates vom 19. März 1986 Unlängst hat der Nationalrat Sondermassnahmen zugun- sten der Ausbildung und Weiterbildung sowie der For- schung in der Informatik und den Ingenieurwissenschaften zugestimmt. In diesem Zusammenhang wird der Bundesrat ersucht zu prüfen: Lob ähnliche Sonderförderungsmassnahmen wie für die Ingenieurschulen auch für andere höhere Fachschulen, ins- besondere die Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschu- len (HWV), eingeleitet werden können;
2. wie die Wirtschaftsinformatikschule Schweiz (WISS), vor- läufig in Lausanne und Zürich, nach Auslaufen des Impuls- programms II weiterbestehen kann;
3. wie in der beruflichen Grundausbildung die Vermittlung von Informatikkenntnissen über den als Sofortmassnahmen bezeichneten Grundkursen für alle Lehrlinge stufengerecht eingebaut werden kann;
4. wie gelernten Berufsleuten der Anschluss an die moder- nen Technologien ermöglicht werden kann. Texte du postulat du 19 mars 1986 Le Conseil national a récemment adopté des mesures spé- ciales en faveur de la formation et du perfectionnement ainsi que de la recherche en informatique et en sciences de l'ingénieur. En rapport avec cette décision le Conseil fédéral est prié d'examiner:
1. si des mesures spéciales, semblables à celles qui ont été prises pour les écoles d'ingénieurs, pourraient également être décidées en faveur d'autres écoles spécialisées, notam- ment les hautes écoles de sciences économiques et admi- nistratives;
2. comment l'Ecole suisse d'informatique économique, qui existe pour le moment à Lausanne et à Zurich, pourra subsister lorsque le second programme d'impulsion aura pris fin;
3. comment il sera possible d'intégrer dans la formation professionnelle de base l'enseignement aux apprentis de tous les degrés de notions d'informatique, en plus du cours de base considéré comme mesure urgente;
4. par quels moyens on peut permettre aux professionnels qualifiés d'avoir accès aux technologies modernes. Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Ammann- St. Gallen, Basler, Bonny, Bremi, Bundi, Eng, (Frei-Romans- horn), Früh, Grassi, Hunziker, Mühlemann, Müller-Schar- nachtal, Müller-Meilen, Nef, Neuenschwander, Neukomm, Gehen, Oester, Schnider-Luzern, Schule, Stappung, Weber- Schwyz, Weber Monika, Weber-Arbon, Widmer, Wyss, Zwingli (28) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Bundesrat ist mit seiner Vorlage zur Förderung der Ingenieurausbildung an Hochschulen und Höheren Techni- schen Lehranstalten bei Parlament und Oeffentlichkeit auf ein überaus positives Echo gestossen. Die Meinung herrscht vor, dass die damit eingeleiteten Sondermassnahmen kei- nen Moment zu früh kommen, um unseren Nachwuchs zu befähigen, mit der weltweiten technologischen Entwicklung Schritt zu halten. In diesem Zusammenhang darf nicht übersehen werden, dass Mikrotechnik und Elektronik auch ausserhalb des tech- nischen Bereichs Wirtschaft und Berufswelt nachhaltig beeinflussen oder gar grundlegend umgestalten. Dies bleibt nicht ohne Rückwirkungen auf die Ausbildung, und zwar in quantitativer wie in qualitativer Hinsicht. Wir sollten alles unternehmen, um durch eine Steigerung der Ausbildungskapazitäten sowohl der offensichtlichen Bil- dungsnachfrage unserer Nachwuchskräfte wie auch dem ausgewiesenen Bedarf der Wirtschaft an ausgebildeten Fachkräften zu entsprechen. Durch zeitgemässe Ausrü- stung der Ausbildungsstätten und zukunftsgerichtete Wei- terbildung der Lehrkräfte sind dafür optimale Voraussetzun- gen zu schaffen. Ingenieurschulen und technische Hochschulen können die Ausbildung des Kaders und der Spezialisten übernehmen. Soll aber die Informatikausbildung in die Breite gehen, müs- sen die Berufsschulen und verschiedenste Institutionen der beruflichen Erwachsenenbildung aktiv werden. Gemäss einer Prognose des Bürofachverbandes sind 80 000 Spezialisten und 800 000 Anwender auszubilden. Der Bund hat in verdienstvoller Weise einen ersten Impuls gegeben, in dem er alle Berufsschulen anwies, ab sofort allen Lehrlingen eine erste, 20 Lektionen umfassende Ein- führung zu vermitteln. Er hat auch mit einigem Aufwand Unterrichtsmedien ausarbeiten lassen, um die Einführung zu erleichtern. Bei der Ausbildung der Lehrer musste er aber bereits passen, da offenbar das Geld fehlte. Es langte nurzu zwei Referentenkursen von je vier Tagen Dauer. Die Ausbil- dung von mehreren tausend Lehrern mussten die Kantone übernehmen. So ist mit einem Grundkurs erst ein Anfang gemacht. Soll aber die Berufsbildung ihren Stand halten, sind weitere Schritte zu unternehmen:
- Informatik muss im berufskundlichen Unterricht bei allen Berufen, die mit Informationstechnik zu tun haben, einge- führt werden.
- Die Weiterbildung von Erwachsenen ist zu intensivieren.
- Die Einführung in verwandte Gebiete wie Robotik, Compu- terunterstütztes Zeichnen (CAD), Sensor-Technik und Datenbanken muss gefördert werden. Von den Kantonen ist in dieser Richtung ebenfalls ein gros- ser Aufwand zu leisten, dies besonders bezüglich der Anschaffung von Geräten (der Einsatz von Personal Compu- tern genügt mittelfristig nicht, es braucht auch numerisch gesteuerte Werkzeugmaschinen, Zeichenanlagen, Geräte für Robotik usw.). Weiter gilt es, Lehrer für die Ausarbeitung von unterrichts- geeigneten Programmen und vor allem zu ihrer Fortbildung freizustellen. Um das angestrebte Ziel zu erreichen, sind in nächster Zukunft beachtliche Leistungen von Bund und Kantonen erforderlich, um auch unsere Berufsbildung auf einem kon- kurrenzfähigen Niveau zu halten. Sie sollen in erster Linie die Ausbildung der Lehrer, die Erarbeitung von Lehrplänen und Unterrichtsmedien sowie die Auswahl oder Erstellung unterrichtsgeeigneter Software umfassen. Auch die Anschaffung von Hardware ist wichtig, kann jedoch finanziell eher verkraftet werden. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Künzi Berufsbildung und Informatik Postulat Künzi Formation professionnelle et informatique In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1986 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 86.376 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 20.06.1986 - 08:00 Date Data Seite 960-960 Page Pagina Ref. No 20 014 429 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.