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206 Staa.tsreeht. qualite d'une partie. Sans doute le president de r office da contröle n' est-il pas nomme pour chaque cas puticulier; il fonctionne pour tous les eas qui se presentera.ient pendant dem: ans. Mais il est nomme par 1e eomite centml et non pa.r une autorite en dehors de la FMeration. Quant aux deux autres membres de l'office, non seulement l'un d'entre eux est designe par le bureau du comite central, mais tous deux « doivent etre choisis parmi les mem bres du comite oontral et leurs suppleants» (art. 28). On voit donc que meme l'ineulpe n'est pas libre dans SOll choix et qu'en definitive l' office de contröle est une emanation du comite central, tant par le mode de sanomination que par la limitation du ehoix de ses membres. Le seul bit qua le president n'appartient pas necessairement a la F. H. ne suffit pas pour liransformer l' office de contröle -. organe corporatif -- en tribunal arbitral neutre et independant, ni ses decisions en jugements executoires au sens de l'art. 81 LP.
5. - Le President du Tribunal de Neuehä.tel ~ done eu raison de refuser la main-Ievee de ]' opposition. Il est indifferent a eet egard qua l'intime ait designe sans protester I'un des membres de l'office de contröle. En ce faisant, il s'est borne a contribuer a la constitution d'un organe statutaire, mais il n'a point reconnu que la decision qui serait rendue devrait etre. assimilee a un jugement arbitral proprement dit, sans recours possible aux tribunaux en cas de eontestation. TI est egalement sans importance que la decision de I'office de contröle aurait pu etre deferee au « tribunal arbitral » prevu par l'art. 32 des statuts (et il n'est pas necessaire de resoudre ici la question discutable de savoir si la seule facuIM de recourir a une autoriM superieure eonstituee conformement aux exigences susenoncees suffirait pour conferer force executoire a la decision de l'organe sodal dans le cas ou I'interesse renoncerait aen rappeIer acette autoriM). En effet, le mode de designation du tribunal arbitral de la F. H. donne aussi une influence preponderante a la Federa- tion, car, sur cinq membres, dem: doivent faire partie du Eigentumsgarantie. N° 31. 207 comite central et sont nommes par Iui, et un troisieme est designe par Ia Federation, soit par son comite central, lorsqu'elle est partie au litige (art. 22 et 29 des statuts). L'equilibre est donc rompu en faveur de l'association. Enfin, i1 importe peu que le juge de main-Ievee et Ia cour de cassation cantonale se soient fondes sur d'autres motifs. La question de la force executoire d'un jugement doit etre examinee d'office, car elle est d'ordre public. Il est des Iors superflu d'examiner les autres questions soulevees par les parties. Par ces motijs, le Tribunal fliteral rejette le recours. VI. EIGENTUMSGARANTIE GARANTIE DE LA PROPRLErE
31. Urteil vom 27.Juni 1931 i. S. Soherer gegen Regierungsra.t des Ka.ntons Solothurn.
1. Eigentum'3garantie (Art. 15 sol. KY) schLitzt aUe vermögens- werten Privatrechte. Erw. 1. - auch die durch einseitigen öffentlich-rechtlichen Akt begründeten Rechte, sofern sie zur Zeit. der Schaffung der Eigentumsgara.ntie unter den Privatrechten mitverstanden werden wollten: Erw. 1. Die Eigelltumsgarantie wird nur durch sold.e behördliehe Eingriffe verletzt, denen eine gesetzlich::; Grundlsge fehlt,: Erw.2. - ist eine gesetzliche Grundl&ge vorhanden, so fragt sieh nur, ob der angefochtene Eingriff auf willkürlicher Auslegung dieser gesetzlichen Bestimmungen beruhe oder ob diese Bestimmungen in der ihnen gegebenen Amdegung e.nder- weitig ein verfassungsmassiges Recht verletzen: Erw. 2.
2. Art. 6 und 702 ZGB : Kompetenzen der Kantone: Erw 2. A. - Auf dem Friedhof der St. Niklauskirchgemeinde in Solothurn, an der Nordwestecke der Kirche, befindet 208 Staatsrecht. sich die Grabstätte des Schriftstellers Charles Sealsfield, mit einer Grabplatte und einer an der Kirchenmauer angebrachten Marmorplatte, beide mit entsprechenden Inschriften. Diese. Grabstätte ist am 18. Januar 1905 von der Kirchgemeinde St. Niklaus auf vierzig Jahre an die Töpfergesellschaft verpachtet worden. (Nach § 11 des Gemeindefriedhofreglements werden die Grabstätten nach vierzig Jahren zu neuer Verwendung aufgehoben, sofern sie nicht gegen Entrichtung der entsprechenden Gebühr für weitere vierzig Jahre bestehen gelassen werden.) In der Folge verpachtete die Kirchgemeinde St. Niklaus den Grabplatz Charles Sealsfield mit Zustimmung der Töpfergesellschaft an den Rekurrenten, und verpflichtete sich dafür, einen bestimmten andern Platz als Grabstätte für Sealsfield zu reservieren. Das kantonale Erziehungs- departement erhob aber Einspruch dagegen,. und am
9. März 1931 verfügte der Regierungsrat des Kantons Solothurn: {( 1. Die Grabstätte von Charles Sealsfield auf dem Kirchhof St. Niklaus, die an der nordwestlichen Ecke der Kirchenmauer an die Kirche anstösst, wird im Sinne von § 276 des EG zum ZGB vom 10. Dezember 1911 gegen jede Veränderung oder Verlegung als historische Urkunde für schutzwfudig erklärt. » Die Bestimmung über. die periodische Ausgrabung der Gräber oder über die Verpachtung besonderer Grab- stätten und andere analoge Bestimmungen, wie sie im gegenwärtigen Fried..hofreglement St. Niklaus vom 2. April 1905 festgelegt sind, oder in spätern Reglementen noch festgelegt werden, haben somit für die· Grabstätte von Charles Sealsfield keine Gültigkeit. »2. Der zwischen der Kirchgemeinde St. Niklaus und Herrn Hermann Scherer abgeschlossene Pachtvertrag über diese Grabstätte und die gestützt hierauf getroffene Abmachung zwischen der Kirchgemeinde St. Niklaus und der Töpfergesellschaft vom 28. April 1928 sind in der Eigentumsgarantie. N0 31. 2119 Folge gemäss § 278 des Einführungsgesetzes vom 10. Dezember 1911 nichtig. » B. - Gegen diesen am 18. März 1931 zugestellten Regierungsratsbeschluss erhebt der Rekurrent am 11. A~~ 1931 staatsrechtliche Beschwerde. Er macht geltend: Die m Art. 702 ZGB und in § 276 EG zum ZGn um- schriebenen Voraussetzungen für die öffentIichrechtliche Einschränkung des Eigentums seien hier nicht erfüllt. ~enn .die in § 276 EG aufgezählten Fälle mögHcher offenthchrechtlicher Verfügungs beschränkungen bedeute- ten eine abschliessende Ausübung der in Art. 702 ZGB den Kantonen erteilte Kompt'ltenz, und der Regierungsrat habe deshalb die Grab~tätte Sealsfield nur unter einem in § 276 EG aufgezählten Gesichtspunkte (Altertum, Kunstgegenstand, historische Urkunde) schützen können. Als Altertum oder als Kunstgegenstand faHe nun die Grabstätte Sealsfield von vorne herein ausser Betracht. Aber auch als historische Urkunde könne sie ohne Willkür nicht - wie der Regierungsrat es getan habe - behandelt werden. Doch selbst wenn die Grabstätte als solche behandelt werden könnte, würde ihre Erhaltung nicht im allgemeinen Wohl begründet sein. Sealsfield habe wohl einige Bedeutung als Verfasser von Abenteuerromanen aber Weltruf besitze er deswegen noch nicht ; und sein~ national-schweizerische Bedeutung sei gleich null. Im übrigen werde die Grabstätte Sealsfield nicht beseitigt, sondern nur an eine andere Stelle verlegt, was sich ent- gegen der Ansicht' des Regierungsrates wohl bewerk- stelligen lasse. Das Bundesgericht zieht in Er-wäg'ung :
1. - Art. 15 sol. KV gewährleistet die wohlerworbenen 'I Privatrechte. Unter den Privatrechten sind dabei nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes im Gebiete der! Eigentumsgarantie nicht nur die dinglichen, sondern alle I. vermögenswerten Privatrechte zu verstehen (BGE 35 I I' S. 571 ; 28 I 181 Erw. 1 ; 26 I 77 ; 16 716 Erw. 2), und I 210 Staatsrecht. zwar auch die durch einseitigen behördlichen Akt begrün- deten sll~i~ktiven Vermögensansprüche, insofern sie zur zeit --der Entstehung der Eigentumsgarantie 1iD.ter den Privatrechten mitverstanden werden wollten (BGE 48 I 604), insbesondere di.;-Komessionen (BGE 48 I 604; 49 I 584). Das dem &.kurrenten von der St. Niklaus- kirchgemeinde zuerkannte Recht auf den Grabplatz Charles Sealsfield st.eht also zweifellos unter dem Schutz der Eigentumsgarantie, ~~b-e~nun-a.ls-diDgliChes-Recht am--oderais-öbliga,torisches Recht auf den Grabplatz zu verstehen ist und ob es dem privaten oder dem öffentlichen Recht angehöre. Denn auch als öffentlich-rechtlicher, obligatorischer Anspruch auf den Grabplatz (Konzession) würde es der Garantie des Art. 15 sol. KV teilhaftig sein.
2. - Die Eigentumsgarantiewird aber nur dann durch behördlicl1!? _~~i!!~iI!~WQhl~tWQ.~t;!!i:!!e~li~~~~rl~f~-: weml-;fu.e gesetzliche Grundl~~!üt" ~~ ~.i~~ __ !eM~· Wo dagegen eine solche Grundlage besteht, kann sich nur noch fragen, ob der ang~f{)(}l1tene Eingr1ff auIwillkii.!!i~her Auslegurig- die~r g~;tzlichen ~tj_JI)Ul~~!l_ ~1J1A~, oder ob -ruese- Besiim~ungen selbst in der ihnen gegebenen Auslegung in irgendeiner andern Beziehung staatsrechtlich anfechtbar seien. Die allgemeine gesetzliohe Gruildlage zu einer Verfügung, wie der Regierungsrat sie hier getroffen hat, ist nun in Art. 6 und 702 ZGB und in § 276 8Oloth. EG z. ZGB gegeben. Die erwähnten Bestimmungen des WB behalten ganz allgemein das kantonaJe öffentliche Recht (Art. 6) und insbesondere die im allgemeinen Wohl begründeten Einschränkungen öffentlich-rechtlicher Natur des Grund- eigentums (Art. 702) vor; und § 276 8Oloth. EG ermächtigt den Regierungsrat zum Erlass der erforderlichen Verfü- gUllgen für die Erhaltung und gegen die Veräusserung von ezweifeln.
b) Mit der Einrede, das allgemeine Wohl rechtfertige nicht die Erhaltung dieser « historischen Urkunde I), will wohl behauptet werden, § 276 EG gehe in der ihm vom Regierungsrat gegebenen Auslegung über Art. 702 ZGB hinaus. Insofern ist darin die Einrede der Verletzung der derogatorischen Natur des Bundesrechts zu erblicken, über welche vom Bundesgericht in freier Auslegung des Bundes:rechtes zu entscheiden ist. Doch ist die Rüge nicht begründet. Art. 702 ist, soweit er hier zur Anwendung kommt, nur eine Spezialbestimmung zu Art. 6 ZGB, enthält also wie dieser nicht die Delegation einer an sich dem Bunde zustehenden Geset~gebungskompetenz an die Kantone, sondern grenzt bloss die Gesetzgebungshoheit des Bundes im Gebiete des Zivilrechtes gegenüber der Gesetzgebungs- hoheit der Kantone im Gebiete des öffentlichen Rechtes ab. Es wollen also nicht etwa die Voraussetzungen auf- gestellt werden, unter denen die Kantone die Grund- eigentumsbefugnisse in bestimmter Beziehung einschrän- ken dürfen, sondern es wird ausschliesslich den Kantonen anheimgestellt, wie weit sie das Grundeigentum durch öffentlich-rechtliche Normen einschränken wollen. Eine 212 Staatsrecht. Schranke besteht hierin für sie bloss, insoweit sich solche aus der allgemeinen Begrenzung ihrer gesetzgeberischen Tätigkeit durch die Bundes- und die Kantonsverfassung und insbesondere aus dem Grundsatz ergeben, dass staa,Wche Eingriffe in die Individualrechtssphäre nur aus Gründen des höhern staatlichen Interesses statthaft sind (BGE 41 I 483 Erw. 2). In dieser letztern Beziehung könnte aber das Bundes- gericht (aus Art. 4 BV) nur eingreifen, wenn die für einen bestimmten staatlichen Eingriff geltend gemachten Gründe rein vorgeschobene Gründe, in sich völlig haltlos wären. Da- von aber kann bei der Massnahme zum Schutz eines Dichter- grabes wenigstens da nicht die Rede sein, wo - wie hier - die Person des Dichters selber zum Gegenstand litera- rischer Werke geworden ist. Und dass § 276 EG in der ihm vom Regierungsrat ,gegebenen Auslegung in anderer Beziehung dem Bundes- oder dem kantonalen Verfassungs- rechte widerspreche, ist nicht einmal behauptet worden. Rie bei ist zudem immer vorausgeset~, dass es sich bei der angefochtenen Verfügung um eine solche im Sinne der Spe- zialvorschrift von Art. 702 ZGB handle, dass also das dem Rekurrenten zustehende, durch die angefochtene Verfügung angeblich verletzte Recht an der Grabstätte das Grund- eigentumsrecht an dieser Stätte 'sei. Träfe das - siehe Erw. 1--nicht zu, so käme nicht Art. 702, sondern die all- gemeine Vorschrift von Art. 6 ZGB in Frage, der vom Rekurrenten überhaupt nicht als verletzt behauptet wird.
c) Nach dem Ausgeführte'n ist also die regierungs- rätliehe Verfügung auch insofern nicht anfechtbar, als sie schon die Verlegung der Grabstätte Sealsfield verbietet. Ob eine solche Verlegung überhaupt möglich sei und nicht einer Zerstörung der Grabstätte gleichkommen würde, wie der Regierungsrat behauptet, braucht deshalb nicht geprüft zu werden. Demnach erkennt da8 Bunde8ge1'icht: Die Beschwerde wird abgewiesen. Kompeteftzansseheidttng zwischen Zivil· u. :'Itifitärgerieht.shl1rkeit. :"<03:!. 213 VII. KOMPETENZAUSSCHEIDUNG ZWISCHEN ZIVIL- UND l\ULITÄRGERICHTSBARKEIT DELIMITATION DE LA COMPETENCE RESPECTIVE DES T~mUNAUX ORDINA1RES ET DES TRIBUNAUX MILITAIREf-l
32. Arrit du 15 juillet 1931 dans 1a cause Departement militaire federal et Auditeur ~n Chef de l'Armee contre Tribunal correctlonnel' de 180 Veveyse. Le Departement militaire federal a qualite pour saisir le Tribunal fooera.l d'un conflit de competence en vertu de l'art. 223 CPM (consid. 1 ). Lorsque les Il.ctes reproches a l'inculpe tombent sous le coup du droit penal militaire, les tribunaux militaires sont seuls competents pour connaitre de l'infraction, la loi militaire l'emportant sur la loi civile (consid. 2). A. - Paul Fischer, ne en 1911, incorpore dans Ja Cp. info mOIl.t. 1/14, est entre a l'ecole de recrues II/2 a Colombier 1e 8 avrü 1931. A l'occasion du «grand conge » du 9 au II mai, il se rendit en unüorme chez son oncle, l'abbe Conrad Fisoher, a Chatel-St-Dems.· L'abM etait absent. Paul Fischer s'introduisit chez lui et lui deroba 250 francs. Il alla ensuite depenser une vartie de l'argent a Geneve et revint a Chatel-St-Denis le 11 mai. Entre temps, l'abM Fischer avait depose plainte penale. Am:;te a son arrivee, Fischer fut traduit 1e 13 mai devant 1eTribunal correctionnel de la Veveyse qui le condamna pour vol a quinze jours de prison avec sursis. Le 13 mai, une instruction militaire fut ouverte contre 1a recrue Fischer pour 1e meme delit. L' Auditeur de la 2e division porta ces faits a 1a connaissance de l'Auditeur en chef de l'armee. Celui-ci demanda 1e 4 juin au Procureur AS 57 I - 1931