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CP • CPC. CPF. CPP. CPM. LA . LAMA LCA LF LP . OJ . ORI. PCF. PPF ROLF. CC CF CO CPS • CPC • Cpp. DCC LCA LCAV. LBP LF • LTM. OOP RPP StF • Code penal. Code de pr9cMure civiie. Code penal fMeral. Code de procedure penale. Code penar militaire. Lol federale sur la circulation des vehicules automobiles et des cycles. Loi sur l'assurance en cas de maladie ou d'accldents. Lol fMeraie sur le contrat d'assurance. Loi fMerale. Loi fMerale sur la poursuite pour dettes et la fallllte. Organisation judlclaire fMeraie. Ordonnance sur la realisation forcee des Immeubles. Procedure clvile federale. Procedure penale federale. Recueil officlel des lols federales. C. Abbrevlaziom itaJiane. Codlce clvile svlzzero~ Costltuzlone federale. Codlce delle obbllgazlonl. Codlce penale svizzero. Codlce dl procedura clvlle. Codlce di procedura penale. Decreto del Conslglio federale concemente la contrt- buzione federale di crisl (deI 19 gennalo 1934). Legg~ federale sul contratto d'assIcurazlone (dei 2 aprile 19(8). Legge federale sulla clrcolazione degli autoveicoli edel veloclpedl (dei 15 marzo 1932). Legge esecuzionl e fallimentL Legge federale. Legge federale Bulla. tassa d'esenzJone dal servlzlo mllitare (del 28 giugno 1878/29 marzo 1901). Organizzazlone giudlzlaria federale. Regolamento deI Tribunale federale concemente la realizzazJone forzata dl fondi (del23 aprile 1920). Legge federale sull'ordinamento dei funzionari federal (dei 30 giugno 1927). I. PERSONENRECHT DROIT DES PERSONNES
1. UrteD der II. ZlvUableUung vom 4. März 19-13 i .. S. Alt gegen WaIsenamt Frauenfeld. Wohnsitz, Art. 23 ff. ZGB. Der von der Heimatbehörde dauemd armenrechtlich in Obhut genommene Bürger behäJt den bisherigen Wohnsitz als fiktiven gemäss Art. 24, Abs. 1 ZGB nicht bei u,nd erwirbt im Heimat- kanton einen neuen Wohnsitz im Sinne des Art. 23 ZGB. Wohnort am Sitze· der Armenbehörde oder am Orte, welcher dem Schutzbefohlenen zum dauernden Aufenthalt angewiesen wurde! Le citoyen dont les autorites d'assistance, 8. son Heu d'origine, doivent prendre soin d'une mamere permanente ne conserve pas, 8. titre fictif, en vertu de l'art. 24 al. 1 ce, le domiciIe qu'iI a eu jusqu'alors, mais iI acquiert u,n nouveau domicile dans son canton· d'origine salon l'art. 23 ce. La domiciIe se trouve-t-iI au siege de l'autorite d'assistance ou au lieu OU l'interess6 a 6te pIace pour y demeurer d'u,ne maniere durable! Domicilio, art. 23 e sag. CO .. TI cittadino, ehe le autoritA lli assistenza deI suo luogo d'origine soccorrono in modo permanente, non eonserva., come fittizio, in virtU dell'art. 24 cp. 1 ce, iI domieilio sino allora avuto, ma acquista u,n nuovo domieiIio nel cantone d'attinenza ai sensi delI'art. 23 de. n domieilio si trova nel luogo ove risiedel'autoritA di assistenza. o nel luogo ove I 'interessa.to e stato posto per dimorarvi dure- volmente t A.- Adolf Alt, geb; 1880, welcher seit 1937 von der t:!ttangelischen Armenpflege seiner Heimatgemeinde Frauen- feid unterstützt wird, wohnte bis 1939 in Basel und nachher in Olten. Sein querulantisches Verhalten und ein Straf- untersuch wegen Unterlassung der polizeilichen Anmel- dung und wegen Hausierelis ohne Bewilligung führten im September 19~ zu einem psychiatrischen Untersuch in der kantoIUl.len Heil- und Pflegeanstalt Friedma.tt. Einen Monat spaiet wurde er in die Anstalt Münsterlingen versorgt, wo er stoh seither ununterbrochen aufhält. Das 1 AB 69 II - 1943
2 Personenrecht. N0 1. Gutachten dieser Anstailt vom 5. Februar 1942 stellt bei Alt eine Geisteskrankheit im Sinne von Art. 369 ZGB fest, sowie Gemeingefährlichkeit und Unmöglichkeit, sich in die Gesellschaft einzufügen. B. - Nachdem sich die Behörden von Olten und Basel als unzuständig erklärt hatten, leitete das Waisenamt Frauenfeld die Entmündigung ein. Das Bezirksgericht Frauenfeld wies die Einrede der Unzuständigkeit ab und bevormundete Alt wegen Geisteskrankheit. Mit Urteil vom 12. Januar 1943 bestätigte das Obergericht des Kantons Thurgau den erstinstanzlichen Entscheid. O. - Gegen das Urteil des Obergerichtes reichte Alt die zivilrechtliehe Beschwerde ein mit dem Antrage, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Klage wegen örtlicher Unzuständigkeit abzuweisen. Materiell wird das Urteil der Vorinstanz nicht angefochten. Das Bundesgericht zieht in Erwägung : Es steht fest, dass der Rekurrent mittellos, alt und geisteskrank ist. Die Heimatbehörden haben ihn deshalb aufgenommen und müssen dauernd für ihn sorgen. Alt kann nicht mehr an seinen frühern Wohnsitz Olten oder Basel zurnckehren. Diese Orte können deshalb nicht mehr der Wohnsitz im Sinne von Art. 23 ZGB sein; denn der blosse Wunsch, dort den Mittelpunkt des Lebens zu haben, genügt nicht. Der tatsächliche Aufenthalt muss hinzu kommen. Olten oder Basel können -deshalb nur als fiktiver Wohnsitz im Sinne des Art. 24 Abs. 1 ZGB in Frage kommen, wenn. der Beschwerdeführer inzwischen keinen neuen Wohnsitz begründet hat. Die heimatliche Armenbehörde muss dem mittellosen und geistig abnormalen Interdizenden dauernde Fürsorge gewähren und ihm auch die Wohnung anweisen. Der Rekurrent hat sich diesen Anordnungen zu fügen. Während sonst eine Person den W phnsitz frei wählt, ist es· hier der Wille der fürsorgenden Behörde, welcher den Mittelpunkt der Lebensbeziehungen des Rekurrenten bestimmt. An Personenrecht. N0 1. 3 Stelle des Wunsches des Versorgten tritt die verbindliche Weisung der Armenbehörde (BGE 65 II Nr. 17). Diesem Willen der Armenbehörde Frauenfeld muss bei der Wohn- sitzbegründung rechtliche Bedeutung beigemessen werden. Die Armenpflege gewährt Alt im Kanton Thurgau dauernde Fürsorge auf allen Lebensgebieten ; Alt hat deshalb im Kanton Thurgau, freiwillig oder unfreiwillig, den Mittel- punkt seiner Lebensbeziehungen. Würde man keinen Wohnsitz im Kanton Thurgau annehmen, so würde der Rekurrent ohne hinzutretende Entmündigung vielleicht sein Leben lang den fiktiven Wohnsitz in Olten oder Basel beibehalten, ohne dort den Mittelpunkt seines Lebens zu haben. Eine solche Auslegung hiesse den An- wendungsbereich des Art. 24 Abs. 1 ZGB überspannen; diese Gesetzesbestimmung will lediglich verhüten, dass eine Person überhaupt keinen Wohnsitz hat. Es ist rechtlich unerheblich, ob jemand nur deshalb seine Beziehungen zum früheren Wohnsitz nicht mehr auf:p.ehmen kann, weil er alt, mittellos und geisteskrank ist und daher der ständigen Fürsorge der Heimatgemeinde bedarf oder ob er zudem, wie es in BGE 65 II Nr. 17 der Fall war, noch armenpolizeilich vom früheren Wohn- sitz ausgewiesen ist. Massgebend ist lediglich die Tatsache, dass die örtlichen Beziehu:p.gen mit dem früheren Wohnort wegen Verarmung nicht mehr aufgenommen werden können so dass der Wohnsitz im Sinne von Art. 23 ZGB wegfäJIL Übrigens hätte es die Heimatbehörde meistens in der Hand, durch Verweigerung der Unterstützung Qie Ausweisung vom bisherigen Wohnsitz und die Heim- schaffung in die Heimat zu, erwirken. - Entscheidend ist· auch nicht, wie lange der Interdizend vor Anhebung der Bevormundung in der Heimat war, da der Wohnsitz nicht erst nach einem Aufenthalt von bestimmter Dauer erworben wird, sondern vom ersten Moment der Nieder- lassung an, sofern die andern Requisite des Wohnsitzes vorliegen. Ob Frauenfeld als Sitz der massgebenden Armenbe-
Familienrecht. N0 2. hörde oder Münsterlingen als Ort des tatsächlichen Aufent- haltes der Wohnsitz des Beschwerdeführers ist, kann dahingestellt bleiben, da § 47 lit. ades thurgauischen EG z. ZGB in Verbindung mit Art. 376 Aba. 2 ZGB bei armengenössigen Kantonsbürgern, welche im Kanton Thurgau den Wohnsitz haben, das Wa.isena.mt der Hei- matgemeinde als zuständige Vormundschaftsbehörde er- klärt. Demnach erkennt das Bundesgericht : Die Beschwerde wird abgewiesen. Vgl. auchNr. ll. - Voiraussino 11.
11. FAMILIENRECHT DROIT DE LA FAMILLE
2. Sentenza 11 fehhralo 1M3 della n sezfone eivile nella causa Tozzi contro Tozzf. Portata degli Mt. 7 h e 7 i della legge lederale 25 giugno 1891 sui rapporti di diritto eivile dei domieiUati e dei dimoranti (m. 61 deI titolo finale deI CC). [.a norma, secondo cui il coniu.ge straniero äomiciliato in Isvizzera d~ve provare che la legge 0 la giurisprudenza della sua patria rlconoscono la. competenza. deI giudice svizzero, e applicabile non soltanto al divorzio propriamente detto, ma. anche a.lla. separazione personale. 7!rogweita der Art. 7 k und 7 i NAG (Art. 61 ZGB'SchlT). Der in der Schweiz wohnende Ausländer hat nicht nur, wenn er auf Scheidung, sondern ebenso, wenn er auf biosse Trennung der Ehe klagt, nachzuweisen, dass die Zuständigkeit des schweizerischen Richters durch Gesetz oder Gerichtsgebrauch seines Heimatstaates anerkannt wird. PorMe de l'Mt. 7, Zetere k et i, LRDO (art. 61 CC tit. fin.). La regle suivant laquel1e l'epoux etranger domicilie an Suisse d?it prouver que fa loi ou 1& jurisprudence de son pays d'ori- gme reconnait la. competence du juge suisse s'applique non seulement au divorce mais aussi a la. separation da corps. Familienrecht. N0 2. BitenttJ,o in jatto : A. - L'undici settembre 1926, Alfio Tozzi, di nazions.- litä. italia.ns., ed Angelica Schira., di nazionalitä. svizzera, si univano in matrimonioa Loca.rno ed ivi prendevano domicilio, il marito esercitando il mestiere di scalpellino e Ia moglie Iavorando in uns. fabbrica. Dalla. loro unione nasceva, il 26 febbraio 1931, uns. bambina di nome Liliana. Rimasto disoccupato, il Tozzi partiva, nel settembre 1939, per l'Italia e si domiciliava nel comune di Lastra a Signa (Provincia di Firenze), ove aveva trovato lavoro in uno stabilimento industriale. Consenziente il marito, la moglie restava con la bambina a Loca.rno. : B. - Con petizione 25 marzo 1941 Angelica Tozzi conveniva il marito davanti alla Pretura di Loca.rno, affinche fosse pronunciata 180 separazione personale. n convenuto contestava, in virtil degli art. 7 Iett. h e 7 lett. i della Iegge federale 25 giugno 1891 sui rapporti di diritto civile dei domiciliati e dei dimoranti (LDD), Ia competenza deI giudice adito e, subordinatamente, concludeva pel rigetto della petizione nel merito. Con sentenza. 28 maggio 1942 il Pretore di Loca.rno si dichiarava competente ed ammetteva le domande dell'attrice. n Tozzi si aggravava alla. Camera civile deI Tribunale di appello deI Cantone Ticino, Ia quale, statuendo in data 16 ottobre 1942, dichiarava improponibile l'azione dell'attrice essenzialmente per le seguenti ragioni : Secondo i combinati art' 7 lett. h e 7 Iett. i della LDD, i tribunali svizzeri sono competenti per pronuneiare la separazione personale di coniugi stranieri, purehe la parte attrice sia domiciliata in Isvizzera e Ia Iegge 0 Ia giuris- prudenza della sua patria riconosca.no competente il giu- dice svizzero. Nel fattispecie la prima di queste condizioni e adempita, poiche l'attrice e autorizzata ad avere un domicilio separato da quello di suo marito ~he non e