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68_III_111

BGE 68 III 111

Bundesgericht (BGE) · 1942-01-01 · Italiano CH
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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 29.

possibile una eonfisea della somma in parola (art. 58 CPS).

Ne segue ehe il rifiuto di versare al Berger Ia somma in

eseussione opposto dall'uffieio a motivo dell'intervento deI

Procuratore pubblieo sottocenerino appare ingiustifieato.

2. -

Basandosi sulla nota 9 all'art. 150 LEF pubbli-

eata nel volume terzo della Sehuldbetreibungs- und Kon-

kurspraxis di JAEGER, l'Autoritä. eantonale di vigilanza

ha ordinato all'uffieio di provvedere alle eaneellazioni e

mutazioni di pegni immobiliari, servitu, eee., quantunque

la vendita dell'immobile non sia stata effettuata da esso,

ma dal proprietario in via privata, il quale gli ha versato

una parte deI prezzo di vendita perestinguere l'eseeuzione.

Ora un siffatto ordine non e ammissibile. Non si eompren-

de perehe l'uffieio dovrebbe provvedere, sotto Ia sua

responsabilita, alle eaneellazioni e mutazioni rese neees-

sarie da una vendita di diritto privato effettuata senza il

suo eoncorso, vendita di eui esso non eonosee nemmeno

le eondizioni. L'intervento dell'uffieio prescritto dall'art,

150 ep. 3 LEF e dagli art. 68 e 69 RRF eileorollario d'una

realizzazione da lui effettuata e non si giustifiea ehe in

questa eventualita. Se l'immobile e stato venduto senza

il eoneorso dell'uffieio dal proprietario ehe eol rieavo ha

estinto l'eseeuzione, torna applicabile l'art. 150 ep. 1 LEF,

seeondo il quale l'uffieio e obbligato soltanto ad esigere dal

creditore integralmente soddisfatto la restituzione deI

titolo quietanzato, a meno ehe il 9-ebitore, se si tratta

come nel fattispecie di una carteHa ipotecaria, faceia uso

della facolta ehe gli accorda I 'art. 873 CC, ossia ehieda

Ja rieonsegna deI titolo non invalidato.

La summenzionata nota 9 aH'art. 150 LEF invoea eome

argomento ehe, poiehe il debito in eseussione e stato

estinto mediante versamento all'uffieio, non si pub piu

esigere una « besondere Lösehung » deI ereditore. Ma per

ci<> non oeeorre ehe l'uffieio stesso provveda alle eaneel-

Iazioni e mutazioni rese neeessarie dalla vendita conelusa

senza il suo coneorso : basta eh'esso esiga dal ereditore,

oltre il titolo di eredito quietanzato, anehe una diehiara-

Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 30.

IU

zione di eonsenso aHa eaneeHazione deI pegno nel easo in

eui questo eonsenso sia neeessario, ossia quando il pegno

non e ineorporato in un titolo al portatore, il eui possesso

basta da solo a eonferire al debitore il diritto di ehiedere Ia

eancellazione.

La Oamera esecuzioni e fallimenti pron'Uncia :

Il rieorso e ammesso nel senso ehe I'Uffieio di eseeuzione

di Lugano e invitato a versare immediatamente Ia somma

in eseussione al ereditore proeedente dietro eonsegna delle

tre eartelle ipoteearie al portatore n.i 72, 450 e 109 di

2000 fehi. eiaseuna gravanti gli stabili ai mappali 1083

Ab in territorio di Lugano. Queste eartelle dovranno essere

eonsegnate eon quietanze, eome a riehiesta deI debitore

nel suo reelamo.

30. Entscheid vom 25. August 1942 i. S. Konkursamt WO.

Liegenschajtsverwertung im Konkurs.

1. Für eine Bewilligung nach Art. 128 Abs. 2 VZG bedarf es

wichtiger Gründe.

..

_.,

2. LiegeD; solche yor, so kann SICh ~m Pf~d&laublger mch~ der

Bewilhgtmg Wldersetzen wegen emes hangtgen KollokatIOns-

streites über seine eigene Forderung (arg. BGE 67 UI 46 zu

Art. 41 Abs. 1 VZG).

. .

.

3. Der im übrigen gerechtfertigten BeWllhgm:g steht auch D;lcht

entgegen ein Streit über die Zugehörelgenschaft geWlsser

Mobilien. Art. 41 Abs. 2, Art. 102, 130 VZG. Vor Erledigung

des Streites darf die Liegenschaft nur mit Einbeziehung d~r

streitigen Zugehör, nach Massgabe von Art. 57 VZG, auf die

Steigerung gebracht werden.

Realisation d,'immeubles dans la jaiUite.

l. L'autorisation prevue par l'art. 128 ~l. 2 ORI ne peut etre

accordee que s'il existe de justes motlfs.,

.

. .

2. Lorsque de justes motifs existent, un creanCler sruslssant. ne

peut s'opposer a I'autorisation en alIeguant que Ia collocatlOn

de sa propre creance fait l'objet d'un litige pendant (arg. RO

67 III 46 ad art. 41 al. lORI).

3. Lorsque l'autorisation est. ~n elle-m~e justifiee,. l'existence

d'un litige relatif a Ia quahte d'accessOlres de certalns meubles

ne saurait y faire obstacie. Art. 41 al. 2, art. ~02, 130 O~I.

Tant que dure le litige, l'immeuble ne peut etre mls aux encheres

qu'avec les accessoires litigieux conformement a I'art. 57 ORI.

112

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 30.

Realizzazione d'immobili; nel lalJimento.

1. TI permesso previsto daIl'art. 128 cp. 2 RRF pu<> essere accor-

dato soitanto se esistono gravi motivi.

2. Se siffatti motivi esistono, un creditore pignorante non pu<>

Dpporsi 801 permesso pel fatto che pende un processo circa. la

graduatoria deI suo credito (arg. RU 67 III 46 ad art. 41 cp. 1

RRF).

3. Se il permesso e in se giustificato, non EI di ostacolo l'esistenza

di una contestazione sulla qualita. di accessorio di certi mobili.

Art. 41 cp. 2, art. 102, 130 RRF. In pendenza della conte-

stazione, I'immobile pu<> essere messo aIl'asta soitanto con gli

aooessori litigiosi, conformemente all'art. 57 RRF.

A. -

Grauer wurde im Konkurse des Rudolf Müller,

mechanische Feinweberei in Niederbüren, für zwei Grund-

pfandforderungen von Fr. 6560.- und Fr. 3100.- mit

Zins ab 5. März 1942 und Fr. 32.30 Betreibungskosten

kolloziert, dagegen mit der Forderung von Fr. 798.35 für

Zins vor dem 5. März 1942 auf den beiden Grundpfand-

forderungen sowie Fr. 57.80 Betreibungskosten für die-

selben abgewiesen. Einige Maschinen wurden als ZugehÖl'

des Unterpfandes anerkannt; dagegen wurde der Pfand-

rechtsanspruch an andern Maschinen abgelehnt, weil sie

(wie den Angaben Grauers und auch des Konkursamtes

zu entnehmen ist) nicht Zugehör seien. Deshalb und wegen

der abgewiesenen Zins- und Kostenforderungen erhob

Grauer gegen die Konkursmasse Kollokationsklage. Wäh-

rend diese (und vorweg die Frage nach deren rechtzeitigen

Einreichung) noch nicht erledigt ist, hat das Konkursamt

die Verwertung der Liegenschaft a:ngeordnet.

B. -

Darüber beschwerte sich Grauer mit dem Antrag,

die Durchführung der Steigerung sei erst nach Erledigung

des Streites über die' Zugehöreigenschaft der in Frage

stehenden Sachen zuzulassen. Die kantonale Aufsichts-

behörde hiess die Beschwerde gut und ordnetij die Ver-

schiebung der Steigerung « bis zum Rechtskräftigwerden

des Laatenverzeichnisses)) an.

O. -

Diesen Entscheid zieht das Konkursamt (namens

der Masse) an das Bundesgericht weiter mit dem Antrag

auf Abweisung der Beschwerde des Grundpfandgläubigers

Grauer.

Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 30.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

zieht in Erwägung :

113

I. -

Mit Recht verlangte Grauer die Verschiebung der

Steigerung nioht im Hinbliok auf den sohwebenden S~~eit

über seine Zins- und Kostenforderungen. Er hat freIlICh

ein Interesse bereits vor der Steigerung zu wissen, ob

diese Forder~ngen (soweit sie als grundpfandversiohert in

Betracht kommen) zu Reoht bestehen oder nioht, um sein

allfälliges Angebot an der Steigerung darnach bemessen

zu können. Dieses Interesse eines Pfandgläubigers als

Gantliebhaber genügt jedoch nicht, um in einem Pfän-

dungs- oder Pfandverwertungsverfahren die Einstellung

der Grundstücksverwertung nach Art. 41 Abs. I/Art- 102

VZG zu erlangen, wie beim Streit über eine vorgehende

Pfandforderung des die Verwert·~mg verlangenden Glä~­

bigers (BGE 67 III 46 unten) so auch nicht beim StreIt

über die eigene Pfandforderung. Im Konkursverfa~ren ist

demgemäss ein solcher Streit kein Grund zur VerweIgerung

einer Bewilligung nach Art. 128 Abs. 2 VZG, wenn eben

({ ausnahmsweise »), d. h~ wegen wichtiger Gründe, Veran-

lassung zu deren Erteilung besteht. Solche Gründe er~eb~n

sich hier in der Tat aus den vom K?t1kmsamt bereIts m

kantonaler Instanz gemachteh DarWgungen. Je länger

mit der Verwertling zugewartet wird, desto mehr schwindet

darnach die Aussicht auf ein günstiges Ergebnis.

2. -

Die Vorinstahz giaubt anderseits die Verstei-

gerung nicht vor EfiiidiguIig des Streite~ ~ber die Zu~ehör­

eigenschaft gewisä@r Gtlgenstände bewilligen zu köIlD.en.

Allein ein solcher ~treit hindert nach Art. 41 Abs. 2/

Art. 130 Abs. I VZG gär nicht die Versteigerung der Lie-

genschaft samt der Zugehör nach Massgabe von Art. 5? I

Art. 180 Abs. 1 VZG, wobei der Erlös im Falle gemem-

samefi ZU86hlg,ges je nach dem Ausgang des Streites nach

Vorschritt von Art. 115 Abs. 2/Art. 132 VZG zu verlegen

sein wird. (vgl. auch BGE 54 III 19). Sowenig wegen eines

derartigen Streites im Pfändungs- oder Pfandverwertungs-

AS 68 ur -

1942

8

114

Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 30.

verfahren (Art. 102 YZG) die Grundstückverwertung ein-

gestellt werden müsste, sowenig ist deshalb eine im übrigen

durch wichtige Gründe gerechtfertigte Bewilligung nach

Art. 128 Abs. 2 VZG im Konkursverfahren zu verweigern.

Es macht hiefür keinen Unterschied aus, ob die betreffen-

den Gegenstände von der Konkursverwaltung als Zugehör

des Unterpfandes anerkannt sind und diese Eigenschaft

mit einer gegen die beteiligten Pfandgläubiger gerichteten

Kollokationsklage bestritten wird, oder ob, wie hier, ein

Pfandgläubiger auf Anerkennung einer von der Konkurs-

verwaltung verneinten Zugehöreigenschaft klagt. Art. 41

Abs. 2 VZG ist nicht nur für den Fall aufgestellt, dass die

Klägerrolle dem die Zugehöreigenschaft Bestreitenden

zukommt, was denn auch im Pfändungs- und Pfandver-

wertungsverfahren sowenig. wie im Konkurse durchwegs

der Fall ist (vgl. Art. 38 und 39 VZG, Nr. 19 der Anleitung

zur Grundstücksverwertung und die Formulare VZG

Nr. II und 12). In beiden Fällen muss eben gleichermassen

den einander gegenüberstehenden Interessen Rechnung

getragen werden. Entsprechendes ist für das Konkursver-

fahren anzuerkennen. Endlich ist Art. 41 Abs. 2 VZG,

auch für das Konkursverfahren, dahin zu präzisieren, dass

vor dem Austrag eines solchen Streites die Liegenschaft

nU1' unter Einbeziehung der Zugehör, auch der bestrittenen,

auf die Steigerung gebracht werden darf. Die erwähnte

V Ol'Schrift will eben die Möglichkeit einer gemeinsamen

Veräusserung der betreffenden Gegenstände mit der Lie-

genschaft gewahrt wissen nach Massgabe von Art. 57 VZG,

der die Möglichkeit einer getrennten Veräusserung je nach

dem Verlaufe der Steigerungsverhandlung immer noch

offen lässt.

Aus den vorliegenden Akten ~ht nicht hervor, ob die

bestrittene Zugehör in richtiger Weise in das Steigerungs-

verfahren einbezogen wurde. Sollte es nicht der Fall sein,

so wäre das Versäumte nachzuholen, nötigenfalls mit

nochmaliger Verschiebung des Steigerungstages.

Schuldbctr .. ibnngs. und Konlrur81'echt. No 31.

115

Demnach e·rkennt die Schuldbetr.- u. KonkuTskammer .-

Der Rekurs wird dahin gutgeheissen, dass der angefoch-

tene Entscheid aufgehoben und dem Konkursamt bewilligt

wird, die Liegenschaft schon vor Austrag der Sache auf

die Steigerung zu bringen, jedoch nur bei Einbeziehung

der streitigen Zugehör.

31. Auszu!l aus dem Entscheid vom 28. August 1942 i. S. Billeter.

Ist der Schuldner bevormundet., so steht das Recht zur Beschwerde

ftir ihn dem Vormund zu,

~ auch bei U rteiIsfähigkeit des Mündel!:!.

Wegen Unpfändbarkeit (Art. 92 SchKG) kann jedo<;h der u;teiIs:

fähige Mündel selbständig Beschwerde führen, Bel es allem, seI

es neben dem Vormund.

Art. 17, 47'92 SchKG.

Lorsque le debiteur est sous tutelle, son moit de porter plainte

est exerce par le tuteur,

_ meme dans le cas Oll le pupille est capable de discernement:

Toutefois, s'agissant de l'insaisissabiIiM (art. 92 LP), le pupIlle

capable de discernement peut porter plainte Iui-m,e,pe, soit

senl, soit a cure du tuteur.

Art. 17,47, 92 LP.

Se il debitore e sotto tutela, il suo diritto d'interporre reclamo

e esercitato dal tutore, anche se il tutelato e capace di discer-

nimento. Tuttavia, se si tratta d'impignorabilita (art. 92 LEF),

il tutelato capace di discernimento pub interporre lui stesso

reclamo, sia da solo, aia allato deI tutore.

Art. 17,47,92 LEF.

A. -

Die Kredit- und Verwaltungsbank Zug liess für

eine Forderung von Fr. 309.70 gemäss Verlustschein

gegen den Geschäftsreisenden G. Billeter, « unbekannten

Aufenthalts, bevormundet durch E. Lüssi ...)) arrestieren :

«im Hotel Zugerhof sich befindende Papiersäcke (Indu-

striedüten) und ein RegenmanteL)) Die Arresturkunde

verzeichnete unter 16 Nummern Gegenstände im gesamten

Schätzungswerte von Fr. 36.-. Die Abschrift wurde am

4. Mai 1942 an den Vormund des Schuldners gesandt.

B. -

Am 10./11. Juni 1942 führte der Schuldner, der

sich auf der Reise befunden und die Arresturkunde erst