A. Entscheide des Regierungsrates 1093, 1094 1093 G ru n d b uch. Verhältnis der Grundbuchberichtigungsklage (Art. 975 ZGB) zur Grundbuchbeschwerde (Art. 102ff. der eidg. Grundbuchverordnung; SR 211.432.1). A .K . ist Eigentümer der landw
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A. Entscheide des Regierungsrates
1093, 1094
1093
Grundbuch. Verhältnis der Grundbuchberichtigungsklage (Art. 975 ZGB)
zur Grundbuchbeschwerde (Art. 102ff. der eidg. Grundbuchverordnung;
SR 211.432.1).
A.K. ist Eigentümer der landwirtschaftlichen Liegenschaft Nr. 425, Grund
buch W. Er räumte am 2. Juni 1972 der Bürgergemeinde W. ein Kaufsrecht
ein, das am 19. Oktober1972 geltend gemacht wurde. Am 19. Dezem-
ber1972 trug der Grundbuchverwalter dieses Rechtsgeschäft im Tage
buch ein und stellte derTochter des A. K., Frau B. O.-K., die üblichen Formu
lare betreffend das gesetzliche Vorkaufsrecht zu. B. O.-K. teilte dem Grund
buchverwalter mit, sie mache ihr Vorkaufsrecht «grundsätzlich» geltend.
Trotz wiederholter Aufforderung, das Vorkaufsrecht entweder vorbehalt-
losauszuüben oderdarauf zu verzichten, liess B. O.-K. nichts mehrvon sich
hören. Nach Ablauf einer letzten Frist wurde die Bürgergemeinde W. als
Eigentümerin ins Grundbuch eingetragen. Frau B. O.-K. erhob dagegen
Beschwerde beim Regierungsrat mit dem Begehren, der Eintrag sei «als
gesetzwidrig aufzuheben», und die Beschwerdeführerin sei als Eigentü
merin im Grundbuch einzutragen. - Der Regierungsrat trat auf die Be
schwerde nichtein:
Dem Inhaber eines bäuerlichen Vorkaufsrechtes steht die Grundbuch
berichtigungsklage gemäss Art. 975 ZGB, eventuell die Klage auf gericht
liche Zusprechung des Eigentums, zu; vgl. hiezu SJK Nr. 1280 sowie
BGE 9 7 II277 ff. und 8 4 11192 ff. Für eine Grundbuchbeschwerde im Sinne
von Art. 102 ff. der Verordnung betreffend das Grundbuch ist im vorliegen
den Falle kein Raum.
RRB 13.1.1975
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Grundbuch. Umfang der Prüfungspflicht des Grundbuchführers.
Ohne Zweifel ist der Grundbuchführer nicht nur berechtigt, sondern ver
pflichtet, eine Anmeldung daraufhin zu überprüfen, ob die gewünschte
Eintragung, Vor- oder Anmerkung zulässig ist; er «hat darauf zu sehen,
dass das Grundbuch nicht mit Einträgen belastet wird, die einer gesetz-
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