opencaselaw.ch

73_III_79

BGE 73 III 79

Bundesgericht (BGE) · 1947-05-19 · Deutsch CH
Quelle Original Export Word PDF BibTeX RIS
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

78 Schuldbetreibungs· und Konkursrecht. N° 18. .requenr du tribunal son expulsion immediate, et qu'il pourrait en outre, a l'expiration de vingt jours apres la notification dudit commandement, requerir la continua- ti~nde la poursuite. Le debiteur a fait opposition a ce commandement de payer dans le delai imparti. B. - Par plainte du 19 mai 1947, il a en outre demande l'annulation de la poursuite pour loyers et fermages, par le motif qu'une teIle poursuite ne peut etre notifiee que pour un Ioyer, mais non pour une indemnite, celle-ci ne pouvant etre reclamee que par la voie d'une poursuite ordinaire. L'autorite genevoise de surveillance a rejete la plainte. O. - Le plaignant recourt au Tribunal federal contre cette decision en reprenant ses conclusions. Oonsiderant en droit:

1. - Le reeourant soutient que la poursuite ne peut pas etre eontinuee, le eommandement de payer eontenant un avis eomminatoire d'expulsion qui ne saurait yavoir plaee puisque, d'apres la poursuivante, la creanee en poursuite n'est pas une ereance pour loyer mais une indemnite pour oecupation illicite des locaux. Une creanee de ce genre ne represente pas un loyer proprement dito Cependant elle en tient lieu et Iui est eomparable a beaueoup d'egards. :Le Tribunal federal a en effet assimile l'indemnite a. la quelle le bailleur peut pretendre pour l'oecupation des locaux apres l'expiration du bai! (oecupation a bien plaire ou illieite) a une creanee de loyer, et il a admis que cette ereance d'indemniM est garantie par le droit de retention (RO 63 II 363). En vertu de eette jurisprudence, il n'est pas douteux qu'une poursuite en realisation du droit de retention pourrait etre exercee pour une ereance de ce genre dans les formes qui sont prevues pour les loyers proprement dits. Cela etant, on ne voit pas pourquoi l'avis commina- toire d'expulsion ne pourrait pas etre insere dans une Schuldbetreibungs· und Konkursrecht. N° 19. 79 poursuite (ordinaire ou en realisation de gage) tendant au paiement d'une indemnite d'occupation. Le proprietaire peut d'ailleurs tout, aussi bien notifier un tel avis en dehors de la poursuite. Dans un cas comme dans }"autre, il appar- tient au juge de l'expulsion de se prononcer sur sa legi- timite. L'occupation illicite des locaux peut meme justifier une demande d'expulsion immediate, dans les formes prevues par les lois de procedure civile. Le debiteur a tout interet a ce que le creancier ne formule cette menace d'expulsion que pour certaines eventualites (defaut de paiement, absence d'opposition) et en fixant un delai, eomme l'intimee l'a fait dans le commandement de payer. TI n'y a done aucune raison d'annuler la presente pour- suite. La Ohambre des poursuites et des faiUites rejette le reeours.

19. Entscheid vom 24. Juni 1947 i. S. Konkursamt Basel-Stadt. Das Konkursamt kann Sachen besehl.agna.bmen. an denen ein Dritter unselbständigen Besitz (Pfandbesitz) und der Gemein- schuldner selbständigen Besitz hat, oder die im Mitbesitz des Gemeinschuldners und eines Dritten stehen. L'office des faillites a le droit de frapper d'indisponibilite les bie,ns sur lesquels un tiers a une possession derivee (a titre de crea.nCler gagiste) et le failli unt; possession ori~e! de m&J;1e que eeux qui sont en la posseBSlon commune du failli et du tIers. L'ufficio dei fallimenti ha il diritto di eolpire ~'indispo~bilitit. ! beni, sui quali un terzo ha un possesso derIva~. (a ~Itolo di creditore pignoratizio) e il fallito un possesso o~lgmarlo. come pure i heni ehe sono in possesso comune deI faUito edel terzo. A. - Die Weleome Lederwarenfabrik A. G. in Basel sandte der Dana Lederwarenfabrik 'GmbH. in Therwil im September 1946 ca. 40 000 unüberzogene Brillenetuis zur Bearbeitung. « Pro forma » stellte sie ihr dafür Rech- nung. Am 17. Dezember 1946 schrieb sie ihr, sie trete von ihrem « Guthaben» bei ih1," einen Betrag von Fr. 15,000.- an die Optiea A. G. in Basel ab; « Es gehen

80 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht_ N° 19. somit für diesen Betrag Rohkörper in das Eigentum der Optica A. G. über ». jJ. - Nachdem die Welcome A. G. im Januar 1947 in Konkurs gefallen war, belegte das Konkursamt Binningen auf Ersuchen des Konkursamtes Basel-Stadt am 22. Ja- nuar 1947 alle Etuis, die die Dana GmbH. von der Ge- meinschuldnerin erhalten hatte, mit Konkursbeschlag, indem es der Dana GmbH. bei Straffolge untersagte, ohne konkursamtliche Bewilligung darüber zu verfügen. Die Dana GmbH. machte daran ein Faustpfandrecht gegenüber der Gemeinschuldnerin geltend. Auf ihre Mit- teilung vom 28. Januar, dass von den bei ihr liegenden Etuis ca. 28000 Stück Eigentum der Optica A. G. und daher ihres Erachtens von der Beschlagnahme nicht betroffen seien, antwortete das Konkursamt Binningen am 29. Januar 1947, diese Massnahme erstrecke sich auch auf die angeblich der Optica A. G. gehörenden Etuis. 0_ - Auf Beschwerde der Dana GmbH. hin hat ,die kantonale Aufsichtsbehörde am 30. Mai 1947 die Beschlag- nahme der eben erwähnten ca. 28 000 Etuis aufgehoben. ,t'" ',' f' ~1 ' DieSEm Entscheid hat das Konkursamt Basel-Stadt an das Blliidesg~i-icht weitergezogen. Die Schuldbetreibung8- und Konkurskammer zieht in Erwägung :

1. - Ob die Beschwerdeführerin· Dana GmbH. durch die angefochtene Beschlagnahme überhaupt in ihren recht- lichen Interessen getroffen wird und daher zur Beschwerde legitimiert ist, kann dahiiigest~J.it bleiben, da sich die streitige Massnahme auf jeden Fall als gerechtfertigt erweist.

2. - Der Vorinstanz ist darin Recht zu geben, dass die Konkursverwaltung Sachen, von denen nach den Belitzesffigeln zu vermuten ist, dass sie im Eigentum eine8 Dritten stehen, erst beschlagnahmen darf, wenn gerichtlich festgestellt ist, dass sie zur Masse gehören (BGE 50 III 3, 52 III 10). Im vorliegenden Falle besteht je- Sohuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 19. 81 doch keine Vermutung für Dritteigentum. Die Beschwerde- führerin beansprucht an den beschlagnahmten Etuis für sich nicht das Eigentum, sondern nur ein Pfandrecht. Ihr (unselbständiger) Besitz begründete also zunächst keine andere Eigentumsvermutung als eine solche zu- gunsten der Welcome A. G., von der sie die Etuis emp.,. fangen hatte (Art. 931 Abs. 1 ZGB). Die Anzeige vom

17. Dezember 1946 konnte für sich allein nicht bewirken, dass der selbständige Besitz (Art. 920 ZGB) mit Bezug auf 28 000 Etuis von der Welcome A. G. auf die Optica A. G. überging. Hiezu wäre ausserdem nötig gewesen, dass die Beschwerdeführerin die der Optica A. G. zu- kommenden Stücke aus dem Gesamtbestande der von der Welcome A. G. erhaltenen Etuis ausgeschieden hätte. Eine solche Ausscheidung hatte, wie aus dem Requisi- tionsberichte des Konkursamtes Binningen und den Fest- stellungen der Vorinstanz hervorgeht, zur Zeit der Beschlag- nahme noch nicht stattgefunden. Damals bestanden also immer noch die ursprünglichen Besitzesverhältnisse und die d&rin begründete Vermutung für das Eigentum der Welcome A. G. bezw. ihrer Konkursmasse. Wollte man übrigens annehmen, dass das Schreiben vom 17. Dezember 1946 die Besitzesverhältnisse urlmittel- bar beeinflusst habe, so könnte der Optica A. d; doch höchstens zugestanden weiden, dass sie an den bei der Beschwerdeführerin liegerlden Etuis fortan Mitbesitz hatte, und zwar zusamrilert mit der Welcome A. G. Mitbesitz des Gemeinschuldiiers genügt aber, um die Beschlag- nahme zu rechtfertigen. Die Vorschrift von Art. 232 Ziff. 4 SchKG, wonach die Personen, welche Sachen des Gemeinschuldners als Pfand- gläubiger oder aus andern Gründen besitzen, in der Konkfirspublikation unter Straf drohung aufzufötdern sind, sie dem Konkursamte zur Verfügung zu stellertl wird entgegen der AuffaMung der Vorinstanz keineswegs sinn- los, wenn dem Konkursamte die Befugnis eingeräumt wird, solche Sachen zu beschlagnahmen. Die Zulässigkeit 6 AS 73 ur - 1947

82 Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 20. der Beschlagnahme macht die Aufforderung im Sinne von Art. 232 Ziff. 4 SchKG schon deshalb nicht überflüssig, weH mit dem Vorhandensein von Vermögensstücken zu rechnen ist, von denen das Konkursamt zunächst gar nichts weiss. Da die Beschwerdeführerin an den Etuis kein ·Eigentum beansprucht, ist von vornherein ausgeschlossen, dass ihr durch die Beschlagnahme die Klägerrolle « in einem all- fälligen Prozess um die Herausgabe der Etuis» aufge- zwungen werden könnte. Dass über ihr Pfandrecht durch Kollokationsverfügung entschieden wird, und dass sie unter Umständen genötigt sein wird, ihr Recht durch Kollokationsklage geltend zu machen, ist einfach die unvermeidliche Folge davon, dass die Welcome A. G. in Konkurs gefallen ist. Im übi-igen ist eine Kollokations- verfügung über das Pfandrecht der Beschwerdeführerin erst nach rechtskräftiger Abweisung der Eigentumsan- sprache der Optica A. G. zu treffen, wenn diese eine solche Ansprache erhoben hat (Art. 53 KV). Demnach erkennt die 8chuldbetr.- u. Konkurskammer .- Der Rekurs wird gutgeheissen, der angefochtene Ent- scheid aufgehoben und die Beschwerde der Dana GmbH abgewiesen.

20. Auet du 26 jain 1947 dans la cause Demierre. Execution jorck entre epoux. L'epoux auquel des depens sont alloues par un jugement prononyant la separation de biens peut se prevaloir de l'exce~tion pr6vue a I'art. 176 al. 1 CO. Zu-angsvoUstreckung unter Ehegatten. Der Ehegatte, dem im Güter- trennu,ngsurteil eine Prozessentschädigung zuerkannt worden ist, kann dafür die Ausnahme des Art. 1761 ZGB in Anspruch nehmen. Esecuzione jorzata tra coniugi. Il coniuge, al quale una sentenza ehe pronuncia la separazione dei beni accorda un'indennita a titolo di l'ipetibiIi, pub invocare l'eccezione prevista daU'art. 176 cp. 1, (,'C. Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 20. 83 Par arret du 22 octobre 1946, que le Tribunal fMeral a confirme le 17 mars 1947, la Cour d'appel du canton de Fribourg a prononce la separation de corps et de biens, pour une duree indeterminee, entre les epoux Demierre- Richoz et condamne le mari a payer a sa femme 2206 fr. a titre de depens. Dame Demierre lui a fait notifier un commandement de payer cette somme. Invoquant l'art. 173 CC, le debiteur aporte plainte a l' AutoriM de sur- veillance, qui a annule la poursuite. Dame Demierre a defere cette decision au Tribunal fMera!. Considerant en droit .- L'autorit6 cantonale a donne suite a la plainte, parce qu'elle a estime que les depens alloues a la creanciere ne tombaient pas sous la notion de subsides au sens de l'art. 176 al. 2 CC. Elle a perdu de vue que, par son arret du 22 octobre 1946, la Cour d'appel a aussi prononce la separation de biens entre les parties, de sorte que c'est l'art. 176 al. 1 qui s'applique. S'il est loisible aux epoux de recourir mutuellement a l'execution forcee aux fins de realiser la separation de biens, on ne voit pas pourquoi la creance que le jugement de separation attri- bue a l'un d'eux, en ce qui concerne les frais de proces, ne pourrait pas etre l'objet d'une poursuite. Il n'y a, en effet, aucune raison d'exclure cette creance de la liqui- dation du regime matrimonial (art. 189 CC), liquidation qui -'-- s'agissant d'une separation de biens legale ou judiciaire - echappe a la regle de l'art. 173 CC. La Chambre des pour.mites et des faiUites admet le recours et reforme la decision attaquee en ce sens que la plainte du debiteur est rejet6e.