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Erbrecht N° 46.
Mais, si les constatations de fait dont il s'agit sont sous-
traites a la discussion, il n'en est pas de meme des dMuc-
tions qui ont conduit le Tribunal cantonal a decIarer
Leon Fontaine incapable d'assumer la direetion de rentre-
prise paternelle. Point n'est besoin de reeourir aux argu-
ments indirects presentes par l'interesse relativement a
1a collaboration de sa femme et a l'aide que lui apporte-
ront ses enfants. En effet, l'instance eantonale a admis
implicitement que le recourant possooe les eonnaissances
techniques, tant theoriques que pratiques. necessaires
a la bonne gestion du domaine. Les griefs tires de rinexe-
cution de certaines reparations, de l'insuffisance de betail
et de l'epuisement des reserves de fourrage ne sont pas
determinants, si 1'0n considere que ces faits n'avaient
pas meme ete allegues par les demanderesses et que le
recourant n'a pas ete appele a s'expliquer a leur sujet.
Le jugeIQ.ent attaque n'etablit done nullement que le
penchant a la boisson 'dont est afflige le defendeur ait
exerce une influence decisive sur la gestion du domaine
qui lui est confie depuis six ans, et ait provoque des actes
caracterises de mauvaise administration. Bien au con-
traire, l'arret dont est recours reconnait lui-meme que
l'interesse a fait pendant ce temps d'importants benefices
et que, sans user d'engrais artificiels, il a obtenu des pro-
prieles en question un rendement tres eleve. Si meme
ron accueillait la theorie q~e les premiers juges semblent
avoir adoptee pour expliquer ce resultat, il n'en resterait
pas moins que le dossier est muet sur r etat actuel du do-
maine, compare a celui dans lequel il se trouvait en 1915.
Comme, acette epoque, la situation de rentreprise etait
excellente, on peut presumer qu'il en est encore de meme
aujourd'hui. Quant au fait que le vice de Fontaine
irait s'aggravant d'annee en annee, et aux previsions
qu'on en pourrait tirer au sujet de l'administration futnre
des biens-fonds, il s'agit la de questions qui ressortissent
normalement ades expertises mooicale et technique plu-
tot qu'a des dires de temoins; elles ne peuvent des lors
Sachenrecht. N° 47.
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etre considerees comme tranchees de fa~on a lier defini-
tivement le Tribunal fMeral. En resume, il faut admettre
que le jugement, dont est recours, ne renferme pas d'ele-
ments suffisants permettant de conclure des tares lllO-
rales dont est atteint Fontaine a une diminution effective
et notable de ses aptitudes professionnelles. La concep-
tion que se fait l'instance cantonale des conditions oe
capacite a imposer aux heritiers, en vertu de l'art. 620
ces, apparait done comme erronee, ce qui entraine l'au-
nulation de son prononce et l'adjudication des conclu-
sions du defendeur.
Le Tribunal lederal prononce:
Le reconrs est admis et le jugement rendu le 29 avril
1921 par le Tribunal civil de l'arrondissemellt de la Broye
est reforme en ce sens que le domaine de Pierre-Eustache
Fontaine, de son vivant a Fetigny, est attribue a son
fils Leon Fontaine, au meme lieu, ce en application de
rart. 620 ces.
III. SACHENRECHT
DROITS REELS
47. Urteil der II. Zivilabteilung vom 16. Juni 1091
i. S. Zumbiihl gegen Hodapp und ltlöti.
Art. 935 ZGB : Abforderung gestohlener Inhaberpapiere.
Guter Glaube des Besitzers ?
A. -
Im Januar 1919 wurden der Klägerin aus ihrer
\Vohnung von dem Handlanger Albert Truninger 5 Obli-
gationen der Aargauischen Kantonalbank per je 1000 Fr.
verzinslich zu 4 % %, kündbar auf 26. Dezember 1921
Sachenrecht. N° 47.
gestohlen. Durch Vermittlung eines Gottfried Weiti
in Zürich verkaufte Tnminger drei der Titel an den Be-
kl~ten Hodapp und zwt>i an den Beklagten Klöti.
~eIde Beklagte wurden in der Folge wegen Hehlerei
m Strafuntersuchung gezogen, ohne dass es aber zu
einer Anklageerhehung gekommen wäre.
Diese Obligationen verlangt die Klägerin mit der
vorliegenden Klage gestützt auf Art. 934 und 935 ZGB
von den Beklagten heraus, indem sie sowohl Hodapp
als Klöti vorwirft, sie seien beim Erwerb bösgläubig
gewesen.
Die Beklagten bestritten ihre Bösgläubigkeit und
beantragten Abweisung der Klage.
.B. -- .Beide l{antonalen Instanzen, das Obergericht
mIt UrteIl vom 3. November 1920, haben die Klage
abgewiesen.
e. -
Hiegegen richtet sich die Berufung der Klägelin,
mit der sie Zusprechung ihrer Klagebegehren verlangt.
Das Bllndesgericht zieht in Erwägung:
1. -- Gestohlene Inhaberpapiere, wie sie im Streite
liegen, können nach Art. 935 ZGB vom rechtm~issigen
Eigentümer dem Besitzer nur abgefordert werden, so-
fern sich dieser bei ihrem Erwerb nicht in gutem Glau-
hen befunden hat. Dabei ist es Sache des Vindikanten
d:ll b~se~ G:lauben des Inh~bers darzutun (Art. 3 ZGB).
Bosglaublg 1st aber nach der Rechtsprechung des Bun-
desgerichts nicht nur, wer im Bewusstsein des besse-
ren Rechtes eines Dritten solche Papiere übernimmt,
sondern auch derjenige, der es bei der Uebernahme
unterlässt, die durch den Verkehr gebotene Sorgfalt
anzuwenden, speziell wer es unterlässt, verdächtige
Umstünde aufzuklären (AS 38 II 468).
2. --- Was zunächst den Erwerb des Beklagten Ho-
dapp anbelangt, so steht fest, dass er Ende Januar
~919 telephonisch durch einen Bekannten, Bachmann,
111 dessen Zigarrenladen gerufen,,-urde, da einer im
sachenrecht. N° 47.
Laden sei, der eine Obligation zu verkaufen wünsche.
Im Laden Bachmanns traf Hodapp den 'Velti, den er
nicht näher kannte, sondern nur hie undtda wenn er
zu Bachmann kam, gesehen hatte. Der Biiu~e kaufte
die Obligation zu 930 Fr., wobei Bachmann 10 Fr.
Provision zugesichert,,-urde. Das nötige Geld ver-
schaffte sich Hodapp durch Belehnung des Titels bei
der Volksbank Zürich. Zirka 14 Tage später liess Bach-
mann den Beklagten wieder kommen und erklärte
ihm, Welti habe wieder zwei Obligationen gebracht, die
zu gleichen Bedingungen zu haben seien. Auch diese
beiden Papiere übernahm Hodapp zu 930 Fr.
Frägt es sich, ob in diesen Umständen für den Be-
klagten Verdachtsmomente gelegen haben, die ihn zu
besonderer Aufmerksamkeit verpflichtet hätten, so ist
zunächst darauf hinzuweisen, dass es sich um Wert-
papiere handelte, die mit Rücksicht auf die für sie
geleistete Staatsgarantie und die kurze Verfallfrist
auf allen Banken ohne weitere:. und zu guten Bedingun-
gen Abnahme gefunden hätten. \Vären die Papiere
rechtmässig in seinen Besitz gelangt, so hätte daher
Welti keine Veranlassung gehabt, sie nicht einer Bank
anzubieten. Die erste Instanz hat allerdings ausgeführt.
derartige private Wertpapiergeschäfte seien aIlgemein
itblich. Allein diese Auffassung geht offensichtlich zu
weit. Abgesehen von der Hingabe von Werttiteln an
Zahlungsstatt beschränkt sich dieser private Wertpa-
pierhandel in der Regel auf Valoren, die von den Ban-
ken nicht oder nur zu ungünstigen Bedingungen über-
nommen werden. Dazu kommt aber, dass auf jeden
Fall die von Welti gewählte Form des privaten Ver-
kaufes, das Antragen der Papiere in einem Zigarren-
laden, so aussergewöhnlich war, dass sie an sich schon
den Beklagten zur Vorsicht mahnen musste. SodanD.
aber hätte der Beklagte stutzig werden müssen, als
Weiti ohne weiteres auf einen so grossen PreisnachlaSs
einging. Dass er ihn bei einem Preis von 930 Fr., hezw.
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Sachenrecht. N- 47.
nach Abzug der Provision von 10 Fr. für Bachmann
bei einem Preise von 920 Fr., für seine durchaus sicheren,
bald fälligen Papiere nur ganz ungenügend bezäblte,
konnte dem Beklagten nicht verborgen bleiben. Aus
den Akten geht denn auch hervor, dass ihm die Obliga-
tionen zu 950 Fr. belehnt wurden, und dass sie effektiv
einen Kurs von 97 % hatten. Welti willigte somit in eine
Einbusse yon 50 Fr. pro Stück ein. Seine Erklärung, er
brauche sofort (':.eId, durfte. den Beklagten hierüber
nicht beruhigen; wie bereits angeführt, konnte der Ver-
käufer sowohl durch Belehnung als durch Verkauf das
Geld jederzeit. von einer Bank erlangen. Vollends aber
musste sich der Beklagte, als ihm nach der ersten auch
noch die beiden aIldern Obligationen zu den für den
Verkäufer gleich ungünstigen Bedingungen angetragen
wurden, sagen, dass mit den Papieren etwas nicht in
Ordnung sei. Diese Verdachtsmomente hätte er, um sich
auf seinen· guten Glauben berufen zu können, abklären,
über Weiti N achforscllllugen aIlstellen oder doch bei
der Titelgläuhigerin anfragen sollen, ob die Papiere
nicht etwa gesperrt seien.
3. -
Mit dem Beklagten KIöti kam Weiti auf ein
Inserat hin, in dem dieser sich für den Ankauf von
Wertschriften empfahl, zusammen. Kiöti kaufte. die
Papiere um 875 Fr., ohne 'Velti auch nur zu fragen,
woher sie stammten. Wesentlich die gleichen Erwä-
gungen, wie sie bezüglieb' Hodapps angeführt wurden,
lassen daher auch ihn als bösgläubig erscheinen. Dabei
ist für ihn noch gravierender, dass er ohne jede Er-
kundigung mit einem vüllig Unbekannten abschloss
und zu einem noch niedrigeren Preise als Hodapp. Als
im Wertpapierverkebr versierter Händler hätte sich
Klöti ohne weiteres sagen müssen, dass dem Verkäufer
der normale Weg tiber eine Bank aus irgend welchem
Grunde verschlossen sei. Auch er hätte daher alle Ver-
anlassung gehabt, Nachforschungen anzustellen, und
Sachenrecht. N° 48
kann sich, da er nichts dergleichen tat, auf seinen guten
Glauben nicht berufen.
Demnach erkennl das Bundesgericht:
Beide Klagen werden, unter Zusprechung der Beru[ung,
gutgeheissen.
48. Arret de 1a, II" Seetion civile du se juin 1ea1
en la cause Confederation auisse
contre ltat du Valais et Kasse Bouge.
Le depositaire etant au benefice d'une possession derivee. l'ac-
tion en revendication du tiers qui se pretend proprietairc
des objets deposes peut etre dirigee contre lui.
Vu Ia difficultc qu'il y aales individualiser, les 'pieces d'or
et d'argent ne peuvent generalement pas ~tre revendiquees,
meme contre l'acquereur de mauvaise foi. Celui qui melange
les pieces d'or et d'argent d'autrui avec les siennes devient
proprietaire du tout et seule une action personnelle peut
etre dirigee contre lui.
A. -
Le 25 septemhre 1913, le Departement militaire
suisse porta plainte contre Maurice Rouge pour falsifi-
cation de documents federaux et detournements de
fonds dans ses fonctions d'employe an bureau federal de
constructions a Saint-Maurice. Au moment de son arresta-
tion, Rouge retira d'un tiroir de son bureau, dont il avait
la eIef, quatre boites en fer contenant au total 3090 fr.,
en un billet de 500 fr., et le solde en pieces d'or, et pria
le gen darme de remettre ces valeurs a sa femme. Cette
somme fut mise sous scelles et confiee d'abord au chef de
bureau des constructions, puis deposee ensuite entre les
mains de Camille de Werra, Greffier du Juge instructeur
de Saint-Maurice.
Par jugement des 5/25 novembre 1915, Maurice Rouge