Tarmed
Erwägungen (40 Absätze)
E. 1 Aquilana Versicherungen, Bruggerstrasse 46, 5401 Baden,
E. 2 Moove Sympany AG, Peter-Merian-Weg 4, 4002 Basel,
E. 3 SUPRA-1846 SA, Groupe Mutuel, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel,
E. 4 Einsiedler Krankenkasse, Kronenstrasse 19, Postfach 57, 8840 Einsiedeln,
E. 5 PROVITA Gesundheitsversicherung AG, c/o SWICA Krankenversicherung AG, Römerstrasse 38, 8400 Winterthur,
E. 6 Sumiswalder Krankenkasse, Spitalstrasse 47, 3454 Sumiswald,
E. 7 Genossenschaft Krankenkasse Steffisburg, Unterdorfstrasse 37, Postfach, 3612 Steffisburg,
E. 8 CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG, Bundesplatz 15, 6002 Luzern,
E. 9 Atupri Gesundheitsversicherung AG, Zieglerstrasse 29, Postfach, 3001 Bern,
E. 10 Avenir Krankenversicherung AG, Groupe Mutuel, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel,
E. 11 Krankenkasse Luzerner Hinterland, Luzernstrasse 19, 6144 Zell LU,
E. 12 ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG, Bahnhofstrasse 13, 7302 Landquart,
E. 13 Vivao Sympany AG, Peter Merian-Weg 4, 4002 Basel,
E. 14 Kolping Krankenkasse AG, c/o Sympany Services AG, Peter-Merian-Weg 4, 4052 Basel,
E. 15 Easy Sana Krankenversicherung AG, Groupe Mutuel, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel,
E. 16 Genossenschaft Glarner Krankenversicherung, Abläsch 8, Postfach, 8762 Schwanden GL,
E. 17 Cassa da malsauns LUMNEZIANA, Postfach 41, 7144 Vella,
E. 18 KLuG Krankenversicherung, Gubelstrasse 22, 6300 Zug,
E. 19 EGK Grundversicherungen AG, Birspark 1, 4242 Laufen,
E. 20 sanavals Gesundheitskasse, Valléstrasse 146E, Postfach 18, 7132 Vals,
E. 21 Genossenschaft KRANKENKASSE SLKK, Hofwiesenstrasse 370, Postfach 5652, 8050 Zürich,
E. 22 sodalis gesundheitsgruppe, Balfrinstrasse 15, 3930 Visp,
E. 23 vita surselva, Bahnhofstrasse 33, Postfach 217, 7130 Ilanz,
E. 24 Verein Krankenkasse Visperterminen, Dorfstrasse 66, 3932 Visperterminen,
E. 25 Caisse-maladie de la vallée d'Entremont société coopérative, Place centrale 5, 1937 Orsières,
E. 26 Krankenkasse Institut Ingenbohl, Kronenstrasse 19, Postfach 57, 8840 Einsiedeln,
E. 27 Stiftung Krankenkasse Wädenswil, Industriestrasse 15, 8820 Wädenswil,
E. 28 Krankenkasse Birchmeier, Hauptstrasse 22, 5444 Künten,
E. 29 Krankenkasse Stoffel Mels, Bahnhofstrasse 63, 8887 Mels,
E. 30 SWICA Krankenversicherung AG, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,
E. 31 Galenos AG, Militärstrasse 36, Postfach, 8021 Zürich,
E. 32 rhenusana, Widnauerstrasse 6, 9435 Heerbrugg,
E. 33 Mutuel Assurance Maladie SA, Groupe Mutuel, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel,
E. 34 AMB Assurances SA, Groupe Mutuel, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel,
E. 35 Philos Krankenversicherung AG, Groupe Mutuel, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel,
E. 36 Assura-Basis AG, Avenue Charles-Ferdinand-Ramuz 70, 1009 Pully,
E. 37 Visana AG, Weltpoststrasse 19, Postfach, 3000 Bern 16,
E. 38 Agrisano Krankenkasse AG, Laurstrasse 10, 5201 Brugg AG,
E. 39 sana24 AG, Weltpoststrasse 19, Postfach, 3000 Bern 16,
E. 40 vivacare AG, Weltpoststrasse 19, Postfach, 3000 Bern 16, alle vertreten durch tarifsuisse ag, Römerstrasse 20, Postfach 1561, 4500 Solothurn, diese wiederum vertreten durch MLaw Andreas Miescher, Rechtsanwalt, Aarejura Rechtsanwälte Solothurn AG, Bielstrasse 9, Postfach 130, 4502 Solothurn, Beschwerdeführerinnen, gegen Ärztegesellschaft Thurgau, Zeughausstrasse 16, 8500 Frauenfeld, vertreten durch Konferenz der Ostschweizer Ärztegesellschaften (K-OCH), Zustelladresse: c/o Dr. med. Jürg Lymann, Spitalstrasse 5, 8880 Walenstadt, diese wiederum vertreten durch Prof. Dr. iur. Urs Saxer, Rechtsanwalt, und Dr. iur. Katja Gfeller, Rechtsanwältin, Steinbrüchel Hüssy Rechtsanwälte, Grossmünsterplatz 8, 8001 Zürich, Beschwerdegegnerin, Regierungsrat des Kantons Thurgau, Regierungsgebäude, 8510 Frauenfeld, Vorinstanz. Gegenstand KVG, Festsetzung des zwischen den freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzten und der tarifsuisse ag geltenden TARMED-Taxpunktwertes ab 1. Januar 2019 (Beschluss des Regierungsrats des Kantons Thurgau Nr. 653 vom 21. November 2023). Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Regierungsrat des Kantons Thurgau (nachfolgend: Vorinstanz) mit Beschluss vom 21. November 2023 den TARMED-Taxpunktwert zwischen den freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzten im Kanton Thurgau und den von der tarifsuisse ag vertretenen Versicherern ab dem 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020 auf Fr. 0.83 (Dispositiv Ziff. 1) und für die Zeit ab 1. Januar 2021 auf Fr. 0.86 (Dispositiv Ziff. 2) hoheitlich festgesetzt (Beschluss Nr. 653 vom 21. November 2023) und gleichzeitig angeordnet hat, dass der mit Entscheid des Departements für Finanzen und Soziales des Kantons Thurgau vom 15. Januar 2019 angeordnete provisorische Taxpunktwert von Fr. 0.83 bis zur Rechtskraft des vorliegenden Regierungsratsbeschluss bzw. des definitiven Tarifs in Kraft bleibt (Dispositiv Ziff. 5), dass die von der tarifsuisse ag vertretenen Krankenversicherer (nachfolgende Beschwerdeführerinnen) gegen diesen Beschluss vom 21. November 2023 mit Eingabe vom 21. Dezember 2023 einzig insofern Beschwerde erhoben haben, als ab dem 1. Januar 2021 ein TARMED- Taxpunktwert von Fr. 0.86 festgesetzt worden ist (Dispositiv Ziff. 2), dass der von den Beschwerdeführerinnen mit Zwischenverfügung vom 9. Januar 2024 einverlangte Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- am 19. Januar 2024 bei der Gerichtskasse eingegangen ist (BVGer-act. 3 und 6), dass das Sistierungsgesuch der Ärztegesellschaft Thurgau (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 26. Januar 2024 mit Zwischenverfügung vom 23. Februar 2024 mangels Verhandlungs- und Vergleichsbereitschaft seitens der Beschwerdeführerinnen abgewiesen und infolgedessen der Schriftenwechsel fortgesetzt wurde (vgl. BVGer-act. 7, 12, 14), dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 25. März 2024 die Abweisung der Beschwerde beantragt hat (BVGer-act. 18), dass die Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort vom 27. März 2024 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde beantragt hat und in prozessualer Hinsicht um Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, eventualiter um Festsetzung eines Arbeitstarifs von Fr. 0.86 für die Dauer des Verfahrens ersucht hat (BVGer-act. 19), dass die prozessualen Anträge der Beschwerdegegnerin betreffend Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, eventualiter Festsetzung eines Arbeitstarifs von Fr. 0.86 für die Dauer des Verfahrens mit Zwischenverfügung vom 23. Mai 2024 abgewiesen wurden (BVGer-act. 27), dass den Verfahrensbeteiligten in der Folge nach Vorliegen der Stellungnahme der Preisüberwachung vom 28. Juni 2024 sowie der Stellungnahme des BAG vom 8. August 2024 mit Verfügung vom 16. August 2024 Frist zur Einreichung von Schlussbemerkungen innert 30 Tagen ab Erhalt der Verfügung gesetzt wurde (vgl. BVGer-act. 30, 32, 33), dass innert dieser angesetzten Frist alle Verfahrensbeteiligte mit Eingaben vom 5. respektive vom 6. September 2024 übereinstimmend beantragten, das vorliegende Beschwerdeverfahren sei bis zum 4. November 2024 zu sistieren, weil zwischen den Beschwerdeführerinnen und der Beschwerdegegnerin aussergerichtliche Tarifgespräche geführt werden und sich eine aussergerichtliche Einigung über den Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens abzeichnet (vgl. BVGer-act. 37, 38, 39), dass der Instruktionsrichter mit verfahrensleitender Verfügung vom 10. September 2024 das vorliegende Beschwerdeverfahren antragsgemäss vorläufig bis am 4. November 2024 sistiert hat (BVGer-act. 40), dass der Instruktionsrichter die Sistierung auf entsprechende übereinstimmende Gesuche der Beschwerdeführerinnen vom 28. Oktober 2024 und der Beschwerdegegnerin vom 30. Oktober 2024 hin mit Instruktionsverfügung vom 13. November 2024 bis zum 31. Dezember 2024 verlängert hat (BVGer-act. 41, 42, 44), dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 5. November 2024 eine Kopie des Genehmigungsentscheids vom 5. November 2024 vorlegte (Beschluss Nr. 721), die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom 20. November 2024 die Abschreibung des Verfahrens zufolge regierungsrätlich genehmigter Tarifeinigung beantragt haben und sich die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 25. November 2024 mit der Verfahrensabschreibung einverstanden erklärt hat (BVGer-act. 43, 45, 46), dass im System der Tarifgestaltung des Bundesgesetzes über die obligatorische Krankenpflegeversicherung Tarifverträge die Regel und die hoheitliche Tariffestsetzungen die Ausnahme bilden sollen, was bereits aus dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 4, Art. 47 Abs. 1 und Art. 49 KVG (vgl. auch BVGE 2013/8 E. 2.4.6) erhellt (BVGE 2014/37 E. 3.5.1), dass das Primat des Tarifvertrages bereits in der Botschaft des Bundesrats vom 6. November 1991 über die Revision der Krankenversicherung (BBl 1992 I 93 ff.; nachfolgend: Botschaft KVG 1991) hervorgehoben wurde (vgl. S. 172 und 178) und mit dem KVG die Vertragsfreiheit zwischen Versicherungsträgern und Leistungserbringern gestärkt werden sollte (Botschaft KVG 1991, S. 118 und 179) (BVGE 2014/37 E. 3.5.1), dass der Bundesrat in seiner Rechtsprechung festhielt, dass dieses der vertraglichen Vereinbarung von Tarifen den klaren Vorrang einräumende System den Tarifpartnern gestattet, während eines vertragslosen Zustandes jederzeit Tarife zu vereinbaren; dass es den Parteien daher nicht verwehrt sei, auch während eines hängigen Beschwerdeverfahrens Vertragsverhandlungen zu führen und einen Vertrag abzuschliessen (RKUV 3/2002 E. II 2 S. 214), dass der Bundesrat weiter erwog, dass wenn die Kantonsregierung einen solchen Vertrag genehmigt, das normalerweise zur Folge habe, dass die Beschwerde gegenstandslos werde, falls der zeitliche Geltungsbereich der festgesetzten Tarife sich mit jenem der vertraglichen Vereinbarung deckt (RKUV 3/2002 E. II 2 S. 214), dass der hoheitlich festgesetzte Tarif rechtsprechungsgemäss gegenstandlos wird, sobald ein neuer Tarif vereinbart und genehmigt wird (Urteil des Bundesverwaltungsgericht C-1918/2018 vom 9. Juli 2019 E. 5.9 mit Hinweis auf BVGE 2011/61 E. 6.10.4 m.w.H.), dass die Vorinstanz mit Beschluss Nr. 721 vom 5. November 2024 den zwischen den von der tarifsuisse ag vertretenen Krankenversicherer und der Ärztegesellschaft Thurgau, der Ärztegesellschaft des Kantons St. Gallen, der Appenzellischen Ärztegesellschaft, der Kantonalen Ärztegesellschaft Schaffhausen, der Glarner Ärztegesellschaft und dem Bündner Ärzteverein am 19./27./30. September 2024 bzw. 3./4./14. Oktober 2024 pendente lite abgeschlossenen neuen Tarifvertrag antragsgemäss und rückwirkend (soweit dieser den Kanton Thurgau betrifft) ab 1. Januar 2019 genehmigt hat, womit für den Zeitraum 1. Januar 2019 bis 30. September 2024 rückwirkend ein vereinbarter und genehmigter TARMED-Taxpunktwert von Fr. 0.83 gilt, ab 1. Oktober 2024 bis 31. Dezember 2024 ein solcher von Fr. 0.89 und ab 1. Januar 2025 ein solcher von Fr. 0.86, dass angesichts der erfolgten Genehmigung des von den Parteien geschlossenen neuen Tarifvertrags durch den Regierungsrat des Kantons Thurgau vom 5. November 2024 die Sistierung des vorliegenden Verfahrens aufzuheben ist, dass gemäss dargestellter Rechtslage das vorliegende Beschwerdeverfahren im einzelrichterlichen Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 lit. a VGG), dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]), wobei Vorinstanzen keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG), dass die Verfahrenskosten gemäss Art. 6 lit. a VGKE ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn das Rechtsmittel ohne erheblichen Aufwand für das Gericht durch Rückzug oder Vergleich erledigt wird, dass die Verfahrenskosten mit Blick auf das durchgeführte Instruktionsverfahren mit der Behandlung mehrerer Sistierungsgesuche und deren Verlängerung sowie prozessualer Anträge (Antrag auf einen Arbeitstarif für die Dauer des Verfahrens, Antrag auf Entzug der aufschiebenden Wirkung), dem Einholen von Fachberichten (Preisüberwacher, BAG) und dem fast vollständig durchgeführten Schriftenwechsel nur teilweise erlassen werden können, weil nicht mehr von einem unerheblichen Aufwand ausgegangen werden kann, dass die reduzierten Verfahrenskosten auf Fr. 2'000.- festzusetzen sind, dass die Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens Folge der zwischen den Tarifparteien erzielten Einigung ist und damit sowohl von den Beschwerdeführerinnen als auch der Beschwerdegegnerin als Tarifparteien bewirkt worden ist, weshalb ihnen die Verfahrenskosten je zur Hälfte aufzuerlegen sind, dass der von den Beschwerdeführerinnen zu tragende Anteil an den Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- zu entnehmen und der Restbetrag von Fr. 4'000.- zurückzuerstatten ist, dass bei diesem Verfahrensausgang die Parteikosten wettgeschlagen werden, wobei der Vorinstanz keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE), dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, gemäss Art. 83 Bst. r BGG unzulässig und das vorliegende Urteil somit endgültig ist (vgl. auch BGE 141 V 361).
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
Bundesverwaltungsgericht Tribunal administratif fédéral Tribunale amministrativo federale Tribunal administrativ federal Abteilung III C-7131/2023 Urteil vom 13. Januar 2025 Besetzung Einzelrichter Christoph Rohrer, Gerichtsschreiber Milan Lazic. Parteien
1. Aquilana Versicherungen, Bruggerstrasse 46, 5401 Baden,
2. Moove Sympany AG, Peter-Merian-Weg 4, 4002 Basel,
3. SUPRA-1846 SA, Groupe Mutuel, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel,
4. Einsiedler Krankenkasse, Kronenstrasse 19, Postfach 57, 8840 Einsiedeln,
5. PROVITA Gesundheitsversicherung AG, c/o SWICA Krankenversicherung AG, Römerstrasse 38, 8400 Winterthur,
6. Sumiswalder Krankenkasse, Spitalstrasse 47, 3454 Sumiswald,
7. Genossenschaft Krankenkasse Steffisburg, Unterdorfstrasse 37, Postfach, 3612 Steffisburg,
8. CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG, Bundesplatz 15, 6002 Luzern,
9. Atupri Gesundheitsversicherung AG, Zieglerstrasse 29, Postfach, 3001 Bern,
10. Avenir Krankenversicherung AG, Groupe Mutuel, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel,
11. Krankenkasse Luzerner Hinterland, Luzernstrasse 19, 6144 Zell LU,
12. ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG, Bahnhofstrasse 13, 7302 Landquart,
13. Vivao Sympany AG, Peter Merian-Weg 4, 4002 Basel,
14. Kolping Krankenkasse AG, c/o Sympany Services AG, Peter-Merian-Weg 4, 4052 Basel,
15. Easy Sana Krankenversicherung AG, Groupe Mutuel, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel,
16. Genossenschaft Glarner Krankenversicherung, Abläsch 8, Postfach, 8762 Schwanden GL,
17. Cassa da malsauns LUMNEZIANA, Postfach 41, 7144 Vella,
18. KLuG Krankenversicherung, Gubelstrasse 22, 6300 Zug,
19. EGK Grundversicherungen AG, Birspark 1, 4242 Laufen,
20. sanavals Gesundheitskasse, Valléstrasse 146E, Postfach 18, 7132 Vals,
21. Genossenschaft KRANKENKASSE SLKK, Hofwiesenstrasse 370, Postfach 5652, 8050 Zürich,
22. sodalis gesundheitsgruppe, Balfrinstrasse 15, 3930 Visp,
23. vita surselva, Bahnhofstrasse 33, Postfach 217, 7130 Ilanz,
24. Verein Krankenkasse Visperterminen, Dorfstrasse 66, 3932 Visperterminen,
25. Caisse-maladie de la vallée d'Entremont société coopérative, Place centrale 5, 1937 Orsières,
26. Krankenkasse Institut Ingenbohl, Kronenstrasse 19, Postfach 57, 8840 Einsiedeln,
27. Stiftung Krankenkasse Wädenswil, Industriestrasse 15, 8820 Wädenswil,
28. Krankenkasse Birchmeier, Hauptstrasse 22, 5444 Künten,
29. Krankenkasse Stoffel Mels, Bahnhofstrasse 63, 8887 Mels,
30. SWICA Krankenversicherung AG, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,
31. Galenos AG, Militärstrasse 36, Postfach, 8021 Zürich,
32. rhenusana, Widnauerstrasse 6, 9435 Heerbrugg,
33. Mutuel Assurance Maladie SA, Groupe Mutuel, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel,
34. AMB Assurances SA, Groupe Mutuel, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel,
35. Philos Krankenversicherung AG, Groupe Mutuel, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel,
36. Assura-Basis AG, Avenue Charles-Ferdinand-Ramuz 70, 1009 Pully,
37. Visana AG, Weltpoststrasse 19, Postfach, 3000 Bern 16,
38. Agrisano Krankenkasse AG, Laurstrasse 10, 5201 Brugg AG,
39. sana24 AG, Weltpoststrasse 19, Postfach, 3000 Bern 16,
40. vivacare AG, Weltpoststrasse 19, Postfach, 3000 Bern 16, alle vertreten durch tarifsuisse ag, Römerstrasse 20, Postfach 1561, 4500 Solothurn, diese wiederum vertreten durch MLaw Andreas Miescher, Rechtsanwalt, Aarejura Rechtsanwälte Solothurn AG, Bielstrasse 9, Postfach 130, 4502 Solothurn, Beschwerdeführerinnen, gegen Ärztegesellschaft Thurgau, Zeughausstrasse 16, 8500 Frauenfeld, vertreten durch Konferenz der Ostschweizer Ärztegesellschaften (K-OCH), Zustelladresse: c/o Dr. med. Jürg Lymann, Spitalstrasse 5, 8880 Walenstadt, diese wiederum vertreten durch Prof. Dr. iur. Urs Saxer, Rechtsanwalt, und Dr. iur. Katja Gfeller, Rechtsanwältin, Steinbrüchel Hüssy Rechtsanwälte, Grossmünsterplatz 8, 8001 Zürich, Beschwerdegegnerin, Regierungsrat des Kantons Thurgau, Regierungsgebäude, 8510 Frauenfeld, Vorinstanz. Gegenstand KVG, Festsetzung des zwischen den freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzten und der tarifsuisse ag geltenden TARMED-Taxpunktwertes ab 1. Januar 2019 (Beschluss des Regierungsrats des Kantons Thurgau Nr. 653 vom 21. November 2023). Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Regierungsrat des Kantons Thurgau (nachfolgend: Vorinstanz) mit Beschluss vom 21. November 2023 den TARMED-Taxpunktwert zwischen den freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzten im Kanton Thurgau und den von der tarifsuisse ag vertretenen Versicherern ab dem 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020 auf Fr. 0.83 (Dispositiv Ziff. 1) und für die Zeit ab 1. Januar 2021 auf Fr. 0.86 (Dispositiv Ziff. 2) hoheitlich festgesetzt (Beschluss Nr. 653 vom 21. November 2023) und gleichzeitig angeordnet hat, dass der mit Entscheid des Departements für Finanzen und Soziales des Kantons Thurgau vom 15. Januar 2019 angeordnete provisorische Taxpunktwert von Fr. 0.83 bis zur Rechtskraft des vorliegenden Regierungsratsbeschluss bzw. des definitiven Tarifs in Kraft bleibt (Dispositiv Ziff. 5), dass die von der tarifsuisse ag vertretenen Krankenversicherer (nachfolgende Beschwerdeführerinnen) gegen diesen Beschluss vom 21. November 2023 mit Eingabe vom 21. Dezember 2023 einzig insofern Beschwerde erhoben haben, als ab dem 1. Januar 2021 ein TARMED- Taxpunktwert von Fr. 0.86 festgesetzt worden ist (Dispositiv Ziff. 2), dass der von den Beschwerdeführerinnen mit Zwischenverfügung vom 9. Januar 2024 einverlangte Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- am 19. Januar 2024 bei der Gerichtskasse eingegangen ist (BVGer-act. 3 und 6), dass das Sistierungsgesuch der Ärztegesellschaft Thurgau (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 26. Januar 2024 mit Zwischenverfügung vom 23. Februar 2024 mangels Verhandlungs- und Vergleichsbereitschaft seitens der Beschwerdeführerinnen abgewiesen und infolgedessen der Schriftenwechsel fortgesetzt wurde (vgl. BVGer-act. 7, 12, 14), dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 25. März 2024 die Abweisung der Beschwerde beantragt hat (BVGer-act. 18), dass die Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort vom 27. März 2024 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde beantragt hat und in prozessualer Hinsicht um Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, eventualiter um Festsetzung eines Arbeitstarifs von Fr. 0.86 für die Dauer des Verfahrens ersucht hat (BVGer-act. 19), dass die prozessualen Anträge der Beschwerdegegnerin betreffend Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, eventualiter Festsetzung eines Arbeitstarifs von Fr. 0.86 für die Dauer des Verfahrens mit Zwischenverfügung vom 23. Mai 2024 abgewiesen wurden (BVGer-act. 27), dass den Verfahrensbeteiligten in der Folge nach Vorliegen der Stellungnahme der Preisüberwachung vom 28. Juni 2024 sowie der Stellungnahme des BAG vom 8. August 2024 mit Verfügung vom 16. August 2024 Frist zur Einreichung von Schlussbemerkungen innert 30 Tagen ab Erhalt der Verfügung gesetzt wurde (vgl. BVGer-act. 30, 32, 33), dass innert dieser angesetzten Frist alle Verfahrensbeteiligte mit Eingaben vom 5. respektive vom 6. September 2024 übereinstimmend beantragten, das vorliegende Beschwerdeverfahren sei bis zum 4. November 2024 zu sistieren, weil zwischen den Beschwerdeführerinnen und der Beschwerdegegnerin aussergerichtliche Tarifgespräche geführt werden und sich eine aussergerichtliche Einigung über den Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens abzeichnet (vgl. BVGer-act. 37, 38, 39), dass der Instruktionsrichter mit verfahrensleitender Verfügung vom 10. September 2024 das vorliegende Beschwerdeverfahren antragsgemäss vorläufig bis am 4. November 2024 sistiert hat (BVGer-act. 40), dass der Instruktionsrichter die Sistierung auf entsprechende übereinstimmende Gesuche der Beschwerdeführerinnen vom 28. Oktober 2024 und der Beschwerdegegnerin vom 30. Oktober 2024 hin mit Instruktionsverfügung vom 13. November 2024 bis zum 31. Dezember 2024 verlängert hat (BVGer-act. 41, 42, 44), dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 5. November 2024 eine Kopie des Genehmigungsentscheids vom 5. November 2024 vorlegte (Beschluss Nr. 721), die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom 20. November 2024 die Abschreibung des Verfahrens zufolge regierungsrätlich genehmigter Tarifeinigung beantragt haben und sich die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 25. November 2024 mit der Verfahrensabschreibung einverstanden erklärt hat (BVGer-act. 43, 45, 46), dass im System der Tarifgestaltung des Bundesgesetzes über die obligatorische Krankenpflegeversicherung Tarifverträge die Regel und die hoheitliche Tariffestsetzungen die Ausnahme bilden sollen, was bereits aus dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 4, Art. 47 Abs. 1 und Art. 49 KVG (vgl. auch BVGE 2013/8 E. 2.4.6) erhellt (BVGE 2014/37 E. 3.5.1), dass das Primat des Tarifvertrages bereits in der Botschaft des Bundesrats vom 6. November 1991 über die Revision der Krankenversicherung (BBl 1992 I 93 ff.; nachfolgend: Botschaft KVG 1991) hervorgehoben wurde (vgl. S. 172 und 178) und mit dem KVG die Vertragsfreiheit zwischen Versicherungsträgern und Leistungserbringern gestärkt werden sollte (Botschaft KVG 1991, S. 118 und 179) (BVGE 2014/37 E. 3.5.1), dass der Bundesrat in seiner Rechtsprechung festhielt, dass dieses der vertraglichen Vereinbarung von Tarifen den klaren Vorrang einräumende System den Tarifpartnern gestattet, während eines vertragslosen Zustandes jederzeit Tarife zu vereinbaren; dass es den Parteien daher nicht verwehrt sei, auch während eines hängigen Beschwerdeverfahrens Vertragsverhandlungen zu führen und einen Vertrag abzuschliessen (RKUV 3/2002 E. II 2 S. 214), dass der Bundesrat weiter erwog, dass wenn die Kantonsregierung einen solchen Vertrag genehmigt, das normalerweise zur Folge habe, dass die Beschwerde gegenstandslos werde, falls der zeitliche Geltungsbereich der festgesetzten Tarife sich mit jenem der vertraglichen Vereinbarung deckt (RKUV 3/2002 E. II 2 S. 214), dass der hoheitlich festgesetzte Tarif rechtsprechungsgemäss gegenstandlos wird, sobald ein neuer Tarif vereinbart und genehmigt wird (Urteil des Bundesverwaltungsgericht C-1918/2018 vom 9. Juli 2019 E. 5.9 mit Hinweis auf BVGE 2011/61 E. 6.10.4 m.w.H.), dass die Vorinstanz mit Beschluss Nr. 721 vom 5. November 2024 den zwischen den von der tarifsuisse ag vertretenen Krankenversicherer und der Ärztegesellschaft Thurgau, der Ärztegesellschaft des Kantons St. Gallen, der Appenzellischen Ärztegesellschaft, der Kantonalen Ärztegesellschaft Schaffhausen, der Glarner Ärztegesellschaft und dem Bündner Ärzteverein am 19./27./30. September 2024 bzw. 3./4./14. Oktober 2024 pendente lite abgeschlossenen neuen Tarifvertrag antragsgemäss und rückwirkend (soweit dieser den Kanton Thurgau betrifft) ab 1. Januar 2019 genehmigt hat, womit für den Zeitraum 1. Januar 2019 bis 30. September 2024 rückwirkend ein vereinbarter und genehmigter TARMED-Taxpunktwert von Fr. 0.83 gilt, ab 1. Oktober 2024 bis 31. Dezember 2024 ein solcher von Fr. 0.89 und ab 1. Januar 2025 ein solcher von Fr. 0.86, dass angesichts der erfolgten Genehmigung des von den Parteien geschlossenen neuen Tarifvertrags durch den Regierungsrat des Kantons Thurgau vom 5. November 2024 die Sistierung des vorliegenden Verfahrens aufzuheben ist, dass gemäss dargestellter Rechtslage das vorliegende Beschwerdeverfahren im einzelrichterlichen Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 lit. a VGG), dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]), wobei Vorinstanzen keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG), dass die Verfahrenskosten gemäss Art. 6 lit. a VGKE ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn das Rechtsmittel ohne erheblichen Aufwand für das Gericht durch Rückzug oder Vergleich erledigt wird, dass die Verfahrenskosten mit Blick auf das durchgeführte Instruktionsverfahren mit der Behandlung mehrerer Sistierungsgesuche und deren Verlängerung sowie prozessualer Anträge (Antrag auf einen Arbeitstarif für die Dauer des Verfahrens, Antrag auf Entzug der aufschiebenden Wirkung), dem Einholen von Fachberichten (Preisüberwacher, BAG) und dem fast vollständig durchgeführten Schriftenwechsel nur teilweise erlassen werden können, weil nicht mehr von einem unerheblichen Aufwand ausgegangen werden kann, dass die reduzierten Verfahrenskosten auf Fr. 2'000.- festzusetzen sind, dass die Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens Folge der zwischen den Tarifparteien erzielten Einigung ist und damit sowohl von den Beschwerdeführerinnen als auch der Beschwerdegegnerin als Tarifparteien bewirkt worden ist, weshalb ihnen die Verfahrenskosten je zur Hälfte aufzuerlegen sind, dass der von den Beschwerdeführerinnen zu tragende Anteil an den Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- zu entnehmen und der Restbetrag von Fr. 4'000.- zurückzuerstatten ist, dass bei diesem Verfahrensausgang die Parteikosten wettgeschlagen werden, wobei der Vorinstanz keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE), dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, gemäss Art. 83 Bst. r BGG unzulässig und das vorliegende Urteil somit endgültig ist (vgl. auch BGE 141 V 361). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1. Die Sistierung des vorliegenden Verfahrens wird aufgehoben.
2. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
3. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.- werden je zur Hälfte den Beschwerdeführerinnen und der Beschwerdegegnerin auferlegt. Der von den Beschwerdeführerinnen zu tragende Anteil an den Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- wird dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- entnommen. Der Restbetrag von Fr. 4'000.- wird zurückerstattet. Die Beschwerdegegnerin hat innert 30 Tagen ab Erhalt des vorliegenden Urteils Fr. 1'000.- zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen.
4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.
5. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerinnen, die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Christoph Rohrer Milan Lazic Versand: