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42_III_399

BGE 42 III 399

Bundesgericht (BGE) ·III · 1916-10-12 · Deutsch CH
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Erwägungen (1 Absätze)

E. 7 N0 3*), le Tribunal federal a juge que Ia mentiou «je VOUS retourne ce commandemeut de payer l) ne constitue pas une opposition valable, parce qu'elle n'indique pas necessairement que le debiteur entend contester Ia dette. le renvoi du commandement de payer a l'office pouvant avoir lieu pour une tout autre raison. Mais en l'espece Ia recourante ne s'est pa!> bornee a retourner le commandement de payer, elle a expressement declare «refuser la poursuite t> - ce qui impliquait, a n'en pas douter, qu'elle eutendait contester la dette ou du moins Ie droit du creancier d'exercer des poursuites. L'expression employee n'est, il est vrai, pas tres heureuse, mais ~an~ une matiere oilla loi ue prescrit pas de forme determmee on ne saurait exiger d'une personne a laquelle les questions dc droit sont etrangeres qu'elle s'exprime d'une falion juridiquement impeccable. Il suffit que sa volonte dt: faire opposition soit clairement manifestee et, dans. !e cas particulier, cette volonte resulte de la formule CllOlSlC qui ne peut denoter aucune intention differente. Par ces motifs, la Chambre des Poursuites ct des Faillites prononce: Le recours est admis, Ia decision cantouale est annult:e cl l'opposition faite par dame Klug au commandement de payer, Poursuite N° 1146, est declaree- valable.

• Ed. gen. 3D, 1. N° 22.

Volltext (verifizierbarer Originaltext)

67. Entscheid vom 12. Oktober 1916 i. S. Dörflinger.

Begriff der Veräusserung des Geschäftes des Gemeinschuldners

als eines Ganzen im Sinne des Art. 15 Ziff. 1 KV.

.4. -

Mit Eingabe vom 16. August 1916 ersuchte der

heutige Rekurrent das Konkursamt Basel-Stadt um

Herausgabe der Geschäftsbücher, welche anlässlich des

über ihn ausgebrochenen Konkurses von der genannten

Amtsstelle in Verwahrung genommen worden waren. Am

18. August teilte das Konkursamt dem Rekurrenten mit,

dass seinem Begehren nicht entsprochen werdeu könne.

Zur Begründung wurde des nähern ausgeführt, dass _ein

Teil der fraglichen Bücher bereits an die Ehefrau des Rekurrenten, welche das Geschäft « als Ganzes» käuflich

erworben habe und auch in den bisherigen Geschäftsräumlichkeiten weiterführe, gemäss Art. 15 Ziff. 1 KV

ausgehändigt worden sei. Die Herausgabe der zur Zeit

noch auf dem Amte liegenden Geschäftsbücher könnte

Hur unter Beibringung eines ausdrücklichen Verzichtes

der Erwerberin erfolgen, weil dieser als Uebernehmerin

des Geschäftes auch auf die dazu gehörenden Geschäftspapiere ein Rechtsanspruch zustehe. Gegen diese Verfügung des Konkursamtes beschwerte sich der Rekurrent

am 28. August bei der kantonaleu AufsichtsbehÖfde,

indem er beantragte: « Es seien ihm die beim Konkursamt

befindlichen Bücher herauszugeben, und er sei zu ermächtigen, von Frau Dödlinger diejenigen an sie vom

Konkursamt herausgegebenen Bücher zu beziehen, deren

Besitz ihm notwendig erscheine l). Zur Begründung machte

er geltend, dass das Geschäft nicht mit Aktiven und Passiven auf seine Frau übergegangen sei. Auch eine Abtretung der Aktiven als Ganzes liege nicht vor, sondern es

handle sich nur um einen Kauf der Restbestände an

Waren und Forderungen zu einem Pauschalpreis.

Durch Entscheid vom 28. September wies die Aufsichtsbehörde die Beschwerde ab, in Erwägung, dass die

400

Entscheidungen der SchuldbetreibungsvomKonkursamt erhobene Verspätungseinrede zu schützen sei, da der Rekurrent schon lange vor Einreichung

der Beschwerde vom Sachverhalt Kenntnis gehabt habe.

Uebrigens sei die Beschwerde auch materiell unbegründet,

weil das Geschäft « als Ganzes » von der Ehefrau übernommen worden sei, denn dazu bedürfe es weder eines

Erwerbes sämtlicher Aktiven und Pas&iven, noch einer

Uebertragung sämtlicher Aktiven.

.,

B. -

Gegen diesen, ihm am 30. September zugestellten

Entscheid ergreift F. Dörflinger am 9. Oktober den Rekurs an das Bundesgericht und beantragt : «es sei der

Entscheid der Aufsichtsbehörde aufzuheben und der

Beschwerde vom 28. August entsprechend das Konkursamt anzuweisen, die von ihm in Verwahrung gehaltenen Geschäftsbücher des Rekurrenten an diesen

herauszugeben l}. Dieser -Antrag wird mit den nämlichen

Argumenten begründet, wie die am 28. August an die

Vorinstanz gerichtete Beschwerde.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht

in Erwägung:

Da der Rekurrent in seinem an das Bundesgericht gerichteten Rekurs das Begehren um Herausgabe der vom

Konkursamte seiner Frau ausgehändigten Geschäftsbücher nicht mehr stellt, so ist-auf die Verspätungseinrede, welche sich nur auf die im Gewahrsam der Ehefrau

befindlichen Geschäftspapiere. beziehen kann, nicht einzutreten. Hinsichtlich der noch auf dem Konkursamte

liegenden Geschäftshücher ist der Rekurs nicht verspätet,

muss jedoch aus den schon von der Vorinstanz angeführten materiellen Gründen ahgewiesen werden.

Damit Art. 15 Ziff. 1 KV zur Anwendung gelangen

kann, hedarf es keines Uebergangs des Geschäftes im

Sinne des materiellen Rechtes, d. h. einer Uebertragnng

sämtlicher Aldiven und Passiven auf den Erwerber'

denn eine solche Veräusserung ist bei einer konkursrecht~

Hehen Verwertung infolge der rechtlichen Natur des Kon- und KoDkurskammer. Ne 67.

40t

:kudes unpiöglich. Ganz abgesehen davon, dass sich kaum

ein;Käufer finden dürfte, deI' gewillt ist, die Passiven

·eines im Konkurse befindlichen Geschäftes, die natur~

gemäss dessen Aktiven übersteigen, zu übernehmen f ist

der Übergang der Passiven im konkursrechtlichen Verkauf en bloc d~shalb ausgeschlossen, weil die Verbindlichkeiten nach den Vorschriften des Vollstreckungsrechts

festgestellt und soweit möglich bezahlt werden müssen.

Eine Veräusserung des Geschäftes en bloc im Sinne des

Art. 15 Ziff. 1 KV kann aber auch nicht nur dann vor~

liegen, wenn sämtliche zur Zeit der Korikurseröffnung

vorhandenen Aktiven auf denselben Erwerber ühertragen

werden, sondern die genannte Vorschrift muss auch in

dem Falle Anwendung finden, wo das Konkursamt einzelne Bestandteile der Aktivmasse -

beispielweise durch

Anordnung eines Ausverkaufs -

zwar vorweg verwertet,

den noch übrig bleibenden Teil aher « als Ganzes» veräussert und den Erwerber zur Fortführung des Geschäftes

ermächtigt, vorausgesetzt, dass der Käufer auch die aus

dem Geschäftsbetriehe des Gemeinschuldners resultierenden Forderungen erwirbt.. Um diese geltend machen zu

können, bedarf der Enverher notwendig der Geschäftsbücher und Geschäftspapiere seines Rechtsvorgäl1ger~.

Dabei handelt es . sich nur um eine Anwendung des allgemeinen Grundsatzes, wonach der Zedent dem Zessionar

die Schuldurkunde und alle vorhandenen Beweismittel

auszuliefern und die zur Geltelldmachung der Forderung

nötigen Aufschlüsse zu erteilen hat. (Art. 170 Ahs. 20R.)

Gestützt auf diese Erwägungen unterliegt es keinem

Zweifel, dass in der vorliegenden Rekurssache die Ehefrau des Gemeinschuldners das Geschäft als Ganzes im

Sinne des Art. 15 Ziff. 1 KV übernommen hat, indem sie

den gesamten Aktivbestand,der nach dem teilweisen Ausverkauf vom September 1915 noch übrig blieb, erwarb

und das Geschäft in den hisherigen Räumlichkeiten weiter

führte. Unter den von ihr übernommenen Aktiven befanden sich -

wenigstens zum grossen Teil -

die in den

402

Entscheidungen der Sclluldbetreibunp-Büchern des Gemeinschuldners verbuchten Forderungen.

Unter diesen Umständen hat denn auch sowoh'I das Konkursamt, wie die Aufsichtsbehörde richtigerweise angenommen, dass es sich um einen Verkauf en bloc im

Sinne des Art. 15 KV handle und demzufolge auch die

gegenwärtig noch in amtlicher Verwahrung befindlichen

Geschäftsbücher der Erwerbelin ausgehändigt werden

müssen.

I'

Demnach hat die Schuldbetreibungs- u. KOlIkurskammer

erkannt:

Der Rekurs wird abgewiesen.

68. ArIit du 17 octobre 1916 dans Ia cause. Dame X1ug.

Validite d'une opposition formu)ee en ces tt'rmcs :); Refustw

Ja poursuite N° ... ».

A. Ogay a fait notifiel a dame Klug un commandemellt

de payer, poursuite N° 1146, pour une somme de 180 fr.

Dame Klug I'a retourne a }'office avec hi mention «Refuser Ia poursuite N° 1146. Marie RIug, Billens le 21 juillet

1.916 ». L'office ayant estime qu'll ne s'agissait pas d'une

opposition valable, dame Klug a porte plainte. L'autorite

de surveillance a ecarte Ia plainte par le motif que « c'est

avec raison que l'office n'a pas envisage la mention

(c refuse)} comme constituant une opposition valable

(v.Arret du TF du 4 fevrier 1904 dans la eauseFontallnaz-

Enning et J.<EGER, 3e ed. art. 74 N0 4) I).

Dame Klug a recouru au Tribunal federa} en concJuullt

a ce que l'opposition soit dec1aree valable.

Statuant sur ces faits et cOllsideranl

en droit:

Dans 1'arl'et eite par l'lnstance cantollale (RO M. spee.

und Konkurskammer. N° Gi>.

7 N0 3*), le Tribunal federal a juge que Ia mentiou «je

VOUS retourne ce commandemeut de payer l) ne constitue

pas une opposition valable, parce qu'elle n'indique pas

necessairement que le debiteur entend contester Ia dette.

le renvoi du commandement de payer a l'office pouvant

avoir lieu pour une tout autre raison. Mais en l'espece Ia

recourante ne s'est pa!> bornee a retourner le commandement de payer, elle a expressement declare «refuser la

poursuite t>

-

ce qui impliquait, a n'en pas douter,

qu'elle eutendait contester la dette ou du moins Ie droit

du creancier d'exercer des poursuites. L'expression

employee n'est, il est vrai, pas tres heureuse, mais ~an~

une matiere oilla loi ue prescrit pas de forme determmee

on ne saurait exiger d'une personne a laquelle les questions

dc droit sont etrangeres qu'elle s'exprime d'une falion

juridiquement impeccable. Il suffit que sa volonte dt:

faire opposition soit clairement manifestee et, dans. !e

cas particulier, cette volonte resulte de la formule CllOlSlC

qui ne peut denoter aucune intention differente.

Par ces motifs,

la Chambre des Poursuites ct des Faillites

prononce:

Le recours est admis, Ia decision cantouale est annult:e

cl l'opposition faite par dame Klug au commandement

de payer, Poursuite N° 1146, est declaree- valable.

• Ed. gen. 3D, 1. N° 22.