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200 2024 445

Bern VerwG · 2024-05-23 · Deutsch BE

Verfügung vom 23. Mai 2024

Erwägungen (3 Absätze)

E. 1 Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 22. Juni 2024 wird nicht eingetreten.

E. 2 Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

E. 3 Zu eröffnen (R):

- A.________

- IV-Stelle Bern

- Bundesamt für Sozialversicherungen Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.

Dispositiv
  1. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 22. Juni 2024 wird nicht eingetreten.
  2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
  3. Zu eröffnen (R): - A.________ - IV-Stelle Bern - Bundesamt für Sozialversicherungen Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

200 24 445 IV SCI/FRN/SEE Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung Urteil des Einzelrichters vom 4. September 2024 Verwaltungsrichter Schwegler Gerichtsschreiberin Franzen A.________ Beschwerdeführer gegen IV-Stelle Bern Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern Beschwerdegegnerin betreffend Verfügung vom 23. Mai 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Sept. 2024, IV/24/445, Seite 2 Der Einzelrichter zieht in Erwägung: - Mit Eingabe vom 22. Juni 2024 erhob A.________ (Beschwerdeführer) gegen die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 23. Mai 2024 Beschwer- de. Er teilte mit, er sei nur bedingt handlungsfähig und habe auch wich- tige Termine verpasst. Er sei in den letzten rund 14 Wochen hospitali- siert gewesen und habe nur sporadisch Zugang zu seiner Post gehabt. - Mit prozessleitender Verfügung vom 15. Juli 2024 setzte der Instrukti- onsrichter dem Beschwerdeführer eine bis zum 25. Juli 2024 laufende Nachfrist zur Leistung des mit prozessleitender Verfügung vom 25. Ju- ni 2024 eingeforderten Kostenvorschusses. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass – sollte innert der Nachfrist weder der Kostenvorschuss be- zahlt noch die Beschwerde zurückgezogen werden – auf die Be- schwerde nicht eingetreten werde. - Mit prozessleitender Verfügung vom 29. Juli 2024 stellte der Instrukti- onsrichter fest, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss nicht geleistet hat. Die prozessleitende Verfügung vom 15. Juli 2024 sei dem Gericht als vom Beschwerdeführer nicht abgeholt zurückgesandt wor- den, was jedoch nichts daran ändere, dass die Verfügung als zugestellt gelte und mithin grundsätzlich auf die Beschwerde nicht eingetreten werden könne. Der Beschwerdeführer habe in der Beschwerde geltend gemacht, dass er aufgrund gesundheitlicher Probleme bereits Termine verpasst habe. Unter diesen Umständen werde die prozessleitende Verfügung vom 15. Juli 2024 per A-Post Plus zur Kenntnisnahme zu- gestellt. Es werde darauf hingewiesen, dass die Frist als verpasst gelte und das Gericht auf die Beschwerde nicht eintreten werde. Gleichzeitig wies der Instruktionsrichter darauf hin, dass der Beschwerdeführer die Möglichkeit habe, nach Art. 41 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ein Gesuch um Fristwiederherstellung einzureichen. Das Gericht werde mit dem Nichteintretensentscheid bis zum 30. August 2024 zuwarten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Sept. 2024, IV/24/445, Seite 3 - Der Beschwerdeführer hat kein Gesuch um Fristwiederherstellung ein- gereicht. - Eine eingeschriebene Postsendung gilt grundsätzlich in dem Zeitpunkt als zugestellt, in welchem die angeschriebene Person sie tatsächlich in Empfang nimmt. Wird die Person nicht angetroffen und wird daher eine Abholungseinladung in ihren Briefkasten oder ihr Postfach gelegt, so gilt die Sendung in jenem Zeitpunkt als zugestellt, in welchem sie auf der Poststelle abgeholt wird; geschieht das nicht innert der Abholfrist, die sieben Tage beträgt, so gilt die Sendung als am letzten Tag dieser Frist zugestellt, sofern der Adressat mit der Zustellung hatte rechnen müssen (Art. 38 Abs. 2bis ATSG; BGE 127 I 31 E. 2a aa S. 34). - Der Beschwerdeführer hat die mit eingeschriebener Briefpost versand- te prozessleitende Verfügung vom 15. Juli 2024 bei der Post nicht ab- geholt. Mit Blick auf das hiervor Dargelegte galt diese am 23. Juli 2024 als zugestellt. - Der Beschwerdeführer hat weder den verfügten Gerichtskostenvor- schuss bezahlt noch die Beschwerde zurückgezogen. - Demzufolge kann auf die Beschwerde, wie mit den prozessleitenden Verfügungen vom 15. und 29. Juli 2024 angekündigt, nicht eingetreten werden (Art. 105 Abs. 4 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). - Umständehalber wird im vorliegenden Fall auf das Erheben von Ver- fahrenskosten verzichtet (Art. 108 Abs. 1 VRPG). - Für diesen Entscheid ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehör- den und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Sept. 2024, IV/24/445, Seite 4 Demnach entscheidet der Einzelrichter: 1. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 22. Juni 2024 wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Zu eröffnen (R):

- A.________

- IV-Stelle Bern

- Bundesamt für Sozialversicherungen Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.