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82.924

Ch Vb · 1983-03-18 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

18. März 1983 515 Postulat der christlichdemokratischen Fraktion lungen und Tabellen zu beachten. Dass auf diese Weise die Rechtsunsicherheit wächst und die Vollzugsprobleme zunehmen, liegt auf der Hand. Durch den konsequenten Einsatz von anwendungstauglichen Einzel- und Loseblattsy- stemen mit fristgerechten Nachlieferungen könnte ein Teil des Problems gelöst werden. Daneben sollte versucht wer- den, die nötigen Ergänzungen des BSV auf möglichst ein- heitliche Erlassstufe zu bringen, was den AHV-Vollzug in jeder Beziehung erleichtern würde. Ähnliches gilt auch für die anderen Wegleitungen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates. Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 82.924 Postulat Mauch Herbizidanwendung im Strassenunterhalt Désherbants pour l'entretien des routes Wortlaut des Postulats vom 14. Dezember 1982 Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob die Anwen- dung von Herbiziden (Pflanzenvertilgungsmittel) im Stras- senunterhalt verboten oder eingeschränkt werden könnte •

- für Nationalstrassen aufgrund von Artikel 1 Buchstabe d und Artikel 3 Absatz 2 Buchstabe a des Bundesgesetzes über Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966, und

- generell aufgrund von Artikel 2 und Artikel 14 Absatz 1 des Bundesgesetzes über den Schutz von Gewässern gegen Verunreinigungen vom 8. Oktober 1977. Texte du postulat du 14 décembre 1982 Nous invitons le Conseil fédéral à examiner si l'usage de désherbants (ou herbicides) pour l'entretien des routes ne devrait pas être interdit ou limité, et ce pour les motifs sui- vants:

- pour les routes nationales en vertu des articles premier, lettre d, et 3, 2e alinéa, lettre a de la loi du 1er juillet 1966 sur la protection de la nature et du paysage

- et de façon générale en vertu des articles 2 et 14, 1er ali- néa, de la loi du 8 octobre 1971 sur la protection des eaux contre la pollution. Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Ammann- St. Gallen, Bäumlin, Borei, Bratschi, Braunschweig, Bundi, Chopard, Christinat, Deneys, Eggenberg-Thun, Euler, Ger- wig, Gloor, Jaggi, Lang, Leuenberger, Loetscher, Longet, Meier Werner, Meizoz, Morf, Nauer, Neukomm, Ott, Rie- sen-Freiburg, Rothen, Rubi, Vannay, Weber-Arbon, Zehn- der (31) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Anwendung von Herbiziden in der Landwirtschaft ist gesetzlich geregelt. Für nichtlandwirtschaftliche Flächen wie zum Beispiel Strassen- und Wegränder fehlt für Herbi- zide die entsprechende Zulassungsregelung. Es muss angenommen werden, dass eine Vielzahl von Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen im Strassenunterhalt zum Ein- satz kommen, die für die Landwirtschaft nicht zugelassen sind. Nichtlandwirtschaftliche Grünflächen an Verkehrswegen sind in den letzten Jahren zu Rückzugsgebieten für gefähr- dete Pflanzen- und Tierarten geworden, welche auf land- wirtschaftlich intensiv genutzten Flächen nicht überleben können. (Der Anteil der Grünflächen an Verkehrswegen beträgt in der Schweiz immerhin etwa 46 000 Hektaren.) Diese ökologischen Rückzugsgebiete sind nun leider zunehmend gefährdet durch den Einsatz von Herbiziden. Als Gründe für den Herbizideinsatz werden etwa angege- ben: Arbeitsersparnis und Arbeitserleichterung, Schäden an Bauten und Belägen, Sauberkeit und Ordentlichkeit. Gerade der letzte Grund scheint aber fragwürdig zu sein, wird doch vordergründige Sauberkeit und Ordentlichkeit durch eine Umweltverschmutzung mit giftigen und langlebi- gen Chemikalien erkauft. Etliche Gemeinden sind nach einem Aufruf des Bundesam- tes für Umweltschutz dazu übergegangen, auf den Herbi- zideinsatz zu verzichten. Trotzdem hat gesamthaft die im Strassenunterhalt angewendete Menge Herbizide in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Eine verbindliche Regelung drängt sich daher auf, wenn diese weitgehend unnötige Umweltbelastung eingeschränkt werden soll. Sowohl das Natur- und Heimatschutzgesetz als auch das Gewässerschutzgesetz bieten die nötigen Grundlagen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 82.530 Postulat der christlichdemokratischen Fraktion Erhaltung des Sprachfriedens. Bericht Postulat du groupe démocrate-chrétien Sauvegarde de la paix linguistique. Rapport Wortlaut des Postulats vom 29. September 1982 Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass die Erhaltung des Sprachfriedens auch in der Schweiz zu einem schwieri- gen Problem der Innenpolitik werden könnte. Um einer der- artigen Entwicklung rechtzeitig vorzubeugen, wird der Bun- desrat eingeladen, durch eine Expertenkommission einen Bericht über diese Thematik ausarbeiten zu lassen. Der Bericht soll die heutige Lage sowie eventuelle negative Ent- wicklungen analysieren und auch Vorschläge enthalten, wie der Bund mithelfen kann, das kostbare Gut des Sprachfrie- dens zu erhalten und zu fördern. Texte du postulat du 29 septembre 1982 De plus en plus de signes indiquent que la sauvegarde de la bonne entente entre groupes linguistiques pourrait aussi devenir un problème épineux de la politique intérieure de notre pays. Afin de parer à temps à une telle évolution, nous prions le Conseil fédéral de faire préparer un rapport sur cette question par une commission d'experts. Ce docu- ment devra comprendre une analyse de la situation actuelle et des éventuelles tendances négatives qui se font jour, et présenter des propositions indiquant comment la Confédé- ration peut contribuer à préserver et promouvoir la paix lin- guistique, ce bien précieux. Schriftliche Begründung - Développement par écrit Als die heutige Schweiz gegründet wurde, wirkte sich die sprachliche Pluralità! in keiner Weise als problematisch aus; weil die politischen, konfessionellen, kulturellen und wirt- schaftlichen Trennlinien quer durch die Sprachgebiete ver- liefen. Zudem vermochte das neue Republikbewusstsein alle Regionen geistig zu vereinen, und keines der Sprachge- biete verstand sich als ein Block, der sich gegen den ande- ren hätte abschirmen müssen. Der föderalistische Aufbau der Schweiz verhinderte zudem während Generationen die Bildung einer Frontstellung zwischen den Sprachregionen.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Mauch Herbizidanwendung im Strassenunterhalt Postulat Mauch Désherbants pour l'entretien des routes In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1983 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 82.924 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 18.03.1983 - 08:00 Date Data Seite 515-515 Page Pagina Ref. No 20 011 321 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.