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Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
dre interne et ne concerne pas les tiers, que d'ailleurs le
commis Widmann peut elre considere comme un facteur
au sens de la dite ordonnance et qu'enfin, a supposer la
notification irreguliere, elle ne saurait etre annulee, le
debiteur ayant re<;u l'acte de poursuite -
ce qui est
l'essentiel. .
Michaud a recouru au Tribunal fMeral contre eette
decision.
Statuant sur ces faits et considerant
en droit :
On pourrait se demander si la mesure qui fait l'objet
de la plainte constitue une « me sure de l'office » suscep-
tible d'etre deferee a l'autorite de surveillance en vertu
de l'art. 17 LP: en effet le debiteur ne prHend meme
pas que I' offic e se soit rendu coupable d'une irregula-
rite quelconque et il est constant qu'il s'est strictement
conforme aux regles des art. 69 et suiv. LP sur la noti-
fication des commandements de payer; l'unique infor-
malite invoquee est le fait, non de l'office, mais de la
poste qu'il etait autorise par I'art. 72 LP acharger de la
transmission de l'acte de poursuite. Cependant en pareil
cas, le fonctionnaire postal agiss-ant par delegation de
l'office, on peut admettre qu(' les irregularites qu'il com-
mettrait dans la transmission de l'acte doivent etre con-
siderees au point de vue du droit de recours du debi-
teur (non pas, cela va sans dire, au point de vue de la
responsabilile du prepose fondee sur l'art. 5 LP), comme
si elles avaient ete commisf's par l'office lui-meme; aussi
bien ce sont les autorites de surveillance seules, a l'ex-
clusion des autorites postales, qui sont en mesure de
prendre les sanctions necessaires pour remedier aces
irregularites et pour sauvegarder ainsi les droits du de-
biteur.
Mais il est evident qu'en I'espece le recours est de-
pourvu de tout fondement. Le fait que le commande-
ment de payer a He remis au debiteur par un commis
und Konkurskammer. N° 80.
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postal, au lieu de lui etre remis par un facteur, est na-
turellement indifferent du moment que toutes les for-
mes prevues pour la notification ont He observees: on
ne voit pas et le debiteur se garde bien d'alleguer quel
interet il pourrait avoir a recevoir le commandement de
payer des mains d'un facteur, plutöt que de celles d'un
commis.
Par ces motifs,
la Chambre des Poursuites et des Faillites
prononce:
Le recours est ecarte.
80. Entscheid vom 17. Dezember 1914 i. S. IIinden-Blumer
und Genossen.
Annullierung einer Abtretung nach Art. 260 SchKG durch die
Konkursverwaltung wegen Nichteinhaltung der Klagefrist ?
_ Weiterziehbarkeit einer solchen Verfügung. -
Gilt die
Anrufung des Friedensrichters als gerichtliche Geltend-
machung im Sinne der im Abtretungsformular enthaltenen
Anweisung?
A. -
Am 12. Novembel 1913 trat das Konkursamt
Zug einen Anspruch der Konkursmasse des Karl Dinkel-
Waldis in Zug gegen Joseph Nigst in Biel « aus Nichler-
füllung der Steigerungsbedingungen betreffend die kon-
kursamtliche Steigerung der Liegenschaft Hotel und .
Pension Waldheim, Zug » im Sinne des Art. 260 SchKG
an eine Reihe von Konkursgläubigern ab, darunter an
die Rekurrenten, Witwe Rahel Agatha Hinder.-Blumer in
Zürich und ihre Tochter Fernanda EIsa, August Weiss,
Stadtschreiber in Zug und Emil Landolt, \Veinhändler in
Zürich, sowie an Joseph Bloch in Zug. Das Konkursamt
verfügte dabei gemäss Ziff. 6 der im Abcretungsformular
aufgeführten Bedingungen, dass es sich die Annullierung
der Abtretung für den Fall vorbehalte, dass der Anspruch
nicht bis zum 31. Dezember 1913 gerichtlich geltend
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Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
gemachtwerde. Die Rekurrenten leichten a~ 31. Dezem-
ber 1913 beim Richteramt I in Biel Klage gegen Joseph
Nigst in Biel ein, während Joseph Bloch am genannten
Tage bloss ein Gesuch um Vorladung des Joseph Nigst
zum Aussöhnungsversuch stellte und die übrigen Abtre-
tungsgläubiger gerichtliche Schritte gegen Nigst 'über-
haupt unterIiessen. Infolgedessen ersuchten die Rekurren-
ten das Konkursamt Zug, die Abtretung an sämtliche
übrigen Abtretungsgläubiger zu annullieren. Sie machten
geltend, dass unter gerichtlicher Geltendmachung eines
Anspruchs nur solche Massnahmen verstanden seien, die
die Rechtshängigkeit des Streites bewirken, und dass
die Rechtshängigkeit nach § 137 bern. ZPO erst mit der
Einreichung der Klage, nicht schon mit dem Gesuch um
Vorladung zum Aussöhnungsversuch eintrete. Das KOll-
kursamt entspmch diesem Gesuche in Beziehung auf
alle genannten Gläubiger mit Ausnahme des 'Joseph
Bloch.
B. -
Hierauf erhoben die Rekurrenten Beschwerde mit
dem Begehren, es sei auch die Annullierung der Abtretung
an Bloch auszusprechen.
Das Konkursamt bemerkte zur Beschwerde, dass es
sich bei der Fristansetzung um einen Vorbehalt handle,
von dem die KonkUlsverwaltung je nach den Umständen
Gebrauch machel' könne oder nicht (AS Sep.-Ausg. 6
N° 34 und 88, 14 N° 39*.
.
'
Die Aufsichtsbehörde des Kantons Zug wies die
B~schwerde durch Eptscheid vom 14) 16. November 1914
mit folgender Begründung ab : Nach der Konkursverord-
nung und der neuen Praxis des Bundesgerichts stehe es
zwar im Belieben des Konkursamtes, den Abtretungs-
gläubigern Fristen anzusetzen oder nicrt; aber die V Oll
ihm angesetzten Fristen seien Ausschlussfristen. Immer-
hin könne die Konkursverwaltung die Frist verlängern
oder trotz des Ablaufs der Frist die Abtretung aufrecht-
halteI!. Bloch habe nun aber entgegen der Auffassung der
* Ges.-Ausg. 29 I N° 56, II S. 751 f. Erw. 4,37 I No 68.
und Konkurskanu.ter . N° 80.
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Rekurrenten die Klagefrist eingehalten. Nach dem Urteil
des Bundesgerichts vom 21. September 1907 in Sachen
Hotz gegen Kopp* sei unter Klageanhebung die erste
den Prozess einleitende Handlung, also auch schon die
Anrufung des Friedensrich1 eI s « in einem nach kantonalem
Rechte vorgängigen SühilVerfahren » verstanden. Zudem
sei auf den Entscheid des Bundesgerichts in Sachen Aebi
& eie gegen Konkursmasse Leutenegger vom 26. März
1909 ** hinzuweisen. Der Begriff der Klageanhebung im
Sinne von Art. 107 und 242 SchKG sei derselbe wie der-
jenige der gerichtlichen Geltendmachung, um den es sich
im vorliegenden Falle handle.
C. -
Diesen Entscheid haben die Rekurrenten ur1 er
Erneuerung ihres Begehrens an das Bundesgerich t wei-
tergezogen. Ihren Ausführungen ist noch folgendes zu
entnehmen: Durch die Anrufung des bernischen A us-
söhnungsrichters werde der Prozess nicht rechtshängig.
Der Sühneversuch verpflichte nach bernischem Recht
den Kläger keineswegs, den Prozess innert bestimmter
Frist einzuleiten, um Verwirkungsfolgen zu vermeiden.
In § 114 Ziff. 3 bern. ZPO sei ausdrücklich bestimmt,
dass in « Streitsachen, in welchen bei eintretel der Zöge-
rung die Verwirkung des Klagrechts lU besorgen stünde »,
ein Aussöhnungsversuch nicht notwer dig sei.
Die Schuldhetreibungs- und Konkurskammer zieht
in Erwägung:
1. -
Durch die Aufnahme von Ziff. 6 der im Ab1re-
tungsformular aufgeführten Bedingungen «< Die Kon-
kursverwaltung behält sich die Annullierung der Abtre-
tU.lg für den Fall vor, dass nicht binnen einer VOi' ihr
anzusetzenden Frist gerichtliche Geltendmachur.g er-
folgt ») und die Ansetzupg einer bestimmten Klagefrist
wird, streng genommen, wie die Vorinstanz ausführt, die
Konkursverwaltung nicht verpflichtet, die Abtretung
• Ges.-Ausg. 33 11 N° 66, Sep.-Ausg. 10 N° 54.
•• Sep.-Ausg. 12 N° 22.
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ZU annullieren, wenn die Frist nicht eingehalten wird.
In der Tat hängt es von der Gestaltung des Verft.hrens
a.b, ob die Konkursverwaltung von dem R echt, das sie
sICh vorbehalten hat, Gebrauch machen ",m und soll oder
n.icht. Wenn der Konkurs sich sowieso sehr in die Lä~ge
zIeht, so kann ~ie unter Umständen ohne Bedenken die
Frist verlängern. Ist sie ganz sicher, dass':tus dem Vor-
gehen ?er Abtretungsgläubiger ein Ergebnis für die Masse
auf kemen Fall zu erwarten ist, und hat sie somit kein
Interesse an der Einhaltung der Frist, so kann sie wohl
auch die Annullierung der Abtretung trotz einer Frist-
versäumnis ganz unterlassen. In allen diesen Fällen ist
j~doch. ~ie Entscheidung der Konkursverwaltung, da
SIe l.edIghch von Zweckmässigkeitserwägungen abhängt,
o~ sI.e n~r so oder anders ausfällt, niemals wegel' Gesetz-
wIdngkeit anfechtbar. Sie kann daher höchstens dlen-
falls vor den kantonalen Aufsichtsbehörden wegen Un-
angemessenheit angefochten, auf keinen Fall aber bis vor
das Bundesgericht gezogen werden.
2. -
Die Sache verhält sich aber anders, wenn der
nämliche Anspruch gleichzeitig ar mehrere Gläubiger auf
G:rund formgerechter Gesuche unter Fristansetzung für
dIe Klage abgetreten worden ist . . In einem solchen Falle
sind ~lle diese Gläubiger grundsätzlich gleichberechtigt
und dIe Konkursverwaltung ist verpflichtet, nichts vor-
z~nehmen, was diese Gleichberechtigung stören würde,
SIe muss also insbesondere die' Klagefrist für alle gleich
berechnen und darf nicht dem einen gegenüber die
Rechtslage anders gestalten als gegenüber dem andern.
~ach Ziff. 5 der im Abtretungsformular aufgeführten Be-
dmgungen sind ja auch die Gläubiger, denen der gleiche
Anspruch abgetreten worden ist, verpflichtet, als Streit-
genossen aufzutreten und also den Anspruch gemeinsam
einzuklagen.
.
Gegen die Begür;stigung eines von mehreren Abtre-
tungsgläubigern müssen daher die übrigen legitimiert
sein, sich zu beschweren und zwar können sie dabei auch
.::IU Konkurskammer . N° 80.
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das Bundesgericht anrufen, weil die BeeinträchtiguD C1
.
~
Ibrer Rechte, wie sie aus dem Sinn und Geist ries Geselzes
hergeleitet werden müssen, in Frage steht. Das Bundes-
gericht kann demnach der Entscheid der Vorinstanz über-
prüfen.
3. -- Die Auffassung der Vorinstanz, dass ur ter Klage-
anhebung oder gerichtlicher Geltendmachung ellles An-
spruchs nvch der bundesgerichtlichen Praxis stets die
Anrufung des Friedensrichters zu verstehen sei, sofern
nach kantonalem Rechte dem Prozesse ein Sül1l'verfahren
v~rangehe, ist, so allgemein ausgedrückt, nicht richtig.
Emmr I hat das Bundesgericht in den zitierten Entschei-
dungen nur erklärt, dass, wo das kantonale Prozessver-
fahren eine Anrufung des Friedensrichters vorschreibe,
diese Anrufur g schon ~ls Anhebung der Klagt' anzuse-
hen sei. Für die in Frage steheT'de Klage wä.e aber nach
§ 114 Ziff. 3 bern. ZPO die Veranstciltung eines Aus-
söhnungsversuches nicht notwendig gewesen (vgl. die
Praxis des bernischen Appellationshofes bei befristeten
K lagerechten bei Pillichody, Bernis(her Zivilprozess
N° 1311 ff.). Sodar Ir kann unter gerichtlicher Geltendma-
chung dnes Anspruchs nur diejenige Handlung verstanden
werden, durch welch der Kläger den richterlichen Rechts·
schutz anruft und zwar so, dass dadurch die Rechtshän-
gigkeit der Streits%he be\\irk1 wird oder der Kläger innert
bestimmter Frist die Klage ausspieleT' mus s, wenn nicht
bestimmte processuale Rechtsfolgen eintreten sollen. Der
Zweck der Fristbestimmung ist, der Konkursmasse eine
Garantie zu geben, dass die « Abtretung)}, die in Wirklich-
keit ein Prozessmandat ist, auch dazu benützt werde
über den streitigen Anspruch innert einer gewissen Frist
eine gerichtliche Entscheidung herbeizuführen. Daher
kann in allen Kantonen, in denen die Sühnverhandlung
nicht in organischer Verbindung mit dem eigentlichen
Prozessverfahren steht, d. h. der Streit nicht innert einer
gewissen Frist nach Abschluss des Vermittlungsverfahrens
zur Vermeidung der Verwirkung des Klagerechts oder
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Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
sonstiger Rechtsfolgen vor den Richter gebr~cht werden
muss, die Anrufung des Friedensrichters nicht als gericht-
liche Geltendmachung im Sinne der im Abtretungsfor-
mular enthaltenen Anweisung gelten. Im Kanton Bern
besteht nun in der Tat eine solche organische Verbindung
des Sühnverfahrens mit dem eigentlichen Prozesse nicht;
das bernische Prozessrecht setzt dem Kläger keine Frist
an, innerhalb der nach dem Aussöhnungsversuch gericht-
liche Klage eingeleitet werden müsste. Demgemäss hätte
Bloch gleich den Rekurrenten zur Wahrung der ihm aus
der Abtretung erwachsenden Rechte bis zum 31. Dezem-
ber 1913 beim Richteramt Biel gegen Nigst die Klage
einreichen sollen. Da er dies nicht getan hat und nicht
besser gestellt werden darf, als die andern Abtretungs-
gläubiger, so ist die AbtretUl g an ihn als nichtig ·zu erklä-
ren. Es liegt auf der Hand, dass Bloch, wollte man ihm
die Anhebung der Klage noch gestatten, nachdem die
Rekurrenten ihrerseits den Prozess bereits durchgeführt
hätten, zum Nachteil der Rekurrenten begünstigt würde.
Er könnte dann das ganze Risiko des Prozesses diesen
zuhalten,indem er den Ausgang ihres Prozesses abw3rtete,
um dann entweder, wefin die Rekurrenten ihn verloren
häti en, die Klage zu unterlasse"n oder im umgekehrten
Falle nachträglich auch noch zu klagen. So fielen ihm beim
Obsiegen der Rekurrenten die Früchte ihres Vorgehens
in den Schoss, ohne dass er irgendwelches Risiko getragen
und irgend etwas an die Kosten beigetragen hätte, was
mit seiner Stellung zu den andern Abtretungsgläubigern
nicht vereinbat ist.
Demnach hat die Schuldbetreibungs- u. Konkurskammer
erkann t :
Der Rekurs wird gutgeheissen und die Abtretung des
sich auf eine Steigerung stützenden Anspruchs der Kon-
kursmasse des Karl Dinkel-Waldis in Zug gegen J.
Nigst in Biel an Joseph Bloch in Zug als dahingefallen
el klärt.
und Konkurskammer. N° 81· 82.
81. Extrait de l'arret du 24 deoembre 1914
dans la cause Vassa.1li.
Art. 12 ei suiv. de l'ordonnance du Cf du 28 septembre 1914.
Sursis general aux poursuites. Consequences de l'omission.
de la part du debiteur, de mentionner un creancier dans la
liste des creanciers, a joindre a la demande de sursis.
Il est constant que S. est au benetice d'un sursis general
aux poursuites, accorde par l'autorite compHente en ma-
tiere de concordat, conformement aux art. 12 a 22 de 1'0r-
donnance du 28 septembre 1914. Le fait qu'il a ornis de
mentionner le recourant dans la liste des creanciers, a
joindre a la demande de sursis, peut constituer un motif
de revocation du sursis, a teneur de l'art. 20, dernier
alinea, de l'ordonnance. Mais tant que le prononce accor-
dant le sursis n'est pas revoque, celui-ci doit continuer
a deployer ses effets, qui consistent notamment dans la
suspension des poursuites en cours. L'office de Geneve
a donc agi correctement en refusant de proceder a la
saisie requise contre S.
82. Entsoheid vom 26" Dezember 1914 i. S. Stalder.
Grund und Zweck des Art. 1 der Kriegsnovelle zum SchKG.
A. -
Der Rekurrent Fritz Stalder im Dambel in Herrli-
berg hat einen grossen landwirtschaftlichen Betrieb mit
15 Stück Grossvieh und 3 Stück Kleinvieh und versteuert
30,000 Fr. Vermögen .. In der Zeit vom November 1912
bis zum Oktober 1913 nahm er wenigstens 10,056 Fr. ein
für den Verkauf von Milch. Am 1. Juli 1914 pfändete das
Betreibungsamt Herrliberg in einer gegen ihn gerichteten
Betreibung des Rekursgegners Albert Streuli, Metzgers
in Erlenbach, für eine Forderung von 2780 Fr. 88 Cts.
AS 40 111 -
1914
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