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54_III_143

BGE 54 III 143

Bundesgericht (BGE) · 1928-01-01 · Deutsch CH
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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 28.

nell'operato dell'Ufficio un diniego di giustizia (vedi

sopra, stato di fatto lett. B), 10 ritiene censurabile in

ogni tempo. Questo modo di vedere e errato. Secondo

il disposto delI 'art. 17 LEF e la giurisprudenza costante

(vedi JAEGER,IComment. 12 all'art. 17 LEF e sentenze

ivi citate), un diniego di giustizia non puo risultare che

da un rifiuto dell'Ufficio di agire, vale a dire di procedere

ad una misura di cui sia stato richiesto 0 aHa quale avrebbe

dovuto procedere d'ufficio: non puo quindi esserne

questione, quando l'Ufficio abbia agito, sia pure in modo

illegale od irregolare. Ond'e ehe la stima degli oggetti

staggiti il 17 e 18 gennaio essendo diventata definitiva

per difetto di rieorso tempestivo, la domanda di istituirne

una nuova anche a loro riguardo doveva essere respinta

in ordine.

2. -

Per quanto e degli oggetti staggiti il 3, 6 e 17

febbraio, nei eui confronti il ricorso deI 10 marzo era

tempestivo, la questione, se le persone scelte dall'Ufficio

per la stima fossero competenti e sufficientemente quali-

ficate, e di fatto e non involve nessun quesito di diritto

(RU 52 III!N° 13) : decisa negativamente dall'Autorita

cantonale di Vigilanza, essa sfugge all'indagine di questa

Corte. Quindi e che gli oggetti staggiti la seconda volta

dovranno essere stimati di nuovo da altri periti scelti

dall'Ufficio.

Questa stima dovendo essere considerata, secondo i

motivi addotti dall'istanza cantonale, non come una

sopra-per.izia, ma come una nuova valutazione desti-

nata a sostituire la prima annullata perche irregolare,

le spese dovranno essere anticipate, non dal debitore,

ma dei creditori deI gruppo 2749, in conformita deI dis-

poste delI'art. 68 LEF.

Pronuncia:

I ricorsi sono ammessi nel sen so dei considerandi.

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 29.

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29. Entscheid vom 16. Kai 1928 i. S. Casaulta..

Der Vollzug "eines. Arrestes hat sofort zu erfolgen.

Nichtbeachtung dieser Vorschrift zieht den Hinfall des Ar-

restes nach sich. Ob ein Arrest verspätet vollzogen worden

sei, ist von Fall zu Fall auf Grund der konkreten Umstände

zu entscheiden.

Die mangelnde Bestimmbarkeit der Höhe einer (im übrigen

genau präzisierten) Forderung hindert deren Verarrestierung

nicht.

Im Arrestauf hebungsprozess kann nur untersucht

werden, ob im Moment des Er las ses des Arrestbefehls ein

Arrestgrund vorhanden war, während nachträglich einge-

tretene Änderungen nicht berücksichtigt werden können.

SchKG Art. 275, 279.

L'execution du sequestre doit avoir lieu imm.ediatement. L'inob-

servation de cette regle fait tomber le sequestre. La questi()n

de savoir si l'execution est tardive doit elre tranchee dans

chaque cas particulier, d'apres des circonstances.

Ne met pas obstacle au sequestre le fait que le montant d'une

prCiention (d'ailleurs suffisamment precisee) n'est pas

determinable.

Dans ['action en contestation de sequestre, le juge doit se borner

a examiner s'U existait un cas de sequestre au moment

Oll l'ordonnance de sequestre a eU rendue; il ne saurait

tenir compte de modifications survenues dans la suite.

Art. 275 et 279 LP.

Un sequestro dev'essere eseguito immediatamente. L'ino.sser-

vanza di questo precetto 10 rende caduco. La questlOne,

se l'esecuzione e tardiva, dev'essere decisa, caso per caso,

secondo le circostanze.

Non osta al sequestro I'indeterminabilita di una pretesa,

deI resto in caso, insufficientemente precisata.

Nell'azione' in contestazione deI caso di sequestro il giudice

si limitera ad esaminare, se al momento deI sequestro

esisteva caso legittimo di sequestro : non terra conto delle

modificazioni successive.

Art. 275 e 279 LEF.

A. -

Am 4. Juli 1927 erwirkten die Graubündner

Kantonalbank in Chur sowie Christoffel Cadolla in

Disentis gegen Lucas Casaulta in St. Moritz je einen

Arrestbefehl, in denen als Arrestgegenstand ((die Erb-

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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 29.

schafts-Liquidationsquote, welche dem Schuldner aus

der Erbteilung im Nachlasse seines Vaters, Ferdinand

Casaulta, in Disentis-Disla wohnhaft gewesen, zufallen

sollte» aufgeführt wurde. Der Vollzug dieser heiden

Arrestbefehle erfolgte erst am 17. März 1928, weil die

vorgenannte Erbschaftsquote nicht vorher habe ennittelt

werden können.

B. -

Hiegegen beschwerte sich der Schuldner bei

der kantonalen Aufsichtsbehörde. indem er die Auf-

hebung der beiden Arrestbefehle verlangte, da deren

Vollzug verspätet erfolgt und der fragliche Arrest-

gegenstand zudem in den Arrestbefehlen nicht gen au

präzisiert worden sei.

C. -

Mit Entscheid vom 20. April 1928 hat der

Kleine Rat des Kantons Graubünden als kantonale

Aufsichtsbehörde über" Schuldbetreibung und Konkurs

die Beschwerde abgewiesen.

D. -

Hiegegen hat der Beschwerdeführer am 5. Mai

1925 den Rekurs an das Bundesgericht erklärt, indem

er das bei der Vorinstanz gestellte Beschwerdebegehren

wiederholte.

Die Schuldbelrei bungs- und Konkurskammer zieht

in Erwägung:

Aus der Natur desArrestes als vorsorglicher Verfügung

ergibt sich, dass der Arrestvollzug in der Regel so f 0 r t

zu erfolgen hat. Es fragt sich nun aber, ob, wenn der

Betreibungsbeamte diese Vorschrift verletzt, der Arrest-

schuldner deshalb auf dem Beschwerdeweg die Aufhebung

des verspätet vollzogenen Arrestes verlangen kann. Das

muss, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, bejaht

werden. Die Unterlassung eines sofortigen Arrestvollzuges

stellt nicht nur eine Gefährdung der Rechte des Gläubi-

gers dar, sondern sie birgt auch die Gefahr in sich, dass

der Arrestgrund, der zur Zeit des Erlasses des Arrest-

befehles gegeben war, in der Folge, noch bevor der

Arrest vollzogen wird, dahinfällt, z. B. dadurch, dass

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 29.

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der Schuldner,. der keinen festen Wohnsitz hatte,

inzwischen einen solchen begründet, dass der flüchtige

~

Schuldner zurückkehrt~ oder dass ein Schuldner, der

im Momente des Erlasses des Arrestbefehles im Ausland

wohnte, sich in der Schweiz niederlässt u. a. Würde

man einen verspäteten Arrestvollzug zulassen, so würde

das in derartigen Fällen zu dem nicht zu billigenden

Ergebnis führen, dass ein Schuldner sich eine Verarres-

tierung gefallen lassen müsste, obwohl im Momente des

Vollzuges gar kein Arrestgrund mehr besteht; denn

mit der Arrestaufhebungsklage vermöchte

er

sich

hiegegen nicht zu wehren, da in diesem Verfahren nur

zu untersuchen ist, ob im Momente des Erlasses des

Arrestbefehles ein Arrestgrund vorhanden war, während

nachträglich eingetretene Änderungen nicht berücksich-

tigt werden können (vgl. auch JlEGER, Kommentar zu

Art. 279 SchKG Note 5 S 332 und die daselbst ange-

führten Entscheide). Diese einem Schuldner nicht

zuzumutende Rechtsfolge weist somit daraufhin, dass

die Pflicht zur sofortigen Vornahme des Arrestvollzuges

nicht nur, wie die Vorinstanz glaubt, als blosse Ordnungs-

vorschrift zu erachten ist. sondern sich als Gültig-

keitserfordernis darstellt, dessen Nichtbeachtung den

Hinfall des Arrestes nach sich zieht. Natürlich will damit

nicht gesagt werden, dass ein Arrestbefehl schon dadurch

verwirkt sei, dass er nicht am gleichen Tage, an dem er

erlassen wurde, vollzogen worden war. Geringe Verzö-

gerungen von einigen Tagen bewirken nicht den Hinfall

eines Arrestes (vgl. auch BGE 36 I S. 157 ff. = Sep.-

Ausg. 15 S. 244 ff.). Eine bestimmte, allgemein gültige

Maximalfrist lässt sich hiebei nicht bestimmen. vielmehr

ist von Fall zu Fall auf Grund der konkreten Umstände

zu entscheiden, ob ein Arrest verspätet vollzogen worden

war. Auf alle Fälle muss dies hier, wo der Vollzug erst

3 % Monate nach dem Erlass erfolgte, angenommen

werden. Dass vorliegend deshalb mit dem Vollzug so

lange hätte zugewartet werden müssen, weil die Höhe

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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 30.

des fraglichen als Arrestobjekt bezeichneten Erbanspru-

ches des Schuldners nicht früher feststellbar war trifft

nicht zu, da die mangelnde Bestimmbarkeit der' Höhe

einer (im übrigen genau präzisierten) Forderung deren

Verarrestierung nicht hindert.

Denmach erkennt die Schuldbelr.- und KQnkurskammer :

Der Rekurs wird gutgeheissen, und es werden demge-

rnäss die beiden angefochtenen Arrestbefchle aufgehoben.

30. Entscheid vom 30. Kai 19a5

i. S. Bezirksgerichtskasse Hinwil.

"! i der s p r u c h s ver f a h T e n SchKG Art. W6 ff.

übt der Drittansprecher an dem von ihm angesprochenen

Gegenstand den Mit g e w a h r sam aus, so ist die

Frist zur Einreichung der Widerspruchsklage gemäss Art.

109 SchKG anzusetzen.

Die Tatsache des Mitgewahrsams darf niCht daraus hergeleitet

~ werden, dass das Betreibungsamt den Drittansprecher als

Eigentümer erachtet.

Die zur Bewirtschaftung eines vom Drittansprecher und vom

Schuldner gemeinsam betriebenen Gewerbes verwendeten

Gerätschaften sind als im Mitgewahrsam Beider zu er-

achten, unbekümmert um die Intensität und den Umfang

der von Beiden hiebei geleisteten Arbeit.

.

Reuendicaiion, art. 106 et suiv. LP.

Si l~ ti~rs revendiquant a Ia garde conjointe de l'objet reven-

dlque, le delai pour ouvrir action doit elre fixe conformement

a l'art. 109 LP.

L'exercice de Ia possession conjointe ne saurait etre deduit

du fait que l'office des poursuites considere le tiers revendi-

quant comme proprietaire.

Les outils servant a Ia culture d'un domaine exploite en com-

mun par le revendiquant et Ie debiteur doivent elre consideres

comme soumis a Ia maitrise de fait des deux interesses

sans qu'il y ait lieu de tenir compte de l'intensite et de l'eten~

due du travail fourni.

Procedimento di riuendicazione, art. 106 e seg. LEF.

Se. il terz? rivendicante e codentore deIl'oggethl rivendicato

11 termme per procedere in giudizio sara fissato second~

I 'art. 109 LEF.

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 30.

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La codetenzione non puo essere dedotta dal fatto, ehe l'Ufficio

considera il terzo come proprietario.

Gli utensili, ehe servono aHa coltivazione in comune di un

fondo da parte deI rivendicante edel debitore, sono da

ritenersi in detenzione di ambedue senza tener conto del-

l'intensita edella durata deI Iavoro prestato da ognuno d iloro.

A. -

Am 26. Januar 1928 pfändete das Betreibungsamt

Gossau (Zürich) für die Gläubigergruppe 8 -

zu der

auch die Bezirksgerichtskasse Hinwil gehört -

beim

Schuldner Jakob Faust in Bertschikon-Gossau u. a.

einen Bruggwagen und einen Graswagen. Diese Gegen-

stände wurden in der Folge von der Mutter des Schuld-

ners, Frau Elise Faust-Frischknecht, die mit dem Schuld-

ner im gleichen Haushalte (lebt, zu Eigentum ange-

sprochen, worauf ihr das Betreibungsamt am 9. Februar

1928, nachdem dieser Anspruch von der Bezirksgerichts-

kasse Hinwil bestritten worden war, gemäss Art. 107

SchKG Frist zur Einleitung der Widerspruchsklage

ansetzte.

B. -

Hiegegen beschwerte sich die Eigentumsan-

sprecherin bei den Aufsichtsbehörden, indem sie ver-

langte, es sei die Frist gemäss Art, 109 SchKG den be-

treibenden Gläubigern anzusetzen, da sie -

die Be-

schwerdeführerin -

den Gewahrsam an den streitigen

Gegenständen ausübe.

C. -

Mit Urteil vom 17. April 1928 hat die kantonale

Aufsichtsbehörde dieses Begehren gutgeheissen.

D. -

Gegen diesen Entscheid hat die Bezirksgerichts-

kasse Hinwil den Rekurs an das Bundesgericht erklärt

mit dem Begehren, es sei in Aufhebung des angefochtenen

Entscheides die Beschwerde der Eigentumsansprecherin

abzuweisen und infolgedessen die vom Betreibungsamt

gemäss Art. 107 SchKG erlassene Fristansetzung aufrecht-

zuerhalten.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht

in Erwägung:

1. -

Die Vorinstanz stellt fest, dass die beiden streitigen

AS M HI -

1928

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