Einsatz eines verdeckten Ermittlers im Rahmen der internationalen Rechtshilfe; gesetzliche Grundlage; Vorbehalt bzw. Auflage.
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TPF 2005 212 212 ventive et a été mis en situation de se prononcer à ce sujet. Exiger que l'au- torité de recours examine le dossier dans son intégralité conduirait à rendre des décisions qui pourraient par définition être biaisées puisqu'il ne serait pas possible, en raison d'un risque de collusion, de se référer à tous les élé- ments du dossier. En vertu du principe de l'égalité des armes, et pour res- pecter l'impartialité qui doit être la sienne lorsqu'elle est appelée à statuer sur des mesures de contrainte, la Cour des plaintes s'est toujours interdit de prendre connaissance de pièces auxquelles l'inculpé n'avait pas accès. Il appartient au MPC d'adapter sa stratégie à la situation, soit d'ouvrir plus largement le dossier à la consultation de manière à produire suffisamment d'éléments pour convaincre l'autorité chargée d'examiner sa décision, ou alors de prendre le risque de ne pas être suivi si les éléments allégués ne sont pas établis avec assez de vraisemblance. En l'espèce, le dossier remis par le MPC était suffisant et c'est à juste titre que le JIF n'a pas souhaité examiner les éléments auxquels l'inculpé et son défenseur n'ont pas accès. Le recours est donc également mal fondé sur ce point. TPF 2005 212
55. Auszug aus dem Entscheid des Präsidenten der Beschwerdekammer im Rechtshilfeverfahren gegen A. und Mitbeteiligte vom 14. Dezember 2005 (VE.2005.12) Einsatz eines verdeckten Ermittlers im Rahmen der internationalen Rechtshilfe; gesetzliche Grundlage; Vorbehalt bzw. Auflage. Art. 4, 5, 15, 18 Abs. 1, 2 und 4 BVE, Art. 17 Abs. 1 des Vertrages vom
27. April 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bun- desrepublik Deutschland über die grenzüberschreitende polizeiliche und justi- tielle Zusammenarbeit (Schweizerisch-deutscher Polizeivertrag) Gesetzliche Grundlage für den Einsatz eines verdeckten Ermittlers im Rahmen der internationalen Rechtshilfe bildet das Staatsvertragsrecht, vorliegend der Schweizerisch-deutsche Polizeivertrag. Beim Einsatz eines ausländischen Ermittlers ist zu prüfen, ob die Vorausset- zungen für die Ernennung nach Art. 5 BVE erfüllt sind.
TPF 2005 212 213 Bei unvollständigen Gesuchsunterlagen kann die Genehmigung unter dem Vorbehalt bzw. der Auflage erteilt werden, dass die eingereichten Akten er- gänzt werden. Intervention d’un agent infiltré dans le cadre de l’entraide judiciaire internatio- nale; base légale; réserve, resp. condition. Art. 4, 5, 15, 18 al. 1, 2 et 4 LFIS, art. 17 al. 1 de l'accord du 27 avril 1999 entre la Confédération suisse et la République fédérale d’Allemagne relatif à la coo- pération transfrontalière en matière policière et judiciaire (Accord entre la Suisse et l’Allemagne en matière de police) Le droit international public, en l’espèce l’Accord entre la Suisse et l’Alle- magne en matière de police, constitue la base légale pour l’intervention d’un agent infiltré dans le cadre de l’entraide judiciaire internationale. En cas d’intervention d’un enquêteur étranger, il faut vérifier si les conditions de désignation au sens de l’art. 5 LFIS sont remplies. Si les pièces annexées à la requête sont incomplètes, l’autorisation peut être accordée, sous réserve, resp. à condition que la documentation soit complétée. Intervento di un agente infiltrato nel quadro dell’assistenza internazionale in materia penale; base legale; riserva risp. condizione. Art. 4, 5, 15, 18 cpv. 1, 2 e 4 LFIM, art. 17 cpv. 1 dell’Accordo del 27 aprile 1999 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica federale di Germania sulla cooperazione transfrontaliera in materia di polizia e giudiziaria (Accordo di polizia tra Svizzera e Germania) La base legale per l’intervento di un agente infiltrato nel quadro dell’assistenza internazionale in materia penale è costituita dal diritto internazionale, nel pre- sente caso dall’Accordo di polizia tra Svizzera e Germania. A proposito dell’intervento di un agente straniero occorre verificare se le con- dizioni per la designazione secondo l’art. 5 LFIM sono adempiute. Se i documenti allegati alla domanda sono incompleti, l’approvazione può esse- re rilasciata con la riserva o alla condizione che gli atti vengano completati. Zusammenfassung des Sachverhalts: Im Rahmen des Rechtshilfeverfahrens gegen A. und Mitbeteiligte wegen Verdachts der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelge- setz, ausgehend von einer kriminellen Organisation, ordnete die Bundesan-
TPF 2005 212 214 waltschaft für die Dauer vom 12. Dezember 2005 bis 15. Mai 2006 den Einsatz eines verdeckten Ermittlers an. Der Präsident der Beschwerdekammer genehmigte den angeordneten Ein- satz von drei verdeckten Ermittlern im Rechtshilfeverfahren gegen A. und Mitbeteiligte unter dem Vorbehalt, dass das Dokument „Instruktion von VE und Führungsperson“ vor dem Einsatz der verdeckten Ermittler in der Schweiz von den im Dokument aufgeführten Personen unterzeichnet und dem Präsidenten der Beschwerdekammer hernach unverzüglich nachge- reicht wird. Aus den Erwägungen: Gemäss Art. 17 Abs. 1 des Vertrages zwischen der Schweizerischen Eidge- nossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über die grenzüber- schreitende polizeiliche und justitielle Zusammenarbeit (Schweizerisch- deutscher Polizeivertrag, Pol-V CH-D, SR 0.360.136.1) kann auf der Grundlage eines zuvor gestellten Ersuchens des einen Vertragsstaates der andere Vertragsstaat dem Einsatz von Beamten des ersuchenden Vertrags- staates zur Aufklärung von Straftaten unter einer ihnen verliehenen verän- derten Identität (verdeckte Ermittler) auf dem Hoheitsgebiet des ersuchten Vertragsstaates zustimmen, wenn zureichende tatsächliche Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine rechtshilfefähige Straftat vorliegt, für die nach dem jeweiligen innerstaatlichen Recht der Einsatz verdeckter Ermittler zugelassen ist. Die erteilte Zustimmung gilt jeweils für das gesamte Ho- heitsgebiet. Der ersuchende Vertragsstaat stellt das Ersuchen nur dann, wenn die Aufklärung des Sachverhalts ohne die geplanten Ermittlungs- massnahmen aussichtslos oder wesentlich erschwert wäre. Vorliegend er- sucht die Bundesreplik Deutschland, handelnd durch die Staatsanwaltschaft Freiburg i. Br., die Schweiz formgerecht um Rechtshilfe. Somit ist nachfol- gend gemäss dem in der Schweiz massgebenden Bundesgesetz über die verdeckte Ermittlung (BVE; SR 312.8) zu prüfen, ob der durch die Bundes- anwaltschaft angeordnete Einsatz von verdeckten Ermittlern für die in Frage stehenden Straftaten genehmigt werden kann. Wird der Einsatz ausländischer Ermittler angeordnet, so prüft die Genehmi- gungsbehörde gemäss Art. 18 Abs. 4 BVE auch, ob die Voraussetzungen für die Ernennung nach Art. 5 BVE erfüllt sind, wonach der Kommandant eines Polizeikorps mit gerichtspolizeilichen Aufgaben eine Person mit deren
TPF 2005 215 215 Zustimmung zum Ermittler ernennen kann, wenn strafbare Handlungen nach Art. 4 BVE abzuklären sind. Als Ermittler können Angehörige des Polizeikorps oder Personen, welche vorübergehend für eine polizeiliche Aufgabe angestellt werden, auch wenn sie nicht über eine polizeiliche Aus- bildung verfügen, ernannt werden. Zu Führungspersonen werden Angehöri- ge des Polizeikorps ernannt, wobei der Einsatz ausländischer Ermittler grundsätzlich unter der bisherigen Führungsperson erfolgt (Art. 15 BVE). Die für den vorliegenden Einsatz von der Staatsanwaltschaft Freiburg i. Br. ernannten ausländischen Ermittler treten in der Schweiz mit den Personal- codes D., E. und F. auf. Als Führungsperson figuriert die BKP Schweiz. Allerdings wurde das Dokument „Instruktionen von VE und Führungsper- son“ vom 12. Dezember 2005 von den aufgeführten Personen bislang nicht unterzeichnet. Die Genehmigung wird demnach unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der vollständigen Unterzeichnung der erwähnten Einverständnis- erklärung vor Einsatz der verdeckten Ermittler in der Schweiz erteilt, wobei dem Präsidenten der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts hernach unverzüglich eine vollständig unterzeichnete Kopie derselben nachzurei- chen ist. TPF 2005 215
56. Estratto della decisione del 16 dicembre 2005 del presidente della Corte dei reclami penali nella causa Ministero pubblico della Confederazione contro A., B., C., D., E. e ignoti (TK.2005.169) Sorveglianza telefonica; scopo della sorveglianza; presenza di gravi indizi di col- pevolezza. Art. 3 cpv. 1 lett. a LSCPT Perché un’intercettazione telefonica possa venire messa in atto, è necessario che l’autorità richiedente, al momento di domandare un’autorizzazione giusta l’art. 7 LSCPT, sia già in grado di presentare dei fatti, oggettivamente riscon- trabili, dai quali emergano concreti e seri sospetti del coinvolgimento della persona da sorvegliare alla commissione od alla partecipazione di uno dei reati elencati all’art. 3 cpv. 2 e 3 della LSCPT.