Sachverhalt
Dame Jenny-Marie Weber, nee Bornet, veuve de Henri-Germann Weber, est decedee a Geneve, le 10 juin 1931 sans laisser d'ascendants ni de descendants. Ses seuls Mritiers legaux etaient :
1) Henri-Jean-Franl}ois Bornet, son frere,
2) Eugerue-Marie Bornet, sa srour,
3) Jeanne Willen, nee Bornet, sa niece,
4) Marie Bornet, sa niece. La defunte avait fait le testament olographe ci-apres: « Le 12 fevrier 1931 - Testament de Vve Germann » Weber-Bornet, le 12 fevrier 1931. - Le douze fevrier 1931. » Ceci est mon testament etant saine de corps et d'esprit » fait le deux janvier mil neuf cent trente a mon domicile, » Villa Massis, Avenue Potter Pinchat/Carouge. » Je demande donc a la personne que je vais designer de I) bien vouloir accepter la mission d'executeur testamentaire, » car je tiens essentiellement que mes dernieres volontes » soient respectees strictement.
Erwägungen (2 Absätze)
E. 0 19. 115 der schweizerische Gerichtsstand von Frankreich aner- kannt werde, hat die Klägerin nicht nachgewiesen. Aus der bisher bekannten französischen Rechtsprechung geht vielmehr das Gegenteil hervor (vgl. BECK Nr. 137 zu Art.
E. 7 h NAG, sowie SECRETAN, im Journal des Tribunaux, Jahrg. 1925 S. 419 und dort angeführte französische Praxis). II. ERBRECHT DROIT DES SUCCESSIONS
19. Extrait da l'arrit da 1a. IIme seation aivile du 16 fevrier 1933 dans la causa Cuendet contre Bornet. Testament olographe. Nullite d'un post-scriptum ajoute apres la signature et non signe lui-meme. A. - Dame Jenny-Marie Weber, nee Bornet, veuve de Henri-Germann Weber, est decedee a Geneve, le 10 juin 1931 sans laisser d'ascendants ni de descendants. Ses seuls Mritiers legaux etaient :
1) Henri-Jean-Franl}ois Bornet, son frere,
2) Eugerue-Marie Bornet, sa srour,
3) Jeanne Willen, nee Bornet, sa niece,
4) Marie Bornet, sa niece. La defunte avait fait le testament olographe ci-apres: « Le 12 fevrier 1931 - Testament de Vve Germann » Weber-Bornet, le 12 fevrier 1931. - Le douze fevrier 1931. » Ceci est mon testament etant saine de corps et d'esprit » fait le deux janvier mil neuf cent trente a mon domicile, » Villa Massis, Avenue Potter Pinchat/Carouge. » Je demande donc a la personne que je vais designer de I) bien vouloir accepter la mission d'executeur testamentaire, » car je tiens essentiellement que mes dernieres volontes » soient respectees strictement.
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
18. Auszug aus dem Beschluss der II. Zivilabteilung
vom 99. Juni 1933 i. S. Schmidlin gegen Schmidlin.
Ehescheidung
ausländischer
Ehegatten
verschiedener Staatsangehörigkeit:
Der Kläger hat nachzuweisen, dass der geltend gemachte Schei-
dungsgrund und der schweizerische Gerichtsstand nach Gesetz
oder Gerichtsgebrauch nicht nur seiner eigenen Heimat,
sondern auch derjenigen des Beklagten anerkannt ist.
Ist der Kläger he i m a tl 0 S, so wäre dieser Nachweis nur für
seine eigene Person entbehrlich, nicht aber auch mit Bezug
auf den Beklagten.
Art. 7 h NAG.
Die ehemals in der Schweiz heimatberechtigt gewesene
Klägerin hatte 1915 dt:n Beklagten, damals Elsass-Loth-
ringer, geheiratet und dadurch das deutsche Bürgerrecht
erworben. Nach Friedensschluss hat der Beklagte für
sich und die Kinder für das französische Staatsbürgerrecht
optiert, die Klägerin dagegen nicht. Im Scheidungs-
prozess, den sie in der Folge nach ihrer Übersiedelung in
die Schweiz in Basel einleitete, hatte das Bundesgericht
bei Behandlung eines Armenrechtsgesuches zur Frage
Stellung zu nehmen, ob der schweizerische Gerichtsstand
gegeben sei. Es hat diese Frage verneint aus folgenden
Erwägungen:
Nach Art. 7lit. h NAG kann ein ausländischer Ehegatte,
der in der Schweiz wohnt, eine Scheidungsklage beim
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Familiellrecht. N° 18.
Richter seines vVohnortes anbringen, wenn er nachweist,
dass nach Gesetz oder Gerichtsgebrauch seiner Heimat
der geltend gemachte Scheidungsgrund zugelassen und
der schweizerische Gerichtsstand anerkannt ist. Zwar
spricht die erwähnte Bestimmung nur von der Heimat
des Klägers. Das erklärt sich daraus, dass das Gesetz
davon ausgeht, dass beide Ehegatten dem nämlichen
Staat angehören, was ja in den weitaus meisten Fällen
zutrifft. Der Sinn der Bestimmung geht jedoch dahin,
die Scheidung nichtschweizerischer Ehegatten in der
Schweiz nur dann zuzulassen, wenn mit den Heimat-
staaten dieser Personen keine Konflikte bezüglich des
Zivilstandes entstehen können. Infolgedessen muss in
denjenigen Fällen, wo die bei den Parteien nicht die
nämliche Staatsangehörigkeit besitzen, der Kläger den
ihm durch Art. 7 h NAG auferlegten Nachweis sowohl
für sich selbst als auch für den Beklagten erbringen
(vgl. BECK Nr. 45 zu Art. 7 h NAG -
Art. 59 SchI. T.
zum ZGB -
und dort angeführte Literatur). Hievon
wäre die Klägerin nur befreit, wenn sie selbst Schweizer-
bürgerin wäre; denn dann hätte man es nicht mit einer
Ehe unter Ausländern zu tun und Art. 7 h NAG käme gar
nicht zur Anwendung (BGE 40.1 426 Erw.3.). Allein die
Klägerin hat ihre schweizerische Staatsangehörigkeit durch
ihre Heirat im Jahre 1915 verloren und ist Deutsche
geworden. Schweizerbürgerin konnte sie nur auf dem
ordentlichen Weg der Wiedm-einbürgerung wieder werden.
Dass dieser Weg eingeschlagen worden sei, hat sie selbst
nicht behauptet. Ob sie Deutsche geblieben oder, sofern
hiefür das Bürgerrecht eines deutschen Gliedstaates
erforderlich wäre, heimatlos geworden ist, kann dahin-
gestellt bleiben; denn im letztern Fall wäre wohl der
Nachweis nur für ihre eigene Person entbehrlich (vgl.
BECK Nr. 36 und dort angeführte Entscheidungen),
nicht aber auch mit Bezug auf den Beklagten. Hier steht
nun fest, dass der Beklagte heute Franzose ist und in
Frankreich Wohnsitz hat. Dass unter diesen Umständen
}<~rbrecht. ~
0 19.
115
der schweizerische Gerichtsstand von Frankreich aner-
kannt werde, hat die Klägerin nicht nachgewiesen. Aus
der bisher bekannten französischen Rechtsprechung geht
vielmehr das Gegenteil hervor (vgl. BECK Nr. 137 zu Art.
7 h NAG, sowie SECRETAN, im Journal des Tribunaux,
Jahrg. 1925 S. 419 und dort angeführte französische
Praxis).
II. ERBRECHT
DROIT DES SUCCESSIONS
19. Extrait da l'arrit da 1a. IIme seation aivile
du 16 fevrier 1933 dans la causa Cuendet contre Bornet.
Testament olographe. Nullite d'un post-scriptum ajoute apres la
signature et non signe lui-meme.
A. -
Dame Jenny-Marie Weber, nee Bornet, veuve de
Henri-Germann Weber, est decedee a Geneve, le 10 juin
1931 sans laisser d'ascendants ni de descendants. Ses seuls
Mritiers legaux etaient :
1) Henri-Jean-Franl}ois Bornet, son frere,
2) Eugerue-Marie Bornet, sa srour,
3) Jeanne Willen, nee Bornet, sa niece,
4) Marie Bornet, sa niece.
La defunte avait fait le testament olographe ci-apres:
« Le 12 fevrier 1931 -
Testament de Vve Germann
» Weber-Bornet, le 12 fevrier 1931. -
Le douze fevrier 1931.
» Ceci est mon testament etant saine de corps et d'esprit
» fait le deux janvier mil neuf cent trente a mon domicile,
» Villa Massis, Avenue Potter Pinchat/Carouge.
» Je demande donc a la personne que je vais designer de
I) bien vouloir accepter la mission d'executeur testamentaire,
» car je tiens essentiellement que mes dernieres volontes
» soient respectees strictement.