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42_III_451

BGE 42 III 451

Bundesgericht (BGE) · 1916-01-01 · Deutsch CH
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46Q Bntsdleidg. der Schuldbetreibung.- u. Konkurakammer. N. 79

Considerando in diritto:

Il eriterio ehe diversifiea la categoria delle persollc cui

e da aceordarsi la sospensione delI' eseeuzione in virtu

dell'art. 57 a1. 10 da quelle ehe, pur prestando servizio-

all'armata od all'amministrazione, questo privilegio non

godono (art. 57 al. 2), non e da ricercarsi nella durala dei

servizio e neppure nel luogo dove es:,o vien prestato,

poiche, a questo doppio riguardo, il disposto dell'art. 57

non fa distinzioni. A deeidere questo rieorso e dunque

affatto irrilevante, dove il debitore presti il suo serviziu e

quale ne sia la durata, eome sarebbe indifferente se il st'l'-

vizio prestato da Mertillo fo~se volontario, poiche allt~he

in questo caso, a mente della giurisprudellZ3 di que~la

Corte, l'art. 57 al. 10 spiegherebbe i suoi effetti e l'esenl-

zione devrebbe venir sospesa (RU 41 III p. 364 e 36,».

Criterio determinante invece e la natum delle sue presta-

zioni: se trattasi di vero e proprio servizio militare,

l'art. 57 al. 1° gli tornera applicabile e sara illvece sotto-

pasto al diritto comune se i rapporti ehe intervengono fra

esso e l'amministrazione militare sono essenzialmeiite

quell di un contratto di servizio e lavoro, eioe deI cttn-

tratto che regge i rapporti dei funzionafi verso 10 Sta~n.

Ora, dalle spiegazioni date dall'autorita competente ri-

sulta ehe il debitore non si trova in tale rapporto colln

Stato e coll'amministrazione militare : egli fu da es;,;a

i.esignato al posto ehe occupa.ed e lenuto ad adempiere i

servizi inerenti, non in forza di contratto di impiego, Ill:1

per la sua qualita di milite : esso non esercita nell'armaia

e nell'amministrazione militare federale una projessiQlIe,

quale fosse quella di funzionario 0 di istruttore, ma presta

servizio e, pertanto, non rientra nella categoria delle per:"

sone contemplate daU'alinea 2° dell'art. 57 LEF;

pronuncia:

11 ricorso e respinto.

Entscheidungen der Zivilkammern. N° 80,

EnLscheidungen der Zivilkammern. -

Arrets

des sections ciYiles.

. 451

80. orten der II. Zivilabtenung vom a7. September 1916

i. S. Xon1tursmasa& der Spar- und Leihka.aae Bremgarten

gegen Brunner.

Berehnung eigener Obligationen. Verrechnung an Stelle der

Pfandverwertung, insbesondere im Konkur1;e des Piand-

;.;Hiubigers und Titelschuldners.

,4. -

Der Kläger war Inhaber zweier Obligationen. der

Spar- und Leihkasse Bremgarten im Nominalwert von

3000 und 6000 Fr, und verpfändete sie der schuld-

nerischen Kasse selbst für ein Darlehen VOll 7000 Fr.

Nachdem über die Kasse der Konkurs ausgebrochen war.

erklärte er, die erwähnte Schuld von 7000 Fr., sowie

weitere Schulden im Betrage von 3800 Fr" mit jenen

Obligationen von 3000 und 6000 Fr., sowie weitem For-

derungen im Betrage von 3775 Fr. 35 Cts. zu verrechnen.

und verlangte, für die Differenz von 1975 Fr. 35 Cts.

nebst Zinsen in V. Klasse kolloziert zu werden.

Die Konkursverwaltung anerkannte das Verrechnungs-

recht des Klägers in Bezug 'auf seine übrigen Forderungen,

bestritt es aber in Bezug. auf die beiden ihr verpfändeten

Obligationen.

B. -

Dureh Urteil vom 16. Juni 1916 hat das Ober-

gericht des Kantons Aargau erkannt :

« Es wird festgestellt, dass der Kläger nach Kompen-

1') sation seiner Schuld durch seine Forderungen von

1; Fr. 173355 und Zins laut Gutschein N° 6028,

.» 2000 -))

I)

I) Obligation N° 839,

452

Entseheidungelt

» Fr.

41 80 und Zins laut Konto-Korrent XIII/248..-

»)}

3000 -»

)}

)}

Obligation N0 645,

»»

6000 -»

)}

)}

Obligation N0 881

)} Fr. 12775 35 und Zinsen

» mit einem restanzlichen Guthaben von 1975 Fr. 35 Cts.

» plus Summe der Zinsen laut Eingabe u. Büchern, im

» Konkurse über die Spar- und Leihkasse Bremgarten als

J) Gläubiger zuzulassen und in V. Klasse zu koUozieren

» ist; und die Beklagte wird angewiesen, ihre Kollokn-

» tionsverfügung in diesem Sinne zu ändern. »

. C. -

Gegen dieses Urteil richtet sich die vorliegende

Berufung mit dem Antrag auf Abweisung der Klage.

Das Bundesgericht zieht

in Erwägung:

1. -

Der für die Zulässigkeit der Berufung und für

das einzuschlagende Verfahren in Betracht kommende

S t r e i t wer t ist gleich der Differenz zwischen dem

Nominalwert der beiden, dem Kläger gegen die Kridarin

zustehenden Forderungen von 3000 und 6000 Fr. einer-

seits und der auf diese Forderungen entfallenden Kon-

kursdividende von 60 bis 70 % andrerseits. Er beträgt

daher mehr als 2000 und weniger als 4000 Franken, -.:

weshalb auf die Berufung einzutreten und das schrift-

liche Verfahren einzuschlagen war.

.

2. -

Die Parteien sind davon ausgegangen, da&'i

wesentlich sei, ob die beiden erwähnten Forderungen des

Klägers schon vor Ausbruch des Konkurses fällig ge-

worden waren, und ob die Beklagte dies in ihrer Be-

schwerde an die obere kantonale Instanz zugegeben habe.

In dieser Beziehung wäre zu bemerken, dass nach Aus-

weis der Akten die Beklagte in jener Beschwerde nur

erklärt hatte, Art. 213 SchKG komme im vorliegenden

Falle deshalb nicht ·in Betracht, weil «sowohl die For-

derungen der Spar- und Leihkasse gegen Brunner als

auch dessen Ansprüche gegen die Spar- und Leihkasse

schon vor der Konkurseröffnung fällig waren OdEH doch

der Zivilkammern. Ne 80.

. -l53

dur c h die seI b ef ä Il i g w u r den. » Aus dieser

. Erklärung der Beklagten, deren letzten Teil der Kläger,

wie übrigens auch die Vorinstanz, übersehen hat, konnte

und kann also in Bezug auf die Frage, ob die Forderungen

des Klägers schon vor Konkursausbruch fällig waren,

überhaupt kein Schluss gezogen werden. Im Uebrigen aber

geben die Akten über diesen Punkt keinen Aufschluss:

Indessen hängt die Entscheidung des Prozesses hievon

nicht ab. Wesentlich ist, dass die Forderungen des Klä-

gers nach Art. 208 SchKG jedenfalls mit dem Ausbruch

des Konkurse~ über die Spar- und Leihkasse fällig ge-

worden sind, und dass andrerseits die Forderungen der

Kridarin unbestrittenermassen schon vorher fällig waren,

die beidseitigen Forderungen sich also spätestens im Mo-

mente der Konkurseröffnung als kompensierbar gegen-

überstanden. In Art. 123 Abs. 1 OR ist denn auch aus

Art. 208 SchKG der selbstverständliche Schluss gezQgen

worden, dass «(im Konkurse des Schuldners die Gläubiger

ihre Forderungen, auch wenn sie nicht fällig sind, mit

Forderungen, die dem Gemeinschuldner ihnen gegenüber

zustehen, verrechnen können~, soweit nicht besondere

Bestimmungen des Konkursrechts der Verrechnung ellt-

I gegenstehen. Nun enthält aber das SchKG keine Bestim-

! mung, wonach eine dem Gemeinschuldner verpfändete

Forderung auf ihn selbst nicht zur Verrechnung mit der

pfandversicherten Forderung des Gemeinschuldners an

den Pfandschuldner und Inhaber der verpfändeten For-

derung verwendet werden könnte. Insbesondere Art. 214,

der übrigens in dem von ihm behandelten Falle die Ver-

rechnung nicht als schlechthin unzulässig, sondern nur

als u. U. anfechtbar erklärt, bezieht sich nicht auf einen

Gläubiger, der in Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit

seines Schuldners dessen Schuldner geworden ist, sondern

ausdrücklich nur auf den umgekehrten Fall, dass ein

S c h u Ion e r des Gemeinschuldners in Kenntnis der

Zahlungsunfähigkeit des Letztem defisen G I ä u b i ger

geworden ist. Die Beklagte hatsichdennauchselber~ um

451

Entscheidungen der Zivilkammern. Nt> 80.

die Unzulässigkeit der Verrechnung darzutun, nicht auf

dne Bestimmung des Konkursrechts, sondern auf eine

solche des Zivilrechts bernfen, nämlich auf Art. 891 ZGB,

wonach der Pfandgläubiger « im Falle der Nichtbefriedi-

gung ein Recht darauf» hat, « sich aus dem Erlös des

Pfandes bezahlt zu machen I). Diese letztere Bestimmung

ist indessen hier schon deshalb nicht anwendbar, weil

infolge der vom Kläger erklärten Verrechnung, die als

solche einer Zahlung gleichzustellen ist, _überhaupt kein

Fall der « Nichtbefriedigung)} vorliegt. Wie nach Art. 95

VVG in der Lebensversicherung der Versicherer, der eine

von ihm selber ausgestellte Police belehnt hat, berechtigt

ist, seine fällige pfandversicherte Forderung nach An-

setzung einer Nachfrist ohne weiteres mit dem Rückkaufs-

werte der Versichernng- zu verrechnen und also von einer

Pfandverwertung Umgang zu nehmen, so ist beim Vor-

liegen bei d sei t i g fälliger Fordernngen, deren eine

zur Sicherheit für die andere verpfändet ist, j e der Teil

berechtigt, zu verlangen, dass die Pfandverwertung durch

Verrechnung ersetzt werde. In diesem Sinne hat denn

auch das deutsche Reichsgericht die Verrechnung als

zulässig erklärt (Reichsger. in Zivilsachen 57 S. 364).

Auch Art. 906 ZGB steht dieser Lösung nicht entgegen.

Allerdings darf danach der Schuldner, sobald er von der

Verpfändung benachrichtigt ist, an den Verpfänder nur

noch mit Einwilligung des Pfandgläubigers zahlen. Allein

diese Vinkulierung der Forderung bezweckt nur, dem

Pfandgläubiger die Befriedigung aus dem Pfande zu

sichern; die vorliegende Verrechnung gewährt aber ge-

rade dem Pfandgläubiger seine Befriedigung aus dem

Pfande, indem seine Forderung aus Darlehen durch Ver-

1"t>chnungmit seiner Schuld aus der Obligation getilgt wird.

Demnach hat das Bundesgericht

erkannt:

Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Ober-

gerichts des Kantons Aargau vom 16. Juni 1916 bestätigt.

Entscheidungen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer.

Arrets de la Chambre des poursuites et des failIites.

81. Arrit du 21 ciecembre 1916 dans Ia cause

Ba.nque populaire suisse.

Concordat par abandon d'actif: le liquidateur de l~

masse des creanciers, designe dans le concordat hOIllologue

par l'autorite, n'erst pas un mandataire pr~ve; il exer,ce des

fonetions officielles et est de ce chef soumlS au controle de~

autorites de surveillance. Par analogie avec ce qui est pres':'

erit en maUere de faillite il est tenu, tout au moins lorsque

l'actif comprend des immeubles hypotheques, de dress er un

etat de collocation que les interesses peuvent attaquer par

Ia voie et dans les delais prevus arart. 250 LP.

A. -

James Calame, hotelier, etait proprietaire d'im-

meubles (N°S 540, 541, 571, 574), situes aux Brenets. Le

mobilier existant dans les bätiments construits sur les

art. 540 et 541 (hotel) a He inscrit comme accessoire

immobilier apres l'entree en vigueur du Code civil suisse.

Les immeubles Calame etaient greves de quatre hypo-

theques, constituees : 1a premiere le 1 er septembre 1908

en faveur du CrMit fon eier neuchätelois, Ia seconde Ie

24 novembre 1908 en faveur de Ja Banque fMerale, Ia

troisieme Ie 8 avril1913 en faveur de la Banque populaire

suisse, Ia quatrieme le 11 septembre 1914 en faveur de

dame Kümmerlin. Dans les actes de constitution des

hypotheques 3 et 4, il est stipule que le gage comprend

les accessoires immobiliers; il n'est rien mentionne de

semblable apropos des hypotheques 1 et 2.

Le 25 mai 1915 Calame a obtenu un sursis general aux

AS 42 111 -

1916