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78 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Kreisschreiben). N° 19. e stato immesso nel possesso degli stabili acquisiti. Ond'e ehe l'ufficio non aveva qualiUl per assegnare al ricorrente un termine di escomio e che quindi la diffida 8 dicembre 1927 dev' essere annullata. La Camera Esecuzioni e Fallimenti pronuncia: Il ricorso e ammesso nel senso dei considerandi. H. KREISSCHREIBEN DES GESAMTGERICHTES CIRCULAIRES DU TRIBUNAL FEDERAL Nachstehend werden die heute noch wichtigen Kreisschreihen aus den Jahren 1912 und 1913 abgedruckt, die seinerzeit weder in die Amtliche Sammlung der bundesgerichtlichen Entscheidungen noch in den Nachtrag zur Sammlung der Eidgenössischen Erlasse über Schuldbetreibung und Konkurs aufgeuommen worden sind.
19. Xreisschreiben (Circulaire) Nr. 2 vom 7. November 1912. Frist für die öffentliche BekanntmlJ-chung von Steigerungen beweglicher Sachen. Die Schuldbetreibungs- und Konkun·1{ammer des Bundesgerichts hat kürzlich Gelegenheit gehabt, sich über die Frage auszusprechen, 'ob nicht für die öffentliche Bekanntmachung der Steigerung beweglicher Sachen durch die Betreibungsämter auch eine Minimalfrist eingehalten werden müsse. Sie hat dabei, anknüpfend an die Vorschrift in Art. 125 Abs. 3 SchKG, wonach deI Schuldner, der Gläubiger und die beteiligten Dritten mindestens drei Tage vor der Steigerung von Ort und Zeit derselben in Kenntnis zu setzen sind, entschieden, dass in gleicher Weise auch die ö f f e n t I ich e Aus k ü n dun g m i n d e- stens drei Tage vorher zu erfolgen habe, weil, Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Kreisschreiben). N° 19. 79 wenn die Publikation erst in letzter Stunde erfolgt, weder ein richtiger Besuch der Steigerung garantiert erscheint, noch dem Steigerungspublikum die nötige Zeit zur Verfügung steht, um sich auf die Steigerung vorzubereiten (Entscheid vom 3. Oktober 1912 in Sachen Suter). Mit Rücksicht darauf, dass noch vielerorts diese Publikation erst am Vortage, manchmal auch erst einige Stunden vor der Gant vorgenommen wird, geben wir Ihnen hiemit von diesem Entscheide Kenntnis und ersuchen Sie, den unteren Aufsichtsbehörden und den Betreibungsämtern Ihres Kantons vom Inhalt dieses Kreisschreibens Mitteilung zu machen und die Betrei- bungsämter einzuladen, in Zukunft im angegebenen Sinne zu verfahren. Delai pour la publication officielle d'encheres d'objets mobiliers. La Chanibre des Poursuites et des Faillites du Tribunal federal a eu recemment l' occasion de se prononcer sur la question de savoir si les offices de . poursuites ne doivent pas observer un delai minimum pour les publi- cations d'encberes d'objets mobiliers. S'inspirant de la disposition de l'art. 125 al. 3 LP. d'apres laquelle le debiteur, le creancier et les tiers interesses doivent ~tre informes au moins trois jours a l'avance des jour, heure et lieu de la vente, la Chambre des Poursuites et des Faillites du Tribunal federal a decide que les publications devront egalement avoir lieu au moins lrois jours a ['avance, car il est certain que si l'on n'y procede qu'au dernier moment, on supprime toute garantie d'une frequentation convenable des encheres par le public et les amateurs n'ont pas le temps necessaire pour se preparer a y participer (Arre! du 3 octobre 1912 en l'affaire Suter). Comme, actuellement, ces publications ont lieu, dans un grand nombre de localites, la veille des encheres seulement, et parfois· meme quelques heures avant
80 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Kreisschreiben). N° 19. eeIles-ci, nous portonseette deeision a votre eonnaissance et vous invitons a en communiquer le conte nu aux autorites inferieures et aux offices de poursuites de votre canton, en donnant pour instruction aux offices de poursuites de proeeder a l'avenir dans le sens indique. Termine per la pubblicazione d'incanti di beni mobili. La Camera Eseeuzioni e FaHimenti del Tribunale federale ha avuto di recente occasione di occupalsi deUa questione se gli Uffici di eseeuzione non debbano, nella pubblicazione di incanti· di beni mobili, osservare un . termine. Ispirandosi al disposto den 'art. 125 a1. 3 LEF ehe stabilisce ehe il debitore, il ereditore ed i terzi interessati devono essere informati alme no tre giorni prima deI giorno, dell'ora edel luogo della vendita, la Camera Eseeuzioni e Fallimenti deI Tribunale federale ha deciso ehe anche gli avvisi d'asta dovlanno pubblicarsi almeno tre giorni prima, poiehe se la pubblieazione non avviene ehe all'ultimo momento, non vi e piiInessuna garanzia ehe gli interessati si presentino all'incanto, mancando loro il tempo necessario per prepararsi a parteciparvi. (Ved. sentenza 3 ottobre 1912 causa Suter). Siceome attualmente in gran numero di localita questi avvisi non si pubblicano ehe alla vigilia 0 perfino qual ehe ora soltanto prima' delI 'asta, portiamo detta decisione aHa vostra eognizione, pregandovi di comu-. niearne il tenore alle Autorita inferiori ed agli Uffici di eseeuzione e di invitare quest'ultimi a co nformarsi in avvemre a quanta sopra e indicato. Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Kreisschreiben). N° 20. 81
20. Xreisschreiben (Circulaire) Nr~ S vom 6. Februar 1913. Auslieferung polizeilich beschlagnahmter Gegenstände eines strafrechtlich Verfolgten an auswärtige Staaten. Gemäss Art. 27 de<; Bundesgesetzes betreffend die Auslieferung gegenüber dem Auslande sind im F~le der Bewilligung der Auslieferung den Behörden des ersu- chenden Staates mit der Person des Verfolgten auch die Papiere, Wertsach.'Jn und andern in Beschlag genommenen Gegenstände zu übergeben, die sich auf das Vergehen beziehen, wegen dessen die Auslieferung stattfindet. Ähnliche Bestimmungen finden sich in einer Reihe von Auslieferungsverträgen der ~chw€iz mit auswärtigen Staaten. Neben die Auslieferung der Person des Verfolgten tritt also gegebenenfalls als Akzessorium die sog. Sachaus- lieferung. <Darüber, ob und in welchem Umfange im einzelnen Falle eine solche erfolgen soll, entscheidet die Behörde, welche die Auslieferung der Person zu bewilligen hat, also je nachdem der Verfolgte sich mit seiner Aus- lieferung einverstanden erklärt oder dagegen eine auf Auslieferungsgesetz, Gegenrechtserklärung oder Staats- vertrag gestützte Einsprache erhebt, entweder der Bundesrat oder das Bundesgericht. Haben diese einmal die Auslieferung verfügt, so kann dieVollziehung ihrer Anordnung durch privatrechtliehe Ansprüche Dritter an den betreffenden Gegenständen nicht gehindert werden. Dieses Prinzip ergibt sich, soweit die Auslie- ferung auf Grund des Bundesgesetzes stattfindet, aus Art. 27, letzter Absatz desselben, wonach allfällige Rechte Dritter nur vorbehalten werden, also die Aus- lieferung selbst nicht. ausschliessen sollen; soweit sie auf Grund eines Staatsvertrages stattfindet, folgt es ohne weiteres aus der Erwägung, dass die durch den Vertrag begründete völkerrechtliche Pflicht den pri- vaten Interessen vorgehen muss. Dem Falle, wo an