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ObligaHonenrooht. N0 29.
2. -
Les deux juridictions cantonales nient la qualite
de « detenteur » de Morisod. Les faits constares par elles
de mani{~re a liet le Tribunal federal n'aboutissent pas a
une autre solution. La jurisprudence ne qualifie de deten-
teur que celui qui s'est charge de prendra soin de l'animal
et en tire profit d'une maniere durable (RO 58 II 374, c. 2).
Ce n'est pas le cas de Morisod. Ses relations avec les epoux
Renaud sont des relations d'entr'aide et de famille. Sa
mere s'est remariee avec Renaud. Il soutient pecuniaire-
ment le menage. C'est ainsi qu'il a garanti le bail, achere
et fourni la vache laitiere que les epoux Renaud devaient
avoir. Mais il ne vit pas aveceux. Il habite en ville, ou il
exploite une boucherie. Et s'il vient souvent en visite,
apporte de la viande, il ne se mele en rien a l'exploitation.
Le lait de la vache est consomme par le menage Renaud,
sauf une partie qui est vendue a l'administrateur de la
sociere proprietaire, lequel en paye le prix aRenaud.
Des lors, on ne saurait appliquer l'art. 56 CO a Morisod
et l'on ne voit pas non plus comment sa responsabilire
pourrait etre engagee en vertu da l'art. 41 CO.
3. -
Le detenteur, en l'espece, c'est indubitablement
le defendeur Renaud. Mais sa responsabilire ne peut etre
engagee que s'il existe un rapport de causalire entre le
comportement de la vache qu'il detenait et le dommage
subi par le demandeur le 22 aOllt 1937. Or les juges du
fait constatent que « la vache n'a pas touche Gerber» et
qu'« il n'est pas avere que Gerber ait eu le moindre con-
tact» avecla vache. Si le demandeur entendait neanmoins
rendre le defendeur responsable, il aurait du donner une
explication plausible de la maniere dont il avait ere blesse
et rendre pour le moins vraisemblable que sa chute etait
attribuable a une action quelconque de l'animal detenu
par Renaud. Or le demandeur n'a pu etablir cette vrai-
semblance. La Cour de Justice civile constate en effet
que, « dans son exploit de premiere instance, il dit avoir
voulu delivrer sa vache, mais que malheureusement il
fut renverse, ce qui implique qu'il aurait ere heurre;
Ohligationenrecht. N° :JO.
12!l
peu apres, il pretend qu'il a ere jete a terre par le cable qui
retenait sa propre vache; enfin, en comparution person-
nelle, il declare que la vache de Morisod a recuIe et qu'il
est tombe, mais qu'il ne sait pas pour quelle cause, s'il a
ere bouscule par une vache, s'il a bute contre le lien qui
attachait la sienne; qu'il ne peut rien affirmer si ce n'est
qu'il etait a core des deux animaux lors de l'accident ».
Des lors, on en est reduit a de simples suppositions. Elles
sont insuffisantes pour fonder une action en responsabilire.
La plus grande probabilite, c'est que le demandeur a
trebucM sur la corde par laquelle etait attacMe sa propre
vache. Si l'on voit dans ce fait vraisemblable la cause de
l'accident, le rapport de causalite avec la vache de Renaud
devient trop lointain pour que le juge puisse le retenir.
Et si meme on voit la cause premiere de la chute dans la
seule presence de la vache de Renaud sur le pre de Gerber,
soit dans un manque da surveillance du defendeur, le
fait du demandeur d'avoir bure contre la corde vient
interrompre cette causalite.
Le demandeur invoque en vain l'arret du Tribunal
federal RO 58 II 372. Il y a entre les deux especes des
differences essentielles qui sautent aux yeux lorsqu'on lit
l'expose des faits de l'affaire jugee en 1932.
Par ces motifs, le Tribunal fede1'al
rejette le recours et confirme l'arret attaque.
30. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung vom 1. Juli
1941 i. S.
Cbemodrog A.-O. gegen Konkursmasse der
Zentrifuga A.-G.
1. ErjüUung zweiseitiger Verträge, Art. 82 OB.. Ein z,!"eiseitiger
Vertrag nach Art. 82 OR liegt vor, wenn die Verpfhchtu~en
der beiden Vertragsparteien in ihrer Ents~~ung (j,~enetll~ch)
und in ihrer Erfüllung (funktionell) gegenseitIg bedingt smd.
Erw. 2.
.
. h
2. Die Abtretung einer Forderung ist, wenn die ParteIen m~ ts
Gegenteiliges vereinbaren, ein abstraktes Rechtsgeschäft;
l24
Obligatiollenrecht. N0 30.
daher geht die;Forderung auch dann an den Erwerber über.
wenn das Grundgeschäft an einem Mangel leidet. Erw. 4.
1. Execution de c~trats bilareraux, an. 82 00. Il y a contrat
bilateral au sens que prend ce terme aPart. 82 CO lorsque
les obligations reciproques des contractants dependent les
unes des autres pour leur naissance et leur execution. Consid. 2.
2. La ce8sion d'une creance est, sauf convention contraire des
panies, un acte juridique abstrait; c'est pourquoi la creance
passe sur la tete du cessionnaire alors meme que l'acte juri-
dique qui en est Ia cause est entache d'un vice. Consid. 4.
Adempimento di contratti bilaterali, an. 82 00.
I. Esiste un contratto bilaterale a'sensi dell'art. 82 CO allorehe
le obbligazioni reciproche dei contraenti dipendono le une
daIle altre per quanto riguarda la loro causa e il loro adempi-
mento. Consid. 2.
2. La Ce8sione di un credito e, salvo patto contrario delle pani,
un atto giuridico astratto; il credito passa quindi al cessionario
anche se l'atto giuridico ehe ne e la causa e viziato. Consid. 4.
Durch Vertrag vom '1. Dezember 1939 verpflichtete
sich die Beklagte, der Zentrifuga A.-G., deren ~onkurs
masse im heutigen Prozess Klägerin ist, ein Darlehen
von Fr. 20-25,000.- zu gewähren, wogegen die Zentrifuga
A.-G. ihren ganzen Bedarf an Rohmaterialien für Liefe-
rungen an die SBB und an die Postverwaltung bei der
Beklagten decken sollte. Im gleichen Vertrag zedierte
die Zentrifuga A.-G. der Beklagten bis zur Rückzahlung
des Darlehens und Bezahlung der Rechnungen ihre
sämtlichen gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen
aus den Lieferungsverträgen mit der SBB und der Post-
verwaltung. Schliesslich wurde noch vereinbart, dass der
Vertrag in allen seinen Bestimmungen dahinfalle, wenn die
Darlehenszahlungen der Beklagten bis Ende Januar 1940
nicht mindestens den Betrag von Fr. 20,000.- erreichen.
Da die Beklagte bis Ende Januar 1940 nur Fr. 4,000.-
leistete, erklärte die Zentrifuga A.-G. den Vertrag als
dahingefallen und teilte den SBB mit, dass Zahlungen
künftig wieder an sie zu leisten seien. Angesichts der
Ungewissheit über die Person des Gläubigers hinterlegten
die SBB den bis dahin fällig gewordenen Schuldbetrag
von Fr. 3667,35 beim Bezirksgericht Zürich.
Die Klägerin verlangt, der hinterlegte Betrag sei ihr
Obligationenrecht. N° 30.
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herauszugeben und der Vertrag vom 7. Dezember 1939
sei als ungültig zu erklären. Das Handelsgericht des
Kantons Zürich hat durch Urteil vom 16. Januar 1941
die Klage gutgeheissen. Das Bundesgericht weist die
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurück,
aus folgenden
Gründen:
1. -
...
2. -
Nach der Auffassung der Vorinstanz wäre der
Vertrag vom 7. Dezember 1939 in der Folge deshalb
dahingefallen, weil die Beklagte den vorgesehenen Min-
destbetrag von Fr. 20,000.- bis Ende Januar 1940 nicht
zu Darlehen gegeben habe. Die Beklagte hatte vergeblich
eingewendet, die Klägerin dürfe das Dahinfallen des
Vertrages nicht geltend machen, weil die Zentrifuga A.-G.
ihrerseits ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nach-
gekommen sei, indem sie entgegen Ziffer 6 des Vertrages
Rohmaterialien bei Dritten bezogen habe (Art. 82 OR).
Die Vorinstanz wies diesen Einwand mit der Begrün-
dung zurück, die Pflicht der Zentrifuga A.-G. zum Bezug
aller ihrer Rohmaterialien bei der Beklagten und die
Pflicht der letztem, der Zentrifuga A. -G. ein Darlehen
zu gewähren, stünden in keinem Austauschverhältnis
zueinander, sodass eine Berufung auf Art. 82 OR von
vornherein entfalle. Die Vorinstanz liess daher ungeprüft,
ob die Zentrifuga A.-G. ihre vertragliche Pflicht auf
Abnahme aller ihrer Rohmaterialien von der Beklagten
verletzt habe.
Wer bei einem zweiseitigen Vertrage den andern zur
Erfüllung anhalten will, muss nach Massgabe des Art.
82 OR entweder selbst bereits erfüllt haben oder die
Erfüllung anbieten, es wäre denn, dass er nach dem
Inhalte oder der Natur des Vertrages erst später zu
erfüllen hätte. Eine sinngemässe Anwendung dieser
Gesetzesbestimmung auf den vorliegenden Fall ergibt,
dass die Zentrifuga A.-G. ein Dahinfallen des Vertrages
gemäss dessen Ziffer 17 (Nichtleistung des Darlehens
126
Obligationenrecht. No 30.
durch die Beklagte) solange nicht geltend machen durfte,
als sie selbst ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht
nachgekommen war. Zu Unrecht möchte die Vorinstanz
diese Folge mit dem Hinweis auf ein mangelndes Aus-
tauschverhältnis zwischen der Pflicht zur Abnahme der
Rohmaterialien einerseits und derjenigen auf Darlehens-
gewährung anderseits ablehnen. Art. 82 OR setzt einen
gegenseitigen Vertrag voraus. Und ein solcher liegt vor,
wenn auf Grund eines Vertrages für zwei Vertragsteile
je eine Verpflichtung in der Weise begründet ist, dass
diese Verpflichtungen genetisch und funktionell vonein-
ander abhängen (vgl.
STAUDINGER, Komment. zum
deutschen BGB, 9. Aufl., 1IIl S. 457). Darüber, dass
vorliegend die beidseitigen Verpflichtungen im Sinne einer
genetischen Abhängigkeit ihrer Entstehung nach gegen-
seitig bedingt waren, d. h. die Verpflichtung des einen
nur mit der des andern Teils entstehen sollte, bedarf es
keiner weitern Ausführungen. Aber auch die gegenseitige
Bedingtheit in der Erfüllung (funktionelle Abhängigkeit)
ist gegeben, da auf der Hand liegt, dass der Darlehens-
geber sein Darlehen nur im Falle der Abnahme sämtlicher
Rohmaterialien seitens des Darlehensnehmers bei ihm zu
gewähren hatte, und umgekehrt eine Kaufsverpflichtung
in Bezug auf die Rohmaterialien nur für den Fall der
Ausrichtung des Darlehens eingegangen werden wollte.
Sollte daher, wie dies von der Bekla~ten behauptet wird,
die Zentrifuga A.-G. tatsächlich schon im Dezember 1939
Rohmaterialien bei Dritten bezogen und damit eine -
positive -
Vertragsverletzung begangen haben, so durfte
sie in der Folge auch kein Dahinfallen des Vertrages
gemäss dessen Ziffer 17 (wegen Verzögerung der Darle-
henshingabe) geltend machen.
Da die Vorinstanz auf Grund ihrer rechtsirrtÜIDlichen
Einstellung die Frage des Bezuges von Rohmaterialien
seitens der Zentrifuga A.-G. bei Dritten offen gelassen
hat, muss ihr Urteil aufgehoben und die Sache zu neuer
Beurteilung an sie zurückgewiesen werden.
Obligationenrecht. No 30.
127
3 ...
4. -
Sollte das neue Verfahren eine Vertragsverletzung
seitens der Zentrifuga A.-G. nicht zu erstellen vermögen,
sodass (wie in Erw. 3 dargelegt wird) der Hinfall des
Vertrages auf Ende Januar 1940 anzunehmen wäre, so
ist dann weiter zu sagen, dass die Vorinstanz in ihrem
heute zu überprüfenden Urteil an einen solchen HinfaU
rechtlich unzutreffende Folgen geknüpft hat. Sie steht
nämlich auf dem Boden, dass Nichtigkeit, Amechtbar-
keit oder Hinfall des Vertrages vom 7. Dezember 1939
geeignet gewesen wäre, die in diesem vorgesehenen und
in der Folge auch noch separat vollzogenen Abtretungen
von Forderungen gegenüber der eidgenössischen Post-
verwaltung und den SBB ohne weiteres hinfällig zu ma-
chen. Das trifft in Wirklichkeit nicht zu.
Die Abtretung ist ein formell selbständiges Rechts-
geschäft, durch das das abgetretene Recht selbst dann
auf den Erwerber übertragen wird, wenn das zu Grunde
liegende Rechtsgeschäft an einem zivilrechtlichen Mangel
leidet, ein Rechtsgrund der Zession also fehlt (vgl. BGE
24 II 924 und WOLFF, Wesen und Voraussetzungen der
Zession, S. 74 ff.; für das analoge deutsche Recht siehe
etwa Seufferts Archiv 69 Nr. 47, sowie OERTMANN, Recht
der Schuldverhältnisse, 5. Aufl., I. Abt., S. 434). Diese
abstrakte Beschaffenheit der Abtretung kann allerdings
von den Parteien beseitigt werden, indem sie die Zession
unter der Bedingung vornehmen, dass der von ihnen
vereinbarte Rechtsgrund wirklich vorliegt oder eintritt
(vgl. v. TUHR, Allgemeiner Teil des schweiz. Obligationen-
rechts, S. 719). Hierfür genügt es indessen nicht, dass
beide Geschäfte gleichzeitig abgeschlossen und im nämli-
chen Vertragsinstrument verbunden sind (vgl. auch
Reichsgerichtliche Entscheide in Zivilsachen 57, 96).
Damit wird vielmehr regelmässig höchstens die motiv-
mässige Abhängigkeit des einen Geschäfts vom andern
dargetan, die bei der Abtretung immer vorhanden ist,
weil jede Abtretung aus einem bestimmten Zweck heraus
AS 67 II -
1941
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Obligationenrecht. No 31.
erfolgt. Für eme rechtliche Bedingtheit muss mehr als
nur das verlangt werden, d. h. es muss sich einwandfrei
ergeben, dass nat;h dem Willen der Parteien Nichtigkeit,
Anfechtbarkeit oder Hinfall des Vertrages sich automa-
tisch auch auf die Abtretungen auswirken solle. Das
kann nun vorliegend schon im Hinblick auf allfallige
Forderungen der Beklagten aus ihren Warenlieferungen,
zu deren Begleichung ja die Abtretungen ebenfalls dienen
sollten, nicht angenommen werden, ganz abgesehen von
allfälligen Rückforderungsansprüchen bezüglich der zu
Darlehen gegebenen Beträge.
Demnach würde eine allfällige Nichtigkeit des Vertrages
vom 7. Dezember 1939 nicht auch die Nichtigkeit der
zu seiner Ausführung vorgenommenen Forderungsabtre-
tungen nach sich ziehen. Noch viel weniger könnte aber
eine Anfechtbarkeit jenes Vertrages den Rechtsbestand
der Abtretungen berühren. Und vollends wäre eine blosse
Hinfälligkeit des Vertrages zufolge Rücktritts einer Partei
an sich für den Bestand der Abtretungen ohne Bedeutung.
In allen diesen Fällen hätte die Klägerin vielmehr höchStens
einen obligatorischen Anspruch auf Rückgängigmachung
der Forderungsabtretungen, d. h. einen Anspruch auf
Rückzession, erworben.
31. Urteil der I. Zivilabteilung vom 30. September 1941
i. S. « Vita» I,ebensversicherungsgesellschaft 'gegen Bachmann.
Bürgschaft bei Schuldübernahme, Art. 178 Abs. 2 OR. Die zum
voraus erteilte Zustimmung des Bürgen zu jedem Schuldner-
wechsel ist ungültig; Art. 27 ZGB, Art. 20 OR.
Oautionnement, reprise de la dette garantie, art. 178 aI. 2 CO. La
clause par laquelle la caution consent d'avance atout change-
ment da debitaur n'est pas valable; art. 27 ce, art. 20 CO.
Fideiussione nel easo di assunzione di debito (art. 178 cp. 2 CO).
La clausola par cui il fideiussore si dichiara in anticipo d'ao-
oordo oirca ogni cambiamento di dabitore non e valida
(art. 27 ce, art. 20 CO).
Obligationenrooht. No 31.
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A. -
Die
« Vita»
Lebensversicherungsgesellschaft
gewährte der Baugenossenschaft « Markus» im Jahre
1934 ein Darlehen im Betrage von Fr. 360,000.-, wofür
ihr ein Schuldbrief im ersten Range auf der Liegenschaft
Überlandstrasse Nr. 3/5 in Örlikon eingeräumt wurde.
Für die gleiche Schuld ging der Beklagte Bachmann
mit sechs andern Bürgen am 27. Dezember 1933 eine
« Bürg-
und Selbstzahlerschaftsverpflichtung» ein, die
u. a. die Bestimmung enthielt: « Im Falle der 'Handän-
derung ist die « Vita» ermächtigt, nach freiem Ermessen
den alten Schuldner beizubehalten oder den neuen anzu-
nehmen; sofern die « Vita» den neuen annilnmt, so gilt
diese Bürgschaft ohne weiteres auch für den neuen Schuld-
ner geleistet und dauert in jedem Falle so lange fort, bis
die « Vita» für ihre sämtlichen Ansprüche· aus diesem
Schuldverhältnis befriedigt ist».
B. -
Zu Beginn des Jahres 1935 Wurde die Hotel
Markus A.-G. gegründet mit dem Zweck, das Hotel
Markus an der Überlandstrasse 3/5 zu erwerben und zu
betreiben. Die neue Gesellschaft übernahm die auf der
Liegenschaft haftenden Hypotheken im Betrage von
Fr. 500,000.-. Die Genossenschaft « Markus», die unter-
dessen zur Genossenschaft « Ackergut » geworden war,
kam am 14. Februar 1935 in Konkurs.
Am 14. Januar 1935 hatte das Grundbuchamt Schwa:"
mendingen der « Vita» von der Schuldübernahme im
Sinne von Art. 832 ZGB Kenntnis gegeben. Diese kehrte
auf diese Mitteilung hin nichts vor.
C. -
Im Jahre 1938 belangte die « Vita» den Beklagten
auf Grund seiner Solidarbürgschaftsverpflichtung auf
Bezahlung rückständiger Hypothekarzinsen von Fr. 8550.-.
D. -
Das Bezirksgericht Frauenfeld und das Obergericht
des Kantons Thurgau wiesen die Klage ab. Das Bundes-
gericht weist die Berufung der Klägerin gegen das Urteil
des Obergerichts ab.