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47_II_263

BGE 47 II 263

Bundesgericht (BGE) · 1921-01-01 · Français CH
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Erbrecht N° 46.

Mais, si les constatations de fait dont il s'agit sont sous-

traites a la discussion, il n'en est pas de meme des dMuc-

tions qui ont conduit le Tribunal cantonal a decIarer

Leon Fontaine incapable d'assumer la direetion de rentre-

prise paternelle. Point n'est besoin de reeourir aux argu-

ments indirects presentes par l'interesse relativement a

1a collaboration de sa femme et a l'aide que lui apporte-

ront ses enfants. En effet, l'instance eantonale a admis

implicitement que le recourant possooe les eonnaissances

techniques, tant theoriques que pratiques. necessaires

a la bonne gestion du domaine. Les griefs tires de rinexe-

cution de certaines reparations, de l'insuffisance de betail

et de l'epuisement des reserves de fourrage ne sont pas

determinants, si 1'0n considere que ces faits n'avaient

pas meme ete allegues par les demanderesses et que le

recourant n'a pas ete appele a s'expliquer a leur sujet.

Le jugeIQ.ent attaque n'etablit done nullement que le

penchant a la boisson 'dont est afflige le defendeur ait

exerce une influence decisive sur la gestion du domaine

qui lui est confie depuis six ans, et ait provoque des actes

caracterises de mauvaise administration. Bien au con-

traire, l'arret dont est recours reconnait lui-meme que

l'interesse a fait pendant ce temps d'importants benefices

et que, sans user d'engrais artificiels, il a obtenu des pro-

prieles en question un rendement tres eleve. Si meme

ron accueillait la theorie q~e les premiers juges semblent

avoir adoptee pour expliquer ce resultat, il n'en resterait

pas moins que le dossier est muet sur r etat actuel du do-

maine, compare a celui dans lequel il se trouvait en 1915.

Comme, acette epoque, la situation de rentreprise etait

excellente, on peut presumer qu'il en est encore de meme

aujourd'hui. Quant au fait que le vice de Fontaine

irait s'aggravant d'annee en annee, et aux previsions

qu'on en pourrait tirer au sujet de l'administration futnre

des biens-fonds, il s'agit la de questions qui ressortissent

normalement ades expertises mooicale et technique plu-

tot qu'a des dires de temoins; elles ne peuvent des lors

Sachenrecht. N° 47.

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etre considerees comme tranchees de fa~on a lier defini-

tivement le Tribunal fMeral. En resume, il faut admettre

que le jugement, dont est recours, ne renferme pas d'ele-

ments suffisants permettant de conclure des tares lllO-

rales dont est atteint Fontaine a une diminution effective

et notable de ses aptitudes professionnelles. La concep-

tion que se fait l'instance cantonale des conditions oe

capacite a imposer aux heritiers, en vertu de l'art. 620

ces, apparait done comme erronee, ce qui entraine l'au-

nulation de son prononce et l'adjudication des conclu-

sions du defendeur.

Le Tribunal lederal prononce:

Le reconrs est admis et le jugement rendu le 29 avril

1921 par le Tribunal civil de l'arrondissemellt de la Broye

est reforme en ce sens que le domaine de Pierre-Eustache

Fontaine, de son vivant a Fetigny, est attribue a son

fils Leon Fontaine, au meme lieu, ce en application de

rart. 620 ces.

III. SACHENRECHT

DROITS REELS

47. Urteil der II. Zivilabteilung vom 16. Juni 1091

i. S. Zumbiihl gegen Hodapp und ltlöti.

Art. 935 ZGB : Abforderung gestohlener Inhaberpapiere.

Guter Glaube des Besitzers ?

A. -

Im Januar 1919 wurden der Klägerin aus ihrer

\Vohnung von dem Handlanger Albert Truninger 5 Obli-

gationen der Aargauischen Kantonalbank per je 1000 Fr.

verzinslich zu 4 % %, kündbar auf 26. Dezember 1921

Sachenrecht. N° 47.

gestohlen. Durch Vermittlung eines Gottfried Weiti

in Zürich verkaufte Tnminger drei der Titel an den Be-

kl~ten Hodapp und zwt>i an den Beklagten Klöti.

~eIde Beklagte wurden in der Folge wegen Hehlerei

m Strafuntersuchung gezogen, ohne dass es aber zu

einer Anklageerhehung gekommen wäre.

Diese Obligationen verlangt die Klägerin mit der

vorliegenden Klage gestützt auf Art. 934 und 935 ZGB

von den Beklagten heraus, indem sie sowohl Hodapp

als Klöti vorwirft, sie seien beim Erwerb bösgläubig

gewesen.

Die Beklagten bestritten ihre Bösgläubigkeit und

beantragten Abweisung der Klage.

.B. -- .Beide l{antonalen Instanzen, das Obergericht

mIt UrteIl vom 3. November 1920, haben die Klage

abgewiesen.

e. -

Hiegegen richtet sich die Berufung der Klägelin,

mit der sie Zusprechung ihrer Klagebegehren verlangt.

Das Bllndesgericht zieht in Erwägung:

1. -- Gestohlene Inhaberpapiere, wie sie im Streite

liegen, können nach Art. 935 ZGB vom rechtm~issigen

Eigentümer dem Besitzer nur abgefordert werden, so-

fern sich dieser bei ihrem Erwerb nicht in gutem Glau-

hen befunden hat. Dabei ist es Sache des Vindikanten

d:ll b~se~ G:lauben des Inh~bers darzutun (Art. 3 ZGB).

Bosglaublg 1st aber nach der Rechtsprechung des Bun-

desgerichts nicht nur, wer im Bewusstsein des besse-

ren Rechtes eines Dritten solche Papiere übernimmt,

sondern auch derjenige, der es bei der Uebernahme

unterlässt, die durch den Verkehr gebotene Sorgfalt

anzuwenden, speziell wer es unterlässt, verdächtige

Umstünde aufzuklären (AS 38 II 468).

2. --- Was zunächst den Erwerb des Beklagten Ho-

dapp anbelangt, so steht fest, dass er Ende Januar

~919 telephonisch durch einen Bekannten, Bachmann,

111 dessen Zigarrenladen gerufen,,-urde, da einer im

sachenrecht. N° 47.

Laden sei, der eine Obligation zu verkaufen wünsche.

Im Laden Bachmanns traf Hodapp den 'Velti, den er

nicht näher kannte, sondern nur hie undtda wenn er

zu Bachmann kam, gesehen hatte. Der Biiu~e kaufte

die Obligation zu 930 Fr., wobei Bachmann 10 Fr.

Provision zugesichert,,-urde. Das nötige Geld ver-

schaffte sich Hodapp durch Belehnung des Titels bei

der Volksbank Zürich. Zirka 14 Tage später liess Bach-

mann den Beklagten wieder kommen und erklärte

ihm, Welti habe wieder zwei Obligationen gebracht, die

zu gleichen Bedingungen zu haben seien. Auch diese

beiden Papiere übernahm Hodapp zu 930 Fr.

Frägt es sich, ob in diesen Umständen für den Be-

klagten Verdachtsmomente gelegen haben, die ihn zu

besonderer Aufmerksamkeit verpflichtet hätten, so ist

zunächst darauf hinzuweisen, dass es sich um Wert-

papiere handelte, die mit Rücksicht auf die für sie

geleistete Staatsgarantie und die kurze Verfallfrist

auf allen Banken ohne weitere:. und zu guten Bedingun-

gen Abnahme gefunden hätten. \Vären die Papiere

rechtmässig in seinen Besitz gelangt, so hätte daher

Welti keine Veranlassung gehabt, sie nicht einer Bank

anzubieten. Die erste Instanz hat allerdings ausgeführt.

derartige private Wertpapiergeschäfte seien aIlgemein

itblich. Allein diese Auffassung geht offensichtlich zu

weit. Abgesehen von der Hingabe von Werttiteln an

Zahlungsstatt beschränkt sich dieser private Wertpa-

pierhandel in der Regel auf Valoren, die von den Ban-

ken nicht oder nur zu ungünstigen Bedingungen über-

nommen werden. Dazu kommt aber, dass auf jeden

Fall die von Welti gewählte Form des privaten Ver-

kaufes, das Antragen der Papiere in einem Zigarren-

laden, so aussergewöhnlich war, dass sie an sich schon

den Beklagten zur Vorsicht mahnen musste. SodanD.

aber hätte der Beklagte stutzig werden müssen, als

Weiti ohne weiteres auf einen so grossen PreisnachlaSs

einging. Dass er ihn bei einem Preis von 930 Fr., hezw.

266

Sachenrecht. N- 47.

nach Abzug der Provision von 10 Fr. für Bachmann

bei einem Preise von 920 Fr., für seine durchaus sicheren,

bald fälligen Papiere nur ganz ungenügend bezäblte,

konnte dem Beklagten nicht verborgen bleiben. Aus

den Akten geht denn auch hervor, dass ihm die Obliga-

tionen zu 950 Fr. belehnt wurden, und dass sie effektiv

einen Kurs von 97 % hatten. Welti willigte somit in eine

Einbusse yon 50 Fr. pro Stück ein. Seine Erklärung, er

brauche sofort (':.eId, durfte. den Beklagten hierüber

nicht beruhigen; wie bereits angeführt, konnte der Ver-

käufer sowohl durch Belehnung als durch Verkauf das

Geld jederzeit. von einer Bank erlangen. Vollends aber

musste sich der Beklagte, als ihm nach der ersten auch

noch die beiden aIldern Obligationen zu den für den

Verkäufer gleich ungünstigen Bedingungen angetragen

wurden, sagen, dass mit den Papieren etwas nicht in

Ordnung sei. Diese Verdachtsmomente hätte er, um sich

auf seinen· guten Glauben berufen zu können, abklären,

über Weiti N achforscllllugen aIlstellen oder doch bei

der Titelgläuhigerin anfragen sollen, ob die Papiere

nicht etwa gesperrt seien.

3. -

Mit dem Beklagten KIöti kam Weiti auf ein

Inserat hin, in dem dieser sich für den Ankauf von

Wertschriften empfahl, zusammen. Kiöti kaufte. die

Papiere um 875 Fr., ohne 'Velti auch nur zu fragen,

woher sie stammten. Wesentlich die gleichen Erwä-

gungen, wie sie bezüglieb' Hodapps angeführt wurden,

lassen daher auch ihn als bösgläubig erscheinen. Dabei

ist für ihn noch gravierender, dass er ohne jede Er-

kundigung mit einem vüllig Unbekannten abschloss

und zu einem noch niedrigeren Preise als Hodapp. Als

im Wertpapierverkebr versierter Händler hätte sich

Klöti ohne weiteres sagen müssen, dass dem Verkäufer

der normale Weg tiber eine Bank aus irgend welchem

Grunde verschlossen sei. Auch er hätte daher alle Ver-

anlassung gehabt, Nachforschungen anzustellen, und

Sachenrecht. N° 48

kann sich, da er nichts dergleichen tat, auf seinen guten

Glauben nicht berufen.

Demnach erkennl das Bundesgericht:

Beide Klagen werden, unter Zusprechung der Beru[ung,

gutgeheissen.

48. Arret de 1a, II" Seetion civile du se juin 1ea1

en la cause Confederation auisse

contre ltat du Valais et Kasse Bouge.

Le depositaire etant au benefice d'une possession derivee. l'ac-

tion en revendication du tiers qui se pretend proprietairc

des objets deposes peut etre dirigee contre lui.

Vu Ia difficultc qu'il y aales individualiser, les 'pieces d'or

et d'argent ne peuvent generalement pas ~tre revendiquees,

meme contre l'acquereur de mauvaise foi. Celui qui melange

les pieces d'or et d'argent d'autrui avec les siennes devient

proprietaire du tout et seule une action personnelle peut

etre dirigee contre lui.

A. -

Le 25 septemhre 1913, le Departement militaire

suisse porta plainte contre Maurice Rouge pour falsifi-

cation de documents federaux et detournements de

fonds dans ses fonctions d'employe an bureau federal de

constructions a Saint-Maurice. Au moment de son arresta-

tion, Rouge retira d'un tiroir de son bureau, dont il avait

la eIef, quatre boites en fer contenant au total 3090 fr.,

en un billet de 500 fr., et le solde en pieces d'or, et pria

le gen darme de remettre ces valeurs a sa femme. Cette

somme fut mise sous scelles et confiee d'abord au chef de

bureau des constructions, puis deposee ensuite entre les

mains de Camille de Werra, Greffier du Juge instructeur

de Saint-Maurice.

Par jugement des 5/25 novembre 1915, Maurice Rouge