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73_II_1

BGE 73 II 1

Bundesgericht (BGE) · 1917-10-04 · Deutsch CH
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LSP • LT •• LTF • LTM. OCC • OCDA OEB • OIPR W •• OJPPM. OM •• OOF. ORC. ORF. ORI. ORM. OSEC 0'1.': PCF PPF • RA. . RO •• ROLF RSJ • StF •• Tarif. CC. CF. CO. CPS Cpe Cpp DCC LCA· LCAV LEF • LF •• LTM.' • OGF. RFF • StF i Lo1 f~rale SI1I' le service des posles (du 2 octobre 1924). Loi fM6rale SI1I' les.droits de timbre,,(du 4 octobre 1917). Lol fMerale sur le travail dans les fabrlques (du 18 juln 1914). Lol federale sur Ia taxe d'exemption du service milltaire (du 28 Juin 1878). Ordonnance sur la communaute des creaneiers dans les emprunts par obligations ~ju 20 ferner 1918). Ordonnanee r4!ant le commercedes denrees aUmentaires. etc. (du 26 mal 1936). Ordonnance sur I'engagement du betail (du 30 octobre 1917). Ordonnanee du Tribunal fMeral eoncernant I'inscription des pactes de reserve de propriete (du .19 decembre 1910). Loi federale d'organisation judieiaire (du 16 decembre 1943). Organisation judiciaire et procMure p6nale pour I'armee fc!jlerale (lol au 28 juin 1889). Otganisation militaire de la ConfM6ration sulsse (101 du 12 ami 1907). Ordonnance sur l'adniinislratlon des offices de faillite (du 13 julllet 1911). Ordonnance sur le reglstni dn commerce (du 7 juin 1937). Ordonnance sur le regIstre foncier (du 22 ferner 1910). Ordonnance sur la realisation forcee des immeubles (du 23 ami 1920). Ordonnanee sur le regIstre des regimes matrlmoniaux (du 27 septembre 1910). Ordonnance sur le service de l'etat eivil (du 18 mai 1928). Ordonnance d'exeeution des lois federaJes coneemant les drolts de timbre (du 7 juin 1928). Lol federale sur la p'roc6dure a suivre par devant le Tribunal fMeraI en matiere elvile (du 22 novembre 1850). Lol fM6rale sur la procedure penale (du 15 juln 1934). . Reglement d'exeeutlon de la 101 sur la circnlation des vehieules automo- biles et des cycles (du 25 novembre 1932). Recueil olfieiel des arrets du Tribunal f~ral sulsse. Recueil offielel des lois federaJes. Revue aulsse de. jurlsprudence. Lol federaJe sur le statut des fonctlonnaires (du 30 juln 1927). Tarif des frais applieables a la LP (du 23 dOOembre 1919).

c. AhJweviazicmi itaIiaDe. Codiee elvile svizzero. Costituzlone tederale. Codiee delle obbllgazloul. Codice penale svizzero. Codice di proeedura civlle. Codice di proced1!til peDale. Decreto dei CODJiUiUo federale concemellte la contribuzione federale di. crlsl (dei 19 gennaio 1934). Legge federalesul contratto d'~ieurazione (dei 2 aprile 1908). LeaR:e federate, sulla eircolazione liegll autovelcoli edel veloclpedi (dei 15 inarzo J 932). Legge esec~ouI e falliment!. ~e federaie. ~,ieaerale sulla tassa d'esenzione dal servlzlo militSre (dei 28 glugno _ 1878/29 marzo 1901). !Ji'gauIzzazlone glu~zlarla federale. Regolamento dei Tribunale federale concemente la realizzazlone forzata di fondi (dei 23 aprile 1920). Legge federale sull'ordinamento del funzlonarl federall (del 30 glugno :rg'J7). . I. PERSONENRECHT DROIT DES PERSONNES

1. Auszug aus dem Urteil der 11. Zivilabteiluug vom 23. Januar 1947 i. S. Estermann, löhl und Müller gegen Krankenpflege- rinnenverein Luzern. Verein; Wahl des Vorstands (,&rt 65 Abs. 1 ZGB). Mangels ent- \ gegenstehender Statutenbestinüllung sind Nichtmitglieder des Vereins unbeschränkt in den Vorstand wählbar. A88ociation; nomination de la direction (art. 65 a1. 1 CC). Sauf disposition contraire des statuts, rien ne s'oppose a ce que des personnes qui ne sont pas membres de l'association fassent partie du comite. ' A8sociazione, nomina della direzione (art. 65 cp. 1 CC). Salvo disposizione eontraria degli statuti, possono far parte deI eomitato anehe persone ehe non sono soci. Der Vorstand des beklagten Vereins bestand seit März 1943 aus einem Geistlichen und zwei Vereinsmitgliedern. Am 9. Juli 1943 wählte die Vereirisversa:mmlung Dr. Schmid und Dr. Hofer, die nicht Vereinsmitglieder sind, zu weitern Mitgliedern des Vorstands. In der Folge klagten drei Verefnsmitglieder auf Feststellung, dass Dr. Schmid und Dr, Hofer im Vereinsvorstand kein Stimm- recht haben. Das Bundesgericht weist dieses Klagebe- gehren mit der VoHfistanz ab. .A ÜB den Erwägungen: Die heute noch streitige Frage, ob Dr. Schmid tmd Dr. Höfer im Vorstand des beklagten Vereins stimmbe- rechtigt seien, wäre von vornherein dann zu verneinen, wenn. eine zwingende Gesetzesyorschrift die Wahl von Nichtmitgliedern des Vereins in den Vorstand ausschlösse. Dies ist jedoch nicht der Fall. Das Gesetz enthält keine 1 AS 73 TI - 1947

2 Personenrecht. N° 1. Bestimmung darüber, wer in den Vorstand eines Ve~ins gewählt werden könne. Hieraus ist in der Schweiz wie in Deutschland (vgI. STAUDINGER N. 6 zu § 27 BGB) stets abgeleitet worden, dass mangels gegenteiliger Statutenbe- stimmung auch Nichtmitglieder des Vereins in den Vor- stand berufen werden können. Diese Regelung entspricht dem Grundsatze der Vereinsautonomie (vgl. Art. 63 ZGB) und den Bedürfnissen des praktischen Lebens. Die Rück- sicht auf Behörden und andere Organisationen, die dIe Bestrebungen des Vereins unterstützen, ohne ihm anzu- gehören, kann die Aufnahme von Vertretern derselben in den Vereinsvorstand fordern; ebenso kann die Anwesen" heit bestimmter, dem Verein nicht angehöriger Personen im Vorstand auch deswegen als wünschbar erscheinen, weil sie über besondere Kenntnisse -oder Fähigkeiten verfügen, die dem Verein von Nutzen sind. Das der Vereinsversamm- lung gemäss Art. 65 ,ZGB zustehende Aufsichts- und Ab- berufungsrecht bietet eine genügende Handhabe, um die Vorstandsmitglieder, die nicht zugleich Vereinsmitglieder sind, nötigenfalls daran zu hindern, gegen die Interessen des Vereins zu handeln. Allfällige statutarische Beschrän- kungen des Abberufungsrechts kann die Vereinsversamm- lung durch Änderung der Statuten beseitigen, und das Recht zur Abberufung aus wichtigen Gründen kann ihr durch die Statuten in keinem Falle entzogen werden (Art. 65 Abs. 3 ZGB). Weigert sich der Vorstand, die Vereinsversammlung zur Behandlung eines ihm miss- liebigen Antrags einzuberufen, obwohl er nach den Sta- tuten oder nach Gesetz dazu verpflichtet wäre (Art. 64 Abs. 3 ZGB), so kann der Richter l!>ngerufen werden. Am Grundsatze, dass beim Fehlen einer entgegenstehenden Statutenbestimmung auch Nichtmitglieder in den Vereins- vorstand gewählt werden können, ist daher festzuhalten. Das Gesetz hinderte also die Wahl von Dr. Schmid und Dr. Hofer zu Mitgliedern des Vorstands des Beklagten nicht. Die Bestimmungen des OR über die Bestellung des Familienrecht. N0 2. 3 Vorstandes bezw. der Verwaltung der Genossenschaft führen zu keinem andern Schluss. Während Art. 695 Abs. 2 aOR die Wahl von Nichtmitgliedern der Genossenschaft in den Vorstand unbeschränkt zugelassen hatte, wird in Art. 894 Abs. l-revOR nun freilich vorgeschrieben, die Ver- waltung der Genossenschaft müsse mehrheitlich aus Ge- :nossenschaftern bestehen. Obwohl der Verein und die Ge- nossenschaft einander im innern Aufbau gleichen, lässt stch jedoch diese Bestimmung de lege lata nicht auf den Verein übertragen. H. FAMILIENRECHT DROIT DE LA FAMILLE

2. Auszug aus dem Urtell der H. Zivilabteilung vom 27. Februar 1947 i. S. Koeh gegen Koeh. Scheidung wegen Zerrüttung der Ehe infolge psychischer Stö. rungen. Abgrenzung von Art. 141 und 142 ZGB. Begriff der Geisteskrankheit im Sinne von Art. 141 ZGB. Divoree. Atteinte graNe au lien conjugal a. la suite de troubles psychiques. Demarcation entre les art. 141 et 142 ce. Notion de Ia maladie mentale dans le sens de l'art. 141 ce. Dioorzio. Grave turbazione delle relazioni coniugali in seguito a disturbi psichici. Delimitazione tra gli art. 141 e 142 ce. Con- cetto dell'infermitA mentale a' sensi delI 'art. 141 ce. Im November 1945 reichte der Kläger nach 15 jähriger Ehe die vorliegende Scheidungsklage ein, die er mit tiefer Zerrüttung des ehelichen Verhältnisses begründete. Er warf der Beklagten hauptsächlich grundlose Eifersucht, Vernachlässigung des Haushaltes und mangelhafte Kinder- erziehung vor und klagte über sexuelle Unstimmigkeiten. Die Beklagte widersetzte sich der Scheidung. Im Januar und Februar 1946 machte sie einen akuten Schub von paranoider Schizophrenie durch, der unter dem Einfluss der Behandlung in einer Heilanstalt wieder abklang.