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61_II_254

BGE 61 II 254

Bundesgericht (BGE) · 1935-01-01 · Deutsch CH
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Ohligation"nrecht. N° 57.

activiM: la v~nte de tissus d'ameublement dont elle

s'occupe depuis 1930 et qui n'est pas sans rapport avec

son commerce ae papiers peints. Le defendeur objecte, il

est vrai, que la demanderesse peut s'adresser ailleurs qu'a

Paris, mais le juge du fait constate de maniere a lier le

Tribunal federal que les maisons syndiquoos parisiennes

ont des specialites dont elles possMent l'exclusivite. Le

juge cantonal constate meme que les trois fabriques qui

ont boycotte la demanderesse avaient certaines specialiMs

(copies d'ancien) qu'on ne pouvait acheter autre part. Le

refus de Oharles Burger & Oie de se joindre a la mesure

de coercition n'en annihile donc pas les effets domma-

geables ...

Quant au montant des dommages-interets, il n'y a pas

de motifs de modifier le chiffre de 2500 fr. pourperte de

c1ientele fixe ex aequo et bono par la Cour cantonale en

vertu de l'art. 42 al. 200, ni la somme de 2000 fr. allouoo

a la demanderesse parce qu'elle n'a pu utiliser les echan-

tillons payes aux trois fournisseurs de tissus d'ameublement

qui ont cesse leurs relations d'affaires avec elle ...

Par ces moti/s, le Tribunal /eiMral

rejette le recours et confirme l'arret attaque.

57. Al181Ug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung

vom 15. Oktober 1935

i. S. Oberhänsli gegen Zürcher Ziegeleien A.-G.

Inwieweit ist; eine L e h m g r u b e ein Wer k im Sinne von

Art. 58 OR?

Die erste Instanz hat die Anwendbarkeit des Art. 58 OR

verneint mit der Begründung, eine Lehmgrube sei kein

Werk, weil sie nicht erst erstellt zu werden brauche. Diese

Auffassung wird jedoch dem Rechtsbegriff des Werkes,

wie er sich in der Praxis des Bundesgerichtes herausgebildet

Obligationellrecht. No 58.

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hat, nicht gerecht. Wenn auch der Erdboden in seiner

natürlichen Gestalt kein Werk ist, so gilt er doch als solches,

sobald er durch die Hand des Menschen so umgewandelt

worden ist, dass er in seiner neuen Gestalt zu einer Quelle

ähnlicher Gefahren für Dritte werden kann, wie sie einem

Gebäude innewohnen (BGE 44 II S. 189). In Anwendung

dieses Grundsatzes hat das Bundesgericht denn auch schon

wiederholt Gräben, die bei Tiefbauarbeiten ausgehoben

wurden, als Werke bezeichnet (BGE 25 II S. III; 42 II

S. 256). Danach müssen aber auch die Gräben, die sich im

Verlaufe der Ausbeutung einer Lehmgrube bilden, als

"Werke betrachtet werden. Dass die Gräben nicht Selbst-

zweck, sondern nur die natürliche, sogar unerwünschte

Folge der Ge"winnung von Material zum Zwecke der indu-

striellen Verwertung sind, ist nicht von entscheidender

Bedeutung, wie gerade das Beispiel der Gräben bei Tief-

bauarbeiten beweist, die ja ebenfalls nicht" Selbstzweck

sind.

Wenn daher in BGE 32 II S. 557, 'auf welchen Ent-

scheid sich die erste Instanz gestützt hat, beiläufig bemerkt

wird, dass eine Lehmgrube kein Werk sei, so hält diese

Auffassung, soweit darunter auch eine durch menschliche

Tätigkeit bewirkte Umgestaltung des Erdbodens verstan-

den wird, einer erneuten Prüfung nicht stand.

58. Auszug aus dem Orteil der I. Zivilabteilung

vom 15. Oktober 1935

i. S. 'l'schumper, Zeidler 8G Oie. in Liq. gegen Koser.

Die Ver jäh run g s f r ist für den Anspruch auf R ü c k .

gab e des Gel eis t e t e n, sowie für den S c h ade n -

e r s atz ans pr u c h beim Rücktritt vom zweiseitigen Ver-

trag beträgt 1 0 Ja h r e. Art. 109 OR.

1. -

Die von der Beklagten gegenüber dem Rückgabe-

anspruch des Klägers gemäss Art. 109 Abs. 1 OR erhobene

Einrede der Verjährung wäre nur begründet, wenn dieser