Erwägungen (3 Absätze)
E. 14 décembre 1984 Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt und verlangt Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion 50 Stimmen Dagegen 60 Stimmen #ST# 84.523 Interpellation Bühler-Tschappina Zucht- und Nutzviehabsatz Bétail d'élevage et de rente. Placement Wortlaut der Interpellation vom 26. September 1984 Der ausserordentlich schleppende Verlauf des Zucht- und Nutzviehabsatzes in diesem Herbst bringt für viele Bergbau- ernbetriebe, aber auch für die Bergkantone grosse Pro- bleme. Insbesondere seit der Einführung der Milchkontingentie- rung ist durch eigene Aufzucht in den Talbetrieben die Nachfrage nach dem bergbäuerlichen Produkt «Zucht- und Nutzvieh» stark zurückgegangen und dieses Jahr beinahe ausgeblieben. Dies erfüllt uns, mit Blick in die Zukunft, mit ernster Sorge. Darum bitten wir den Bundesrat um Beant- wortung folgender Fragen:
1. Das Zusatzkontingent von 1500 Kilo Milch beim Zukauf eines Tieres aus dem Berggebiet hat sich dieses Jahr ein- deutig als zu wenig wirksam erwiesen. Wie stellt sich der Bundesrat zur Steigerung der Attraktivität dieser Mass- nahme durch
a. eine Erhöhung des Zusatzkontingentes auf beispiels- weise 2500 Kilo pro zugekauftes Tier, und
b. eine Erhöhung des Prozentsatzes der zusatzberechtigten Tiere pro Betrieb von 15 auf 20 Prozent des Kuhbestandes, was der tatsächlichen Remontierungsquote eher entspre- chen würde?
2. Ist der Bundesrat bereit, die stillgelegten Milchkontin- gente und solche von Betrieben, die zur Aufgabe der Milch- produktion bereit sind, zurückzukaufen und soweit möglich im Berggebiet und im angrenzenden Zuchtgebiet zuzutei- len, um dadurch eine alternative Produktionsmöglichkeit zur einseitigen Viehaufzucht bereitzustellen, was zu einer Verkleinerung des Angebotes an Zuch'i- und Nutzvieh füh- ren würde? Texte de l'interpellation du 26 septembre 1984 Cet automne, l'écoulement du bétail d'élevage et de rente est particulièrement difficile, ce qui entraîne de graves pro- blèmes pour beaucoup d'exploitations paysannes de mon- tagne, et pour les cantons de montagne également. Spécialement depuis que le contingentement laitier a été introduit, la demande de bétail d'élevage et de rente, qui est produit par les paysans de montagne, a fortement baissé - du fait que les exploitations de plaine se sont elles-mêmes lancées dans l'élevage - pour tomber presque à zéro cette année. Cela constitue pour nous une source de préoccupa- tions pour l'avenir. Nous prions donc le Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes:
1. Cette année, le contingent supplémentaire de 1500 kilos de lait attribué en cas d'achat d'une tête de bétail dans la région de montagne n'a manifestement pas suffi. Il serait possible d'accroître l'attrait de cette mcssure
a. en augmentant à 2500 kilos par exemple le contingent supplémentaire par tête de bétail achetée et
b. en portant de 15 à 20 pour cent de l'effectif des vaches détenues dans l'exploitation le pourcentage des animaux donnant droit à un contingent supplémentaire, ce qui serait plus proche de la proportion des animaux destinés à la remonte. Qu'en pense le Conseil fédéral?
2. Est-il disposé à racheter les contingents de lait sup- primés, et ceux des exploitations qui sont prêtes à renoncer à la production de lait, puis à les répartir autant que possible dans la région de montagne et dans la zone d'élevage contigue, afin d'offrir une solution de rechange à ces régions vouées exclusivement à l'élevage, ce qui aurait pour conséquence de faire diminuer l'offre de bétail d'élevage et de rente? Mitunterzeichner- Cosignataires: Geissbühler, Hari, Hösli, Müller-Scharnachtal (4) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 7. November 1984 Rapport écrit du Conseil fédéral du 7 novembre 1984 Der Absatz von Zucht- und Nutzvieh aus dem Berggebiet verläuft in diesem Herbst tatsächlich schlechter als in den vergangenen Jahren. Um so mehr hat sich das bestehende Instrumentarium zur Förderung des Viehabsatzes in diesem Jahr bewährt. Im übrigen hat die Verlagerung der Aufzucht in die Talbetriebe lange vor Beginn der Milchkontingentie- rung eingesetzt. Die 1979 eingeführten Zusatzkontingente ergänzen die Bemühungen um den Viehabsatz in wertvoller Weise; sie vermochten die Verlagerung der Aufzucht ins Talgebiet einzudämmen. Die Verordnung vom 13. April 1983 über die Milchkontin- gentierung enthält die zur Diskussion gestellten Bestimmun- gen über die Zusatzkontingente. Nachdem wir uns dem Ende der diesjährigen Zukaufsperiode nähern, kommt eine Änderung dieser Bestimmungen für den Herbst 1984 nicht mehr in Frage. Es sprechen aber auch materielle Gründe gegen eine Anpassung im gewünschten Sinne. Eine Erhö- hung der Zusatzkontingente um 1000 Kilogramm pro Tier würde nämlich die Gesamtsumme der verteilten Kontin- gente um rund 100 000 Dezitonnen aufstocken. Die heutige Situation auf dem Milchmarkt lässt dies nicht zu. Eine Erhö- hung des Prozentsatzes der für ein Zusatzkontingent berechtigten Tiere von 15 auf 20 Prozent würde wenig helfen, weil erfahrungsgemäss die Mehrzahl der Käufer für weniger als 15 Prozent ihres Kuhbestandes Zusatzkontin- gente geltend macht. Der Rückkauf von Milchkontingenten wird verwaltungsin- tern gegenwärtig rein grundsätzlich studiert. Angesichts der sehr hohen Milcheinlieferungen und der angespannten Absatzlage müsste ein allfälliger Rückkauf ausschliesslich einer Reduktion der Milchmenge dienen. In diesem Zusammenhang möchten wir einmal mehr auf die beachtliche Zahl der anderen spezifischen Massnahmen zugunsten des Berggebietes aufmerksam machen. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt und verlangt Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion 57 Stimmen Dagegen 33 Stimmen Diskussion verschoben - Discussion renvoyée
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Bühler-Tschappina Zucht- und Nutzviehabsatz Interpellation Bühler-Tschappina Bétail d'élevage et de rente. Placement In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung
E. 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 84.523 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.12.1984 - 08:00 Date Data Seite 1954-1954 Page Pagina Ref. No
E. 20 013 029 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
Interpellation Bühler-Tschappina 1954 N 14 décembre 1984 Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt und verlangt Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion 50 Stimmen Dagegen 60 Stimmen #ST# 84.523 Interpellation Bühler-Tschappina Zucht- und Nutzviehabsatz Bétail d'élevage et de rente. Placement Wortlaut der Interpellation vom 26. September 1984 Der ausserordentlich schleppende Verlauf des Zucht- und Nutzviehabsatzes in diesem Herbst bringt für viele Bergbau- ernbetriebe, aber auch für die Bergkantone grosse Pro- bleme. Insbesondere seit der Einführung der Milchkontingentie- rung ist durch eigene Aufzucht in den Talbetrieben die Nachfrage nach dem bergbäuerlichen Produkt «Zucht- und Nutzvieh» stark zurückgegangen und dieses Jahr beinahe ausgeblieben. Dies erfüllt uns, mit Blick in die Zukunft, mit ernster Sorge. Darum bitten wir den Bundesrat um Beant- wortung folgender Fragen:
1. Das Zusatzkontingent von 1500 Kilo Milch beim Zukauf eines Tieres aus dem Berggebiet hat sich dieses Jahr ein- deutig als zu wenig wirksam erwiesen. Wie stellt sich der Bundesrat zur Steigerung der Attraktivität dieser Mass- nahme durch
a. eine Erhöhung des Zusatzkontingentes auf beispiels- weise 2500 Kilo pro zugekauftes Tier, und
b. eine Erhöhung des Prozentsatzes der zusatzberechtigten Tiere pro Betrieb von 15 auf 20 Prozent des Kuhbestandes, was der tatsächlichen Remontierungsquote eher entspre- chen würde?
2. Ist der Bundesrat bereit, die stillgelegten Milchkontin- gente und solche von Betrieben, die zur Aufgabe der Milch- produktion bereit sind, zurückzukaufen und soweit möglich im Berggebiet und im angrenzenden Zuchtgebiet zuzutei- len, um dadurch eine alternative Produktionsmöglichkeit zur einseitigen Viehaufzucht bereitzustellen, was zu einer Verkleinerung des Angebotes an Zuch'i- und Nutzvieh füh- ren würde? Texte de l'interpellation du 26 septembre 1984 Cet automne, l'écoulement du bétail d'élevage et de rente est particulièrement difficile, ce qui entraîne de graves pro- blèmes pour beaucoup d'exploitations paysannes de mon- tagne, et pour les cantons de montagne également. Spécialement depuis que le contingentement laitier a été introduit, la demande de bétail d'élevage et de rente, qui est produit par les paysans de montagne, a fortement baissé - du fait que les exploitations de plaine se sont elles-mêmes lancées dans l'élevage - pour tomber presque à zéro cette année. Cela constitue pour nous une source de préoccupa- tions pour l'avenir. Nous prions donc le Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes:
1. Cette année, le contingent supplémentaire de 1500 kilos de lait attribué en cas d'achat d'une tête de bétail dans la région de montagne n'a manifestement pas suffi. Il serait possible d'accroître l'attrait de cette mcssure
a. en augmentant à 2500 kilos par exemple le contingent supplémentaire par tête de bétail achetée et
b. en portant de 15 à 20 pour cent de l'effectif des vaches détenues dans l'exploitation le pourcentage des animaux donnant droit à un contingent supplémentaire, ce qui serait plus proche de la proportion des animaux destinés à la remonte. Qu'en pense le Conseil fédéral?
2. Est-il disposé à racheter les contingents de lait sup- primés, et ceux des exploitations qui sont prêtes à renoncer à la production de lait, puis à les répartir autant que possible dans la région de montagne et dans la zone d'élevage contigue, afin d'offrir une solution de rechange à ces régions vouées exclusivement à l'élevage, ce qui aurait pour conséquence de faire diminuer l'offre de bétail d'élevage et de rente? Mitunterzeichner- Cosignataires: Geissbühler, Hari, Hösli, Müller-Scharnachtal (4) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 7. November 1984 Rapport écrit du Conseil fédéral du 7 novembre 1984 Der Absatz von Zucht- und Nutzvieh aus dem Berggebiet verläuft in diesem Herbst tatsächlich schlechter als in den vergangenen Jahren. Um so mehr hat sich das bestehende Instrumentarium zur Förderung des Viehabsatzes in diesem Jahr bewährt. Im übrigen hat die Verlagerung der Aufzucht in die Talbetriebe lange vor Beginn der Milchkontingentie- rung eingesetzt. Die 1979 eingeführten Zusatzkontingente ergänzen die Bemühungen um den Viehabsatz in wertvoller Weise; sie vermochten die Verlagerung der Aufzucht ins Talgebiet einzudämmen. Die Verordnung vom 13. April 1983 über die Milchkontin- gentierung enthält die zur Diskussion gestellten Bestimmun- gen über die Zusatzkontingente. Nachdem wir uns dem Ende der diesjährigen Zukaufsperiode nähern, kommt eine Änderung dieser Bestimmungen für den Herbst 1984 nicht mehr in Frage. Es sprechen aber auch materielle Gründe gegen eine Anpassung im gewünschten Sinne. Eine Erhö- hung der Zusatzkontingente um 1000 Kilogramm pro Tier würde nämlich die Gesamtsumme der verteilten Kontin- gente um rund 100 000 Dezitonnen aufstocken. Die heutige Situation auf dem Milchmarkt lässt dies nicht zu. Eine Erhö- hung des Prozentsatzes der für ein Zusatzkontingent berechtigten Tiere von 15 auf 20 Prozent würde wenig helfen, weil erfahrungsgemäss die Mehrzahl der Käufer für weniger als 15 Prozent ihres Kuhbestandes Zusatzkontin- gente geltend macht. Der Rückkauf von Milchkontingenten wird verwaltungsin- tern gegenwärtig rein grundsätzlich studiert. Angesichts der sehr hohen Milcheinlieferungen und der angespannten Absatzlage müsste ein allfälliger Rückkauf ausschliesslich einer Reduktion der Milchmenge dienen. In diesem Zusammenhang möchten wir einmal mehr auf die beachtliche Zahl der anderen spezifischen Massnahmen zugunsten des Berggebietes aufmerksam machen. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt und verlangt Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion 57 Stimmen Dagegen 33 Stimmen Diskussion verschoben - Discussion renvoyée
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Bühler-Tschappina Zucht- und Nutzviehabsatz Interpellation Bühler-Tschappina Bétail d'élevage et de rente. Placement In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 84.523 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.12.1984 - 08:00 Date Data Seite 1954-1954 Page Pagina Ref. No 20 013 029 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.