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Staa.tsreeht.
qualite d'une partie. Sans doute le president de r office da
contröle n'est-il pas nomme pour chaque cas puticulier;
il fonctionne pour tous les eas qui se presentera.ient pendant
dem: ans. Mais il est nomme par 1e eomite centml et non pa.r
une autorite en dehors de la FMeration. Quant aux deux
autres membres de l'office, non seulement l'un d'entre eux
est designe par le bureau du comite central, mais tous deux
« doivent etre choisis parmi les mem bres du comite oontral
et leurs suppleants» (art. 28). On voit donc que meme
l'ineulpe n'est pas libre dans SOll choix et qu'en definitive
l'office de contröle est une emanation du comite central, tant
par le mode de sanomination que par la limitation du ehoix
de ses membres. Le seul bit qua le president n'appartient
pas necessairement a la F. H. ne suffit pas pour liransformer
l'office de contröle -. organe corporatif -- en tribunal
arbitral neutre et independant, ni ses decisions en jugements
executoires au sens de l'art. 81 LP.
5. -
Le President du Tribunal de Neuehä.tel ~ done eu
raison de refuser la main-Ievee de ]' opposition.
Il est indifferent a eet egard qua l'intime ait designe sans
protester I'un des membres de l'office de contröle. En ce
faisant, il s'est borne a contribuer a la constitution d'un
organe statutaire, mais il n'a point reconnu que la decision
qui serait rendue devrait etre. assimilee a un jugement
arbitral proprement dit, sans recours possible aux tribunaux
en cas de eontestation.
TI est egalement sans importance que la decision de I'office
de contröle aurait pu etre deferee au « tribunal arbitral »
prevu par l'art. 32 des statuts (et il n'est pas necessaire de
resoudre ici la question discutable de savoir si la seule
facuIM de recourir a une autoriM superieure eonstituee
conformement aux exigences susenoncees suffirait pour
conferer force executoire a la decision de l'organe sodal dans
le cas ou I'interesse renoncerait aen rappeIer acette autoriM).
En effet, le mode de designation du tribunal arbitral de la
F. H. donne aussi une influence preponderante a la Federa-
tion, car, sur cinq membres, dem: doivent faire partie du
Eigentumsgarantie. N° 31.
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comite central et sont nommes par Iui, et un troisieme est
designe par Ia Federation, soit par son comite central,
lorsqu'elle est partie au litige (art. 22 et 29 des statuts).
L'equilibre est donc rompu en faveur de l'association.
Enfin, i1 importe peu que le juge de main-Ievee et Ia cour
de cassation cantonale se soient fondes sur d'autres motifs.
La question de la force executoire d'un jugement doit etre
examinee d'office, car elle est d'ordre public.
Il est des Iors superflu d'examiner les autres questions
soulevees par les parties.
Par ces motijs, le Tribunal fliteral
rejette le recours.
VI. EIGENTUMSGARANTIE
GARANTIE DE LA PROPRLErE
31. Urteil vom 27.Juni 1931 i. S. Soherer
gegen Regierungsra.t des Ka.ntons Solothurn.
1. Eigentum'3garantie (Art. 15 sol. KY) schLitzt aUe vermögens-
werten Privatrechte. Erw. 1.
-
auch die durch einseitigen öffentlich-rechtlichen
Akt
begründeten Rechte, sofern sie zur Zeit. der Schaffung der
Eigentumsgara.ntie unter den Privatrechten mitverstanden
werden wollten: Erw. 1.
Die Eigelltumsgarantie wird nur durch sold.e behördliehe
Eingriffe verletzt, denen eine gesetzlich::; Grundlsge fehlt,:
Erw.2.
-
ist eine gesetzliche Grundl&ge vorhanden, so fragt sieh nur,
ob der angefochtene Eingriff auf willkürlicher Auslegung
dieser gesetzlichen Bestimmungen beruhe oder ob diese
Bestimmungen in der ihnen gegebenen Amdegung e.nder-
weitig ein verfassungsmassiges Recht verletzen: Erw. 2.
2. Art. 6 und 702 ZGB : Kompetenzen der Kantone: Erw 2.
A. -
Auf dem Friedhof der St. Niklauskirchgemeinde
in Solothurn, an der Nordwestecke der Kirche, befindet
208
Staatsrecht.
sich die Grabstätte des Schriftstellers Charles Sealsfield,
mit einer Grabplatte und einer an der Kirchenmauer
angebrachten Marmorplatte, beide mit entsprechenden
Inschriften. Diese. Grabstätte ist am 18. Januar 1905
von der Kirchgemeinde St. Niklaus auf vierzig Jahre an
die Töpfergesellschaft verpachtet worden.
(Nach § 11
des Gemeindefriedhofreglements werden die Grabstätten
nach vierzig Jahren zu neuer Verwendung aufgehoben,
sofern sie nicht gegen Entrichtung der entsprechenden
Gebühr für weitere vierzig Jahre bestehen gelassen
werden.)
In der Folge verpachtete die Kirchgemeinde St. Niklaus
den Grabplatz Charles Sealsfield mit Zustimmung der
Töpfergesellschaft an den Rekurrenten, und verpflichtete
sich dafür, einen bestimmten andern Platz als Grabstätte
für Sealsfield zu reservieren. Das kantonale Erziehungs-
departement erhob aber Einspruch dagegen,. und am
9. März 1931 verfügte der Regierungsrat des Kantons
Solothurn:
{(1. Die Grabstätte von Charles Sealsfield auf dem
Kirchhof St. Niklaus, die an der nordwestlichen Ecke der
Kirchenmauer an die Kirche anstösst, wird im Sinne von
§ 276 des EG zum ZGB vom 10. Dezember 1911 gegen
jede Veränderung oder Verlegung als historische Urkunde
für schutzwfudig erklärt.
» Die Bestimmung über. die periodische Ausgrabung der
Gräber oder über die Verpachtung besonderer Grab-
stätten und andere analoge Bestimmungen, wie sie im
gegenwärtigen Fried..hofreglement St. Niklaus vom 2. April
1905 festgelegt sind, oder in spätern Reglementen noch
festgelegt werden, haben somit für die· Grabstätte von
Charles Sealsfield keine Gültigkeit.
»2. Der zwischen der Kirchgemeinde St. Niklaus und
Herrn Hermann Scherer abgeschlossene Pachtvertrag
über diese Grabstätte und die gestützt hierauf getroffene
Abmachung zwischen der Kirchgemeinde St. Niklaus und
der Töpfergesellschaft vom 28. April 1928 sind in der
Eigentumsgarantie. N0 31.
2119
Folge gemäss § 278 des Einführungsgesetzes vom 10.
Dezember 1911 nichtig. »
B. -
Gegen diesen am 18. März 1931 zugestellten
Regierungsratsbeschluss erhebt der Rekurrent am 11.
A~~ 1931 staatsrechtliche Beschwerde. Er macht geltend:
Die m Art. 702 ZGB und in § 276 EG zum ZGn um-
schriebenen Voraussetzungen für die öffentIichrechtliche
Einschränkung des Eigentums seien hier nicht erfüllt.
~enn .die in § 276 EG aufgezählten Fälle mögHcher
offenthchrechtlicher Verfügungs beschränkungen bedeute-
ten eine abschliessende Ausübung der in Art. 702 ZGB
den Kantonen erteilte Kompt'ltenz, und der Regierungsrat
habe deshalb die Grab~tätte Sealsfield nur unter einem
in § 276 EG aufgezählten Gesichtspunkte (Altertum,
Kunstgegenstand, historische Urkunde) schützen können.
Als Altertum oder als Kunstgegenstand faHe nun die
Grabstätte Sealsfield von vorne herein ausser Betracht.
Aber auch als historische Urkunde könne sie ohne Willkür
nicht -
wie der Regierungsrat es getan habe -
behandelt
werden.
Doch selbst wenn die Grabstätte als solche
behandelt werden könnte, würde ihre Erhaltung nicht im
allgemeinen Wohl begründet sein. Sealsfield habe wohl
einige Bedeutung als Verfasser von Abenteuerromanen
aber Weltruf besitze er deswegen noch nicht; und sein~
national-schweizerische Bedeutung sei gleich null.
Im
übrigen werde die Grabstätte Sealsfield nicht beseitigt,
sondern nur an eine andere Stelle verlegt, was sich ent-
gegen der Ansicht' des Regierungsrates wohl bewerk-
stelligen lasse.
Das Bundesgericht zieht in Er-wäg'ung :
1. -
Art. 15 sol. KV gewährleistet die wohlerworbenen 'I
Privatrechte. Unter den Privatrechten sind dabei nach
der Rechtsprechung des Bundesgerichtes im Gebiete der!
Eigentumsgarantie nicht nur die dinglichen, sondern alle I.
vermögenswerten Privatrechte zu verstehen (BGE 35 I I'
S. 571; 28 I 181 Erw. 1; 26 I 77; 16 716 Erw. 2), und I
210
Staatsrecht.
zwar auch die durch einseitigen behördlichen Akt begrün-
deten sll~i~ktiven Vermögensansprüche, insofern sie zur
zeit --der Entstehung der Eigentumsgarantie 1iD.ter den
Privatrechten mitverstanden werden wollten (BGE 48 I
604), insbesondere di.;-Komessionen (BGE 48 I 604;
49 I 584). Das dem &.kurrenten von der St. Niklaus-
kirchgemeinde zuerkannte Recht auf den Grabplatz
Charles Sealsfield st.eht also zweifellos unter dem Schutz
der Eigentumsgarantie, ~~b-e~nun-a.ls-diDgliChes-Recht
am--oderais-öbliga,torisches Recht auf den Grabplatz zu
verstehen ist und ob es dem privaten oder dem öffentlichen
Recht angehöre.
Denn auch als öffentlich-rechtlicher,
obligatorischer Anspruch auf den Grabplatz (Konzession)
würde es der Garantie des Art. 15 sol. KV teilhaftig sein.
2. -
Die Eigentumsgarantiewird aber nur dann durch
behördlicl1!? _~~i!!~iI!~WQhl~tWQ.~t;!!i:!!e~li~~~~rl~f~-:
weml-;fu.e gesetzliche Grundl~~!üt" ~~ ~.i~~
__ !eM~·
Wo dagegen eine solche Grundlage besteht, kann sich nur
noch fragen, ob der ang~f{)(}l1tene Eingr1ff auIwillkii.!!i~her
Auslegurig- die~r g~;tzlichen ~tj_JI)Ul~~!l_ ~1J1A~, oder
ob -ruese- Besiim~ungen selbst in der ihnen gegebenen
Auslegung in irgendeiner andern Beziehung staatsrechtlich
anfechtbar seien.
Die allgemeine gesetzliohe Gruildlage zu einer Verfügung,
wie der Regierungsrat sie hier getroffen hat, ist nun in
Art. 6 und 702 ZGB und in § 276 8Oloth. EG z. ZGB
gegeben. Die erwähnten Bestimmungen des WB behalten
ganz allgemein das kantonaJe öffentliche Recht (Art. 6)
und insbesondere die im allgemeinen Wohl begründeten
Einschränkungen öffentlich-rechtlicher Natur des Grund-
eigentums (Art. 702) vor; und § 276 8Oloth. EG ermächtigt
den Regierungsrat zum Erlass der erforderlichen Verfü-
gUllgen für die Erhaltung und gegen die Veräusserung von
ezweifeln.
b) Mit der Einrede, das allgemeine Wohl rechtfertige
nicht die Erhaltung dieser « historischen Urkunde I), will
wohl behauptet werden, § 276 EG gehe in der ihm vom
Regierungsrat gegebenen Auslegung über Art. 702 ZGB
hinaus. Insofern ist darin die Einrede der Verletzung der
derogatorischen Natur des Bundesrechts zu erblicken,
über welche vom Bundesgericht in freier Auslegung des
Bundes:rechtes zu entscheiden ist.
Doch ist die Rüge nicht begründet.
Art. 702 ist, soweit er hier zur Anwendung kommt,
nur eine Spezialbestimmung zu Art. 6 ZGB, enthält also
wie dieser nicht die Delegation einer an sich dem Bunde
zustehenden
Geset~gebungskompetenz an die Kantone,
sondern grenzt bloss die Gesetzgebungshoheit des Bundes
im Gebiete des Zivilrechtes gegenüber der Gesetzgebungs-
hoheit der Kantone im Gebiete des öffentlichen Rechtes
ab. Es wollen also nicht etwa die Voraussetzungen auf-
gestellt werden, unter denen die Kantone die Grund-
eigentumsbefugnisse in bestimmter Beziehung einschrän-
ken dürfen, sondern es wird ausschliesslich den Kantonen
anheimgestellt, wie weit sie das Grundeigentum durch
öffentlich-rechtliche Normen einschränken wollen. Eine
212
Staatsrecht.
Schranke besteht hierin für sie bloss, insoweit sich solche
aus der allgemeinen Begrenzung ihrer gesetzgeberischen
Tätigkeit durch die Bundes- und die Kantonsverfassung
und insbesondere aus dem Grundsatz ergeben, dass
staa,Wche Eingriffe in die Individualrechtssphäre nur
aus Gründen des höhern staatlichen Interesses statthaft
sind (BGE 41 I 483 Erw. 2).
In dieser letztern Beziehung könnte aber das Bundes-
gericht (aus Art. 4 BV) nur eingreifen, wenn die für einen
bestimmten staatlichen Eingriff geltend gemachten Gründe
rein vorgeschobene Gründe, in sich völlig haltlos wären. Da-
von aber kann bei der Massnahme zum Schutz eines Dichter-
grabes wenigstens da nicht die Rede sein, wo -
wie hier
-
die Person des Dichters selber zum Gegenstand litera-
rischer Werke geworden ist. Und dass § 276 EG in der
ihm vom Regierungsrat,gegebenen Auslegung in anderer
Beziehung dem Bundes- oder dem kantonalen Verfassungs-
rechte widerspreche, ist nicht einmal behauptet worden.
Rie bei ist zudem immer vorausgeset~, dass es sich bei der
angefochtenen Verfügung um eine solche im Sinne der Spe-
zialvorschrift von Art. 702 ZGB handle, dass also das dem
Rekurrenten zustehende, durch die angefochtene Verfügung
angeblich verletzte Recht an der Grabstätte das Grund-
eigentumsrecht an dieser Stätte 'sei. Träfe das -
siehe
Erw. 1--nicht zu, so käme nicht Art. 702, sondern die all-
gemeine Vorschrift von Art. 6 ZGB in Frage, der vom
Rekurrenten überhaupt nicht als verletzt behauptet wird.
c) Nach dem Ausgeführte'n ist also die regierungs-
rätliehe Verfügung auch insofern nicht anfechtbar, als
sie schon die Verlegung der Grabstätte Sealsfield verbietet.
Ob eine solche Verlegung überhaupt möglich sei und
nicht einer Zerstörung der Grabstätte gleichkommen
würde, wie der Regierungsrat behauptet, braucht deshalb
nicht geprüft zu werden.
Demnach erkennt da8 Bunde8ge1'icht:
Die Beschwerde wird abgewiesen.
Kompeteftzansseheidttng zwischen Zivil· u. :'Itifitärgerieht.shl1rkeit. :"<03:!.
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VII. KOMPETENZAUSSCHEIDUNG ZWISCHEN
ZIVIL- UND l\ULITÄRGERICHTSBARKEIT
DELIMITATION DE LA COMPETENCE RESPECTIVE
DES T~mUNAUX ORDINA1RES
ET DES TRIBUNAUX MILITAIREf-l
32. Arrit du 15 juillet 1931
dans 1a cause Departement militaire federal
et Auditeur ~n Chef de l'Armee
contre Tribunal correctlonnel' de 180 Veveyse.
Le Departement militaire federal a qualite pour saisir le Tribunal
fooera.l d'un conflit de competence en vertu de l'art. 223 CPM
(consid. 1).
Lorsque les Il.ctes reproches a l'inculpe tombent sous le coup
du droit penal militaire, les tribunaux militaires sont seuls
competents pour connaitre de l'infraction, la loi militaire
l'emportant sur la loi civile (consid. 2).
A. -
Paul Fischer, ne en 1911, incorpore dans Ja Cp. info
mOIl.t. 1/14, est entre a l'ecole de recrues II/2 a Colombier
1e 8 avrü 1931. A l'occasion du «grand conge » du 9 au
II mai, il se rendit en unüorme chez son oncle, l'abbe
Conrad Fisoher, a Chatel-St-Dems.· L'abM etait absent.
Paul Fischer s'introduisit chez lui et lui deroba 250 francs.
Il alla ensuite depenser une vartie de l'argent a Geneve
et revint a Chatel-St-Denis le 11 mai.
Entre temps, l'abM Fischer avait depose plainte penale.
Am:;te a son arrivee, Fischer fut traduit 1e 13 mai devant
1eTribunal correctionnel de la Veveyse qui le condamna
pour vol a quinze jours de prison avec sursis.
Le 13 mai, une instruction militaire fut ouverte contre
1a recrue Fischer pour 1e meme delit. L'Auditeur de la
2e division porta ces faits a 1a connaissance de l'Auditeur
en chef de l'armee. Celui-ci demanda 1e 4 juin au Procureur
AS 57 I -
1931