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C-3987/2022

Bundesverwaltungsgericht · 2022-08-09 · Deutsch CH

Zwangsanschluss an die Auffangeinrichtung | Berufliche Vorsorge, Zwangsanschluss, Verfügung der Stiftung Auffangeinrichtung BVG vom 9. August 2022

Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Bundesverwal tungsgeri cht T ri bunal admi ni strati f fédéral T ri bunal e amm ini strati vo federal e T ri bunal admi ni strati v federal

Abteilung III C-3987/2022

A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d v o m 1 5 . S e p t e m b e r 2 0 2 3 Besetzung Einzelrichterin Viktoria Helfenstein, Gerichtsschreiber Roger Stalder. Parteien A._______ GmbH, (Schweiz), vertreten durch lic. iur. Simon Krauter, Rechtsanwalt, Beschwerdeführerin,

gegen Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Recht & Compliance, Vorinstanz.

Gegenstand Berufliche Vorsorge, Zwangsanschluss, Verfügung der Stiftung Auffangeinrichtung BVG vom 9. August 2022.

C-3987/2022 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (im Folgenden: Auffangeinrich- tung oder Vorinstanz) am 9. August 2022 eine Verfügung erlassen hat, mit welcher sie den am 22. August 2019 verfügten Zwangsanschluss betref- fend die A._______ GmbH (im Folgenden: Beschwerdeführerin) aufgeho- ben und in einen Zwangsanschluss ab 1. Januar 2019 umgewandelt hat (Akten des Bundesverwaltungsgerichts [im Folgenden: BVGer-act.] 1 Bei- lage 6), dass die Beschwerdeführerin hiergegen beim Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 12. September 2022 Beschwerde erhoben und unter an- derem beantragt hat, die Verfügung vom 9. August 2022 sei vollumgänglich aufzuheben (BVGer-act. 1), dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 14. September 2022 aufgefordert worden ist, innert Frist einen Kostenvorschuss von Fr. 800.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten (BVGer-act. 2 und 3), dass dieser Aufforderung fristgerecht nachgekommen worden ist (BVGer- act. 4), dass Rechtsanwalt Simon Krauter dem Bundesverwaltungsgericht mit Da- tum vom 14. November 2022 angezeigt hat, dass er von der Beschwerde- führerin mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt worden sei (BVGer- act. 6), dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 12. Dezember 2022 – soweit darauf einzutreten sei – die vollumfängliche Abweisung der Be- schwerde vom 12. September 2022 beantragt hat (BVGer-act. 9), dass mit prozessleitender Verfügung vom 16. Dezember 2022 dem Akten- einsichtsgesuch des Rechtsvertreters vom 14. November entsprochen worden ist (BVGer-act. 10), dass der Rechtsvertreter in der Beilage der Eingabe vom 13. März 2023 die zur Einsichtnahme überlassenen Verfahrensakten fristgerecht dem Bundesverwaltungsgericht retourniert und auf eine weitergehende Stel- lungnahme verzichtet hat (BVGer-act. 15),

C-3987/2022 Seite 3 dass die Instruktionsrichterin mit prozessleitender Verfügung vom 15. März 2023 den Schriftenwechsel unter dem Vorbehalt weiterer Instruktions- massnahmen abgeschlossen hat (BVGer-act. 16), dass der Rechtsvertreter dem Bundesverwaltungsgericht – unter Beilage des Kurzbriefes der Beschwerdeführerin vom 7. September 2023 – am

11. September 2023 mitgeteilt hat, dass die Beschwerde zurückgezogen werde (BVGer-act. 17), dass die Beschwerdeführerin somit schriftlich und vorbehaltlos den Rück- zug ihrer Beschwerde hat erklären lassen, dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem Ver- waltungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) richtet, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG), dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 VGG Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, dass die Vorinstanz eine Behörde im Sinne von Art. 33 VGG ist, zumal sie öffentlich-rechtliche Aufgaben des Bundes erfüllt (Art. 33 Bst. h VGG in Verbindung mit Art. 60 Abs. 2bis des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 1982 [BVG; SR 831.40]), dass demnach das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Be- schwerde zuständig ist und vorliegend – was das Sachgebiet angeht – keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist (Art. 32 VGG), auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, weshalb auf die Be- schwerde vom 12. September 2022 einzutreten ist, dass zufolge des am 11. September 2023 schriftlich und vorbehaltlos er- klärten Rückzugs (BVGer-act. 17) das Beschwerdeverfahren im einzelrich- terlichen Verfahren als durch Rückzug gegenstandslos geworden abzu- schreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), dass gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG das Beschwerdeverfahren vor dem Bun- desverwaltungsgericht kostenpflichtig ist,

C-3987/2022 Seite 4 dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei aufzuerlegen sind, de- ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass sich die Gerichtsgebühr nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsa- che, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien bemisst (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 VGKE), dass bei einer Erledigung in frühem Verfahrensstadium mangels erhebli- chen Aufwands des Bundesverwaltungsgerichts jedoch von der Erhebung von Verfahrenskosten abgesehen werden kann (Art. 6 Bst. a VGKE), dass daher der Beschwerdeführerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind und ihr der geleistete Verfahrenskostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuer- statten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigungen zu- zusprechen sind (Art. 7 Abs. 3 und 4 VGKE).

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs als gegenstandslos ge- worden abgeschrieben. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh- rerin geleistete Verfahrenskostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- wird dieser nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstat- tet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieser Entscheid geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz, das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) und die Oberaufsichtskommis- sion Berufliche Vorsorge (OAK BV).

C-3987/2022 Seite 5 Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Viktoria Helfenstein Roger Stalder

Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich- rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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