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52_III_51

BGE 52 III 51

Bundesgericht (BGE) · 1926-01-01 · Deutsch CH
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ScbuldbetreibJl~85c und Konkursrecht. N0 14.

stimmung wörtlich . ausgelegt dem Schuldner einen

.Anspruch auf Aufhebung bezw. Einstellung einer B~

treibung nur für die fälle gewährt. wO der Schuld~e~

beweist, dass die in. Betreibung gesetzte Forderung

sl:J.mt Zins. und Kosten ~zahlt bezw. gestundet worden

ist. Es. unterliegt jedoch keinem Zweüel, dass der Sinn

und Geist dieser Vorschrift über diese enge Formulie-

rung hinausgeht, d. h. dass der Gesetzgeber dem Schuld-

ner einen Anspruch auf eine solche gerichtliche Inter;'

vention auch in den Fällen zuerkennen wollte wo ein

betreibender Gläubiger, trotzdem er nach Anbetung der

Betreibung die betreffende Forderung an einen Dritten

zediert hat, die Betreibung weiterführen will. Hier kann

em Schuldner gemäss Art. 85 SchKG vom Richter ver-

Üillgen. dass zwa'rni~bt\die 'betreffende' Betreibung als

SolChe aufgehoben wird (da diese -

wenigstens in der

'Regel :- vom' Zessionar weitergeführt werden kann),

wohl aber, dass dem,Zedenten jedwedes Recht· auf

Fortse.tzung der Betreibung abgesprochen werde. Da

eine solche Klage aber· im vorliegenden Falle vom

Rekurrenten bis heute noch nicht erhoben worden ist

besteht für die Betreibungsbehörden, die ihrerseits. zu;

Beurteilung der Frage, ob eine Zession stattgefunden

habe, nicht kompetent sind, kein Anlass, dem vom

Gläubiger, Stäubli gestellten Verwertungsbegehren keine

Folge zu geben. Die Verwertung darf auch nicht e'tv.·a

deshalb verweigert werden, 'weil Stäubli heute nicht im

Besitze des fraglichen Titels, der der streitigen Gru~d­

pfandverwertungsbetreibung zu. Grunde liegt, ist. Denn

der Gläubiger ist nicht verpflichtet, bei Stellung d~s

Verwertungsbegehrens den Titel zum Beweis der Recht-

mässigkeit des von ihm erhobenen

Verwertungsan~

!iPruches.vorzuweisen (vgl. ßGE 43 IJI S. 175 Erw., ~).

_;i

. : :

SclnlJdbetr.- und KonkUrsrecht. (ZivilabteiJungen); N° 15.

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lk URTEILE DER. ZlVILABTEILUNGEN

ARm:TS DESSECTIONS CIVILES.

15. Imait ae l'a.rr6t ae la ne Sectioncivile au 24 man 1926

dans la cause Bonchi et Brlguei. <!ontre Banque cantonale

du Valaia.

Lesdispositions de rart. 31 LP sont egalement applicables

a Ja computation des delais fixes par les art. 107 et 109LP.

Resumi des laUs:

Ronchi et Briguetayant revendique un droit de pro

priete sur un immeuble saisi par la Banque cantonale

du Valais, un delai de dix jours, expirant le25 mars

1923, leur a ete fixe pour faire valoir leursdroits en justice.

Retenant le fait que la demande n'avait ete deposee

que le 26 mars, le Tribunal cantollal du Valaisl'a declaree

irrecevable pour cause de tardivite. SQr recours des

demandeurs, le Tribunal federal a aimule le jugement et

renvoye la cause devant l'instance cantonale' pOßr

qu'elle statue sur le fond.

. .

En ce qui concerne le moyen tire de Tart. 31 LP,

rarret. est motive comrne suit:

« C'est a bon droit en revanche qu'ils (les recourants)

invoquent l'art. 31. LP. Ainsi queleTribunal. federal

ra deja juge dans son arr~t du 6 juillet 1899 ei:tla cause

Gonet contre Reymond (RO 25 I p. 323), les dispositions

dudit article sont egalement ~pp1icables aux delais de

la procedure de revendication .. Or il est constant que le

25 mars 1923, dernier jour du delai imparti auxdtmian-

deurs, Hait un dimanche, de sorte que le memoire

jntroductif d'action, depose le lendemain, aurait da.

~tre repute depose en tem~, uljle. })