Volltext (verifizierbarer Originaltext)
Schuldbet.reibungs. und Konkursrecht. XO 6. rien touche pour une de ses creances a trop obtenu pour une autre. Comme, en l'espooe, rien ne s'y oppose, il convient de statuer immediatement sur le fond saus renvoyer la cause a l'autorite cantonale. La decision de I' office des poursuites de la Broye est. basee sur une opinion exprimee dans la doctrine (JAEGER, supplement 1915, note 3 sur art. llO LP) et d'apres laquelle, ({ pour qu'il y ait formation d'une serie, il faut ... qu'un amTe creancier vienne participer a la premiere saisie; deux poursuites du meme creancier suivent leur. cours independamment l'une de l'autre, alors meme que la seconde aboutit a une saisie dans les 30 jours des la saisie a laquelle a donne lieu la premiere)}. Les circonstances de la presente espece montrent qu'on ne peut adopter cette solution qui conduit a une injuste repartition des deniers. Il faut bien plutOt poser en principe general que chaque saisie fait courir un delai de participation, qui n'est pas interrompu par la nouvelle requisition que forme un seu} et meme creancier avant qu'un autre creancier requiere la saisie. Ni les termes de l'art. llO LP, ni le but de !'institution des series ne permettent de privilegier la creance donnant lieu a la premiere saisie en faveur d'un creancier qui, dans le delai de 30 jours, requiert une nouvelle saisie pour une autre creance contre le meme debiteur; or, la premiere crt}ance serait privilegiee si le delai de participation ne courait que des la seconde saisie. La lettre et l'esprit de la loi exigent que toutes les cre- ances - quelle que soit la personne du creancier - pour lesquelles une saisie est requise dans le delai de 30 jours apres une premiere saisie participent a celle-ei et forment une seule et meme serie. De cette fa90n seulement, il est possihle d'attrihuer a chaque creance la part de realisa- tion lui revenant aux termes de la loi et d'atteindre le hut de la formation des series, qui est d'empecher que certaines creances ne soient couvertes dans une mesure plus grande que d'autres de meme rang, ce qui s'est Schuldbetreibung:;- und Konkul'Bl'eeht. XO 7. precisement produit en l'espece (V. JAEGER, note 4 sur art. HO LP et traduct. fram;. I,note au has de la page 408). En modifiant l'etat de collocation et de distribution comme le recourant le demande, l'office pourra faire abstraction de la poursuite du creancier Rapin qui, d'apres le tableau dresse par le prepose, ne re90it aucun dividende et qui n'a pas porte plainte. Le recourant recevra donc en definitive la meme somme totale, repartie entre ses cinq creances proportionnellcment aleurs montants, sui- vant les condusions de la plainte. La Chambre des Pmtrsuites et des Faillites admet le recours, annule la decision attaquee et invite l'office des poursuites de la Broye a modifier le plan df" collocation et de distribution conformement a ce qui est dit dans le present amt.
7. Entscheid. vom a5. Februar 1930 i. S. Waldis. Verwertung eines in zwei verschiedenen Betreibungs- und Grundbuchkreisen gelegenen Grundstücken das im Grund- buch der Gemeinde A mit seiner ganzen Fläche aufgenommen wurde, während im Grundbuch der Gemeinde B nur der in der letztern gelegene Teil, aber als selbständige Liegenschaft, figuriert und auch mit Pfandrechten belastet· wurde, ohne dass im Grundbuch der Gemeinde A entsprechende Einträge veranlasst wurden : Zuständigkeit für die Durchführung der Verwertung (Erw. 2). Unzulässig, die Aufnahme der im Grundbuch der Gemeinde B errichteten Pfandrechte ins Lastenver7~ichnis zu verweigern und den Streit über deren Bestand und Rang ausserhalb des Lastenbereinigungsverfahrens zu verweisen, weil diese Pfand- rechte im Grundbuch der Gemeinde A nicht eingetragen seien (Erw. 3). Legitimation zur Anfechtung jener Weigerung (Erw. 1). Pa.rteirollenverteilung für den Widempruchsprozess (Erw. 3). Art. 34 lit. b, 36, 39, 74 VZG.
28 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 7_ Realisation d'un bien-fonds situe dans deux arrondissements diffe- rents de poursuite et de registre foncier. Bien-fonds immatri- eule pour toute sa superficie dans le registre foncier de la commune A. Partie du bien-fonds situee clans la commune B et seule inscrite - mais a titre d'immeuble distinct - au registre de cette commune. Gages immobiliers grevant ladite partie. Absence d'inscription correspondante dans le registre de A: Office competent pour procooer a Ia r6alisation (consid. 2). Est injustifie Ie refus d'inscrire, a l'etat des charges, les droits de gage portes sur Ie registre de B, par le motif qu'ils n'ont pas ete inscrits dans le registre de A. TI en est de meme de la deci- sion refusant, pour ce motif, de statuer, clans la procedure d'epuration da l'etat des charges, sur le litige relatif a l'exis- tence et au rang desdits droits de gage (consid. 3). Qualite pour attaquer ce refus (consid. 1). Repartition des röles dans le proces en contestation de l'etat des charges (consid. 3). Art. 34, lit. b, 36, 39, 74 ORJ. Realizzazione di Ull fondo sito in due circondari diversi d'esecu- zi011e e di registro fondiario. Fondo intavolato per tutta la sua superficie nel registro fondiario deI comune di A. Parte deI fondo sita nel comune di B, iscritta da soIa, come fosse un fondo distinto, nel registro fondiario di quel comune. Pegni immobiliari che gravano questa parte senza che un iscrizione corrispondente figuri llel registro di A. Ufficio c } Die Vorinstanz anerkannte den Rekurrenten als zur Beschwerde legitimiert nur in seiner Eigenschaft als Gläubiger der Gült per 634 Fr. 44 ets:, nicht aber als Eigentümer der beiden Schuldbriefe, weil diese letztern in Gersau nicht eingetragen seien und vom Betreibungs- amt daher dieser Titel wegen auch keine Anzeige habe gemacht werden können. Richtig sei, dass die 4nzeige, die der Beschwerdeführer erhalten habe, nicht alle in Art. 138 und 139 SchKG und Art. 29 und 30 VZG vor- geschriebenen Angaben enthalten habe, doch sei der Rekurrent gleichwohl in der Lage gewesen, seine Rechte in jeder Beziehung zu wahren. Es bestehe daher kein Grund, jene Anzeige als ungültig zu erklären. Hinsicht- lich der beiden Schuldbriefe habe sich ergeben, dass die Liegenschaft « Ausser-Urmi» aus einem grösseren in Gersau und einem kleinern in Vitznau gelegenen Teil bestehe, wirtschaftlich aber eine Einheit bilde und daher gemäss Art. 952 ZGB und Art. 1 uHd 6 der Grundbuchver- ordnung ins Grundbuch Gersau aufgenommen worden sei. Für das Grundbuch Vitznau sei daher nur eine Nebenauf- nahme in Betracht gekommen. Das Grundbuchamt Weggis Schnldbetreibungs- und Konknrsrecht. N0 7. 31 sei unter diesen Umständen nicht befugt gewesen, auf dem in Vitznau gelegenen Teil Pfandrechte zu begründen. Die Aufnahme dieser zwei Titel ins Lastenverzeichnis sei deshalb vom Betreibungsamt Gersau mit Recht abgelehnt worden. Ueber Bestand und Rang von Pfandrechten habe indessen der Richter zu entscheiden, weshalb dem Beschwerdeführer eine Frist zur Klage gegen die im Grundbuch Gersau eingetragenen Pfandgläubiger anzu- setzen sei. Die Zuständigkeit des Betreibungsamtes Gersau zur Verwertung des Luzerner-Teiles der Liegen- schaft sei zu bejahen: Für die betreibungsamtliche Ver- wertung der. ganzen Liegenschaft sei das Amt derjenigen Gemeinde zuständig, zu welcher die LiegellSchaft auch grundbuchrechtlich im ganzen Umfang gehöre. E. - Diesen den Parteien am 24. Dezember 1929 zugestellten Entscheid zog der Rekurrent rechtzeitig an das Bundesgericht weiter mit dem Antrag, ihn, speziell die Klagefristansetzung, aufzuheben und die schon vor erster Instanz gestellten Beschwerdeanträge gutzuheissen. Es sei unerfindlich, wie die Vorinstanz zur Ansetzung einer Klagefrist von 60 Tagen komme; das einzuschla- gende Verfahren habe sich nach Art. 34 ff. VZG zu richten. Übrigens stehe auch heute noch nicht fest, wer die Ver- wertung verlangt habe, ob ein Grundpfand- oder ein Pfändungsgläu.biger und ob diesem das in Vitznau liegende Grundstück überhaupt als Pfand hafte. HillSichtlich der Zuständigkeit des Betreibungsamtes Gersau wird aus- geführt, die Voraussetzungen für eine Aufnahme der Vitznauer LiegellSchaft ins Grundbuch Gersau gemäss Art. 952 ZGB seien nicht gegeben, da das im Kanton Schwyz liegende Grundstück heute noch nicht vermessen sei. Mangels einer solchen Vermessung werde auch be- stritten, dass das Gersauer Grundstück grösser als das' in Vitznau gelegene sei, wenn es auch wertvoller sein möge, worauf aber nichts ankomme. Solange aber die Gesamt- liegenschaft nicht gemäss Art. 950 und 952 ZGB nach Durchführung eines Bereinigungsverfahrens ins Grund-
32 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 7. buch aufgenommen worden sei, sei enlerseits der Eigen- tümer der Liegenschaft befugt, auf dem Luzerner Grund- stück Pfandtitel zu errichten, und sei anderseits nur das . Betreibungsamt Vitznau zur Verwertung des Vitznauer Grundstückes zuständig. F. - Die kantonale Aufsichtsbehörde führt in ihrer Vernehmlassung zum Rekurs aus, die vom Rekurrenten angemeldeten beiden Titel seien von einem unzuständigen Grundbuchamt errichtet und im Grundbuch der Haupt- aufnahme nicht eingetragen worden und konkurrenzieren nun die im letztern eingetragenen und auf der ganzen Liegenschaft haftenden Pfandtitel. Unter diesen Um- ständen sei es nicht angängig, solche Pfandrechte ins Lastenverzeichnis aufzunehmen und deren Bestreitung ins Widerspruchsverfahreil zu verweisen; eS erscheine vielmehr als angezeigt, dass vorgängig der Aufnahme ins Lastenverzeichnis der Richter über Bestand und Rang dieser Pfandrechte entscheide. Die- Schuldbetreibung8- und Konkur8kammer zieht in Erwägung: .
1. - Zu Unrecht hat die Vorinstanz dem Rekurrenten in seiner Eigenschaft als Eigentümer der beiden Schuld- briefe die Beschwerdelegitimation abgesprochen. Ob diese Titel im Grundbuch Gersau eingetragen sind oder nicht, ist in diesem Zusammenhang 11nerheblich; die Tatsache, dass der Rekurrent mit seiner Anmeldung der beiden Schuldbriefe abgewiesen wurde, legitimiert ihn ohne weiteres zur Anfechtung dieser Abweisung.
2. - Der Rekurrent behauptet nicht (wenigstens nicht ausdrücklich), dass das Betreibungsamt Gersau zur Füh- rung einer Betreibung hinsichtlich des in Vitznau gele- genen Grundstückteiles überhaupt unzuständig sei; er bestreitet lediglich seine Zuständigkeit zur Vornahme der Verwertung dieses Teiles, sodass sein Antrag offenbar dahin zu verstehen ist, dass das Betreibungsamt .Gersau Schuläbetreibungs- und Konk.ursrecht. No,. 33 die DurchfÜhrung der Verwertung des Vitznauer Teiles dem Betreibungsamt Vitznau übertragen müsse. Aus den Akten geht nun nicht hervor, ob es sich bei der Betreibung, für welche die Verwertung der liegen- schaft in die Wege geleitet wurde, um eine Betreibung auf Pfändung oder um eine solche auf Pfandverwertung handelt. Sei dem aber wie ihm wolle, so erweist sich doch der Standpunkt des Rekurrenten als unbegründet: In beiden Fällen ist nach der (gemäss Art.102 VZG auch im Pfandverwertungsverfahren anwendbaren) Vorschrift von Art. 74 II VZG der Vollzug der VerwertUng eines in mehreren Betreibungskreisen gelegenen Grundstückes Sache desjenigen Amtes, in dessen Kreis sich der wert- vollere Teil des Grundstückes befindet. Und da der Rekurrent selbst ausdrücklich zugibt, dass der wert- vollere Teil von « Ausser~Urmi)} auf Gersauer Boden liegt, ist das Betreibungsamt Gersau auch zur Verwertung des in der Gemeinde Vitznau gelegenen Teilstückes befugt. Die Tatsache, dass dieses letztere bisher im Grundbuch Vitznau als selbständiges Grundstück behandelt wurde, könnte nur dann von Bedeutung sein, wenn sie ihren Grund in einer realen Abgrenzung (Vermarkung) der Liegenächaft hätte, sodass man es in Wirklichkeit mit zwei verschiedenen aneinandergrenzenden Grundstücken zu tun hätte. Allein hiefür enthalten die Akten keinerlei Anhalts- punk.te. Die Vorlnstanz. stellt im Gegenteil fest, dass es sich um ein ~iges Grundstück handle, das zum Teil auf Luzerner Gebiet hinüberreiche, und auch der Rekur- rent selbst spricht wiederholt von einem in Gersau liegen- den « Teil der Liegenschaft », ohne je ausdrücklich zu behaupten, dass es sich um zwei getrennte Grundstücke handle. Diese Feststellung der Vorinstanz steht auch keineswegs mit der Behandlung des Luzerner Teils im Grundbuch Vitznau in unverträglichem Widerspruch: Es ist· sehr wohl denkbar, dass dort lediglich eine mit der Kantonsgrenze zusammenfallende fiktive Liegen- schaftsgrenze angenommen wurde, weil in das Grundbuch AS 56 III - 1930 3
34 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. No 7. Vitznau keine ausserhalh des Kantonsgehietes liegende Grundstücke aufgenommen werden durften.
3. - Zutreffend ist die Vorinstanz davon ausgegangen, dass der Entscheid üher Bestand und Umfang eines Grundpfandrechtes Sache des ordentlichen Richters und . nicht der Aufsichtshehörden sei. Sie will jedoch diesen Entscheid ausserhalh des Betreihungsverfahrens veran- lassen, weil es sich um zwei durch ein unzuständiges Grundhuchamt errichtete und im massgehenden Grund- huch nicht eingetragene Titel handle. Dem kann jedoch nicht heigepflichtet werden. Auch diese Frage, oh ein Pfandtitel vom zuständigen Grundhuchamt errichtet wor- den sei, herührt den Bestand des Pfandrechtes seIhst und ist daher der Kognition der Betreihungshehörden entzogen. Andererseits schreiht Art. 36 VZG (auch für die Pfandverwertungshetreihung : Art. lO2) ausdrücklich vor, dass lediglich verspätet angemeldete Forderungen oder solche, die keine Belastung des Grundstückes dar- stellen, zurückgewiesen werden dürfen. Keine dieser Voraussetzungen ist aber im vorliegenden Fall gegebeil. Hievon ahgesehen, ist das Betreihungsami nicht befugt; die Aufnahme einer besonders angemeldeten Last abzu- lehnen, auch wenn dieselbe nicht im Grundhuc1!auszug aufgeführt ist (Art. 36 Ahs. 2 1. c.). Es hat vielmehr in einem solchen Fall gemäss Art. 34 lit. b, Satz 3, die Last so, wie sie angemeldet wurde, ins Lastenverzeichnis auf- zunehmen und lediglich daneh.en den Inhalt des Grund- hucheintrages anzugeben, d. h. im vorliegenden Fall fest- zustellen, dass diese Last im Grundhuch Gersau nicht eingetragen sei. Es ist dann Sache der durch den Eintrag hetroffenen ührigen Pfandgläuhiger, Bestand oder Rang des vom Rekurrenten heanspruchten Pfandrechtes zu hestreiten. Geschieht dies, so muss nach Art. 39 VZG vorgegangen werden. Dabei wird sich die Frage erheben, wem die Klägerrolle zuzuweisen sei. Nach der eben genannten Vorschrift ist darauf ahzustellen, oh das im Streit liegende dingliche Recht im Grundhuch eingetragen Schuldhetreibungs. bnd Konkursrecht. N° 8. 35 ist oder nicht. Im vorliegenden Fall sind die fraglichen Schuldhriefe allerdings im Grundhuch Gersau nicht ein- getragen. Der Rekurrent vermag sich jedoch anerkannter- massen auf einen Eintrag im Grundhuch von Vitzna.u zu stützen. Es geht nun nicht an, bei einer solchen Diver· genz zweier Grundhücher lediglich auf das eine ahzustellen und die Einträge im andern zu ignori~n. Auch der Eintrag im Grundhuch Vitznau ist dem Betreihungsamt gegenüher ein Eintrag im Sinn von Art. 39 cit. und giht, solange er hesteht, dem aus ihm Berechtigten im Bestrei- tungsfall Anspruch auf die Beklagtenrolle. De'TfI/luwh erkennt die Sdwldbetreibung8- und Konkur8kammer : In teil weiser Gutheissung des Rekurses wird der ange- fochtene Entscheid der Vorinstanz aufgehoben und das Betreihungsamt Gersau angewiesen, im Sinn der Erwä- gungen vorzugehen.
8. Entscheid vom 26. Februar 1930
i. S. Itonkursamt Luzern. Ge b ü h ren t a 1" i f. Kopien nach Art. 1 der Verordnung vom
13. Juli 1911 über die Geschäftsführung der Konkursämter (= KV) stellen keine besondern Schriftstücke im Sinne von Art. 7 GT dar; Tanf de8 frais. Ne constituent pas des pieces speciales a11. sens de l'art. 7 du tarif, les copies visees a l'art. l er de l'ordonnance du 13 juillet 1911 sur l'administmtion des offices de faillite.; Le copie degli atti previsti dall'art. 1 deI regoIa.mento concer- nente I'amministrazione degli uffici dei fallimenti deI 13 luglio 1911 non rientmno nella. ca.tegoria degli atti speciali di euie fatto parola all'art. 7 delIa. ta.riffa delle spese. Aus dem Tatbestand: Im Konkurse des Kar! Hofer hatte das Konkursalnt Luzern für die nach Art. 1 KV erstellten Kopien eine