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48 Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 11. qual!® il credito od il valore presumibile deI pegno ecceda i fr. 2000, oeeorrera anzi ehe l'uffieio d'eseeuzione sappia s,ubito dopo l'iniziO' deI proeedimento se il debitore 0 l'eventuale terzo proprietario deI pegno sia un Germanieo o un Polacco, ovvero una persona equiparata (efr. cifra 2 phI sopra). Ove la nazionalita degl'interessati non dovesse essere nota con certezza, l'uffieio d'eseeuzione e fallimenti, l'amministrazione fallirilentare 0 il liquidatore nella pro- eedura concordataria non potranno esimersi dall'espe- rire le indagini ehe riterranno opportune allo scopo di evitare delle trasgressioni ai surriferiti decreti deI Consiglio federale. A tale fine, occorrera segnatamente esigere, dagli appartenenti alla Citta libera di Danzica, ai territori orientali preeedentemente annessi all'Impero germanico, alla Bassa Stiria ed ai territori della Repubblica Cecoslo- vacca gia soggetti a controllo· tedeseo, la presentazione delle carte d'identita. I eompiti ehe derivano agli uffiei d'esecuzione e falli- menti, agli amministratori fallimentari ed ai liquidatori dai nuovi deereti deI Consiglio federale poterono essere limitati, eon l'introduzione di un valore minimo - relati- vamente elevato - di fr. 2000, solo partendo dal presup- posto ehe i detti uffiei, amministratori e liquidatori usino tutta la loro diligenza al fine d'evitare ehe gl'interessati abbiano ad eludere i decreti in parola e la presente eireolare con l'aoeorgimento della suddivisione deI credito, facendo segnatamente capo a dei prestanome. Nei casi sospetti, dovra percio essere. applicata la oircolare. Cosi pure, ove il ricavo di oggetti stimati ad un valore inferiore a fr. 2000 ecceda tale importo, occorrera informarne l'Ufficio svizzero di compensazione. Quest'ufficio non puo naturalmente essere gravato delle spese che risulteranno alle autorita d'esecuzione dai loro rapporti con esso. I disborsi e le tasse relativi vanno sopportati dal debitore (ovvero dalla massa), riservato l'eventuale obbligo d'anticipazione deI creditore. Schuldbetreibungs· und Konkursrecht. N° 12. H. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD- BETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER ARR~TS DE LA CHAMBRE DES POURSUlTES ET DES FAILLITES
12. Entscheid vom 14. Februar 1945 i. S. Kunz-Suter. Lchnpfändung, Ewistenzminimum (Art. 93 SchKG). 49 Kann der Schuldner Prämien für Versichenmg Angehöriger zum Existenzminimum rechnen 7 Saisie de salaire. Minimum vital (art. 93 LP). Doit-on considerer comme des depenses indispensables a I'entre- tien du debiteur les primes qu'il paye pour assurer 1es membres de la familie ? Pignoramento del salario. Minimo d'esistenza (Mt. 93 LEF). Il cosiddetto minimo d'esistenza garantito dall'art. 93 LEF EI comprensivo anche dei premi d'assicurazione corrisposti dal debitore per i membri della propria famiglia f A. - Das Betreibungsamt und die untere Aufsichts- behörde setzten das Existenzminimum des Schuldners und seiner - aus Frau und zwei Kindern bestehenden - Fa- milie auf monatlich Fr. 462.90 fest und lehnten daher die Pfandung einer Quote des Fr. 460.- betragenden Monats- lohnes ab. Im Existenzminimum ist inbegrifien ein Posten von Fr. 36.40 für Unfall- und LebensversicheIVJlgsprä- mien, der u. a. folgende Prämien umfasst: Unfallversicherung für Frau lind zwei Knaben Fr. 3.20 drei Heftli-Unfallversicherungen für gleiche Personen •............•. )) 2.40 drei Volks-Lebensversicherungen a Fr. 4.~ für gleiche Personen . . . . . . • . • . .. » 12.- Zusammen. . Fr. 17.60 In Gutheissung des Rekurses des' Gläubigers hat die obere Aufsichtsbehörde von den Versicherungsprämien die Fr. 2.40 und die m1fte der Fr. 12.- gestrichen, das Existenzminimum um diese Fr. 8.40 herabgesetzt und den 4 AS 71 III - 1945
60 Schuldbetreibungs- und KonkUl'Sl'ooht. N° 12. verbleibenden Überschuss pIändbar erklärt. Sie führt aus, es gehe entschieden zu weit, wenn der Schuldner seine Angehörigen doppelt gegen Unfall versichere. Gegen die drei Lebensversicherungen für Frau und Kinder wäre an sich nichts einzuwenden ; der Schuldner habe jedoch zwei der Policen für Vorschüsse von je Fr. 150.- bei der Ver- sicherungsgesellschaft verpf""andet, behandle also die ein- bezahlten Prämien als jederzeit greifbare Rücklagen. Unter diesen Umständen könne er nicht verlangen, dass ihm die laufenden Prämien voll auf den Notbedarf angerechnet würden. B. - Mit dem vorliegenden Rekurs beantragt der Schuldner Aufhebung des Entscheides der Vorinstanz und Ablehnung einer LohnpIändung. Die Sc1vuJiJ,betreibungs- und Konkurskamme:r zieht in Erwägung: Die Vorinstanz erklärte als nicht angängig, dass der Schuldner auf Rechnung des Existenzminimums Frau und Kinder doppelt gegen Unfall versichere, nämlich neben der gewöhnlichen Unfallversicherung- für monatliche Prä- mien von zusammen Fr. 3.20 noch in Form der Abon- nentenversicherung für je 80 Rp. Dass indessen auf die Anzahl der Versicherungen an sich nichts ankommen kann, erhellt ohne weiteres, sobald man sich die Frage stellt, ob die Prämien voll berücksichtigt wffi'den müssten, wenn es sich für jede Person nur um eine einzige Versicherung, aber mit um 80 Rp. höherer Prämie handeln würde. Es ist nicht ersichtlich, wo mit Bezug auf die Höhe der Ver- sicherung bezw. der Prämie die Grenze des Notwendigen und daher im Existenzminimum zu Berücksichtigenden zu ziehen wäre. Dasselbe gilt für die Lebensversicherungen für Frau und Kinder mit monatlichem Prämienaufwand von je Fr. 4.-, ganz abgesehen von der V6rpIändung zweier Policen zwecks Geldbeschaftung, sei es nun für eigene Bedürfnisse, des Rekurrenten oder, wie dieser behauptet, solche der versicherten Personen. Die Prämien Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 13. 51 für die Lebensversicherung Angehöriger können grund- sätzlich nicht als notwendige, das Existenzmjnimum des Schuldners erhöhende Zwangsausgaben anerkannt werden, und diejenigen für die freiwillige Unfallversicherung jeden- falls dann nicht, wenn diese nicht durch besondere Um- stände, etwa eine aussergewöhnliche UnfallgeIährdung der versicherten Angehörigen, gerechtfertigt werden kann, was vorliegend nicht geltend gemacht wird. Es sind mithin in der Aufstellung des Existenzminimums des Rekurrenten ausser den Fr. 8~40 auch die Fr. 3.20 und die restlichen Fr. 6.-, also der ganze Posten von Fr. 17.60 zu streichen. . . . . . . . .. . . . . . .
13. Auszug aus dem Entscheid vom 28. Februar 11)45 i. S. WteJd. Plä:ndungsankündig'IJ/ßg 'Und -Vollzug, Präsenzpflieht des Sc~uld ners Art. 90 91 SchKG. Der Pfändungsbeamte soll beI der zeitlichen An~etzung und bei der Durchf~g des ~~d~ vollzugs so vorgehen, dass dem Schuldner Dleht unnotlg ZeIt- verlust und Umstände entstehen. AfJis de saw. E:ekution ae la saisie. Obligation du ,debiteur d'assister als saisie, art. 90 et 91 LP. Le prepose ~)U 1 empl?ye qui proeede ala saisie doit en fixer le m?ment et a~r de m8.Dle~ a faire pardre le moins de temps posslble au deblteur et a. lUl epargner des desagrements inutiles. ' Awiso ßd esoouzione ael pignoratm6nto, obbligo dal <!-ebit<?re di assistere al pignoramento, art. 90 e ~1 L~F. TI fun~o~~o ehe prooede al pignoramento deve stabihrne 1 ora ed ~Ir? m _~odo di evitare al debitore perdite di tempo e moleshe mutIli. Der Betreibungsbeamte hatte die PIandung auf « vor- mittags)} angekündigt und forderte dann den Schuldn?r am Anfang des Vormittags zum Mitkommen auf den m einem andern Dorfteil befindlichen Platz der Pfändung auf, obgleich diese erst zu späterer Stunde stattfinden konnte. Die Sck/uJil,betr.- u. Konkurskammer zieht in Erwägung: -" . . . . . . W~ de~ Rek~rr~n~~ ilie'~~~~ der Pfändung lediglich auf « vormittags)} nicht präzis genu,g war, so