Verwaltungsstrafrecht; Gerichtskosten; gesetzliche Grundlage.
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
TPF 2011 25
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7. Auszug aus dem Entscheid der I. Beschwerdekammer in Sachen A. gegen Eidgenössische Spielbankenkommission vom 28. Januar 2011 (BV.2010.78)
Verwaltungsstrafrecht; Gerichtskosten; gesetzliche Grundlage.
Art. 25 Abs. 4 VStrR, Art. 73 StBOG
Die seit dem 1. Januar 2011 für das Beschwerdeverfahren im Verwaltungsstrafrecht anwendbaren Bestimmungen sehen keine Regelung zur Verteilung der Gerichtskosten mehr vor. Ergänzend anzuwenden ist daher die Regelung des BGG, was auch der bisherigen gesetzlichen Ordnung entspricht (E. 3).
Droit pénal administratif; frais de justice; base légale.
Art. 25 al. 4 DPA, art. 73 LOAP
Les dispositions sur la procédure de recours en matière de droit pénal administratif en vigueur depuis le 1er janvier 2011 ne prévoient plus aucune réglementation relative à la répartition des frais de justice. En conséquence, les règles de la LTF doivent être appliquées à titre supplétif, ce qui correspond par ailleurs à la réglementation légale appliquée jusqu'à présent (consid. 3)
Diritto penale amministrativo; spese giudiziarie; base legale.
Art. 25 cpv. 4 DPA, art. 73 LOAP
Le disposizioni in vigore dal 1. gennaio 2011 sulla procedura ricorsuale in ambito di diritto penale amministrativo non prevedono più una regolamentazione sull’accollamento delle spese giudiziarie. La lacuna va pertanto colmata richiamando le relative disposizioni della LTF, le quali corrispondono a quelle precedentemente in vigore (consid. 3).
Zusammenfassung des Sachverhalts:
A. führte bei der I. Beschwerdekammer Beschwerde gegen die von der Eidgenössischen Spielbankenkommission verfügte Beschlagnahme von bei ihm sichergestelltem Bargeld und weiteren Gegenständen.
Die I. Beschwerdekammer wies die Beschwerde ab und auferlegte dem Beschwerdeführer die Gerichtskosten.
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Aus den Erwägungen:
3. Gemäss Art. 25 Abs. 4 VStrR richtet sich die Kostenpflicht im Beschwerdeverfahren vor der I. Beschwerdekammer nach Art. 73 StBOG; Art. 73 StBOG verweist seinerseits auf das Reglement des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162), welches gemäss seinem Art. 22 Abs. 3 grundsätzlich auch auf Verfahren Anwendung findet, die im Zeitpunkt seines Inkrafttretens hängig sind. Da dem BStKR jedoch keine Regelung über die Verteilung der Gerichtskosten zu entnehmen ist, ist ergänzend die Regelung des BGG anzuwenden, was auch der bisherigen gesetzlichen Regelung entspricht (siehe dazu beispielsweise den Entscheid des Bundesstrafgerichts BV.2010.79 vom 10. Dezember 2010). Als unterliegende Partei hat somit der Beschwerdeführer die Kosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG analog). (…)
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8. Auszug aus dem Beschluss der Strafkammer in Sachen Bundesanwaltschaft und Privatklägerinnen gegen B. und Konsorten vom
11. Februar 2011 (SK.2010.28/SK.2011.3)
Sistierung des Verfahrens; unbekannter Aufenthalt der beschuldigten Person.
Art. 314 Abs. 1 lit. a, 329 Abs. 2 StPO
Das Gericht kann nach der Anklageerhebung das Verfahren sistieren, wenn der Aufenthalt der beschuldigten Person unbekannt ist.
Suspension de la procédure; lieu de séjour du prévenu est inconnu.
Art. 314 al. 1 let. a, 329 al. 2 CPP
Après la mise en accusation, le tribunal peut suspendre la procédure lorsque le lieu de séjour du prévenu est inconnu.