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10 Schuldbetreibungs- und Konkursrooht. N" 4- Les «certifioats d'actionnaires Jl saisis en mains des epoux Ducommun soIit des certifioats interimaires nomi- natifs pour des actions au porteur. Des certifioats de ce genre sont valables meme lorsque les actions ne sont pas entierement liberees, cela a. 180 difference des certI1icats interimaires au porteur qui ne peuvent etre 6tablis que pour des actions au porteur entiarement liber6es (art. 688
801. 1 et 2 CO). Si les certifioats saisis etaient des papiers-valeurs, les revendiquants qui en ont 180 maitrise pourraient sans pius pretendre au role de defendeurs a. l'action.Mais il est douteux que les certificats interimaires nominatifs pour des actions au porteur aient le caractare de papiers- valeurs, du moment qu'ils ne peuvent etre transferes qu'en 180 forme prevue pour 180 cession de creances (cf. GUIIL, Le droit federal des obligations, p. 439; F. V. STEIGER, Das Recht der Aktiengesellschaft in der Schweiz, p. 262). TI faut donc partir ici de l'idee que les certificats saisis sont de simples moyens de prouver les droits attaches a. 180 qualite d'actionnaire. S'agissant de creances ou de droits analogues, c'est le oaractare de plus grande vraisemblance de 180 qualite de creallcier qui tient lieu de possession (RO 67 rn 49, 71 UI 107). Or, a. cet egard aussi, les revendiquants ont l'apparence du droit pour eux. Bur le certificat mant les 49 actions, dame Ducommun est d6signee eomme « titulaire ». TI n'y 80 pas la. un trans- fert des droits du d6biteur fait en violation des regles sur 180 cession ; le titre 80 eM etabli directement au nom de la mare. TI appartiendia au juge de voir comment cela se concilie avee les d6cisions ulterieures de l'assem- bleegenerale qui 80 attribu6 ces actions au d6biteur. Pour les autorites de surveillance, le texte du certificat parIe clairement en faveur de la legitimation de la mare, tandis qu'on ne peut rien en tirer en faveur du debiteur. TI est vrai que dame Ducommun n'a doolare revendiquer qu'un droit de gage, alors que, d'apres le certifioat lui-meme et I j 11 les d6clarations du d6biteur, elle aurait qua.lit6 de pro- . prietaire. Mais, outre qu'en parlant d'un gage, la mare du debiteur a pu faire allusion a une attribution d'actions a fin de garantie, la d6tention du certifieat d'actionnaire est de nature a fonder aussi la vraisemblance d'une simple constitution de gage, en depit des termes dont s'est sarvi l'auteur du titre. Quant au certificat interimaire pour une action; il est etabli au nom du d6biteur. Mais, conform6ment a, la mention qui y figure, il a eM remis en gage a. Renri Du- cOmmun, qui aussi bien le d6tient efiectivement. C'est done ce deffiier qui est cens6 avoir 180 possession des droits correspondants. En consequence, les autorises cantonales ont eu raison d'impartir aux creanciers un d61ai pour contester la revendieation des 6poux Ducommun. La Ohambre de8 po'Ursuite8 et de8 faillite8 prononce : Le recours est rejete.
5. Entseheid vom 17 • .Januar 1949 i. S. Dubs. Vetr8teigfl'f"Ung von Liegenschajttm. Die dem Ersteigerer gewährte Zahlungsfrist (Art. 136 SchKG) kann nur mit Einwilligung sämtlicher Beteiligter verlängert werden (Art. 63 VZG). Wer sind die Beteiligten? Hat der mit der Zahlung säumige ~rsteigerer ke~~ liquit!en Sic~er heiten bestellt, und stimmen mcht alle BeteIligten emer Fris~ verlängerung zu, so ist der Zuschlag aufzuheben, auch wenn dIe Säumnis nicht verschuldet ist (Art. 143 Abs. 1 SchKG. Art. 63 VZG). Veme aux encMres d'i;m;meUblea. Le delai accorde il. l'ench6risseur pour le payement (art. 136 LP) ne peut etre prolonge qu'avec le consentement de tous les interesses (an. 63 ORI). Qui sont les interesses ? • Si l'encherisseur en demeure pour le payement n'a pas fourm de sftretes et que las interesses n'aJent pas tous consenti il.la pro- longation, l'adjudication doit etre annulee alors meme que le d6faut de payement ne semit pas imputable a faute a l'encM- risseur (art. 143 al. 1 LP. 63 ORI). Incanto di jondi. TI termine accordato all'aggiudicatario pel pagamento (art. 136
18 8elnddbetreibungll- und Konkursrecht. N° 5. ,LEE), P-U9 ~ proro~o soltanto, ~o} conseDS? di tutti gli interessati (art. 63 RR1l'). Chi sono gh mteressaiil ? Se l'aggiudicatario in mora 001 pagamento non ha prestato ga.ranzie e' tutti ~i interessati non hanno (lOnsentito alla proroga, l'ag- giudiC8oZlone dev'essere a.tm.uIlata anche se il ~cato paga- mento non e bnputabile all'aggindicatario (art. 143 cp. 1 LEF, 63 RRF). Im' Konkurse der Hotel Rigi-First A. G. ersteigerte der Rekurrent am 15. Juli 1948 die Hotelliegenschaft samt Zugehör zum Preise von Fr. 500,000.-; Nach den verordnungs- OOzw. formula.rgemässen Steigerungsbedin- gungen waren Fr. 10,000.- am Ganttage und zwei weitere Beträge von Fr. 258,450.- oozw. Fr. 16,000.- bis 5. August 1948 bar zu zahlen. Den Betra.g von Fr. 10,000.-'- zahlte der Rekurrent termingerecht. Nachdem das Hotel am 25. Juli abgebrannt und er deswegen am 29. Juli in Untersuchungshaft gesetzt worden war, ersuchte er das Konkursamt Arth am 5. August 1948 um Verlän- gerung der Frist ffu. die an diesem Tage zu leistenden Zahlungen bis 15. September bezw. 30. August 1948. Da sich mehrere zu Verlust gekommene Grundpfand- gläubiger der Fristerstreckung widersetzten, gab das Konkursamt dem Gesuche des Rekurrenten nicht statt, sondern hob am 19. August 1948 den Zuschlag auf. Hie- gegen führte der Rekurrent Beschwerde und nach deren Abweisung durch die kantonalen Instanzen Rekurs a.n das Bundesgericht, wobei er immer längere Zahlungs- fristen in Anspruch nahm. In der Rekursschrlft macht er geltend, die bis zum 5. August 1948 laufende Zahlungs- frist sei ihm in' der Meinung, eingeräumt worden, dass ihm diese Zeitspanne voll zur Verfügung stehe; demgegen- über sei er seit seiner Verhaftung vom 29. Juli praktisch vollkommen handlungsunf'ahig; daher müsse ihm durch analoge Anwendung von Art. 60 SchKG geholfen we~en. Die Schulilbetr.- und Konkttrskamrner zieht in Erwägung:
1. - (Prozessuales).
2. - Art. 60 SchKG auf den während der Zahlungs- frist verhafteten, E~rer analog anzuwenden, wie der Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 6. 13 Rekurrent es vorschlägt, verbietet sich' schon deswegen, weil die Lage eines solchen Ersteigerers' mit derjenigen eines verhafteten Betriebenen allzuwenig gemein hat. Die analoge Anwendung von Art. 60 auf Fälle wie den vor- liegenden wäre zudem mit den besondern Vorschriften unverträglich, die nach Gesetz und Verordnung für derartige Fälle gelten.
3. - Gemäss Art. 259 in Verbindung mit Art. 136 SchKG ist die Versteigerung im Konkurse wie im Be- treibungsverfahren gegen Barzahlung oder unter Ge- währung eines Zahlungstermins von höchs1iens 6 Monaten anzuordnen. Beim Entscheid darüber, ob und wielange die Kaufpreiszahlung gestundet werden soll, sind grund- sätzlich nicht die Bediirfnisse des Ersteigerers massge- bend, sondern das Amt hat die Steigerungsbedingungeri auch hinsichtlich des Zahlungstermins so einzurichten, dass sich ein möglichst günstiges Ergebnis erwarten lässt (Art. 134). Hiezu gehört, dass dafür gesorgt wird; dass die Gläubiger möglichst bald zu ihrem 'Gelde kom- men. Daher kann dem Ersteigerer, der den festgesetzten Zahlungstermin nicht einzuh8J.ten vermag, ein Anspruch auf Verlängerung der Frist nicht zugestanden werden, selbst wenn· ihn nicht voraussehbare und nicht verSchul- dete VerhältniS~ an der' termingerechten Zahlung hin- dern. Eine Fristerstreckung kann ihm vielmehr, wie die (gemäss Art. 130 VZG im Konkurs entsprechend anwend- bare) Vorschrift von Art. 63 VZG ausdrücklich bestimmt, nur mit Einwilligung samtlicher Beteiligter gewährt werden, im Betreibungsverfahren also mit Einwilligung des Schuldners, der hetreibenden (aber wohl auch der nach dem Lastenverzeichnis sonst bar zu bezahlenden Pfand-) Gläubiger und der zu Verlust gekommenen Pfandgläubiger, im Konkurs mit Einwilligung dieser letztem und der Konkursverwaltung. Fehlt diese Einwil- ligung, so ist der Zuschlag gemässArt. 143 Abs. 1 SchKG und Art. 63 VZG(mangels liquider Sicherheiten) ohne weiter.es aufzuheben; dies auf jeden Fall dann, wenn
Sehuldbetreibungs- und Konkursrecht. No 6. die versäumte Zahlung nicht nachgeholt wird, solange entweder die Aufhebung noch nicht verfügt oder einem dagegen ergrifienen Rechtsmittel gemäss Art. 36 SchKG aufschiebende . Wirkung erteilt ist. Diese Regelung ist für den Erwerber nicht strenger als diejenige, die bei der freiwilligen Steigerung (Art. 233 Aha. 2 OR) oder bei einem (sonstigen) Fixgeschäfte (Art. 108 Ziff. 3 OR) gilt. Der sofortige Rücktritt setzt auch in den" heiden zuletzt genannten Fällen (vgl. überdies Art. 214 Aha. 1 OR) keine schuldhafte Säumnis voraus. Ob aJlIälliges Nichtverschulden die Haftung im Sinne· von Art. 143 Abs. 2 SchKG beeinflusse, hat gegebenezdalls der Richter zu entscheiden. Im vorliegenden Falle haben zu Verlust gekommene Pfandgläubiger die nachgesuchte Fristerstreckung abge- lehnt und ist die versäumte Zahlung nicht etwa noch vor der Aufhebung "des Zuschlags oder während der Dauer der von den kantonalen Instanzen verfügten Sistierung nachgeholt worden. Die Aufhebung des Zu- schlags ist daher gerechtfertigt. Demn,a.ch erke7],nt die 8ch'UUlbetr.- 'U. Konk'Urskammer : Der Rekurs wird abgewiesen.
6. Extrait de l'arr~t du 2 juiu 1949 dans la eRuse Martin et eousorts. E~ du droitB litigieua; de Za masse (art. 260 LP, 47 a. 51 OOF).
1. Devoirs de l'administration de ]a faillite en fa.ce d'une reven- dica.t~0!l importante qu'elle estim~ ~ondee (consid. 1).
2. Co~di~lOns dans lesqu~lle~ la. ~lVlte d~ ereanciers peut etre 8Ssimi!ee a. une renonruation a. mu-e valoIr les pretentions de la masse (consid. 2).
3. LEi crea.ncier qui retire une revendication participe-t-il 8. la. dis- tribution des deniers correspondants ? (eonsid. 3). Geltendmachwng streitiger. MasBean8'fYI"ÜChe (Art. 260 SohKG 47-IH, KV). '
1. Obliegenheiten der Konkursverwaltung angesiohts einer bedeu- tenden Eigentumsanspra.ohe, die sie für begründet hält (E. 1). . Sehuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 6. 16
2. Unter welchen Vorausset~ungen .. da.rf Untätigkeit der Gläubiger einem Ver~cht auf Geltendmachung der Massea.nsprüche gleich- geachtet werden! (E. 2).
3. Nimmt der Gläubiger, der eine Eigentumsanspra.che zurück- zieht, am Erlös der betreffenden Sache teil? (E. 3). Esercizio dei. tUritti delZa mas8a (art. 260 LEF, 47-1')1 Rag. Fall).
1. Doveri dell'amministrazione deI fa.llimento in presenza. d'una rivendicazione ch'essa. ritiene fondata. (consid_ 1).
2. Condizioni, alle quali l'atteggiamento passivo dei creditori pub essere equiparato alla rinuneia a far valere le pretese delIa ma.ssa. (eonsid. 2).
3. TI creditore ehe ritira uns. rivendicazione partecipa al riparto deI ricavo ottenuto dana vendita. delIa eosa ? (eonsid. 3). A. - La faillite de la socieM 'en nom collectif Etienne et Kammer, a Lausanne, se liquide en la forme ordinaire. La Caisse d'epargne et de credit (ci~apres : la Caisse) a produit notamment une creance de 28000 fr., garantie par un camion Berna, dont elle a revendique la pro: prieM. Tenant la revendication pour fondee (art. 51 OOF), l'Office, d'entente avec la Caisse, a re~lise le camion et lui a remis le produit net de la vente, soit 23167 fr. 85, la colloquant en 5e classe pour le solde. La decision con- cernant la revendication a eM inscrite sur l'inventaire des biens, annexe al'etat de collocation. B. - Le 24 &Out 1948, I'Office a convoque la deuxieme assemblee des creanciers pour le 16 septembre. L'ordre du jour mentionnait sous chiffre 8: « Decision sur la renonciation a des droits litigieux ou, eventuellement, demande de cession de ces memes droits a teneur de l'art. 260 LP » et precisait en note : (I Les demandes de cession dans le sens du chiffre 8 de l'ordre du jour doivent, sous peine de peremption, etre presentees a l'assemblee elle- meme ou au plus tard dix jours apres». L'assembläe n'ayant pu toutefois se constituer (art. 254 LP), l'Office ne donna, le 16 septembre, aucun renseignement sur la revendication de la Caisse. Le 24 septembre, trois creanciers, P. Martin, G. Piatti et Paul Vannay et fils S. A. inviterent l'Office a leur ceder, selon l'art. 260 LP, les droits de la masse relatifs a la revendication de la Caisse. Celle-ci ayant renonce