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78_II_367

BGE 78 II 367

Bundesgericht (BGE) · 1910-12-19 · Deutsch CH
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Sachenrecht. N0 61.

della proprieta, la Camera di eseeuzione e dei fallimenti

deI Tribunale federale ha emanato, in data 19 dicembre

1910, un regolamento che invoca espressamente J'art. 715-

CC e l'art. 15 LEF. Se non ehe l'art. 715 CC non prevede·

un siffatto regolamento e l'art. 15 LEF dispone che il

Tribunale federale emana le disposizioni e i regolamenti

necessari all'attuazione della LEF. E chiaro ehe in siffatte

condizioni il regolamento 19 dicembre 1910 non pub conte-

nere nessun disposto di diritto civile materiale ehe influisca.

sulla vaIidita deI patto di riserva della proprieta. Le

disposizioni dei regolamento sono delle prescrizioni d'ordine

agli uffici d'esecuzione incaricati di tenere il registro dei

patti di riserva della proprieta, affineM Ie iscrizioni siano

fatte con certi eriteri uniformi, per evitare disparita di

trattamento. La mancata osservanza di queste preserizioni

pub essere eensurata mediante un rieorso alle Autorita.

di vigilanza in materia di esecuzione e dei fallimenti ma.

,

non pub essere esaminata dalle autorita giudiziarie, Ia.

eui eognizione deve limitarsi ad indagare se le parti inten-

devano effettivamente vendere e eomperare eon riserv~

della proprieta e se questa loro intenzione ha fatto l'oggetto

di un'iserizione nel registro dei patti di riserva della.

proprieta.

Ne segue ehe la laeuna lamentata dalla Massa fallimen-

tare fu Otto Morel ha una portata puramente formale e

doveva essere impugnata eventualmente davanti alle

Autorita di vigilanza in materia di eseeuzione e dei falli-

menti; il che non e stato perb fatto in concreto.

Il Tribunale· federale pronuncia :

Il ricorso e accolto. Di conseguenza e annullata Ia.

sentenza 17 giugno 1952 della Camera civile deI Tribunale

d'appello deI Cantone Tieino e la convenuta e condannata.

arestituire all'attrice l'autovettura Fiat 1400 chassis.

n° 900214, come pure l'ammontare di fr. 23 760, oltre

l'interesse deI 5 % dal 19 settembre 1950.

Obligationenrecht. No 62.

V. OBLIGATIONENRECHT

DROIT DES OBLIGATIONS

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62. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung vom 10. Oktober

1952 i. S. Wagner A.-G. gegen Jenny-Pressen A.-G.

Kauf, Gewährleistung für Sachmängel, Verjährung.

Beginn der Verjährungsfrist bei Vereinbarung einer Garantie-

frist. Art. 210 OR.

Vente, garantie en raison d68 defauts, prescription.

.

Point de depart du delai de preseription lorsque les parties ont

passe une eonvention fixant le temps pendant lequel Ia

garantie semit promise. Art. 210 CO.

Vendita, garanzia per i difetti della cosa venduta, prescrizione.

Inizio deI termine di prescrizione, quando Ie pani hanno stipulato

una convenzione ehe fissa Ia durata della garanzia. Art. 210 CO.

2. -

Die Vorinstanz bezeichnet den Gewährleistungs-

anspruch der Klägerin deswegen als verjährt, weil die

Klage erst mehr als ein Jahr nach der spätestens am 2.

Juni 1950 erfolgten Ablieferung der Maschine erhoben

worden sei. Die Klägerin vertritt demgegenüber die

Auffassung, dass mit der Garantieübernahme für ein Jahr

der Beginn der Verjährungsfrist bis zum Ablauf der

Garantiefrist hinausgeschoben worden sei. Zur Begründung

dieser Auffassung beruft sie sich auf ein in den BIZR 43

N r. 210 veröffentlichtes Urteil des Zürcher Handelsgerichts.

Dabei übersieht sie jedoch, dass in jenem Falle eine solche

Verlängerung der Verjährungsfrist angenommen wurde,

weil die dort massgebenden Allgemeinen Bedingungen des

SIA (Art. 18 Abs. 3) ausdrücklich vorsahen, dass Mängel

jederzeit bis zum Ablauf der Garantiefrist gerügt werden

könnten. Im heute zu entscheidenden Fall fehlt dagegen

eine solche Bestimmung. Die Parteien vereinbarten ledig-

lich, dass für die Dauer eines Jahres Garantie geleistet

werde. Diese vertragliche Garantiefrist ist von gleicher

Dauer wie die gesetzliche Verjährungsfrist des Art. 210

368

Obligationenrecht. N0 62.

OR. In solchem Falle ist im Zweifel anzunehmen, dass

die Parteien den Beginn der Verjährung nicht hinaus-

schieben, sondern diese gemäss der gesetzlichen Regelung

mit der Ablieferung der Ware beginnen lassen wollten

(vgl. STAUB, K~mm. zum deutschen HGB, 12./13. Auflage

4 S. 381). Infolge des Zusammenfallens von Gewährlei-

stungs- und Verjährungsfrist besteht nun allerdings die

Möglichkeit, dass ein Mangel zwar innerhalb der Frist

entdeckt wird, aber zu spät, um die Verjährung noch

unterbrechen zu können. Daraus allein lässt sich jedoch

noch nicht folgern, dass der Wille der Parteien auf eine

Hinausschiebung des Verjährungsbeginnes gerichtet gewe-

sen sein müsse. Denn die kurze Verjährungsfrist des Art.

210 OR bezweckt, im Interesse der Verkehrs- und Rechts-

sicherheit baldmöglichst nach der Ablieferung eine klare

Rechtslage zu schaffen, und der Handelsverkehr neigt

wenig zu Abmachungen, die entgegen diesem Zwecke

einer Verzögerung der endgültigen Erledigung Vorschub

leisten. Deshalb muss im Zweifel zu Gunsten der geringeren

Belastung des Verkäufers entschieden und angenommen

werden, es sei die Willensmeinung der Parteien dahin

gegangen, dass mit dem Ablauf der bedungenen Garantie-

frist ohne weiteres auch die Frist zur Geltendmachung

von Ansprüchen aus dieser Garantiepflicht des Verkäufers

zu Ende gehe, sofern wenigstens die gesetzliche Verjäh-

rungsfrist nicht länger ist als die vertragliche Garantie-

zeit (vgl. das Urteil des Obergerichts Zürich in Blätter

für handelsrechtliche Entscheidungen 14 S. 331, nicht

publizierter Entscheid der I. Zivilabteilung des Bundes-

gerichts vom 24. Dezember 1951 i. S. Stapfer c. Ducati;

ferner für das deutsche Recht RGZ 91 S. 305). Die Vor-

instanz hat somit zu Recht die Verjährungseinrede der

Beklagten geschützt.

Obligationenrecht. N° 63.

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63. Urteil der I. Zivilabteilunu vom 1. Juli 1952 i. S. Garesa A.-G.

gegen Thaler und Dr. Rappaport.

Art. 32 ff. und 396 Ab8. 2 OR.

Die Bevollmächtigung besteht selbständig und unabhängig vom

Kausalgeschäft.

Wird eine Vollmacht vom vertretungsberechtigten Verwaltungsrat

einer Aktiengesellschaft in deren Namen erteilt, so bildet das

bl~sse Ausscheiden des Unterzeichners ans der Verwaltung noch

kemen Erlöschungsgrund. Offen gelassen, ob zeitweiliges Fehlen

der Verwaltung genüge, um den Verlnst der Handlungsfähigkeit

der Gesellschaft im Sinne von Art. 35 Abs. 1 OR voransznsetzen,

da die um~trittene Vorkehr des Vollmachtempf"angers aus einem

nachträglichen Auftrag erfolgte, der, wenn gültig, ohnehin die

Ermächtigung zur Ansführung einschliesst.

Art. 393 Ziff. 4 ZGB in Verbindung mit Art. 698, 701 und 721 OR.

Die Verbeiständung einer vorübergehend der Verwaltung entbeh.

renden Aktiengesellschaft ist kein unbedingtes Gebot. Wo es

die Verhältnisse gestatten, dürfen ausnahmsweise auch ansser.

halb der Verwaltung stehende Personen oder ein anderes Organ,

so die General· bzw. Universalversammlung, Verwaltungshand.

lungen vornehmen.

Art. 32 8S. et 396 al. 2 00.

Les pouvoirs de representation existent pour eux·memes indepen.

damment de l'acte juridique qui en est la cause.

Lorsque le membre du conseil d'administration d'une sociew

anonyme, qui a pouvoir de la representer, donne procuration

au nom de la societe, le simple fait que le signataire a quitte

l'administration de la societe ne met pas fin a la procuration.

Le defaut temporaire d'une administration suffit·il pour entrai·

ner la perte de l'exercice des droits civils au sens de l'art. 35

aI. 1 CO ? Question laissee ouverte par le motif que l'acta

conteste fait par le representant a ete accompli de par un mandat

posterieur qui, suppose qu'il fut valide, comprenait en tout cas

le pouvoir d'accomplir cet acte.

Art. 393 eh. 4 combine avec les art. 698, 701 et 721 00.

La mise sons curateUe d'une socieM anonyme temporairement

privee d'administration n'est pas une necessite absolue. Lorsque

les eirconstances le permettent, des personnes etrangeres a

l'administration ou un autre organe, par exemple l'assemblee

generale ou respeetivement la reunion de tons les actionnaires,

peuvent anssi exceptionnellement faire des aetes d'adminis·

tration.

Art. 32 e seg e art. 396 cp. 2 00.

I poteri deI rappresentante esistono per se e indipendentemente

dall'atto giuridico ehe ne e la causa.

Quando il membro deI consiglio di amministrazione d'una soeieta

anonima, ehe ha potere di rappresentarla, conferisce procura

in nome deUa societ~, il semplice fatto ehe il firmatario ha.

lasciato l'amministrazione deUa societa non estingue la proeura,

La mancanza temporanea d'un'amministrazione basta per por·

tare seco la perdita dena eapacita civile deUa societa a norma

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AS 78 II -

1952