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67_III_151

BGE 67 III 151

Bundesgericht (BGE) · 1942-06-13 · Deutsch CH
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150 Sclmldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 47. Au tnois de juiliet suivant, dame Gassler a intente une poursuite contre 'Son mari pour deux mensuaIites impayees. Le 2$ aout, l'office a saisi pour Ia duree d'une annee 50 fr. par mois sur le salaire du debite ur, mais a compter du 13 juin 1942 seulement ou d'une date ante- rieure, si la premiere poursuite venait a s'eteindre plus töt. Le protocole de l'office mentionne de nouveau que le debiteur consent a la saisie de 50 fr. par mois, mais l'acte ajoute que « cette saisie tombe en deuxieme serie, etant donne qu'il existe deja une saisie ». B. - Dame Gassler aporte plainte contre la decision de l'office, en concluant a la saisie avec effet immediat d'une somme de 60 fr. par mois au maximum et de 10 fr. au minimum. L'Autorite fribourgeoise de surveiliance a admis la plainte dans toute son etendue, « sans prejudice de la saisie existante dans la poursuite anterieure ». C. - Gassler recourt au Tribunal federal en concluant a l'annulation de cette decision. Extrait des motifs : ... (L'arret reIeve que le salaire du debiteur autorise ensoi uneretenue de 60fr. par moisen faveur dela femme). Le membre de la familie du debiteur qui requiert une saisie de salaire pour des aliments doit en principe se laisser opposer la retenue precedemment operee en faveur d'un creancier ordinaire. Toutefois, lorsque ce debiteur, au moment de la saisie anterieure, a neglige de faire etat de l'obligation d'entretien pour la quelle il est actuellement poursuivi, l'office doit saisir dans la nouvelle poursuite le montant auquel il aurait estime cette charge en fixant la part saisissable dans la premiere poursuite ; il appartient alors au debiteur de requerir la revision de la saisie ante- rieure, en invoquant la modification des circonstances. En l'espece, le debiteur a consenti lui-meme a une retenue de 120 fr. en faveur d'un premier creancier, non seulement sans egard a la pension alimentaire de sa femme - alors Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No -18. 151 deja fixee par jugement - mais dans l'intention precisement de se soustraire a l'obligation de la payer. Dans ces condi- tions, la saisie ordonnee par l'Autorite cantonale est pleinement justifiee. Comme toutefois, contre son attente, le debite ur se voit saisir une somme de 60 fr. en sus des 120 fr. deja retenus, illui sera loisible, ainsi que le releve l'arret attaque, de requerir une reduction correspondante de la premiere saisie, avec effet retroactif des l'execution de la seconde. De la sorte, il n'aura pas a souffrir que le minimum qui lui est indispensable soit ramene par la nouvelle poursuite au-dessous du chiffre fixe dans la saisie precedente. Par ces motifs, la Chambre des poursuites et des faiUites rejette le recours.

48. Entscheid vom 19. November 1941 i. S. Sigrist. Wechsel betreibung (Art. 177 ff. SchKG). Ein gezogener Wechsel, der den Namen des Bezogenen nicht angibt, ist unvollständig (Art. 991 Ziff. 3 und Art. 992 OR). Ein Akzept ersetzt diese Angabe nicht. Pour8Uite pour effets de change (art. 177 et sv .. L,P). L~ lettre ,de change qui ne mentionne pas le nom du tlre est mcomplete (art. 991, 3 et 992 CO) ; une acceptation ne peut tenir lieu de cette {mo.nciation. Esecuzione cambiaria (art. 177 e seg. LEF). La cambiale ?he non indica il norne deI t.rattario e incompleta (art. 991 cifra 3 e 992 CO) ; un'accettazione non puö fare le veci di questa indi- cazione. A. - Auf Grund einer Urkunde, deren Vorderseite lautet: « Stans, den 14. Nov. 1940 Fr. 1000.- Am 31. Mai 1941 zahle Sie gegen diesen prima Wechsel, an die Order eigene Volksbank Willisau A.-G. die Summe von Fr. Tausend 0/00 00266 152 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. No 48_ Wert laut Kau(.snachtrag v. 31. Okt. 1940 (Bel. Nr. 335) per aval Fr. M. Sigrist per aval W. Sigrist Frau K. Sigrist Hotel Rössli, Hergiswil Hotel de la Paix, ajSee. Luzern. » mit dem seitlich links, auf dem für die Annahme bestimm- ten Feld, angebrachten Namenszug eines Jak. Nyffeler, hat das Betreibungsamt Hergiswil auf Begehren der In- dossatarin Volksbank Willisau A.-G. einen Zahlungsbefehl zur Wechselbetreibung zugestellt an Frau Marg. Sigrist, Hotel Rössli, Hergiswil. B. - Die Betriebene hat diese Wechselbetreibung auf dem Beschwerdeweg als unstatthaft angefochten, weil der Forderungsurkunde ein wesentliches Erfordernis eines gezogenen Wechsels, nämlich die « Adresse» des Bezo- genen, fehle. Von der kantonalen Aufsichtsbehörde am

27. Oktober 1941 abgewiesen, hält sie mit dem vorliegen- den Rekurs am Antrag auf Aufhebung der Wechsel- betreibung fest. Die Schuldbetreibungs- und Konlcurskammer . zieht in Erwägung : Die Betreibungsbehörden haben sich an Hand des ihnen vorzulegenden Wechsels oder Checks zu vergewis- sern, ob die Forderung, für die der Gläubiger Wechsel- betreibung verlangt, sich wirk~ch auf einen Wechsel oder Check gründe, d.h.vor allem, ob die vorgelegte Urkunde die wesentlichen Erfordernisse eines Wechsels oder Checks erfülle (Art. 177 SchKG). Als gezogener Wechsel kann nun nach Art. 992 OR nicht gelten eine Urkunde, « der einer der im vorstehenden Artikel bezeichneten Bestand- teile fehlt ll, insbesondere nach Art. 991 Ziff. 3 « der Name dessen, der zahlen soll (Bezogener»). In dieser Hinsicht anerkennt ..(\rt. 992 keine Ausnahme .. Damit ist gesagt, dass in der Urkunde angegeben sein muss, an wen sich die Zahlungsanweisung richtet. Daran fehlt· es hier. Die unter die Namen der Bürgen geschriebene Orts- Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 48. 153 angabe « Hotel Rössli, Hergiswil a/Soo» scheint einfach die nähere Adresse der Bürgen zu bezeichnen, gleichwie die anscheinend von der gleichen Hand unter die Unter- schrift der Ausstellerin gesetzten Worte « Hotel de la Paix, Luzern )} die Adresse der letztern bezeichnen_ Sollte aber mit der erstern Angabe die Adresse des Bezogenen gemeint sein, was aus der Urkunde nicht erhellt, so fehlt es doch an der vom Gesetze geforderten Namensangabe. Immer angenommen, die Worte « Hotel Rössli ... » betref- fen den Bezogenen, könnte nicht etwa der Besitzer dieses Hotels als unzweideutig bezeichnet gelten. Ist doch bei einem Hotel nicht von vornherein ausgemacht, dass es vom Eigentümer selbst betrieben wird, noch, dass eine einzige Person Eigentümer oder gegebenenfalls Pächter ist, ganz abgesehen davon, dass das Eigentum oder die Pacht seit Ausstellung des Wechsels auf eine andere Person übergegangen sein kann ohne Übernahme solcher Verbindlichkeiten des Vorbesitzers. Über das vom Gesetz klar und deutlich formulierte Erfordernis der Namens- angabe lässt sich schlechterdings nicht hinwegsehen. Dass nach Art. 997 OR die Ungültigkeit einzelner auf dem Wechsel stehender Unterschriften keinen Einfluss auf die Gültigkeit der übrigen hat, steht mit der Strenge der Art. 991/992 betreffend die erforderlichen Angaben nicht in Widerspruch. Diesen Bestimmungen ist genügt, wenn der Wechsel vollständig als gezogener Wechsel formuliert ist und insbesondere auch einen mit Namen bezeichneten Bezogenen angibt, aber nicht, wenn es schon an den erforderlichen Angaben fehlt. Die Art. 991 und 992 bieten endlich keinen Halt für die im Schrifttum vereinzelt vertretene Ansicht, die fehlende Angabe des Namens des Bezogenen werde gege- benenfalls durch ein Akzept ersetzt. Aus den erwähnten Vorschriften ist vielmehr zu schliessen, dass niemand, auch der Akzeptant nicht, wechselmässig verpflichtet ist, wenn der Wechsel die erforderliche Angabe eines Bezo- genen nicht enthält. Davon haben die Betreibungsbehör- 154 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 49. den jedenfalls soIa,nge auszugehen, als keine massg~bende Gerichtspraxis für eine Milderung im Sinne jener Lehr- meinung besteht. 'Ein Wechsel wie der vorliegende kann , somit nicht als einwandfreie Wechselurkunde angesehen werden, wie dies für die Einleitung einer Wechselbetrei- bung erforderlich wäre. Als eigener Wechsel ist der vor- liegende nicht ausgestellt; übrigens gibt es keine eigenen Wechsel an eigene Order. Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer : Der Rekurs wird gutgeheissen und die Wechselbetrei- bung aufgehoben.

49. Arret du 10 deeem.bre 1941 dans Ia cause Erard. Poursuite consecutive au seque8tre. Le fait par le creancier seques- trant de demander Ia suspension de la procedure de mainlevee ne snffit pas pour lui faire perdre Ie benefice du sequestre (changement de jurisprudence). La suspension peut etre com- mandee par les nooessites memes de la poursuite, et la perte des avantages resultant du sequestre est une sanction q\li ne doit etre appliquee qu'au creancier negligent ou a celui qui agit par esprit de chicane. Art. 278 LP. At'1'e8tpr08eq1cierung. Ein Begehren des Gläubigers um Einstellung des Rechtsöffnungsverfahrens macht den Arrest nicht ohne weiteres hinfällig (Aenderung der Rechtsprechung). Solche Ein- stellung kann aus Gründen des Betreibungsverfahrens geboten sein. Nur der nachlässige oder arglistig handelnde Gläubiger setzt sich der Verwirkung der durch den Arrest begründeten Rechte aus. - Art. 278 SchKG. Esecuzione cOnsecutiva al sequestro. La domanda deI creditore sequestrante volta a far sospendere la procedura di rigetto non basta a fargli perdere il beneficio deI sequestro (cambia- mento di giurisprudenza). La sospensione pUD essere indicata per motivi inerenti alla procedura esecutiva. La perdita dei beneficio deI sequestro e una sanzione ehe dev'essere applicata soltanto al creditore negligente 0 al creditore ehe procede dolosamente. Art. 278 LEF. A. - Le 17 JUlll 1941, Joseph Queloz a fait operer un sequestre contre Henri Erard. La requisition de 8e- questre etait fondee sur un acte de defaut de biens apres Schuldbctreibungs. und Konkursrecht. N'o 49. ).,., faillite. Le sequestre a eM suivi d'une poursuite intentee en temps utile. Le debiteur ayant fait opposition et conteste en meme temps etre revenu a meilleure fortune, le crean- eier a alors saisi le President du Tribunal de Porrentruy d'une demande tendante a la fois a faire constater le retour a meilleure fortune et prononcer la mainlevee de l'opposition. (D'apres le droit bernois, c'est au meme magistrat a connaitre des deux actions et celle-ci peuvent etre liees.) Mais il requit en meme temps le President du Tribunal de suspendre cette procedure jusqu'a solution d'une action en contestation de revendication qu'il avait egalement engagee, d'autre part, a la suite d'une tierce revendication des objets sequestres. B. - Estimant que cette demande de suspension equi- valait a un retrait pur et simple de I'action en constata- tion de retour a meilleure fortune et en mainlevee d'oppo- sition, le debiteur a requis l'office de declarer le sequestre caduc. L'office ayant refuse de faire droit a cette demande, le debiteur a repris ses conclusions par voie de plainte. Par decision du 13 novembre 1941, l'Autorite de sur- veillance des offices des poursuites et des faillites du Canton de Berne a rejete la plainte. Elle releve que, suivant l'art. 278 LP, le creancier sequestrant a la poursuite duquel il est fait opposition doit, pour sauvegarder ses droits, intenter l'action CD mainlevee d'opposition dans les dix jours, mais que, si le debiteur conteste en meme temps etre revenu a meilleure fortune, le creancier doit egalement ouvrir action en constatation du retour a meilleure fortune dans le delai de dix jours. En pareil cas, la procooure de mainlevee se trouve suspendue de par la loi meme jusqu'a solution de cette seconde action. Or, dit l'autoriM cantonale, une action en contestation de revendication peut avoir a son tour le meme effet sur l'action en constatation de retour a meilleure fortune et 1'0n ne saurait admettre alors qu'une demande de suspension soit assimilee a un acte dilatoire.