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Verwaltung ARGVP 1988 1093

Appenzell A.Rh. · 1972-06-02 · Deutsch AR

A. Entscheide des Regierungsrates 1093, 1094 1093 G ru n d b uch. Verhältnis der Grundbuchberichtigungsklage (Art. 975 ZGB) zur Grundbuchbeschwerde (Art. 102ff. der eidg. Grundbuchverordnung; SR 211.432.1). A .K . ist Eigentümer der landw

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A. Entscheide des Regierungsrates

1093, 1094

1093

Grundbuch. Verhältnis der Grundbuchberichtigungsklage (Art. 975 ZGB)

zur Grundbuchbeschwerde (Art. 102ff. der eidg. Grundbuchverordnung;

SR 211.432.1).

A.K. ist Eigentümer der landwirtschaftlichen Liegenschaft Nr. 425, Grund­

buch W. Er räumte am 2. Juni 1972 der Bürgergemeinde W. ein Kaufsrecht

ein, das am 19. Oktober1972 geltend gemacht wurde. Am 19. Dezem-

ber1972 trug der Grundbuchverwalter dieses Rechtsgeschäft im Tage­

buch ein und stellte derTochter des A. K., Frau B. O.-K., die üblichen Formu­

lare betreffend das gesetzliche Vorkaufsrecht zu. B. O.-K. teilte dem Grund­

buchverwalter mit, sie mache ihr Vorkaufsrecht «grundsätzlich» geltend.

Trotz wiederholter Aufforderung, das Vorkaufsrecht entweder vorbehalt-

losauszuüben oderdarauf zu verzichten, liess B. O.-K. nichts mehrvon sich

hören. Nach Ablauf einer letzten Frist wurde die Bürgergemeinde W. als

Eigentümerin ins Grundbuch eingetragen. Frau B. O.-K. erhob dagegen

Beschwerde beim Regierungsrat mit dem Begehren, der Eintrag sei «als

gesetzwidrig aufzuheben», und die Beschwerdeführerin sei als Eigentü­

merin im Grundbuch einzutragen. - Der Regierungsrat trat auf die Be­

schwerde nichtein:

Dem Inhaber eines bäuerlichen Vorkaufsrechtes steht die Grundbuch­

berichtigungsklage gemäss Art. 975 ZGB, eventuell die Klage auf gericht­

liche Zusprechung des Eigentums, zu; vgl. hiezu SJK Nr. 1280 sowie

BGE 9 7 II277 ff. und 8 4 11192 ff. Für eine Grundbuchbeschwerde im Sinne

von Art. 102 ff. der Verordnung betreffend das Grundbuch ist im vorliegen­

den Falle kein Raum.

RRB 13.1.1975

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Grundbuch. Umfang der Prüfungspflicht des Grundbuchführers.

Ohne Zweifel ist der Grundbuchführer nicht nur berechtigt, sondern ver­

pflichtet, eine Anmeldung daraufhin zu überprüfen, ob die gewünschte

Eintragung, Vor- oder Anmerkung zulässig ist; er «hat darauf zu sehen,

dass das Grundbuch nicht mit Einträgen belastet wird, die einer gesetz-

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